130i: für Rennstrecke geeignet?
Meine Lieben
Hier mein (Luxus-) Problem:
-ich fahre im Alltag einen 550i xDrive F10 und bin sehr zufrieden damit
-ich wollte den "Vorgänger" 335i E90 zuerst behalten und für die Rennstrecke einsetzen, befand ihn dann aber für diesen Zweck als zu schwer und habe ihn nun zum Verkauf ausgeschrieben.
Nun suche ich ein Auto für den gelegentlichen Einsatz auf der Rennstrecke. Ich will jeoch nicht mehr als max. CHF 20'000 dafür ausgeben.
Es gibt verschiedene Optionen:
-Nissan 350 Z (mit 280 oder 300 PS)
-VW Golf R32 (mit DSG)
-diverse ältere BMW M-Modelle mit je 286 bzw. 321 PS (die sind mir aber zu alt = mehr als 10 Jahre).
Und nun habe ich einen BMW 130i mit Jahrgang 2005 und rund 90'000 Km gefunden (Handschalter und 265 PS). Preis rund CHF 20'000 und drei Jahre Garantie ab Kauf.
Nun meine Fragen:
-ist dieses Fahrzeug von Gewicht und Gewichtsverteilung überhaupt für einen Einsatz auf der Rennstrecke geeignet?
-oder sollte ich besser weitersuchen?
Vielen Dank für jede Meinungsäusserung und liebe Grüsse
Thomas
Schweiz
39 Antworten
Der 130er ist für die Rennstrecke sehr geeignet, da der Motor ein Musterbeispiel für Kontrolle ist. Bin ihn selbst dort gefahren und hatte sehr viel Spass damit. Allerdings sollte ein KW-Fahrwerk eingebaut werden, da das serienmässige Fahrwerk nicht begeistern kann. Das M-Fahrwerk ist
steif und unsensibel. Damit rührt der Wagen viel zu sehr.
Ansonsten scheinen die neuen Renault Megane RS wirklich gut zu sein.
Jedes 3. Auto auf dem Nürburgring ist inzwischen ein Megane RS oder RS Cup. Bie Tests bescheinigen ihm hervorragenden Fahrspass.
Zitat:
Original geschrieben von UA2
Der 130er ist für die Rennstrecke sehr geeignet, da der Motor ein Musterbeispiel für Kontrolle ist. Bin ihn selbst dort gefahren und hatte sehr viel Spass damit. Allerdings sollte ein KW-Fahrwerk eingebaut werden, da das serienmässige Fahrwerk nicht begeistern kann. Das M-Fahrwerk ist
steif und unsensibel. Damit rührt der Wagen viel zu sehr.Ansonsten scheinen die neuen Renault Megane RS wirklich gut zu sein.
Jedes 3. Auto auf dem Nürburgring ist inzwischen ein Megane RS oder RS Cup. Bie Tests bescheinigen ihm hervorragenden Fahrspass.
Vielen Dank für Feedback. Ich kann morgen Nachmittag einen 130i probefahren und bin sehr gespannt darauf.
Liebe Grüsse
Thomas
Nunja, das mit der Garantie kannst du beim Einsatz auf der Rennstrecke aber eher vergessen. Aber ist ein tolles Hobby!!! Hab das bisher nur auf 2 Rädern gemacht.
Welche Strecken hast du denn im Auge? In der Schweiz gibt es ja nicht viele (genausowenig wie in Bayern 😠 )
Zitat:
Original geschrieben von Diagnosic
Nun suche ich ein Auto für den gelegentlichen Einsatz auf der Rennstrecke. Ich will jeoch nicht mehr als max. CHF 20'000 dafür ausgeben.Es gibt verschiedene Optionen:
-Nissan 350 Z (mit 280 oder 300 PS)
-VW Golf R32 (mit DSG)
-diverse ältere BMW M-Modelle mit je 286 bzw. 321 PS (die sind mir aber zu alt = mehr als 10 Jahre).Und nun habe ich einen BMW 130i mit Jahrgang 2005 und rund 90'000 Km gefunden (Handschalter und 265 PS). Preis rund CHF 20'000 und drei Jahre Garantie ab Kauf.
Nun meine Fragen:
-ist dieses Fahrzeug von Gewicht und Gewichtsverteilung überhaupt für einen Einsatz auf der Rennstrecke geeignet?
Er
fahrungswert:
130i ist nicht besonders gut für die Rennstrecke geeignet, obwohl der für sich gesehen ein tolles Auto ist und ich mir den als Alltagsauto auch mit höherer Km-Laufleistung noch bedenkenlos zulegen würde.
Sämtliche Rundenzeiten (siehe Sportauto-Homepage) sind für 265 PS miserabel, was mehrere Gründe hat. Der 130i ist im Sereinzustand ziemlich untersteuernd ausgelegt (ja richtig gelesen, trotz Heckantrieb), und hat unter höherer Last in der Kurve eine ziemlich miese Traktion an der Hinterachse aufgrund eines fehlenden Sperr-Differenzials.
Beim 135i sieht das ganze schon wieder ganz anders aus.
Ich würde aber, wenn es denn ein BMW sein soll, den M Z4 (den gibt's bereits ab 30-35.000 Euro, kaum Wertverlust) oder eben, wie du schon schriebst, diverse ältere M-Modelle empfehlen.
R32 kann man für die Rennstrecke komplett vergessen. Ist zwar dank AWD genauso schnell/langsam wie ein 130i, aber ein ziemlich schweres indirektes Auto mit einem drehunwilligen Motor, das auf der Rennstrecke Bremsen im Zeitraffer frisst. Für den Alltag ist aber auch der toll, keine Frage.
350Z macht mehr Spass, ist aber auch nicht das Tracktool schlechthin.
Die hier angesprochenen Megane RS sind sehr zu empfehlen, allerdings gibt's zu dem Budget nur die ältere Version, die optisch sehr ... naja einen individuellen Geschmack erfordern. Außerdem sind die auch oft auf Rennstrecken verheizt worden.
Da FA nicht in Frage kommt, fällt leider auch der CLio RS Cup weg, den es ab 20.000 Euro track-ready mit Schalensitzen, Brembo-Bremsanlage gibt. Und der natürlich eine Garantie hätte.
Ansonsten kann ich mich nur dem hier anschließen:
Zitat:
Also ich würde da eher nach was leichten suchen. Was spricht denn gegen ne Lotus Elise/Exige oder was ähnlichen?
Lotus Elise mit anständigem Motor (also Kompressor) fangen aber auch erst bei ca. 30k an.
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Zitat:
Der 130i ist im Sereinzustand ziemlich untersteuernd ausgelegt (ja richtig gelesen, trotz Heckantrieb), und hat unter höherer Last in der Kurve eine ziemlich miese Traktion an der Hinterachse aufgrund eines fehlenden Sperr-Differenzials.
Das sind alles Punkte wo man Abhilfe schaffen kann. Ich meine ein brauchbares Sperrdifferential kostet 3000€. Vor 20Jahren konnte man sowas als Extra bei BMW für kleines Geld gleich mitordern (25%-Sperre)😠
Gegen das Untersteuern kann man z.B. ein verstellbares Fahrwerk einbauen, oder ein nicht verstellbares, wo man aber weiß, dass es neutral abgestimmt ist. Durch den Einbau verstellbarer Domlager kann man mehr negativen Sturz einstellen, um vorn mehr Grip aufzubauen.
Und dann kann man noch mit den Reifen spielen. Ich denke wenn man den 130i bissl abspeckt und ein paar kleine Modifikationen durchführt, dann hat der durchaus Potenzial für schnelle Zeiten. Aber auch im Serienzustand ist er nicht sooo schlecht, tendenziell besser auf Strecken mit großen Kurvenradien. In engen Kurven wird eben das Untersteuern und die fehlende Sperre eher nervig.
Zitat:
Original geschrieben von Emmet Br0wn
Lotus Elise mit anständigem Motor (also Kompressor) fangen aber auch erst bei ca. 30k an.
Ich stimme Deinem Beitrag in vollem Umfang zu, habe hierzu jedoch noch eine kleine persönliche Anmerkung. Ich denke, es hängt vor allem von der Rennstrecke ab, auf der gefahren werden soll. Wird es eine kleine enge Rennstrecke mit vielen Kurven und wenigen und eher kurzen Geraden, ist man auch mit der Basiseilse mit 120PS schon gut bedient. Der Motor wurde oft ob seiner relativ geringen Leistung schlecht geredet, dabei wog die erste Elise doch gerade mal vollgetankt 733kg und war auch mit diesen 120PS alles andere als lahm.
Auf der Nordschleife allerdings, auf der man sehr viel Leistung braucht, ist man damit eher suboptimal dimensioniert unterwegs, da wäre dann in der Tat mindestens die 192PS-Version oder aber die Kompressorversionen angesagt, aber die bewegen sich wohl weit jenseits der angepeilten 20.000,- CHF.
Habe heute mit einem VW Golf R32 eine Probefahrt gemacht, statt mit dem 130i (den ich mir nächste Woche "vorknöpfe"😉. Der R32 ist eine echte Enttäuschung. Das DSG und der Sound sind gut. Aber die Kopflastigkeit und die Verschränkung im Allradsystem - das ich von meinem 550i xDrive nicht kenne - stören enorm. Und auch der Motor ist nicht der Rede wert: zugeschnürt und serh unwillig hochdrehend. Diese Auto scheidet für mich definitiv aus.
Mehr davon in der nächsten Woche!
Liebe Grüsse
Thomas
Zitat:
Original geschrieben von RS_Borsti
Nunja, das mit der Garantie kannst du beim Einsatz auf der Rennstrecke aber eher vergessen. Aber ist ein tolles Hobby!!! Hab das bisher nur auf 2 Rädern gemacht.Welche Strecken hast du denn im Auge? In der Schweiz gibt es ja nicht viele (genausowenig wie in Bayern 😠 )
Bisher waren es Anneau du Rhin im Elsass und Dijon und Hockenheimring. In der Schweiz gibt es leider wirklich nichts vernünftiges.
Wenn 130i, dann muss wie schon erwähnt einiges gemacht werden. Als reines ringtool, dass günstig zu haben ist, bietet sich wirklich der Clio RS Cup an. Da gibts in dem Bereich ( in Bezug auf Preis) nichts besseres. Da ich häufig auf der Nordschleife unterwegs bin, weiss ich von was ich spreche. Zum Thema PS, das ist garnicht so wichtig, viel wichtiger sind Fahrwerk, Bremsen und vor allem Reifen (Semis). Golf kann man wie gesagt vergessen. Nissan ist vielleicht noch ganz lustig, aber da wäre mir ein neuer clio deutlich lieber und günstiger. 130i kenn ich nicht.
Bin heute den Nissan 350 Z mit 280 PS probegefahren: der kommt auch nicht in Frage. Er hat einen sportlichen Sound, ist aber für den Alltag akustisch extrem und nicht tauglich. Aber ich suche ja nicht einen Wagen für den Alltag. Er zieht ordentlich an, das kann man sicher sagen. Aber man spürt immer das relativ hohe Gewicht. Die Drehfreude fehlt diesem Motor völlig, weshalb er jetzt auch ausscheidet.
Damit sind bei mir nur noch die folgenden Modelle im Rennen:
-BMW 130i
-Porsche Boxter 3.2 S (mit 252 PS)
Das sind beides Modelle, die man in der Schweiz für CHF 20'000 kaufen kann (mit Kilometer unter 100'000).
Ein Auto mit Frontantrieb kommt für mich einfach nicht in Frage. Man kann über Clio, Megane, Mini JCW, Golf GTI, Ford Fokus und Konsorten sagen und schreiben was man will. Ich will das nicht und ich habe mich noch jedes Mal am Gezerre an der Lenkung gestört = nie Frontantrieb.
Liebe Grüsse
Thomas
@Diagnosic
Vielleicht versuchst Du´s wirklich mal mit einer Elise oder wahlweise auch mit einem Opel Speedster.
Aber da sind nur die stärkeren Versionen auf der Rennstrecke wirklich zu gebrauchen-die kollidieren jedoch mit dem Budget des TE.
Den Speedster 2.2 mit 147PS kenne ich auf dem Ring und der wäre mir definitiv viel zu Zahnlos.
Ich habe gerade in einem anderem Forum gelesen dass ein 130i mit KW V3 Fahrwerk und Semislicks ein Nordschleifenzeit btg von 8:15 abgeliefert haben soll. Kann ich mir zwar irgendwie nicht gaaanz vorstellen, aber auch wenns nur unter 8:20 war eine doch sehr respektable Leistung für "nur" so kleine Mods.
Ich habe diesbezüglich 2 Referenzwerte anzubieten von absoluten Nordschleifenkennern.
Ich kenne wen mit einem 123d Coupe komplett original außer Semislicks. Der fährt mit dem Diesel eine 8:30.
Desweiteren einen 130i mit diversen Mods wie Fahrwerk und PP-Bremse, aber Straßenreifen. Er ist zuletzt eine 8:24 mit Unfall drin gefahren. Bei freier Strecke wäre das locker eine 8:15 geworden.
Zitat:
Original geschrieben von Wollschaaf
Aber da sind nur die stärkeren Versionen auf der Rennstrecke wirklich zu gebrauchen-die kollidieren jedoch mit dem Budget des TE.Den Speedster 2.2 mit 147PS kenne ich auf dem Ring und der wäre mir definitiv viel zu Zahnlos.
Volle Zustimmung! Es gäbe noch den Opel GT, aber der bietet etwa dasselbe wie der 130i und da drückt dann meine BMW-treue voll durch. Wenn es zwei gleichwertige Angebote hat, dann immer BMW. Wobei der GT motorseitig wahrscheinlich nicht an den 130i rankommt.