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100 Ah Batterie im Anhänger laden - wie?

Moin zusammen,

ich habe da mal eine Frage, die meine Werkstatt als unmöglich abgetan hat…

Wir haben einen leeren Kofferanhänger, für diesen haben wir einen 680 Liter Tank gekauft, welcher für meine Arbeit benötigt wird.

Im Tank ist eine Membranpumpe verbaut, zusätzlich ist eine 100 Ah Batterie dabei, welche die Membranpumpe mit Strom versorgen soll.

Tank, Pumpe und Batterie befinden sich in einem Anhänger, welcher nicht durchgängig am Zugfahrzeug hängt.

Nun sollte - wenn möglich - die Batterie im Anhänger mit den Stromleitungen im Anhänger verbunden werden, damit die Batterie im Anhänger während der Fahrt über das Zugfahrzeug und die 13-polige Verbindung geladen wird, jedoch sollte da kein Dauerstrom durchfließen, damit das Zugfahrzeug beispielsweise über Nacht nicht entladen wird.

Ich hoffe ich habe es einigermaßen verständlich ausgedrückt und hier ist jemand dabei, der mir sagen kann, ob das funktioniert - und wenn ja - wie das ganze funktionieren kann.

Ich danke euch

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48 Antworten

Ich würde versuchen das wirtschaftlich zu betrachten. Pkw-Anhänger sind oft jahrzehntelang im Einsatz. Die ziehenden Pkw wechseln dabei oft nach 3-6 Jahren. Da es der Tankeinbau mit Pumpe im Kofferanhänger ist der hier den Strombedarf hat, dürfte eine Solaranlage auf dem Kofferdach mehrere Pkw "überleben" und der Fremdaufwand im Vergleich zu der bei jedem Pkw-Wechsel nötigen Nachrüstung/Umbau/Zusatzausstattung höher liegen.

Vielleicht reicht es auch 3-4 parallel geschaltete 100Ah-Akkus zu verwenden, die man erst nach dem Einsatz oder übers Wochenende stationär lädt, notfalls aus dem Anhänger zum Ladegerät trägt/rollert, was vermutlich am billigsten wäre. Oder man tauscht 2 Akkus ständig in dieser Weise. Wäre nun auch kein allzu großer Aufwand, selbst wenn kein Strom am Parkplatz verfügbar ist.

Zitat:

@Go}][{esZorN schrieb am 10. November 2021 um 09:08:45 Uhr:

Richtig, standardmäßig wird Kl. 15 drauf gelegt und fertig..

Nöö, meist nicht mal das, denn schließlich macht das Verlegen von Dauerstrom und Ladeleitung deutlich mehr Arbeit und muss deshalb oft extra bestellt und natürlich auch bezahlt werden.

Zitat:

@Go}][{esZorN schrieb am 10. November 2021 um 09:08:45 Uhr:

..Das Problem kann dann sein, dass bei schwacher Fahrzeugbatterie das Auto versucht, den Anlassstrom mit vom Anhänger zu holen. Das muss natürlich unbedingt vermieden werden.

Dann erst den Motor starten und danach erst den Stecker rein.

Aber am besten wäre sowieso ein 100 Watt Solarmodul auf das Anhängerdach. Damit bleibt die Batterie auch bei längerer Standzeit voll.

Zitat:

@MoeHL schrieb am 9. November 2021 um 15:56:23 Uhr:

Trennrelais schön und gut, aber wo wird es eingebaut. Meine Werkstatt sagte es wäre nur mit Kabel von der Lichtmaschine bis zur Batterie im Anhänger möglich, aber das wäre für mich keine Option

Das habe ich doch tatsächlich überlesen.

Das Trennrelais wird in die Ladeleitung gebaut und die muß antürlich von der Batterie bis an die Anhängerdose geführt werden.

Einfacher wäre es wenn im Kofferraum schon eine Leitung liegt (weil Batterie / Elektroverteiler im Kofferraum mit vernünftigem Querschnitt verbaut sind), da könnte man dann abgreifen.

Die Leitung von der Lima die die Werkstatt meint kann man durch ein Spannungsgesteuertes Trennrelais ersetzen (könnte aber mit dem Lademanagement wieder tricky werden und müsste gegebenenfalls zeitgesteuert mit der Zündung verknüpft werden).

Was hast du denn für ein Auto?

Gruß Metalhead

Zitat:

@4Takt schrieb am 10. November 2021 um 10:32:55 Uhr:

Aber am besten wäre sowieso ein 100 Watt Solarmodul auf das Anhängerdach. Damit bleibt die Batterie auch bei längerer Standzeit voll.

Gibts als fertige Pakete, siehe https://www.bau-tech.shop/.../130-watt-inselanlage-12-volt-set.html als Beispiel. Panel, Laderegler, Kabelsatz ... sowas in "klein" haben einige Vereinskollegen bei Ihren Segelflugzeuganhängern installiert, damit die Batterien für Funk und Bordelektronik voll bleiben und diese nicht ausgebaut sowie in der Werkstatt geladen werden müssen.

Je nach Anwendungsfall kann das reichen. Ich persönlich würde eh einen DCDC Lader für einen Zusatzakku installieren, der über Zündplus (Klemme 15) gespeist wird. Damit sind die Akkus zudem entkoppelt. Bei einer einfachen Parallelschaltung könnten heftige Ströme fliessen, wenn im Zusatzakku zum Beispiel eine Zelle stirbt und auf einmal eine ungewollt substanzielle Spannungsdifferenz anliegt.

 

 

Ich hab n VW Caddy 2.0 Saugdiesel mit gefüllten 5ps

Zitat:

 

Ich persönlich würde eh einen DCDC Lader für einen Zusatzakku installieren, der über Zündplus (Klemme 15) gespeist wird.

Hast Du einen Tipp / Link zu einem aus Deiner Sicht guten Gerät?

Zitat:

@MoeHL schrieb am 10. November 2021 um 10:59:46 Uhr:

Ich hab n VW Caddy 2.0 Saugdiesel mit gefüllten 5ps

Dann einfach Spannungsgesteuertes Trennrelais (sowas in Verbindung mit einem Relais hab ich schon verbaut) zwischen Batterie und Buchse.

Ein Kabel nach vorne brauchst du aber trotzdem wenn der Caddy nix mit Querschnitt im Kofferraum hat.

Gruß Metalhead

Man kann einen Ladewandler (z.B. den bereits genannten von votronic) in Nähe der Anhängerbatterie prinzipiell verwenden.

Dann sollte der aber über ein Zündungsplus (also letztendlich PIN 10) angesteuert werden. Der eigentliche Arbeitsstrom fließt dann über PIN 9.

So wird es auch in der BA des Votronic für den Einsatz in Caravans beschrieben und so ist es in vielen Caravans auch werkseitig realisiert.

Ein spannungsgesteuertes Trennrelais und lediglich Dauerplus am Anhänger ist bei dem zu erwartenden Spannungsabfall von der LiMa/Starterbatterie bis zur Batterie auf dem Anhänger keine so gute Idee.

Solar ist ganz nett, aber wenn man auch innerhalb kürzerer Zeit nachladen muss, ist es m.E. für diesen Zweck, viel zu teuer.

Ein sinples Trennrelais, meinetwegen auch im Kofferraum durch den hinteren Scheibenwischer Kl.15-Anschluss, gesteuert, würde eine vorhandene Dauerpluseinrichtung an der 13-pol-Dose des Fz sehr kostengünstig auf "Zündungsplus" umüsten, ohne ein zusätzliches Kabel durch das Auto gezogen werden muss.

Wenn das ladetechnisch nicht gut genug klappt (ist halt ein großer Spannungsabfall bei Stromfluss vorhanden), kann später immer noch ein Ladewandler nachgerüstet werden.

 

Zitat:

@Go}][{esZorN schrieb am 10. November 2021 um 09:08:45 Uhr:

Richtig, standardmäßig wird Kl. 15 drauf gelegt und fertig.

Das Problem kann dann sein, dass bei schwacher Fahrzeugbatterie das Auto versucht, den Anlassstrom mit vom Anhänger zu holen. Das muss natürlich unbedingt vermieden werden.

ich kenne es eher so, dass standardmässig bestenfalls Klemme 30, also Dauerplus, aufgelegt ist.

Golf 7/Octavia 3 hatten z.B. erst ab Mj 2015 Lade- und Dauerplus.

Davor gab es bei diesen Modellen werkseitig nur Dauerplus.

Es gibt daher viele Wohnwagen, wo der Anschluss für den Kühlschrank, der i.d.R. werkseitig direkt über Ladeplus (PIN 10) läuft, intern mit Dauerplus (PIN 9) gebrückt/gewechselt wurde.

Ich danke euch für die ganzen Antworten die ich meiner Werkstatt vorlegen werde.

Ich persönlich bevorzuge mittlerweile aber die Lösung über die Solaranlage, könnte mir da jemand erklären wie ich diese am besten anschließe, ohne eine Werkstatt beauftragen zu müssen?

Also was genau ist benötige, wo was angeschlossen wird etc?!

Danke

Zitat:

@MoeHL schrieb am 10. November 2021 um 17:18:58 Uhr:

Ich danke euch für die ganzen Antworten die ich meiner Werkstatt vorlegen werde.

Ich persönlich bevorzuge mittlerweile aber die Lösung über die Solaranlage, könnte mir da jemand erklären wie ich diese am besten anschließe, ohne eine Werkstatt beauftragen zu müssen?

Also was genau ist benötige, wo was angeschlossen wird etc?!

Danke

es kommt halt drauf an, wie schnell die Batterie wieder geladen werden soll.

Wenn das, nach einem Einsatz der Pumpe mehr oder weniger egal ist und das Fz ansonsten sonnengünstig steht, muss man keine sehr große Solaranlage verwenden.

Ein 50W-Panel o.ä. mit möglichst wasserdichtem Regler sollte dann reichen.

Da du vorher eine Lösung haben wolltest, die Batterie (vermutlich effektiv) während der Fahrt zu laden, kann man jetzt nicht genau wissen, was bei dir wichtig ist.

Für die effektive Ladeleistung, die der Votronic-ladewandler über die 13-pol-Dose zustande bringt, müsstest du schon eine relativ große, teurere Solaranlage und gutes Wetter haben.

Also der Anhänger wird etwa 1-2x pro Woche benötigt, also innerhalb von etwa drei Tagen sollte dieser wieder aufgeladen sein

Trotzdem würde ich ein 100 W-Modul bevorzugen. Gibt es auf Ebay schon als kompletten Set und ist kaum teurer, als ein 50 W-Modul-Set.

Da wäre ein (zweiter) Akku, denn du dann frisch geladen mit einer kleinen Sackkarre / Bollerwagen mit zum Anhänger nimmst und nach dem Einsatz wieder auflädst, ziemlich sicher die billigste Lösung.

Zitat:

@berlin-paul schrieb am 9. November 2021 um 17:51:29 Uhr:

Eine Solaranlage wäre noch eine autarke Idee.

Ist doch eh ein Kofferanhänger mit festem Dach -Chinapanel mit Laderegler aufs Dach und der Akku ist immer voll, egal ob der Anhänger vorher gezogen wurde. Hab so ein Ding auf meinem T4 Bus drauf, und nutz den öfter auch als mobiles Ladegrät wenn mal wo eine Autobatterie leer ist :-) Bus daneben gestellt, Kabel rübergezogen, ein paar Stunden Sonne und das läuft wieder.

Bei halbwegs schönen Wetter kommen da lt Zangenampermeter so 3,5A runter.

Zitat:

@berlin-paul schrieb am 10. November 2021 um 17:59:33 Uhr:

Da wäre ein (zweiter) Akku, denn du dann frisch geladen mit einer kleinen Sackkarre / Bollerwagen mit zum Anhänger nimmst und nach dem Einsatz wieder auflädst, ziemlich sicher die billigste Lösung.

Die billigste bestimmt, aber leider auch die Zeitraubendste, weil die Batterie unter dem Tank sitzt und der Tank eigentlich verschraubt wird damit er nicht rutscht

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