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1.4 TSI 122 PS - Motor und Turbo pflegen

VW Golf 6 (1KA/B/C)
Themenstarteram 23. April 2020 um 15:21

Hallo alle zusammen.

Ich habe gestern den Kaufvertrag für einen Golf 6 mit dem 1.4 TSI Motor, 122 PS unterschrieben.

Der Wagen hat schon relativ viel runter (185t km), scheint aber vom Vorbesitzer super gepflegt und immer sensibel gefahren zu sein. Sowohl innen als auch außen sieht er quasi aus wie neu, daher gehe ich mal davon aus, dass auch auf Motor und Turbo immer geachtet wurde.

Jetzt steht er ja nun bald bei mir in der Garage und ich habe viel herumgelesen, dass der Motor ein kleiner Herzensbrecher im negativen Sinne ist. Ich würd gerne wissen, ob ihr Tipps habt, die mir ggf. helfen, möglichst lange Freude am Auto zu haben.

Natürlich hängt das alles nicht nur von der jetzigen Pflege ab, aber wenn ich was tun kann, um alles Technische noch ein wenig zu schützen, dann mache ich das selbstverständlich.

Herausfinden konnte ich allerdings bisher nicht viel, womit man dem Motor was Gutes tun kann.

Nur, dass wohl als Motoröl 5w40 genutzt werden soll, und natürlich das typische "Behutsam Warmfahren und vor dem Abstellen noch ein paar Sekunden laufen lassen, damit das Öl nicht direkt stoppt".

Ich fahre grundsätzlich viel Kurzstrecke, unter der Woche zur Arbeit ~5 km. Allerdings bin ich von Zeit zu Zeit auch mal zwei Stunden auf der Autobahn. Bei viel Kurzstrecke ist es ja vermutlich ratsam, auch mal "richtig" warmzufahren, damit der Motor mal ein bisschen freipustet? :confused:

Ich bin gespannt, ob noch jemand ein paar Tipps für mich hat :D

Liebe Grüße & gute Fahrt

Beste Antwort im Thema

Naja keine Sorgen machen, kannste mittlerweile bei jeder Marke mit Steuerkette vergessen. Aber etwas eingrenzen mit dem Modelljahr kann man wohl schon. Für unter 5 km täglich, hätte ich mir keinen TSI oder überhaupt Turbo geholt. Aber das ist auch nur meine Meinung. Ich fahre etwa 20 km eine Strecke und habe mich im Winter für 0-W40 Entschieden. Hat die VW Freigabe UND die Mercedes Benz.

Ich nenne die Marke jetzt mit Absicht nicht, aber schön leise und seit dem Wechsel vor knapp 4000 KM keinen messbaren Ölverbrauch.

Vorher war 5-w30 drin aber kann dazu nichts sagen.

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Zitat:

@WQ33 schrieb am 24. April 2020 um 15:19:45 Uhr:

@navec

..., aber im Übrigen hast Du recht! :)

Gruß von WQ33

ich hatte auch sonst nicht ganz unrecht, denn hier geht es m.E. um den Golf und nicht um den Golf Plus der einen längeren Bauzeitraum hatte.....im Golf gab es den Motor nur bis 03/2012.

Im Golf Plus bis 1/2014.

Im Yeti gab es diese "Möhre" leider sogar bis 5/2015...

Kannst dich bei 5 km Fahrtweg schon mal auf den Winter freuen.

Der Motor wird nie warm, der Innenraum auch nicht, weil die Heizung

mindestens 10 braucht, bis sie spürbar warme Luft produziert.

Ölwechsel mindestens einmal im Jahr, damit das Öl-Wasser Gemisch raus kommt.

Eigentlich würde ich dir raten die 5 km mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren...

Das is ein stinknormaler Golf und kein Ferrari, die sind dafür gebaut ein paar km zum Bäcker gefahren zu werden und dafür auch nicht grad zu schade, erst recht bei dem Alter und den km.

Auch im Winter wird ers damit wärmer haben als dein Tipp mit dem Fahrrad.

Aber ja: Als "Pflege" kann man so ein Fahrprofil nicht bezeichnen.

Themenstarteram 25. April 2020 um 23:23

Okay liebe Leute - ich habe mittlerweile durchaus verstanden, dass ihr meinen Arbeitsweg nicht als besonders pfleglich anseht. Das ist er aber auch für keinen Motor, denn auf der Strecke wird kein Motor anständig warm. Wie ich bereits erwähnte, fahre ich auch mal längere Strecken. Der Arbeitsweg stellt da i.d.R. noch die Minderheit dar.

Ich hatte gehofft, hier ein paar Tipps wie weiter oben zu bekommen, und nicht, dass sich hier alle Nase lang über meine Kurzstrecke ausgelassen wird.

Nehmt mir das keinesfalls böse; ich bin allerdings in das Forum gekommen, um mir hier ein paar wichtige Anleitungen zu holen, und nicht, dass Leute meine Streckenbilanz kritisieren.

Ich bedanke mich trotzdem bei allen, die geholfen haben. Öl ist bereits bestellt.

Ich und viele andere TSI-Fahrer schwören auf das Addinol 540 Öl, welches rund alle 8.000 bis 10.000km oder alle 12 Monate mit Filter erneuert werden sollte. So kann man dem Kettenverschleiß etwas entgegenwirken.

Einmal die Woche eine längere Strecke ist ratsam, wenn du sonst wie beschrieben wenig fährst.

Bei 185tkm sollte mindestens einmal, wenn nicht schon 2 mal die Steuerkette erneuert worden sein. Wenn du jemanden in einer VW-Werkstatt kennst, kann der sich die Historie deines Golfs ansehen. Dort werden alle Arbeiten deines Wagens aufgeführt, wenn diese in irgendeiner VW-Werkstatt erledigt wurden. Meine Kette am 160PS TSI wurde bei 78tkm erneuert bei VW.

Neben der Steuerkette sind aber verkokte Ventile das größere Problem an der modernen Direkteinspritzern wie der TSI. Sind die Ventile und deren Sitze ordentlich zugegammelt, läuft der Motor im Leerlauf unrund und während der Fahrt ist ein leichtes Motorruckeln zu spüren. Dagegen kann man eigentlich nichts machen, wobei da Langstrecken eher besser gegen Verkokungen sind. Viele Werkstätten reinigen die Ventile mit Walnussgranulat, aber auch das ist nicht billig. Ab 400€ aufwärts, schätze ich.

Hinzu kommen verkokte und klemmende Kolbenringe beim TSI, dann säuft der Motor zunehmends Öl.

PS: ein Turbolader geht nie ohne Grund kaputt. In den meisten Fällen ist Mangelschmierung der Grund, allerdings liegt die Ursache dann woanders. Entweder hat die Ölpumpe ein Problem (Sieb verstopft, Ölqualität schlecht, Ölpumpe selbst defekt), oder die Öl-Zuleitung zum Lader ist dicht.

Und das mit dem Turblader kaltfahren kann man vielleicht an 70er Jahre-Autos wie Porsche 911T oder BMW 2002 Turbo anwenden, aber bei modernen Motoren ist das nicht zwingend nötig außer, man wohnt direkt an der Autobahn und man kommt mit 210km/h auf den Hof gefahren... ;-)

Fährt man mit seinem TSI aber mit normaler Geschwindigkeit auf der BAB, reicht die restliche Strecke nach Hause über Landstraße und durch die Stadt aus, um den Lader abzukühlen. Die Öltemperatur des TSI dürfte auch kaum höher werden als 90 Grad, da die Motoren einen hohen Wirkungsgrad haben. Erst ab 120 Grad bekommen einige Motorenöle Probleme mit den Schmiereigenschaften.

Zitat:

@Cabrioracer-Tr schrieb am 26. April 2020 um 00:11:36 Uhr:

 

Und das mit dem Turblader kaltfahren kann man vielleicht an 70er Jahre-Autos wie Porsche 911T oder BMW 2002 Turbo anwenden, aber bei modernen Motoren ist das nicht zwingend nötig außer, man wohnt direkt an der Autobahn und man kommt mit 210km/h auf den Hof gefahren... ;-)

Zb. Flott unterwegs auf der Autobahn, Raststätte raus, Motor aus.

Würde ich trotz nachlaufendem Kühlwasser nicht als gute Pflege für den Turbo sehen.

Im "Normalbetrieb" aber irrelevant, seh ich sonst auch so.

Da hast du Recht, nach flotter BAB Fahrt auf die Raststätte sollte man nachkühlen lassen.

Schade, dass bei den TSI-Motoren nicht ab Werk eine Öltemperatur-Anzeige im Bordcomputer angezeigt wird. Bei meinem Passat TDI ist diese mit drin, der erreicht selten mehr als 94 Grad.

Einmal taste runter am Lenkrad und er zeigt mir die Öltemperatur an. Das Addinol ist aber nicht mehr das was es damals überall empfohlen wurde. Aber auch nur überall nachgeplappert wurde.

Zitat:

@Cabrioracer-Tr schrieb am 26. April 2020 um 00:11:36 Uhr:

Ich und viele andere TSI-Fahrer schwören auf das Addinol 540 Öl, welches rund alle 8.000 bis 10.000km oder alle 12 Monate mit Filter erneuert werden sollte. So kann man dem Kettenverschleiß etwas entgegenwirken.

...zumindest hofft man das.

Gibt genug Schilderungen, wo gutes Öl von Anfang an spätestens jährlich und daher auch bei relativ geringer km-Leistung gewechselt wurde und trotzdem schnell eine neue Kette fällig war.

Ich hatte diesen Fall selbst, allerdings mit dem 1,2TSI, dessen Ventilsteuerantrieb zudem simpler war, als der des 1,4TSI. Der Steuerkettenantrieb der ersten kleinen TSI (Motorbaureihe EA111) ist schlichtweg kein Ruhmesblatt gewesen und da nützt öfteres Ölwechseln nur bedingt.

Zitat:

@Boppero schrieb am 26. April 2020 um 01:10:15 Uhr:

Zitat:

@Cabrioracer-Tr schrieb am 26. April 2020 um 00:11:36 Uhr:

 

Und das mit dem Turblader kaltfahren kann man vielleicht an 70er Jahre-Autos wie Porsche 911T oder BMW 2002 Turbo anwenden, aber bei modernen Motoren ist das nicht zwingend nötig außer, man wohnt direkt an der Autobahn und man kommt mit 210km/h auf den Hof gefahren... ;-)

Zb. Flott unterwegs auf der Autobahn, Raststätte raus, Motor aus.

Würde ich trotz nachlaufendem Kühlwasser nicht als gute Pflege für den Turbo sehen.

Im "Normalbetrieb" aber irrelevant, seh ich sonst auch so.

Wieviel Zeit vergeht bei solchen Aktionen normal vom Lupfen des Gaspedals auf der Autobahn bis zum Parken praktisch?

Fährt man normal wirklich z.B. 300m vor der Ausfahrt noch mit Vmax und voll durchgedrücktem Gaspedal?

Im Regelfall (da fährt man eher nicht mit Vmax quasi direkt bis an die Ausfahrt...) ist ganz bestimmt kein Kaltlauf des TL notwendig, weil der letztendlich schon ein paar Minuten Abkühlzeit hatte.

Die fängt bereits an, wenn der Fuß vom Gaspedal genommen wird und auch die langsamer gefahrene Reststrecke mit z.B. 50km/h auf dem Parkplatz ist letztendlich Abkühlphase.

Abkühlen bedeutet bei laufendem Motor, dass es ohnehin nicht weiter runter als knapp 90Grad Öltemperatur gehen kann.

Anders sähe es aus, wenn man aus Vmax heraus eine Vollbremsung macht und auf dem Standstreifen zum Stehen kommt. Das dürfte aber eher nicht so oft vorkommen und schon gar nicht zum Regelfall gehören.

Warmfahren sollte man jedenfalls mehr Aufmerksamkeit widmen, denn das ist nach jedem Kaltstart sinnvoll.

 

Das Steuerkettenproblem bei den ersten Modelljahren des Golf 6

hat m.E. mit Öl bzw. Schmierung nichts zu tun.

M.W. waren die Kettenlaschen (in Italien?) mit abgenutzten Werkzeugen

ausgestanzt worden, was VW leider zu spät bemerkt hat.

Zitat:

@Slevin76 schrieb am 26. April 2020 um 09:14:34 Uhr:

Einmal taste runter am Lenkrad und er zeigt mir die Öltemperatur an.

Ok, dann gibt es wohl Ausstattungsunterschiede. Bei meinem 2009er TSI Highline mit Bordcomputer und Multifunktionslenkrad habe ich keine Öltemperaturwerte.

Zitat:

@WQ33 schrieb am 26. April 2020 um 09:45:12 Uhr:

Das Steuerkettenproblem bei den ersten Modelljahren des Golf 6

hat m.E. mit Öl bzw. Schmierung nichts zu tun.

M.W. waren die Kettenlaschen (in Italien?) mit abgenutzten Werkzeugen ausgestanzt worden,

was VW leider zu spät bemerkt hat.

Dann müssten ja eigentlich die nachgerüsteten Steuerketten jetzt länger halten, oder?

Zitat:

@WQ33 schrieb am 26. April 2020 um 09:45:12 Uhr:

Das Steuerkettenproblem bei den ersten Modelljahren des Golf 6

hat m.E. mit Öl bzw. Schmierung nichts zu tun.

M.W. waren die Kettenlaschen (in Italien?) mit abgenutzten Werkzeugen ausgestanzt worden,

was VW leider zu spät bemerkt hat.

mit der bei meinem G6-1,2TSI (Bj 2010) ca 2012 auf Garantie nachgerüsteten Steuerkette (inkl. Spanner und Übersprungschutz), die bereits eine andere Laschenanordnung hatte, wurde es nicht besser....

Die geschichte mit den abgenutzten Werkzeugen des Kettenlieferanten war schon damals nicht so ganz glaubwürdig.

Zitat:

@Cabrioracer-Tr schrieb am 26. April 2020 um 09:47:47 Uhr:

...

Dann müssten ja eigentlich die nachgerüsteten Steuerketten jetzt länger halten, oder?

Soweit mir bekannt, ist das ab MJ 2013 auch so!

Zur Erklärung: Die unscharf ausgestanzten Laschen-Bohrungen

hatten einen kleinen Grat.

Dadurch hatten diese Bohrungen zu kleine tragende Flächen,

was wiederum zu relativ schnellem Verschleiß und Kettenlängungen führte.

Nachtrag:

Diese Episode hat die Steuerkette leider in Verruf gebracht*,

obwohl diese sich seit Einführung der obenliegenden Nockenwelle

bei anderen Typen und Fabrikaten

und im übrigen Maschinenbau bestens bewährt hat!

Als Maschinenbauing. halte ich von der Steuerkette mehr,

als vom Zahnriemen!

Das evtl. Längen einer Steuerkette ist ein relativ langsamer Prozess,

der meist frühzeitig bemerkt werden kann.

Der evtl. Riss eines Zahnriemens kommt meist ohne Vorwarnung!

*: Die Umstellung von Kette auf Zahnriemen

hat VW, m.E. aus einer "Not-PR-Aktion" heraus, gemacht.

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