1.2 T - Kann wenigstens Toyota standfeste "downgesized" Turbo-Benziner bauen?

Toyota Auris 2 (E18)

Hallo,

mit dem 2015er-Auris-Facelift hat Toyota mit dem 1.2 Liter-Motor erstmals im "Brot-und-Butter-Segment" einen Turbo-Benziner auf den Markt gebracht.

Gibt es - obwohl die meisten wohl noch weniger als 50 Tkm gelaufen sind - jetzt bzgl. Standfestigkeit schon erste (Reparatur-) Erfahrungen mit diesem Motor?

Unsere "uralte" Carina E mit einem nicht kaputt zu kriegenden 4AFE-Motor schwächelt jetzt langsam bzgl. Rost an der Karosserie, so dass demnächst doch ein Ersatz beschafft werden muss.

Gruß

AstraH_LPG

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@Mazda626Mike schrieb am 28. Oktober 2020 um 20:37:42 Uhr:


Jetzt kommen wieder alle die egal was für ein Mist Toyota baut , Toyota in den Himmel loben .

Wie soll man dich eigentlich noch ernst nehmen?

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Mir geht es einfach darum, in Zukunft eine Verkokung zu verhindern bzw. zumindest hinauszuzögern.
Bisher hatte ich 5W30 und Super E5 getankt sowie bin im "optimalen" Drehzahlbereich gefahren.
Konsequenz war dass der Zylinderkopf runter kam und alles gereinigt werden musste.
Es kann jetzt entweder daran liegen dass dieser Motor noch schlimmer unter Verkokung leidet als andere Benzindirekteinspritzer oder dass der "spritsparende" Fahrstil oder das Öl oder das Benzin Einfluss darauf hatten.
Ich werde auf jeden Fall nur 5W30 bzw. 0W20 verwenden weil einfach von Toyta nichts anderes freigegeben ist. Empfohlen wird das 0W20.
Darum interssiert es mich auch so sehr was z.B. zufriedende Besitzer des 1.2 Turbo machen?
Der Händler empfiehlt übrigens auch höhere Drehzahlen.

Zitat:

@T-250 schrieb am 20. April 2020 um 10:24:22 Uhr:


dass der "spritsparende" Fahrstil"

Fahren in Drehzallkeller führt zu Verkokung und mehr Verbrauch. Bei 1.500rpm bildet weniger/kaum Verkokung und ist Spritsparende, höhste Gang, 1.500rpm - amsparsammstenst.

5w30 geht grade noch, 0w20 für frostige Winter und ist schädlich für Motor bei unseren Temperaturen, speziell bei 37°C.

Gruß. I.

Das Standard-Benzin an der Raffinerie ist in der Tat exakt dasselbe, aber die Zusatzadditive werden dennoch für jede Marke eigenständig zugegeben.

Für spezielle Kraftstoffe wie V-Power, Ultimate, Excellium und wie sie alle heißen sind aber andere Grundstoffe mit drin wie P-t-G, Erdgas, CARE, ...

Mit Ausdrehen des Motors meinte ich nicht dauernd, sondern vielleicht einmal am Tag, wenn er warm ist - das schmälert den Verbrauch nicht wirklich.

Was viele Audi TFSI geplagten machen:
Oil Catch Tank nachrüsten um den Ölnebel auf ein Minimum zu reduzieren - das Teil muss man aber dann regelmässig leeren

SI Elektronik sequentiell nachrüsten mit Reinigungsadditiv - welches, das ist wieder Schamanenwissen...

Einer schwört auf kalkhaltiges Leitungswasser (blöd im Winter - der war aber aus den Südstaaten der USA), der andere Seafoam, der nächste nimmt V-Power Diesel, der nächste Tunap, der nächste LM, einer nimmt alte Bremsflüssigkeit usw.

Ich würde Seafoam den Vorzug geben, aber Bremsflüssigkeit wurde früher bei alten Dieseln tatsächlich so gemacht.

E5 tanken ist schonmal das schlimmste!

Ansonsten liegen die Probleme am Ölverbrauch. Weder am Sprit noch an der kurzfristig niedriger Drehzahl.

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Kannst du so pauschal nicht sagen, es kommt auf den Motor an, das Additivpaket des Treibstoffs und den Wassergehalt.

Manche kippen bei den TSI oder TFSI Motoren 2-T-Öl in den Tank, soll die Injektoren sauber halten und Rußablagerungen lösen - keine Ahnung, ob das hilft, aber nur am Treibstoff kann es nicht liegen und der Ölverbrauch hat ja oft die Ursache in Verbrennungsablagerungen, die die Ringe verkoken, Ölverbrauch ist also eine Folge, nicht die Ursache.

Zitat:

@Diabolomk schrieb am 20. April 2020 um 19:35:08 Uhr:


E5 tanken ist schonmal das schlimmste!

Tanke seit 95.000km E5 - 0 Problemm.

Gruß.

Da sieht man es - kann man nicht pauschalisieren.

Ich bin früher E50-E100 gefahren und zusätzlich LPG, nach 300 tkm musste ich die Köpfe mal abnehmen und der Motor war innen wie fabrikneu - keinerlei Ablagerungen, keine Ölkohle, gar nichts - war aber auch ein alter Saugrohreinspritzer (Chrysler 3.3)

Hallo BravoI,

du fährst also einen Toyota 1.2 Turbo und hast bei 95.000km noch keinerlei Probleme?

Gruß T-250

Das Problem ist nach meiner Einschätzung nicht ein Verkleben der Kolbenringe durch Verbrennungsrückstände mit anschließendem Ölmehrverbrauch durch Direkteinspritzung sondern eine thermische Überbelastung des Kolbenbodens durch Downsizing. Man kann die Kolbenlegierung hitzefester machen, das verwendete Öl nur marginal. Lässt der Fahrer die Kuh fliegen, wird der Kolben zu heiß, ab einer bestimmten Temperatur verkokt jedes Öl und setzt die Kolbenringe und Bohrungen der Ölabstreifringe zu, der Anfang vom Ende......

Im Grunde ist der Fahrer schuld, der sein Motörchen zu lange auf hoher Last laufen lässt, bis das Öl verkokt, tatsächlich aber der Konstrukteur, der diese Betriebsform nicht sicherheitshalber mit einbaut. Ist bei allen Downsizingmotoren gleich aber niemand auf der Welt fährt 1h lang mit den Motörchen 200km/h und verlangt 70-100% Leistung über eine so lange Zeit ab, wie die Deutschen auf ihrer Autobahn. Wer das weiß, wird mit sinnvollen Cool-Downs seiner Downsizing-Motoren genauso wenig Probleme haben wie mit den Eisenschweinen vor 25 Jahren.......

Gruß

Gravitar

Ist der 2.0 hybrid im corolla auch von diesen problemen betroffen?

Es ging hier um den 1,2T, einen Downsizingmotor von Toyota, nicht besser oder schlechter als Alternativen anderer Hersteller. Der 1,8 Hybrid ist ein Saugrohreinspritzer, der 2,0 Hybrid eine Kombination aus Saugrohreinspritzung und Direkteinspritzung. In beiden Fällen kein Downsizing mit einem möglichen Problem der Kolbenbodenüberhitzung. Meistens gurken die Hybridfahrer auch nicht ewig an der Dauerlastschwelle über die Autobahn und gucken, wo der Frosch die Locken hat und sind deswegen weniger betroffen.

Mein Freund sagte früher einmal. bezogen auf Motorleistung in diesem Falle zu Downsizigmotoren, "was nützt der Tiger im Tank, wenn der Esel am Steuer sitzt".....

Gruß

Gravitar

Zitat:

@Gravitar schrieb am 5. Mai 2020 um 09:55:59 Uhr:


Ist bei allen Downsizingmotoren gleich aber niemand auf der Welt fährt 1h lang mit den Motörchen 200km/h und verlangt 70-100% Leistung über eine so lange Zeit ab, wie die Deutschen auf ihrer Autobahn.
Gruß

Gravitar

Die Last ist das Problem, nicht die Leistung und hier ist noch die Anhängelast - du darfst an einen 1.2t 1300kg anhängen, interessanterweise ist es egal welchen Windwiderstand der Anhänger hat.

Nehmen wir mal einen 2,5m breiten Wohnwagen mit 1300kg und 100 km/h Zulassung und dann fahren wir die A7 von Nord nach Süd - DAS muss ein Fahrzeug aushalten, tut es das nicht, ist es eine Krücke und nicht praxistauglich - leider bei Toyota im Fall des Hängerbetriebes Standard - aber auch Stützlast und Zuladung sowie Dachlast sind eher Zumutung- daher hieß mein neuer nicht mehr Toyota.

Da lob ich mir meinen alten Cadillac SRX V8 mit LPG, den konntest du auf solchen Strecken nicht erschüttern, das war ihm schlicht egal, ausser dass er das LPG mit 20-30 Litern wegzischte und man alle 200 km eine Zwangspause einlegen musste, weil der Tank leer war, aber ein Model X müsste alle 90 km mindestens 60 min laden....

Nun ja, die CO2-Bilanz sowie der Wirkungsgrad ist im Falle eines V8 zumindest fragwürdig. Das der die Last auf 8 doppelt so große Kolbenböden verteilt verschafft ihm thermisch einen Vorteil. Das äußert sich halt in einer größeren Haltbarkeit auf Kosten des ökologischen Abdrucks, wobei wir hier schon wieder philosophisch werden, was nicht beabsichtigt ist. Etwas Gehirnschmalz beim Betrieb des Fahrzeugs in Kombination mit zielführender Technik wäre bei einem Großteil der 8,5Mrd. Menschen aber auch ein Weg zu weniger Verbrauch, mehr Effizienz und zusätzlich noch vertretbarer Haltbarkeit. D.h. man kann mit einem Downsizingmotor ähnlich problemlos Anhängelasten und hohe Lastzustände managen, wenn man die Masse zwischen den beiden Ohren sinnvoll einsetzt und sich nicht nur auf die Ingenieure verlässt. Viele AMI-V8 sind im übrigen wegen ihrer Herkunft aus den Staaten auch nicht auf Dauer vollgasfest und müssen für Deutschland umgestrickt werden oder erleiden in ambitionierter deutscher Autobahnraserhand auch fix einen Exitus....

Gruß

Gravitar

Zitat:

@born_hard schrieb am 5. Mai 2020 um 11:26:59 Uhr:


Ist der 2.0 hybrid im corolla auch von diesen problemen betroffen?

Nein. Verstehe den Grund der Frage nicht, der hat mit dem Thema im Thread doch überhaupt nichts zu tun.

Zitat:

@Supercruise schrieb am 5. Mai 2020 um 14:25:35 Uhr:



Zitat:

@born_hard schrieb am 5. Mai 2020 um 11:26:59 Uhr:


Ist der 2.0 hybrid im corolla auch von diesen problemen betroffen?

Nein. Verstehe den Grund der Frage nicht, der hat mit dem Thema im Thread doch überhaupt nichts zu tun.

Sorry, wollte nur sichergehen dass der hybridmotor kein downsizing in verbindung mit direkteinspritzung ist.

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