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30.05.2020 18:58    |    notting    |    Kommentare (22)    |   Stichworte: E-Auto, Fahrer, Probleme, unzufriedener

Würdet ihr euer E-Auto weiterempfehlen wenn jemand ähnliche Anforderungen hat wie ihr? Ich würde...

Logo: Studie: E-Auto-Fahrer immer unzufriedenerLogo: Studie: E-Auto-Fahrer immer unzufriedener

Hallo!

 

Spätestens seit Ende März beschäftigt Corona die Welt sehr stark, auch die automobile Welt. Hab auch weniger gebloggt wund wenn dann im Zusammenhang mit Corona. Für ein Thema was mir Ende März über den Weg gelaufen ist hatte ich erst keine Zeit und dann vergessen. Aber ich habe ein recht aktuelles Youtube-Video gesehen, wo es darum geht. Der Ersteller hatte übrigens seine Youtube-Aktivitäten wegen Corona sehr herunterfahren müssen weil eigene Firma.

Auf jeden Fall gab‘s Ende März eine durchaus interessante Studie von USCALE. Eines der Ergebnisse war, dass die E-Autos besser, aber die Kunden immer unzufriedener werden. Ich möchte hier meine Meinung zu dem Thema schreiben. Leider habe ich genauere Angaben nur beim Stern gefunden: https://www.stern.de/.../...nzufrieden---woran-liegt-das--9205352.html

Ich beziehe mich ihm Folgenden auch auf div. Bilder aus der Studie die dort vorhanden sind. Schreibe dann z. B. "Bild 1 der Studie" und meine damit die entspr. Bilder-Gallerie in dem Stern-Artikel.

 

Woran könnte es nun liegen, dass E-Autos immer besser, aber deren Nutzer bzw. Käufer immer unzufriedener werden? Es sind zum Teil nur Vermutungen meinerseits. Aber es soll als Diskussionsgrundlage dienen.

 

Welpenschutz vorüber?

Der "Welpenschutz" für E-Autos ist so langsam zu Ende, auch unter E-Auto-Fans. Ich erinnere mich noch an meine erste Fahrt in einem Tesla Model S, als es schon eine Zeit lang in Deutschland verkauft wurde. Die Menü waren noch nicht mal vollständig lokalisiert. Hatte das u.a. in https://www.motor-talk.de/.../...l-2-jetzt-aber-wirklich-t5209416.html beschrieben. Viele Fans des Autos meinten, dass das nicht so schlimm wäre (in Diskussionen außerhalb des Blogartikels). Inzwischen Tesla die vollständige Lokalisierung offenbar nachgeschoben (bin seither nie wieder in einem Model S gesessen).

Es kaufen sich auch immer mehr "Normalos" E-Autos. Also nicht E-Auto-Fans die sowas wegen Klima & Co. kaufen egal was es für Einschränkungen mit sich bringt, sondern in der Hauptsache ein praktisches Auto wollen. Diese haben eben E-Autos nie Welpenschutz gegönnt (was ich auch absolut verstehe).

 

Weniger Probleme und/oder bessere Community?

In Bild 1 der Studie geht‘s um E-Auto-spez. Probleme. Bei US-amerikanischen Herstellern ist der Wert ca. 2,5 Probleme pro Befragten. Das kann eigentlich nur ausschließlich Tesla sein, weil GM-E-Auto-Modelle hierzulande z. B. als Opel Ampera-e verkauft wurden (bis Opel von PSA übernommen wurde) und Opel immernoch als dt. Hersteller gelten dürfte.

Bei den dt. Herstellern sind etwas mehr als 6 Probleme pro Befragten.

Meine Interpretation ist, dass Tesla eben wie z. B. auch Renault sehr früh dabei war was den (für damalige Verhältnisse) "E-Auto-Massenmarkt" angeht dabei war, aber im Gegensatz zu Renault eben keine Verbrenner verkauft hat. D.h. Tesla hat vermutlich die größte Community, die auch in ihrem Umfeld bzw. im Internet sozusagen "First Level Support" anbieten dürfte. Zudem dürften sie auch Leute in ihrem Umfeld dazu überreden ein E-Auto zu kaufen und diese Leute von Anfang an beraten und unterstützen, sodass es mit vielen Kleinigkeiten oder Kleinigkeiten die sich zu größeren Problemen entwickeln können (z. B. Energie-verschwendende Fahrweise und dann mit zu wenig Energie an eine nichtfunktionierende Säule fahren sodass man nicht mehr zur Not an eine andere fahren kann) gar keine Probleme gibt. Das gibt es IMHO bei anderen Herstellern nicht so sehr. Gerade die dt. Hersteller haben recht spät angefangen und haben plötzlich "hochgedreht" was E-Autos angeht.

Mit Nissan ist ein japanischer Hersteller auch schon lange dabei. Allerdings kann ich mir dort vorstellen, dass das Problem ist passende (Chademo-)Schnellladesäulen zu finden. Das Triple-Charger-Netz wurden zwar ausgebaut, aber CCS halt noch stärker. Außerdem lädt Nissan noch heute über Typ2 sehr lahm ohne Option auf Typ2 >=11kW oder CCS. Diesbzgl. sind die koreanischen Hersteller besser. Die haben auch gleich mit CCS angefangen und inzw. ist auch Typ2 mit 11kW möglich. Bei Renault (der AFAIK in D erfolgreichste frz. Hersteller von BEV) könnte die Platzierung mit der Akkumiete und alles was damit zusammenhängt zutun haben (z. B. ungewollte Deaktivierung der Ladefunktion obwohl‘s keinen Akkumiete-Vertragsverstoß gab oder dieser nicht bekannt war).

 

Bessere Reichweite und Ladeleistung = generell weniger Probleme auch weil weniger Laden?

Auch könnte bei Bild 1 generell mit reinspielen, dass Tesla die ersten waren die für damalige Marktverhältnisse die größte Reichweite und höchste Ladeleistung angeboten haben während andere Hersteller zunächst mit Stadtautos angefangen haben. D.h. wenig Reichweite und Ladeleistung. Und je öfter man an die Reichweitengrenze des eigenen Autos kommt bzw. mit der niedrigeren Ladeleistung konfrontiert ist, desto eher sieht man das als Problem.

Man muss bedenken, dass sich bei dieser Umfrage auch ältere E-Autos auswirken, weil viele nicht ständig sich das neueste kaufen (was auch gut ist).

 

Connect-Apps kaputt oder sind die Hersteller an den Problemen damit doch nicht schuld?

Bei Bild 3 der Studie wo‘s um die Ladesteuerung/-überwachung und Connect-Apps der dt. Hersteller geht bzw. auch um Bild 4 wo Problembeschreibungen der Connect-Apps (offenbar aller Hersteller) genannt werden, wird leider nicht aufgedröselt was für Smartphones und Mobilfunknetze genutzt werden. Wer sich einen teuren Tesla kauft, hat evtl. auch eher neuere Smartphones (worauf die Apps eher getestet werden als auf irgendwelchen alten Geräten bzw. Geräten mit stark veraltetem Betriebssystem) und nutzt bessere Mobilfunknetze was bessere Abdeckung bzw. Verbindungen bedeutet. Das wären Faktoren, worauf die Autohersteller eher keinen Einfluss haben.

In Bild 7 der Studie (TOP-5-Probleme über alle Marken, offenbar Mehrfach-Nennung möglich) sieht man, dass unter den Top-5-Problemen 2x die Connect-App auftaucht, aber diese Top-Problempunkte hinsichtl. der Connect-App wurden nur von ca. 25% der Befragten genannt. D.h. es gibt deutl. wichtigere Problem-Punkte als die Connect-Apps, sei es weil sie doch noch schlechter funktionieren könnten oder weil sie schlicht nicht gebraucht werden.

 

Ladestart-Probleme: War die Ladesäule wirklich offiziell in Betrieb genommen worden? Unwissen über die Randbedingungen der Ladegeschwindigkeiten? Oder echte Probleme mit Ladesäulen?

56% der Befragten in Bild 7 der Studie (TOP-5-Probleme über alle Marken, offenbar Mehrfach-Nennung möglich) finden die Probleme beim Starten des Ladevorgangs schlimm. Allerdings steht nicht dabei, ob diese Leute evtl. nicht mal Ladesäulen versucht haben, die offiziell vom Anbieter noch gar nicht in die Apps eingetragen wurden und deswegen noch nicht freigegeben waren. Oder haben sie evtl. mal z. B. einen Supermarkt-Lader außerhalb der Öffnungszeiten probiert, wo der üblicherweise abgestellt ist?

Aus Bild 8 der Studie (Steckertypen (und damit Ladearten), bei denen Probleme auftraten) geht hervor, dass Typ2 am meisten Probleme macht, nämlich fast in der Hälfte der Fälle. Das hätte ich nicht erwartet, da das "Protokoll" recht simpel ist. Hätte CCS auf dem ersten Platz vermutet wegen dem komplexeren Protokoll wo Ladesäule und E-Auto gut zusammenspielen müssen und zudem die Ladeleistung gerne recht früh gedrosselt wird (siehe z. B. https://www.motor-talk.de/.../...o-schnell-wie-man-meint-t6300850.html). Das sind‘s aber nur etwas mehr als 1/3. Meine Vermutungen:

- Typ2 ist schlicht der am häufigsten zum Laden verwendete Steckertyp, also können am ehesten Probleme auftreten. Chademo hat z. B. nur 7%.

- Diese Leute haben in der Schule nichts über Drehstrom gelernt. Bei mir war das in der Oberstufe Teil eines Pflicht-Leistungskurses und daher auch Abi-Stoff. Wenn das E-Auto nur einen 1phasigen Lader mit z. B. 7,2kW hat, kann eben an einer 11kW-Typ2-Lademöglichkeit nur mit 3,6kW geladen werden, da er nur eine Phase nutzt und jede Phase nur 1/3 der Nenn-Gesamtleistung liefert (vereinfacht gesagt). Allerdings kann ein 2phasiger 7,2kW-Lader 7,2kW. Bzw. wegen der Schieflast kann ein 1phasiger 7,2kW-Lader auch an 22kW im Zweifelsfall eben nur 4,6kW ziehen.

- Da könnten aufgrund der Antwortmöglichkeiten auch zugeparkte Ladesäulen in "Probleme beim Ladestart" mit reingerutscht sein, egal ob z. B. vollgeladenes E-Auto oder Verbrenner. Ich hatte auch schon den Fall, dass eine explizit als solche gekennzeichnete Ladesäule durch einen Fahrradständer so zugestellt war, dass man mit dem Auto nicht vernünftig rangekommen wäre (wollte in dem Moment aber nicht laden). Die hatte aber auch nur Schuko, könnte also evtl. gar nicht für E-Autos vorgesehen gewesen sein, sondern z. B. für E-Bikes.

 

Geringere Weiterempfehlungsquote für die eigenen Fahrzeuge: Soviel Probleme oder mehr Auswahl an zu den Wünschen passenderen Fahrzeugen oder so stark weiterentwickelte Fahrzeuge? Oder hat der Hersteller bei seinen Diensten für das Fahrzeug an der Preisschraube gedreht und/oder sie eingeschränkt?

Im Artikel steht auch eine Aussage:

Zitat:

Nur noch 59 Prozent der Elektromobilisten würden ihr Fahrzeug weiterempfehlen, 13 Prozent würden sogar explizit davon abraten, dieses Modell zu kaufen. Noch vor gut einem Jahr waren 77 Prozent voll des Lobes und lediglich sechs Prozent negativ eingestellt.

Sind die E-Autos soviel besser geworden, dass die alten Modelle deswegen nicht weiterempfohlen werden?

Oder findet man nun leichter auch ein von der Fahrzeuggröße bzw. -art her bessere Fahrzeuge beim Hersteller oder gar der Konkurrenz? Also z. B. "Eigentlich will ich ein nicht ganz so riesiges SUV und deswegen habe ich mir ein Model 3 statt einem Model X gekauft, weil‘s noch kein Model Y gab.“. Demnächst kommt aber das Model Y. Ergo wird er evtl. einfach nur deswegen das Model 3 nicht mehr weiterempfehlen, weil das Model Y seine Vorstellungen von einem E-Auto besser erfüllt, einfach nur weil er ein nicht ganz so großes SUV wollte, aber z. B. höherer Einstieg und bessere Überblick, was übliche Argumente sind warum sich Leute ein SUV kaufen?

Oder wirken sich nun die Einschränkungen von Leistungen bei neueren Fahrzeugen aus, die früher inklusive waren? Es ist z. B. so, dass Argumente einen Tesla zu kaufen früher u.a. mal waren, dass man z. B. für einen einmaligen Betrag ein Fahrzeugleben lang

a) die Supercharger nutzen kann (das wurde vor ein paar Tagen mal wieder für neue Fahrzeuge gestrichen bzw. gab‘s für neue Modelle ab dem Model 3 IIRC nie)

b) den mobilen Tesla-Service nutzen kann als Ersatz für Werkstattbesuche, was es auch nicht mehr gibt (das letzte was ich dazu gelesen habe war 1EUR/km bei mind. 100EUR, d.h. bei mir wären das fast 150EUR pro "Werkstattbesuch" ohne dass die mein Auto überhaupt angefasst haben)

c) der kostenlose Internetzugang nutzen kann. Der wurde aber auch immer weiter eingeschränkt, z. T. auch für ältere Fahrzeuge, siehe z. B. https://www.teltarif.de/tesla-internet-kostenpflichtig/news/80364.html

 

Was denkt ihr?

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30.05.2020 20:57    |    BurkhardR

Zu dieser Studie fällt mir nur der berühmte Satz ein: Ich glaube nur der Statistik, die ich selbst gefälscht habe.

 

Ich fahre seit knapp 4 Jahren einen Audi A3 etron, mit 65% elektrischem Fahranteil. Damals für mich genau die richtige Entscheidung. Meine bisherigen Audis bin ich alle 12-16 Jahre gefahren. Ich hoffe also noch auf 8 oder mehr gemeinsame Jahre mit einem tollen Auto.

Werde ich mir dann wieder einen holen? NEIN.

Würde ich ihn als Gebrauchtwagen empfehlen? Wer eine Steckdose hat und viel Kurzstrecken fährt, UNBEDINGT.

 

Die letzten Jahre war die ZOE das einzige auf dem Markt mit Lieferzeiten unter 9 Monaten verfügbare E-Auto. Werden viele ZOE-Fahrer diese wieder holen, wenn es verfügbare Angebote gibt? Manche ja, es gab ja auch Leute die einen R4 durch einen R4 ersetzt haben :)


30.05.2020 21:31    |    notting

Zitat:

@BurkhardR schrieb am 30. Mai 2020 um 20:57:39 Uhr:

Zu dieser Studie fällt mir nur der berühmte Satz ein: Ich glaube nur der Statistik, die ich selbst gefälscht habe.

 

Ich fahre seit knapp 4 Jahren einen Audi A3 etron, mit 65% elektrischem Fahranteil. Damals für mich genau die richtige Entscheidung. Meine bisherigen Audis bin ich alle 12-16 Jahre gefahren. Ich hoffe also noch auf 8 oder mehr gemeinsame Jahre mit einem tollen Auto.

Fahre meine Autos auch bis fast zum wirtschaftl. Totalschaden.

 

Zitat:

Werde ich mir dann wieder einen holen? NEIN.

Würde ich ihn als Gebrauchtwagen empfehlen? Wer eine Steckdose hat und viel Kurzstrecken fährt, UNBEDINGT.

So wie ich das auch in https://www.auto-motor-und-sport.de/.../ lese macht das aber aus finanzieller Hinsicht für einen "Ich will von A nach B fahren"-Fahrer nicht wirkl. Sinn, auch wenn man ein in dieser Hinsicht optimales Fahrprofil für dieses Auto hat, zumindest wenn man sowas als Neuwagen gekauft hat. Das gilt vermutl. für die meisten PHEV.

 

Ich habe deswegen vor noch viel mehr Geld für ein BEV zum Fenster rauszuwerfen, vorausgesetzt z. B. dass die Wartung viel günstiger ist, AHK usw., auch wenn's unterm Strich etwas mehr kostet :-)

Gratislader gibt hier in der Gegend aber defakto keine.

 

Zitat:

Die letzten Jahre war die ZOE das einzige auf dem Markt mit Lieferzeiten unter 9 Monaten verfügbare E-Auto. Werden viele ZOE-Fahrer diese wieder holen, wenn es verfügbare Angebote gibt? Manche ja, es gab ja auch Leute die einen R4 durch einen R4 ersetzt haben :)

Das ist natürl. auch richtig.

 

notting


31.05.2020 09:44    |    Dr. Shiwago

Müsste ich mein Model 3 jetzt wegen einem Unfall ersetzen, würde ich wieder ein Model 3 kaufen. Es gibt immer noch keine Alternative zum Model 3 was Preis/Leistung betrifft. Wünschen würde ich mir aber durchaus eine Alternative, denn das Model 3 passt nicht perfekt zu mir. Ein Verbrenner käme mir aber nicht mehr auf den Hof.


31.05.2020 10:06    |    notting

Zitat:

@Dr. Shiwago schrieb am 31. Mai 2020 um 09:44:20 Uhr:

Müsste ich mein Model 3 jetzt wegen einem Unfall ersetzen, würde ich wieder ein Model 3 kaufen. Es gibt immer noch keine Alternative zum Model 3 was Preis/Leistung betrifft. Wünschen würde ich mir aber durchaus eine Alternative, denn das Model 3 passt nicht perfekt zu mir. Ein Verbrenner käme mir aber nicht mehr auf den Hof.

Wieso findest du, dass ein Model 3 nicht perfekt zu dir passt? Hättest du lieber ein SUV gekauft (Model Y?), gab's aber noch nicht zu kaufen?

Oder einen Polestar 2 dem demnächst ausgeliefert wird, der viel mehr Anhängelast hat und AFAIK etwas günstiger ist auch wegen 3 Jahre Wartung inkl. bei besserem Service-Netz, aber deutl. weniger WLTP-Reichweite hat?

Oder ein Fort Mustang Mach-E, der mit großem Akku (mit dem kleineren Akku schafft er keine 150kW Ladeleistung) und weniger Ausstattung ähnl. viel kostet und evtl. günstiger an Ionity-Ladesäulen geladen werden kann, wenn man diese viel nutzt? (wobei hier der praktische Vorteil bei max. 150kW Ladeleistung eher gering ist -> https://www.motor-talk.de/.../...-aufregung-wegen-ionity-t6823404.html)

 

AFAIK will demnächst Tesla div. neue Produkte vorstellen. Angenommen es gibt ein Model-3-Nachfolgemodell was z. B. noch mehr Reichweite und Ladegeschwindigkeit hat, aber entspr. mehr kostet als das alte (bzw. das alte Modell wird entspr. stark vergünstigt): Würdest du eher das alte Model-3-Modell kaufen (wenn's noch keine bessere Alternative für dich gibt als irgendein Model 3) oder das neue?

 

notting


31.05.2020 10:19    |    hd311

Zitat:

...

Die letzten Jahre war die ZOE das einzige auf dem Markt mit Lieferzeiten unter 9 Monaten verfügbare E-Auto. Werden viele ZOE-Fahrer diese wieder holen, wenn es verfügbare Angebote gibt? Manche ja, es gab ja auch Leute die einen R4 durch einen R4 ersetzt haben :)

...

Meiner Meinung nach nicht,

Wir haben ohne Probleme BMW i3 innerhalb 1-2 Monaten bekommen, (aus Leasing mit geringem km Stand) und preislich günstig ... eine bessere Wertschöpfung ist kaum möglich ...

 

mfg HD


31.05.2020 11:06    |    BurkhardR

Gebrauchte Ringeltauben gab es immer, auch ich kaufte meinen A3 etron als Jahreswagen von Werksangehörigem, da hatte ein Händler mal 10 Stück auf dem Hof stehen :)


31.05.2020 11:09    |    Dr. Shiwago

@notting

Polestar 2 und Mach E gefallen mir schon recht gut. Wirklich geben tut es sie aber noch nicht und als Gesamtpaket scheint mir das Model3 noch immer das bessere Angebot zu sein. Wenn ich jetzt tatsächlich ein neues Auto kaufen müsste, würde ich mich sicher intensiver mit den Beiden befassen.

 

So sollte mein Wunsch-Elektroauto aussehen: Größe so wie ein iD3 aber innen und außen schicker, Reichweite um 500 Km, Allradantrieb, 200 Km/h sollten drin sein, 0 - 100 möglichst unter 5 Sekunden, 150 kW Ladeleistung, Preis möglichst unter 50.000 €.

 

Ich finde, dem kommt das Model3 LR immer noch am nächsten. Zum Glück muss ich mir aber zur Zeit kein neues Auto kaufen. Bin gespannt wie der Markt sich entwickelt und ob es irgendwann mal ein Elektroauto gibt, dass ich unbedingt haben muss.


31.05.2020 11:55    |    notting

Zitat:

@Dr. Shiwago schrieb am 31. Mai 2020 um 11:09:51 Uhr:

So sollte mein Wunsch-Elektroauto aussehen: Größe so wie ein iD3 aber innen und außen schicker, Reichweite um 500 Km, Allradantrieb, 200 Km/h sollten drin sein, 0 - 100 möglichst unter 5 Sekunden, 150 kW Ladeleistung, Preis möglichst unter 50.000 €.

- Wie du vllt. schon an den angekündigten BEV von VAG und am Polestar 2 und Mach-E gesehen hast, ist die v_max eher deutl. <200km/h.

- Und Performance bzw. Allrad geht immer etwas auf die WLTP-Reichweite.

- Ob der Enyaq (Skoda-SUV basierend auf ID.3-Plattform) hübscher wird als der ID.3, weiß ich nicht.

 

Aber ich glaube ich drifte ab :-)

 

notting


31.05.2020 12:19    |    Dr. Shiwago

Zitat:

 

- Ob der Enyaq (Skoda-SUV basierend auf ID.3-Plattform) hübscher wird als der ID.3, weiß ich nicht.

Zumindest der Audi und der Seat Ableger vom iD3 werden hübscher ausfallen. Vielleicht gibt es ja irgendwann auch einen elektrischen Cupra mit ordentlich Power. In drei, vier Jahren würde mir reichen.


01.06.2020 18:06    |    towe96

Bin mit meinem e-Golf ganz zufrieden, aber der FWD hält ihn gewaltig zurück -> ID.3 / MEB.

 

Bin mal gespannt ob Nissan den CHAdeMO-Schrott endlich begräbt.


02.06.2020 10:07    |    miata&e46

Ich hatte letztes Jahr einen gebrauchten Tesla Models S P85D gekauft.

Mit den Fahreigenschaften war ich äußerst zufrieden. Fahre viel Autobahn und ohnehin schon eher gelassen.

Aber die Ladegeschwindigkeit mit den "Oldi-Batterien" am SuC war mir zu gering. Die Model 3 standen da meist nur die hälfte der Zeit. Und seit dem wurde die Ladegeschwindigkeit bei denen noch mal angehoben.

Daher habe ich das Auto wieder verkauft und fahre meinen Diesel weiter.

Ich werde aber noch mal einen Versuch starten.

Vielleicht mit einem i3Rex für kurz und mittlere Strecken (Langstrecken und Urlaub haben wir noch einen zweiten Diesel-Kombi) oder doch noch mal mit einem Model S. Dann aber als 100er....


Bild

04.06.2020 10:53    |    GoLf 3 Bastler

Guter Kumpel war 4 Jahre lang begeisterter Tesla Model S Fahrer... Seit einem Jahr fährt er wieder 7er BMW Diesel. Das Aufladen und die Einschränkungen gingen ihm dann letztendlich auf die Nerven.


04.06.2020 11:34    |    CarFan_77

Ich kenne bisher nur Leute (ca. 50), die zum E-Antrieb gewechselt haben.


04.06.2020 12:24    |    Dr. Shiwago

Zitat:

@CarFan_77 schrieb am 4. Juni 2020 um 11:34:01 Uhr:

Ich kenne bisher nur Leute (ca. 50), die zum E-Antrieb gewechselt haben.

Du kennst 50 Elektroauto-Fahrer? Dein Bekanntenkreis muss riesig sein. Oder du bist Autoverkäufer bei Renault.


04.06.2020 13:02    |    CarFan_77

Ich arbeite in einer Branche, die auch von E-Autos lebt, ja. :)


07.06.2020 19:12    |    bsa11

Mein E-auto Wunsch dauert noch, weil ich erst wechsle, wenn:

- Größe: heutige obere Mittelklasse (KEIN SUV)

- Reichweite: min. 700 km bei Autobahntempo 150-190 km/h mit relevanten anderen Verbraucher z.B. Heizung bei Bedarf (Bem.: meine Jahreslauflesitung privat ist 20 tkm ca. 1/3 Stadt-nahe Umgebung; 40% Innland Fernstrecke, Rest v-beruhigtes Ausland)

- Laden: max. 15 min. ohne daß ich mich lange anstellen muß oder aufs Glück angewiesen bin

- keine Zusatzkenntnisse: über Elektrotechnik der Ladeeinrichtungen erforderlich

- niedrigste IT Affinität muß reichen

Mit anderen Worten, die Technik soll nicht lediglich neu sein, sondern besser, als die abzulösende Technik. Das würde für mich Sinn machen. Ich veruchte so objektiv zu bleiben, wie es geht.


07.06.2020 20:13    |    notting

Zitat:

@bsa11 schrieb am 7. Juni 2020 um 19:12:01 Uhr:

Mein E-auto Wunsch dauert noch, weil ich erst wechsle, wenn:

- Größe: heutige obere Mittelklasse (KEIN SUV)

- Reichweite: min. 700 km bei Autobahntempo 150-190 km/h mit relevanten anderen Verbraucher z.B. Heizung bei Bedarf (Bem.: meine Jahreslauflesitung privat ist 20 tkm ca. 1/3 Stadt-nahe Umgebung; 40% Innland Fernstrecke, Rest v-beruhigtes Ausland)

Nach 2-3h sollte man eigentl. ohnehin eine Pause machen, die man von der Grundidee her zum Laden nutzen kann. In der Zeit schaffst du keine 700km. Klar dass die Reichweite etwas höher sein muss als man braucht, weil bei hohem Ladezustand langsamer geladen wird. Ladesäulen mit >=150kW werden immer verbreiteter, sodass man eher schneller laden kann wenn das Auto das hergibt.

 

Zitat:

- Laden: max. 15 min. ohne daß ich mich lange anstellen muß oder aufs Glück angewiesen bin

Mit einer Wallbox daheim kein Problem ;-)

Hast du eine Ahnung, wie oft ich eine Tankstelle nicht nutzen konnte weil z. B. schon mind. 1-2 gewartet haben bzw. z. B. der Tanklaster der gerade die Tankstelle betankt viel blockiert hat.

 

Zitat:

- keine Zusatzkenntnisse: über Elektrotechnik der Ladeeinrichtungen erforderlich

Du musst aber beim Verbrenner auch wissen dass man Benzin nicht in einen Diesel kippen sollte bzw. umgekehrt und auch kein Wasser in den Tank, nicht mit dem Feuerzeug in den Tank reinleuchten (insb. bei Benziner), etc. Falsch-Betankungs-Schutzeinrichtungen gibt's höchstens in eine Richtung. Beim E-Auto passt eher der Stecker überhaupt nicht und es passiert nichts als dass was kaputtgeht (sind spezielle Fälle).

 

Und das mit den in D seltenen Situationen, dass auf der Säule 7,2kW steht, aber dein E-Auto was 11kW kann nur 4,6 oder gar 3,6kW lädt, war bei mir in der Oberstufe Stoff im Pflicht-Leistungskurs.

 

Wenn du dir was gescheites kaufst, also mit Typ2-Ladung mit mind. 11kW möglich und am besten noch dazu CCS, sind die Regeln recht einfach:

- Bei Typ2 möglichst Ladesäulen mit mind. 11kW nutzen.

- CCS ist so gut wie immer viel schneller aber meist teurer pro kWh (bzw. oft kostet die CCS-Option beim Autokauf Aufpreis und ist nicht nachrüstbar) und gerade innerorts seltener zu finden.

Es gilt in beiden Fällen die Regel mit dem schwächsten Glied in der Kette D.h. wenn dein Auto gerne 150kW ziehen würde aber die Säule nur 50kW kann wird eben nur mit 50kW geladen bzw. wenn du umgekehrt ein 50kW-Auto an eine 150kW-Säule hängst sind's auch nur 50kW. Dazu noch das eingangs erwähnte bei Typ2.

 

Wenn du halt mit dem komischen Chademo- oder Tesla-Supercharger-Zeugs kommst, kommt noch etwas Info dazu. So ein Zeug muss man aber auch nicht kaufen...

 

Zitat:

- niedrigste IT Affinität muß reichen

Da wirst du mit den neueren Verbrennern mehr und mehr Probleme kriegen, zumal man auch z. B. die Spritpreise im Internet vergleichen sollte.

 

Zitat:

Mit anderen Worten, die Technik soll nicht lediglich neu sein, sondern besser, als die abzulösende Technik. Das würde für mich Sinn machen. Ich veruchte so objektiv zu bleiben, wie es geht.

Beschleunigung mal verglichen?

Du musst bedenken, dass E-Autos verglichen mit Verbrennern pro 100km tendenziell günstiger sind was die Fahrenergie angeht, insb. wenn du daheim lädst. Bei den Wartungskosten oft auch. Dauert aber einige 10Mm bis sich das wegen dem Kaufpreis-Unterschied lohnt.

 

Ich denke bei der Reichweite hast du etwas übertrieben. Im folgenden alle Preise ohne Prämien & Co.

- Der Ford Mustang Mach-E ER soll 600km WLTP-Reichweite und 150kW-Ladung haben. Ist allerdings ein (recht niedriges) SUV. v_max=180km/h. Ab ca. 55kEUR.

- Tesla Model 3 LR mit 560km WLTP-Reichweite ab ca. 58kEUR, eingebaute CCS-Fähigkeit serienm.

- Tesla Model S LR mit 610km WLTP-Reichweite ab ca. 84kEUR (IIRC immernoch nur über Adapter CCS-fähig).

Die beiden Teslas könnten AFAIK zumindest bei recht niedrigen Ladezuständen 250kW, geht dann aber weiter runter je höher der Ladezustand wird. Über die Ladekurve des Mach-E ist noch nix bekannt. Ist aber generell so, dass spätestens ab ca. 150kW die Ladeleistung deutl. gedrosselt wird.

 

Denke dass man mit diesen BEVs bei alle 2-3h 15min Pause im Vergleich zu einem Verbrenner den man eben betanken muss nicht mehr viel Zeit verliert wie mit den Modellen bzw. dem Ladenetz von vor ein paar Jahren, wenn die Abdeckung mit passenden >=150kW-Ladesäulen in der Gegend gut ist.

 

notting


08.06.2020 12:12    |    camper0711

Zitat:

@notting schrieb am 7. Juni 2020 um 20:13:28 Uhr:

Nach 2-3h sollte man eigentl. ohnehin eine Pause machen, die man von der Grundidee her zum Laden nutzen kann. ...

die Frage ist nur, ob dort, wo ICH Pause machen WILL, eine Ladesäule ist?

 

Autobahnraststätten finde ich eher ungemütlich ...

 

--> fahre zwecks Pause von der Autobahn runter und suche mir lieber einen Landgasthof oder ein Café oder einen landschaftlich reizvoll gelegenen Picknickplatz


08.06.2020 13:49    |    bsa11

Danke für die vielen Erläuterungen. Manche Bemerkungen sind zwar nicht ohne Spitze, aber wenn man etwas mehr weiß, als der andere, ist die Versuchung schon da, das nicht zu verhehlen.

Ich möchte zum Verständnis etwas präzisieren:

- Als Fahrzeugingenieur weiß ich über die Betankungskriterien, unterschiedliche Kraftstoffe etc. wahrscheinlich ausreichend Bescheid.

- ich habe wahrscheinlich nicht das typische Fahrprofil. Wenn ich aus Hannover nach Wien oder Schladming o.Ä. fahre, dann brauche ich die Reichweite, und kurze Ladezeiten. Der Vorschlag Wallbox zu Hause für 15 min. klappt daher schon mal nicht. Mit Diesel krieg ich 1000 km in 7,5-8h hin. Einmal tanken, weiterfahren. Mache ich seit ca. 25 Jahren paarmal/Jahr ohne nennenstwerten Streß (auch wenn keiner glaubt), in einem oberen Mittelklasse Wagen. Daraus ergeben sich meine minimalistischen Pausengebahren, für die aber die Natur immer sorgt (bitte keine gutgemeinten Bemerkungen zu Pausenempfehlungen, dazu gibts einen extra Thread)

D.h. ich will nicht Reisen (eher flexible Zeiteinstellung), sondern fahren.

 

IT Affinität: ja, die Spritpreise verfolge ich auch über die App und auch die Navi ist nützlich. Der Rest vom ganzen Connecivity Kram (schon beim Verbrenner) brauche ich nicht. Damit meinte ich eigentlich die ganzen HIER gelesenen IT-bezogenen Unzulänglichkeiten an der Ladestation, wie starten usw. Die Tankpistole ist die funktionale Referenz.

 

Zitat:

@notting schrieb am 7. Juni 2020 um 20:13:28 Uhr:

Zitat:

@bsa11 schrieb am 7. Juni 2020 um 19:12:01 Uhr:

Mein E-auto Wunsch dauert noch, weil ich erst wechsle, wenn:

- Größe: heutige obere Mittelklasse (KEIN SUV)

- Reichweite: min. 700 km bei Autobahntempo 150-190 km/h mit relevanten anderen Verbraucher z.B. Heizung bei Bedarf (Bem.: meine Jahreslauflesitung privat ist 20 tkm ca. 1/3 Stadt-nahe Umgebung; 40% Innland Fernstrecke, Rest v-beruhigtes Ausland)

Nach 2-3h sollte man eigentl. ohnehin eine Pause machen, die man von der Grundidee her zum Laden nutzen kann. In der Zeit schaffst du keine 700km. Klar dass die Reichweite etwas höher sein muss als man braucht, weil bei hohem Ladezustand langsamer geladen wird. Ladesäulen mit >=150kW werden immer verbreiteter, sodass man eher schneller laden kann wenn das Auto das hergibt.

Zitat:

@notting schrieb am 7. Juni 2020 um 20:13:28 Uhr:

Zitat:

- Laden: max. 15 min. ohne daß ich mich lange anstellen muß oder aufs Glück angewiesen bin

Mit einer Wallbox daheim kein Problem ;-)

Hast du eine Ahnung, wie oft ich eine Tankstelle nicht nutzen konnte weil z. B. schon mind. 1-2 gewartet haben bzw. z. B. der Tanklaster der gerade die Tankstelle betankt viel blockiert hat.

Zitat:

@notting schrieb am 7. Juni 2020 um 20:13:28 Uhr:

Zitat:

- keine Zusatzkenntnisse: über Elektrotechnik der Ladeeinrichtungen erforderlich

Du musst aber beim Verbrenner auch wissen dass man Benzin nicht in einen Diesel kippen sollte bzw. umgekehrt und auch kein Wasser in den Tank, nicht mit dem Feuerzeug in den Tank reinleuchten (insb. bei Benziner), etc. Falsch-Betankungs-Schutzeinrichtungen gibt's höchstens in eine Richtung. Beim E-Auto passt eher der Stecker überhaupt nicht und es passiert nichts als dass was kaputtgeht (sind spezielle Fälle).

 

Und das mit den in D seltenen Situationen, dass auf der Säule 7,2kW steht, aber dein E-Auto was 11kW kann nur 4,6 oder gar 3,6kW lädt, war bei mir in der Oberstufe Stoff im Pflicht-Leistungskurs.

 

Wenn du dir was gescheites kaufst, also mit Typ2-Ladung mit mind. 11kW möglich und am besten noch dazu CCS, sind die Regeln recht einfach:

- Bei Typ2 möglichst Ladesäulen mit mind. 11kW nutzen.

- CCS ist so gut wie immer viel schneller aber meist teurer pro kWh (bzw. oft kostet die CCS-Option beim Autokauf Aufpreis und ist nicht nachrüstbar) und gerade innerorts seltener zu finden.

Es gilt in beiden Fällen die Regel mit dem schwächsten Glied in der Kette D.h. wenn dein Auto gerne 150kW ziehen würde aber die Säule nur 50kW kann wird eben nur mit 50kW geladen bzw. wenn du umgekehrt ein 50kW-Auto an eine 150kW-Säule hängst sind's auch nur 50kW. Dazu noch das eingangs erwähnte bei Typ2.

 

Wenn du halt mit dem komischen Chademo- oder Tesla-Supercharger-Zeugs kommst, kommt noch etwas Info dazu. So ein Zeug muss man aber auch nicht kaufen...

Zitat:

@notting schrieb am 7. Juni 2020 um 20:13:28 Uhr:

Zitat:

- niedrigste IT Affinität muß reichen

Da wirst du mit den neueren Verbrennern mehr und mehr Probleme kriegen, zumal man auch z. B. die Spritpreise im Internet vergleichen sollte.

Zitat:

@notting schrieb am 7. Juni 2020 um 20:13:28 Uhr:

Zitat:

Mit anderen Worten, die Technik soll nicht lediglich neu sein, sondern besser, als die abzulösende Technik. Das würde für mich Sinn machen. Ich veruchte so objektiv zu bleiben, wie es geht.

Beschleunigung mal verglichen?

Du musst bedenken, dass E-Autos verglichen mit Verbrennern pro 100km tendenziell günstiger sind was die Fahrenergie angeht, insb. wenn du daheim lädst. Bei den Wartungskosten oft auch. Dauert aber einige 10Mm bis sich das wegen dem Kaufpreis-Unterschied lohnt.

 

Ich denke bei der Reichweite hast du etwas übertrieben. Im folgenden alle Preise ohne Prämien & Co.

- Der Ford Mustang Mach-E ER soll 600km WLTP-Reichweite und 150kW-Ladung haben. Ist allerdings ein (recht niedriges) SUV. v_max=180km/h. Ab ca. 55kEUR.

- Tesla Model 3 LR mit 560km WLTP-Reichweite ab ca. 58kEUR, eingebaute CCS-Fähigkeit serienm.

- Tesla Model S LR mit 610km WLTP-Reichweite ab ca. 84kEUR (IIRC immernoch nur über Adapter CCS-fähig).

Die beiden Teslas könnten AFAIK zumindest bei recht niedrigen Ladezuständen 250kW, geht dann aber weiter runter je höher der Ladezustand wird. Über die Ladekurve des Mach-E ist noch nix bekannt. Ist aber generell so, dass spätestens ab ca. 150kW die Ladeleistung deutl. gedrosselt wird.

 

Denke dass man mit diesen BEVs bei alle 2-3h 15min Pause im Vergleich zu einem Verbrenner den man eben betanken muss nicht mehr viel Zeit verliert wie mit den Modellen bzw. dem Ladenetz von vor ein paar Jahren, wenn die Abdeckung mit passenden >=150kW-Ladesäulen in der Gegend gut ist.

 

notting


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