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rpalmers Blog

Uninteressantes für Interessierte

18.06.2012 10:26    |    rpalmer    |    Kommentare (55)

Hallo,

durch diesen Blog wurde ich auf das Thema gebracht. Ich möchte mit meinem Artikel ein wenig „Aufklärung“ betreffend der US-spezifischen Beleuchtung leisten; berücksichtigt aber auch, ich bin nur ein Laie, ich habe meine Kenntnis einerseits durch das Interesse an amerikanischen Fahrzeuge, andererseits durch Hörensagen und das Querlesen von Foren und Wikipedia und anderen Netzartikeln erworben. Es kann also sein, dass ich womöglich etwas Falsches behaupte.

 

Fahrlicht

Widmen wir uns den vorderen Lichtquellen. Die frühen Automobile hatten da nur einfache Scheinwerfer, eine Unterteilung in Abblend- oder Fernlicht wurde erst 1915 eingeführt. Dieses musste aber noch von außen umgestellt werden, während man bei Cadillac ab 1917 mit einem Fußhebel zwischen kurzem und langem Licht wählen konnte. Ab 1924 kam die Bilux-Lampe auf dem Markt, nun waren in einer Lampe beide Lichtquellen untergebracht. Mit diesem setzte sich auch die Pedalbediente Auf-/Abblend-Umschaltung in den USA durch, welche für viele Jahre weit verbreitet sein sollte. (Dies hielt sich z.B. bis zu den 91er Ford F Serien)

 

Im Jahre 1940 änderte sich etwas bei den Scheinwerfern in den USA. Diese wurden fortan standardisiert, jedes Auto musste zwei runden „sealed beam“-Scheinwerfern (Durchmesser 17,8cm) versehen sein.

 

Sealed beam, frei übersetzt „versiegelter Strahl“, bezeichnet eine besondere Leuchtenbauform. Glühfaden, Reflektor und Streuscheibe sind eine unzerlegbare Einheit, während bei herkömmlichen Leuchten dies Einzelteile darstellen. Die Idee dahinter war, dass Fahrzeuge nicht mit matten Reflektoren oder von Steinschlägen „zerschmirgelten“ Streuscheiben unterwegs sind. Allerdings hat diese Idee auch einen Nachteil, denn es ist keine Hell/Dunkel-Grenze möglich und zudem fällt bei einem kräftigeren Steinschlag die gesamte Lampe aus.

 

Erst 1957/58 wurde diese Regelung von allen Bundesstatten verändert, nun konnten stattdessen 4 runde Scheinwerfer (Durchm. 146mm) verbaut werden (Beispiel 66er AMC Marlin). Dabei war die äußere Leuchte mit Fern- u. Abblendlicht versehen, die innere dagegen nur mit Fernlicht. Diese Anordnung verbesserte die Ausleuchtung bei Fernlicht und erlaubte eine etwas abwechslungsreichere Gestaltung. Mit der Zeit wurden andere Anordnungen probiert, zum Beispiel eine diagonale Ausrichtung wie bei dem englischen 1965er Triumph Vitesse; oder aber auch eine gestapelte Anordnung wie beim 1965er Buick Riviera und den meisten Mercedes-Modellen der 60er-Jahre.

 

1968 wurden die bundesweiten Regularien (Federal Motor Vehicle Safety Standards) eingeführt, welche die Regelung 2 große oder 4 kleine runde Scheinwerfer festsetzte und somit die gestalterische Freiheit für Jahre einengte. Im selben Jahr wurde auch die Glasverdeckung der Scheinwerfer untersagt (Z.B. 67er Jaguar E-Type, VW Käfer, Porsche 356).

 

Rechteckige Scheinwerfer wurden erst 1974 gestattet, auch hier gab es die Trennung zwischen 2 und 4 Scheinwerfern, die auch hier standardisiert waren: Das kombinierte Abblend-/Fernlicht in zwei 20x14,2cm Scheinwerfern oder die Doppelpaare in vier 16,5x10 Einheiten.

Im Jahre 1983 fand eine kleine Revolution in den US-Gesetzen statt. Die seit vier Jahrzehnten existierenden Regeln wurden um einiges gelockert, denn nun waren Einzel-Glühlampen, nicht standardisierte Bauformen und aerodynamische Designs zulässig. Zudem durften die Streuscheiben aus Kunststoff gefertigt sein. Diese „Aufweichung“ wurde durch die 1981 eingegangene Petition des Herstellers Ford erreicht. Es ist somit nicht verwunderlich, dass das erste amerikanische Auto mit „freier Scheinwerfergestaltung“ von Ford kam, nämlich der 84er Lincoln Mark VII. Allerdings waren die Scheinwerfer weiterhin nach SAE-Standards gefertigt.

 

 

Unterschiedliche Regelwerke

Die Unterschiede zwischen den amerikanischen SAE-Standards und den europäischen ECE-Standards liegen größtenteils beim Abblendlicht. Dieses muss nach SAE zum Beispiel mehr nach oben strahlen als bei der ECE, zudem darf es mehr auf die Gegenverkehrsseite leuchten, muss also nicht asymmetrisch sein. Auch unterscheiden sich die Regelungen betreffend der Anbauhöhen. Die beiden Normen bescheinigen sich gegenseitig die Bessere zu sein, so kritisiert man von amerikanischer Seite, dass die europäische Norm zu wenig Licht in die Ferne abstrahlt und somit Verkehrszeichen schlechter zu erkennen sind. Die Europäer beanstanden dagegen die erhöhte Blendung des Gegenverkehrs. Japan hielt sich anfänglich, an eine dem Linksverkehr optimierte SAE-ähnliche Norm, wechselte dann aber zu der ECE-Nähe über. Einheit besteht aber bei der Lichtfarbe, bei beiden Normen soll das Licht weiß leuchten. Ausnahmen gibt es natürlich auch hier, in Frankreich war eine zeitlang gelbes Fahrlicht vorgeschrieben. (Kennt einer dazu die genauen Jahreszahlen?)

(Das Fernlicht darf in den USA angeblich stärker sein als bei uns. Kann das einer bestätigen?)

 

Ebenso aus den USA kamen die „versteckten Scheinwerfer“. Der 1936er Cord 810 besaß Klappscheinwerfer zur Verbesserung der Aerodynamik, einige 60er Jahre Fahrzeuge wiederum hatten eine Blende vor dem Scheinwerfer, so z.B. 66er Dodge Charger oder der 67er Mercury Cougar.

 

Xenonlicht darf in den USA ohne Scheinwerferreinigungsanlage und automatischer Leuchtweitenregulierung verbaut werden. Eine manuelle Leuchtweitenregulierung wie in Deutschland seit EZ 91 ist in den USA nicht nötig.

 

Zusätzliche Scheinwerfer:

Wie bei uns auch, dürfen Nebelscheinwerfer in den USA angebaut werden. Diese können weiß oder gelb leuchten, beide Leuchtfarben sind zugelassen (Auch in Deutschland!).

Anscheinend scheint es in den USA aber keine witterungsabhängige Regelungen für die Nutzung der NSW zu geben (Belege?).

 

Eine Besonderheit aus Amerika sind die „cornering lights“ (Kurvenlichter). Damit sind nicht die mitlenkenden Hauptscheinwerfer gemeint, sondern optionale, in die Fahrzeugseite eingelassene, Scheinwerfer. Diese werden bei eingeschaltetem Fahrlicht und betätigtem Blinker auf der betreffenden Seite aktiviert. Die 83-96 Chevrolet Corvette hat diese Leuchten auch im hinteren Seitenteil verbaut, sie werden über den eingelegten Rückwärtsgang angesteuert.

 

Daytime Runnig Lights (DRL):

Dazu finde ich unterschiedliche Meinungen und Aussagen. Diese sind seit dem 1.1.90 in Kanada vorgeschrieben, dabei leuchten aber nur die vorderen Scheinwerfer, ohne die Rück-, Seitenmarkierungs- und Kennzeichenleuchten. Um die Variationen der gebauten Fahrzeuge zu reduzieren, erbat GM den US-Staat im Jahre 1991, die kanadischen DRL zu erlauben, aber nicht zu verpflichten. Es gibt dazu verschiedene Lösungen:

 

- Separate Leuchten (Ca. ~30W/12V)

- Nur Abblendlicht in voller Stärke

- Blinker und Standlicht gleichzeitig, beim Blinken, verlischt das DRL auf der betreffenden Seite

- Fernlicht mit halber Stärke

 

Mit dem Modelljahr 1995 wurde GMs Petition erfüllt, die DRL sind möglich, aber nicht verpflichtend. Fortan wurden auch für den US-Markt bestimmte GM-Fahrzeuge mit DRL ausgerüstet, doch auch andere Hersteller wie Saab, Volvo, Suzuki, VW und Subaru zogen seitdem mit. Das Thema ist in den USA kontrovers diskutiert, so klagen einige Fahrer dass die letzte Lösung (Fernlicht mit halber Leistung) oft zur Blendung führt.

 

 

Begrenzungsleuchten/Standlicht:

In Amerika darf das Standlicht sowohl weiß als auch orange leuchten, während bei uns nach vorn wirkendes Standlicht zwingend weiß sein muss. Die Erlaubnis für das weiße Standlicht liegt in der Vergangenheit begründet. Wie ich bereits weiter oben ansprach, wurden ab 1940 Sealed Beam Scheinwerfer Pflicht in den USA. In diese war keine schwache Standlichtlampe integriert, weshalb man das Standlicht in den Blinker versetzte. Dieser leuchtete dann permanent schwach bei Standlicht, und stark bei aktiviertem Blinker.

Mit den bundesweit einheitlichen Regeln ab ’68 waren weiße Blinker in den USA verboten, diese mussten fortan orange leuchten. Somit wurde dann auch das Standlicht orange.

Seit diesem Jahr musste das Standlicht auch bei eingeschaltetem Fahrlicht weiterhin brennen, damit bei Ausfall eines Scheinwerfers mehrspurige Fahrzeuge weiterhin erkannt werden konnten.

 

Das bei uns bekannte Parklicht, also das einseitige Standlicht, ist in den USA zwar zulässig, aber nicht vorgeschrieben. Die Aufgabe wird zu einem kleinen Teil von den Reflektoren in den Seitenmarkierungsleuchten und Rückleuchten abgedeckt.

 

Schwere und große Fahrzeuge wie Pick-Ups, Lieferwägen etc. müssen in den USA mit 3 so genannten „identification loghts“ versehen sein. Diese müssen so hoch wie möglich montiert sein (Meistens das Dach); nach vorne orange, nach hinten rot, leuchten und mit dem Standlicht angehen.

 

Seitenmarkierungsleuchten

Seit dem 1.1.1968 sind in den USA Seitenmarkierungsleuchten und –reflektoren Pflicht. Studien zufolge verringerten diese das Unfallrisiko, da man nun von jeder Perspektive die Position und Bewegungsrichtung des Fahrzeugs erkennen konnte. Die vorderen SML müssen oranges Licht abstrahlen, die hinteren rotes. In Deutschland sind SML nur bei längeren Fahrzeugen nötig (Z.b. Sprinter in der langen Version, Lkws etc.) und müssen immer orange leuchten. Die SMLs werden mit dem Standlicht aktiviert.

 

Blinker:

Im Gegensatz zu Deutschland, sind Seitenblinker in den USA keine Pflichtausstattung. Sie können separat verbaut sein oder in die SML integriert sein. Bei dieser Lösung darf der Seitenblinker/SML auch gegenphasig zu den restlichen Blinkleuchten angesteuert werden. (D.h.: Wenn der vordere und hintere Blinker leuchten, sind die Seitlichen aus; dagegen an wenn der vo.+hi. dunkel sind).

 

Mehrere Studien seitens der Amerikaner ergaben, dass rotes Blinklicht eher wahrgenommen wird als ein einzelnes oranges neben einer großen roten Bremsleuchte. Aus diesem Grund waren bei den meisten amerikanischen Fahrzeugen rote Heckblinker verbaut. Für eine noch bessere Sichtbarkeit wuchsen die Heckleuchten immer mehr in die Breite, das Highlight dürfte wohl das durchgehende Standlicht des Ford Thunderbird sein. Beim 65er Modell zog erstmals der sequentielle Blinker ein. Es leuchteten also nicht alle Heckblinkleuchten gleichzeitig auf, sondern in einer Art Laufschrift. Dies wird noch beim aktuellen Mustang verbaut, ist aber eher selten.

 

Rotes Blinklicht war bis EZ 31.12.1969 auch in Deutschland zulässig, allerdings als separate Blinkleuchte. Dies muss in Amerika nicht sein, hier kann die Bremsleuchte zugleich auch als Blinkleuchte agieren. Heißt also: Bremst das Fahrzeug bei aktiviertem Blinklicht, so leuchtet nur ein Bremslicht auf, bzw. zwei bei mittlerer Bremsleuchte)

Was viele nicht wissen: Bis EZ 31.12.1985 war in Deutschland oranges Bremslicht erlaubt.

 

Bremslicht:

Seit 1986 verpflichtend ist das mittlere 3. Bremslicht in den USA. Diese Pflicht resultiert aus einer Studie von 1970, bei der Flottenfahrzeuge (Taxis) mit 3. Bremslicht ausgerüstet wurden. Das Ergebnis der Studie war optimistisch, so sei die Anzahl der Auffahrunfälle um bis zu 50% gesunken. Sie war seitdem als Mehrausstattung bei einigen Fahrzeugen erhältlich oder zum Teil serienmäßig (Oldsmobile Toronado ab 1971, Buick Riviera ab 1974). In Deutschland wurde die 3. BL erst ab EZ 01.01.1998 zur Pflichtausstattung

 

Nebelschlussleuchte:

Diese ist in den USA zwar erlaubt, aber nicht vorgeschrieben. Bei einigen Importfahrzeugen aus Europa ist sie daher als zusätzliche Bremsleuchte genutzt.

 

Rückfahrscheinwerfer:

Jedes mehrspurige Fahrzeug muss in den USA und Europa mit mindestens einer Rückfahrleuchte ausgerüstet sein. Im US-Bundesstaat Washington darf sie auch orange leuchten.

 

Sonstiges, nicht unbedingt US-spezielles:

 

Stadtfahrlicht / dim-dip lamps:

Seit dem 01.01.1987 war dies für Fahrzeuge im Vereinigten Königreich verpflichtend.

Bei Stellung Standlicht wurde das gedimmte Abblendlicht zugeschaltet (Über einen Widerstand auf ca. Hälfte der Leistung gedrosselt). Das SFL war also nicht als Tagfahrlicht gedacht, sondern als Fahrlicht für beleuchtete Ortschaften, da man das Abblendlicht als zu grell innerorts empfand. 1988 wurde das VK von Seiten der Europäischen Union verklagt, da das Stadtfahrlicht sich nicht in Einklang mit den ECE-Regelungen bringen lässt. Somit entfiel die Pflicht des serienmäßigen Stadtfahrlichtes, dennoch wurde dieses Feature bis Mitte der 90er noch häufig für den Englischen Markt eingebaut.

 

Mehrfarbige Blinker:

In einigen US-Bundesstaaten wie Washington, Idaho und Oregon sind dreifarbige Blinker erlaubt. Diese blinken grün wenn das Gaspedal betätigt wird, gelb wenn das Auto gleitet und rot, wenn gebremst wird. Dies war als Nachrüstlösung im Zubehör erhältlich, ist heute aber eher eine Randerscheinung.

 

Überhollicht:

In den 70er Jahren durften Lkw in Frankreich, Spanien, Marokko und anderen Ländern mit einer grüne Leuchte am Heck versehen werden. Diese wurde vom Fahrer betätigt, um den nachfolgenden Verkehr zu signalisieren, dass jetzt sicher überholt werden konnte.


18.06.2012 11:54    |    spechti

Gute Zusammenfassung, die gut die verschiedenen Ansätze gegenüberstellt.


18.06.2012 12:37    |    anntike

die mehrfarbigen blinker und das überhollicht sind ja kurios.


18.06.2012 13:44    |    Insulina99

Ich weiß nicht, ob Fernlicht in USA stärker sein "darf", aber stärker war es definitiv in den 3 Wagen, ich dort hatte, Lincoln Continental Bj 79, Chevrolet Cavalier BJ 1997, und Ford Explorer BJ 99. Wenn ich auf dem Highway den Beam angeschmissen habe, konnte ich rund 5-8 Miles weit gucken, dagegen ist das Fernlicht hier ja ne Funzel.

 

Gruß aus dem Norden

Insu


18.06.2012 14:03    |    Reachstacker

Sehr gute Zusammenfassung, mein Kompliment. :)

 

Ich vermisse die "Sealed Beam" Scheinwerfer. :( Die gaben gutes Licht, verursachten keine Wartung und waren billig zu ersetzen. Manchmal laeuft der Fortschritt scheins rueckwaerts! :eek:

 

Die 3 weissen Lichter auf dem Fuhrerhaus und die 3 roten hinten waren bei Pickups noch nie Pflicht, bei 1.5 Tonner (Zuladung) Pritschen und Brotkisten aber schon. In der Regel ist es so: Zwillingsreifen = 3 Lichter. Die Verwirrung im Ausland kommt davon das die 1.5 Tonner das gleiche Fahrerhaus als die Pickups haben.

 

GM ist DER US Hersteller der fuer das TFL "gepushed" hat. In den meisten Modellen ist es ein reduziertes Fernlicht. Das es blenden soll ist mir noch nicht aufgefallen. Bei LKW haben wir schon in den 90ern einfach das Licht am Hellerlichten Tag eingeschalten. :D das kam aus einer Unfallstudie die feststellte das Scheinwerfer etwa 27 mal so weit gesehen werden als der Umriss eines Fahrzeuges. Im Falle von LKW verhindert das TFL eines grossteil der Unfaelle wo ein PKW kurz vor dem LKW rauszieht weil er ihn "nicht gesehen hat" um dann ueber den Haufen gerannt zu werden. Weiterhin haben die meisten Auflieger reflektive rot/weisse Streifen laengs der Seite.

 

Nebelschlussleuchten kennen wir nicht, selbst Nebelscheinwerfer sind recht selten und meist fuer "Show"....

 

Da gibts bestimmt noch andere Feinheiten die mir momentan entfallen sind.

 

 

Gruss, Pete


18.06.2012 14:25    |    norske

Ergänzend zu Deinem ausgezeichneten Blog:

Die sequential Taillights wurden 1965 erstmals im Thunderbird realisiert, da eine derartige Schaltung zuvor zwar in einigen, aber eben nicht allen Bundesstaaten zugelassen war. 1965 erfolgte dann die Freigabe in allen US Bundesstaaten und Ford brachte die ursprünglich schon für das '64er Modell vorgesehenen Rückleuchten in Serie.

Die Blinksequenz wird übrigens elektromechanisch gesteuert.

Die 1965 von den damals 21 offiziellen US-Ford Händlern in Deutschland verkauften T-Birds verfügten nicht über dieses Feature, da die sequentiellen Blinker in Deutschland nicht zulassungsfähig waren und es bis heute auch nicht sind.

 

Grüsse

Norske


18.06.2012 15:03    |    rpalmer

Es freut mich zu hören, dass euch der Artikel gefällt, obwohl er stilistisch gesehen, nicht gerade das Optimum darstellt, es war 2 Uhr morgens als ich das schrieb.

 

@ Insulina: Weißt du vielleicht welche Stärke die Fernlichtlampe hatte? Hier dürfen es ja bei 12V maximal 60W bei der H4, bzw. 55W bei den H1, H3, H7 Leuchten sein.

Man müsste vielleicht in die FMVSS schauen, welche maximale Lichtstärke erlaubt ist.

 

@ Reachstacker: Danke für das Lob, wobei du der erste bist, der von der Lichtverteilung der sealed beams begeistert ist. Bei meinen Recherchen haben (Eigentlich nur die Deutschen, welche sich das US-Fahrzeug importiert haben) über "Teelicht" geklagt. Vielleicht hatten die aber noch die alten Selea beams, es gab dann ja irgendwann welche in Halogen-Technik.

 

@ norske: Auch dir möchte meinen Dank für dein Lob aussprechen; es freut mich zu hören, wenn ein, das Thema US-Cars betreffend sehr kompetenter User, sowas ausspricht. ;)

Eine interessante Anmerkung deinerseits, die bundesweite FMVSS 108 griff ja erst ab 1968.

Man schien sich ja sogar Gedanken um ein sequentielles Bremslicht gemacht zu haben.

Ist der seq. Blinker über eine Ausnahmegenehmigung realisierbar? Denn der gezeigte T-Bird hat ja eine deutsche Zulassung.


18.06.2012 16:30    |    norske

Zuviel Ehre! Hier im Forum tummeln sich einige User, denen ich im Bezug auf US Cars nicht einmal ansatzweise das Wasser reichen kann.

 

Die sequentielle Schaltung der Blinker ist meines Wissens auch nicht über eine Ausnahmegenehmigung legalisierbar. Mein T-Bird fiel bei der ersten TÜV-Abnahme wegen der Blinker (und fehlender Rückstrahler) durch, auch wenn dem Auto im H-Gutachten durch den gleichen Prüfer ein „sehr guter Originalzustand“ bescheinigt wurde. Nachdem mein Schrauber die Blinksequenz stilgelegt hatte und zwei Rückstrahler das Heck verzieren, kam der Wagen ohne Mängel durch.

Aber vielleicht hilft Audi ja zukünftig: Der R8 soll mit dem kommenden Facelift mit „wandernden Blinkern“ ausgestattet werden. Audis Vorstandsvorsitzender Rupert Stadler verkündete ja bereits vollmundig „jetzt sind wir weltweit die einzigen, die so ein Feature anbieten.“

Ich finde es faszinierend, dass der Horizont deutscher Unternehmer so begrenzt ist, dass für sie die Welt östlich des Atlantiks endet…

 

Grüsse

Norske


18.06.2012 16:58    |    MrXY

Mir wäre das mit dem sequentiellen Blinkern egal - ich würde versuchen das so geschaltet zu bekommen, dass man es für den TÜV normal blinken lassen kann und ansonsten sequentiell. Es sieht einfach so genial aus...

(normalerweise halte ich die Gesetze recht penibel ein, aber in diesem Fall ist es ja eine Sache, die vom Fahrzeughersteller ab Werk so verbaut wurde und nur durch die etwas eng gefassten deutschen Gesetze nicht abgedeckt ist).

 

Was ich nicht wusste ist die Einführung der Leuchtweitenregulierung in Deutschland 1991 - erklärt aber, warum viele Autos aus den 80ern kein solches Feature besitzen :)

 

@Reachstacker: Nebelschlussleuchten gibt es in den USA übrigens durchaus, aber sind absolute Randerscheinungen. Es gibt einige europäische Fahrzeuge, die auch in den USA mit Nebelschlussleuchten angeboten werden (ich meine zum Beispiel mal einen A6 4B mit eingeschalteter NSL gesehen zu haben).

 

Und das Parklicht ist auch in Deutschland ein "kann"-Feature, beim Opel Zafira A gibt es das zum Beispiel nicht...

 

Abschließend möchte ich dir nochmal herzlich für diesen aufschlussreichen Artikel danken, wirklich super recherchiert und ein sehr interessantes Thema!

 

vg, Johannes


18.06.2012 18:14    |    Trackback

Kommentiert auf: US Cars:

 

Amerikanisches Standlicht - Interessant oder Riskant?

 

[...] mal näher betrachtet. Da werden auch die Hintergründe deutlich, die hinter den Verordnungen standen.

 

Klick ;)

[...]

 

Artikel lesen ...


18.06.2012 19:08    |    Harhir

Einige europaeische Hersteller verbauen auch Nebelschlussleuchten in Modellen fuer USA. Z.b. Mercedes. Und mein US Saab hat sie auch. Sind aber hier in Texas absolut sinnlos. :D

Und die sealed beam Headlights kenne ich auch nur als Funzeln und wenn eine Birne kaputt ging musste der ganze Scheinwerfer getauscht werden.


18.06.2012 19:10    |    Goify

Dafür hatte man immer schön neue Reflektoren und Gläser. Hat ja auch was, wenn ich da mal so an die frühen Ford Mondeo denke.


18.06.2012 19:34    |    spechti

Nicht jeder Sealed Beam ist automatisch Mist. In der Tat waren die SBs aus der Vor-Halogen-Ära lediglich strombetriebene Teelichter (das war die gute alte Bilux allerdings auch), aber spätestens mit Beginn der Halogen-Sealed Beams wurde das besser. Irgendwann gab es dann auch noch welche mit starker Lichtausbeute und computerberechneten Reflektoren und Streuscheiben, die ausgesrochen gutes Licht haben.

 

Die Tatsache, daß der ganze Scheinwerfereinsatz bei Defekt als "Birne" getauscht wird kann besonders seinen Reiz bei verbauter Zugänglichkeit haben. Der Einsatz wird nämlich von vorne herausgenommen ohne von hinten da ran zu müssen.

Außedem habe ich die Erfahrung gemacht, daß sie wesentlich langlebiger sind als die H4 mit tauschbarer Birne á la Hella, bei denen eindringende Feuchte nach kurzer Zeit für blinde Reflektoren und Rost im Scheinwerfer sorgt. Ihr Innenleben ist komplett im Vakuum und hat keine Verbindung zur Außenwelt.

 

Wie weiter oben gesagt haben auch manche Seale-Beam-Fernlichter ein ausgesprochen gutes und helles, weitreichendes Licht, weshalb vor einer Umrüstung mal geprüft werden sollte, ob das wiklich ein guter Tausch ist...


18.06.2012 20:37    |    Reachstacker

@ spechti

 

Den Unterschied den ich sehe ist das die Sealed Beam schnell zu wechseln waren und billig.

15 Minuten und 10 Dollar (halogen $15) gegen endlose fummelei und mehrere Hundert Dollar.

 

@ rpalmer

 

Ich bin vom Licht nicht unbedingt "begeistert" :D Aber sie waren den euopaeischen Versionen ebenbuertig und verursachten wesentlich weniger Wartung und Kosten. Von daher... ;)

 

edit: mag sein das irgendwelche Fahrzeuge Nebelschlussleuchten verbaut haben. In Betrieb habe ich in 36 Jahren noch keine gesehen. Nebelscheinwerfer mal ganz selten.

 

Gruss, Pete


18.06.2012 20:39    |    falloutboy

sehr guter Artikel. :) Freut mich zu lesen. Und vorallem das Überhollicht sollte man auch bei uns einführen.

Wenn du kannst würde ich die Bilder aus dem Bosch Kraftfahrzeugtabellen buch einfügen, das einzige Europäische Tabellenbuch was beide Leuchtverteilungsstandarts behandelt (soweit ich weiß).

 

Zu deiner Frage mit der Leuchtstärke, da könntest du Pech haben, da zB auch die EU Verordnung nur die nötigen candela ausgibt, ohne genauer darauf einzugehen WIE (bzw wo) die gemessen werden sollen. Und meine Bedenken sind gerade dass die USA das inzwischen auch so angeben könnten.

 

Aber wirklich das ist bisher das Beste und Vollständigste was ich bisher über Beleuchtung gelesen hab.

Ein paar Zeichnungen zu der Plazierung der Leuchten weltweit wäre auch interessant.


19.06.2012 00:16    |    rpalmer

Danke für euren ergänzenden Kommentare und euer Lob, hat sich die arbeit den Text zu schreiben doch gelohnt ;)

 

@ falloutboy: Leider habe ich dieses Buch nicht zur Hand :(


19.06.2012 05:21    |    Pingback

Kommentiert auf: Community Magazin: US-Beleuchtung: Erklärung und Hintergründe, sowie anderes Kurioses | Darlehen Auto...neuesten Online-Nachrichten Auto


19.06.2012 08:38    |    Goify

Meint ihr das?


19.06.2012 11:25    |    falloutboy

@goify

JA :)

Ich weiß zwar nich ob jede Ausgabe den Vergleich und die Erläuterungen dazu drin hat, aber die "graue" (genauere Angaben nicht möglich) hatte es drin.

Allerdings fehlte dafür eine Eklärungen der Bezeichnungen auf Reifen *kopfschüttel*


19.06.2012 11:29    |    Goify

Muss ich mal meinen Bruder fragen, ob er das Buch hat. Er studiert Fahrzeugtechnik.


19.06.2012 13:34    |    MrXY

Ich frage mich bis heute, warum in den USA relativ häufig Fahrzeuge mit sehr vergilbten Scheinwerfern herumfahren (bei Kunststoffabdeckungen). Sieht im Prinzip so aus: http://www.fixmyheadlights.com/files/1931718/uploaded/MercuryBA.JPG. Hatte das bei einem Firmenwagen auch mal, das mindert das Scheinwerferlicht sehr deutlich...

 

In Deutschland sehe ich sowas praktisch nie - bei manchen Fahrzeugen, die immer draußen stehen sieht man da in Deutschland leichte Ansätze, aber da muss man schon relativ genau hinschauen. Das Argument "kann man rauspolieren" zieht für mich auch nicht so, weil ich in Deutschland nur von ein paar Autopflege-Freaks gehört habe, dass sie ihre Scheinwerfer wieder auf Vordermann gebracht haben...

 

Das wäre mit Sealed Beam nicht passiert :)

 

vg, Johannes


19.06.2012 13:59    |    Reachstacker

Diese vergilbten Lichter/Linsen sieht man sehr oft bei Kleinwagen, besonders Dodge.

 

Angeblich kann man die aufpolieren. Ich denke mal fuer den Drittbesitzer der das Ding fuer 900 Dollar gekauft hat wird das zu teuer.

 

OEM Preis etwa 280 Dollar, Zubehoerhandel etwa 70 Dollar.

 

Wie gesagt, ich finde Sealed Beam Glas besser...

 

 

 

Gruss, Pete


19.06.2012 15:59    |    Insulina99

Ich weiß es nur vom Lincoln, der hatte 65w High Beam, Helligkeitsindex ca. 135 Watt, ich denke aber mal die anderen waren ähnlich, In den USA bekommst du ja auch noch die HB3HB4 mit 51W, sonst 60/55, und die 12V 65w.


19.06.2012 20:24    |    falloutboy

@MrXY

Zitat:

Ich frage mich bis heute, warum in den USA relativ häufig Fahrzeuge mit sehr vergilbten Scheinwerfern herumfahren

......

das liegt daran dass dort in der Regel eine höhere UV Strahlung herrscht als bei uns. Auch arbeiten die Waschanlagen mit einem aggressiveren Washmittel.

Was eigentlich passiert ist das durch die UV Strahlung (von Sonne, und die von der Lampe) die Wachsschicht (die gegen die UV Strahlung drauf ist) angegriffen wird, dann diffundieren die Weichmacher und andere Bestandteile aus dem Kunstoff, summa summarum vergilben die Scheiben.

Häufiger bei Xenon-Scheinwerfern (vorallem VW) zu sehen, hier in D.

 

Zitat:

In Deutschland sehe ich sowas praktisch nie - bei manchen Fahrzeugen, die immer draußen stehen sieht man da in Deutschland leichte Ansätze, aber da muss man schon relativ genau hinschauen.

....

Beliebte Beispiele sind, Nissan Almera, Nissan Almera-Tino, VW Passat mit Xenon (sowie die selben Audi Modelle), ein paar BMW, und inzwischen auch die alteren Mercedes mit den ersten Xenon und Kunstoffscheibe.

 

Zitat:

Das Argument "kann man rauspolieren" zieht für mich auch nicht so, weil ich in Deutschland nur von ein paar Autopflege-Freaks gehört habe, dass sie ihre Scheinwerfer wieder auf Vordermann gebracht haben...

Kann man auch nicht wirklich, weil das vergilbungs problem durch die zerstörte Wachsschicht, Weichmacher kommt. Man kann es schon wieder aufpolieren, nur muss man das dann ca alle 2 Jahre wieder machen.

 

Zitat:

Das wäre mit Sealed Beam nicht passiert

Ja, weil das Wachs, die UV-Strahlung der Lampe, und die Kunsstoffe noch nicht gab :D


19.06.2012 20:32    |    Romiman

Die vergilbenden Scheinwerfer, genauer die unter der UV-Bestrahlung der Sonne leidenden Polycarbonat-Streuscheiben haben auch diverse Fahrzeuge hier. Z.B. der erste Mondeo.

 

Die Idee der Sealed-Beam ist das Prinzip einer Reflektorglühlampe. Durch eben diese "Versiegelung" kann der Reflektor nicht mehr "erblinden".

Nachteil ist wiederum, daß mehr Müll anfällt, da ja gleich praktisch der ganze Scheinwerfer weggeworfen wird.

Langfristig werden die Sealed Beams in moderner Form wieder zurückkehren:

Denn die Zukunft heißt LED. Dort ist ein Austausch der Leuchtmittel ebenfalls nicht vorgesehen, und die Scheinwerfer werden versiegelt. Leider werden es keine preiswerten Standard-Einheiten* werden, sondern nur noch sündteure passgenaue Ersatzscheinwerfer.

 

*Obwohl es genau die bereits heute schon gibt! Für die klassische 7" Rundscheinwerfer gibt es auf dem US-Markt mitllerweile mehrere, und für Europa immerhin schon ein Modell eines LED-Hautpscheinwerfers (mit Abblend- und Fernlicht), der in die meisten Fahrzeuge mit entsprechenden Rundscheinwerfer paßt. (Mercedes G-Modell, Golf 2...). Diese Scheinwerfer sind etwas heller als 55W Halogen, bei (je nach Ausführung) 25- 35 W Energieverbrauch. Ihre extrem futuristische Optik paßt allerdings überhauptnicht zu klassischen US-Cars. Und die (wesentlich ansehnlicheren) US-Modelle sind hier mangels asymmetrischen Abblendlichts nicht zugelassen.

(Googelt mal nach "LED- Headlight"...)


20.06.2012 00:13    |    redmex

Noch ein Nachtrag: in Deutschland sind rote Seitenmarkierungsleuchten zulässig, wenn sie in die Rückleuchte integriert sind. Soll heißen: die Rückleuchte ist um die Ecke gezogen und leuchtet zur Seite etwas rot. Das spart in der Regel eine zusätzliche 5W Glühlampe.;)

 

Das Vergilben der Scheinwerfer würde ich jetzt auch der Sonneneinstrahlung in den USA zuschreiben. Schaut mal wie viele Autos in Texas, Arizona, Californien... mit verbranntem Lack unterwegs sind. Und nicht umsonst wird in einigen Staaten die Verglasung rundum schwarz getönt oder beim Einkaufen der Motor für die AC laufen gelassen.

 

Heute ist auf den Kunststoffscheiben der Schweinwerfer ein spezieller Schutzlack drauf.

 

Ein weiteres Kuriosum: bei Grauimporten aus den USA mussten bis in die späten 80er (wer weiß genaueres?) die 3. Bremsleuchten zur §21-Vollabnahme beim TÜV deaktivert werden, weil seinerzeit Bremslichter nur paarweise erlaubt waren. Bei meinem '91er Caprice wurde die Glühlampe entfernd und das Bremsleuchtenglas mit Lack geschwärzt.

Ähnlich erging es übrigens auch zeitweise den Katalysatoren, die bei US Importen bis in die 80er rausgetrennt werden mussten (konnten?).

 

Gruß

Hendrik


21.06.2012 07:59    |    Amifreak5

sehr guter Beitrag! jetzt hab ich wieder was gelernt :)

 

ich wollte immer wissen, wieso bei den Amis die Blinker vorn dauerhaft mitleuchten! Aber das erscheint mir sinnvoll, dass wenn bei denen eh immer nur ein Hauptscheinwerfer leutet und dieser ausfallen sollte, dass dann noch immer ein Licht auf der Seite zu sehen ist!

(hab ich übrigens auch bei meinem 92er Buick Park Avenue)

 

auch hat mich interessiert, wieso die Amis hinten rote Blinker verwenden...aber ich denke das ist diskutabel, ob das dann wirklich besser zu erkennen ist, wenn die Bremsleuchten schon rot sind...

 

Danke für den Beitrag!


21.06.2012 20:52    |    spechti

Zitat:

aber ich denke das ist diskutabel, ob das dann wirklich besser zu erkennen ist, wenn die Bremsleuchten schon rot sind...

@Romiman,

Ich benutze mal Deine Animation, die wir nun schon so oft als Anschauungsmaterial benutzt haben.

Auf der Grafik ist anschaulich gezeigt, daß ein großflächiger roter Blinker besser sichtbar ist, als ein kleiner oranger, der in oder direkt neben einer roten Bremsleuchte blinkt. Der Effekt verstärkt sich noch wenn man die Augen beim Betrachten etwas zusammenkneift oder zwei Schritte vom Monitor zurücktritt.


Bild

24.06.2012 20:47    |    rpalmer

Und anhand der Animation sehen wir auch, was die europäischen Hersteller falsch machen.

Sie färben einfach den orangenen Blinker rot um, aber verändern nicht die elektrische Schaltung.

 

So gesehen z.B. beim BMW E90 oder VW Passat 3C. Die kleine rote Funzel geht dann beim Bremsen erst recht unter, weil Brems- und Schlusslicht eben nicht mitblinken. Man könnte sagen halbherzig umgesetzt oder den Sinn nicht verstanden.


28.06.2012 17:30    |    MrXY

http://www.youtube.com/watch?v=55XXIgRMK9k

 

Wer das nicht sieht muss auch blind sein - aber es gibt eben nicht für jede kleine Ausnahme ein Gesetz, die sind so schon umfangreich genug. In meinen Augen wäre es wichtig z.B. als Polizist mit Sinn und Verstand zu urteilen - bei dunkel lasierten Rückleuchten, die kaum mehr zu erkennen sind ist ein hartes Durchgreifen sinnvoll, aber bei solchen OEM-Lösungen, die ihren Zweck wunderbar erfüllen aber in Deutschland ebenso unzulässig sind besteht m.E. nicht unbedingt ein Handlungszwang. Dass der TÜV sowas nicht abnehmen kann ist klar, da gelten die Regelungen so wie sie sind.

 

Verboten ist verboten, am Ende darf niemand jammern wenn er deswegen eine Strafe bekommt, muss man halt entscheiden wieviel Risiko man eingehen möchte :)


13.09.2012 12:41    |    Trackback

Kommentiert auf: Toyota:

 

VW-Konzern sagt TOYOTA Kampf an. Bis 2018 weltweit die Nr.1

 

[...] 1-2% auf den Boden. Zudem ist das Fernlciht natürlich viel großflächiger als so eine LED-Girlande.

 

Mehr zum Thema DRL (Das britische Stadtfahrlicht ist genial, aber inzwischen auch abgeschafft)

 

@ CS: Also ich hatte bisher in den dargestellten Situationen noch nie Probleme. Was macht man, wenn [...]

 

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23.10.2012 20:50    |    Trackback

Kommentiert auf: Fahrbericht:

 

7 Gänge für den R8

 

[...] Innovation mehr von Audi.

naja, in der LED-Ausführung wahrscheinlich. Aber der Ursprung geht auf die Amis zurück.

[...]

 

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23.10.2012 22:13    |    MauriceOL

Mir haben schon einige Bekannte erzählt, dass sie bei dem Vorgänger des jetzigen Passat Probleme hatten zu erkennen, ob geblinkt wurde. Dieser Vergleich mit dem "Ami" hilft wirklich. Eigentlich komisch, dass man bei uns diese schlechter zu sehende Technik benutzt. Der Mustang ist ja mal richtig Disko :D


05.02.2013 15:15    |    mustangshelbgt500

mir gefallen vor allem die mehrfarbigen blinker... dennoch bestell ich mir lieber direkt das gesamtpaket aus den usa... <a href="http://www.cargate-import.com/us-car-import">US Car Import</a> liegt zur zeit voll im trend.. ist auch gar nicht so teuer wie ich dachte..

 

lg aus dresden, carlo


23.04.2013 13:56    |    Jean11

Hallo,

 

Ich habe ein Buick Riviera 1995 und habe Probleme mit dem Standlicht, es funktionniert nicht hat jemand eine Ahnung woran das liegen koennte ? Es sieht aus als wäre es abgeklemmt kann die Stelle aber nicht finden. Hat jemand Ahnung


23.04.2013 14:02    |    falloutboy

@jean11

vllt besser mal bei uns im US-Car Forum fragen, das hier ist "nur" ein Blog


11.02.2014 14:57    |    Wickie2

Nicht erwaehnt sind vordere Rueckfahrscheinwerfer (manchmal in verbindung mit dem corner light) wie es z.B. viele Saabs hatten.

 

Noch zu erwaehnen sind die Klappscheinwerfer. Diese sind das Ergebnis der einerseits verbotenen Verkleidung der sealed beam Scheinwerfer und vorallem an der vorgeschriebenen Anbauhoehe der Scheinwerfer, die diese erst im hochgeklappten Zustand hatten.

Damit hatten die Designer mehr Spielraum.

 

In den USA sind direkte SML nicht Pflicht (PKW). Die Beleuchtung muss von der Seite sichtbar seien. Orange (amber) vorne und rot hinten.

Plicht sind seitliche Rueckstrahler. Vorn orange, hinten rot.

 

 

Frankreich:

Gelbes (hellgelb/ selective yellow) Abblend- und Fernlicht war von 1936 bis 1993 Plicht.

 

Laut ECE (UN) in Europa erlaubt. In D laut Stvzo verboten wie auch in den USA. Laut EU-COC auch nicht mehr erlaubt.

 

 

Kurioses in Deutschland:

Bis 1983 waren orange/gelbe Bremslichter erlaubt. Diese konnten mit den Richtungsanzeiger kombiniert seien.

 

 

Italien:

Weiss jemand bis wann die vorderen Richtungsanzeiger weiss leuchten mussten?


14.02.2014 16:45    |    Trackback

Kommentiert auf: Audi A4 8K:

 

Xenon - Scheinwerfer US-Style

 

[...] In dem US- Beleuchtungs Blog gibts paar Infos zu den Unterschieden

http://www.motor-talk.de/.../...e-sowie-anderes-kurioses-t3975314.html

[...]

 

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01.03.2014 10:50    |    Trackback

Kommentiert auf: Toyota:

 

VW -Konzern sagt TOYOTA Kampf an.Bis 2018 weltweit die Nr.1

 

[...] Hier habe ich mal die Unterschiede erläutert:

 

http://www.motor-talk.de/.../...e-sowie-anderes-kurioses-t3975314.html

[...]

 

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01.06.2014 13:22    |    Zavage

Wie ist das mit den cornering lights?

Sind die in Deutschland zugelassen?

Weil die bringen schon einiges mehr Sicherheit mit, weil sie genau, nach rechts und nach links leuchten und nicht nach vorne, wie VW und MB das machen.


Deine Antwort auf "US-Beleuchtung: Erklärung und Hintergründe, sowie anderes Kurioses"

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