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Notes To Self

... der tägliche Wahnsinn - Live aus der Werkstatt

18.05.2008 17:15    |    MT-Tom    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: Hamburg, Konferenz, Next08, Web2.0

Was man auf flickr so findet...Was man auf flickr so findet...Das schöne an Berlin ist, dass es so nah an Hamburg ist ;)

 

Zur Next08, die in der Hafencity in Hamburg stattfand, konnte ich also bequem um kurz nach 7 mit dem ICE vom Berliner Hauptbahnhof fahren. Mal abgesehen vom zeitigen aufstehen also eine wirklich bequeme Sache. Bei bestem Wetter komme ich also gegen 09:10 am Veranstaltungsort an. Schon von weitem erkennt man an der Traube von Menschen wo es lang geht. Ein Thema, dass sich durch den ganzen Tag ziehen wird, denn die Next08 ist eine kuschelige Konferenz mit ner Menge Leuten und nicht ganz so viel Platz für selbige. Wo die Keynote ist, finde ich schnell heraus... nur hineinkommen und einen Platz finden ist nicht ganz so leicht. Entweder haben die Veranstalter das antizipiert oder einfach schnell reagiert. Es gibt neben dem Großen Veranstaltungsraum noch drei weitere Panels in denen die Keynote per Stream übertragen wird. Der Knüller ist die Übertragung per Lautsprecher in die Lounge. Da kann man dann bei exzelenter Verpflegung (Hähnchenspiesschen und Handgemachte Lemonade) zuhören. Der Vorteil, wenn es so voll ist, ist auch dass man viele Gespräche in den Gängen hat... also eigentlich gar nicht so schlecht.

 

Die Vorträge gruppierten sich in unterschiedlichste Tracks (Marketing, Mobile, Business, Startups etc.). Das Programm ist enorm straf... Vorträge sind mit 30 Minuten an der unteren Grenze des Sinnvollen bieten aber dafür viel Abwechslung. Leider brach nach dem Mittag das WLan komplett zusammen, deswegen mussten sich die meisten Anwesenden von Twitter abwenden und entweder mit echten Menschen sprechen oder den Vorträgen zuhören ;)

 

Bei der Qualität der Vorträge gab es sicher ups und downs. Steve Rubel (Blog: micropersuasion.com) begann seinen Vortrag mit der Aussage "Das Massenpublikum ist tot" (oder schläft ;)) es lebe das Micropublikum. Also kleinere Gruppen mit einem enorm hohen Engagement. Außerdem gab einen Überblick über seine "Faint Signals" - Trends, die am Horizont "lauern". Dazu zählen Themen wie abnehmende Aufmerksamkeitsspanne bei wachsender Vielfalt der Angebote/Inhalte oder das Netz wird zur Plattform des Miteinanders/des gemeinsamen Schaffens (hallo MOTOR-TALK :)). Aber er benennt auch Trends wie "Digitale Nomaden", Menschen die sich über ihre online Aktivitäten definieren und für die geografische Aspekte nahezu irrelevant sind... spannend. Alles in allem ein interessant vorgetragener Vortrag von einer der Bloginggrößen (hier gibt es die Präsentation).

 

Direkt danach gab es einen Vortrag von Stowe Boyd ebenfalls bekannter Blogger (Blog: /Message) und von Steve als Prototypischer "Digitaler Nomade" bezeichnet. In seinem Vortrag bricht er eine Lanze für das Social Web. Natürlich sind die meisten Teilnehmer von dessen Existenzberechtigung schon überzeugt. Dennoch findet er ein paar nette Metaphern. Sein Vergleich für das Web1.0 ist "Allein in der Bibliothek". Ein klasse Bild für die initiale Wahrnehmung, dass das Netz ein enormer Fundus an aufbereitetem Wissen sein sollte. Partizipation darf es natürlich in Grenzen geben, aber nicht als Primärursprung des Wissens. Noch interessanter wird es beim Web2.0 Vergleich... hier wird nämlich (wieder) das "Globale Dorf" herangezogen. Wenn ich mich jetzt an meine ersten Gehversuche im Internet erinnere (irgendwas um 1993/94) dann gab es diese Analogie auch schon. Damals war der Gedanke dahinter allerdings die Reine Möglichkeit, des miteinander ins Gespräch kommens. Damals war auch Email DAS Medium der Kommunikation und nur selten das Netz selbst. Natürlich gab es damals schon erste Ansätze für Foren... aber die kamen aus der BBS/Mailbox Szene (man könnte es Forum per Computer und Telefon nennen) und DAS war ja mal total von gestern ;). Wer mehr wissen will: hier gibt es die Präsentation.

 

Dann gab es noch ein witziges Start-Up Panel. Dort stellen sich 10 Startups vor. Jedes Startup hat 3 Minuten und alle 18 Sekunden wird eine neue Präsentationsfolie gezeigt. Mal abgesehen von den Startups selbst war es enorm unterhaltsam die Ansätze der Vorträge zu sehen. Von "Entertainment pur" bis zu "Buzzword Nirvana" war alles dabei. In meiner Erinnerung sind folgende Startups geblieben: jupidi.de (1on1 Dating per SMS. von einem der Teilnehmer als Hormone Management Software betitelt... und enorm witzig vorgetragen); Foodorder.de (Endlich: Pizza direkt aus MOTOR-TALK.de bestellen und noch viel besser... ich kann auch sehen, was die anderen bestellen.); Justaloud.com. Da die meisten Startups noch nicht Live sind wird sich zeigen, was daraus wird.

 

Leider bin ich am Abend schon wieder im ICE nach Berlin unterwegs, wenn die restlichen Teilnehmer es bei der Party so richtig krachen lassen. Aber alles in allem war es eine recht interessante Veranstaltung... zwar ohne viel neues, aber das ist in der heutigen Welt der Blogs etc. auch wirklich schwer und darf man wohl auch nicht erwarten. Die Web2.0 Community tickt einfach um ein vielfaches schneller, als es eine Konferenz kann.

 

Mal schauen, was es nächstes Jahr gibt


14.05.2008 16:05    |    MT-Tom    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: Hamburg, Konferenz, Web2.0

Morgen (Donnerstag 15. Mai) bin ich von 09:00 Uhr bis ca 20:00 in Hamburg auf der Next08. Einer Konferenz rund um das Thema Marketing, Communities, Web2.0 und Media. Wer auch da ist, oder sich einfach so kurz auf ein Bier/Wasser/Cola treffen möchte schickt einfach eine kurze PN an mich :).

 

Einen Abriss der Messe mit meinen Eindrücken gibt es dann natürlich im Nachgang.


11.11.2007 12:18    |    MT-Tom    |    Kommentare (5)    |   Stichworte: Berlin, Web2.0

In der letzten Woche war ja einiges zum Thema Web2.0 in Berlin los. BarCamp am Wochenende und die Web2.0 Expo veranstaltet durch Tim O'Reilly höchst persönlich. Die Konferenz ging über vier Tage, was ich ganz schön lang finde und war mit einer gleichzeitigen Messe verbunden. Daher sicher auch der Namenszusatz EXPO. Für mich sollte das ganze Spektakel ab Dienstag losgehen. Ich bin ja grundsätzlich immer sehr auf solche Veranstaltungen gespannt, weil man meist mit allerlei Ideen und Spinnereien im Kopf wieder an die Arbeit geht... quasi "positiv aufgeladen".

 

Tatsächlich machte die Konferenz am ersten Tag bei der Anreise auch richtig Eindruck. Messe Berlin, Riesen Plaktate "Web2.0 is in Berlin" yepi... die Welt schaut auf diese Stadt. Dann die erste Ernüchterung... bei der Anmeldung brauchen die netten Damen extrem lange, um mir und den meisten anderen Konferenzteilnehmern ihr Badge und die kleine Tasche mit Web2.0 Expo Aufdruck und Programm in die Hand zu drücken... der Computer ist ausgefallen... naja ich hätte ja auch eher kommen können.

 

Badge, Tasche, Programm und Werbegeschenke in der Hand stehe ich nun etwas unbeholfen in der Gegend rum und werde in Richtung Rolltreppe ins Ungewisse geschickt... Rolltreppe hoch, kleines Schild mit Pfeil geradeaus und wieder raus aus dem Messegebäude, rein ins Nächste.. kleiner Pfeil nach Rechts... und dann kommt die Ausstellungsfläche. Ich will aber gar nicht zur Ausstellung, sondern zu den Vorträgen ?! Offensichtlich sollen erstmal alle Teilnehmer schön durch die Ausstellungsflächen geschleust werden. Wie schlau.. Das führt natürlich dazu, das die Aussteller am ersten Tag erstmal frustriert dem Strom der Konferenzteilnehmer hinterherschauen dürfen, die natürlich erstmal wie eine Meute Wasser suchender Gnus an allen Ständen vorbeitrotten. Am anderen Ende der Ausstellungshalle angekommen, wieder kleiner Pfeil und wieder raus aus dem Gebäude (?) über einen kleinen Parkplatz in das nächste Haus (!). Kleiner Pfeil nach unten und zwei Etagen tiefer tatsächlich etwas, das nach Konferenzräumen aussieht. Klasse da hat man gleich das Praktische mit dem Nützlichen verbunden, Nordic Walking und Information. Das Konferenzraumareal wird von zwei gut aussehenden Messe-Damen bewacht.. also Badge vorzeigen und einen der Konferenzräume für die erste Session suchen und finden.

 

Die ist natürlich schon in vollem Gange, permanent tröpfeln Nachzüglier mit mürren Gesichtern in den Saal und setzen sich in bester "hauptsache neben mir ist frei" Manier kreuz und quer. Stowe Boyd, der etwas über Lifestreaming mit Twitter, Jaiku & Co. erzählt nimmts gelassen und schafft es ganz gut das spärliche Publikum in seinen Bann zu ziehen. Naja egal nun bin ich ja hier und kann mich endlich den eigentlichen Inhalten widmen.

 

Alles in allem gab es weit über 100 Vorträge und Panels, wovon ich ca. 25 gesehen habe. Als Fazit muss ich leider sagen, das solche Konferenzen es kaum noch schaffen mit dem eigentlichen Programm zu überzeugen. Wirklich Neues hat man nicht gehört, das Netz ist einfach schneller und informativer. Natürlich gibt es die üblichen ein bis zwei Vorträge, die genial vorgetragen werden und wirklich inspirieren. Ansonsten trifft man alle möglichen Leute und sieht einige Bekannte Gesichter wieder, klar das ist nett... aber kann das alles sein?

 

Ich nehme von der Web 2.0 Expo in Berlin diverse Ideen und Anregungen mit, Buchtipps und neue Webseiten, die man sich mal anschauen sollte. Aber auch die Gewissheit, dass es für mich auf jeden Fall die letzte GROßE Konferenz zu dem Thema war.


MT-Tom MT-Tom

Bastelhamster 3.0

Audi

Werksabholung in Berlin 1974, inklusive diverser Extras: Red-Line mit aufwendig gearbeitetem Curly-Style, Sprenkellook, Handbuch in Berliner Dialekt, ausgebauter Boardcomputer, Winterausstattung und Allrad passend zum umfangreichen Sportpaket und und und. Nach wie vor in 1. Hand, Scheckheft gepflegt, allerdings kein Garagenwagen, Nichtraucher und stolzer Nachwuchsbesitzer :)

Damit ich morgen noch weiss, was gestern war :)

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