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18.08.2020 14:29    |    MOTOR-TALK    |    Kommentare (80)

Rettungsgasse - Quelle: PMDesign via stock.adobe.comRettungsgasse - Quelle: PMDesign via stock.adobe.com

Liebe MOTOR-TALKer,

 

jeden Tag ereignen sich Unfälle - viele davon auf Autobahnen.

Gerade dort ist es wichtig, dass die Helfer und Rettungsdienste schnell die Unfallstelle erreichen können.

 

Um an diese zu gelangen, ist es notwendig, eine Rettungsgasse zu bilden.

Viel zu oft sieht der Alltag auf den Autobahnen allerdings anders aus.

Rettungskräfte erreichen nicht schnell oder nur schleppend die Unfallstelle, da die Durchfahrt kaum möglich ist.

Rettungsgassen werden erst gebildet, wenn sich Einsatzfahrzeuge nähern.

Dabei ist es wichtig, Rettungsgassen sofort bei Stauungen oder Verkehrsstockungen zu bilden.

 

Mit der Kampagne: „Mach Platz! Wir wollen retten!" will die Polizei auf das Thema aufmerksam machen und die Verkehrsteilnehmer zur Bildung von Rettungsgassen sensibilisieren.

Die Kampagne soll die Situation der Einsatzkräfte verbessern, um Menschen schneller Hilfe leisten zu können, die über eine Rettungsgasse schnell erreicht werden müssen.

 

Denn letztendlich könnte sich jeder von uns/unseren Lieben in einem der Unfallfahrzeuge befinden.

Wollen wir nicht alle, dass uns schnell die Hilfe erreicht?!

 

Daher: Denkt bitte an die Rettungsgasse und fahrt vorsichtig!

 

Mit besten Grüßen aus der Werkstatt

Euer MOTOR-TALK-Team

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18.08.2020 14:40    |    Uriano

Eigentlich müsste es eine Selbstverständlichkeit sein eine Rettugsgasse zu bilden, leider leider gibt es noch zu viele Hörnis die es wohl nie lernen.


18.08.2020 15:03    |    GoLf 3 Bastler

Es gibt doch so viele Assistenten in neuen Autos mit Cloud und Service und fährt ja fast vom selbst.... Da könnte man doch glatt mal einen Rettungsgassen Assistenten entwickeln ;)


18.08.2020 15:26    |    NanoQ2

Solange die Kinder schon im Hort zu Egoisten erzogen werden, wird sich da nicht viel ändern!


18.08.2020 16:19    |    Goify

@Golf 3 Bastler

Das gibt es bereits, also den Rettungsgassenassistent.


18.08.2020 16:26    |    jean andres

Etwas Platz für die Rettungsfahrzeuge ist notwendig

Wer kein Verständnis dafür hat tut mir Leid .


18.08.2020 18:05    |    Eginhard

Alles bekannt und trotzdem ein Problem. WAS fehlt: der Hinweis wenn auf längeren Baustellen mit nur 2 Spuren vorhanden sind: Wird der Platz in der MITTE reichen?


18.08.2020 18:14    |    PeterBH

So ein Rettungsgassenassistent soll bei einem Fahrzeug bereits (optional?) verbaut werden. Sorry, weiß aber nicht mehr, in welchem.


18.08.2020 18:43    |    Lumpi3000

Die Strafen sind einfach nicht hoch genug. An Ort und Stelle den Führerschein einsammeln wäre schon mal ein Anfang ... Da bräuchts nur zwei, drei Vorfälle und die Leute bilden die Rettungsgassen schon bevor überhaupt ein Unfall passiert ist.

Aber in diesem ach so tollen Land ... Niemals.


18.08.2020 19:05    |    jazzer0_2

Für die, (Hörnis) die es sich nicht merken können, gibt`s dann noch die "Rechte Hand Regel". Zwischen Daumen und Zeigefinger befindet sich die Rettungsgasse, bei 2 Spuren, bei 3 Spuren kommt der Mittelfinger dazu, bei 4 Spuren der Ringfinger usw. Ist doch so einfach, daß es jeder kapieren kann oder???


19.08.2020 09:16    |    Roli88

Es fahren noch zu viele Hörnis auf der Straße


19.08.2020 11:42    |    Goify

Hörnie, man lernt täglich neue Wörter.

Rettungsgasse war mir allerdings ein Begriff.


19.08.2020 12:04    |    Cherusker123

Ich habe Angst vor den Populisten, Ignoranten, Idioten, Verweigerer und Egoisten in allen Bereichen des Lebens. Ich wünsche mir oft eine Kanone mit der ich meine "Freunde" mitTomaten bekämpfen kann, das würde meinem Seelenfrieden helfen.


19.08.2020 13:36    |    raumschiffer

Hallo miteinander!

 

Unabhängig davon, dass die StVO (insbesondere § 11, StVO) zwingend die Gassenbildung vorschreibt, sagt der "gesunde" Menschenverstand schon, dass dies sinnvoll und wichtig ist.

 

Jeder am Verkehr teilnehmende Mensch, der eine Genehmigung (FS) für ein motorisiertes Fahrzeug besitzt sollte das wissen. Aber wahrscheinlich hat ein Großteil dieser Personen ihren Führerschein irgendwo im Gulli gefunden und weis nicht was Verkehrsregeln bedeuten, oder es schert ihn nicht ein gutes unfallfreies Miteinander im öffentlichen Verkehr. So zählt u.a. die Missachtung von

 

Stopschildern,

Geschwindigkeitsbeschränkungen,

des Blinkgebots (oder erst nachdem der Vorgang begonnen hat),

des seitlichen Mindestabstands zu Fußgänger*Innen u. Rad-, Motorradfahrenden,

zu schnelles Fahren an haltenden Bussen,

Überholverboten und Überholen vor nicht einsichtigen Kurven,

des Spielverbots mit dem Mobilfon (obwohl es hervorragende Freisprecheinrichtungen gibt) etc.,

 

zu alltäglichen gefährlichen Manövern dieser Klientel.

 

M. e. sollte eine jede Person die einen FS gleich welcher Art besitzt, unabhängig vom Alter eine regelmäßige Kontroll-Fahrprüfung absolvieren! D. h. alle 2 Jahre eine einfache Prüfung, z.B. beim TÜV ohne Voranmeldung gegen eine kleine Gebühr. Die Umsetzung quasi so, wie Fahrzeuge in bestimmten Abständen auch zum TÜV müssen.

 

Wenn ich unterwegs bin und sich die ersten Anzeichen eines Staus, oder stark zäh fliesendem Verkehr erkenne, fahre ich auf der entsprechenden Fahrspur weit rechts bzw. links. Dabei sehe ich das kaum andere Fahrende das ebenso machen. Eigentlich denke ich dann immer; wenn ich diese Pflicht vergessen habe (kann ja passieren) folge ich doch dem Beispiel eines anderen Menschen. Ganz krass empfinde ich, wenn Einsatz-, und Rettungsfahrzeuge sich ihren Einsatzweg gebahnt haben, dass dann diese Gasse wieder geschlossen wird. Wo ist bloß der Verstand der Menschen?

 

Sehr eindrucksvoll ist mir eine Begebenheit in Holland in Erinnerung geblieben.

Dort führte mein berufsbezogener Weg vorwiegend über die Autobahn und da war permanent Stopp und Go-Verkehr. Einmal befand ich mich auf dem äußerst linken Fahrstreifen und selbstverständlich bin dicht an die linke Fahrstreifenbegrenzung gefahren. Es kam dann von links hinter mir ein Biker (z. I., bin selbst Biker) mit Licht-, und Hupgetöse und Gestikulieren das Bedeuten sollte das ich nach rechts Platz machen sollte. Irgendwie hatte er es geschafft sich zwischen meinem Kleinbus und der Fahrbahnbegrenzung zu quetschen. Er machte mir aggressiv heftige Vorwürfe das ich ihm keinen Platz gemacht habe. Mein Hinweis das Gassenbildung vorgeschrieben wäre und es nicht erlaubt sei mit dem Bike so links zu vorbeizufahren, ignorierter er mit dem Argument das es in Holland erlaubt sei und schimpfte massiv auf "die Deutschen".


19.08.2020 16:57    |    Mat33

Man sollte nicht immer nur an sich denken, sondern öfters auch mal an die Anderen. Man könnte ja auch selbst einmal in die Lage kommen, dass man auf die Rettungsgasse angewiesen ist.


20.08.2020 08:37    |    PIPD black

Ich hätte nicht gedacht, dass das immer noch so ein großes Thema ist. Es war ja letztes Jahr schon ein Riesentheater darum und es gab viele Aufklärungsaktionen. Viele Autofahrer klebten sich entsprechende Schilder aufs Auto, an Autobahnen hingen Schilder und Banner......wenn ich mal in einen Stau kam, klappte das zuletzt IMMER problemlos. Selbst wenn die Reihe noch nicht gut geordnet war, war die Gasse erkennbar. Wenn dann jemand ganz links oder ganz rechts fuhr, ordneten sich auch die Vor- und Hinterherfahrenden entsprechend ein. Insofern verwundert mich die Aktion jetzt doch etwas. Aber in Erinnerung rufen schadet sicher auch nicht.:)


20.08.2020 09:43    |    nitsch07

Ich trauere den DDR-Zeiten nicht nach, aber da gab es von der Verkehrspolizei organisierte Kraftfahrerschulungen für Jederman . Natürlich freiwilig und kostenlos !

An diese gute Idee habe ich mich erinnert und einen ehemaligen Arbeitskollegen, der jetzt eine Fahrschule betreibt, dafür begeistert. Seit 18 Jahren führt er jährlich im Winterhalbjahr eine Schulung in einer Gaststätte durch . Natürlich kostenlos !

An Einladungen ( Aushänge) dazu mangelt es nicht .

Das Interesse daran mit ca. 30-40 Personen hält sich in Grenzen .

Sehr viele Verkehrsteilnehmer wissen ja ALLES .


21.08.2020 12:04    |    ttru74

Alle haben es noch nicht begriffen, einer muss immer schön am Mittelstreifen kleben, erst wieder erlebt auf der Heimreise vom Urlaub. Nebenbei war dann auch noch freie Fahrt für die Zweiräder..... :D


21.08.2020 12:54    |    Goify

Zitat:

@ttru74 schrieb am 21. August 2020 um 12:04:20 Uhr:

Nebenbei war dann auch noch freie Fahrt für die Zweiräder..... :D

Mit 120 durch die Rettungsgasse?


21.08.2020 14:51    |    raumschiffer

Zitat:

@PIPD black schrieb am 20. August 2020 um 08:37:47 Uhr:

Ich hätte nicht gedacht, dass das immer noch so ein großes Thema ist. Es war ja letztes Jahr schon ein Riesentheater darum und es gab viele Aufklärungsaktionen. Viele Autofahrer klebten sich entsprechende Schilder aufs Auto, an Autobahnen hingen Schilder und Banner......wenn ich mal in einen Stau kam, klappte das zuletzt IMMER problemlos. Selbst wenn die Reihe noch nicht gut geordnet war, war die Gasse erkennbar. Wenn dann jemand ganz links oder ganz rechts fuhr, ordneten sich auch die Vor- und Hinterherfahrenden entsprechend ein. Insofern verwundert mich die Aktion jetzt doch etwas. Aber in Erinnerung rufen schadet sicher auch nicht.:)

Nach meiner Erfahrung ist das aber nicht so.

 

Manche setzen (wenn ich links fahre) sogar rechts zum Überholen an, oder denken die Lücke überhaupt zum weiter vorrücken nutzen zu können. Auch könnte ich quasi auf dem Grünstreifen fahren und die Leute verstehen es nicht.

 

Aber da gibt es noch viele weiter merkwürdige Verhaltensweisen diverser Auto fahrender Personen. Doch das würde zu weit führen.


21.08.2020 15:04    |    raumschiffer

Zitat:

@ttru74 schrieb am 21. August 2020 um 12:04:20 Uhr:

Alle haben es noch nicht begriffen, einer muss immer schön am Mittelstreifen kleben, erst wieder erlebt auf der Heimreise vom Urlaub. Nebenbei war dann auch noch freie Fahrt für die Zweiräder..... :D

Hallo @ttru74,

 

verstehe ich nicht. Wenn Stau ist haben die links fahrenden sich doch dicht am Mittelstreifen zu halten. Oder ist das beim fließenden Verkehr gemeint? Dann teile ich die Meinung.

 

Das größte Problem liegt ja aber an den permanent links Fahrenden (aber auch denen die stur auf der mittelen Fahrspur Fahrenden). Da wird nicht nach den Überholen Platz gemacht, bzw. wieder rechts eingeschert, siehe Rechtsfahrgebot. Dadurch kommt es zum zu dichten Auffahren und hierdurch wiederum zu Staus wegen der Kettenreaktion.

 

Würden wir uns alle an die vorgegebenen Höchstgeschwindigkeiten und auch der Reichtgeschwindigkeit halten, nach jedem Überholen so bald wie möglich wieder rechts einscheren, kämen wir schneller und entspannter, sogar wirtschaftler ans Ziel.


24.08.2020 11:36    |    PIPD black

Zitat:

Rettungsgasse immer zwischen dem linken und den übrigen Fahrstreifen bilden

 

Der Standstreifen muss frei bleiben

 

Fahren Sie auf dem linken Fahrstreifen, so weichen Sie nach links aus. Sind Sie auf einem der übrigen Fahrstreifen unterwegs, so fahren Sie nach rechts. Bei Annäherung an einen Stau darf das Warnblinklicht eingeschaltet werden, um andere vor dieser Gefahr zu warnen.

https://www.adac.de/.../

 

Im Ausland:

https://www.adac.de/.../


27.08.2020 14:35    |    raumschiffer

Zitat:

@raumschiffer schrieb am 21. August 2020 um 15:04:57 Uhr:

Zitat:

@ttru74 schrieb am 21. August 2020 um 12:04:20 Uhr:

Alle haben es noch nicht begriffen, einer muss immer schön am Mittelstreifen kleben, erst wieder erlebt auf der Heimreise vom Urlaub. Nebenbei war dann auch noch freie Fahrt für die Zweiräder..... :D

Hallo @ttru74,

 

verstehe ich nicht. Wenn Stau ist haben die links fahrenden sich doch dicht am Mittelstreifen zu halten. Oder ist das beim fließenden Verkehr gemeint? Dann teile ich die Meinung.

 

Das größte Problem liegt ja aber an den permanent links Fahrenden (aber auch denen die stur auf der mittelen Fahrspur Fahrenden). Da wird nicht nach den Überholen Platz gemacht, bzw. wieder rechts eingeschert, siehe Rechtsfahrgebot. Dadurch kommt es zum zu dichten Auffahren und hierdurch wiederum zu Staus wegen der Kettenreaktion.

 

Würden wir uns alle an die vorgegebenen Höchstgeschwindigkeiten und auch der Richtgeschwindigkeit halten, nach jedem Überholen so bald wie möglich wieder rechts einscheren, kämen wir schneller und entspannter, sogar wirtschaftlicher ans Ziel.


19.09.2020 19:05    |    fuhu1

Im Jahre 1982 wurde auf Initiative eines ehrgeizigen Verkehrspolizisten die Rettungsgasse eingeführt. Bis Heute funktioniert sie nicht!!!!. Warum wohl. Die Lösung mit dem Pannenstreifen bzw. das rechts vorfahren der Einsatzfahrzeuge hat wesentlich besser fumktioniert. Vor allem beim Auffahren auf die Autobahn müssen die Einsatzfahrzeuge bis zu 2 Fahrzeugreihen queren um überhaupt in die Rettungsgasse zu kommen.

Warum kompliziert wenns wesentlich einfacher gegangen ist. Aber so ist es halt und wir werden weiterwursteln.


20.09.2020 13:38    |    raumschiffer

Zitat:

@Mat33 schrieb am 19. August 2020 um 16:57:53 Uhr:

Man sollte nicht immer nur an sich denken, sondern öfters auch mal an die Anderen. Man könnte ja auch selbst einmal in die Lage kommen, dass man auf die Rettungsgasse angewiesen ist.

Das ist ja wohl der banalste Grund und letztendes trägt er auch ein gutes (und legitimes) Stück Egoismus in sich.

Ergo; wenn wir auch an Andere denken geht es uns auch gut!


20.09.2020 13:52    |    raumschiffer

Zitat:

@fuhu1 schrieb am 19. September 2020 um 19:05:04 Uhr:

Im Jahre 1982 wurde auf Initiative eines ehrgeizigen Verkehrspolizisten die Rettungsgasse eingeführt. Bis Heute funktioniert sie nicht!!!!. Warum wohl. Die Lösung mit dem Pannenstreifen bzw. das rechts vorfahren der Einsatzfahrzeuge hat wesentlich besser fumktioniert. Vor allem beim Auffahren auf die Autobahn müssen die Einsatzfahrzeuge bis zu 2 Fahrzeugreihen queren um überhaupt in die Rettungsgasse zu kommen.

Warum kompliziert wenns wesentlich einfacher gegangen ist. Aber so ist es halt und wir werden weiterwursteln.

Das mit der Standstreifenbefahrung wuste ich bisher nicht. Warscheinlich keine schlechte Idee ...

Aber auch da müssen sich dann Einsatzfahrzeuge ggf. durch eventuelle div. blockierte Fahrspuren ihren Weg bahnen.

 

Beim System der Rettungsgasse hilft ein vernünftiger Abstand zum Vorfahrzeug um ggf. Fahrspuren zu durchqueren. Doch auch hier reicht unser menschliches Denken scheinbar nicht, sonst würden "alle" beim ersten zartem Weiterfahren nicht gleich hektisch dicht aufrücken. Würden die im Stau Fahrenden (wenn es denn weiter geht) sehr langsam fahren, bliebe alles im Fluß und es ginge konstant weiter. Außerdem ist das ökonomisch, ökologisch und nervenschonender, zusätzliche Auffahrunfälle ließen sich auch noch vermeiden!


20.09.2020 15:11    |    neu-1

Leider sind nicht überall Standstreifen vorhanden. Also die gültige Regelung einhalten und allen ist geholfen.

Zitat:

@raumschiffer schrieb am 20. September 2020 um 13:52:49 Uhr:

Zitat:

@fuhu1 schrieb am 19. September 2020 um 19:05:04 Uhr:

Im Jahre 1982 wurde auf Initiative eines ehrgeizigen Verkehrspolizisten die Rettungsgasse eingeführt. Bis Heute funktioniert sie nicht!!!!. Warum wohl. Die Lösung mit dem Pannenstreifen bzw. das rechts vorfahren der Einsatzfahrzeuge hat wesentlich besser fumktioniert. Vor allem beim Auffahren auf die Autobahn müssen die Einsatzfahrzeuge bis zu 2 Fahrzeugreihen queren um überhaupt in die Rettungsgasse zu kommen.

Warum kompliziert wenns wesentlich einfacher gegangen ist. Aber so ist es halt und wir werden weiterwursteln.

Das mit der Standstreifenbefahrung wuste ich bisher nicht. Warscheinlich keine schlechte Idee ...

Aber auch da müssen sich dann Einsatzfahrzeuge ggf. durch eventuelle div. blockierte Fahrspuren ihren Weg bahnen.

 

Beim System der Rettungsgasse hilft ein vernünftiger Abstand zum Vorfahrzeug um ggf. Fahrspuren zu durchqueren. Doch auch hier reicht unser menschliches Denken scheinbar nicht, sonst würden "alle" beim ersten zartem Weiterfahren nicht gleich hektisch dicht aufrücken. Würden die im Stau Fahrenden (wenn es denn weiter geht) sehr langsam fahren, bliebe alles im Fluß und es ginge konstant weiter. Außerdem ist das ökonomisch, ökologisch und nervenschonender, zusätzliche Auffahrunfälle ließen sich auch noch vermeiden!


20.09.2020 16:26    |    fuhu1

Was ich nicht verstehe...wenn in einer Firma ein System eingeführt wird und nach einem Jahr nicht funktioniert dann wird es überarbeitet bzw. der Erfinder fliegt raus. Die Rettungsgasse funktioniert jetzt fast 50 Jahre NICHT. So blöd können die Autofahrer doch nicht sein.

Wenn kein Standstreifen , dann halten sich alle links und machen rechts frei. Wetten dass das ganz schnell funktioniert.

Derzeit ist es so..wenn in der rechten Spur die LKW 's fahren kannst in der 2. Spur gar nicht weit genug nach rechts um eine Rettungsgasse zu bilden. Das ist gelebte Praxis. Bin mit meinem Womo viel unterwegs und sehe halt die Probleme in der Praxis. Jedenfalls bemühe ich mich mit gutem Beispiel voran zu gehen.


20.09.2020 20:21    |    Barmherzige

Ich frage mich sowieso was die Menschen heute in der Fahrschule lernen. Man sieht es jeden Tag. Vereinzelne Verkehrsteilnehmer denken ja auch das der rechte Fahrstreifen nur für LKWS ist und deshalb die Mittelspur blockieren.


20.09.2020 20:35    |    gdht

Leute, es macht doch keinen Sinn, Andere zu beschimpfen oder gar zu denunzieren (anzuzeigen), höhere Strafen zu fordern etc. Die meisten denken einfach nicht daran, schon bei Schrittgeschwindigkeit Platz zu machen. Ich habe, als ich noch Notarzteinsätze gefahren bin, immer einsichtige Autofahrer erlebt, wenn sie darauf angesprochen wurden. Fußgänger, Gaffer, Besserwisser - die behinderten uns wirklich.

Dennoch ist es wichtig, immer wieder auf die Rettungsgasse hinzuweisen.

Übrigens gehören auch rücksichtslos Parkende angesprochen, die es einem Feuerwehr-LKW unmöglich machen, zum Einsatzort zu kommen.


20.09.2020 20:39    |    StephanRE

Noch sehr wichtig neben der Rettungsgasse ist das generelle verhalten bei "Blaulicht".

 

Ich erlebe es öfters extrem. Ich bin beim THW als Helfer aktiv. Unsere Fahrzeuge sind allesamt mit Sonderrechten und auch einer sog. Sondersignalanlage" ausgerüstet. Bedeutet: Bei Bedarf (was zum Glück selten der Fall ist) dürfen wir "volle Musik" anschalten. Das Problem dabei ist: Mit einem grpßen dunkelblauen Fahrzeug kann keiner was anfangen. Der hat zwar die Musik an, aber was will der schon? Ein Feuerwehrauto ist rot, ein Rettungswagen ist kleiner. Die Polizei ist zwar blau aber haben so große Autos nicht. Somit ist es schon öfters passiert das ein Kammerad mit einem Unimog oder noch größerem Fahrzeug im Innenstadtstau steckte. Obwohl er Blaulicht und Martinshorn anhatte. Das Umgekehrte ist aber auch schon vorgekommen. Wir fahren in Kolonne und haben, wie vorgeschrieben, das Blaulicht (ohne Martinshorn) angeschaltet. Da passiert es öfters das die anderen Verkehrsteilnehmer über Bordtseine fahren oder gefährliche Manöver machen um den Fahrzeugen "im Einsatz" Platz zu machen.

 

Also nochmal für alle:

 

Egal was das für ein Auto ist, wenn das Blaulicht angeschaltet ist UND das Martinshorn, dann unbedingt schnellstmöglich die freie Durchfahrt gewähren. Auch z.B. die Stadtwerke oder das Ordnungsamt haben solche Autos. Aber eben nur wenn BEIDES an ist. Blaulicht allein hat eine ähnliche Bedeutung wie ein gelbes Blinklicht. Also eigentlich nur : Achtung, da ist irgendwas.

Andererseits aber auch nicht in Panik verfallen und irgendwas riskieren. Man darf z.B. sogar in eine Kreuzung einfahren, trotz rot, wenn das Einsatzfahrzeug sonst nicht frei fahren kann. Man darf auch schneller fahren wenns es auf einer schmalen Straße ist wo man nicht ausweichen kann. Dann fährt man vor dem Blaulicht her, bis man Platz zum ausweichen hat.


20.09.2020 20:39    |    robytoby12

Es macht alles keinen Sinn irgendetwas zu erklären solange 99,9&% bei einem Stopp nicht stoppen. Und dazu gehören mit Sicherheit 99,9% der hier im Gespräch beteiligten


20.09.2020 22:09    |    m_keydel

Die Rettungsgasse ist tatsächlich wichtig, kostet nichts. Mir ist aber zweimal passiert, dass dort nicht Polizei, Feuerwehr, Krankenwagen oder Notarzt gefahren sind. Es waren schwarze Limousinen mit Blaulicht, ich muss vermuten, Politiker. Dazu ist die Rettungsgasse aber nicht gedacht, dass sich die Gleicheren unter uns Gleichen Privilegien schaffen, die ihnen nicht zustehen. Denn es fängt vielleicht mit dem Bundespräsidenten an, dann mit der Kanzlerin, am Ende will dann jeder Bürgermeister oder Amtsleiter schneller ans Ziel kommen. Das darf nicht sein.


20.09.2020 22:32    |    StephanRE

Zitat:

@m_keydel schrieb am 20. September 2020 um 22:09:06 Uhr:

Die Rettungsgasse ist tatsächlich wichtig, kostet nichts. Mir ist aber zweimal passiert, dass dort nicht Polizei, Feuerwehr, Krankenwagen oder Notarzt gefahren sind. Es waren schwarze Limousinen mit Blaulicht, ich muss vermuten, Politiker. Dazu ist die Rettungsgasse aber nicht gedacht, dass sich die Gleicheren unter uns Gleichen Privilegien schaffen, die ihnen nicht zustehen. Denn es fängt vielleicht mit dem Bundespräsidenten an, dann mit der Kanzlerin, am Ende will dann jeder Bürgermeister oder Amtsleiter schneller ans Ziel kommen. Das darf nicht sein.

Wie ich oben geschrieben habe: JEDEM der Blaulicht und Martinshorn hat, ist unverzüglich Platz zu schaffen!

Warum diese Limousinen Blaulicht hatten interessiert nicht.

 

Offensichtlich war hier Gefahr im Verzug, weshalb die begleitenden Sicherheitskräfte der Einsatz der Signale erlaubt wurde. Ein normaler Bürgrrmeister wird nicht mit Blaulicht fahren dürfen. Es besteht einfach kein Anlass ihm diese Rechte ein zu räumen. Er könnte die auch gsrnicht bekommen dann müßte schon Polizeibegleitung dabei sein.

 

Und nochmal: Egal welches Fahrzeug Blaulicht und Horn an hat, Platz machen!

 

Und als Hinweis: Weder für den Fahrer noch für den Beifahrer oder Passgier ist eine derartige Einsatzfahrt angenehm. Warum dsnn noch unnötig

Erschweren?!


20.09.2020 23:21    |    TERRA.PILOT

Ich frage mich immer welchen Zweck hat der Pannenstreifen ?


20.09.2020 23:52    |    StephanRE

Der Pannenstreifen dient Pannenfahrzeugen. Warum sollte ein Rettungsdienst das Risiko eingehen und über den Pannenstreifen fahren um dann einem kaputten Auto hinten drauf zu fahren?

Da hat sich der Gesetzgeber schon seine Gedanken bei gemacht.


21.09.2020 09:41    |    moellemann2001

Da wir leider gerade bei den Ordnungshütern ein Personalproblem haben, werden die "Rettungsgassen-Ignoranten" leider auch ungeschoren davonkommen. Es sind meist die deutschen Nobelmarken (A..., B..., M...) und die SUV's, die meinen, an der Mittellinie zu kleben, obwohl vor und hinter ihnen alle eine Rettungsgasse machen.

Die Bußgelder und die Chance, erwischt zu werden, ist noch viel zu gering.

Ist ja bei den Rasern, Dränglern und Handy-am-Ohr-Telefonierern genauso. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, das es diese Menschen mal erwischt und sie gehörig zur Kasse gebeten werden, oder mal eine Zeit zu Fuß gehen müssen.

Munter bleiben :-)


21.09.2020 10:02    |    GLKman

"... ist es notwendig, eine Rettungsgasse zu bilden.

Viel zu oft sieht der Alltag auf den Autobahnen allerdings anders aus..."

 

Jetzt sitzen wir vor dem Monitor und sind mal so richtig entrüstet.

"Viel zu oft" ist der kleine Bruder von "keine Ahnung".

Wer so postet glaubt wohl er macht immer alles richtig?

 

und ja, das kommt vor :rolleyes: aber dieses Fahrschulthema gehört hier nicht her, sondern in den Bußgeldkatalog. Alle Rettungsfahrzeuge sollten amtlich mit Dashcams ausgestattet werden, dann bekommen alle Sünder Punkte in FL. Das ist ok, denn das Problem ist nicht fehlendes Wissen, sondern mangelhafte Motivation. Ihr werdet sehen nach einem Jahr klappt das plötzlich wunderbar. ;)

 

PS. Auch die "bösen Reichen" wollen ihren Führerschein behalten. :D


21.09.2020 10:12    |    StephanRE

Was nützt es die Ignoranten anzuzeigen? Das Rettungsfahrzeug steckt trotzdem dahinter fest weil eben vorn einer pennt. Das Unfallopfer braucht Hilfe und irgendein SUV-Mutti-Taxi blockiert die Rettungsgasse oder steht im Halteverbot.

 

Deswegen kann das Thema nicht oft genug immer und immer wieder breitgetreten werden. Irgendwann weiß es auch der letzte Depp. Die unverbesserlichen Ignoranten bekommst du eh nicht. Die müssen dann eben fühlen. Nur das Opfer ist halt trotzdem gestorben...eigentlich müßte man Rettungsgsssenignoranten wegen fahrlässiger Tötung dran bekommen.


21.09.2020 11:37    |    GLKman

Wir sind hier nur ca 15 Leute.

Aber es stimmt natürlich, eigentlich kann das Thema nicht oft genug angesprochen werden, denn es geht um Menschenleben. Aber unsere Aufmerksamkeit wird schon 24h am Tag von Informationsrauschen der Medien und Messanger in Anspruch genommen. Lange Beiträge (> 1 Minute) nerven uns schon mächtig. Vielleicht sollten mal die Radiosender nur eine Werbemeldung opfern, im gut platzierten Werbeblock , für zum Beispiel: "Liebe Autofahrer, wenn es läuft, bitte rechts fahren" (5 Sekunden) oder " Bei Stau, bitte an die Rettungsgasse denken, es kann Leben retten" (7 Sekunden). Es wird sicher etwas helfen aber die endgültige Lösung dieses Problems haben wir erst, wenn sich das vollautonome Fahren auf Level 5+ durchgesetzt hat.


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