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Gorgeous188

Personalisierungen und Umbauten

12.01.2019 23:44    |    Gorgeous188    |    Kommentare (3)    |   Stichworte: E, Kadett, Opel

Wer sich zwischen 1984 und 1991 einen Opel Kadett E bestellt hat (Cabrio bis 1993) konnte als Sonderausstattung eine Zentralverriegelung bestellen. Diese ist bei Weitem nicht mit den Verriegelungssystemen in neueren Fahrzeugen zu vergleichen.

 

Funk gab es erst ab dem Nach-Nachfolger, dem Astra G ab 1998.

Die Zentralverriegelung ist nur steuerbar über das Schloss in der Fahrertür bzw. den Türpin. Elektrisch angesteuert wurde nur die Verriegelung in der Beifahrertür, der Heckklappe, und bei 4 bzw. 5 Türer auch die hinteren Türen. Der Tankdeckel war generell manuell, auch wenn eine Zentralverriegelung bestellt wurde (betrifft besonders das Stufenheck).

Die Beifahrertür konnte zwar von außen mit dem Schlüssel entriegelt werden, aber die ZV hat darauf nicht reagiert. Wollte man das restliche Auto entriegeln muss man danach noch am Türpin der Fahrertür ziehen.

 

Nun zu den technischen Details.

Es kommen zwei verschiedene Motoren zum Einsatz, die aber praktischerweise im gleichen Gehäuse verbaut wurden.

Die Einheiten für die Beifahrertür und die hinteren Türen tragen die Nummer 90 196 832 und haben einen dunkelgrauen Schieber. Hier ist nur ein Elektromotor verbaut

Die Ausführung für die Fahrertür trägt die Nummer 90 196 834 und hat einen weißen Schieber. Dieser betätigt im Inneren einen Schalter. Ein Elektromotor ist hier nicht verbaut.

Hier nochmal übersichtlich die Teilenummern.

90196834 1207054 MOTOR-VERRIEGELUNG MIT SCHALTER, FAHRERTUER

90196832 1207055 MOTOR-VERRIEGELUNG, BEIFAHRERTUER UND HINTERTUEREN

90196833 1207056 MOTOR-VERRIEGELUNG, HECKKLAPPE

 

Wenn man nun eine Original Zentralverriegelung nachrüsten will, kann man dies so machen. Eine Steuerung ist dann aber ausschließlich über die Fahrertür möglich.

Wenn man sich für eine Funk ZV aus dem Zubehör entscheidet, steht man aufgrund dieser Ausführung aber vor einem Problem:

Baut man den Original Schalter in die Fahrertür ein (oder lässt diesen dort), kann das Steuergerät die Fahrertür nicht steuern. Baut man einen Motor der Beifahrertür in die Fahrertür ein, kann man nur per Funk öffnen. Der Schlüssel in der Fahrertür öffnet dann auch nur diese, und nicht das restliche Fahrzeug.

 

Die Lösung

Zum Glück wurden beide Einheiten in das gleiche Gehäuse verbaut. Deswegen ist es relativ einfach möglich, den Schalter aus der Fahrertür neben den Motor aus der Beifahrertür einzubauen.

 

Benötigt werden:

  • Bohrmaschine mit 4mm Stahlbohrer
  • Lötkolben
  • flache Zange
  • Flachschlitzschraubenzieher

 

Zunächst müssen die fünf Metallhülsen aufgebohrt werden. Sichtbar sind nur vier, die fünfte versteckt sich unter der Gummitülle des Schiebers.

AußenAußen

 

Dies bei beiden Einheiten, also insgesamt zehn Stück. Danach kann man den Deckel abnehmen, und blickt auf das Innere.

InnenInnen

Oben die Einheit aus der Fahrertür. Deutlich zu sehen der Schalter oben links, der von dem Schieber betätigt wird. Zusammen mit der Platine ist dies das einzige, was hier verbaut ist. Zum Glück ist die Platine vollständig mit Leiterbahnen versehen. An den gekennzeichneten Stellen müssen die Drähte zum Motor verlötet werden.

Unten die Einheit aus der Beifahrertür. Hier ist die komplette Mechanik verbaut, der Elektromotor, und eine reduzierte Platine. Diese hat nur die Leiterbahnen für den Elektromotor.

Jetzt mit dem Lötkolben die Drähte von der Platine trennen und selbige entfernen. Die Drähte auf die vollständige Platine löten, und wieder in das Gehäuse einsetzen.

 

Folgende Teile bleiben übrig:

  • reduzierte Platine
  • weißer Schieber
  • 1x Gehäuse

In das aufgewertete Gehäuse muss nun wieder der dunkelgraue Schieber eingesetzt werden. Dies finde ich etwas unschön. Ich hatte gehofft, dass man den weißen Schieber verwenden kann. So könnte man direkt von außen erkennen, dass es sich um eine Einheit mit Schalter handelt. Zusammen mit dem Gewicht erkennt man dann auch, dass ein Motor verbaut wurde.

So sind (Original) Einheit der Beifahrertür und die aufgerüstete Einheit nicht wirklich voneinander zu unterscheiden. Schade.

 

FertigFertig

Nachdem nun Motor, vollständige Platine inklusive Schalter und dunkelgrauer Schieber in einem einzigen Gehäuse vereint sind kann man dieses wieder schließen.

Zum Schluss das Gehäuse noch mit fünf M4 Schrauben und Muttern sichern.

Dann steht einer Verwendung im Fahrzeug nichts mehr im Wege.

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13.01.2019 00:07    |    Trackback

Kommentiert auf: Opel Kadett E:

 

Neues Cabrio gekauft

 

[...] Beifahrertür nur ein Elektromotor ohne Schalter.

Die Details habe ich in einen Blogeintrag ausgelagert.

https://www.motor-talk.de/.../...g-im-kadett-e-aufwerten-t6529743.html

Nun kann ich endlich eine Zentralverriegelung mit Funk verbauen. Ich hätte es mir auch einfach machen [...]

 

Artikel lesen ...

13.01.2019 06:39    |    Goify

Das ist eine richtig tolle Anleitung mit echtem Mehrwert.

13.01.2019 11:17    |    ToledoDriver82

Wäre nicht auch die vom Astra F gegangen? Dort gab es doch auch ZV mit FB. Und wenn nur ZV ohne FB vorhanden,ist die Nachrüstung auf die Fernbedienung sogar noch einfacher,einfach das ZV Steuergerät vom Astra G,Verctra B oder Omega B gegen das originale austauschen (Platz ist sogar schon vorgesehen) und fertig. Einziger Nachteil,die Doppelverrieglung fällt damit weg,Tankklappe ist aber bei der ZV auch schon integriert ebenso ist die Betätigung über die Beifahrerseite möglich.

 

Ansonsten,schöne Anleitung,wenns funktioniert ist es doch ok.

Deine Antwort auf "Zentralverriegelung im Kadett E aufwerten"

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Abstract

In diesem Blog geht es hauptsächlich um weitergehende Modifikationen am Fahrzeug, die so vom Hersteller nie vorgesehen waren. Soweit möglich sollen hierbei Original Opel Ersatzteile verwendet werden.

Ab und an erscheinen auch Artikel zu anderen Themen, die nicht von Umbauten haben, sich aber um das Thema Opel drehen.

Falls ihr eine Nachfrage zu einem älteren Artikel habt, schreibt am Besten zusätzlich noch eine PN, um mich auf euren Kommentar aufmerksam zu machen.