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el lucero orgulloso

12.11.2013 13:23    |    Dortmunder 65    |    Kommentare (14)

Hallo Hans,

 

auch ich schließe mich den Bloggern hier auf MT an, um Dir vielmals Danke zu sagen für deine Art, wie Du hier unser aller Hobby bereicherst.

 

Und für Neueinsteiger, die wissen möchten worum es hier geht Vorwort und Teil 1

 

Da ich Dir bestimmt nichts über Renault Modelle unterjubeln kann, habe ich mich dazu entschlossen, für dich und deine Freunde mal die Geschichte von Renault bzw. Renault Deutschland hier niederzuschreiben.

Mich würde es freuen, wenn ich selbst einen solchen Fachmann wie Dir noch etwas Neues unterbreiten kann. Denn ich denke, Du wirst dich auch damit auseinander gesetzt haben.

 

Am 12.02.1877 beglückte Berthe Renault ihren Mann Alfred mit ihrem vierten von sechs Kindern. Dieses Kind erhielt den Namen Louis und sollte sich schon früh für Technik interessieren. Mit elf Jahren hatte er sich ein batteriebetriebenes Licht in seinem Zimmer installiert, für das er alles selber zusammen bastelte. Seine Eltern verzweifelten fast an ihrem Sohn, der mit Schule nichts am Hut hatte und lieber in einem Tender versteckt von Paris nach Rouen fuhr, um die Funktion der Dampflok zu erforschen. Mit 13 nervte er seinen Vater solange, bis dieser ihm einen Panhard – Motor kaufte. Selbst der Wehrdienst stand den Eltern nicht bei, Louis kaufte vom Sold einen de Dion-Bouton mit ¾ PS. Diesen verbesserte er durch einen Direktantrieb (Kardanwelle) und Schaltung.

Im November 1898 unternahm er in seinem feinsten Anzug mit diesem Wagen seine erste Testfahrt. Man glaubt es kaum, er erreichte schon die 50 km/h Marke. Bei seiner zweiten Ausfahrt am Weihnachtsabend im Jahr 1898 nahm er ganze 12 Bestellungen auf, der Start von Renault!

Die von Louis Renault lizenzierte Kardanwelle bedeutete der erste Antrieb ohne Ketten oder Riemen. Diese Erfindung sicherte dem jungen Unternehmer durch Lizenznehmer eine gewisse Unabhängigkeit.

Die am Anfang des Jahres 1899 offiziell gegründete Firma erhielt im ersten Jahr erstaunliche 71 Bestellungen und in den Folgejahren 179 bzw. 347. 1902 wollten bereits 502 Käufer einen Renault. Von einem Gartenschuppen aus gestartet, beschäftigte Louis Renault da bereits 500 Mitarbeiter auf einer 7500 m² großen Produktionsstätte. 1902 entwickelte Louis Renault auch seinen ersten Motor, mit 24 PS! und meldete das Patent eines Vorläufers des Turboladers an.

Der absolute Durchbruch kam mit der Bestellung von 250 Droschken der Pariser Taxiinnung im Jahr 1905.

Louis war vielleicht kein begnadeter Verkäufer, jedoch erkannte er schon früh den Motorsport als Werbemaschine. Er und sein Bruder Marcel fuhren Siege bei Rennen ein, wie etwa bei Paris – Trouville oder Paris – Ostende und Paris – Ramboulliet.

Als sein Bruder beim Langstreckenrennen Paris – Madrid 1903 tödlich verunglückte, fuhr er selbst nicht mehr und überlies dies angestellten Fahrern.

Renault wuchs rasant und das auch deshalb, weil sie schon früh in den großen europäischen Metropolen Außendienstmitarbeiter hatten. Selbst in New York, Buenos Aires und auf Sumatra war Renault vertreten. 1905 hatte man bereits ein Händlernetz von 120 Filialen und gründete kurz drauf Niederlassungen in Deutschland, England, USA, Russland, Türkei und sogar in Nordafrika.

Am Anfang des neuen Jahrhunderts erkannte auch Louis Renault, dass der Markt an finanzkräftigen Kunden nicht weiter wachsen würde und er überlegte, wie er das Automobil der breiten Masse zugänglich machen könnte. Hierzu später mehr, da ich nun auf die deutsche Geschichte von Renault überschwenke.

 

Am 17.Oktober.1907 wurde die Renault Frances Automobil Aktiengesellschaft gegründet. Sitz der ersten Tochtergesellschaft war am Gendarmenmark in Berlin Mitte. Dieses erste Unterfangen stand nicht unter einem guten Stern, der Ausbruch des ersten Weltkrieges und die damit verbundene Zwangsverwaltung machten es unmöglich, Fuß zu fassen.

1920 wurde zwar noch ein neuer Aufsichtsrat gewählt, doch die wirtschaftliche Lage zwang Louis, das Unternehmen zu liquidieren. Bis 1922 kostete die Abwicklung einiges an Kapital.

 

Mit einer breiten Produktpalette von Personenkraftwagen, Traktoren, Lastkraftwagen, Flugzeuge und Bootsmotoren startete man 1927 am 23.November neu. In Frankfurt am Main wurde die Deutsche Renault Automobil – Gesellschaft mbH gegründet.

Diese wurde nach sehr gutem Start 1932 mit beginn der Weltwirtschaftskrise nach Kehl am Rhein verlegt, um Kosten zu senken.

1934 gingen die Geschäfte so gut, dass man den Firmensitz an den Kurfürstendamm 161 in Berlin verlegte. Mit Ausbruch des zweiten Weltkrieges folgte die zweite Zwangsverwaltung.

 

Erst 1949 mit Gründung der BRD startet man in Baden-Baden mit der Renault Automobilgesellschaft für Deutschland mbH neu. Wichtigste Kundschaft waren die alliierten Streitkräfte.

1954 siedelte das Unternehmen aus geografischen und verkehrstechnischen Gründen nach Köln um. Mit 250 Vertragshändlern und 36000 Einheiten pro Jahr konnte man die Marktlage weiter ausbauen.

1959 teilte man sich in Deutsche Renault Vermögensverwaltung in Köln und Deutsche Renault Automobilgesellschaft KG in Brühl.

1960 wurde Deutschland zum wichtigsten Auslandsmarkt. Mit ca. 7% Marktanteil und 150.0000 Fahrzeugen war man schließlich 1972 erstmals der größte Importeur in der Bundesrepublik.

1978 umfasst das Servicenetz von Renault 1600 Partner und ist damit der viertgrößte Betreiber in Deutschland. Am Ende der 70er nimmt die Leasing GmbH ihre Tätigkeit auf und die Renaultbank erhält ihre Vollbankkonzession.

Die 80er waren für Renault in Deutschland wohl etwas schwieriger, erst die Wiedervereinigung brachte enormen Auftrieb, als einer der Ersten baute Renault ein Vertriebsnetz in den neuen Bundesländern auf.

1991 erobert Renault mit 241.000 Wagen die Spitzenposition bei den Importeuren zurück und gibt sie lange Zeit nicht mehr her. Dieser Boom beschert Renault bis weit in die 90er immer neue Rekordzahlen.

Heute schickt sich Renault wieder an, die Spitze erneut zu erobern, und bedient sich dazu auch der Marke Dacia.

In der Vergangenheit konnte nicht jedes Modell in Deutschland punkten. Der Fuego, bekam das goldene Lenkrad, fand aber keine Käufer. Auch die Oberklasse lassen sich die Platzhirsche nicht streitig machen, R25, Safrane und der eigenwillige Vel Satis, recht gute Fahrzeuge, sind zum scheitern verurteilt. Renault ist oft Vorreiter und zu früh mit neuen Trends, der Allrad-Van Scenic RX4 ist ein typisches Beispiel. Wer aber kennt nicht die bekannten Vertreter und Innovationen, sowie Wegbereiter von Renault. Hier mal einige aufgezählt: Dauphine, R4, R5, Espace, R19 und Clio. Eine weitere Stärke war immer die breite Palette, die Renault zu bieten hatte und hat.

 

Hier schwenke ich wieder zu den Anfängen von Renault zurück, um wieder kurz vor dem ersten Weltkrieg einzusteigen.

Louis Renault war schon 1911 in den Staaten, um sich mit seinem geistigen Bruder Henry Ford auszutauschen. Er war von dessen Organisationstalent und Aufbau der Firma begeistert. Er kam mit der Überzeugung zurück, seine Idee „Autos für Jeden“ zu bauen, umsetzen zu können und trieb den Umbau seiner Firma voran.

 

Renault war in allen Metropolen in Europa der Taxihersteller schlechthin und so kam es, wie es kommen musste. Bei Ausbruch des Krieges beschlagnahmten die Pariser Behörden 1600 Taxen, fast ausschließlich Renault Typ AG um mit diesen die Soldaten, rund 6500 Mann, an die Front zu bringen. Der AG hieß im Volksmund nur noch Taxi de la Marne – kurz Marnetaxi.

Der Staat war auf kriegswichtige Unternehmen wie das Automobilwerk von Louis Renault angewiesen, die für Mobilität sorgen sollten. Zahlreiche Ingenieure und Arbeiter kehrten in die Fabriken zurück.

Die Fertigung von Kriegsmaterial oblag nun verschiedenen Regionalgruppen. Louis Renault führte in seiner Funktion als Vorsitzender des Automobilherstellerverbands die Regionalgruppe Paris an. Während des Krieges stellte Renault neben Militärfahrzeugen und Krankenwagen unter anderem leichte Panzer her. Bereits vor dem Krieg hatte Renault als Flugzeugmotorenbauer Erfolge gesammelt - darunter den Weltrekord im längsten Non-Stop-Flug. Jetzt entwickelte Renault erstmals ein werkseigenes Flugzeug: das „AR"-Modell mit vorne liegendem Motor - „Avant-Renault" bedeutet so viel wie „Vorn-Renault". Als größter Flugzeugmotorenhersteller belieferte Renault bald auch die belgischen, britischen und russischen Alliierten.

Nach dem Krieg war Renault wohl das größte Unternehmen Europas und stand auf breiten Beinen, so dass es die Wirtschaftskrise als Imperium überlebte.

Allein die Nachkriegmodelle der Spitzenklasse setzten Maßstäbe der neue 40CV mit seinem 9,1 Litermotor, die Modelle Reinastella, Suprastella, Nervastella und Viva Grand Sport festigten die Position. Louis Renault vernachlässigte aber nie die Wagen der Mittelklasse und die kleinen Fahrzeuge.

Renault war auch in vielen Dingen rund ums Auto erfinderisch, ein Vorläufer des Sicherheitsgurtsystems, Innenbackentrommelbremse und die einschraubbare Zündkerze gehen auf Patente von Renault zurück.

1919 mit der Einführung des 10CV hielt die Fließbandfertigung Einzug in die Fabriken Renaults. Wie bei allem ging Louis Renault seinen eigenen Kopf nach, er hat und hätte niemals fremde Einflussnahme im Unternehmen geduldet. Louis Renault stellte fast alles selbst her und mit Banken pflegte er nur das Nötigste abzuwickeln. Sein Unabhängigkeitsdrang ging soweit, dass er selbst Kantinenbesteck und Kanaldeckel selbst produzierte. Eins wurmte ihn dennoch, er musste immer noch Reifen bei Michelin kaufen, die sich schon bei Citroen eingekauft hatten.

Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges und auf dem Höhepunkt seines Schaffens war Louis Renault mal wieder bei Henry Ford in den USA. Bei seiner Rückkehr hatten die Deutschen alles übernommen und Mitarbeiter von Mercedes-Benz überwachten alles.

Da stand er nun, er, der immer alles fest im Griff hatte, vor der Frage – Widerstand und Zerschlagung oder für die Deutschen unter ihrem Diktat zu arbeiten.

Er entschied sich für das Weitermachen, um nicht alles zu verlieren und seinen Mitarbeitern die Arbeitsplätze zu erhalten. Diese Entscheidung sollte sich später rächen.

Obwohl nicht von den Besatzern erlaubt, entwickelte Renault anfangs noch den 11CV und 4CV. Louis Renault bestand aber immer auf Einhaltung der Verträge mit den Deutschen. 1943 wurde seine Fabrik nahezu von den Alliierten zerstört.

Im Februar 1943 erkrankte Louis schwer und wurde nur noch selten in der Öffentlichkeit gesehen. Im September 1944 stellte sich Louis Renault, auf Anraten eines Anwaltes, den Behörden des befreiten Frankreichs.

Am 24.Oktober.1944 stirbt Louis Renault, ob an den Folgen seiner Erkrankung, etwaigen Misshandlungen, bis hin zur Folter, oder an Gift, bleibt für immer ungeklärt. Einige Jahre nach seinem Tod wird der Leichnam obduziert. Bei dieser Untersuchung wird nur die Behauptung der Witwe widerlegt, ihrem Mann sei das Genick gebrochen worden. Der Bericht der Leichenbeschauer sagt aus, dass der Leichnam keine Gewaltspuren aufweist.

Ein großer Mann Frankreichs verließ etwas nebulös die große Bühne der Weltgeschichte und sein Imperium wurde verstaatlicht.

Zu seiner Zeit hieß es „ Wenn Renault niest, holt sich Frankreich einen Schnupfen“.

 

Was war dieser Louis Renault für ein Mann?

Ein Besessener, ein dem Unternehmen alles unterordnender Mensch, Erfinder, Industriekapitän und Familienvater. Ein vom Erfolg getriebener Macher, einer, der immer alles unter Kontrolle haben wollte. Er galt als Diktator und Patriarch, wollte nichts mit Gewerkschaften zu tun haben und dennoch war er stets bemüht, seine Arbeiter gerecht zu entlohnen und auch am Gewinn zu beteiligen.

Nur die Weiterführung seines Unternehmens nach seinem Tod konnte er nicht regeln. Sein Sohn Jean Louis Renault, einziges Kind aus der Ehe mit der Notarstochter Christiane, sollte niemals die Nachfolge antreten.

Die Familie kämpfte lang um Wiedergutmachung und Entschädigung. Ob der französische Staat dies je leisten wird, bleibt bisher unbeantwortet. Der letzte Versuch stammt von den acht Enkeln aus dem Jahr 2011/12. Hier geht es wohl um die Richtigstellung der geschichtlichen Hintergründe und Darstellung von Louis Renault. Nach allem was ich gelesen habe, scheint Louis Renault nur einen Weg eingeschlagen zu haben, der seine Arbeiter und Fabriken schützte. Er produzierte Lastkraftwagen, aber er beugte sich nicht dem Druck, Waffen für die Deutschen zu bauen. Die politischen Nachkriegswirren und der zügellose Hass auf alles was nur im Entferntesten nach Günstlingsnahme aussah, brachte dieses verschrobene Bild zusammen.

 

Charles de Gaulles war sich der Stellung Renaults bewusst und erkannte die Bedeutung des Unternehmens für den Wiederaufbau. Daher machte er schnell Pierre Lefaucheux zum Chef im Hause Renault. Lefaucheux hatte wenig mit Autos am Hut, wurde aber von seiner Frau und Freunden dazu überredet, das Amt anzunehmen. Der Staat wollte Renault zum reinen Nutzfahrzeughersteller umbauen.

 

Nur es gab wie so oft einem Mann, der sich nicht von seinem Weg abbringen lassen wollte. Im Fall Renault war es dieser Vorstandschef Pierre Lefaucheux, er ließ schon ab 1949 an dem geheimen Projekt 109 arbeiten. Im Frühjahr 1951 wagte man das Projekt 109 offiziell zu machen und 1956 war es dann soweit.

Renault baute zu der Zeit den 4 CV, mit diesem wurde die französische Bevölkerung nach dem Krieg mobil gemacht. Auf einem Bankett soll der Verwaltungsrat Marcel Wiriath gesagt haben – Der „4 CV“ ist die Königin, das neue Modell kann deshalb nur die Dauphine (bedeutet Thronfolgerin und Delphin) sein. Der 4 CV wurde auf Grund seines Erfolges nach erscheinen der Dauphine noch 5 Jahre weiter gebaut. Aber auch der Typ108 und die Renault Fregate machten Renault wieder groß.

Pierre Lefaucheux kam 1955 bei einem Unfall ums Leben. Auf der Fahrt zu einem Vortragsabend kam er bei Glatteis von der Fahrbahn ab und verunglückte.

Er kam an eine Umleitungsstelle und versuchte, dieser Umleitung im letzten Moment zu folgen. Der Wagen war fast nicht zerstört! Lefaucheux hätte wahrscheinlich den Unfall überlebt, nur wurde er von seinem Koffer, der auf dem Rücksitz lag, im Nacken getroffen.

 

Pierre Dreyfus trat das schwere Erbe an und baute Renault weiter aus. Unter seiner Regie wurden verschiedene LKW Hersteller zusammengefasst. 1959 schlug Renault den alten Rivalen VW auf dem US Markt mit höheren Zulassungszahlen. Dieser Erfolg ist nicht von Dauer und Renault zieht sich vom US Markt zurück. Dreyfus hatte aber vorsorglich seine Strategie weit gefächert und seine Europapolitik hielt stand. Allem voran in Deutschland konnte Renault sich weiter festigen und in Osteuropa wurden die ersten Kontakte geknüpft. Kooperationen auf dem gesamten Kontinent trugen ihre Früchte. Selbst Porsche und M.A.N. waren zur Zusammenarbeit bereit.

Zwei Jahre wollte er das Amt ausfüllen, am Ende waren es 20.

 

Nun durfte Bernard Vernier-Palliez das Amt übernehmen, dies hatte er vor 20 Jahren abgelehnt weil er sich für zu jung hielt. Unter VP arbeitete man eine Zeit lang mit Peugeot zusammen und anfangs sogar erfolgreich.

Als Peugeot (der ehemalige Partner) 1974 Citroen übernahm und 1978 die europäischen Chryslerfilialen, war man bei Renault kurz geschockt. Doch man erkannte auch seine Vorteile, da Renault auf Grund seiner Strukturen schneller reagieren konnte als Peugeot, eroberte man schnell die Spitzenposition zurück.

1981 nahm VP seinen Abschied und sein Vorgänger machte seinen politischen Einfluss geltend bei der Bestimmung des Neuen.

 

Bernard Hanon sollte die Geschicke bis 1985 in den Händen halten, sein größter Schachzug war der Espace. Citroen bzw. Peugeot wollte den von Matra entwickelten Wagen nicht, aber Hanon erkannte das Potenzial. Der R5 Phase II wurde auch ein Kassenschlager. Der Nachfolger von Bernard Hanon wurde Georges Besse, der leider im November 1986 von Terroristen ermordet wurde.

 

Raymond Levy gelang es den leicht ins Schlingern geratenen Konzern in der Spur zu halten und Renault schrieb wieder schwarze Zahlen.

 

Ab 1992 leitete Louis Schweitzer den Konzern und der Staatskonzern wurde privatisiert. Durch die Beteiligung an Nissan und der Übernahme von Samsung und Dacia entsteht der viertgrößte Automobilhersteller der Welt.

Carlos Ghosn, der dem kurz vor dem Abgrund stehenden Partner Nissan das Leben rettete, wurde der Nachfolger von Louis Schweitzer. Seine Arbeit ist durch straffen des Firmenimperiums und Synergien schaffen geprägt.

 

Hier werde ich nun die Geschichte um Renault erstmal beenden, mit dem Wissen hier nur einen Streifzug durch diese gemacht zu haben.

 

Ein so traditionsreiches Unternehmen hat viele kleine Geschichten, die eine oder andere Anekdote wird bestimmt nochmals aufgegriffen. Viele Modelle von Renault werden mit Sicherheit den einen oder anderen Blogg bereichern und füllen. Darauf werden wir uns freuen können.

 

Zum Abschluss zähle ich ein paar Modelle der Nachkriegszeit auf:

1946 4CV – 1951 Fregate – 1959 Floride – 1961 R4 – 1964 R8 Gordini – 1965 R16 – 1966 Rambler – 1969 R12 und Rodeo – 1970 R12 break – 1971 R15 und R17 – 1972 R5 – 1975 R20 – 1981 R9 - 1981 Fuego – 1984 R25 und Espace sowie Encore 5 und 15 – 1987 Medallion sedan und break – 1988 R19 – 1990 Clio – 1991 Express – 1992 Saafrane – 1993 Twingo – 1994 Laguna – 1996 Megane und Sport Spider -1998 Kangoo – 2001 Avantime – 2002 Vel Satis – 2003 Scenic – 2004 Modus – 2008 Koleos und Thalia Symbol – 2009 Fluence – 2010 Wind – 2010 Latitude – 2011 Scala – 2013 ZOE

 

Danke Hans für deine warmherzige und überaus freundliche Erscheinung. Wir freuen uns auf einen weiteren Austausch mit Dir.

 

Dein Gastautor Dorti


06.11.2013 13:11    |    Andi2011    |    Kommentare (106)

Er ist ein schräger Typ, der Mensch Hans-Heinrich!

 

Das sage ich aus vollem Herzen, mit einem Lächeln im Gesicht und mit vollem Respekt!

Ich mag schräge Typen mit dem Herzen am rechten Fleck und Hans-Heinrich ist so ein Typ.

Er gilt als eher bescheiden, mag kein großes Tamtam, erst recht nicht um seine Person und wenn er Freunde einlädt um mit ihnen zu feiern, dann weiß man was einen erwartet: Selbst gebackener Kuchen, belegte Brötchen, Volksmusik und ein zwangloses, gemütliches Beisammensein wo gelacht wird und es herzlich zu geht.

 

 

 

 

 

Nein, Hans-Heinrich ist kein verbitterter Rentner, der mit dem Leben hadert, obwohl es nicht immer gut mit ihm umsprang.

Seine Mutter starb viel zu früh und so war es sein Vater, der ihn großzog.

 

 

 

Er vererbte ihm gewiss auch einige seiner Vorlieben und Charakterzüge. So wandert Hans-Heinrich gern, mag Volksmusik, kocht und backt gern, sieht auf sein Leben mit Zufriedenheit zurück und interessiert sich für das, was in der Welt passiert und sie für ihn noch bereit hält.

 

Sein Vater teilte die Leidenschaft für Autos und 1990, als dieser sein letztes Auto kaufte, war das natürlich ein Renault, ein R19 Chamade TSE mit Automatik, er wollte sich noch mal etwas gönnen.

 

Auch Hans-Heinrich wollte sich einmal etwas gönnen und da er in den 80er Jahren, mittlerweile mit seinem eigenen Renault-Autohaus gut im Geschäft auch gut verdiente, konnte er nicht wiederstehen als er in der automobilen Presse las, dass BMW einen 12-Zylinder auf den Markt bringen wollte. So bestellte er vor über 26 Jahren seinen bis heute letzten Neuwagen, einen BMW 750i

 

Hans-Heinrich wäre aber nicht Hans-Heinrich, wenn er ihn in der für solche Oberklasse-Karossen üblichen Farbe wie schwarz oder dunkel-blau und in Vollausstattung bestellt hätte.

Nein, Hans-Heinrich entschied sich für Alpinweiss II, ein paar Fellbezüge für die Sitze und gut war`s, denn Hans Heinrich ist keiner der Wert auf den „Schein“ legt, er suchte das „Sein“ und das waren 300PS eines seidenweichen Zwölfenders.

Außerdem ist Hans-Heinrich ein Renault-Mann und ein Renault-Mann der etwas schräg ist, darf sich auch einen etwas schrägen 750i vor die Türe stellen. Vor der Türe steht der 750er heute nicht mehr, dafür aber gut behütet und trocken und darf die Narben seines 500.000 km langen Autolebens stolz tragen.

 

 

Und ich wette, wenn Hans-Heinrich sich manchmal auf den Fahrersitz schwingt und er im Rückspiegel den alten Jägerhut erblickt, geht seine Hand wie von allein zum Bavaria C Radio.

Dann hört er vielleicht „Viva la Mamma“ von Edoardo Bennato und die Kassette „Melodien für Millionen“ die er im Kassettenschacht stecken hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein neues Auto wird er wohl nicht mehr kaufen, dafür hängt sein Herz zu sehr an den vielen Youngtimern, Low-Budget Karossen und deren Geschichten. Sie entsprechen ihm einfach mehr, ihm und seinem Leben, in dem man auch mal zu Boden geht und eine Reparatur braucht, die regelmäßige Wartung und Pflege nicht vernachlässigen sollte und dann seine Narben mit Stolz tragen darf - ja, in gewisser Weise ist er ein Youngtimer!

 

Der Mensch Hans-Heinrich ist gesellig, mag Menschen gern, hat aber auch kein Problem damit, mal für sich zu sein.

Mit 14 Jahren traf er seine große Liebe! Sie hieß Irmgard und war 26 Jahre alt und seine Lehrerin. Irgendwie wollte aber Amor nicht, dass sich die Zwei damals oder später finden konnten und so blieb Hans-Heinrich allein – ohne Groll, denn zu tun gab es für ihn immer genug.

 

Doch vergessen hatte Amor ihn nicht, nur etwas länger warten lassen… Nach einigen Schubsern seiner Freunde, kam er mit seiner heutigen Lebensgefährtin zusammen und man kann vermuten, dass die Liebe groß sein muss! Sie hat es sogar geschafft, seine ein Leben lang gehegte grundsätzliche Abneigung gegen die Marke Mercedes aufzuweichen – letztlich fährt Hans-Heinrich heute gar einen E 280

Langeweile kennt er so auch im Rentenalter gar nicht und wenn er nicht grad im 750er Musik hört, mit dem E280, dem weißen Scorpio oder seinem Omega A unterwegs ist, Kuchen backt, mit einem Freund die Autohändler der Umgebung abgrast um mal den Markt zu sondieren oder am Mehrgenerationen-Haus plant, findet er auch noch Zeit sein großes automobiles Wissen zu teilen und sehr lesenswerte Artikel für MT zu verfassen.

 

 

Ja und Geschenke, Geschenke macht Hans-Heinrich gern und mit dem Herzen! Das kann der Safrane sein, den er in der Familie weitergibt ohne einen Cent zu nehmen aber auch der Blogartikel über ein besonderes Auto, den er dann als Widmung verschenkt weil jemand seinen Blog kommentiert.

Wer es noch nicht erkannt hat, hier geht es um Hans/italeri1947 und der Sinn dieses Blogs, ja dieser Reihe ist im Vorwort zu lesen, nämlich ihm mal ein Geschenk zu machen, als kleiner Dank, als Anerkennung für ihn als Menschen und Vertreter seiner Generation.

 

 

Er hat ein kleines Gasthaus, zwar nur virtuell aber auch in der Realität wäre Hans-Heinrich wohl ein guter Gastwirt, er sorgt sich um die Gäste und seine Freunde, will das es ihnen gut geht und ja, manchmal grantelt er auch ein wenig herum.

 

Das ist der Mensch Hans-Heinrich wie ich ihn kenne, nicht perfekt, das will er auch nicht sein, mit Werten ausgestattet, die in einer schnelllebigen Zeit seltener werden, liebenswert ist er, jemand mit dem man sich gern umgibt, der zuhören kann und doch nicht nach dem Mund redet, jemand der sich seine Neugier bewahrt hat und dessen Bescheidenheit manch Anderem gut stehen würde.

Ein Mensch, den ich auf MT wie auch privat schätzen gelernt habe und von dem ich mit Stolz sage:

 

Dieser alte Grantler mit dem Wissensfundus einer Bibliothek und dem großen Herzen ist hier bei MT mein Freund!

 

 

Danke für`s lesen sagt Gastautor Andi2011


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