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Die Pure Unvernunft

Aus dem Alltag eines PS-Junkies

18.12.2018 16:27    |    knolfi    |    Kommentare (61)    |   Stichworte: 7 (991), 911, Porsche

Liebe Bloggemeinde,

 

aktuell geht es in meinem Blog Schlag auf Schlag, ein Artikel nach dem anderen, damit ihr Weihnachten was zum Lesen habt und euch über die Feiertage nicht langweilig wird. :D

 

Erst vor knapp vier Wochen konnte ich nach 13,5 monatiger Wartezeit meinen Range Rover SV Autobiography Dynamic mit ziemlichen Schwierigkeiten in Empfang nehmen und heute konnten wir endlich nach 6 monatiger Wartezeit unseren neuen Zweitwagen abholen.

 

Ein schwarzes 991.2 4S-Cabrio (auch besser bekannt als 911'er oder Carrera) mit roten Verdeck. Warum diese etwas "merkwürdige Farbwahl" und die merkwürdige Wartezeit lest ihr hier.

 

Der Empfang im PZ war sehr freundlich und Rotkäppchen lächelte uns direkt an. :D Die Einführung in das Fahrzeug durch den Verkäufer war sehr umfangreich und er nahm sich auch sehr viel Zeit. Da primär meine Frau den Wagen fährt, wurde ihr auch alles haarklein erklärt. Mir auch, da meine letzte Porschezeit bereits 15 Jahre zurückliegt und die technischen Funktionen damlas wesentlich übersichtlicher waren. :D

 

Der erste Eindruck: sehr hochwerige porschetypische Verarbeitung. Alles wirkt solide und wie aus einem Guß. Die Anordnung der Tastenfülle ist zwar manchmal nicht immer ganz ergonomisch (Tasten für Sitzheizung und Kühlung hinter dem Automatikwählhebel, Temperaturtasten der Klimaanlage rel. klein, Taster für die Lenkradheizung in der mittleren Speiche des Lenkrads), aber man findet sich schnell zurecht. Poritiv aufgefallen ist das PCM, das zwar optisch etwas angestaubt wirkt, technisch aber auf der Höhe der Zeit ist. Onlinenavigation, Browserfunktionen und Apple-CarPlay sind mit am Bord. Dazu ist nichtmal eine eigene Datenkarte notwendig, alles läuft über die intern verbaute Datensim. Landrover ist da bzgl. Datensim und Carplay noch nicht ganz so weit.

 

Die Sitzposition ist klasse, die adaptiven Sportsitze lassen sich prima anpassen und dank Memory-Funktion lässt sich die Sitzposition sogar auf den Schlüssel zuordnen.

 

Ein bischen unübersichtlich ist der Wagen nach vorne, als Oritentierung dienen da die Scheinwerferhubbel.

 

Nun heißt es erstmal mit dem Wagen vertraut zu werden. Aktuell hat mich meine Frau noch nicht fahren lassen. :D Ist ja auch ihr Wagen. :D

 

Da wir den wAgen ganzjährig fahren, ist der Wagen mit 19"-Winterrädern ausgestattet, die erstaunlich ausfüllend in den Radhäusern stehen. Im Frühjahr kommen dann die 20"-Turboräder drauf. Dann gibt's auch neue Bilder. Auch habe ich den Wagen winterfest machen lassen: der komplette Vorderwagen ist mit einer Steinschlagschutzfolie überzogen, Türen, Räder und Heck werden noch keramikversiegelt. Das Verdeck und das Leder erhalten ebenfalls noch eine Versiegleung und Allwetterfußmatten zum Schutz des Teppichs liegen auch schon im Fahrzeug. Ebenfalls ist eine Gepäckraumwanne im Kofferraum, die den Teppich vor Schutz und Flüssigkeiten schützt.

 

Nun hoffen wir erstmal auf 2,5 schöne Jahre mit dem Rotkäppchen und wenn es nicht zickig ist, bleibt es wohl noch länger. :D

 

Bis bald

 

euer Knolfi

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13.12.2018 10:36    |    knolfi    |    Kommentare (23)    |   Stichworte: A205 Cabriolet, C-Klasse, Mercedes

Bye, byeBye, bye

Liebe Bloggemeinde,

 

Morgen ist es soweit und mein C43 geht wieder zurück an den Händler. Da ich mit dem Wagen nicht warm geworden bin bzw. mir das Fahrzeug zu viele konstruktive Mängel hatte (darüber hatte ich ja in einem separaten Blogartikel berichtet), hatte ich mich entschlossen, das Leasing von 36 Monaten auf 18 Monate zu verkürzen.

 

Die 18 Monate wären theroetisch am 30.12.18 erreicht, jedoch ist eine Rückgabe zwischen den Jahren und die Übernahme des neuen Fahrzeugs wegen der Urlaubszeit schwer realisierbar, daher werde ich bereits am 18.12. den Nachfolger abholen...zuvor muss der C43 noch abgemeldet werden, was am Montag geschieht.

 

Alles in allem bleibt ein ambivalenter Eindruck. Der Wagen wurde ja überwiegend von meiner Frau gefahren und ich habe ihn zum Schluss (d. h. die letzten 6 Monate) nur noch auf Kruzstrecken bei maximalen Landstraßentempi bewegt.

 

Die Verarbeitung des C43-Cabrio war sehr gut (auf Audi-Niveau). Nichts hat geklappert oder geknistert...na ja fast nichts: einmal gab es Knarzgeräusche aus der Zierleiste des Armaturenbretts, die durch Schwingungen des freistehenden Infotainmentmonitors verursacht wurden. Das hat die Werkstatt aber in den Griff bekommen.

 

Die Ergonomie des C43 ist nicht unbedingt gerade die Beste: wenn man die Scheibenwischer bedienen will, kommt man immer wieder an den Lenkstock-Wählhebel der Automatik, weil bei 99% aller anderen Autos dort der Scheibenwischerhebel sitzt. So kommt es schon mal vor, dass man während der Fahrt den Automatik-Wählhebel nach unten drückt, weil man eigentlich nur einmal Tipp-Wischen will.

 

Das Touchpad ist eigentlich während der Fahrt gar nicht zu bedienen, man scrollt irgendwo in den Untermenüs rum und muss schon konzentriert zielen, damit man auch dahin kommt, wo man hin will. Die Bedienung geht mit dem darunterliegenden Dreh-Drücksteller viel einfacher.

 

Gut gefallen haben mir die Sitze, die sehr bequem und langstreckentauglich waren, sich mannigfaltig einstellen ließen und einen guten Seitenhalt boten. Weniger gut das Buremester-Soundsystem, welches für seinen Namen und den Aufpreis ziemlich dünn klang.

 

Ebenfalls nervig war das fehlende Kofferraumdeckelschloss, so dass man zum Öffnen immer den Schlüssel oder Taster nutzen musste.

 

Was ist sonst noch aufgefallen: die Batterie war für das Fahrzeug unterdimensioniert. Ständig bekam man über die Me-App die Mitteilung, dass die Batterie nur teilgeladen oder im kritischen Bereich liegt. Noch nie musste ich so oft bei einem Neufahrzeug mittels Batterielade- und Erhaltungsgerät die Batterie nachladen. Nach einen halben Jahr war sogar die erste Batterie defekt und musst auf Garantie getauscht werden.

 

Was werde ich vermissen? Das Platzangebot im Fond, welches für ein so kompaktes Cabrio sehr üppig war. Das wird der Neue definitv nicht bieten. Und der kurze Weg zur Werkstatt, die ich fußläufig erreichen konnte. Die Werkstatt des Neuen liegt 35 km entfernt. Trotz des anfänglichen negativen Rufes der Werkstatt war ich dann doch von der Kompetenz begeistert: alle Probleme oder auch Wartungs- und Verschleißreparaturen sowie der saisonale Räderwechsel wurden zur vollsten Zufriedenheit erledigt. Jedesmal wurde mir das Fahrzeug innen und außen gereinigt übergeben.

 

Oft hat der C43 ja die Werkstatt Gott sei Dank nicht besuchen müssen: dreimal zum saisonalen Räderwechsel, einmal wegen der defekten Batterie und einmal wegen der vorgeschriebenen jährlichen Inspektion.

 

Ich hoffe nun, dass der C43 in gute Hände kommt und von jemand gefahren wird, der über die Schwächen hinwegsehen kann.

 

So long

 

euer knolfi

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10.12.2018 15:05    |    knolfi    |    Kommentare (38)    |   Stichworte: L560, Land Rover, Range Rover Velar

Liebe Bloggemeinde,

 

da ja nun mein RR direkt nach der Abholung ein Problem mit der Motorsteuerung hat und nun seit vergangenen Dienstag in der Werkstatt steht, bin ich nachträglich zu dem Vergnügen gekommen, nun endlich meine Testfahrten der LR-Modellpalette zu komplettieren. :D

 

Warum nachträglich? Nun erst wurde mir mangels Verfügbarkeit ein Evoque zur Verfügung gestellt. Dieser war zwar neu (500km auf der Uhr) und auch sehr gut ausgestattet (180 PS-Diesel Landmark Edition) aber als Haupt- und Familienfahrzeug dank des winzigen Kofferraums viel zu klein.

 

Somit habe ich mich im Rahmen der Auslieferungskatastrophe meines RR SVATB Dynamic schriftlich bei der Geschäftsleitung beschwert und am Samstag wurde der Evoque daurch einen RR Velar getauscht. Der Wagen hatte ebenfalls nur 1.100 km runter.

 

Bei dem RRV handelt es sich um einen P250 SE R-Dynamic. Wie die Ziffernreihenfolge zu erkennen gibt, leistet im RRV ein 2,0l-R4-Turbomotor 250 benzingefütterte PS und stellt aktuell den schwächsten Benziner in der RRV-Motorenpalette dar.

 

LR scheint beim Velar wie beim DS und RRE ebenfalls auf die Motorpalette der R4-Ingendium-Motoren zu setzen: es gibt zwei Diesel mit 180 und 240 PS und zwei Benziner mit 250 und 300 PS. Darüber rangiert dann nur noch der SDV6 (V6-Biturbo-Diesel) mit entweder 275 PS oder 300 PS.

 

Aktuell muss ich sagen, dass der Velar mit dem 250 PS-Aggregat nicht untermotorisiert ist. Er zieht gut durch und man ist ausreichend motorisiert...zumindest auf der Landstraße konnte ich keine Nachteil des kleines Benziners erkennen. Der Motor beschleunigt den Velar in 7,1 sec auf 100 und lässt den Velar bei Bedarf 217 km/h schnell rennen.

 

Das Fahrverhalten der Velar ist als sehr komfortabel einzustufen; der rollt deutlich geschmeidiger ab als der eher strockelige Evoque. Obwohl der Velar eigentlich nur eine Stufe über dem RRE liegt, ist der Federungkomfort eher auf dem Niveau des Range Rover Sport, dem er von der Agilität und Komfort sehr nahe kommt.

 

Dennoch fühlt man sich im Velar eher wie in einem hochgebockten Kombi als wie in einem SUV und auch das Fahrverhalten ist eher PKW-like. Dennoch fühlt man sich im RRV geborgen dank der hohen Gürtelline und massiven Motorfront mit wuchtiger Haube, welche an die größeren Brüder erinnert.

 

Die Fensterfront ist eher winzig im Vergleich zur massiven Seitenlinie und zitiert wohl mehr den Evoque denn den großen Range. Die Front wirkt bullig aber das Heck eher wie eine aerodynamische Thule-Dachbox mit hochgezogener Schürze in schwarz Hochglanz. Daher auch die Anspielung auf die rollende Thule-Dachbox. :D

 

Innen gibt der Velar nur wenig Bedienrätsel auf, wenn man die größere Verwandschaft kennt. Das Touch Duo ist das gleiche wie im RR und RRS, nur gibt es ein paar feine Unterschiede: im Velar lassen sich die Fahrmodi nur über den unteren Touchscreen auswählen während man beim RR(S) dazu den separaten Drehschalter in der Mittelkonsole bemühen muss. Ebenfalls sind die Lenkradschalter im Velar über kapazitive Taster zu bedienen, die deutlich empfindlicher sind als im RR(S). Dort funktioniert das kapazitive Verstellen eher schlecht als recht und man nutzt lieber die gewöhnliche mechanische Druckfunktion.

 

Ebenfalls ungewöhnlich ist die mechanische Lenksäulenverstellung. Diese sitzt links an der Lenksäule und hat den Charme eines drehbaren Abflussstopfens. Ich hab ein Weilchen gebraucht, bis ich verstanden habe, wie man die Lenksäule verstellen kann: Drehknopf gegen den Uhrzeigersinn drehen löst die Arretierung, dann Lenksäule in Höhe und Tiefe einstellen und dann Knopf im Uhrzeigersinn zum Arretieren wieder zurückdrehen. Der Drehschalter sieht aber nicht sehr schön aus und passt so gar nicht zum sonst so durchgestylten Innenraum.

 

Überhaupt ist beim Velar manchmal das Styling der Praktikabilität im Weg: so muss der obere Monitor in der Neigung steiler gestellt werden. Denn lässt man ihn "plan" im Armaturenbrett, ist er wegen der Spiegelungen nicht ablesbar. Bei den großen Brüdern muss das nicht unbedingt sein und man kann den Monitor plan im Armaturenbrett lassen.

 

Der Fond im Velar ist ausreichend und kommt mir vom Fußraum her gleich groß wie im RRS vor...wenn nicht sogar größer. Kein Wunder, der Velar ist ja nur 5cm kürzer als der RRS. Der Kofferraum ansich kommt zwar nicht an die Größe des RR(S) ran, ist aber erstmal ausreichend und deutlich größer als im Evoque. Leider ist zwischen Ladekante und Kofferraumboden eine Stufe, die beim Entladen eher hinderlich ist.

 

Alles in Allem ist der Velar ein sehr schönes und angenehmes Auto. Er ist selten und man ist immer gut angezogen ohne dass es protzig oder peinlich wird. Er würde mir womöglich gefallen, wenn es ihn mit einer potenten Maschine geben würde.

 

Aber gegen (m)einen RR möchte ich ihn erstmal doch nicht eintauschen.:D

 

So long

 

euer knolfi

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Mein Blog hat am 01.04.2009 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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