Drei Generationen Mercedes S-Klasse im Test: W116, W126, W140

Mercedes S-Klasse W116
Friedrichsruhe – Fünf Jahre nach ihrer Vorstellung wurde die S-Klasse Teil des Deutschen Herbstes. Am 5. September 1977 wurde Hanns-Martin Schleyer von der RAF brutal aus seinem 450 SEL entführt. Seine Leibwächter wurden dabei erschossen, er selbst am 18. Oktober, vor ziemlich genau 40 Jahren. Das Foto, das nach dem Überfall entstand, zeigt den 450 SEL mit offenen Türen und herausgeschossenen Fenstern, flankiert von halb zerstörten Strich-Achtern. Es ist Teil des kollektiven Gedächtnisses der BRD.
Der tiefdunkelblaue 350 SE der Classic-Abteilung von Mercedes hätte vielleicht ein fröhlicheres Jubiläum für diese Ausfahrt verdient. Aber er war ja nicht dabei, er wurde 1979 gebaut. Blaue Karositze, blauer Kunststoff am Armaturenbrett und in den Türverkleidungen, dazwischen und in der Mittelkonsole braunes Wurzelholz. Restauriert wurde das Auto nicht, nur in Schuss gehalten. Er wirkt etwas abgenutzt. Nicht mehr wie ein glänzendes Symbol des Kapitalismus und Imperialismus.
Viele Erinnerungen sind heute mit Autos verbunden. Und viele Autos mit Erinnerungen. Die S-Klasse prägt das kollektive Gedächtnis, weil sie regelmäßig in den Nachrichten vorkam, im Fernsehen und in Zeitungen. Als Vorstands-Limousine oder als Staatskarosse. Bundespolitiker fuhren bis in die 1990er fast nur Daimler, Bank-Chefs und Industrielle auch. Das Topmodell von Daimler war deshalb zwangsläufig ein Symbol der herrschenden Klasse. Und gehörte zum linksextremistischen Feindbild.

Mercedes 350 SE W116: V8 mit Dreigang-Automatik


Der W116 wirkt fast zierlich neben seinen Erben, dabei übertraf er mit 4,96 Metern Länge schon als Kurzversion fast alles, was damals auf den Straßen rollte. Chromstoßstangen, Fensterrahmen, Zierleisten - und natürlich der senkrecht aufragende Kühlergrill. Die S-Klasse machte keinen Hehl daraus: Wer hier drin saß, hatte es geschafft.
Dabei fühlen sich die Sitze an wie die in unserem Familien-W123 aus den frühen 1980ern. Ein bisschen zu weich und nach Federkern. Die Bedienung der elektrischen Fensterheber belegt ein Drittel des Mitteltunnels. Die Klimaanlage mit ihren vier Schiebereglern und zwei Drehknöpfen nimmt die Hälfte der Mittelkonsole ein. Immerhin: Zwei-Zonen-Regelung.
Unter der Haube sitzt ein 3,5-Liter-Benziner mit mechanisch geregelter Saugrohreinspritzung. Maximal 205 PS und 285 Newtonmeter Drehmoment erreichen das Getriebe. Viel davon kommt nie wieder raus. Die Dreigang-Automatik ist zudem kein Muster an Spontaneität. Trotzdem gibt es keinen Grund, über mangelnde Leistung zu klagen. Der 350 SE schiebt klaglos vorwärts.
Der V8 war in der Blüte seiner Jahre mal gut für eine Sprintzeit von rund 10 Sekunden auf 100 km/h, bei 200 km/h war Schluss. Mit Vierganghandschalter wäre es noch etwas schneller gegangen. Nicht schlecht. Dabei bollert der Motor nur ganz verhalten. Mercedes hat bei der Abstimmung auf Komfort und Laufruhe Wert gelegt. So rauscht man dahin, das große Lenkrad mit dem dünnen Kunststoff-Kranz zwischen den Fingern. Um die Mitte passiert sehr wenig, alles danach passiert mit leichter Verzögerung.

Der W116 war das erste Serienauto mit ABS


So war das damals. Geradeaus liegt der 350 SE satt und souverän. Er federt komfortabel und stoisch, Kanten schlucken die 205er-Reifen mit 70er-Flanken auf 14 Zoll einfach weg. So schiebt man sich durch den Herbst, vor der Windschutzscheibe die Konturen der Motorhaube. Sie rahmen die Landschaft ein, geben ihr eine Basis mit Mercedesstern in der Mitte. Man sieht ihn bis zum Sockel. Und fühlt sich erhaben. Natürlich kommt einem der Witz mit dem Mercedes-Stern als Zielvorrichtung in den Sinn.
Es setzt Regen ein. Ein Dreh am Ende des Lenkstocks auf der linken Seite, die silbernen Wischer quietschen leicht asynchron die Tropfen von der Scheibe. Ein bisschen ungelenk wirkt das. Damals war es Stand der Technik.
Die S-Klasse galt Mercedes schon damals als Technikträger. Bei Sicherheit, Telematik, Elektronik. Der W116 war das erste Serienauto mit ABS, ab 1978 wurde es als Extra angeboten. Was Generaldirektoren und Amtsträger schützte, sollte später weiter unten ankommen. Allerdings gab es damals beim Daimler kein echtes „unten“.
Oben löste 1979 der W126 den W116 ab. Er kam ab 1981 gegen Aufpreis mit Fahrerairbag und Gurtstraffer, auch ein Novum. Die Chromstoßstangen wurden durch Kunststoffstoßfänger ersetzt. Bruno Sacco war für das Design verantwortlich, das im Vergleich zum Vorgänger klar und nüchtern wirkt. Weniger prunkvoll, weniger protzig. Die Plastikplanken reichten um den kompletten Wagen - praktisch bei Remplern, die den Lack ganz ließen.
Außerdem waren Leichtbau und Aerodynamik Thema. Schließlich war der W126 unter dem Eindruck der ersten Ölkrise entwickelt worden. Der 300 SE verbrauchte bei besseren Fahrleistungen rund zehn Prozent weniger als der 350 SE der Vorgänger-Baureihe. Außerdem kam der Katalysator. Mehr Vernunft, weniger Prunk. Feindbild der Linken und Vorstands-Transportmittel blieb die S-Klasse. Auch der W126 hat seine RAF-Geschichte: Deutsche-Bank-Chef Alfred Herrhausen kam 1989 bei einem Bombenanschlag auf seine gepanzerte Limousine um.
Im Inneren des W126 merkt man vom Technikzeitalter zunächst wenig. Das Cockpit wirkt kaum moderner als das im W116. Der gleiche blaue Kunststoff spannt sich auf dem Armaturenbrett, das Holz wirkt wie aus derselben Charge. Für die billigen Plastikschieber der elektrischen Sitzverstellung würde sich Dacia heute schämen. Wenn Dacia eine elektrische Sitzverstellung anbieten würde. In der S-Klasse saß sie schon 1981 da, wo man sie heute noch findet. In der Tür, nicht am Sitz.

Mercedes 300 SE W126: Fahrdynamisch in die 1990er


Den Fortschritt spürt man erst, wann man fährt. Dieser W126 wirkt schon auf den ersten paar Metern locker um die 11 Jahre moderner, die er neuer ist. Der weiße 300 SE stammt von 1990. Der 3,0-Liter-Reihensechszylinder leistet nur 188 PS (mit Kat bleiben 179 PS) und 260 Nm Drehmoment, trotzdem geht er besser als der W116.
Die Viergang-Automatik reagiert spontaner, die Lenkung vermittelt mehr Gefühl. Die Solidität des 116ers spürt man im 126er trotzdem noch. Dabei wiegt er deutlich weniger. Um fast 200 Kilo ist der 300 SE (1.570 kg) leichter als der 350 SE (1.765 kg). Den deutlich schwächeren 280 SE der Vorgängergeneration schlägt er um fast einen Zentner.
Der Sauger säuselt seinen Sechszylinder-Sound und schiebt den 300 SE nicht brachial, aber nett nach vorne. Die Bremsen packen fast bissig zu. Den W126 kann man sich gut im Alltag vorstellen. Warum auch nicht. Er bekommt ja noch nicht mal ein H-Kennzeichen.

Mit dem Kohl-Panzer schwindet der Charme


Zwölf Jahre lang baute Mercedes den W126. Länger als jede andere S-Klasse. Gut 818.000 Exemplare wurden verkauft, bis heute schaffte das kein Nachfolger. Allerdings wurde auch nie wieder eine S-Klasse so lange gebaut.
Beim Umstieg in den W140 merkt man das sofort. Kaum zu glauben, dass nur zwei Jahre zwischen den beiden liegen. Es ist das damalige Topmodell 600 SEL, Baujahr 1992. Der Kohl-Panzer. Dieser Trumm von Auto ist gebaut wie eine Trutzburg, ausladend und abweisend. So ähnlich wie Kohl. Und ähnlich kontrovers. Für Kritiker stand der W140 sinnbildlich für eine Politik, die Mitte bis Ende der 1990er den Kontakt zum Volk verloren hatte.
Über 5,21 Meter streckt sich der W140 in der Langversion, von Radlauf zu Radlauf misst er fast 1,89 Meter. Der Vorgänger (W126) war sieben Zentimeter kürzer und beinahe sieben Zentimeter schmaler. Erst mit der aktuellen Baureihe W222 hat Mercedes es geschafft, das wieder zu übertreffen.

Mercedes 600 SEL: Der erste Mercedes-V12 nach dem Krieg


Mercedes setzte im 140er erstmals nach dem Krieg einen V12 ein. Mit sechs Litern Hubraum und 408 PS. Die kann er gut vertragen. Rund 2,2 Tonnen bringt der 600 SEL auf die Waage – fast eine halbe Tonne mehr als das W126-Topmodell 560 SEL. Die Fenster waren doppelt verglast, nicht nur mit aufgeklebter Folie, sondern mit zwei vollwertigen Glasscheiben.
Sogar der Innenspiegel ließ sich elektrisch verstellen. Ein unnützes Extra, von dem selbst der langjährige Baureihenleiter Frank Knothe sagt, da habe man es eventuell zu weit getrieben. Trotzdem ist er überzeugt, dass der Sprung vom 126 zum 140 einer der größten in der S-Klasse-Geschichte ist. Zumindest, was Komfort und Elektronik betrifft.
Man muss das nicht unbedingt vom Fahrersitz aus erleben. Fahrdynamisch stellt der 600 SEL keine Offenbarung dar. Er wirkt vom Lenkrad aus genauso schwer und breit, wie er ist. Die Bremse braucht mehr Druck als die im W116 und vermittelt quasi kein Gefühl. Ein Fahrerauto war diese S-Klasse nur geradeaus. In 6,3 Sekunden war sie auf Tempo 100.

Das ESP kam vom 600 SEL in die A-Klasse


Der W140 ist ein Hintensitzer-Auto. Die Sitze im MB-Classic-Exemplar sind mit dickem beigen Velours bezogen. Damals mochte man das, es war der Bezug der Wahl für die Topausstattung. Leder galt als kühl. Allerdings brauchte man jemanden, der das empfindliche Material sauber hielt. Es altert nicht gut, auch dieser 600 SEL wirkt schmuddelig.
Dafür verstecken sich überall Elektromotoren. Es gibt eine Mehrzonen-Klimaautomatik, elektrisch verstellbare Außenspiegel und Sitze mit Memory-Funktion. Die Neigung der Rückbanklehne lässt sich elektrisch justieren. Das klingt zwar, als würde man eine Zugbrücke herunterlassen, aber den Komfort erhöht es. Auch die Kopfstützen klappen elektrisch nach hinten.
Damit war der W140 durchaus Zeichen seiner Zeit. Schließlich brachten uns die späten 80er so unnütze Features wie Tapedecks mit Autoreverse-Funktion, bei der die komplette Kassette umgedreht wurde. Zeitgeistig war der W140 allerdings nicht. Er war zu breit für eine Normgarage und passte nicht auf den Autoreisezug. Der Innenraum mit Velours und Wurzelholz wirkt spießig. Eher wie Oggersheim als wie Berlin Mitte.
Die Zeiten, als die S-Klasse die Nachrichten bestimmte, neigten sich ohnehin rapide dem Ende zu. Der 7er von BMW war zwischenzeitlich zum ernsthaften Konkurrenten aufgestiegen - auch außerhalb der bayerischen Landespolitik und 1994 kam der erste Audi A8 auf den Markt. Kurz nach dem Ende von Kohls Amtszeit drängte sogar Volkswagen in die Oberklasse. Gerhard Schröder machte den Phaeton kurzzeitig populär. Als eine Art bodenständige Oberklasse, wenn man so will. Inzwischen bestehen die Politiker-Fuhrparks aus einer bunten Mischung aller Hersteller.
Eine ziemlich wichtige technische Neuerung hatte der W140 aber noch in petto. Er war der erste Mercedes mit ESP. Ab 1995 gab es den Schleuderschutz in den V12-Modellen serienmäßig, für die V8-Versionen war er optional. Das erste Fahrzeug, dass das System in allen Varianten serienmäßig erhielt, war keine S-Klasse: die 1997 neu eingeführte A-Klasse wurde damit ausgerüstet. Jetzt gab es ein "unten" beim Daimler. Zuvor war sie beim Elchtest umgefallen. Übrigens am 21. Oktober, als vor ziemlich genau 20 Jahren. Auch kein schönes Jubiläum.
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Technische Daten W116, W126 und W140

Modell 350 SE (W116) 300 SE (W126) 600 SEL (W140)
Motor 3,5-Liter-V8-Benziner 3,0-Liter-Reihensechszylinder 6,0-Liter-V12-Benziner
Leistung 205 PS (151 kW) b. 5.750 U/min 188 PS (138 kW) b. 5.700 U/min 408 PS (300 kW) b. 5.200 U/min
Drehmoment 287 Nm b. 4.000 U/min 260 Nm b. 4.400 U/min 580 Nm b. 3.800 U/min
Antrieb Dreigang-Automatik, Hinterräder Viergang-Automatik, Hinterräder Viergang-Automatik, Hinterräder
Geschwindigkeit 205 km/h 200 km/h 250 km/h
0-100 km/h 10,3 s 9,1 s 6,3 s
Verbrauch 13,0 l 11,8 l 13,7 l
Länge/Breite/Höhe 4,96 m/1,87 m/1,43 m 5,02 m/1,82 m/1,44 m 5,21 m/1,89 m/1,49 m
Gewicht 1.765 kg 1.570 kg 2.190 kg
Stückzahlen 51.100 (W116 ges.: 473.035) 105.422 (W126 ges.: 818.036) 32.517 (W140 ges.: 406.717)

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492 Antworten

Zitat:

@scottydxb schrieb am 28. Oktober 2017 um 05:54:08 Uhr:


An dieser Stelle ein herzliches Dankeschoen an Sebastian fuer die tollen Vergleiche :)
LG Werner

Dito auch von mir; da wirkt der 140er plötzlich fast schon "klein" :). Fällt mir auch immer wieder in den USA auf; was hier im Straßenbild wie ein Monster-SUV wirkt, erscheint dort zierlich...

@Sebastian Nast: So ganz fair sind deine Bilder aber auch nicht. Das sieht ja so aus als ob du in den 140 kaum herein passt und im 220 fürstlich sitzt. So ist es in der Praxis sicher nicht. Alle S-Klassen sind vorne großzügig.

Hallo,
und das ist sicherlich auch von Mensch zu Mensch ein wenig anders.
Z.B. bin ich 1,91m lang und sitze im V220 vergleichsweise zu hoch und nahezu perfekt im C140......
Am besten allerdings in meinem W221.
Mit Abstand am schlechtesten, wenn man das bei einer S-Klasse überhaupt so formulieren darf, ohne der Blasphemie beschuldigt zu werden, sitze ich im W126. Das "Federkerngestühl" ist doch schon eher furchtbar, jedenfalls für meine Körperstatur (Sitzfläche zu kurz, zudem natürlich wenig Seitenhalt und zu weich....). Alles über 100km versuche ich zu vermeiden :D:D:D
Gruß,
Th.

Zitat:

@sestiphatis schrieb am 28. Oktober 2017 um 15:09:27 Uhr:


@Sebastian Nast: So ganz fair sind deine Bilder aber auch nicht. Das sieht ja so aus als ob du in den 140 kaum herein passt und im 220 fürstlich sitzt. So ist es in der Praxis sicher nicht. Alle S-Klassen sind vorne großzügig.

Jupp der Eindruck, das im 220 mehr Platz ist wie im 140 stimmt dann auch wieder nicht,

nur ist der 220 innen halt nicht wirklich nennenswert kleiner wie der 140. Und gute

Platzverhältniss gibts halt schon natürlich in ALLEN S-Baureihen ...

:)

Das aber die Gleichung großes Auto = viel Platz nicht immer aufgeht sieht man ja z.B.

den meisten US-Cars aus den 60/70er Jahren. Riesen Schiffe, aber mangels Verstell-

Möglichkeiten von Sitzen und Lenkräder, weniger Platz wie im Smart ...

:eek::mad::D

Ich im 1966er Ford Mercury Monclair

http://nast-sonderfahrzeuge.de/.../image111904.jpg

Ich im 450er smart

http://nast-sonderfahrzeuge.de/.../image111903.jpg

Mit besten Sterngrüßen

Sebastian

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Erstaunlich :rolleyes:

Stark Sebastian, deine Beiträge lese ich immer wieder gerne :)
Bis denne im Exotenforum ;)
LG Dennis

Da werden Erinnerungen wach! Der 116er und 126er waren echte Meilensteine - und jetzt kommts wieder - die letzten Benzen. Da zählt aber auch der HEINZ-ZWO-DREIer dazu.
Game over!

Zitat:

@tw.ghost schrieb am 28. Oktober 2017 um 16:39:14 Uhr:


Hallo,
und das ist sicherlich auch von Mensch zu Mensch ein wenig anders.
Z.B. bin ich 1,91m lang und sitze im V220 vergleichsweise zu hoch und nahezu perfekt im C140......
Am besten allerdings in meinem W221.
Mit Abstand am schlechtesten, wenn man das bei einer S-Klasse überhaupt so formulieren darf, ohne der Blasphemie beschuldigt zu werden, sitze ich im W126. Das "Federkerngestühl" ist doch schon eher furchtbar, jedenfalls für meine Körperstatur (Sitzfläche zu kurz, zudem natürlich wenig Seitenhalt und zu weich....). Alles über 100km versuche ich zu vermeiden :D:D:D
Gruß,
Th.

Guter Tipp, schick die Sitze in die "Sitzklinik" und gönn ihnen einen neuen Federkern und neue Kokosmatten. In die Rückenlehne noch jeweils ein Gummikissen mit manuellen Blasbalg, und Du sitzt wieder auf strammen Gestühl. Hab ich genauso gemacht, bin auch 1,90 und oft mehr als 1000km gefahren. Keine Probleme mehr mit dem Rücken, best Invest!

Gruß

Zitat:

@w246 schrieb am 22. Oktober 2017 um 19:16:15 Uhr:


Hallo,
ich hatte zumindest etliche 116 und 126, 140er hatte ich keinen eigenen,
und 221 und 222 fahre ich beruflich.
Zum Artikel möchte ich auch etwas kommentieren.
Die Lenkung eines nicht verbrauchten 116er ist absolut top! eine kleineres Lenkrad und schon würde man wenig unterschied zu neueren Fahrzeugen feststellen.
Der Schreiberling kann nicht mit Kritik umgehen, denn der verweis auf die Räderfreigabe vom Daimler beweist das er keine 205/70/15 fahren darf.
Also immer den Ball flach halten.
Der 126er ist fast immer eine Klapperkiste und verwindet sich stark, das vertrag ich nicht.
140er ist ne coole Karre, der 220 zu weichgespült.
Der 221 ist sehr gut, der 222 ist ein spitzen Fahrzeug .
Langfristig in standzuhalten ist aber wohl nur der 126er, den es natürlich nicht mit Luft Federung gibt .
Oft schwer zu ertrage was hier geschrieben wird.
Gruß F

Den 126er gab es ab 420 SE mit Luftfederung. Da bin ich mir sicher.

Unsicher bin ich, ob es den W116 mit 6,9l nicht auch schon mit Luftfederung gab. Auf jeden Fall war bei diesem aber schon eine Menge an Funktionen pneumatisch gesteuert.

Gruß Ralf

Zitat:

@Oelbrenner320CDI schrieb am 7. November 2017 um 16:26:33 Uhr:



Zitat:

@w246 schrieb am 22. Oktober 2017 um 19:16:15 Uhr:



Langfristig in standzuhalten ist aber wohl nur der 126er, den es natürlich nicht mit Luft Federung gibt .
Oft schwer zu ertrage was hier geschrieben wird.
Gruß F

... und in der Stellung "S" des Automatikgetriebes.

Zitat:

Es waren 4 Gang Automatikgetriebe. Nur ist das nicht aufgefallen da im 2. Gang angefahren wurde. Der erste Gang kam nur bei Kickdown zum Einsatz.

Alle

W126 hatten Viergangautomaten, fuhren aber in Stellung "E" (economic) im zweiten Gang an, bis auf Kickdown.

In Stellung "S" fuhren alle Viergangautomaten im 1. Gang an.

Zitat:

@S Klasse Fan schrieb am 23. Oktober 2017 um 12:50:54 Uhr:



Zitat:

@scottydxb schrieb am 23. Oktober 2017 um 10:11:12 Uhr:



Vielen Dank fuer die Klaerung; und ich dachte immer ich waere mit einem 3-Gang Automaten unterwegs gewesen :rolleyes:
Aber das ist ja auch lange her als ich den das letzte mal gefahren bin.
LG Werner

Falsch.
W116 V8 hatten immer Dreigangautomaten. M110 Viergang.
W126 V8 dann immer Vierganggetriebe mit Anfahren im Zweiten.

Zitat:

@tw.ghost schrieb am 28. Oktober 2017 um 16:39:14 Uhr:


Hallo,
und das ist sicherlich auch von Mensch zu Mensch ein wenig anders.
Z.B. bin ich 1,91m lang und sitze im V220 vergleichsweise zu hoch und nahezu perfekt im C140......
Am besten allerdings in meinem W221.
Mit Abstand am schlechtesten, wenn man das bei einer S-Klasse überhaupt so formulieren darf, ohne der Blasphemie beschuldigt zu werden, sitze ich im W126. Das "Federkerngestühl" ist doch schon eher furchtbar, jedenfalls für meine Körperstatur (Sitzfläche zu kurz, zudem natürlich wenig Seitenhalt und zu weich....). Alles über 100km versuche ich zu vermeiden :D:D:D
Gruß,
Th.

Die Sitze des W126 hatten tatsächlich einen Federkern und waren mit Kokosfasern bespannt. Anekdote: Es gab auch ein Schildchen an der Unterseite mit dem Namen des Fließbandarbeiters, der diesen Sitz gefertigt hatte.

In 20 Jahren oder 200.000 km und je nach Gewicht des Fahrers gab der Federkern extrem nach. Damals gab es von Mercedes einen Reparatursatz. Heute wohl nicht mehr. Da muss dann ein Sattler dran.

Aber im nahezu Neuzustand waren die Sitze klasse und kein "furchtbares Federkerngestühl".

Das gleiche gilt für alle Fahrwerkgummis: Wer den Aufwand betreibt - ich habe es getan - und alle Fahrwerkgummis tauscht, wird seinen 126er kaum wiedererkennen.

Man tut den Autos unrecht, wenn ihnen, völlig runtergerockt, eine schlechte Qualität zugesprochen wird.

Zitat:

@Oelbrenner320CDI schrieb am 7. November 2017 um 16:30:34 Uhr:


Den 126er gab es ab 420 SE mit Luftfederung. Da bin ich mir sicher.
Unsicher bin ich, ob es den W 116 mit 6,9l nicht auch schon mit Luftfederung gab. Auf jeden Fall war bei diesem aber schon eine Menge an Funktionen pneumatisch gesteuert.
Gruß Ralf

Zitat:

@Oelbrenner320CDI schrieb am 7. November 2017 um 16:30:34 Uhr:



Zitat:

@Oelbrenner320CDI schrieb am 7. November 2017 um 16:26:33 Uhr:

Das war keine Luftfederung, sondern Hydropneumatik. Die sorgt bei Defekten übrigens dafür, das unter Umständen Stillstand angesagt ist, denn Ersatzteile sind nicht mehr alle erhältlich.

Luftfederung gab es erst ab der Baureihe W220 und dort dann serienmäßig.

... oder so ....

Zitat:

@bothi schrieb am 7. November 2017 um 17:16:02 Uhr:



Zitat:

@Oelbrenner320CDI schrieb am 7. November 2017 um 16:30:34 Uhr:


Den 126er gab es ab 420 SE mit Luftfederung. Da bin ich mir sicher.
Unsicher bin ich, ob es den W 116 mit 6,9l nicht auch schon mit Luftfederung gab. Auf jeden Fall war bei diesem aber schon eine Menge an Funktionen pneumatisch gesteuert.
Gruß Ralf

Zitat:

@bothi schrieb am 7. November 2017 um 17:16:02 Uhr:



Zitat:

@Oelbrenner320CDI schrieb am 7. November 2017 um 16:30:34 Uhr:


Das war keine Luftfederung, sondern Hydropneumatik. Die sorgt bei Defekten übrigens dafür, das unter Umständen Stillstand angesagt ist, denn Ersatzteile sind nicht mehr alle erhältlich.
Luftfederung gab es erst ab der Baureihe W220 und dort dann serienmäßig.
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