Zu hoher Verbrauch beim Corolla TS 2.0 Hybrid

Toyota Corolla (+Verso, Cross) 9 (E210)

Moin Zusammen,

ich bräuchte mal Eure Hilfe und Erfahrungen zum Verbrauch beim Corolla 2.0 Hybrid (in meinem Fall TS, der Unterschied zum kompakten sollte aber vergleichbar sein). Nach 10.500 km mit dem Fahrzeug bin ich stolzer Anführer der Hitliste bei Spritmonitor. Ich komme auf einen Durchschnittsverbrauch von 7.1l/100km. Wir sind beide absolut sparsame Fahrer, rekuperieren was das Zeug hält. 60% Autobahnanteil von max. 145 km/h, der Rest ist dann Überland/Stadt. Ist auch alles im MyT nachvollziehbar.

Was verbraucht ihr? Habe mich jetzt an meinen freundlichen gewandt, gut für mich, dass wenigstens nachweisbar ist, dass wir nicht permanent Vollgas geben und uns deswegen beschweren...

Vielen Dank für eure Hilfe!

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@Sb1971 schrieb am 27. September 2020 um 10:34:03 Uhr:


.... und hab schon 5,0l eingeplant. Aber das aus geplanten 5l jetzt unterm Strich mind. 6l als Realwert zu akzeptieren sind, dass geht garnicht.

..

Leider muss ich dann den nächsten Schritt, Klageverfahren vor dem Landgericht beschreiten.
Ich bin sehr zuversichtlich, da auch der ADAC für diesen PKW einen Verbrauch von 5,3l ermittelt hat.

Ich finde es schon wieder sehr typisch "Deutsch" dieses Genörgel auf hohem Niveau.

Hast du mal die Verhältnismäßigkeit angeschaut?
Es gibt genügend Quellen aus denen du entnehmen hättest können, wie die Verbräuche realistischerweise im großen Durchschnitt eintreten.
Weiterhin hast du wohl ein Problem im Taschengeldbereich. Im Verhältnis zu ALLEN anderen Kosten deines Neufahrzeuges, selbst Versicherung und andere Kosten wären doch wohl 0,8 ltr, die dir nun auf der Leber liegen, lächerlich gering.
Da sind selbst Kosten, die durch ungünstigen Tankzeitpunkt entstehen können, deutlich höher zu bewerten.
Oder verklagst du die Tankstellen, wenn du den Moment verpasst hast, den jeweils günstigsten Tagespreis abzufassen??!

Beispiel :
Du fährst 20.000km pro Jahr
1 Liter mehr pro 100km sind ca. 250,- p. a.
Du brauchst ca. 50 Tankvorgänge p. a. dafür.
Wenn du nun pro Tankvorgang für 5,- ungünstiger tankst, weil der Tagesniedrigstpreis nicht getroffen wurde, hast du locker 250,-€ "verschwendet".

ICH persönlich, finde deine Einstellung zu übertrieben.
Aber auch ich wünsche dir bei deinem Vorhaben viel Erfolg.
Gute Grüße,
freis

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Huhu..habe mit Interesse den Thread verfolgt.

Ich selbst fahre einen 2016 Auris TS Hybrid.
Für den letzten Tankzyklus (sind gerade im Urlaub) habe ich 4,5 Liter, bei 90 Prozent Autobahn zwischen 120-130 kmH verbraucht.
Fahrporfil: Hart beschleunigen bis Wunschgeschwindigkeit erhöht ist, dann Tempomat und versuchen die Geschwindigkeit zu halten.
Das Auto war mit einer zusätzlichen Ehefrau und 3 Kindern von 6-15 Jahren und vollen Kofferraum bestückt.

Auch sonst komme ich auf unter 4 Litern im Alltag.

Unser Auris hat jetzt 70k Kilometer runter und wir hatten schon an den Corolla gedacht. Allerdings wollen wir dann nicht 7-8 Liter verbrauchen! Da können wir ja unseren Auris auch weiterfahren auch wenn es das ältere Fahrzeug ist…

Hat jemand den Umstieg vom Auris TS Hybrid zum Corolla TS Hybrid vollzogen und kann berichten??

Du hast eine "zusätzliche Ehefrau"? ... Modern, modern 😉

@Crashmorra_1981 Der Kraftstoffverbrauch zwischen Corolla 1.8L und Auris 2015+ ist sehr ähnlich. Nur der 2.0L verbraucht mehr Kraftstoff wegen der größeren Leistung 180PS. Beide sind sehr zuverlässig, verbrauchen kein Motoröl und haben eine lange Laufzeit von über 200t km, bevor das AGR-Ventil gereinigt werden muss. Das Verstopfen des AGR-Ventils ist das Hauptproblem des 1.8L-Hybrids der dritten Generation. Wenn wir es alle 200t Km reinigen, haben Sie weniger Probleme mit undichten Zylinderkopfdichtungen, die bei Prius 2010-2014 mit >300t Km üblich sind.
Der Corolla hat das AGR-Rohr nach dem Katalysator, um die Verstopfung zu reduzieren, und auch ein neueres 4. gen Hybridsystem, das noch zuverlässiger ist.

Danke, im Gegensatz zu mir ist die „ Ehefrau“ schon zusätzliches Gewicht. Aber Gewicht und Frauen sollte man nie in einem Satz erwähnen??.

Joar für mich sehe ich keinen Mehrwert den Corolla zu bestellen, wenn der Verbrauch ähnlich ist.

200 PS brauch m.E. kein Mensch. Aber es ist immer schwer von 134 PS auf 122 PS runterzugraden.

Damit ich den Auris dann wirklich abgebe, müsste das Upgrade im Benzinverbrauch erfolgen. Das sehe ich derzeit nicht.

Grundsätzlich halte ich die Hybridtechnik die teils auf fossile Brennstoffe setzt aus denen dann zusätzlich elektrische Energie für den Antrieb gewonnen wird für eine gute Übergangstechnologie. Es sollten dann aber mit jeder Modellvariante auch tatsächlich real niedrigere Verbräuche kommen erreicht werden als mit der vorherigen Version.

Ich spreche dann von 1-2 Litern auf 100 Kilometern

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Zitat:

@Crashmorra_1981 schrieb am 22. April 2022 um 11:43:17 Uhr:


200 PS brauch m.E. kein Mensch. Aber es ist immer schwer von 134 PS auf 122 PS runterzugraden.

Mach lieber nicht den Fehler, einen Corolla mit dem 2,0l Motor probezufahren, evtl. brauchst du die 184 PS dann doch 😉

Zwischen dem Auris 1,8l HSD mit 136 PS und dem Corolla 1,8l HSD mit 122 PS wirst du keinen Leistungsunterschied bemerken, der existiert nur auf dem Papier.
Toyota hat seit dem Prius 4 (2016) die Formel für die Systemleistung geändert, das heißt: dein Auris hat nie 136PS auf die Straße gebracht, der Corolla bringt seine 122 oder 184PS aber auf die Straße.

Was sich aber geändert hat, ist der Verbrauch, der neuere 1,8l HSD ist rund 10% sparsamer.

Zitat:

Es sollten dann aber mit jeder Modellvariante auch tatsächlich real niedrigere Verbräuche kommen erreicht werden als mit der vorherigen Version.

Ich spreche dann von 1-2 Litern auf 100 Kilometern

Da verlangst du aber einfach unrealistisch viel, 20-30% Minderverbrauch zaubert kein Hersteller mal eben aus dem Hut.

Zitat:

@Supercruise schrieb am 14. April 2022 um 15:38:08 Uhr:


😕 Wie kommst du darauf? Dort steht doch mehrfach max 130km/h.

Sorry, hier bin ich ja noch eine Antwort schuldig geblieben: Auf Seite 9 beim RDE-Test sind bis 160 km/h im Autobahnabschnitt genannt. Ich kann aber nicht raus lesen, ob das dann auch für die Verbrauchsangaben genommen wird, die der ADAC in die Tests schreibt...

@Crashmorra_1981 Da hast Du aber einen Spitzenverbrauch!!! Ich habe ja das gleiche Auto, ähnliches Fahrprofil - nur daß neben meiner Frau noch mein erwachsener Sohn und meine fast erwachsene Tochter mitfahren. Kofferraum ebenfalls voll. Die erlaubte Zuladung dürfte ausgeschöpft sein. Und ich komme (laut BC) meist auf 5,5 - 6 l. Autobahn 120 (laut Tacho), mit Tempomat, und Landstraße. Allerdings ziemlich hügelig.
Ist zwar immer noch ein guter Verbrauch, aber auch wenn ich alleine fahre (Landstraße), komme ich kaum unter 5 l.

Den 2.0 Motor würde ich schon gerne mal Probe fahren - ich mag nur den Corolla nicht. Hatte den neulich als Werkstattwagen, der kann nichts besser wie der Auris (der subjektiv sogar noch luftiger ist).

Ich werde das Gefühl nicht los, das Besitzer vom Auris den Verbrauch mit dem Corolla 2.0 nicht vergleichen dürfen.

Zitat:

@der_hausmeister schrieb am 22. April 2022 um 12:02:34 Uhr:



Zitat:

@Crashmorra_1981 schrieb am 22. April 2022 um 11:43:17 Uhr:


200 PS brauch m.E. kein Mensch. Aber es ist immer schwer von 134 PS auf 122 PS runterzugraden.

Mach lieber nicht den Fehler, einen Corolla mit dem 2,0l Motor probezufahren, evtl. brauchst du die 184 PS dann doch 😉

Zwischen dem Auris 1,8l HSD mit 136 PS und dem Corolla 1,8l HSD mit 122 PS wirst du keinen Leistungsunterschied bemerken, der existiert nur auf dem Papier.
Toyota hat seit dem Prius 4 (2016) die Formel für die Systemleistung geändert, das heißt: dein Auris hat nie 136PS auf die Straße gebracht, der Corolla bringt seine 122 oder 184PS aber auf die Straße.

Was sich aber geändert hat, ist der Verbrauch, der neuere 1,8l HSD ist rund 10% sparsamer.

Zitat:

@der_hausmeister schrieb am 22. April 2022 um 12:02:34 Uhr:



Zitat:

Es sollten dann aber mit jeder Modellvariante auch tatsächlich real niedrigere Verbräuche kommen erreicht werden als mit der vorherigen Version.

Ich spreche dann von 1-2 Litern auf 100 Kilometern


Da verlangst du aber einfach unrealistisch viel, 20-30% Minderverbrauch zaubert kein Hersteller mal eben aus dem Hut.

Die Frage ob das wirklich zuviel verlangt ist?? Ich denke die Konzepte existieren, nur das diverse Lobbys was dagegen haben( Erdöl, Auto die ja vermehrt auf E-Energie setzen etc.)
Zum Vergleich: mein erstes Auto war ein Honda CRX vtec. 1.6 Liter mit 150 Ps, Bj. 92. Bei normaler Fahrweise hatte ich einen Verbrauch von 7-8 Litern. Aber wer fährt das Teil schon normal??

Wie gesagt vor 30 Jahren gab es Verbräuche die sich nicht wesentlich zu jetzt geändert haben. Nur zur Erinnerung, vor 30 Jahren war es normal an Telefonzellen zu telefonieren, und die Fernseher waren dick und globig!!

In 30 !! Jahren hat man diese Technologie faktisch kaum weiterentwickelt! Das Prinzip des Verbrenners wurde sogar seit 120 Jahren nicht verändert!

Ich denke schon, dass man so langsam mal in die Pushen kommen sollte, gerade wenn man auch diverse Klimaziele erreichen möchte.
Es wird wohl umweltfreundlicher sein, 1 Liter Autos zu haben, als E-Autos die viel KwH verbrauchen. (Kein Elektroauto brauch 200 Ps und mehr, haben aber komischerweise die meisten)

Mein Fahrprofil zu Hause ist fairerweise nicht so normal. Ich lebe in einer Kleinstadt. Zur Arbeit fahre ich 24 Kilometer die fast nur aus Tempo 80 Zonen bestehen. Selbst wenn nicht Tempo 80, könnte man LKws auch nicht überholen. Daher auch der Verbrauch von unter 4 Litern. Ansonsten benötige ich das Fahrzeug nur um z. B. den Einkauf abzuholen oder zum Training zu fahren.

Am Anfang habe ich auch den Fehler gemacht den wohl jeder Hybridfahrer machte. Man beschleunigte sachte, wollte nicht in den roten Bereich. Leider kam die nächste 70 Zone so schnell, dass der Beschleunigungsvorgang noch noch nicht beendet war. Das ist natürlich Blödsinn! Deswegen auch voll auf 100 und bis zur 70 Zone segeln, und dann in der 70 Zone segeln, bis wieder kurz voll auf 100 zu beschleunigen.

Auf der Autobahn beschleunige ich einmal, danach wird kaum gebremst oder beschleunigt. Habe ich einmal meine Reisegeschwindigkeit erreicht, bleibt es dabei. Dabei fahre ich sehr vorausschauend. Ich lass mich beim Überholen von Lkws nicht bedrängen. Ich wechsle auch mal 10 m eher die Spur wenn ich merke dass ich sonst bremsen müsste weil da einer von weiten kommt. So kann der Fahrer der mit erhöhter Geschwindigkeit ankommt sich frühzeitig auf meine Geschwindigkeit einstellen und es entsteht kein Gefahrenpotential und ich muss nicht bremsen. (Schon oft erlebt das langsamfahrende Autos kurz vor dem Überholvorgang rüberziehen, so dass ein anderer extrem auf die Eisen gehen muss)

edit: und das alles im flachen Land, keine Hügel oder nur ganze wenige!

Zitat:

@Crashmorra_1981 schrieb am 22. April 2022 um 13:00:21 Uhr:


...

Die Frage ob das wirklich zuviel verlangt ist?? Ich denke die Konzepte existieren, nur das diverse Lobbys was dagegen haben( Erdöl, Auto die ja vermehrt auf E-Energie setzen etc.)

Könnte man bei manch Aktionen wirklich mal dran denken, aber:

Zitat:

Zum Vergleich: mein erstes Auto war ein Honda CRX vtec. 1.6 Liter mit 150 Ps, Bj. 92. Bei normaler Fahrweise hatte ich einen Verbrauch von 7-8 Litern. Aber wer fährt das Teil schon normal??

Geiles Auto, allerdings, der hatte ein Leergewicht von 1060–1110 kg und erfüllte gerade mal Euro1.

Das vergleichst du mit, ja womit am Besten:

Am ehesten noch mit dem aktuellen 1.6er Civic? Nun, der wird mit 4,7 bis 6 Litern angeben, ist schwerer, hat mehr (Sicherheits)austattung an Bord und einiges mehr an Komfortausstattung, die halt auch Energie frisst.

Zitat:

Wie gesagt vor 30 Jahren gab es Verbräuche die sich nicht wesentlich zu jetzt geändert haben. Nur zur Erinnerung, vor 30 Jahren war es normal an Telefonzellen zu telefonieren, und die Fernseher waren dick und globig!!

Die Fahrzeugmasse, die Ausstattung, die Höchstgeschwindigkeiten, die Abgasvorschriften... alles Dinge, die den Spritverbrauch erhöhen. Sie haben halt die Effizienzsteigerungen aufgefressen.

Dein CRX z.B., wäre so, wie du ihn damals hattest, heute als Neufahrzeug unverkäuflich, nicht nur weil er nicht homologisiert würde, sondern weil der Kunde einfach "mehr" fürs Geld verlangt.
andersherum, würde man sich die Mühe machen, und den aktuellen 1.6er Antriebsstrang in einen betagten CRX einbauen, kommt der sicher an die 5 Liter Grenze runter.

Zitat:

In 30 !! Jahren hat man diese Technologie faktisch kaum weiterentwickelt! Das Prinzip des Verbrenners wurde sogar seit 120 Jahren nicht verändert!

Siehe oben, doch, die Technik wurde kontinuierlich verbessert, aber der Effizienzgewinn floss nicht in den niedrigeren Verbrauch, sondern in mehr Komfort, mehr Sicherheit, mehr "Bums", ...

Zitat:

Ich denke schon, dass man so langsam mal in die Pushen kommen sollte, gerade wenn man auch diverse Klimaziele erreichen möchte.

Moderne PKW Motoren sind so weit entwickelt, dass sie bis zum physikalischen Maximum nicht mehr viel Spielraum haben, Wie die Toyotamotore der HSD mit über 41% thermischem Wirkungsgrad, oder aktuelle Diesel mit bis zu 43%. Viel mehr geht mit dieser Technik nicht.

Zitat:

Es wird wohl umweltfreundlicher sein, 1 Liter Autos zu haben, als E-Autos die viel KwH verbrauchen. (Kein Elektroauto brauch 200 Ps und mehr, haben aber komischerweise die meisten)

Erstens, kannst du mal auch nur ein einziges "1 Liter Auto" benennen? ... nein? ... Warum nicht? VW hatte mal ne Studie, die wirklich 1 Liter geschafft hat, aber das war eher ein modernisierter Messerschmidt Kabinenroller mit 2 Sitzen hintereinander, als ein PKW für mindestens 4 Personen plus deren Gepäck.

Zweitens, Anders als beim Verbrenner, dessen Maximalleistung auch den Bereich des geringsten Verbrauchs bestimmt, ist es beim Elektromotor relativ egal, ob der in der Spitze nun 100 oder 200, oder 500 PS "kann", wenn ihm nur 20 kW abgefordert werden, dann nimmt er sich auch nicht viel mehr aus dem Akku. Und dauerhaft reizt kein Fahrzeug seine Spitzenleistung aus, auch kein Verbrenner.

Drittens, im Liter Treibstoff stecken u.a. etwa 1,5 kWh Strom für dessen Produktion, bei deinen 7 Litern Verbrauch macht das schon 10,5 kWh aus, mit denen der Verbrenner noch keinen Meter gefahren ist, ein Renault Zoe schafft allein damit im Sommer schon über 100 km (wenn man das will), ein BMW I3 immerhin noch mindestens 75 km. Und selbst so ein Dickschiff wie ein Etron, oder Taycan schaffen damit mindestens 40 km. 😉
Und dann denke dir: ein Liter Treibstoff hat einen Energiegehalt von rund 10 kWh. Sprich, du hast mit deinem CRX über 70 kWh auf 100 km verblasen, aber regst dich über die dicken Etron, oder Tesla auf, die das Gleiche mit 25 kWh hinbekommen (wären 2,5 Liter Sprit), oder über id.3, I3, Zoe ..., die das mit unter 15 kWh hinbekommen (wären 1,5 Liter Sprit).

Nur mal zum nachdenken, und die eigene Meinung überprüfen.

Zitat:

@Crashmorra_1981 schrieb am 22. April 2022 um 13:00:21 Uhr:


Die Frage ob das wirklich zuviel verlangt ist?? Ich denke die Konzepte existieren, nur das diverse Lobbys was dagegen haben( Erdöl, Auto die ja vermehrt auf E-Energie setzen etc.)
Zum Vergleich: mein erstes Auto war ein Honda CRX vtec. 1.6 Liter mit 150 Ps, Bj. 92. Bei normaler Fahrweise hatte ich einen Verbrauch von 7-8 Litern. Aber wer fährt das Teil schon normal??

Wie gesagt vor 30 Jahren gab es Verbräuche die sich nicht wesentlich zu jetzt geändert haben. Nur zur Erinnerung, vor 30 Jahren war es normal an Telefonzellen zu telefonieren, und die Fernseher waren dick und globig!!

In 30 !! Jahren hat man diese Technologie faktisch kaum weiterentwickelt! Das Prinzip des Verbrenners wurde sogar seit 120 Jahren nicht verändert!

Sorry aber das ist Quatsch. In den letzten 30 Jahren wurden Autos deutlich sicherer, deutlich komfortabler, deutlich größer und deutlich sauberer. Nebeneffekt? Autos wurden

deutlich

schwerer.

Der Honda würde heute zu den absoluten Leichtgewichten zählen, 1-1,1 Tonnen sind Aygo-Niveau. Er würde allerdings auch sämtliche Abgasnormen nicht schaffen und im NCAP 0 Sterne bekommen...

Dein Auris ist wegen der ganzen Technik mal eben 1,5 mal so schwer wie der CRX, ist breiter und höher (Luftwiderstand!) und du fährst ihn trotzdem fast mit dem halben Verbrauch... ist doch klasse!

Beim Corolla haben wir das gleiche Dilemma: der soll nochmal sicherer, komfortabler und sauberer als der Auris sein - die Ansprüche der Kunden und die Richtlinien steigen ja ständig weiter - und gleichzeitig weniger verbrauchen. Das sind krasse Gegensätze und dass Toyota trotzdem eine Verbrauchsreduktion (beim 1,8er HSD) geschafft hat, ist beachtlich.

Zitat:

Ich denke schon, dass man so langsam mal in die Pushen kommen sollte, gerade wenn man auch diverse Klimaziele erreichen möchte.
Es wird wohl umweltfreundlicher sein, 1 Liter Autos zu haben, als E-Autos die viel KwH verbrauchen. (Kein Elektroauto brauch 200 Ps und mehr, haben aber komischerweise die meisten)

Bei Elektromotoren spielt die Leistung (die ja im Endeffekt nur durch mehr Größe/Masse erreicht wird) allerdings keine allzu große Rolle, man kann ein 200 kW Elektroauto quasi genauso sparsam fahren wie ein 100 kW Elektroauto. Die Fahrweise machts aus.

Der Punkt geht an dich BaldAuchPrius, 4 Minuten schneller 😉

Zitat:

@rheinlaendernord schrieb am 22. April 2022 um 12:35:56 Uhr:


Ich werde das Gefühl nicht los, das Besitzer vom Auris den Verbrauch mit dem Corolla 2.0 nicht vergleichen dürfen.

Wahrnehmung und Realität driften halt manchmal auseinander... 😉

Ich habe den CRX nur als Beispiel genommen. Klar kann man das nicht vergleichen. Meine Ausstattung bestand aus einem elektrischen Schiebedach…🙂

Aber mein Vater hatte nen Passat. Den 1.8er mit 90 Ps, mit allen möglichen Schnickschnack wie Klima und FH, Servo etc. Die Kombiversion davon war auch nicht viel leichter als Autos heute…
Trotzdem hat er nie mehr als 8 Liter verbraucht. Dazu war der Motor fast schon unkaputtbar.

Ich hatte Anfang der 90er auch einen Pc, einen 286er. Heute habe ich einen Gaming Pc. Die Leistung hat sich vertausendfach, während bei den Autos man das Gefühl hat, dass sich Verbrauchswerte maximal ver 1,5 facht haben.(nach unten)

Das ist für 30 Jahre einfach zu wenig!

Wenn der Verbrenner-Motor physikalisch an seiner Leistungsfähigkeit ist, dann sollte das halt auch so kommuniziert werden. Dann lohnt es sich aber auch nicht weiter dort zu entwickeln und wir müssen uns tatsächlich in Richtung E - Motor bewegen.

Wenn das so ist, dann ist es so! Aber wenn es Konzepte gibt, die einen Motor nochmal um 50 % effizienter machen, dann jetzt raus damit!

Aber wegen 10 % Ersparniss brauch ich kein neues Auto kaufen, dass ist ja komplett unwirtschaftlich und unökologisch.

Naja wir driften ab. Meine Frage ist auf jeden Fall beantwortet, dafür Danke.

Damit hat sich der 2.0er aber eig. auch der 1.8er bzw. der Verbrenner mehr oder weniger aus unseren Überlegungen verabschiedet.

Das heißt wir werden den Auris noch minimum bis 120k fahren und hoffen das in 3-4 Jahren effiziente und langhaltende Elektroautos auf dem Markt sind..

Von Toyota kommt doch ein E-Auto (Bz4r oder so ähnlich)...

Und ja, beim Verbrenner dürfte nicht mehr viel kommen.
Trotzdem kannst Du den Passat (Welcher? Der Nasenbär?) auch mit "voller Hütte" nicht 1:1 vergleichen. Nur mal so: ein normaler Kleinwagen hat heute die Größe vom Golf 3/4.
Dazu mehr Dämmung, mehr Sicherheitselemente in der Karosserie, mehr Airbags, mehr Elektronik. Die Abgasreinigung frisst auch etwas Leistung.
Es wäre dann interessant, was Dein Vater mit einem heutigen Auto (gleiche Leistung, gleiches Gewicht) verbrauchen würde.

Meinen Megane 3 Kombi hatte ich bei gleichem Fahrstil und -profil bei ca. 5,5 l - und das war ein Diesel! Und konnte nur sehr wenig besser wie der Auris (Licht, Sitze, Tempomat).
Klar, meinen Peugeot 205 XSD hatte ich Langstrecke Landstraße bei 3,5 l (Diesel) - aber trotz "voller Hütte" war das Auto leicht.

Wie gesagt: den 2.0 würde ich schon gerne mal fahren - aber nicht im Corolla. Gibt es den auch im Prius 4?

Zitat:

@Crashmorra_1981 schrieb am 22. April 2022 um 18:59:21 Uhr:


Ich habe den CRX nur als Beispiel genommen. Klar kann man das nicht vergleichen. Meine Ausstattung bestand aus einem elektrischen Schiebedach…🙂

Man kann jedes beliebige 30 Jahre alte Auto nehmen und wird immer zum gleichen Ergebnis kommen. Zum Beispiel:

Zitat:

Aber mein Vater hatte nen Passat. Den 1.8er mit 90 Ps, mit allen möglichen Schnickschnack wie Klima und FH, Servo etc. Die Kombiversion davon war auch nicht viel leichter als Autos heute…
Trotzdem hat er nie mehr als 8 Liter verbraucht. Dazu war der Motor fast schon unkaputtbar.

Wenns ein B3 war, wog der

maximal

1.380kg. Der aktuelle B8 wiegt

mindestens

1.367 kg. Außerdem ist er 13 cm breiter, hat deutlich breitere Räder und z.B. die Basismotorisierung ist doppelt so stark wie damals.

Zitat:

Ich hatte Anfang der 90er auch einen Pc, einen 286er. Heute habe ich einen Gaming Pc. Die Leistung hat sich vertausendfach, während bei den Autos man das Gefühl hat, dass sich Verbrauchswerte maximal ver 1,5 facht haben.(nach unten)

Das ist für 30 Jahre einfach zu wenig!

Ein gutes Argument, sofern dein PC Räder hat und du damit rumfahren kannst. 😁

Bei PCs sind wir ja auch nicht mehr weit weg von physikalischen Grenzen, sehr viel kleiner können Halbleiter nicht mehr gebaut werden. (nach den aktuellen 5 nm kommen 3-3,5 nm und das wars dann)
Die Taktraten haben sich seit Jahren kaum gesteigert, mehr Leistung kommt aktuell hauptsächlich durch immer mehr Recheneinheiten und Kerne, und das erhöht leider den Stromverbrauch.

Der klassische "binäre" PC ist dem Verbrennungsmotor also gar nicht so unähnlich, beide werden in absehbarer Zeit verschwinden.

Zitat:

Wenn der Verbrenner-Motor physikalisch an seiner Leistungsfähigkeit ist, dann sollte das halt auch so kommuniziert werden. Dann lohnt es sich aber auch nicht weiter dort zu entwickeln und wir müssen uns tatsächlich in Richtung E - Motor bewegen.

Nichts anderes passiert doch aktuell. Immer mehr Hersteller stellen die Entwicklung von ICEs ein und arbeiten an der Umstellung auf eine "rein elektrische" Zukunft.

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