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Zu blöd zum fahren

Themenstarteram 6. Januar 2021 um 22:37

Moin Leute,

mir ist heute was Dummes passiert und zwar hab ich mit meinem Auto(Rad) den Bordstein touchiert, Spur ist verstellt und die Felge ist auch zum wegschmeißen. Bin etwas zu schnell in die Kurve(Schnee/Glätte)bzw. zu früh Gas gegeben, das Auto ist einfach gerade aus weitergefahren, wahrscheinlich hats zum großen Teil an mir gelegen, weil ich zwar zu schnell in die Kurve gefahren bin(aber nicht übermäßig schnell), aber anstatt nur vom Gas zu gehen und auszukuppeln habe ich voll in die Eisen getreten und somit die Rutschpartie vermutlich provoziert. Eine ähnliche Geschichte ist mir schonmal passiert, damals bin ich aber deutlich zu schnell in die Kurve es hatte geregnet, die Reifen haben den Grip verloren und ich hatte die erste Begegnung mit nem Bordstein.

Nachdem mir das heute wieder passiert ist, frage ich mich wie mir das schon wieder passieren konnte...

Den Führerschein hab ich mittlerweile etwas mehr als 7 Jahre, außer den Unfällen mit den Bordsteinen nirgendwo gegen gefahren oder sonstiges, generell fahre ich manchmal etwas sportlich aber den Großteil der Kilometer die ich fahre , lege ich mit realtiv entspannter Fahrweise zurück, ich bin 24 Jahre alt.

Wie kann ich mich selbst belehren dass mir son Dreck nicht nochmal passieren, ich selbst hab irgendwie keine Lösung dafür...

Grüße Michel

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55 Antworten

Falsche, reflexartige Reaktion? Klingt nach einem guten Hinweis, dich mal dringend mit dem Thema Fahrsicherheitstraining zu beschäftigen.

Zeit. Die Zeit bringt das ... jedem passiert(e) so was oÄ. Einfach vernünftig und ordentlich fahren. Und die kleinen Missgeschicke hinnehmen. Die kommen eben.

Themenstarteram 6. Januar 2021 um 22:59

Zitat:

@Vritten schrieb am 6. Januar 2021 um 22:41:16 Uhr:

Falsche, reflexartige Reaktion? Klingt nach einem guten Hinweis, dich mal dringend mit dem Thema Fahrsicherheitstraining zu beschäftigen.

Ja du hast richtig vermutet, es war eine reflexartige Reaktion.

Ich hab mich schon öfter mal probiert mit dem Auto, haben bei uns in der Nähe eine große Fläche ohne Inseln und meinen besten Kumpel den Bordstein. Bei Schnee bin ich da schon oft mal drüber gefahren, gerade um mir selbst n bisschen was beizubringen. Dabei hab ich auch viel gelernt, aber als ich vorhin den Bordstein auf mich zukommen sehen habe, hab ich etwas panisch reagiert ist mir im Nachhinein dann aufgefallen.

Über ein Fahrsicherheitstraining werde ich mich informieren. Danke dafür.

Die Tatsache dass man sich solche Fragen überhaupt selber stellt, ist schonmal ein gutes Zeichen. ;)

Diejenigen, die es am nötigsten hätten, können das idR nicht.

Ich hatte 20 Jahre keinen Wildunfall und hab mich immer gefragt, wie die Leute das nur anstellen.

Und dieses Jahr hatte ich 3 bei vielleicht 5000km Fahrleistung - haste Schei*e am Fuß, haste Schei*e am Fuß...und ich fahr jetzt echt langsamer an den neuralgischen Stellen. Lernen durch Schmerz.

Dann fahr halt langsamer :D :D ...danke captain obvious...ne so Fahrsicherheitstraining kann nix schaden.

Man ändert sich halt nicht so schnell. Das dauert. Sich die Dinge bewußt machen, bis es irgendwann einsickert. Wird schon.

Dein Problem ist wohl der Schnee. Wir haben zu wenig davon und wenn es schneit werden die Straßen gesalzen. Wie soll man sich dann das Gefühl von Schneeglätte aneignen?

Mach Dir keine Gedanken. Sowas passiert. Für mehr Sicherheit. würde ich öfter als nur ab und zu etwas sportlicher fahren. Damit entwickelst Du Deine Antennen für eventuelle Gefahren und lernst eher Deinen Wagen besser kennen.

Mit Schnee und Eis musst Du Dich halt irgendwie anfreunden oder mit einem sehr sanften Gasfuss fahren.

Deine Reaktion war gar nicht so falsch. Wenn Du bremst greift das ABS schadenbegrenzend ein.

Der Titel des Threads tritt es im Zweifel ;-)

Themenstarteram 6. Januar 2021 um 23:28

Zitat:

@McFlyHH schrieb am 6. Januar 2021 um 23:23:23 Uhr:

Der Titel des Threads tritt es im Zweifel ;-)

Das stimmt wohl, einmal gut kann passieren aber 2 mal? :rolleyes:

Ein Fahrsicherheitstraining, zumal mit dem eigenen Auto, macht auf jeden Fall Sinn. Ich habe davon schon einige gemacht und neben dem Spaß kam die Erkenntnis über die Fahreigenschaften des Autos. Diese in Extremsituationen zu kennen ist hilfreich.

Aber, im Gegensatz zu einem Vorschreiber empfehle ich, sich langsam mit den Eigenschaften des KFZ vertraut zu machen, bevor man zu schnell zu sportlich fährt. :)

Fahren und das Fahrzeug beherrschen kann man lernen, wenn man das will. Der Schnee ist nicht schuld. Als Fahrer hat man sich der Gegebenheit anzupassen. Wenn man das nicht will und/ oder nicht kann, ist es besser "den Bus zunehmen".

Sei froh, dass Du SO lernst, und nicht mit echten Schäden. Ich denke, Du wirst schon klarkommen. Fahrsicherheitstraining ist ein guter Vorschlag gewesen. melde Dich kurzfirstig an, möglichst an einem hochgelegenen Ort. Die Chance auf Schnee ist dort gegeben (ich hatte mal sowas von Glück!).

Ansonsten: ich habe im vergleichbaren Alter den Wagen von meinem Vater über eine Verkehrsinsel springen lassen (war "nur" nass, ich eindeutig zu schnell). Stell Dir vor: NICHTS ist passiert! Kein Reifen geplatzt, kein Schaden am Auto.

Es gibt also auch Andere, die zu blöd sind zum fahren - aber Manche haben nur Glück :-D

Nun fahre ich über 30 Jahre nicht unfallfrei, aber frei von allen gefahren für Personen. Blech udn Felgen hat's schon mal ab und zu kaltverformt. Neue Felgen teste ich GRUNDSÄTZLICh am Bordstein (beim Parken). Wenn sie dann markiert sind, passiert nichts mehr.

Du könntest auch mal über deine Bereifung nachdenken. Möglicherweise verwendest du abgefahrene oder schlicht schlechte Reifen und kannst daher nur bedingt etwas dafür, dass du in solche Situationen überhaupt kommst.

Moin!

Wie wäre es denn damit, einfach rechtzeitig vor der Kurve die Geschwindigkeit zu verringern, bevor irgendwann mal ein Kind dabei ist...?

So schwer ist das nicht, die meisten bekommen das auch ohne Fahrsicherheitstraining wunderbar hin.

Trainiere erst mal das vernünftige Durchfahren von Kurven mit eher niedriger Geschwindigkeit. Orientiere Dich an den anderen.

Und sorge für gute Winterreifen.

ZK

Zitat:

@hjluecke schrieb am 6. Januar 2021 um 23:36:50 Uhr:

Als Fahrer hat man sich der Gegebenheit anzupassen. Wenn man das nicht will und/ oder nicht kann, ist es besser "den Bus zunehmen".

Hallo.

Ja, du hast Recht. Am Bus ist die Reifenschulter höher als jeder normale Bordstein. Somit wird die Felge nicht zerstört. Die Struktur im Reifen selbst nimmt jedoch trotzdem Schaden.

Auch zu Bedenken, dass die Federspeicher Handbremse schlechter dosierbar ist falls man driften möchte.

Gruß

Zitat:

@Michel4747 schrieb am 6. Januar 2021 um 22:37:24 Uhr:

 

... aber anstatt nur vom Gas zu gehen und auszukuppeln habe ich voll in die Eisen getreten und somit die Rutschpartie vermutlich provoziert.

...

Grüße Michel

Bei einem modernen Auto, dessen ABS und ESP funktioniert, ist es nicht mehr nötig, vom Gas zu gehen und auszukuppeln, da darf und SOLL man sogar voll auf die Bremse, die Elektronik übernimmt und rettet Dich vor dem Einschlag in den Bordstein - sofern es innerhalb physikalischer Grenzen möglich ist.

Ich habe mehrere Sicherheitstrainings gemacht, das beste war auf dem Contidrom bei Hannover. Da haben wir genau Deinen Fall geübt. Fahren auf nasser Kreisbahn und auf der nassen Reifenteststrecke.

Ein modernes Auto, bei uns waren es mehrheitlich VW-Golfs, fängt sich sofort wieder, (falls man zu schnell in die Kurve brettert), wenn man beherzt auf die Bremse tritt und drauf stehen bleibt.

Das Auto bleibt lenkbar und verzögert gleichzeitig, soweit das die Fahrbahnbeschaffenheit eben zulässt.

Ich sprach oben von pysikalischen Grenzen. Auf nassem Schnee mit Reibungskoeffizient gleich Null kann auch das beste ABS und ESP da nichts mehr regeln.

Gas weg und auskuppeln war früher - oder beim Oldtimer -richtig. Heute nicht mehr. BREMSE!!! Einfach voll drauf und um das Hindernis herum lenken - sofern noch möglich. That's it - es ist der am meisten Erfolg versprechende Versuch. (Ich weiß jetzt natürlich nicht, wie alt das Auto ist, mit dem Dir das passiert ist. Hat das schon den ganzen Klimbin an rettenden Helferlein?).

Ich empfehle ein professionelles Fahrtraining - am besten mit vom Veranstalter gestellten Autos, da hat man weniger Hemmungen, das an die "Grenzen" zu führen - (das macht außerdem richtig Spaß, kostet aber leider Geld) oder eigene Versuche auf dem leeren Supermarktparkplatz nach Neuschnee.

Und um die Frage ganz oben zu beantworten: NEIN, Du bist nicht zu blöd zum Auto fahren, das passiert auch Profis, dass sie zu zu schnell in die Kurve gehen und die Karre abfliegt. Sogar bei den Oberprofis in der Formel 1.

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