X3 Benziner noch die bessere Wahl ?
Hi, würdet ihr jetzt noch einen reinen Benziner kaufen?
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Dazu kommt, dass seitens der Politik keinerlei Interesse zu bestehen scheint, solche Treibstoffe marktfähig zu machen. Man setzt auf das E-Auto und wird dies durchdrücken, die kommende Regierung wahrscheinlich erst recht. Und auch die E-Autos sind nur ein Zwischenschritt, letztlich wird man den Individualverkehr gänzlich einschränken wollen.
E-Fuels haben durchaus eine Daseinsberechtigung. Meiner Meinung nach aber nicht im PKW-Segment. Zumindest so lange nicht, wie Strom vollends zu einem Abfallprodukt wird. Das wird sicherlich kommen, da der Strombedarf leicht rückläufig ist und der Anteil an erneuerbaren Energien (egal unter welcher Regierung) stetig steigen wird.
Bis das alles so weit ist, wird es aber größtenteils E-Autos im PKW (Neuwagen-)Segment geben. Und die paar wenigen Verbrenner die dann übrig sind, können halbwegs CO2 neutral betrieben werden. Viel wichtiger wird das ganze aber im Transport-Segment werden. Bei Schiffen, Flugzeugen und LKWs sind batteriebetriebene Antriebe noch nicht sinnvoll realisierbar.
Aber ich glaube wir schweifen vom eigentlichen Thema ab…
Ja, und dazu kommt noch - wie und wie umweltschonend der Strom erzeugt wird...
Ich als Privatkäufer habe mich im November 2020 für den 20i entschieden. Für mich ging es mehr um das Finanzielle und deshalb gegen Anschaffung enes 30e sprach folgendes:
- nicht vorhandene öffentliche Infrastruktur zum Akkuladen. Bei uns im Neubaugebiet gibt es keine Ladestationen außer einer auf dem ein Kilometer entferntem REWE-Parkplatz, und da sehe ich täglich wie die E-Autos Schlange stehen und die Besitzer warten, bis sie zum Laden an der Reihe sind.
- über 10.000 EUR für einen 30e im Vergleich zum 20i waren mir zu viel
- weitere mehrere Tausend EUR für eigene Ladebox in der Tiefgarage
- keine Steuernachlässe für mich als Privatkäufer außer KFZ-Steuer. Selbstständige und Firmen erhalten ja gute Steuernachlässe, nicht aber private Personen
- der Strom aus der Ladebox ist auch nicht umsonst
- wie lange muss ich den 30e fahren um endlich gegenüber einem 20i günstiger zu sein
Nach der groben Kostenrechnung habe ich mich klar wir einen 20i entschieden, obwohl der 30e würde zu meinem Fahrerprofil ganz gut passen - über 80% Stadtverkehr und 20 Km. pro Tag Arbeitsweg.
Außerdem, woher soll denn der ganze Strom kommen, wenn alle auf E-Autos umstegen sollen? Atomkraftwerke gibt es fast keine mehr, Kohlekraftwerke werden geschlossen, Nord Pipeline 2 wird schlecht geredet - klar, kommt von den bösen Russen, eigene Grünstromproduktion ist überhaupt nicht ausreichend und sehr teuer...
Naja als Privatkäufer in Deutschland bekommst du 3.750 Euro Prämie vom BAFA für einen X3 30e sowie 900 Euro Förderung je Ladepunkt vom KfW für die Installation einer Wallbox.
Darüberhinaus fördern einzelnen Regionen die Wallbox noch mal zusätzlich. Förderungen für Photovoltaikanlagen gibt es sicherlich auch noch.
Und wie gesagt: mittelfristig wird Strom bei uns in Deutschland zum Abfallprodukt, da es Überproduktionen geben wird. Ob das auch in unserem Geldbeutel ankommt, ist aber natürlich fraglich.
Dennoch kann ich nachvollziehen wenn eine Privatperson einen Verbrenner kauft. Im Leasing würde ich eher zum PHEV tendieren, da die Chancen gut sind, dass du auch beim folgenden PHEV in 3 Jahren wieder eine Förderung durchs BAFA bekommst.
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Und fahre ich dann als Privatkäufer mit dieser mikrigen Staatsförderung einen über 10.000 EUR teueren 30e günstiger als einen 20i? Ganz klar nein. Außerdem, kann niemand sagen, was mit dem Akku nach 3-5-7-10 Jahren in meinem Auto passiert. Und ich als Privatperson kaufen ein so teueres BMW nicht für 3 Jahre...
Deshalb meine Meinung zu diesem E-Autos-Hype - gute Idee, katasrophale Umsetzung...
Zitat:
@RPGamer schrieb am 22. September 2021 um 09:37:38 Uhr:
Ja, klar - und die Rente ist sicher… das Thema kommt ja schon seit Jahrzehnten immer wieder. Ich bin weiterhin der Meinung, dass das nicht passieren wird.Es passiert quasi von alleine, da die meisten E-Autos ja ohnehin irgendwo zwischen 150 und 180 begrenzt sind. Und ich schätze das Thema E-Auto für (fast) alle kommt noch vor dem Tempolimit.
Schau einfach in die Parteiprogramme der in den Umfragen vorne liegenden Partei und ihrer in Frage kommenden Koalitionspartner, dann wird klar, dass das Thema beschlossene Sache ist.
Und auch in der öffentlichen Meinung scheint das Thema mehr Akzeptanz zu finden als vor ein paar Jahren.
Ob ich das gut finde ist ein anderes Thema. Trotzdem habe ich mich nach meinem RS3 (vmax offen) und ausreichend Budget für einen neuen 20i entschieden, da ein M40i zwar unheimlich viel Spaß macht, aber aus dem oben genannten Gründen und meinem Fahrprofil (70% Stadtverkehr) gar keinen Sinn ergeben hätte.
Zitat:
@Rentenautor schrieb am 22. September 2021 um 11:14:04 Uhr:
Es wird auch noch von Robert bosch GmbH sehr bald Massentauglich einen Synthetischen Kraftstoff geben, da seine Ökobilanz die eines Batteriebetriebenen Fahrzeugs um Größenordnungen übertrifft. Weniger Giftige Emmisionen in der Gesamtökobilanz. Wissenschaftlich erwiesen.
Aber nur bei Industriemotoren und nicht bei PKWs
ADAC Redaktion: Herr Berninghausen, für die Produktion von synthetischem Kraftstoff wird sehr viel Strom benötigt. Wäre es nicht sinnvoller, diesen in einer Batterie direkt zu nutzen?
Carl Berninghausen: Tägliche Strecken von 80 bis 120 Kilometer kann man wunderbar mit Batterie machen und sollte es auch tun. Etwas anderes ist es, wenn Autos lange Distanzen zurücklegen. Oder denken wir an schwere Lastwagen, die viel mehr Energie mit sich tragen müssen, oder Flugzeuge und Schiffe – da stoßen wir dann an die Grenzen von Batterien. Jeder Lkw, der auf die Straße kommt, bleibt dort 30 Jahre. Also macht es Sinn, dass man für diese Fahrzeuge bald eine Lösung schafft, CO?-neutral weiterzufahren.
Der Wirkungsgrad von E-Fuels liegt aktuell bei gerade mal 15 Prozent, das ist ein katastrophaler Wert.
Unsere Technologie kommt auf einen höheren Wirkungsgrad. Er beträgt vom Einfangen des Stroms bis zur Energie am Reifen 20 Prozent oder etwas darüber. Entscheidend ist aber, wie teuer der Kraftstoff am Ende wird. Bei Herstellung und Verteilung in Deutschland kostet der Strom 15, 16 Cent pro Kilowattstunde, inklusive der Umlagen bis zu 30 Cent. Das macht die Produktion von E-Fuels viel zu teuer. Wenn man sie aber in Norwegen herstellt, wo der Strom nur drei Cent kostet, dann ist es unterm Strich billiger, mit E-Fuels zu fahren, als mit dem hier geladenen Strom.
Was wird ein Liter E-Fuel dann kosten?
Die aktuellsten Studien schießen sich – ohne Steuern – auf Größenordnungen zwischen 1,20 und 1,70 Euro pro Liter ein.
Gibt es einen Nachweis, dass man E-Fuels in bestehenden Motoren nutzen kann, ohne dass diese geschädigt werden?
Ja, Total Excellium oder Shell V Power haben genau dieselben Eigenschaften. Beides sind Designerkraftstoffe, die hergestellt werden, indem man fossiles Erdgas in seine Bestandteile zerlegt und dann wieder zusammensetzt. Bei uns werden diese beiden Bestandteile eben nicht aus Erdgas gewonnen, sondern aus Kohlendioxid und Wasser. Aber im Ergebnis sind sie genau gleich. Man kann den Kraftstoff beigemischt allen Verbrennungsfahrzeugen zur Verfügung stellen.
Wann gehen Sie in Produktion?
Wir wollen Ende 2022 in Norwegen eine Anlage mit einer Jahresproduktion von zehn Millionen Liter fertiggestellt haben.
Das Interview wurde am 7.11.2019 geführt
Zitat:
@powerchip schrieb am 21. September 2021 um 10:34:02 Uhr:
Warum nicht? Wir verschwenden viel zu viele Gedanken um uns für eine ungewisse Zukunft bekloppt zu machen. ... Ich ziehe es grundsätzlich vor in der Gegenwart zu leben und mach mich nicht über die nächste Wahl oder sonst irgendwas verrückt.
Ich lebe auch in der Gegenwart und mache mich wegen meiner Zukunft nicht verrückt. Aber ich möchte auch, dass auch unsere Kinder eine schöne Gegenwart erleben werden können.
Zum Thema: der X3 ist auch mit dem 20i ein tolles Auto und je nach Anforderung die beste Wahl. Ich finde den Spruch zwar übel, aber Power of Choice trifft es.
Hallo,
heute in der "Welt" gelesen, dass 71% der Deutschen ein generelles Tempolimit auf Autobahnen WOLLEN !!!
Grüße
Zitat:
@RPGamer schrieb am 22. September 2021 um 12:13:18 Uhr:
Und wie aufwendig ist die Produktion dieses Kraftstoffs? Insbesondere die benötige Energiemenge (Strom) um den üblicherweise dafür notwendigen Wasserstoff zu erzeugen? Wenn ich Strom brauche um Kraftstoff zu gewinnen, kann ich den Strom auch gleich in den Akku eines E-Autos stecken, bevor ich den teuer erzeugen Kraftstoff auch noch (zwischen) lagern und aufwendig durch die Welt transportieren muss.
und wie transportierst du den Strom an jede Autobahn Raststätte?
Wenn es da nur 20 Ladesäulen gibt (was für die Urlauszeit viel zu wenig ist) die demnächst mit min. 350KW laden können, dann sind das 7000 KW für eine einzige Raststätte nur fürs laden. Da wir ja "nur" 440 Raststätten haben kommt da ganz schön was zusammen. Wir können ja dann alle 100 km ein kleines AKW hinstellen das pro Seite 3-4 Raststätten versorgt.
Zitat:
@pavlov991 schrieb am 22. September 2021 um 12:41:21 Uhr:
Ja, und dazu kommt noch - wie und wie umweltschonend der Strom erzeugt wird...
Ich als Privatkäufer habe mich im November 2020 für den 20i entschieden. Für mich ging es mehr um das Finanzielle und deshalb gegen Anschaffung enes 30e sprach folgendes:
- nicht vorhandene öffentliche Infrastruktur zum Akkuladen. Bei uns im Neubaugebiet gibt es keine Ladestationen außer einer auf dem ein Kilometer entferntem REWE-Parkplatz, und da sehe ich täglich wie die E-Autos Schlange stehen und die Besitzer warten, bis sie zum Laden an der Reihe sind.
- über 10.000 EUR für einen 30e im Vergleich zum 20i waren mir zu viel
- weitere mehrere Tausend EUR für eigene Ladebox in der Tiefgarage
- keine Steuernachlässe für mich als Privatkäufer außer KFZ-Steuer. Selbstständige und Firmen erhalten ja gute Steuernachlässe, nicht aber private Personen
- der Strom aus der Ladebox ist auch nicht umsonst
- wie lange muss ich den 30e fahren um endlich gegenüber einem 20i günstiger zu seinNach der groben Kostenrechnung habe ich mich klar wir einen 20i entschieden, obwohl der 30e würde zu meinem Fahrerprofil ganz gut passen - über 80% Stadtverkehr und 20 Km. pro Tag Arbeitsweg.
Außerdem, woher soll denn der ganze Strom kommen, wenn alle auf E-Autos umstegen sollen? Atomkraftwerke gibt es fast keine mehr, Kohlekraftwerke werden geschlossen, Nord Pipeline 2 wird schlecht geredet - klar, kommt von den bösen Russen, eigene Grünstromproduktion ist überhaupt nicht ausreichend und sehr teuer...
Gute Analyse. Genau aus den selben Gründen habe ich mich gegen einen 30e und für einen 20i entschieden. Dazu kommt bei mir noch die geringe Jahresfahrleistung von 10-12000 Km. Alles richtig gemacht.
Zitat:
@Power-diesel schrieb am 22. September 2021 um 16:00:04 Uhr:
Wir können ja dann alle 100 km ein kleines AKW hinstellen das pro Seite 3-4 Raststätten versorgt.
Ok, ich greife mal dein ziemlich theoretisches Beispiel auf:
440 Rastanlagen
mit je 20 Schnellladern mit jeweils 350 kWh Ladeleistung je Ladepunkt
8.800 Fahrzeuge, welche 24/7 immer mit der vollen Ladeleistung aktiv sind.
440 x 20 x 350 = 3.080.000 kWh = 3.080 MWh * 24 (Stunden) * 365 (Tage) = 26.980.800 MWh = 26,981 TWh
Im Jahr 2020 wurde mit Windenergie 131,0 TWh, mit Wasserkraft 18,6 TWh, mit Biomasse 50,6 TWh und mit Photovoltaik 50,6 TWh. Insgesamt wurde also alleine mit erneuerbaren Energien 251 TWh Strom erzeugt. In deinem Beispiel würde das einen Anteil von etwas über 10% ausmachen. Man müsste also "nur" 10% mehr Strom mit erneuerbaren Energien erzeugen und wäre am Ziel. Errichtet man einen vernüpftigen Ladepark mit großem Solardach, hat man schon einen kleinen Teil davon erreicht.
Ein Problem wäre in dem Beispiel die Spitzenlast, aber das Beispiel an sich ist ja für diese Betrachtung schon ungeeignet.
Im übrigen würde die Produktion der benötigten Menge an E-Fuels ein Vielfaches des obigen Strombedarfs der E-Autos benötigen. Vorteil: den könnte man einfach im Ausland mit Kohle oder Atomstrom erzeugen und ins grüne Deutschland verschiffen.
Zitat:
@RPGamer schrieb am 22. September 2021 um 16:29:40 Uhr:
Zitat:
@Power-diesel schrieb am 22. September 2021 um 16:00:04 Uhr:
Wir können ja dann alle 100 km ein kleines AKW hinstellen das pro Seite 3-4 Raststätten versorgt.Ok, ich greife mal dein ziemlich theoretisches Beispiel auf:
440 Rastanlagen
mit je 20 Schnellladern mit jeweils 350 kWh Ladeleistung je Ladepunkt
8.800 Fahrzeuge, welche 24/7 immer mit der vollen Ladeleistung aktiv sind.440 x 20 x 350 = 3.080.000 kWh = 3.080 MWh * 24 (Stunden) * 365 (Tage) = 26.980.800 MWh = 26,981 TWh
Im Jahr 2020 wurde mit Windenergie 131,0 TWh, mit Wasserkraft 18,6 TWh, mit Biomasse 50,6 TWh und mit Photovoltaik 50,6 TWh. Insgesamt wurde also alleine mit erneuerbaren Energien 251 TWh Strom erzeugt. In deinem Beispiel würde das einen Anteil von etwas über 10% ausmachen. Man müsste also "nur" 10% mehr Strom mit erneuerbaren Energien erzeugen und wäre am Ziel. Errichtet man einen vernüpftigen Ladepark mit großem Solardach, hat man schon einen kleinen Teil davon erreicht.
Ein Problem wäre in dem Beispiel die Spitzenlast, aber das Beispiel an sich ist ja für diese Betrachtung schon ungeeignet.Im übrigen würde die Produktion der benötigten Menge an E-Fuels ein Vielfaches des obigen Strombedarfs der E-Autos benötigen. Vorteil: den könnte man einfach im Ausland mit Kohle oder Atomstrom erzeugen und ins grüne Deutschland verschiffen.
Ich sage ja nicht dass es Dauerlast ist, aber wenn alle belegt sind, was sicher sehr oft der Fall ist, dann müssen die armdicken Leitungen die Last vertragen. Wobei 20 Stück auch nicht sehr viel sind. Bei 440 Raststätten auf ca. 13000km Autobahn verteilt möchte ich gar nicht wissen wieviel tausende Kilometer von dem dicken Kabel verlegt werden um nur die Raststätten zu versorgen. Kupfer kostet ja fast nichts.
Wenn aber nach deiner Rechnung schon bis zu 10% für die Raststätten verbraucht werden, dann brauchen wir noch einmal ein paar 100% für die Millionen restlichen Ladestationen, Wärmepumpen u.s.w. in Deutschland.
Ich habe mal gesehen was für Kabel in ein Neubaugebiet verlegt wurden in dem es Nachtspeicherheizung gibt und wie viele 4cm dicke Kabel in unser Haus mit 18 Wohnungen ging, wobei das nur ca. 800 kw zum Heizen waren wenn alle gleichzeitig laden.
Ich habe nichts gegen Elektro, habe selber eine PV Anlage mit 17kw und Wärmepumpe. Bei mir wird zB. nur eine 11kw Ladestation genehmigt damit der Nachbar auch noch laden kann. Wird in den Städten
sicher lustig wenn irgend wann mal alle laden wollen.
Zitat:
@bezie schrieb am 22. September 2021 um 15:55:29 Uhr:
Hallo,
heute in der "Welt" gelesen, dass 71% der Deutschen ein generelles Tempolimit auf Autobahnen WOLLEN !!!
Grüße
Und das glaubst du?