Wurde betrogen und habe es nicht gemerkt bis gestern!

Mercedes C-Klasse W202

Seit September 2008 fahre ich als zweit Wagen wieder einen C200 T Bj.1999 daher erst mal Hallo ins W202 Forum.
Nun möchte ich euch meine sch... erzählen. (wird lang)

Ich habe von einem Mercedes Mitarbeiter Privat den Wagen gekauft er hatte ihn nur 2 Monate. Der Wagen war bei ebay drinnen und beim anschauen und Probefahren haben wir uns außerhalb geeinigt. Ich muß dazu sagen der Wagen hat kappe 100.000km auf der Uhr und war für die knapp 9 Jahre sehr gepflegt. Haben uns auf einen Preis von 5700 Euro geeinigt und noch paar Kleinigkeiten da der Verkäufer ja an der Quelle sitzt.

Wenn ich ehrlich bin als ich den Wagen abgeholt habe bei ihm und Zuhause mal bissel genauer schaute sind mir paar Abnutzungsspuren schon aufgefallen und ich war mir net ganz sicher das die 100.000km stimmen aber ok, Wagen schaut gut aus fährt gut lassen wa es dabei.

Nun gestern wollte ich einen Ölwechsel machen lassen also schnell um die Ecke zu ATU (die sind dort super keine schlechten Erfahrungen gemacht) aber leider alles voll. Also gut fahre ich zum nächsten, muß dabei sagen wohne in Berlin. Bin also von meinem Stadtteil in meinen alten gefahren da dort ebenfalls ein ATU war aber leider auch dort erst am nächsten Tag möglich wenn der Wagen da bleibt. Darauf hatte ich kein Bock brauche den Wagen jeden Tag. Also dachte ich mir was solls fahr ich 500m weiter zu Mr. Wash hoffe das sagt euch was ist ne sehr große Tanke mit großer Waschanlage und eben auch Ölwechsel sofort ohne das man aussteigen muß und der Preis alles inkl. mit 5W40 44,70 Euro das ist ok.

Fahre also rein werde freundlichst empfangen und wußte net so recht welches Öl, und jetzt kommts eigentlich. Der Mitarbeiter erkannte den Wagen und meinte noch kein Problem schauen wir mal was er letztes mal hatte. Er gibt das Kennzeichen ein fragt mich nach dem Km-Stand und wundert sich. Er konnte meinen Km-Stand nicht mit dem Kennzeichen eingeben da er unter dem letzten Eintrag lag. Nun war ich erstaunt und erschrocken wir schauten uns das im System mal genau an und stellten Fest das der Wagen im Mai 08 genau dort war zum Ölwechsel mit einer Laufleistung von über 380.000 km!!!

Ist das der Hammer?

Ich dachte ich spinne mir ist echt die Farbe aus dem Gesicht gewichen. So ein Sch...ß habe ich noch net erlebt aber dachte mir was für ein riesen Zufall kann das sein das man so einen Betrug herraus bekommt.

Habe mir die Adresse des damaligen Besitzers aufgeschrieben um jetzt bissel Detektiv zu spielen und der ganzen Sache auf den Grund zu gehn. Ich habe angerufen und vom Besitzer wurde mir dies bestätigt aber leider sind diese im Umzug und haben keine Unterlagen mehr zu Hand. Aber der Wagen wurde bei einem Händler in Zahlung gegeben bei dem ich heute auch war und der konnte mir helfen bzw. wird mir helfen da er genau bescheid wußte an wen er den Wagen verkauft hat. Er versucht alte Unterlagen über Inspektion und hoffentlich Kaufverträge vom Ankauf und Verkauf herraus zu suchen damit ich was gegen meinen Verkäufer in der Hand habe. Aber mal ehrlich, so abgebrüht zu sein und von ca. 380.000km auf nur 100.000km zu drehen ist doch unfassbar.

Werde euch weiter berichten falls es euch interesieren sollte aber bitte keine Komentar wie selber schuld etc.

Beste Antwort im Thema

Guten Abend liebe Gemeinde, wie versprochen der neuste Stand.

Vorab, auf Grund der ganzen Verwirrung mit Händler meinem Verkäufer und jetzt noch einem dritten der den Wagen eigentlich erst gekauft hat, habe ich den Rat angenommen und eine Anwältin beauftagt.

Zum Treffen das gestern war bin ich natürlich trotzdem gefahren. Da ich durch meine ganzen Recherchen bei denen ich dies aufdecken konnte so viel Ergeiz und Wut entwickelt habe wollte ich jetzt kurz vorm endgültigen Beweis nicht aufhören.

Also wie gesagt gestern beim Händler alle Mann getroffen und was soll ich sagen ich bin eigentlich am Ar...,
mein Verkäufer legte mir einen Kaufvertrag vor in dem schwarz auf weiß steht das er den Wagen von dieser dritten Person gekauft hat mit ca.100.000km. Jetzt legte der Händler die Unterlagen bzw. den Vertrag den er extra noch mal vom Steuerberater geholt hat vor und da steht drinnen Fahrzeug mit ca. 372.000km verkauft an eben diesen dritten Eierkopft.

Das schöne ist es steht zwar auf beiden Verträgen der Name aber die Adresse ist Kairo Ägypten das wars nichts weiter kein Wohnsitz in Deutschland oder Telefonnummer nur Name und Kairo.

Einige von euch haben es ja schon befürchtet das der Händler da wohl mit drinnen stecken könnte, dies kann ich jetzt nur noch unterstützen. Ich denke das dies eine perfekte Abzocke ist ungestraft davon zu kommen.

Der Händler verkauft den Wagen mit hoher Laufleistung an den Ägypter den es warscheinlich gar nicht gibt, Ägypter verkauft ihn mit geringer Laufleistung an meinen Verkäufer der dann natürlich nichts davon weiß. Nach 2 Monaten mit neuen TÜV ordentlich gereinigt paar Kleinigkeiten gemacht wird der Wagen an das Opfer in diesem Fall ich verkauft und schon sind beide vollkommen aus dem Schneider da sie Verträge vorweisen können in denen alles steht wie es sein muß. Würde sagen der absolute Oberhammer!!!

Jetzt kommt aber eigentlich das ganz ganz kleine Bonbon, da wahrscheinlich Händler und mein Verkäufer sich etwas ertappt gefühlt haben auch ohne Beweise, habe ich 750 Euro Entschädigung bekommen. Nach kurzer Rücksprache mit der Anwältin wurde mir geraten auf Grund dieser Unterlagen die vorliegen das Geld zu nehmen und sich damit abzufinden das es wohl keine Möglichkeit mehr gibt irgendwie an mehr Geld zu kommen.

Ich werde zwar da ich Kopien der Verträge bekommen habe alles noch mal zur Prüfung der Anwältin geben aber ich denke das gar nichts mehr dabei raus kommen wird.

Daher bedanke ich mich bei euch allen für die Anteilnahme und hoffe das alle aus meinen Fehlern aber auch Hinweisen aller anderen hier worauf man achten sollte lernen. Lieber das Auto stehen lassen egal wie gut der Preis ist aber wenn nicht zu 99% nachweisbar ist ob alles stimmt FINGER WEG!!!

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Hab da mal ne vielleicht dumme Frage
Läßt sich das nicht beim TÜV feststellen ??

Hallo Gemeinde!

Auch ich möchte mein Bedauern dem TE zukommen lassen. Bleib an der Sache dran, bleib stark und ich wünsche Dir viel Glück!!!

Da sich hier nun einige Experten zu Wort gemeldet haben. Worauf muß man beim Kauf einer etwa 10 Jahre alten C-Klasse (Benziner) mit ca. 100.000TKM achten um einigermaßen sicher zu sein, daß hier am Tacho nicht getrickst wurde. Gibt es Expertenerfahrungen und allgemeine Hinweise aus der Branche der Gebrauchtwagenhändler? Z.B., woran kann man eine bald krepierende ZKD erkennen? Wie sollte eine gewartete Klimaanlge aussehen.? u.s.w. . Gibt es im allgemeinen Schwachstellen, auf die man unbedingt achten sollte?

In Gedanken beim TE und bei den hoffentlich regen Teilnehmern.....!

Grüße

Micha

Hi..

glaub die ausführliche Beratung hier würde bissle arg OT gehen, aber hier ein paar Sachen auf die man immer achten sollte:

- Lenkrad
- Pedale
- Schaltsack (wenn vorhanden)
- Sitze
- Fußmatten (auch mal hochheben)

Ein Blick auf die Zettelchen im Motorraum, Scheckheft schadet auch nie, evtl ein Besuch bei Mercedes (wenn dort gewartet können die evtl. in die Reperaturhistorie nen Blick werfen, der Tachostand wird bei mir immer mit notiert), TÜV-Berichte zeigen lassen, Rechnungen zeigen lassen (wenn vorhanden)

Klima am besten mal laufen lassen, auf unangenehme Gerüche achten (zwischendurch auch mal ausschalten aber die Lüftung weiter laufen lassen)

Bei der ZKD mal das Öl anschauen, bzw. die Kühlflüssigkeit mal ansehen.

Grüße
Stefan

@den TE: viel Glück bei der Aufklärung, bei sowas könnt ich ausflippen!

Ich bin mir nicht sicher, aber wenn ich mich richtig entsinne, wurden Tachomanipulationen vor einigen Jahren ins Strafgesetzbuch aufgenommen. Früher war es ein Kavaliersdelikt, heute ist es (wahrscheinlich) eine strafbewährte Tat. Sollte es so sein, wäre der beste Weg der zur Polizei, um Anzeige zu erstatten und den Rest der Staatsanwaltschaft zu überlassen. Die Indizienlage scheint ja erdrückend. Gleichzeitig kannst du zivilrechtlich gegen den Verkäufer auf Schadenersatz klagen. Wird die Tat seitens der Staatsanwaltschaft nachgewiesen, hat der Verkäufer ein echtes Problem und sollte zur Strafmilderung im eigenen Sinn den Schaden begleichen. Falls du eine Rechtsschutzversicherung hast, übergibt den Fall einem Anwalt. Hast du keine, dann am besten auch. Die Chancen stehen nicht schlecht, wenigstens einen Teil des Geldes wieder zu sehen.

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Zitat:

Original geschrieben von HarryWausD


a)...wurden Tachomanipulationen vor einigen Jahren ins Strafgesetzbuch aufgenommen.
b)...wenigstens einen Teil des Geldes wieder zu sehen.

a) Ja, ist strafbar. Es handelt sich eindeutig um Betrug.

b) Ein Teil des Geldes? Zur Rücknahme des Fahrzeuges verpflichtet!

Wenn dann alles Hinweise, die auf eine hohe km-Leistung deuten können noch systematisch entfernt wurden, ist es sowieso grober Vorsatz.

Solchen Leuten muss da "Handwerk" entzogen werden. Ich bin der Meinung, wir hatten hier im Forum schon einmal so ein Fall innerhalb diesen Jahres. Was daraus geworden ist, ist unbekannt. Vielleicht mal suchen.

Gruß, Carle57

ich danke erst mal allen hier die Anteil nehmen,

muß ehrlich sagen das am Fahrzeug kein einziger Zettel, Aufkleber oder der gleich zu finden sind um irgendwas nachzuweisen. TÜV Bericht ist leider nur der Kilometerstand drinnen mit dem mein Verkäufer dort war und der ist da knapp unter 100.000km. Mein Verkäufer hatte den Wagen auch nur genau 2 Monate und ich war der dumme den er gesucht und gefunden hat dann.

Ich würde gerne den Weg zur Polizei bzw. Anwalt erst mal vermeiden da mir dadurch auch erst mal nicht geholfen ist. Ein Verfahren dauert in der Regel 1-1,5 Jahre. Da ich ein Auto brauche muß ich den Wagen pflegen reparieren usw. und wenn ich dann Recht bekomme habe ich vielleicht ein haufen Geld investiert und gebe den Wagen zurück bekomme aber in der Regel auch nur den Kaufpreis ersetzt. Eine Einigung so wie ich sie mir vorstelle mit Wertausgleich oder er nimmt ihn jetzt zurück wäre mir am liebsten und ich hoffe dem Verkäufer auch wenn er schlau. Natürlich sollte er sich weigern oder versuchen noch bei meinen Angeboten die ich ihm mache zu handeln, werde ich eine Strafanzeige machen habe Rechtschutzversicherung daher wäre dies gar kein Problem.

Hoffe euch spätestens Mittwoch neues berichten zu können da ich auf einen Anruf vom Händler warte wie wir nun verfahren wollen, ob eine Einigung diese Woche in Sicht ist.

Wer schreibt der bleibt.
Schreib dem Händler eine Mail oder ein Fax damit Du für später etwas in der Hand hast. Bisher scheint Ihr nur gesprochen zu haben. Der Händler kann jederzeit alles Abstreiten.
Schreib das ganze so das Du alles bisher geschehene noch mal dokumentierst/zusammenfaßt und das Du halt noch auf einen Termin wartest. Damit ist er unter zugzwang. Ich weiß aber auch ehrlich gesagt nicht warum er dieses Problem auch zu seinem macht.

Wie ein anderes Mitglied hier schon schrieb kann sich der Händler nicht wirklich rausreden das er die Dokumente nicht findet. Soll mal kurz seine Buchhaltung fragen wo die Paiere abgelegt sind. Ansonsten wäre auch der hinweis das man ja auch mal das Finazamt fragen könnte hilfreich. So eine Buchprüfung kann schon mal lästig sein.

Viel erfolg und toi toi toi

Zitat:

Original geschrieben von unitedstates


habe Rechtschutzversicherung daher wäre dies gar kein Problem.

Hoffe euch spätestens Mittwoch neues berichten zu können da ich auf einen Anruf vom Händler warte wie wir nun verfahren wollen, ob eine Einigung diese Woche in Sicht ist.

Einen Rechtsanwalt hätte ich schon längst eingeschaltet, dann währe das Problem wahrscheinlich schon mit dem ersten Brief vom Anwalt, an den Verkäufer, zu deiner Zufriedenheit gelöst worden.

bin einen Tag zu spät aber wie versprochen hier der neuste Stand

Händler hat mich angerufen und hat die Unterlagen über den Verkauf gefunden. Fahrzeug wurde laut KAufvertrag mit 372.000km verkauft. Aber jetzt kommt das Problem. Fahrzeug wurde nicht an meinen Verkäufer verkauft sondern an einen Freund oder Bekannten dessen. Mein Verkäufer muß dann wiederrum den Wagen von ihm abgekauft haben.

Jetzt ist die Frage was nun? Streitet er alles ab steh ich auch erst mal da allerdings hat mich mein Verkäufer gerade angerufen und mit mir einen Termin für nächste Woche Dienstag ausgemacht das wir uns treffen beim Händler und darüber sprechen.

Jetzt eine Frage an euch. Müßte er trotzdem den Wagen zurücknehmen da er nicht der Laufleistung entspricht und ich dies nachweisen kann? Er wiederrum müßte dann sich mit seinem Verkäufer streiten ich wäre aber aus dem Spiel.

Moin, Moin

hier ist ganz klar der Tatbestand einer arglistigen Täuschung
erfüllt.

Du hast auf jeden Fall das Recht auf (Wandlung) wie man so schön sagt.

Alle Deine Begehren (ich meine es waren drei) Geld zurück etc.
sind rechtlich völlig korrekt und die sache hat auch vor Gericht so Bestand.
Bloß Vorsicht: Der Verkäufer hätte theoretisch das Recht,
eine Nutzungsentschädigung für die gefahrenen Kilometer
zu verlangen. In der Regel werden hierfür 0,4 - 0,6% vom Kaufpreis pro
1000 gefahrene Kilometer veranschlagt.
Dagegenzurechnen sind die (vergeblichen) Aufwendungen
für Zulassung u.s.w. .

Schon ne heftige Sache, wenn mann dreißt beschissen wird.

Aber Kilometermanipulationen zu erkennen, als Laie, wenn dazu der
Wagen auch noch in einem guten Allgemeinzustand ist...
Schier unmöglich.

Wenn der Verkäufer sich stur stellt, nicht lange Fackeln, gleich vom RA einen Vorsetzen lassen.

Ich könnte zum Thema Beschiss beim Autokauf auch noch einen zum Besten geben.

Im August 2008 kaufte ich von nen freien Händler einen gebr. c 180 T
mit 125000 Km.
Angabe im Kaufvertrag: Schaden lt. Vorbesitzer: Tür hinten rechts neu und Kotflügel ausgebeuelt wg. Parkrempler.

Vor einem Monat ist mir einer in die Karre gefahren.
Schadensmeldung ausgefüllt und angegeben, dass keine Vorschäden waren.(Bagatellschaden)
Versicherung rief mich an und wollte mir halbwegs Betrug unterstellen,
da der Benz angeblich 4 Monate vor meinem Kauf einen 10800 € Totalschaden hatte.
Da ist mir erstmal ein Ei aus der Hose gefallen.
Gutachten mit Fotos zusenden lassen: Es war die Linke Seite und diese war total platt. Nix mehr heile geblieben.
Das ganze wurde auch noch von dem Händler fotografiert und repariert,
von dem ich den Karren gekauft habe. Reparatur war auch ziemlich dürftig, denn bei genauerem Hinsehen stimmten die Spaltmaße nicht.
Aber Bla Bla, das kann jedem so schnell passieren.

Bin dann zu dem Händler hin und hab auf einen Ersatz bestanden.
Jetzt fahre ich 280er c T-Modell, (den hab ich aber vorher von einen unabhängigen Gutachter sichten lassen)- was ich ab jetzt bei jedem Kauf machen werde.

MfG

Zitat:

Original geschrieben von unitedstates


bin einen Tag zu spät aber wie versprochen hier der neuste Stand

Händler hat mich angerufen und hat die Unterlagen über den Verkauf gefunden. Fahrzeug wurde laut KAufvertrag mit 372.000km verkauft. Aber jetzt kommt das Problem. Fahrzeug wurde nicht an meinen Verkäufer verkauft sondern an einen Freund oder Bekannten dessen. Mein Verkäufer muß dann wiederrum den Wagen von ihm abgekauft haben.

Jetzt ist die Frage was nun? Streitet er alles ab steh ich auch erst mal da allerdings hat mich mein Verkäufer gerade angerufen und mit mir einen Termin für nächste Woche Dienstag ausgemacht das wir uns treffen beim Händler und darüber sprechen.

Jetzt eine Frage an euch. Müßte er trotzdem den Wagen zurücknehmen da er nicht der Laufleistung entspricht und ich dies nachweisen kann? Er wiederrum müßte dann sich mit seinem Verkäufer streiten ich wäre aber aus dem Spiel.

Dein Verkäufer muss den Wagen abnehmen. Es ist dabei unerheblich, ob er von der tatsächlichen Laufleistung wusste oder nicht. Entscheidend ist, dass Du ein Auto in dem Glauben gekauft hast, dass es wesentlich weniger Kilometer gelaufen ist. Anhand des Preises konntest Du - so unterstelle ich hier einmal - auch nicht auf den extrem hohen Kilometerstand schließen. Zettel waren keine mehr im Motorraum aus denen der Kilometerstand ersichtlich hätte sein können.

Ich kann die Empfehlung, die hier schon gegeben wurde, nur wiederholen: GEH ZUM ANWALT!!
Dies ist keine Kleinigkeit. Es wurde - von wem auch immer - der Tachostand absichtlich frisiert. Du bist nun der Geschädigte und es liegt nicht an Dir, denjenigen ausfindig zu machen, der dies getan hat. Als Geschädigter hat man eigentlich das Interesse, in erster Linie den eigenen Schaden so gering wie möglich zu halten. Aber dies kommt mir hier irgendwie vor, als seist Du die Mutter Theresa der Autoverkäufer.
Ratschläge können wir Dir alle geben, aber rechtlich durchsetzen kann sie nur ein Anwalt in Deiner Nähe, dem alle Kaufunterlagen vorliegen. Es ist natürlich legitim, hier im Forum Fragen dazu zu stellen und auch die Forumsteilnehmer für dieses Thema zu sensibilisieren, dennoch ist mittlerweile der Zeitpunkt da, wo Du m.E. den anwaltlichen Rat benötigst und dieser dann auch durchgesetzt wird. Mag ein Verfahren, wenn alles hart auf hart kommt, wie Du schreibst ein Jahr dauern, aber was willst Du ohne anwaltlichen Rat erreichen? Ein einsichtiges "Es tut mir leid, hier ist ihr Geld, ich werde es nie wieder tun"? Du schreibst, es sei Dir mit einem Verfahren nicht geholfen, dies ist wohl wahr, doch dies wird wohl schlimmstenfalls der Weg sein, den Du gehen musst.

Ich persönlich würde lieber mit fundiertem Wissen und mit anwaltlichen Ratschlägen zu einem Treffen gehen als mit dem (Halb-)wissen des Forums hier. Dies reduziert die Wahrscheinlichkeit erheblich, nochmals über den Tisch gezogen zu werden.

Ich würde zu dem Treffen gleich meinen RA mitnehmen um die Ernsthaftigkeit des Vergehens zu untermauern.
Die Wirkung seiner Anwesenheit wird sehr warscheinlich zu einem Ergebnis zu deinen Gunsten ausfallen. 
Gehst du alleine hin, wird man dich nach allen Regeln der Kunst über den Tisch ziehen.
Und lass dich nicht auf Kompromisse ein, denn dann haben sich dich schon wieder reingelegt.

Den Empfehlungen bezüglich eines Rechtsanwaltes kann ich mich nur anschließen!

Auch verstehe ich nicht ganz wieso der Händler sich mit deinem Verkäufer und dir treffen will. Der einzige Vertragspartner von dir ist dein (Privat-)Verkäufer, gegen den muss vorgegangen werden. Wer dann da noch alles mit drin hängt, das herauszufinden ist nicht deine Aufgabe und brauch auch nicht deine Sorge sein. Der falsche Kilometerstand ist schließlich eindeutig.

Rechtsanwalt einschalten - ganz eindeutig. Du wirst bei Deinem Händler sonst über den Tisch gezogen, da darfst Du sicher sein.

Zitat:

Original geschrieben von Thinky123


...Wer dann da noch alles mit drin hängt, das herauszufinden ist nicht deine Aufgabe und brauch auch nicht deine Sorge sein. Der falsche Kilometerstand ist schließlich eindeutig....

Das würde ich so nicht Unterschreiben.

Wenn der Vorbesitzer beweisen kann (Kaufvertrag etc.), dass auch er den Wagen mit bereits manipuliertem Tachostand gekauft hat, ist er fein sauber raus aus der Sache, da es ja noch ein Besitzer zwischen dem Händler und Deinem Vekäufer gab.

MfG - Opa

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