Womo: Reifen geplättet, wem ist es auich schon passiert und was kann man dagegen tun?

Fiat Ducato 250

Stand mein geliebtes Womo (ausgebauter Kastenwagen, 5,4m) mehrere Wochen auf einem Parkstreifen, ist halt grad kein Campingwetter, da hat mir jemand auf der Bürgersteigseite die beiden Ventilkappen abgedreht und die Luft abgelassen. Es stand auch irgendeine Botschaft in den Schnee auf der Scheibe gekritzelt, war aber nicht mehr lesbar.
Reifen scheinen noch ok, wahrscheinlich ist 'nur' ein Ventil hin.
Beim Googeln stelle ich fest: das ist ja fast Standard und passiert ständig. meist schlimmer mit zerstörten Reifen.
Ich brauche ja eh neue Kappen, da kaufe ich gleich diebstahlsichere in der Hoffnung, dass der Depp jetzt nicht mit einem Messer kommt. Was kann man denn sonst machen? Video ist ja eher nicht erlaubt, wegen öffentlichem Raum.
BTW Krönung war der zugezogene Polizist, der behauptete ernsthaft, ich dürfte nur maximal vierzehn Tage an einem Ort stehen und hätte daher meinen Anteil an der Sache. Ich hatte den aufgefordert mir bitte unbedingt deswegen ein Ticket auszustellen. Hat der natürlich nicht gemacht, der wusste, dass er mich gerade anlügt.

59 Antworten

Man muss auch an seine Umwelt denken, mit "ich darf das" kommt man nicht immer weit.

Kleine Anekdote meinerseits dazu:
Ich wohne in einem reinen EFH-Wohngebiet, dörflich.
Irgendwann hat es sich so ergeben, dass ich mein Dienstgefährt, einen 9m-LKW ohne Kastenaufbau für den täglichen Arbeitsweg nutzen und mit nach Hause nehmen darf. Vor meinem Haus ist kein Platz, auf der Straße abstellen ist in einem Wohngebiet keine Option. Am Ende der Straße ist allerdings ein Sportplatz mit Haupt- und Nebenparkplatz. Ich parke auf dem Nebenparkplatz, weil da nie einer parkt. Gegenüber steht eine Reihe Häuser.

Der Tiefbauunternehmer der in der gleichen Straße wohnt, fragte mich irgendwann, ob ich gar keine Vandalismusschäden am LKW hätte, ihm hätten sie Luft abgelassen und Rücklichter zerschlagen, als er genau dort parkte. Meine Antwort: "Nö".

Warum das so ist? Ich verhalte mich sozialverträglich, habe die Nachbarn gefragt, ob sie sich dran stören und bin immer höflich zu ihnen. Eine Nachbarin sagte mir dann mal, dass es lediglich störend sei, wenn ich den Motor morgens vor der Abfahrt laufen lasse. Ist okay, dann habe ich das fortan unterlassen.
Man hat durchaus Einfluss auf sein Umfeld.

P.S.:
Wenn ich meinen Wohnwagen im Urlaub irgendwo im öffentlichen Raum abstelle, habe ich stets einen Zettel mit meinem Namen und meiner Telefonnummer in der Scheibe hängen. Falls sich irgendwer daran stört, hat er die Möglichkeit, mir das mitzuteilen.
Konfliktvermeidung ist der klügere Weg, als später auf sein Recht zu pochen und im Endeffekt dennoch der Gekniffene zu sein.

Um es mit einem Sprichwort zusammen zu fassen: Was man in den Wald reinruft schallt es zurück!

Zitat:

Kameras darfst du nicht aufstellen, weil's öffentlicher Raum ist.

Wo kein Kläger, da kein Richter.
Wenn ich versehentlich den Idioten vor die Linse bekomme, der mir einen Reifen platt machtoder gar größere Schäden verursacht, würde ich anschließend ein paar Takte mit ihm reden.
Da würden mir Mittel und Wege einfallen, dass er es nie mehr macht.
Dashkameras darf man auch nicht verwenden, zeigen/beweisen sie aber eine Straftat,
hat bisher kein Richter den Eigner der Dashkamera verurteilt,
den Straftäter aber schon.

Zitat:

@Freetec 598 schrieb am 29. Dezember 2021 um 09:30:45 Uhr:



Zitat:

Kameras darfst du nicht aufstellen, weil's öffentlicher Raum ist.

Wo kein Kläger, da kein Richter.

Immer schön die Tipps zum Illegalen (dem TE damit unterstellend, er hätte selbst von dieser Technik noch nie was gehört - Selbstjustiz mit Selbstjustiz beantworten). Sähe ich bei uns so was, wäre eine Anzeige fällig.

Meines Wissens sind Dashcams legal, wenn sie bestimmte technische Merkmale erfüllen. Aber ich habe mich mangels Interesse damit nicht im Detail befasst - kann falsch sein.

Zitat:

@Bamako schrieb am 27. Dezember 2021 um 09:58:00 Uhr:


Wenn ich meinen Wohnwagen im Urlaub irgendwo im öffentlichen Raum abstelle, habe ich stets einen Zettel mit meinem Namen und meiner Telefonnummer in der Scheibe hängen.

Niemals würde ich Name und Telefonnummer öffentlich aushängen. Aber wenn, schon, dann auch gleich mit Heimatadresse und wo ich im Haus Geld und Schmuck versteckt habe und wie lange ich abwesend bin.

Im Ernst: Nie würde ich einen solchen Tipp ins Netz stellen. Wenn ich ein Bedürfnis der Erreichbarkeit hätte (habe ich nicht - gab und gibt niemals eine Grund), dann allenfalls per Wegwerf-E-Mail.

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Zitat:

@situ schrieb am 29. Dezember 2021 um 09:43:24 Uhr:


..Niemals würde ich Name und Telefonnummer öffentlich aushängen..

Dann steht dein Namen, also nicht auf deinem Briefkasten?

Und eine Handy-Nummer ist normalerweise keinem Besitzer zuzuordnen.

Wenn mich, mir Unbekannte, anrufen, melde ich mich nie mit meinem Namen.

Solche Anrufer müssen sich immer zuerst vorstellen.

Also, nur die Handy-Nummer, aber ohne Namen.

Wenn ich in Neapel. Moskau oder Peking meinen Wohnwagen abstelle, dann möchte ich tatsächlich nicht, das in kurzer Zeit mein Telefon mit SPAM-SMS zugeschaufelt wird.

Ich möchte auch nicht, dass in MT ein Zweitakt-User schreibt, "der Herr Eintakt mit der Telefonnummer +494711471147114711 parkt in unserer Straße. Ich möchte seinen Wohnwagen gern grün anstreichen. Ist das legal?"

Es hat sehr gute Gründe, weshalb man - anders als früher - nur noch selten private Daten in Telefonbüchern etc. findet.

Wenn hier jemand solche Tipps gibt, dann doch, weil er ihn für nachahmenswert hält. Und da finde ich es nicht verkehrt, demjenigen, der das vielleicht nachahmen möchte, Weiteres zu bedenken zu geben. Er kann das im Herzen bewegen - muss es aber nicht.

Wenn das alles nicht verständlich ist: Google mal nach "Äpfel und Birnen".

Zitat:

@Freetec 598 schrieb am 29. Dezember 2021 um 09:30:45 Uhr:



Zitat:

Kameras darfst du nicht aufstellen, weil's öffentlicher Raum ist.

Wo kein Kläger, da kein Richter.
Wenn ich versehentlich den Idioten vor die Linse bekomme, der mir einen Reifen platt machtoder gar größere Schäden verursacht, würde ich anschließend ein paar Takte mit ihm reden.
Da würden mir Mittel und Wege einfallen, dass er es nie mehr macht.
Dashkameras darf man auch nicht verwenden, zeigen/beweisen sie aber eine Straftat,
hat bisher kein Richter den Eigner der Dashkamera verurteilt,
den Straftäter aber schon.

!!!Achtung Satire!!!
Ich kenne auch ein paar Methoden die den "Täter" davon überzeugen sowas nicht wieder zu machen. Trotzdem habe ich aber keine Lust mir hinterher vom Richter sagen zu lassen "Herr Badland bei allem Verständnis für ihre Wut, aber Sie hatten dem Herrn nicht direkt die Finger zertrümmern und ihn in den nächsten Fluss werfen müssen"

Selbstjustiz ist nicht ohne Grund Illegal!

Hätte der TE von vorn herein den Wagen auf einen umzäunten Lagerplatz bzw. abgeschlossene Lagerhalle gestellt, hätte sowas auch vermieden werden können.

Sowas fällt in die Kategorie "Ist zwar Scheisse, aber Pech gehabt"

Zitat:

@situ schrieb am 29. Dezember 2021 um 10:32:47 Uhr:


Wenn ich in Neapel. Moskau oder Peking meinen Wohnwagen abstelle, dann möchte ich tatsächlich nicht, dass in kurzer Zeit mein Telefon mit SPAM-SMS zugeschaufelt wird..

Dazu brauchen sie aber nicht deine Handy-Nummer auf dem Zettel am Wohnmobil.

Zitat:

@situ schrieb am 29. Dezember 2021 um 10:32:47 Uhr:


Ich möchte auch nicht, dass in MT ein Zweitakt-User schreibt, "der Herr Eintakt mit der Telefonnummer +494711471147114711 parkt in unserer Straße..

Woher soll jemand deinen Namen wissen, wenn du nur die Handy-Nummer ohne Namen auf den Zettel schreibst?

Also bislang hatte ich noch keinen Anrufer, trotz Zettelaushang. Weder Spam, noch Scherzanruf, noch Beschwerde.
Ich schreibe auch nur "Herr XXX, Telefon 0124567890" auf den Zettel.

Ich werde es auch weiterhin, als vertrauensbildende Maßnahme sozusagen, so praktizieren. Ich habe ja keinen aufgefordert, es mir gleich zu tun 😉

Zitat:

@4Takt schrieb am 29. Dezember 2021 um 11:21:50 Uhr:


Woher soll jemand deinen Namen wissen, wenn du nur die Handy-Nummer ohne Namen auf den Zettel schreibst?

Oh, ist das schwer. Daher noch einmal den Bezug – damit du es verstehst, hervor gehoben.

Zitat:

@Bamako schrieb am 29. Dezember 2021 um 11:37:05 Uhr:


Also bislang hatte ich noch keinen Anrufer, trotz Zettelaushang. Weder Spam, noch Scherzanruf, noch Beschwerde.
Ich schreibe auch nur "Herr XXX, Telefon 0124567890" auf den Zettel.

Ich würde jetzt gern diskutieren, welchen Vorteil "Name + Telefonnummer" gegenüber einer anonymen E-Mailadresse wie zum Beispiel "want-to-contact-me@lilungto.tv" hat.

Ich fordere auch niemanden auf, irgendwas zu tun oder zu lassen (außer, die hier genannten Argumente im Herzen zu bewegen, falls er sich auch für einen solchen Zettel entscheiden möchte).

Ich habe allerdings noch nie mit meinem Wohnwagen in irgendeinem Wohngebiet irgendeinem Anwohner einen Parkplatz streitig gemacht. Nicht einmal zur Tourvorbereitung - das steht das gute Stück auf eigenem Grund vor der Garage.

Zitat:

@situ schrieb am 29. Dez. 2021 um 12:0:25 Uhr:


Ich würde jetzt gern diskutieren, welchen Vorteil "Name + Telefonnummer" gegenüber einer anonymen E-Mailadresse wie zum Beispiel "want-to-contact-me@lilungto.tv" hat.

Aus meiner Sicht gibt es einen ganz klaren Vorteil:
Mit einem Namen und einer Telefonnummer gibst du deinem indirekten Gegenüber (hier: verärgerter Anwohner/Passant o.ä.) die Möglichkeit, dich direkt und persönlich zu erreichen. Eine anonyme E-Mail-Adresse ist wie das störende Fahrzeug selbst "tote Technik" und schafft keinen persönlichen Bezug. Der Name und die private Nummer hingegen schon, es Menschelt. Plötzlich ist der Wohnwagen/Wohnmobil kein anonymes Objekt mehr gegen das man sich mit Selbstjustiz wehren muss (so zumindest die Auffassung dieser dummen Mitbürger), sondern das Fahrzeug einer Person, die dem Gegenüber mit persönlichen Daten einen Vertrauensvorschuss gibt uns bereit ist, sich um das Problem zu kümmern. Da wird es nur der größte Feigling mit seiner eigenen Moral vereinbaren können, selbst "aktiv" zu werden.

Weiterer Vorteil: sollte die Polizei oder das Ordnungsamt anrücken, weil man gerade in einem Gewerbegebiet oder auf einem Wanderparkplatz steht und sich irgendwer daran stört: sie müssen (oder sollten, in eigenem Interesse) dich anrufen.

Ok - das kann man als Argument für Leute nehmen, die sich hinstellen, wo sie nichts zu suchen habe und die Anlass geben, beim Nächsten dann Selbstjustiz zu üben.

So ein Zettel würde bei mir das exakte Gegenteil bewirken ("da weiß einer, was er tut und glaubt, so ein Zettelchen würde daran was ändern"😉. Aber ich weiß natürlich nicht, welcher Anteil der Bevölkerung das auch so bewerten würde.

@situ Du solltest mal die Welt etwas positiver betrachten.
Wenn auf dem Zettel steht:
"Ich darf hier parken, aber wenn ich trotzdem störe, rufen sie mich bitte an"
sollte sich wohl niemand provoziert fühlen.

Wenn jemand so was schreibt, würde über ihn was denken, was ich hier lieber nicht schreibe.

Nach deinen, meist eher negativen Beiträgen, interessiert mich das aber überhaupt nicht. Bleib du ruhig allein in deiner pessimistischen Dunkelwelt.

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