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Wie schlecht sind Kaltstarts?

Themenstarteram 28. Januar 2021 um 14:03

Hallo,

man nehme an, A und B fahren das gleiche Auto. A fährt täglich 10 km, B fährt einmal im Monat 300 km - die Jahresfahrleistung ist also gleich, nur bei A mit 365 Kaltstarts und bei B nur mit 12 Kaltstarts. Wir nehmen einmal an, dass die Fahrweise sowie die Streckenbeschaffenheit ähnlich ist.

Wieviel länger (bezüglich Kilometer und Alter) hält das Auto von B wenn es ein Benziner, Diesel oder Elektroauto ist?

Wieviel Unterschied macht die Größe des Autos und die Größe des Motors? Welchen Unterschied macht es, ob es ein modernes oder älteres Auto ist?

Welche anderen Faktoren machen einen Unterschied?

Gruß und Danke schonmal

Stefan

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17 Antworten

Motor B hat theoretisch ein längeres Leben,dafür steht er sich widerrum zutode was aber eher den restlichen Fahrzeug mehr zuletzt.

Verkokung falls DI ist bei A deutlich mehr vorhanden,ebenso Wasser im Motoröl da er nie warm wird.

Diesel wird wo mehr leiden wie Benziner u.bei diesem ist relevant ob DI oder älterer Sauger.

Wie weit dieses Motor o.Autoleben von A u. B auseinerdriftet kann man nicht sagen u. wenn letztlich Motor A mehr im Nehmen ist wie B kann trotz Theorie letztlich doch zum längeren Leben von A führen.

Beim Alter zählt ja auch die Karosse, wenn täglich gefahren wird u.dann vielleicht in winterlichen Gefilden ist jeden Tag Nässe u.Salz das was der Karosse zusetzt,nur einmal im Monat heißt das auch weniger Salz(könnte dann ja30 Tage trocken stehen),dazu kommt aber auch der nächtliche Standort wie Garage,Carport oder Laterne.

Letztlich gibts soviel Kombinationen die möglich u.relevant sind.

Zitat:

@dummefrage schrieb am 28. Januar 2021 um 14:03:18 Uhr:

 

Wieviel länger (bezüglich Kilometer und Alter) hält das Auto von B wenn es ein Benziner, Diesel oder Elektroauto ist?

Dem Elektroauto wird das gar nichts ausmachen. Benziner und Diesel werden bei der Gesamtfahrleistung von 3600km/Jahr aber auch einfach mit ca. 15 - 20 Jahren wegrosten. 72.000km (20 Jahre) schafft auch ein Auto mit einem Kaltstart pro Tag (was ja eigentlich die Regel ist) problemlos. Hier kommt noch hinzu, dass der Motor ja jedesmal warm wird (10km Strecke). Kaltstarts schaden vor allem, wenn man das Auto wieder abstellt, ohne dass es warmgefahren wurde. Dann entsteht überall erstmal Kondenswasser. Aber solange man dann nach Wartungsvorschrift die Ölwechselintervalle verkürzt und mal früher Akku und Auspuff wechselt, läuft auch so ein Auto lange.

Das Thema wird völlig überbewertet. Für alle normalen Anwendungen macht die Kombination aus gefahrenen km und Alter das Auto kaputt.

Völlig egal, nach 30Jahren sind das 108000Km, das halten alle aus.

OK der Elektro warscheinlich nicht, da sind alle 10 Jahre die Akkus kaputt.

Es gab mal die Faustregel, beim Kaltstart ist in den ersten Kilometern der Verschleiß/Abrieb etc. so groß, wie in den folgenden 100 Kilometern.

Zitat:

@dummefrage schrieb am 28. Januar 2021 um 14:03:18 Uhr:

 

Welche anderen Faktoren machen einen Unterschied?

Gruß und Danke schonmal

Stefan

Keines der beiden Fahrzeuge wird bei dieser Jahresfahrleistung an einem Motorschaden zu Grunde gehen.

Das wären keine 60.000km in 15 Jahren.

Ergo: Keiner der beiden Benutzer hat irgendeinen Vor- oder Nachteil von seinem Verhalten.

A wird lediglich mehr Sprit verbrauchen.

Zitat:

@nogel schrieb am 28. Januar 2021 um 23:35:16 Uhr:

Es gab mal die Faustregel, beim Kaltstart ist in den ersten Kilometern der Verschleiß/Abrieb etc. so groß, wie in den folgenden 100 Kilometern.

Und damit nach dieser Faustformel im vernachlässigbaren Bereich.

Naja, wenn man das jeden Tag macht, also z.B. nur 1 -2 km zur Arbeit und am WE zum Brötchenholen und zum Kippenautomat, dann sind das in 10 Jahren

2 x 365 x 100 km x 10 = 730.000 km (auf dem Tacho stehen da 2 x 365 x 2 km x 10 = 14200 km plus die Kilometer einiger Urlaubsfahrten, also vielleicht insgesamt 50.000 km)

Ob der Motor dann noch SOOO gesund ist? Vielleicht nicht total kaputt, aber sicher verkokt, schlechter Motorlauf, weniger Leistung, hoher Ölverbrauch.....

Dann lieber ein Vetreterfahrzeug mit 150.000 oder 200.000 km kaufen, das nur Autobahn gefahren ist.

Es geht weniger darum wie viele KM ein Motor schafft sondern um die Anzahl von Zyklen. Also von Umgebungs- auf Betriebstemperatur und wieder zurück. Dabei spiel die temperatur Differenz eine grosse Rolle. Ähnlich wie bei einem Akku in deinem Handy. Dieser hat 1000 Zyklen (von 0% auf 100% aufladen ist ein Zyklus. Von 50% auf 100% etwa ein halber.)

Genau so ist das mit einem Verbrennungsmotor. Ist der Kaltstart bei Temperaturen jenseits der positiven, ist das umso schädlicher. Deshalb ist ein "Garagenwagen" der fast nur Autobahn gesehen hat mit 300.000km in 5 Jahren mir persönlich lieber als ein das Gegenteil davon mit 100.000 km in 10 Jahren.

Es gibt schon einen Grund wieso bei gewissen Fahrzeugen Betriebsstunden gezählt werden sobald kaltstarts kein grosses Thema ist.

Jeder Motor hat mindest einen Kaltstart pro Tag, eher sogar 2 oder sogar mehr. Außer halt an jenen Tagen, an denen das Auto eben nicht bewegt wird. So what...

In Durschnitt Auto fährt 15.000km in ein Jahr. In 14 Jahren - 200.000km, bei diesen Kmleistung geht meistenst nach Aussland mit ersten Motor.

Es gibst immer Ausnahmen, neben mir 2 Kollegen, bei welchen seinen Autos haben schon mehr als 300.000km mit ersten Motor.

Also, möchte ich auch gerne wissen, ab wann kann Motor kaputt gehen ?

Gruß. I.

Ich hatte schon einige dubiose, verbrauchte, letztlich fertige Autos, und keins davon hatte echte Motor-Krankheiten. Mein Ex-W202 starb bei über 635.000 (laut Verkäufer 535.000 und Pixelfehler im KI, who knows...) km an Elektrikproblemen. Der Motor war noch kerngesund, hatte seine Leistung, und schönen Kreuzschliff - das war allerdings auch ein Langstreckenauto. Meine " Rallyeautos" wurden regelmässig getreten und ausgedreht. Keinerlei Probleme, die Motoren liefen sparsam (Ausnahme E39 Diesel mit 460.000 km), kräftig und mehr oder weniger rund.

Daher meine Meinung/Erfahrung: Wenn ein Auto an einem Motorschaden stirbt, wars in der Regel ein Montagsmotor oder es wurde arg bei der Wartung geschlampt. Trotzdem sehe ich zu, dass ich Kurzstrecken zumindest dann vermeide, wenn das Auto danach absehbar länger steht.

Ich behaupte auch, die wenigsten Fahrzeuge werden aufgrund eines Motorschadens aufs Altenteil geschickt.

Autos gehen an vielen Dingen zu Grunde.

Rost, Elektronik, nicht mehr rentabel zu behebender Wartungsstau, allgemeine "Verbrauchtheit", Überdrüssigkeit der Besitzer.

Der Motor gehört imho am allerwenigsten zu den Stillegungsgründen.

Zitat:

@rico67at schrieb am 29. Januar 2021 um 19:22:42 Uhr:

Jeder Motor hat mindest einen Kaltstart pro Tag, eher sogar 2 oder sogar mehr. Außer halt an jenen Tagen, an denen das Auto eben nicht bewegt wird. So what...

Nein, nicht jedes Auto.

Ein Taxifahrzeug das von 3 Mitarbeiter rund um die Uhr eingesetzt wird hat mehrere Monate lang keinen Kaltstart.

Das sind dann die Fahrzeuge die nach etwa einem Jahrzehnt an der Million km Marke mit dem ersten Motor kratzen. Es gibt viele Fahrzeuge die nicht länger als ein paar Stunden abgeschaltet werden und somit nicht "kalt" werden.

Es gibt auch Fahrzeuge, bei denen der Motor vor dem Start vorgewärmt wird, sei es per Strom oder per mitgeführten Kraftstoff. Da beschränkt sich der Kaltstart nur auf die Durchölung beim Start.

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