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Wie kritisch ist der Schwimmerkammerstand für die Leistung

Kawasaki Z 400

Hallo.

Nach Austausch der Schwimmerkammerventile (keine Originalen, sondern Nachbau) ist der Schwimmerstand nicht ganz auf Maximum. Er ist ca. 5 mm unter Maximum. Offenbar haben die neuen Ventile einen etwas anderen Schließpunkt.

Die Kiste springt 1a an und fährt sich im unteren Drehzahlbereich auch ganz normal. Beim Gasgeben ab ca. 5000-6000 Touren fehlt dann die Leistung.

Könnte das der Grund sein, dass die Leistung im oberen Drehzahlbereich nicht ordentlich ist?

Ist eine 81er Kawa Z400J (4-Zyl.) mit Schiebervergasern.

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11 Antworten

Hi,

das glaub ich eher nicht. Bei meiner 440er sind es beim Westdeutschen Modell laut WHB 1,5-3,5 mm von der Kante

des Vergasergehäuses bis zum Kraftstoffstand. Bei den anderen Modellen 3-5 mm.

Ich hatte mal nen zu niedrigen Stand aber da fing die bei schnellerer Geschwindigkeit an zu stottern da der Sprit wohl nicht schnell genug nachlief. Hab dann den Schwimmerstand korrigiert und Ruhe war.

Schau dir mal die Membrane an, ich schätze das die porös sind oder kleine Löcher haben das verursacht auch

die fehlende Leistung.

Könnte gut möglich sein das du die selben Vergaser hast, Keihin CV32x2.

Ist der Schiebervergaser Teikei TK-21, kein Gegendruckvergaser mit Membrane.

Ansauggummis, Luftfiltergummis, Luftfilter sind alle bereits neu. Vergaser ist gereinigt und hat neue Dichtungen. Benzinhahn komplett überholt. Benzindurchfluss dürfte nach meiner Einschätzung gut sein. Zündkerzen und Stecker sind neu.

Laut Reparaturhandbuch darf bei meinem Vergaser die Toleranz des Spritstandes bei +-1mm liegen, daher ja meine Frage, wie kritisch hier geschätzte 5mm unter dem Sollstand sind.

Wenn der Vergaser nur so ne geringe Toleranz von +-1mm hast und du aber 5 mm hast dann kann das schon sein das

die Leistung dann nachlässt. Da würde ich als erstes den Schwimmerstand korrigieren und dann wieder testen.

Ich kenne jetzt diesen Teikei TK-21 nicht und was du unter neue Dichtungen verstehst weiß ich leider auch nicht.

Bau die Vergaser wieder aus und stelle den Schwimerstand richtig ein und kontrolliere einfach nochmal alles im

Vergaser.

Dichtungen meint der TE vermutlich die runde Deckeldichtung oben und jene unten am Schwimmerkammer/gehäuse.

Also ich hab bei meiner R6 ein witziges Problem mit den Vergasern.

Mit Sport Luftfilter und Düsen Kit läuft die Maschine in 5/6k rpm viel zu fett - habe es per Lambdasonde gemessen.

Ewig umgebaut, auf Original Vergaserdüsen zurück und original Luftfilter usw.

Der fettspot weg aber wie vorher auch beim konstant fahren ständig lambda 0,7 - viel zu fett.

Ich war daher vor kurzem beim Motorrad Bay neue Schwimmerventile holen. Bei meinen alten waren die Feder viel zu weich. Das Ventil wird daher erst dicht wenn der Schwimmer viel höher steht als ich ihn eingestellt habe.

 

Ich hatte auch mal Ventile aus China in der Hand. Die Feder schloss nicht geschmeidig und war von der Kraft komisch. Wenn also klar ist das der Schwimmerstand daneben liegt und die Ventile nicht ganz astrein sind, dann würde ich dort mal weitersuchen.

So, konnte jetzt mal wieder eine Testfahrt machen (Gabel und Lenkkopflager mussten noch fertig gemacht und alles wieder zusammengebaut werden).

Laut Kerzenbild nach der Testfahrt: Zyl. 1+2 sind deutlich zu mager. Zyl. 3 etwas zu mager und Zyl. 4 scheint minimal zu fett. Was komisch ist, wenn das an den Schwimmerständen läge, da diese bei allen 4 Vergasern eigentlich ziemlich gleich sind.

Besteht hier noch die Möglichkeit, dass das mit den Luftgemischschrauben zu korrigieren ist?

Diese Schrauben sind auch neu reingekommen und diese habe ich laut Rep.Handbuch erstmal in die dort angegebene Grundeinstellung gedreht.

Wenn es geht möchte ich nämlich den erneuten Aus-/Einbau der Vergaser vermeiden, das ist die Pest bei der Mühle und wenn es sich ohne hinbekommen lässt wäre ich glücklich.

Zitat:

@Drum schrieb am 07. Sept. 2022 um 10:38:46 Uhr:

Laut Kerzenbild nach der Testfahrt: Zyl. 1+2 sind deutlich zu mager. Zyl. 3 etwas zu mager und Zyl. 4 scheint minimal zu fett.

Das mit dem Kerzenbild ist auch immer so ne Sache! Da kommt es schwer darauf an, in welchem Betriebszustand die Kerzen begutachtet werden. Normalerweise stellt man bei Volllast den Motor ab, kuppelt aus und lässt die Fuhre ausrollen/bremst ab. Dann kann man zumindest das Kerzengesicht bei Volllast einigermaßen begutachten.

Wenn an dem Hobel alles original ist, sehe ich keine Notwendigkeit, an den Gemischschrauben individuell rumzudrehen. Hab ich in 27 Jahren mit meiner Kawa noch nie machen müssen.

 

Mfg

Zitat:

Wenn an dem Hobel alles original ist, sehe ich keine Notwendigkeit, an den Gemischschrauben individuell rumzudrehen. Hab ich in 27 Jahren mit meiner Kawa noch nie machen müssen.

Wie erwähnt, die Gemischschrauben sind auch neu reingekommen im Zuge der Vergaserüberhholung.

Daher war nach Austausch dieser zunächst wieder eine Grundeinstellung nötig.

Kann allerdings sein, dass ich die tatsächlich einen Tick zu weit rausgedreht habe. Statt 1 1/8 habe ich glaube ich 1 1/4 rausgedreht, soweit ich mich erinnere.

Inwieweit 1/8 Umdrehung Unterschied überhaupt hierbei eine Rolle spielt, das weiß ich nicht.

 

Hallo zusammen

Die Gemischschrauben dienen in erster Linie dazu, wieviel Luft im Leerlauf und bis zum ersten Drittel der Schieberstellung an den Gasschiebern vorbei strömt. Das ist verantwortlich, wie schön der Motor im Leerlauf und von der Gasannahme her läuft. Ab dem 2/ Drittel der Schieberstellung ist die Einstellung der Gemischschraube quasi aufgehoben, da bei geöffnetem Gasschieber alles ungehindert strömen kann bzw. strömen sollte. Man macht zu allererst die Grundeinstellung der Gemischschrauben (diese ist von Vergasertyp zu Vergasertyp unterschiedlich), alle weiteren Einstellungen müssen bei Betriebswarmen Motor gemacht werden. Der Motor sollte wirklich warm sein, sonnst bringt das ganze einstellen nichts. Es sollte auch ein Synchrontester und ein Digitaler Drehzahlmesser angeschlossen sein, wenn man an den Gemischschrauben dreht. Ich erwähne den Digitalen Drehzahlmesser deshalb, weil er genauer abzulesen ist als unsere Analogen Schätzeisen. Optisch finde ich die Analogen Instrumente auch schöner, doch zum einstellen sind sie nicht so genau ablesbar. An dem Drehzahlmesser sieht man wie sich die Drehzahl beim drehen der Gemischschrauben verändert. Die Vergaser sollten dann auch mit dem Synchrontester auf Gleichlauf kontrolliert und eventuell neu eingestellt werden. Das sollte man aber nach dem zerlegen und reinigen der Vergaser immer machen, da nicht Synchronisierte Vergaser niemals zu einem vernünftigen Ergebniss führen können. Wenn kein Synchrontester vorhanden ist, sollte man zu jemandem fahren der einen hat und natürlich auch weiß wie man Vergaser synchronisiert, oder muss es in einer Werkstatt machen lassen. Du solltest aber auf jeden Fall, deinen Schwimmerstand in allen Vergasern kontrollieren und gegebenenfalls einstellen, dass gehört zu allen Grundeinstellung dazu.

In einem Video auf YouTube, wird das von mir beschriebene nochmals gut erklärt und gezeigt. Vielleicht hilft es ja weiter.

https://youtu.be/5GAVQU0gmqI

Gruß

Rolf

Das ist zu vernachlässigen. Eigentlich müssen die 4 Vergaser nun auch Synchronisiert werden, mittels Unterdrucktester. Vielleicht läuft sie nach dieser Prozedur dann besser?

Juhu, die Mühle hat heute TÜV bekommen :)

Nächste Woche wird sie angemeldet. Dann habe ich auch die Möglichkeit, damit zu einem Schrauber-Bekannten zu fahren, der Unterdruckuhren, Kompressionstester und anderes Werkzeug hat, welches ich nicht habe. Werd das dann bei dem/mit dem alles mal machen; Vergaser synchronisieren, ggf. nochmal nach den Schwimmerständen genauer schauen usw.

Auch macht es das dann deutlich leichter, sie bei Bedarf (jederzeit) warmzufahren bzw. ordentlich beim Fahren zu testen. Im unteren Drehzahlbereich fährt sie jetzt eigentlich schon sehr gut, aber eben nur bis ca. 5000 Umdrehungen, dann fehlt defintiv die Leistung.

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