Wie erkenne ich, ob ich vom Fahrverbot betroffen bin? Benziner !!!
http://www.faz.net/.../...uf-dem-fahrzeugschein-erkennen-15774236.html
und somit alle Benziner ?! Ich k....
Beste Antwort im Thema
Jedoch muss man auch sagen, die Luft hat sich so extrem gebessert seit den 60er, das verdanken wir schon strengeren Gesetzten und jedesmal wurde geschimpft ohne Ende.
Heutzutage ist die Luft an der Autobahn besser als die Luft im Wald von 1960.
https://www.umweltbundesamt.de/.../entwicklung-der-luftqualitaet?...
54 Antworten
Zitat:
@sputnik123 schrieb am 12. September 2018 um 20:50:03 Uhr
Heutzutage ist die Luft an der Autobahn besser als die Luft....
... die an anderen Orten erlaubt ist.*
Ciao
Ratoncita
*)
Falls das, was mir heute zugegangen ist (siehe Bild), stimmen sollte.
Zitat:
@Ratoncita schrieb am 12. Oktober 2018 um 12:26:26 Uhr:
... die an anderen Orten erlaubt ist.**)
Falls das, was mir heute zugegangen ist (siehe Bild), stimmen sollte.
Die unterschiedlichen Grenzwerte stimmen. Allerdings geht es dabei um unterschiedliche Personengruppen und Expositionszeiten.
Der Grenzwert von 40 Mikrogramm soll alle Personengruppen schützen, die sich dauerhaft an einem Ort aufhalten. Er berücksichtigt also auch besonders gefährdete Menschen wie Kleinkinder oder Leute mit Atemwegserkrankungen, die an einer verkehrsreichen Straße wohnen.
Der Grenzwert für Arbeitsstätten bezieht sich auf gesunde Erwachsene, die sich während ihrer Arbeitszeit an einem Ort mit Stickoxidemissionen aufhalten müssen.
Es wäre also ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen, die 40 Mikrogramm gegen die 950 Mikrogramm zu stellen. Wird aber gerne gemacht, um den 40-Mikrogramm-Grenzwert als überzogen darzustellen.
Außerdem hat der deutsche Gesetzgeber nicht "jetzt einfach mal" 40 Mikrogramm pro Kubikmeter festgelegt, wie es oben im gelben Pamphlet heißt. Sondern bestehende EU-Grenzwerte umgesetzt, die wiederum auf Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beruhen. Diese Empfehlungen basieren auf Langzeitstudien aus den späten 1990er Jahren.
Dazu ist auch wissenswert:
Zitat:
Die negativen gesundheitlichen Wirkungen setzen nicht erst oberhalb bestehender Grenzwerte ein. Forscher sprechen von einer „wahrscheinlich“ linearen Dosis-Wirkung-Beziehung, die allerdings personenabhängig ist, das heißt zum Beispiel, das Kinder stärker betroffen sein können als Erwachsene. Experten gehen davon aus, dass es kein Level gibt, unterhalb dem kein gesundheitlicher Effekt mehr nachweisbar wäre (NOAEL, No Observed Adverse Effect Level). Daraus folgt wiederum: Wer Exposition verringert, egal wie klein die Schritte auch sein mögen, der reduziert möglichen Schaden, auch wenn das möglicherweise nur bei wenigen, besonders empfindliche Personengruppen der Fall ist.
Stammt aus
"Wie werden die Grenzwerte für Luftschadstoffe
wie Feinstaub und Stickoxide festgelegt?"
vom science media center germany.
Die PDF, sehr erhellend zur Entstehung der Grenzwerte, habe ich unten angehängt. Zugänglich auch über diese Seite.
MfG, Tazio1935
Wer hält sich schon dauerhaft an einer vielbefahrenen Straße auf?
Ein verkehrsregelnder Schupo vielleicht! Da geht man durch und fertig! Auch wenn man an einer vielbefahrenen Straße wohnt oder einen Laden betreibt, heißt das ja nicht, dass im Gebäude die Grenzwerte überschritten werden.
Weiterhin kann man nicht davon ausgehen, dass alle erwachsenen Menschen die 950 Mikrogramm am Arbeitsplatz quasi rund um die Uhr, das ganze Jahr, das ganze Arbeitsleben ertragen müssen, ohne gesundheitliche Probleme sind. Die bekommen die dann aber schon irgendwann. Wann wird dieser Grenzwert gesenkt?
Es handelt sich also mitnichten um einen Vergleich von Äpfeln und Birnen.
Gruß Bernhard
Zitat:
@MB-Berni schrieb am 12. Oktober 2018 um 19:29:05 Uhr:
Wer hält sich schon dauerhaft an einer vielbefahrenen Straße auf?
Ein verkehrsregelnder Schupo vielleicht! Da geht man durch und fertig! Auch wenn man an einer vielbefahrenen Straße wohnt oder einen Laden betreibt, heißt das ja nicht, dass im Gebäude die Grenzwerte überschritten werden.
Wie schon geschrieben: Die Grenzwerte sollen auch Kinder und Leute mit Atemwegserkrankungen schützen, die an einer vielbefahreren Straße wohnen. Wie ebenfalls schon geschrieben: Auch eine Stickoxidkonzentration unterhalb des Grenzwertes ist schädlich.
Zitat:
@MB-Berni schrieb am 12. Oktober 2018 um 19:29:05 Uhr:
Weiterhin kann man nicht davon ausgehen, dass alle erwachsenen Menschen die 950 Mikrogramm am Arbeitsplatz quasi rund um die Uhr, das ganze Jahr, das ganze Arbeitsleben ertragen müssen, ohne gesundheitliche Probleme sind. Die bekommen die dann aber schon irgendwann. Wann wird dieser Grenzwert gesenkt?
Man arbeitet jetzt rund um die Uhr und das ganze Jahr? Für welche Berufsgruppen gilt das? Was haben die Gewerkschaften dazu gesagt? 😁
Zitat:
@MB-Berni schrieb am 12. Oktober 2018 um 19:29:05 Uhr:
Es handelt sich also mitnichten um einen Vergleich von Äpfeln und Birnen.
Doch, es wird von interessierter Seite verglichen, was nicht vergleichbar ist:
Zitat:
Der EU-Grenzwert (Jahresmittelwert) für die Stickstoffdioxidkonzentration (NO2) in der Außenluft beträgt 40 µg/m³ – der Arbeitsplatzgrenzwert ist mit 950 µg/m³ wesentlich höher.
(...)
Der Arbeitsplatzgrenzwert hat unter anderem einen anderen Zeit- und Personenbezug als der Grenzwert für die Außenluft: Der Wert gilt für gesunde Arbeitende an acht Stunden täglich und für maximal 40 Stunden in der Woche. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die berufsbedingt Schadstoffen ausgesetzt sind, erhalten zusätzlich eine arbeitsmedizinische Betreuung und befinden sich somit unter einer strengeren Beobachtung als die Allgemeinbevölkerung.Stickstoffdioxid in der Außenluft sind hingegen alle Menschen rund um die Uhr ausgesetzt, wenngleich die Konzentration je nach Aufenthaltsort schwanken kann. Gerade empfindliche Personen wie Kinder, Schwangere, alte Menschen oder Menschen mit Vorerkrankungen wie Asthma reagieren zum Teil wesentlich sensibler auf Umwelteinflüsse. Grundlage von Grenzwerten für Schadstoffe in der Außenluft sind deren langfristige, über Jahrzehnte hinweg in Studien beobachtete gesundheitliche Auswirkungen auf die jeweils untersuchten Bevölkerungsgruppen.
(...)
Die gesamte Lebenszeit eines Menschen enthält wesentlich längere Expositionszeiten als ein reines Arbeitsleben. Auch dies ist hier zu beachten.
Quelle: Umweltbundesamt (Hervorhebung von mir)
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Klingt trotzdem unsinnig. Der Arbeitende darf 23 mal höherer Belastung ausgesetzt werden. 40 h die Woche, 46 Wochen im Jahr, 40 Jahre lang.
Hält sich der Normalbürger täglich 15 min an einer vielbefahrenen Straße auf mit Grenzwert 40, so hat der Arbeitende mit Grenzwert 950 die 760 fache Belastung. Täglich. Das klingt nicht normal. Die Deutschen spinnen ein wenig.
Es gibt keine Fahrverbote, sondern Durchfahrtsverbote. Die erkennt man einfach am Schild, da steht dann groß "durchfahrt verboten für Diesel unter Euro 5"...
(Beispielbilder siehe google).
Zitat:
@donmagel schrieb am 13. Oktober 2018 um 07:43:15 Uhr
... Die Deutschen spinnen ein wenig.
Freilich nicht alle.
Aber es gibt genuegend gelehrte Spinner, die in der NOx-Debatte uebertreiben, relativieren, verteufeln oder auch abwinken.
Alles Nebelkerzenwerfer...
Ciao
Ratoncita
Die Fahrverbotszonen gibt es in unterschiedlichen Westeuropäischen Ländern in unzähligen Städten schon seit Jahren in der Form, in der man am Stammtisch bei uns behauptet, nur die "Deutschen"...
Wer also meint es wäre ein "Deutsches" Phänomen, der kommt wohl ausm Dorf nicht raus...
London, Amsterdam, Pisa, Lyon, Paris, die Auswüchse gibt es schon seit Jahren überall.
Schon 2012 durfte ich durch diverse Städte in Italien mit meinem Wohnmobil nicht mehr durchfahren.
In Hamburg steht auch ganz klar dran "Durchfahrt verboten für Mehrspurige Kraftfahrzeuge" mit Zusatzzeichen "Diesel bis Euro 5" und "Anlieger frei".
Ich will dann in solchen Straßen immer zur Dönerbude, musste aber leider weiter fahren, weil ich für den Hängerzug keinen Parkplatz gefunden habe ;(
LPG Fahrzeuge haben in Frankreich freie Fahrt in die Innenstadt. Viele andere Diesel wie Benziner müssen draußen bleiben aber LPG darf rein. Stand 2017
Zitat:
@Mallnoch schrieb am 13. Oktober 2018 um 09:39:36 Uhr:
LPG Fahrzeuge haben in Frankreich freie Fahrt in die Innenstadt. Viele andere Diesel wie Benziner müssen draußen bleiben aber LPG darf rein. Stand 2017
Hast du schonmal n Diesel mit LPG gesehen?
Zitat:
@donmagel schrieb am 13. Oktober 2018 um 07:43:15 Uhr:
Klingt trotzdem unsinnig. Der Arbeitende darf 23 mal höherer Belastung ausgesetzt werden. 40 h die Woche, 46 Wochen im Jahr, 40 Jahre lang.
Nöh, es geht um 8 Stunden täglich an rund 230 von 365 Tagen, je nach Bundesland. Und wir reden auch nur von bestimmten Arbeitsplätzen, nämlich in Industrie und Handwerk. Als Schweißer oder Stahlkocher ist man nun mal zwangsläufig anderen Bedingungen ausgesetzt als bei einem Bürojob. Der 950-Mikrogramm-Grenzwert trägt dem Rechnung. Für Büroarbeitsplätze gilt ein Stickoxid-Richtwert von 60 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.
Zitat:
@donmagel schrieb am 13. Oktober 2018 um 07:43:15 Uhr:
Hält sich der Normalbürger täglich 15 min an einer vielbefahrenen Straße auf mit Grenzwert 40, so hat der Arbeitende mit Grenzwert 950 die 760 fache Belastung.
Zum dritten Mal: Die Außenluft-Grenzwerte für Stickoxid stellen eben nicht auf den gesunden Normalbürger ab, der sich täglich 15 Minuten an einer vielbefahrenen Straße aufhält. Sondern z. B. auch auf Kleinkinder, Schwangere, Asthmakranke usw., die sich längere Zeit an einer vielbefahrenen Straße aufhalten, weil sie (oder ihre Eltern) dort wohnen.
MfG, Tazio1935
Und Büroarbeitsplätze dürfen die 32fache Belastung vertragen? Habe noch niemanden mit Messgeräten am Arbeitsplatz gesehen. Und auch keine Hinweise, dass am Arbeitsplatz die Arbeit im Büro für Asthmakranke gefährlich ist. Schwachsinn.
Außerdem werden die Messungen nicht in den Wohnungen durchgeführt.
https://www.ndr.de/.../...er-das-Dieselproblem-geloest,shmag56642.html
Getestet haben die das mit nem W124.
Zitat:
@donmagel schrieb am 13. Oktober 2018 um 12:45:55 Uhr:
Und Büroarbeitsplätze dürfen die 32fache Belastung vertragen? Habe noch niemanden mit Messgeräten am Arbeitsplatz gesehen. Und auch keine Hinweise, dass am Arbeitsplatz die Arbeit im Büro für Asthmakranke gefährlich ist. Schwachsinn.
Wieso die 32-fache Belastung, wenn für Außenluft 40 Mikrogramm und für Raumlauft 60 Mikrogramm gelten?
Zitat:
@donmagel schrieb am 13. Oktober 2018 um 12:45:55 Uhr:
Außerdem werden die Messungen nicht in den Wohnungen durchgeführt.
Richtig. Wenn es um Messung von Emissionen aus dem Straßenverkehr geht, dann werden die Messungen logischerweise im Freien und in Straßennähe durchgeführt.
Dazu nochmal:
Sicher ist: Es existiert keine untere Grenze, unter der Luftschadstoffe nicht mehr schädlich sind.
Zitat:
@Steven4880 schrieb am 13. Oktober 2018 um 12:56:28 Uhr:
https://www.ndr.de/.../...er-das-Dieselproblem-geloest,shmag56642.htmlGetestet haben die das mit nem W124.
Vielversprechend und interessant!
Und die Reaktion der Industrie und der Politik??
Ich fuerchte, wenn die Eierkoepfe aus Bruessel und der deutschen Buerokratie das in ihre Finger kriegen, ist's vorbei mit der Erfindung. 🙁
Aber gut, vielleicht krallen sich das die Amerikaner, Japaner oder Chinesen... 😉
Ciao
Ratoncita