Weshalb hat es die Marke Opel so schwer auf dem Automarkt?
Mich würde mal interessieren was Ihr so meint ,weshalb Opel dermaßen abgeledert wird in den deutschen Zulassungszahlen.
Warum verdrehen viele die Augen wenn sie den Namen Opel hören ?
Ich finde es wird enorm viel unternommen (Konkurrenten ,Presse ) um Opel zu erledigen .
Jeder Hersteller hat Dreck am Stecken und genauso gute wie schlechte Händler/Werkstätten .
Beste Antwort im Thema
Zitat:
Original geschrieben von Fliegentod
Also wenn man sich die Zahlen für das Jahr 2013 (Jan.-Okt.) anschaut, dann sieht man, dass Opel mit 682.105 verkauften Fahrzeugen in Europa (EU27) die zweitstärkste Marke hinter VW-Pkw ist! Dahinter folgen Renault mit 654.446 und Peugeot mit 612.478 Stück.http://www.acea.be/images/uploads/files/20131119_PR_PC_PDF.pdf
Soooo schwer scheint es Opel auf seinem Kernabsatzmarkt dann doch nicht zu haben, oder? Ich denke eher, es ist eine auf Deutschland begrenzte Wahrnehmung der Marke, aber keine grundsätzliche Tatsache!
Wenn sich Opel als der zweitgrößter Hersteller unseres Kontinents angeblich schon "so schwer tut" auf dem Automarkt, wie müssen sich alle dahinter positionierten dann wohl quälen?
Du hast Ford vergessen, aber ansonsten hast du recht! Opel steht bei weitem nicht so schlecht da, wie immer dargestellt und wie es hier auch häufig geschrieben wird! Auf die absoluten Verkaufszahlen abzustellen ist in etwa so sinnvoll, wie die Anzahl der Blätter eines Baums im Sommer und Spätherbst zu vergleichen. Es kommt auf die Marktanteile an...und genau da schafft es Opel momentan sich zu stabilisieren bzw. den Marktanteil sogar leicht auszbauen.
Diese Imagediskussion findet hauptsächlich -nicht nur- in Deutschland statt. In anderen Ländern hat Opel einen besseren Ruf.
Was ich auch interessant finde: In den USA werden Opelfahrzeuge nahezu baugleich unter Buick als Premiumfahrzeuge verkauft. Buick konkurriert in den USA nicht mit VW, Ford usw. sondern mit Audi, BMW, Infiniti, Lexus,... Der Buick Regal (aka Insignia) war 2009 "car of the year". Der Buick Encore (Mokka) wird in allen Tests überschwänglich gelobt. Das gleiche gilt für den Buick Verano (Opel Astra). Ein weiteres Indiz dafür, dass die Probleme von Opel hauptsächlich auf das Image (und natürlich die Marktsituation) zurückzuführen sind, und nicht auf die Produkte.
Was die Diskussion rund um Alltagsnutzen und Platzangebot angeht...Man kann abseits von Autobild und AMS auch so über den Insignia schreiben:
http://www.n-tv.de/.../...Oberklasse-Schnaeppchen-article11746136.html
56 Antworten
Die chinesischen Hersteller sind doch in den Zahlen der ACEA (exkl. Russalnd) enthalten, sie laufen unter "sonstige" Hersteller (hier inkl. Lada, Mahindra, Tata, Tesla, Fisker und weitere internationale Hersteller mit geringen Absatzvolumen, also nicht nur chinesische Hersteller) und diese hatten z.B. 2012 ein Gesamtvolumen von ca.108.000 Einheiten in Europa, was einem Marktanteil von ca. 1,3 % entsprach. Lass' davon ca. 50.000 chinesische Autos sein...diese Größenordnung ist schlichtweg innerhalb einer Diskussion um "Marktveränderungen" bzw. "neue Mitbewerber" bedeutungslos, zumal es vor 2012 noch geringere Stückzahlen waren.
Dass die japaner und Koreaner real in den letzten 10 Jahren in Europa gar keinen großen Stückzahlenzuwachs, sonder nur rechnerisch (wegen dem schrumpfenden/schwankenden Gesamtmarktvolumen) Marktanteile (siehe meine Zahlen von der ACEA, + ca. 2-3 % Zuwachs...ist wenig auf 8-10 Jahre) Marktanteile gewonnen haben, während Opel sowohl große Marktanteile als auch hohe absolute Stückzahlen eingebüßt hat (mehr z.B. als Ford, Ford hat Marktanteile gewonnen). Das heißt letzlich nichts anderes, als dass Opel von den angeführten asiatischen Herstellern und von Skoda kannibalisiert wurde, Ford aber nicht!
Um das mit "Markenimage" ab 2009 (vorher traf das nicht zu!) zu erklären müßte man tatsächlich konstruieren, dass Opel vor 2009 ein besseres Image hatte als Ford und sich das dann quasi schlagartig ab 2009 ins Gegenteil umkehrte...macht das Sinn?
Dagegen ist auffällig, dass der Stückzahleneinbruch bei Opel vorallem neue Modelle, also Insignia, Meriva B, Astra J und ZT betraf (betrifft), während sich die älteren Modelle immer noch wacker schlagen (Corsa!, Zafira B!). Das stützt eindeutig meine These einer völlig verfehlten Produktpolitik bzw. der Wirkungsmechanismen von "Produkt-Image".
Zum Vectra C Caravan versus Insignia ST...das Fazit ist eher, dass Opel offensichtlich keinen massentauglich designten großen Kombi mit entsprechend viel Platz konstruieren kann oder konnte. Also entweder großer Kombi mit viel Platz und polarisierenden Außen-und Innendesign (Polarisation schafft aber gleichzeitig Ablehnungshaltungen...ist schlimmer als Gleichgültigkeit...) wie beim Vectra C Caravan
ODER
einen großen Kombi mit anerkannt massentauglichen ("gutes"😉 Design (Außen und Innen) mit vergleichsweise wenig Platz.
Andere Hersteller können/konnten das einfach besser, "Lifestyle-Kombis" sind bekanntermaßen die Domäne der "Premiums" und Opel hat hier schlichtweg geglaubt, in diesen segmenten mit einem Insignia ST wildern zu können, was einfach nicht geklappt hat. Deswegen hat KTN folgerichtig erkannt, dass "Premium" für Opel keine Zukunfstoption ist, sondern "Bodenständigkeit", was z.B. beim Mittelklassekombi dann heißt: Großes Auto mit viel Platz bei massentauglichen Design, ohne "Firlefanz" und "Premium-Gehabe".
Ich wette hier, dass der nächste Insignia ST bei ähnlicher Größe deutlich mehr Platz bieten und gleichzeitig deutlich leichter wird.
Viele Grüße,vectoura
Also wenn man sich die Zahlen für das Jahr 2013 (Jan.-Okt.) anschaut, dann sieht man, dass Opel mit 682.105 verkauften Fahrzeugen in Europa (EU27) die zweitstärkste Marke hinter VW-Pkw ist! Dahinter folgen Renault mit 654.446 und Peugeot mit 612.478 Stück.
http://www.acea.be/images/uploads/files/20131119_PR_PC_PDF.pdf
Soooo schwer scheint es Opel auf seinem Kernabsatzmarkt dann doch nicht zu haben, oder? Ich denke eher, es ist eine auf Deutschland begrenzte Wahrnehmung der Marke, aber keine grundsätzliche Tatsache!
Wenn sich Opel als der zweitgrößter Hersteller unseres Kontinents angeblich schon "so schwer tut" auf dem Automarkt, wie müssen sich alle dahinter positionierten dann wohl quälen?
Zitat:
Original geschrieben von Fliegentod
Also wenn man sich die Zahlen für das Jahr 2013 (Jan.-Okt.) anschaut, dann sieht man, dass Opel mit 682.105 verkauften Fahrzeugen in Europa (EU27) die zweitstärkste Marke hinter VW-Pkw ist! Dahinter folgen Renault mit 654.446 und Peugeot mit 612.478 Stück.http://www.acea.be/images/uploads/files/20131119_PR_PC_PDF.pdf
Soooo schwer scheint es Opel auf seinem Kernabsatzmarkt dann doch nicht zu haben, oder? Ich denke eher, es ist eine auf Deutschland begrenzte Wahrnehmung der Marke, aber keine grundsätzliche Tatsache!
Wenn sich Opel als der zweitgrößter Hersteller unseres Kontinents angeblich schon "so schwer tut" auf dem Automarkt, wie müssen sich alle dahinter positionierten dann wohl quälen?
Du hast Ford vergessen, aber ansonsten hast du recht! Opel steht bei weitem nicht so schlecht da, wie immer dargestellt und wie es hier auch häufig geschrieben wird! Auf die absoluten Verkaufszahlen abzustellen ist in etwa so sinnvoll, wie die Anzahl der Blätter eines Baums im Sommer und Spätherbst zu vergleichen. Es kommt auf die Marktanteile an...und genau da schafft es Opel momentan sich zu stabilisieren bzw. den Marktanteil sogar leicht auszbauen.
Diese Imagediskussion findet hauptsächlich -nicht nur- in Deutschland statt. In anderen Ländern hat Opel einen besseren Ruf.
Was ich auch interessant finde: In den USA werden Opelfahrzeuge nahezu baugleich unter Buick als Premiumfahrzeuge verkauft. Buick konkurriert in den USA nicht mit VW, Ford usw. sondern mit Audi, BMW, Infiniti, Lexus,... Der Buick Regal (aka Insignia) war 2009 "car of the year". Der Buick Encore (Mokka) wird in allen Tests überschwänglich gelobt. Das gleiche gilt für den Buick Verano (Opel Astra). Ein weiteres Indiz dafür, dass die Probleme von Opel hauptsächlich auf das Image (und natürlich die Marktsituation) zurückzuführen sind, und nicht auf die Produkte.
Was die Diskussion rund um Alltagsnutzen und Platzangebot angeht...Man kann abseits von Autobild und AMS auch so über den Insignia schreiben:
http://www.n-tv.de/.../...Oberklasse-Schnaeppchen-article11746136.html
@LesGrossman
Besser kann man es nicht erklären, danke Dir.
Gruß André
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Zitat:
Original geschrieben von MDRS66
Was habe ich mir von meinen "Kollegen" anhören müssen ,drauf geschissen ,als ich die BMWs hatte hat jeder versucht dies zu ignorieren ,(womöglich Neid )jetzt wo ich Opel fahre (und das mit ganzen Herzen weil mir der Insignia passt ) lästern die weshalb ich meinen schönen BMW abgebe .
Verzeihung, aber was interessiert einem selbstbewussten Menschen die Meinung anderer? Wichtig ist mir die Meinung meiner Frau, aber nicht die eines vectouras, von Arbeitskollegen oder gar eines Komplexlers, der schreit mein Audi beschleunigt von 0 - 100 um 5 Zehntel schneller als dein Opel.
Du musst lernen andere Menschen links liegen zu lassen; wenn sie dann noch immer keine Ruhe geben, kennst du sicherlich genug Schwächen jener und kannst sie damit mental knicken :-)
Zitat:
Original geschrieben von Gsundi
Verzeihung, aber was interessiert einem selbstbewussten Menschen die Meinung anderer?
Beim Autokauf ist das in Deutschland mit dem Selbstbewußtsein nicht mehr weit her. 😉
Das Selbstbewußtsein wird für Einige in DE von der Presse gebildet und indirekt vom Geld , wer viel zahlt bekommt auch etwas für sein Geld . Wäre es nicht so würde kein Hersteller mehr Geld für die Presse überhaben .
Zitat:
Original geschrieben von Gsundi
Verzeihung, aber was interessiert einem selbstbewussten Menschen die Meinung anderer? Wichtig ist mir die Meinung meiner Frau, aber nicht die eines vectouras, von Arbeitskollegen oder gar eines Komplexlers, der schreit mein Audi beschleunigt von 0 - 100 um 5 Zehntel schneller als dein Opel.Du musst lernen andere Menschen links liegen zu lassen; wenn sie dann noch immer keine Ruhe geben, kennst du sicherlich genug Schwächen jener und kannst sie damit mental knicken :-)
Verstehe nicht ganz was das mit mir zu tun hat?
Ich habe mir immer das Auto gekauft was ich haben wollte bzw. mir leisten konnte.
Wie ich in einem Beitrag geschrieben habe, hatte ich bisher 36 Fahrzeuge, das sollte selbstbewusst genug sein oder?
Ich bin von BMW zu Opel gewechselt ,nicht aus Geldnot heraus , und mit großen Schritten gehe ich auf die 60 zu ,da sollte ich schon etwas erwachsen sein.
Allerdings kann ich beruhigt auf die Meinung meiner Frau verzichten (gewollt von meiner Frau),da diese sich überhaupt nicht für meine Autos interessiert , und Ihre eigenen Autos fährt.
Zitat:
Zum Vectra C Caravan versus Insignia ST...das Fazit ist eher, dass Opel offensichtlich keinen massentauglich designten großen Kombi mit entsprechend viel Platz konstruieren kann oder konnte. Also entweder großer Kombi mit viel Platz und polarisierenden Außen-und Innendesign (Polarisation schafft aber gleichzeitig Ablehnungshaltungen...ist schlimmer als Gleichgültigkeit...) wie beim Vectra C Caravan
ODER
einen großen Kombi mit anerkannt massentauglichen ("gutes"😉 Design (Außen und Innen) mit vergleichsweise wenig Platz.
Andere Hersteller können/konnten das einfach besser, "Lifestyle-Kombis" sind bekanntermaßen die Domäne der "Premiums" und Opel hat hier schlichtweg geglaubt, in diesen segmenten mit einem Insignia ST wildern zu können, was einfach nicht geklappt hat. Deswegen hat KTN folgerichtig erkannt, dass "Premium" für Opel keine Zukunfstoption ist, sondern "Bodenständigkeit", was z.B. beim Mittelklassekombi dann heißt: Großes Auto mit viel Platz bei massentauglichen Design, ohne "Firlefanz" und "Premium-Gehabe".
Gegenthese: der Platz spielt eine völlig untergeordnete Rolle. Begründung:
1.) Es ist für mich nicht ersichtlich, warum der durchschnittliche Volumenmodellkäufer einen höheren Raumbedarf haben sollte, als der durchschnittliche Premiumkäufer. Sowohl der durchschnittliche Passat-, als auch der durchschnittliche A4-Fahrer werden mit ihrem Auto überwiegend zur Arbeit- und in Urlaub fahren, die Wochenendeinkäufe erledigen und die Oma in Buxtehude besuchen. Ist ja nicht so, dass die durchschnittliche Passat-, Insignia-, Mondeoklientel mit ihrem Auto selbst geschlagenes Holz, selbst angebaute Kartoffeln oder meinetwegen Zement durch die Gegend karrt.
2.) Der Inisgnia-5T bietet im Kofferraum absolut konkurrenzfähige Volumina, sieht chic aus und verkauft sicht trotzdem eher mau. Sein höherer Anteil am Modellmix ist eher der Schwäche des ST geschuldet.
Ich stelle die Behauptung auf, dass ein wesentlich bedeutenderer Faktor die schlechte Rundumsicht ist. Diese schreckt den routinierten Vielfahrer nicht sonderlich, aber ich gehe davon aus, dass viele ältere Menschen (ein wichtige Klientel für Opel), nicht ganz sichere Fahrer und solche, die schon mit einem Golf nicht gerne rückwärts einparken, nach einer Probefahrt aus diesem Grund von einem Kauf abstand nimmt. Das würde übrigens die schlechten Zahlen von Inisgnia, Astra und ZT erklären.
Zitat:
Du hast Ford vergessen, aber ansonsten hast du recht! Opel steht bei weitem nicht so schlecht da, wie immer dargestellt und wie es hier auch häufig geschrieben wird! Auf die absoluten Verkaufszahlen abzustellen ist in etwa so sinnvoll, wie die Anzahl der Blätter eines Baums im Sommer und Spätherbst zu vergleichen. Es kommt auf die Marktanteile an...und genau da schafft es Opel momentan sich zu stabilisieren bzw. den Marktanteil sogar leicht auszbauen.
Kann ich so leider leider nicht erkennen. Opel muss schon strampeln, den MA im Vergleich zu 2012 zu halten. Bis aus wenige Monate gab es 2012 aber noch keinen Adam, Mokka, Combo und Cascada. Nüchtern betrachtet ist die Entwicklung des MA eine ziemliche Katastrophe, auch 2013.
Zitat:
Original geschrieben von Kellerraum
Gegenthese: der Platz spielt eine völlig untergeordnete Rolle. Begründung:Zitat:
Zum Vectra C Caravan versus Insignia ST...das Fazit ist eher, dass Opel offensichtlich keinen massentauglich designten großen Kombi mit entsprechend viel Platz konstruieren kann oder konnte. Also entweder großer Kombi mit viel Platz und polarisierenden Außen-und Innendesign (Polarisation schafft aber gleichzeitig Ablehnungshaltungen...ist schlimmer als Gleichgültigkeit...) wie beim Vectra C Caravan
ODER
einen großen Kombi mit anerkannt massentauglichen ("gutes"😉 Design (Außen und Innen) mit vergleichsweise wenig Platz.
Andere Hersteller können/konnten das einfach besser, "Lifestyle-Kombis" sind bekanntermaßen die Domäne der "Premiums" und Opel hat hier schlichtweg geglaubt, in diesen segmenten mit einem Insignia ST wildern zu können, was einfach nicht geklappt hat. Deswegen hat KTN folgerichtig erkannt, dass "Premium" für Opel keine Zukunfstoption ist, sondern "Bodenständigkeit", was z.B. beim Mittelklassekombi dann heißt: Großes Auto mit viel Platz bei massentauglichen Design, ohne "Firlefanz" und "Premium-Gehabe".1.) Es ist für mich nicht ersichtlich, warum der durchschnittliche Volumenmodellkäufer einen höheren Raumbedarf haben sollte, als der durchschnittliche Premiumkäufer. Sowohl der durchschnittliche Passat-, als auch der durchschnittliche A4-Fahrer werden mit ihrem Auto überwiegend zur Arbeit- und in Urlaub fahren, die Wochenendeinkäufe erledigen und die Oma in Buxtehude besuchen. Ist ja nicht so, dass die durchschnittliche Passat-, Insignia-, Mondeoklientel mit ihrem Auto selbst geschlagenes Holz, selbst angebaute Kartoffeln oder meinetwegen Zement durch die Gegend karrt.
2.) Der Inisgnia-5T bietet im Kofferraum absolut konkurrenzfähige Volumina, sieht chic aus und verkauft sicht trotzdem eher mau. Sein höherer Anteil am Modellmix ist eher der Schwäche des ST geschuldet.
Ich stelle die Behauptung auf, dass ein wesentlich bedeutenderer Faktor die schlechte Rundumsicht ist. Diese schreckt den routinierten Vielfahrer nicht sonderlich, aber ich gehe davon aus, dass viele ältere Menschen (ein wichtige Klientel für Opel), nicht ganz sichere Fahrer und solche, die schon mit einem Golf nicht gerne rückwärts einparken, nach einer Probefahrt aus diesem Grund von einem Kauf abstand nimmt. Das würde übrigens die schlechten Zahlen von Inisgnia, Astra und ZT erklären.
1. Hat ein (kleinerer) VW Passat Variant mehr Platz als ein Opel Insignia ST. Verkaufszahlen Passat Variant versus Insignia ST europaweit ca. 5:1 für den Passat. Der Passat ist hierbei eindeutig ein "Volumenmodell" (und kein "Premium"😉 und direkter Mitbewerber des Insignia.
Zu Zeiten des Vectra C betrug das Verhältnis Passat Variant versus Vectra C Caravan europaweit ca. 3,xx - 4 für den Passat. Da der aktuelle Passat bekanntermaßen nichts weiter als ein Facelift des auch schon 2003 gebauten VW Passat (also dem damaligen Konkurrenzmodell des Vectra C) ist und sich hier bei der grundlegenden Konstruktion nichts geändert hat (Länge, Gewicht, Platzangebot...), liegt die Stärke des aktuellen Passat in seiner Konstanz und der Schwäche des aktuellen Insignia, hier vorallem (die erwähnten absoluten Zahlen) wegen der Marktschwäche des Insignia ST.
2. Hat selbst ein (kleinerer) Audi A Avant nicht signifikant weniger Platz als ein viel größerer Opel Insignia.
3. Rede ich bewußt immer nur vom Insignia ST, dieser hat ja die Probleme. Dass die Insignia 4-und 5-Türer vom Platzangebot her wettbewerbsfähig sind, habe ich hier bei MT schon mehrfach geschrieben. Wie du schon richtig erwähnt hast, ist die prozentuale Stärke der 4-und 5-Türervarianten vom Insignia der relativen Schwäche des ST am Modellmix geschuldet, absolut verkaufen sich 4-und 5-Türer vergleichbar gut wie die entsprechenden Vorgängervarianten vom Vectra C. Das untermauert meine These, dass der ST wegen produkttypischer Eigenschaften vom Markt schlechter angenommen wird, was für Opel besonders bitter ist, da der Insignia ST der Margenbringer innerhalb des Modellmixes ist.
4. Es stellt sich immer die Frage nach dem realen und dem suggerierten Kundennutzen : Was hat der Kunde real oder suggeriert (Marketing..."Werbung"😉 von einem im Wettbewerbsvergleich größeren und schwereren Auto mit weniger Platz (als bei vergleichbar großen Fahrzeugen) oder vergleichbaren Platz (als bei etlichen kleineren Fahrzeugen) ? Bitte hier nicht mit dem "Sicherheitsargument" kommen, jeder potentielle Kunden, der wirklich die Euro-NCAP Ergebnisse nachliest wird erkennen (können), dass die schwerere Opel Astra und Insignia nicht signifikant besser abschneiden als vergleichbare (Konstruktionsalter...) kleinere und leichtere Fahrzeuge der Mitbewerber.
5. Ist es ein Fakt (technische Daten und "Meinungsrückmeldungen" von Nutzern, z.B. hier bei MT), dass man nun als Kunde bei Opel bei den Modellen Astra und Insignia i.d.R. eine Motorisierungsstufe höher fahren muß, um Fahrleistungen zu erreichen, welche wichtige Konkurrenzprodukte mit geringeren Motorisierungen erreichen. Das Opel hierbei die Fahrleistungen zu gering, die Wettbewerber aber zu hoch "messen" würden, ist dabei auch nicht mehr als ein Gerücht, da die Messverfahren genormt sind und ein schwereres Auto aus physikalischen Gründen nun mal bei vergleichbarer Antriebsübersetzung, bei vergleichbarer Motorentechnik und bei vergleichbarer Fahrweise mehr Kraftstoff benötigt.
6. Ist die schlechte Rundumsicht ja der stark zugenommen Fahrzeuglänge in Verbindung mit der vordergründigen Fokussierung auf "Design" anstelle von "Nutzwert" geschuldet, eben weil Opel beim Astra und beim Insignia es nicht geschafft hat, einen vergleichbaren Nutzwert (bezogen auf die Vorgängermodelle) in ein massentaugliches und "allgemein akzeptiertes" Design zu verpacken.
Viele Grüße,vectoura