Wer hat Erfahrungen mit dem Tribeca

Subaru

Hallo, ich möchte mir einen Tribeca zulegen. Wer hat schon länger einen und kann mal kurz beschreiben wie zufrieden er mit dem Teil ist?

Hauptsächlich interessiere ich mich natürlich für den Verbrauch, aber auch Verarbeitung, Service der Werkstätten. Wie gut ist das Navi, hat ja leider kein TMC serienmäßig. Wie ist die Ausleuchtung der Straße, hatte in letzter Zeit immer Autos mit Xenon und leider leider fehlt auch das beim Trebica...? Nervt die Automatik wirklich so, wie so oft beschrieben? Würdet Ihr das Auto wieder kaufen?

Bin sehr interessiert, und hoffe auf Antworten🙂

Grüße

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Hallo Patrick242! Ich habe meinen Tribeca seit Novemver letzten Jahres, es war einer der ersten, der ausgeliefert wurde. Seither bin ich etwa 20.000 km damit gefahren. Man kann ein Fahrzeug natürlich immer nur anhand seiner bisherigen Erfahrungen mit anderen Fahrzeugen beurteilen und mit seinen Ansprüchen in Übereinstimmung bringen. So ist dies mein erster SUV. Davor bin ich SAAB Cabrio (Hirsch 252 PS) und Mercedes Cabrio (320 CLK 218 PS) gefahren. Beide mit Automatik. Kommen wir zur Ausstattung: SAAB und MB waren Premium, da kann der SUBARU locker mithalten. Das Leder ist vom Feinsten und die Verarbeitung sehr sehr gut. Das Innendesign ist eine Schau. Beide, SAAB und MB hatten XENON. Der Verkäufer hat mir damals gesagt, auch der TRIBECA habe XENON (ich habe den ersten gekauft, der in Krefeld ausgeliefert wurde), was dann nicht stimmte. Nachdem ich zunächst "sauer" war muss ich sagen, dass ich im Gebrauch keinen Unterschied merke. Das mag an der höheren Scheinwerferposition im Vergleich zum PKW und der dadurch besseren Ausleuchtung liegen, aber XENON vermisse ich nicht wirklich. Auch nicht die fehlende Scheinwerferreinigungsanlage. Die TRIBECA Schweinwerfer sind, wohl durch die sehr spezielle Form und die hohe Position, quasi nie verschmutzt! Kommen wir zur Nachrüstung. TMC kann man nachrüsten, und ich habe im TRIBECA alles nachrüsten lassen, was es gibt: TMC, Standheizung, abblendbarer Innenspiegel mit Kompass, Regensensor, Freisprecheinrichtung mit Bluetooth, AHK, 20 Zoll Felgen, Gitterfrontgrill den ich dann in Wagenfarbe (schwarz) habe lackieren lassen. Dass man das alles nachrüsten muss, und nicht a. W. bekommt, ist ein Nachteil. Dass das Fahrzeug dann auf knapp 60.000,- EUR kommt, wofür es auch schon ein Einstiegsmodell bei Porsche gibt, ist der Verbreitung des Fahrzeugs sicherlich auch nicht förderlich, aber das ist ein Problem von SUBARU. Wenn das Fahrzeug dann so ausgestattet ist, vermisst man nichts mehr. Von den Werkstattaufenthalten für die Nachrüstungen abgesehen, hat der TRIBECA bisher keine Werkstatt gesehen. Es ist mein erster Neuwagen, der keine Fehler hat, nicht einmal eine defekte Glühbirne. Kommen wir zum Navi. Das MB Navi war gut und schnell, das SAAB Navi so langsam, dass es eine Zumutung war. Das TRIBECA Navi ist gut, zeitgemäß und schnell. Wenn man einmal einen Touchscreen hatte, möchte man das nicht mehr missen. Man kann auch einfach mal einen Punkt auf dem Schirm auf der Karte antippen, und als Ziel wählen, sehr intuitiv. Natürlich geht auch alles von der PLZ über den Ort bis zu Strasse und Hausnummer. Woran man sich gewöhnen muss ist die Sicherheitsphilosophie, Routeneingaben während der Fahrt gehen nur aus dem Zielspeicher, für alles andere muss man anhalten (was auch vernünftig ist, aber wer ist schon immer vernünftig). Kommen wir zur Automatik: Mein SAAB und mein MB hatten Automatik, und die von MB gilt als sehr gut. Auch da kann der TRIBECA mithalten. Vielleicht nicht mit den neuen 7-Stufen Automatiken, aber mit der 5-Stufen Automatik von MB schon. Ich finde auch nicht, dass der TRIBECA schlecht motorisiert ist. 245 PS sind absolut ausreichend, das Fahrzeug beschleunigt sehr schön von unten heraus und man kann auf der Autobahn nicht nur locker bis 210 km/h mithalten, sondern man ist durchaus auch schnell unterwegs. Die 20" Reifen bieten dabei dann das Plus an Strassenlage, welches man auf gewundenen Bergstrassen benötigt. Der Verbrauch liegt bei 16 l/100 km nun über die gesamten 20.000 km gemittelt, da kommt man auch nicht drunter, wenn man mit etwas Fahrspass unterwegs sein möchte. Der Motor ist sehr ruhig, und wenn man die Automatik auf "sport" stellt (Schalthebel nach links), dann hört auch die etwas nervöse Schalterei auf, mit der sonst versucht wird immer möglichst schnell in die höheren Stufen zu schalten. Ich habe dabei nicht den Eindruck, dass dies den Verbrauch nennenswert beeinflusst, da zumindest in der Stadt eine konstante, etwas höhere Drehzahl ähnlich viel Sprit verbraucht, wie die ständige Rauf- und Runterschalterei. Ob ich das Auto wieder kaufen würde? Mir gefällt die Form, ein Bild mit modifiziertem Grill habe ich angehängt. Leider hat SUBARU die Form im Nachfolger nun zum "Allerweltsamerikaner" modifiziert. Dieser Nachfolger kommt für mich nicht in Frage. Allerdings habe ich auch nicht vor, meinen TRIBECA sobald zu verkaufen, und dass ich nun ein sehr individuelles Auto fahre, welches ich auf meinen Fahrten sonst quasi nie zu Gesicht bekomme, hat schon was. Nur eines hat mir beim Umstieg vom MB und SAAB Sport Cabriolet auf einen SUV gefehlt. Nein, nicht das zu öffnende Dach, dazu hat dieser Sommer wenig Anlass gegeben. Sondern manchmal das letzte Quäntchen an Sportlichkeit, für welches ein SUV dann statt 245 Pferdchen über 400 benötigen würde. Da ich aber einen Cayenne S oder Turbo dann doch für übertrieben halte, und die Fahrphysik in den Kurven können diese Boliden auch nicht ausschalten, habe ich mir für die "sportlichen Momente" aus der Preisdifferenz einfach noch meinen "roten Traum" erfüllt. Zusammenfassend kann ich sagen, wenn man kein Freund langer Werkstattaufenthalte ist, und einen SUV sucht, dann ist der SUBARU TRIBECA B9 das richtige Auto.
Gruss OpenAirFan

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Hallo zusammen! Hier ein kleines Update, es gab ja lange keine Informationen mehr zum Tribeca. Mein Fahrzeug wird nun sechs Jahre alt und hat knapp 100.000 km treu gedient ohne relevante Ausfälle die nicht bis zum Kundendienst hätten warten können. Irgendwann nach 50.000 km mussten die vorderen Stabilisatoren getauscht werden (Poltern an der Achse), bei ca. 80.000 die vorderen Bremsscheiben im Rahmen des Service. Das war es dann aber auch schon. Bis heute klappert nichts und wer das Fahrzeug nicht kennt, schätzt es auf höchstens 1-2 Jahre alt. Leider gibt es keinen Nachfolger in diesem Segment mehr, so dass ich SUBARU wieder verlassen werde. Mein Tribeca steht bei SAAB - SUBARU in Krefeld zum Verkauf (Besonderen Dank an den Händler, der mir ja leider kein Nachfolgefahrzeug verkaufen kann für diesen Service). Mit ein paar Modifikationen hätte aus dem Tribeca ein Erfolg werden können: Boxer Diesel einbauen, etwas grösserer Tank und nicht das unsägliche amerikanische Facelift, welches schließlich auch nichts genutzt hat, das Modell wurde in den USA ohne Nachfolger eingestellt. Aber Autobauen will gekonnt sein, den Kunden aufs Maul schauen aber auch ...
Bis bald in einem anderen Forum
OpenAirFan

Hallo OpenAirFan,

habe mir , auch auf Grund deiner Berichte hier, nun auch einen Tribeca zugelegt.
Bisher (nach rund 7000 km) bis auf die ausgefallene Inneraumbeleuchtung keine Probleme mit dem Auto. Bin sehr zufrieden, denke auch das die Motorisierung ausreicht, ist ja kein Rennwagen.
Naja, Benzinverbrauch.... weiß man ja vorher. Fahre im Durchschnitt mit 13l , hat mein alter Legacy auch gebraucht.

Als echt nervig empfinde ich wirklich diese Sicherheitsschaltung vom Navi.

Also alles in allem ein sehr schönes Auto für relativ wenig Geld (als Gebrauchter).

Gruß aus Berlin

Kalle

Hallo Kalle,

gefiel Dir der Legacy-Nachfolger nicht?

Ich frage deshalb, weil dieser doch ähnlich viel Platz wie der Tribeca bieten müsste, oder?

viele Grüße
Oliver

Der Legacy ist nicht schlecht, aber das Preis-Leistungsverhältnis für einen gebrauchten Tribeca ist fast unschlagbar.
Allerdings überlege ich jetzt ernsthaft ob ich nicht das Risiko einer Umrüstung auf LPG eingehe.
Muss mich da nochmal schlau machen....

Gruß Kalle

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