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Wenn der Restaurator keine gute Wahl war....

Pontiac GTO II
Themenstarteram 22. März 2019 um 20:50

Moin Leute,

ich brauch mal euer Schwarmwissen bzgl Restaurierung.....und Werkstattproblemen.....

Vorab zu meiner Person: Bin Ingenieur von der Ausbildung her, allerdings nicht im KFZ-Bereich. Ich schraube seit den späten 70er Jahren an Autos und Motorrädern, und habe auch bereits Motorräder von Grund auf restauriert. Insofern nicht komplett ahnungslos....

Ich habe mir mehrere Werkstätten angesehen, um an meinem GTO ein paar konservierende- und Lackarbeiten machen zu lassen.

Bei einer Werkstatt stand ein End-80er M3 sowie ein Lancia (irgendeine Rallyeversion) als lackierte Rohkarossen, die gerade wieder aufgearbeitet werden. Sah alles sehr sauber und professionell aus.

Ich habe mich also länger mit dem Chef unterhalten, und ihm die Zielrichtung klar gemacht:

Unterboden reinigen (Eisstrahlen) und konservieren (Rostumwandler / Wachs)

An der Karossierie einige Beulen und Roststellen beseitigen und neu lackieren.

Er hat sich den Wagen intensiv angesehen und fand das Projekt wohl für sich auch interessant:

---

vielen Dank für Ihre Mail und die das damit verbundene Interesse an unserem Dienstleistungs-Spektrum.

Ein fehlendes Know-How in Bezug auf US-Amerikanische Fahrzeuge kann ich Ihnen definitiv nicht bestätigen.

Wir haben unser Steckenpferd,das ist unmissverständlich die Marke BMW.Ebenso sind wir allerdings für unzählige Kunden in den Bereichen Aston Martin,Alpine,Bentley,Brabus,Chrisler Viper,Chevrolet-Corvette,Ford Mustang, Ferrari,Maserati,Lamborghini,McLaren,Porsche,Mercedes-AMg usw. tätig.

Wir würden Ihnen sagen wenn wir uns die besprochenen Umfänge nicht zutrauen würden.Denn am Ende hat niemand etwas davon! Wie bereits in unserem Gespräch erwähnt,es ist nicht unser Ansinnen Sie mit sugerierter Kompetenz zu täuschen, oder von einer unnötigen Restauration zu überzeugen.Vielmehr möchte ich Sie bei dem tollen Fahrzzeug-Projekt beraten,und freue mich natürlich wenn wir auf der Basis zusammenkommen.

---

Er hat dann folgenden Arbeitsrahmen formuliert:

1. Fahrzeug im Exterieur-Bereich zerlegen, wie z.B. Rückleuchten,Zierleisten,Markenembleme, Schachtleisten,Frontgrill,Scheinwerfer- und Blinkleuchten

2. Türe rechts und links ausbauen und zerlegen,inkl. Zusatzarbeiten für Scheibendichtungen

3. Front- und Heckklappe ausbauen und zerlegen

4. Front- und Heckschürze zerlegen

5. Frontscheibe ausbauen

6. Aussenspiegel demontieren

7. Fahrzeugentlackung durch Beiz-Chemie oder Handentlackung durch Schleifen ( je nach Rücksprache )

8. Karosseriebestandsaufnahme 

9. Kalkulatorische Basis-Karosserieinstandsetzung inkl. Zusatzarbeiten -> Dieser Punkt beinhaltet die Unterbodenarbeiten

10. Fahrzeug-Komplettlackierung inkl. Zusatzarbeiten

Als Budget haben wir uns auf einen knapp 5stelligen Betrag geeinigt.

Anfang November habe ich den Wagen dann zu einem Subunternehmer gebracht (Überraschung), einer Karosserie und Lackierwerkstatt.

Nach einer Woche sollte er zerlegt sein und wir sollten den Umfang der zu bestellenden Neuteile besprechen.

Nach einer Woche war am Kotflügel hinten links wild rumgeschliffen worden, um mal zu sehen was an Spachtel drauf ist ('mindestens 100kg'). Dann wurde nochmal erläutert was gemacht werden soll, und in 1 Woche wolle man anfangen.

Angefangen haben sie dann genau am 07. Januar, also knapp 2 Monate später. Nach einer Woche war er dann auch zerlegt, eine Beule hinten rausgedrückt und einge Roststellen frei geschliffen u z.T. auch aufgeschweißt.

Dann kam auch eine Liste mit Neuteilen, aus meiner Sicht viel überflüssiges, da z.B. die Chromteile nicht defekt sind. Klar, Gummdichtungen und so ein Zeugs, Innenkotflügel (durchgerostet), und ein paar weitere Kleinigkeiten.

Auch zeigte sich nach Ausbau der Rückbank ein durchgerostetes Blech, welches ersetzt werden sollte. So weit so gut. Das war Freitags. Montag hatte ich eine Rechnung in der Post - über 75% des Gesamtbudgets! Nach knapp einer Woche Arbeit!

Da habe ich natürlich reklamiert und angemerkt, dass das ja in keinster Weise dem Arbeitsfortschritt entspricht. Da wurde dann behauptet, dass die Werkstatt unter anderen schon für 2000 € Farben und Lacke gekauft hätte.

Was sich natürlich als Lüge rausgestellt hat.

Zwischenzeitlich hat er auch die gerissene Frontscheibe über die TK abgerechnet - für schlappe 1800€ (neue Scheibe kostet drüben 150$, hier 320€) - es wäre ja angeblich 'OE'.

Nach Demontage der Scheibe hat sich leider das Windshield vor der Scheibe als komplett rott rausgestellt, ebenso ist der Kofferraumboden durchgerostet u muss ersetzt werden.

In der Zwischenzeit hat die Werkstatt noch einige Arbeiten gemacht (besagtes Blech hinter der Rückbank), und ich habe Ersatzteile in den USA besorgt. Von dem Geschäftsführer habe ich seitdem nichts mehr gehört. Keine Kommunikation, kein Projektmanagement, nichts. Die Zeit, in der die Teile im Container liegen zum Eisstrahlen oder Ölen der Karosseriebolzen (zw. Rahmen und Chassis) zu nutzen - Fehlanzeige. Wenn dann hab ich - sehr konstruktiv - mit den Jungs des Subunternehmers gesprochen

Diese Woche rief er dann an, und bat um einen Termin, um 'weitere Kostenüberraschungen' zu vermeiden.

Die Frage ist, wie geht man mit der Situation um? Auf der einen Seite kann ich den Wagen schlecht rausziehen, und bin darauf angewiesen, dass die Arbeiten vernünftig zum Ende gebracht werden.

Auf der anderen Seite geht das Verhalten mit abstrus hohen Rechnungen und anlügen (Lüge zum Zweck des geschäftlichn Vorteils nennt man auch Betrug) gar nicht. Ich würde mal sagen, die Vertrauensbasis ist zerstört.

Eine Eskalation dürfte jedenfalls für keine der Seiten günstig sein. Ich habe schon überlegt einen Gutachter hinzu zu ziehen.

Was meint ihr?

 

Beste Antwort im Thema

Augen zu und durch. Leider scheint Dein GTO ein Money Pit zu sein. Was an Rost gefunden wurde, ist signifikant und rechtfertigt allemal eine Überschreitung des vereinbarten Summe. Es ist zwar nicht sauber, daß man Dich an einen Subunternehmer weitergereicht hat, ohne dass man Dich vorab darüber aufgeklärt hat, aber Du hast das letztendlich akzeptiert, da Du Deinen Wagen dorthin gebracht hast.

An diesem Beispiel wird deutlich, daß es bei unseren Oldtimern nicht sinnvoll ist, einen Gesamtpreis (oder Pauschale) zu vereinbaren, aufgrund der verdeckten Mängel ist das auch unfair (ich denke, so wird er argumentieren). Im Nachhinein ist man immer schlauer: Es wäre besser gewesen, Du hättest sozusagen, um das Wasser zu testen, zunächst nur eine kleinere Arbeit vergeben (z.B. Kotflügelreparatur oder Scheibenersatz), um zu sehen, wie das läuft. Jetzt ist die Sache zu weit fortgeschritten, ein Gutachter kostet nur weiteres Geld (Gutes Geld schlechtem hinterher geworfen).

Ist das Vertrauensverhältnis weg, mußt Du Dir einen anderen suchen, der die Arbeiten fortsetzt.

Auf der anderen Seite - wenn die Qualität der Arbeit stimmt - hast Du für Deinen GTO das richtige getan. Vom Kosten/Nutzen Aspekt sind unsere Schätze eh nicht zu beurteilen, darum sind sie ja auch Hobby.

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@DT-Fan -

Ich sag' s gleich, von Restaurierungen hab' ich nicht viel Plan, aber die Sache mit dem Subunternehmen hätte mich schon beunruhigt.

So hätte doch die Hauptwerkstatt mit Dir gar keinen Festpreis vereinbaren können, da eine zweite Werkstatt mit im Spiel ist und noch gar nicht einschätzen kann, was finanziell auf Dich zukommt, oder ?

Angesichts der von Dir eingangs aufgelisteten Posten über die zu erledigenden Arbeiten erscheint mir ein End Vierstelliger Betrag ohnehin etwas gering.

Ich habe kürzlich eine ähnliche Geschichte gelesen mit zwei Werkstätten im Spiel und da hat der Fahrzeugbesitzer vergeblich versucht, sein Fahrzeug zurückzubekommen, nachdem er sich geweigert hat, eine über den vereinbarten Betrag hinaus völlig überhöhte Rechnung zu bezahlen. Das Auto stand in Werkstatt 2, der Hauptvertrag war mit Werkstatt 1 gemacht.

Jeder Fall liegt selbstverständlich anders, nur wenn man schon einen Anwalt braucht, kann es teuer und ärgerlich werden.

Ich würde die bisher aufgelaufene Rechnung bezahlen und meinen GTO schleunigst dort wegholen.

Die Sache ist merkwürdig. -

Gruß

Al

am 24. März 2019 um 17:17

Na ja, die Herausgabe eines Fahrzeug beim Subunternehmen zu verlangen, stellt juristisch kein allzu großes Problem dar. Da reicht oft schon das persönliche Erscheinen nebst Hinzuziehung der Polizei. Warum? Weil Werkstatt 2 grundsätzlich schon mal keinen Zahlungsanspruch gegen den Fahrzeugeigentümer hat, sondern ausschließlich gegenüber seinem Auftraggeber, also Werkstatt 1. Gegenüber diesem gibt es jedoch kein Zurückbehaltungsrecht fremden Eigentums.

Ist aber in dem Fall hier wohl nicht von Bedeutung, zumindest scheint das Kind noch nicht derart verschärft in den Brunnen gefallen zu sein.

Ob Oldtimerrestauration oder 08/15-Fahrzeugreparatur, die gesetzlichen Bestimmungen hinsichtlich der Überziehung von Kostenvoranschlägen gelten so oder so. Hier mal in einfachen Worten erklärt.

Man muss es wie immer nur beweisen können, also wenigstens einen entsprechenden Mailverkehr vorweisen, Zeugen oder gar einen schriftlichen KV / Auftrag vorweisen können. Allerdings gehe ich mal davon aus, dass man sowas in der Preisklasse doch sicher haben wird. Oder?

Fehler

:)

Zitat:

@NeoNeo28schrieb am 24. März 2019 um 17:17:44 Uhr:

Zitat:

Na ja, die Herausgabe eines Fahrzeug beim Subunternehmen zu verlangen, stellt juristisch kein allzu großes Problem dar.....!"

* * *

Da hat sich der Betroffene wahrscheinlich selten dämlich angestellt, dass er sein Fahrzeug nicht zurückbekam.

Alles ist möglich....! ;)

* * *

Im Einklang mit @Go}][{esZorN Antwort ganz zu Anfang kann ich Dir nur erneut empfehlen, das Auto dort abzuholen, wenn Dir die Angelegenheit zu seltsam vorkommen sollte.

Oft hat man doch so ein unbestimmtes Gefühl, dass etwas nicht in Ordnung ist.

am 25. März 2019 um 5:53

Zitat:

@al-de56 schrieb am 24. März 2019 um 22:57:51 Uhr:

Da hat sich der Betroffene wahrscheinlich selten dämlich angestellt, dass er sein Fahrzeug nicht zurückbekam.

Alles ist möglich....! ;)

Kann sein, muss nicht... Macht vor allen Dingen auch nur Sinn, wenn das Fahrzeug nicht schon komplett zerlegt beim Subunternehmer vor sich hindümpelt. Viele haben dann doch Skrupel, entsprechend gegenüber dem Subunternehmen aufzutreten, der für die Situation auch meist selbst nichts kann.

Aber das ist hier ja so nicht die Frage.

Ich kann ebenfalls nur empfehlen, wenn sich das schlechte Bauchgefühl mit einem klärenden Gespräch nicht wegreden lässt - dann Fahrzeug besser abholen, die geleistete Arbeit wie vereinbart zahlen und gut sein lassen. Finden sich zwar nicht viele gute Werkstätten auf diesem Sektor, aber wenn das Hobby dem Frust weichen muss, macht es eben auch keinen Sinn.

@NeoNeo28 -

Da kann ich Dir nur zustimmen. -

Na, dann hoffen wir mal, dass die Angelegenheit für den Themenstarter einen guten Abschluss findet. -

Er ist auf einmal so ruhig geworden.

Dir und allen anderen motorheads wünsche ich eine stressfreie Woche. -

Gruß

Al

Rechtlich wird das echt interessant, dazu müsste ich den Vertrag genau lesen können. Einen Gutachter halte ich im Moment für noch keine gute Idee, wenn du genau wissen willst was möglich ist, suche dir einen guten Anwalt für Kfz und Vertragsrecht und da geht das Problem schon los, mal eben einen guten finden. Mir scheint aber, Mängel Auto und Rechnung aufnehmen, schriftlich einreichen um Nachbesserung, aus Gründen XYZ bitten, dann abwarten und schon einen Anwalt suchen. Das ist nicht mal eben vom Tisch leider. Da wird dann auch das Gutachten, Gegengutachten der ganze Schmus kommen. Leider.

Zitat:

@NeoNeo28 schrieb am 25. März 2019 um 05:53:03 Uhr:

Finden sich zwar nicht viele gute Werkstätten auf diesem Sektor, aber wenn das Hobby dem Frust weichen muss, macht es eben auch keinen Sinn.

Evtl. wäre es zweckmäßig, mit der Firma "Technische Restaurationen Werner Zinke" in Zwönitz zu reden. Wird sicher auch nicht ganz billig, aber m.W. machen die auch die ganzen Wagen für das Horchmuseum in Zwickau.

Themenstarteram 13. April 2019 um 9:36

Mal ein kleines Update:

Am 24.03. bin ich aus dem Urlaub gekommen und wollte in der Folgewoche einen Termin mit dem AN vereinbaren. Der war aber 'in Terminen' und von Mi-Fr 'auf AU Lehrgang'. Aber die Woche drauf 'flexibel nach Absprache'.

Nun denn....war also Mittwoch beim Lackierer, der auch mittelptächtig genervt war dass er den AN nicht ans Telefon bekommt. Wir haben über die Anlieferung der Ersatzeile gesprochen (über usa-importservice, hat sehr gut geklappt!), die dann auch Do oder Fr ankamen.

Do ruft mich der lackierer an dass er mit dem AN gesprochen hätte, und dieser sich aus dem Projekt zurückziehen möchte, 'da ja fast nur Blech und Lackarbeiten anfielen und wir (der Lackierer und ich) ja sowieso die meiste Zeit miteinander reden.

Ich habe mich daraufhin Freitag Abend (29.3.) mit dem Lackierer zusammengesetzt. Dabei erfahren, dass er von den bereits gezahlten Rechnungen noch nichts gesehen hat. Aufgabe an ihn war nun, die Kosten bisher zu ermitteln und eine Kalkulation für das noch kommende zu tätigen. Wir haben uns für Dienstag Abend (2.4.) verabredet. Wegen eines Geschäftstermins mußte ich das auf den Mittwoch, 3.4., verschieben.

Dazu habe ich den AN am Montag, 12:26h dazu gebeten (Namen abgekürzt, Antwort oben):

Zitat:

Hallo Herr SK,

 

dann lassen Sie uns doch bitte am Mittwoch um 1800 bei HK (Lackierer) treffen

 

Viele Grüße

DT-Fan

 

Gesendet: Montag, 01. April 2019 um 11:11 Uhr

Von: "SK" <s.k@>

An: DR-FAN

Betreff: Re: GTO

Sehr geehrter Herr FT-FAN

wie angekündigt stehe ich ab heute zwecks Terminierung, nach Absprache zur Verfügung!

Zum aktuellen Zeitpunkt habe ich keinerlei Überblick über die zukünftig noch anfallenden Kosten, aufgrund der Auftragserweiterung,welche sich als immens darstellt. Daher habe ich ein gemeinsames Gespräch gebeten, damit keine Unstimmigkeiten aufkommen, und alle beteiligten wissen woran sie sind.

Herr HK (Anm: Lackierer) teilte mir mit das Sie sich im Rahmen Ihrer Diversen Besuche mehrfach ausgetauscht haben, worüber mir leider ebenfalls jeglicher Überblick über Inhalt und Umfänge fehlt. In diesem Zusammenhang bot ich die Übergabe des Auftrages an Herrn HK an. Auch dies sollte in einem gemeinsamen Gespräch geklärt werden. Das Herr HK Ihnen dies nun vorab, und zudem anscheinend sehr Inhaltsverzerrend kommuniziert, bestätigt mich in meinem Gefühl das die Dreieckskonstellation suboptimal ist. Ich möchte nochmals erwähnen das es mir wichtig ist das der Auftrag sauber und seriös abgearbeitet wird, jedoch die Kosten parallel zur Mehrarbeitet abgedatet werden.

Zu dem Gespräch am Mittwoch habe ich einen Freund (KN, siehe unten), Geschäftsführer eines Unternehmens und auch Autofreak, hinzugebeten. Von dem Gespräch habe ich folgende Notiz verfasst und an alle Teilnehmer versandt:

Zitat:

 

Hallo zusammen,

anbei meine Gesprächsnotiz von letzter Woche Mittwoch.

Falls Änderungs-/Ergänzungsbedarf besteht bitte einfach melden.

Bis wann kann ich denn nun mit einer Kostenaufstellung rechnen?

Viele Grüße

DT-Fan

--------

Gesprächsprotokoll vom 03. April 2019, 1800

Anwesend

SK, (Auftragnehmer)

HK, (Lackierer-Chef), und 2 Mitarbeiter

DT-Fan und 2 Freunde (KN, CN)

Diskussionsthema ist die Restaurierung des Pontiac GTO, die SK als Auftragnehmer angenommen hat und im wesentlichen bei HK durchgeführt wird.

Grundlage der Arbeit war ein Angebot von SK über die auszuführenden Arbeiten, welches den Passus enthielt, dass der genaue Umfang erst nach Demontage festgelegt werden könne. Dieses Angebot wurde von DT-Fan angenommen. Aufgrund diverser, möglicherweise falsch verstandener Aussagen, soll versucht werden, einen gemeinsamen Stand und ein weiteres Vorgehen festzulegen.

Nach 2 Monaten Verzögerung wurden die Arbeiten Anfang Januar (07.01.) aufgenommen. Neben den bekannten und sichtbaren Roststellen und Beulen (z.B. Heck links) ergaben sich weitere Roststellen. u.a. an dem Blech zwischen Rückwand und Kofferraum. Mit Datum 11. Januar wurde eine Rechnung über 75% des ursprünglichen Projektvolumens gestellt und bezahlt Diese wurde u.a. damit begründet, dass bereits Lacke und Material beschafft worden sei. Eine Information, wieviel vom ursprünglichen Gesamtangebot bereits geleistet wurde, wurde nicht gegeben. Von DT-Fan wurden in Abstimmung mit SK weitere Ersatzteile auf seine Rechnung beschafft und angeliefert (Dichtungen, Kofferraumboden, Windshield, etc)

KN hat im Gespräch versucht, eine Aufschlüsselung des Angebotes vorzunehmen - wie hoch der Posten 'Kalkulatorische Instandsetzung' ist, um zu einer Größenordnung in diesem Bereich zu kommen. Das wäre aber laut SK und HK nicht möglich. DT-FAN merkte an, dass eine Lackierung zwischen 2000 und 4000 kosten könne. SK bot an, dass er 'die Einsicht in sämtliche Rechnungen und Materialeinkäufe zu diesem Projekt ' freigibt.

SK bot im Weiteren an, da der Auftrag ja praktisch nur Blech- und Lackarbeiten enthält, sich gegen ein Handlingfee von 500€ aus dem Projekt zurück zu ziehen, so das HK und DT-FAN direkt zusammen arbeiten. Er wäre aber auch willens, das Projekt professionell zu Ende zu führen.

KN betonte nochmals, dass, um eine Entscheidung über das weitere Vorgehen treffen zu können, die aktuell angefallenen Kosten und eine Schätzung der noch entstehenden Kosten basierend auf dem aktuellen Stand der Feststellungen (Kofferraum durchgerostet, Windshield durchgerostet, Bodengruppe eisstrahlen & Karrosseriegummis ersetzen, Ersatzteile einbauen etc.) bekannt sein müsse.

Basierend auf der neuen Schätzung kann dann entschieden werden, ob und wie die Arbeiten weiter geführt werden.

HK schlug daraufhin vor sich mit SK zusammenzusetzen um ein Angebot zu erstellen. Beide sagten zu sich am nächsten Tag zu treffen, um bis zum Wochenende eine Kalkulation zu erstellen

Damit wurde das Treffen gegen 1915 beendet

Was soll ich sagen, auf ein Angebot warte ich bis heute. Dem Auftragnehmer hat das gar nicht gefallen. Per Mail:

Zitat:

Sehr geehrter DT-FAN

ich widerspreche hiermit Ihren Ausführungen in jeglicher Hinsicht,und werte Ihre "Gesprächsnotiz" neuerlich als Versuch mich ohne jeglichen Grund in die Rolle des schuldigen zu drängen,sowie mich schlichtweg "hinters Licht zu führen"!

Ebenso erkenne ich keinerlei Einmischung eines KN oder eines Herrn CN an,welche sich vor Ort lächerlicherweise als ,,Freunde die nur zufällig dabei sind`` vorstellten!

Ich werde mich am Montag mit Herrn HK beraten,und Ihm von jeglichen weiteren Arbeiten an Ihrem Fahrzeug abraten!

Zudem werde ich den Fall bereits jetzt unserem Rechtsbeistand übergeben!

Woraufhin ich noch ein Antwort geschrieben habe:

Zitat:

Sehr geehrter SK,

 

eine Zusammenfassung eines Meetings ist, wie auch eine Agenda vorher, übliche Praxis in Projekten. Sowas hilft, um Mißverständnisse zu vermeiden.

 

In der Gesprächsnotiz ist in keinster Weise der Versuch unternommen worden, Sie als 'Schuldigen' darzustellen. Auch habe ich die Herren KN und CN nicht als 'zufällig dabei' vorgestellt.

Richtig ist, dass ich Herrn KN zu dem Gespräch dazu gebeten habe, da auch er Erfahrungen mt alten Autos hat und weil wir danach in Düsseldorf verabredet waren. Da Herr KN aus Köln angereist ist und Herrn CN mitgenommen hat, war dieser zufällig mit dabei. Das war auch so kommuniziert.

 

Insofern ist diese Eskalation ihrerseits für mich nicht nachvollziehbar.

Ich hatte in dem Gespräch darauf verzichtet, das aufgenommene Gespräch mit dem Lackierer vorzuspielen (er bestätigte, dass bis dato keinerlei Farben und Lacke angeschafft wurden), da das das Meeting gesprengt hätte.

Aber doch mal interessant wie dünnhäutig der AN ist.

Ich werde mich kommende Woche mit dem lackierer zusammensetzen und dann sehen was raus kommt.

Ihr werdet es erfahren!

 

PS: Noch total verdrängt....nachdem ich den AN am Montat Mittag eingeladen hatte bekam ich keine 2 Stunden (!) vor dem Termin am Mittwoch eine Mail:

 

leider lässt unsere Iso-Prüfung den von Ihnen genannten Termin um 18 Uhr nicht zu! Ab morgen Mittag 12 Uhr endet unsere Prüfung.Gerne stehe ich Ihnen nach Absprache z.B. Do. oder Fr. für einen Termin zur Verfügung.

 

Eine ISO Prüfung...kommt ja so total überraschend, und ist vor allem noch nach 18 Uhr!

Entsprechend habe ich ihm geantwortet, dass das gar nicht geht und er sich doch zum Termin bewegen möge.

Darauf rief er mich an, schilderte das wortreich...und als ich ihm sagte dass der Prüfer wohl kaum noch um 1800 da ist - hat er aufgelegt. Zu meiner Überraschung war er doch vor Ort.

O Mann, an was für einen Vogel biste denn da geraten ...

An den Hansel würde ich persönlich keine Minute mehr verschwenden.

Daher einen Anwalt bitten (hast du Rechtsschutz-Versicherung?), dem AN einen freundlichen Brief zu senden, mit deinem Vorschlag mit welchem Betrag er _sofort_ aus der Sache heraus kommt.

Nebenbei man auch strafrechtliche Schritte (Veruntreuung) prüfen werde.

Damit klar wird, dass es da für ihn nichts mehr zu holen gibt.

Themenstarteram 14. Mai 2019 um 20:40

Immerhin hab ich heute ein Schreiben von *seinem* Rechtsanwalt bekommen.

Ich glaube langsam muss ihm mal einer den Begriff 'Shitstorm' erklären....

Über den Sommer hat sich nicht viel getan - zumindest was den Zustand des Autos angeht.

Mit dem Auftragnehmer war - da er einen Anwalt eingeschaltet hatte - kein vernünftiges Gespräch mehr zu führen. Eine aussergerichtliche Einigung hat er konkludent abgelehnt.

Also habe ich einen Gutachter mit der Dokumentation und Bewertung des Arbeitsstandes beauftragt. Der war ob der gezeigten Leistung mal gar nicht begeistert: Es würde sich mehr um Flickwerk als um eine handwerklich saubere Arbeit handeln. Wahrscheinlich werden wir alles nochmal rausreissen müssen. Insofern läßt sich der Gesamtschaden immer noch nicht beziffern

Meine Anwältin hat inzwischen Klage beim Landgericht Düsseldorf gegen die Firma 2.0 Automotive GmbH eingereicht. Ob wir eine Strafanzeige gegen den Geschäftsführer Sebastian Küppers stellen bleibt aus prozesstaktischen Gründen erst mal offen.

Zur Zeit bin ich auf der Suche nach einer qualifizierten Werkstatt, die die Arbeiten zu Ende führen kann. Falls jemand eine gute Empfehlung - bevorzugt, aber nicht zwingend, im Raum Düsseldorf hat, gerne per PM!

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