Welches Motoröl?

Hallo,

würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?

Gruß Gorge

Beste Antwort im Thema

Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.

Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.

Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!

Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.

Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.

Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(

Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.

Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.

Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.

Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.

Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:

"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:

http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf

Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:

"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:

http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html

Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)

Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.

Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.

Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.

Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!

Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.

Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.

Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!

Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.

Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.

Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)

Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)

Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)

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Zitat:

Original geschrieben von Sir Donald


[...]
Der Sterndock hat ja auch mal im Selbstversuch festgestellt das sein Auto mit dem M1 weniger Asche produziert als mit dem besten damals verfügbaren LowSaps Öl.
[...] 

Hat er das?

M.K. hat er in seinem "Selbstversuch" lediglich festgestellt, dass es anscheinend (!) - Sichtkontrolle - bei seinem Fahrzeug keine Probleme bei Nutzung des M1 gibt.

Wo hat er denn die Gegenprobe mit dem Low-Saps-Öl gemacht??

Gruss

Zitat:

Hatte vor einiger Zeit mal erwähnt, dass ich (nach dem 0W-40er M1) das Fuchs TITAN GT1 5W-30 bei meinem eigenen DPF-Diesel teste. Habe das jetzt keine 80TKM verwendet, wie das M1, sondern den Filter schon früher zerlegt.

 

Ergebnis: Auf die gleichen km hochgerechnet, landet mit dem "low SAPS" sogar etwas mehr Asche im Filter als mit dem M1 (was ich auch erwartet hatte)!

Aus diesem

Beitrag

zitiert.

Zitat:

Original geschrieben von Jan0815


Geschrieben von Sterndocktor am 12.01.06 um 15:32:

Das mit der Wärmeleitfähigkeit bzw. Wärmeabfuhr kann man nicht auf vollsynth. HC u. mineralisch reduzieren. Das Öl soll einmal die
Reibung so weit wie mgl. reduzieren, so dass schon mal weniger Reibungswärme entsteht. Und natürlich auch die Wärme von
besonders heißen Bauteilen an die abgeben, mit denen es über das Öl Kontakt hat.
Ich habe da mal einen Test mit dem Castrol TWS Motorsport SAE 10W-60 u. dem 5W-50er M1 gefahren. Sind beides vollsynth.
Formulierungen. Das TWS enthält sogar eine Ester-Komponente, aber nur eine sehr kleine.
Ergebnis: Mit dem M1 hatten die Kolben immer eine um rund 20 Grad niedrigere Temp. Und in der Wanne hatte ich immer rund 10 Grad weniger.

Natürlich könnte er gelogen haben, oder er war zu blöd, die Messung korrekt durchzuführen...

Muss wohl so sein, wenn ich die Beiträge unserer Schlauberger lese.

Oder vielleicht auch schlicht die Experimentalbedingungen so gewählt, dass was passendes, genehmes bei rauskommt?! 😉

Du bist doch technisch gebildet. Überleg doch mal, unter welchen Bedingungen ein Öl unter Umständen (!) eine um 20° reduzierte Kolbentemperatur bewirken kann. Kommst sicher dahinter. Wobei das Ergebnis nicht mal gelogen ist, eben nur eine spezielle Eigenschaft des M1 - sagen wir mal - "unangemessen" hervorhebt.

Spannend immer auch, dass - wenn man den "M1-Trick" mal ignorieren würde - dann obwohl das angeblich ca. 10% mehr thermische Energie von den Hotspots abführt, trotzdem die Ölwannentemperatur dito um 10% niedriger liegen soll. In Summe also randabout Faktor 1,1² ~ 1,2 höherer Wärmeabtransport nach außen.

Bei ansonsten unveränderten Randbedingungen. Ja, sicher.

Ciao

Zitat:

Original geschrieben von Sir Donald



Zitat:

Hatte vor einiger Zeit mal erwähnt, dass ich (nach dem 0W-40er M1) das Fuchs TITAN GT1 5W-30 bei meinem eigenen DPF-Diesel teste. Habe das jetzt keine 80TKM verwendet, wie das M1, sondern den Filter schon früher zerlegt.

 

Ergebnis: Auf die gleichen km hochgerechnet, landet mit dem "low SAPS" sogar etwas mehr Asche im Filter als mit dem M1 (was ich auch erwartet hatte)!

Aus diesem Beitrag zitiert.

OK, danke, hatte ich nicht mehr gegenwärtig.

Und was ist das "etwas mehr" in diesem "Test"?

Da sind jetzt unterschiedliche Laufleistungen genommen worden und dann irgendwie die Asche aus dem Filter quantifiziert worden? Randbedingungen? Wärend des Betriebs Spielerei mit 2T-Öl oder nicht? Treibstoffqualität ? Meßverfahren? Rausgeschüttelt und Augenmaß oder kompletter Prozeß mit Sulfatierung etc?

Ziemlich Wischi-Waschi, sorry.

Ciao

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Zitat:

Original geschrieben von martins42


... dann obwohl das angeblich ca. 10% mehr thermische Energie von den Hotspots abführt...

Wo wurde das behauptet? Eine niedrigere Temperatur heißt nicht zwingend, dass mehr Energie abgeführt wird, sondern kann auch heißen, dass weniger thermische Energie entsteht. Und das wird hier der Fall gewesen sein, durch deutlich geringere Reibung.

Dass es unmöglich ist, dass das M1 mehr Hitze abführen als das TWS, und gleichzeitig nur Sekunden(bruchteile) später in der Ölwanne kühler ist als das TWS, ist wohl unstrittig.

Und wie kommst Du auf 10%? Sag jetzt nicht, 20°C sind 10% der von Dir ins Blaue hinein geschätzten Kolbentemperatur von 200°C bei diesem Testlauf.

Stell an Mercedes eine konkrete Anfrage zu dem Thema und frag ob du die komplette Analyse ausgehändigt bekommst.
Da der Sterndocktor das damals noch für Mercedes gemacht hat und schätzungsweise diese Zerlegungs-und Auswertungsaktionen nicht aus eigener Tasche bezahlt hat haben die mit Sicherheit Unterlagen darüber in denen jeder Furz in mehrfacher Ausfertigung dokumentiert ist.
 
Ich habe keine Ahnung als was du arbeitest aber es kann nicht im Umfeld der Autoindustrie sein da du sonst wüsstest das da recht wenig aus dem Ärmel geschüttelt oder per Augenmaß ermittelt wird.Für die Autoindustrie brauchst du mehr Zeit für die Dokumentation als für einen Test an sich.
 
Soll jetzt jeder eine komplette Dokumentation eines Versuchs hier einstellen?99% der Leser könnten damit eh nicht anfangen  und 99,9% der Leser interessiert dann eh nur das Ergebnis und xx% würden es doch wieder in Frage stellen ohne dafür Argumente zu bringen.

Du denkst doch nicht ernsthaft, dass MB solche Daten rausrücken würde? 3 Tage später hätten sie eine Klage von BP/Castrol am Hals.

Ich hatte mit Selenia Racing 10W60 eine Öltemperatur von maximal 120C° nach längerer Autobahnfahrt mit höherer Geschwindigkeit. Mit dem M1 0W40 geht es nicht mehr über 110C° hinaus.

Zitat:

Original geschrieben von Jan0815


Du denkst doch nicht ernsthaft, dass MB solche Daten rausrücken würde? 3 Tage später hätten sie eine Klage von BP/Castrol am Hals.

 😁 Mir ist das schon klar.Deswegen dürfte der Sterndocktor auch selten mehr Daten hier geschrieben haben als man eh aus den Datenblättern entnehmen konnter.Er hat dann nur noch Erklärungen dazu abgeliefert.Ich vermute aber das er wegen seiner Beiträge hier öfters was zu hören bekam.

Ein weiterer Grund solche Daten nicht zu veröffentlichen ist das man damit den Testablauf veröffentlicht und den Herstellern damit die Möglichkeit bieten würde die Öle entsprechend zu optimieren.

Ich bin zwar kein Motorenbauer, aber es entbehrt m.E. doch nicht einer gewissen Logik, dass einem Motor mit einem geringeren inneren Laufwiderstand weniger Kraftstoff zum Abrufen einer gewissen Leistung zugeführt werden muss. Somit wird weniger verbrannt und die thermische Belastung wird geringer.
Wenn ich daneben liegen sollte, schlagt´s mir ruhig um die Ohren. Ich lerne gerne dazu.
Gruss

Zitat:

Original geschrieben von Jan0815



Zitat:

Original geschrieben von martins42


... dann obwohl das angeblich ca. 10% mehr thermische Energie von den Hotspots abführt...
Wo wurde das behauptet? Eine niedrigere Temperatur heißt nicht zwingend, dass mehr Energie abgeführt wird, sondern kann auch heißen, dass weniger thermische Energie entsteht. Und das wird hier der Fall gewesen sein, durch deutlich geringere Reibung.

Wenn du etwas genauer gelesen hättest, wäre dir aufgefallen, dass ich von einem Effekt schrieb, den ich mal "M1-Trick" genannt habe. Und das ist eben der Knackpunkt an diesem Messszenario so es denn je stattgefunden hat (normalerweise werden solche Messergebnisse etwas spezifischer publiziert, weniger wischi-waschi, aber egal, sei mal hingenommen).

Unter welchen Bedingungen kann dieser Reibungsunterschied zustande kommen?

Zitat:

Original geschrieben von Jan0815


Dass es unmöglich ist, dass das M1 mehr Hitze abführen als das TWS, und gleichzeitig nur Sekunden(bruchteile) später in der Ölwanne kühler ist als das TWS, ist wohl unstrittig.

Gut.

Zitat:

Original geschrieben von Jan0815


Und wie kommst Du auf 10%? Sag jetzt nicht, 20°C sind 10% der von Dir ins Blaue hinein geschätzten Kolbentemperatur von 200°C bei diesem Testlauf.

Es ist tatsächlich einfach ein Schätzwert einer mittleren (!) Kolbentemperatur, nicht des Hotspot. Es ist letztlich auch recht egal was man da einsetzt, an der Größenordnung tut sich nichts.

So eine verbessertes Wärmeabführungsszenario ist und bleibt unplausibel. Ich habe schon vor einigen Monaten Wärmeleitfähigkeit und Wärmekapazität von Grundölen gewälzt und Effekte von Additiven. Da ist nichts, was das in solchen Größenordnungen hergibt.

Es bleibt bei der Reibungsverminderung als einziger Faktor und damit dem Szenario, wo das M1 in solch extremen Maß punkten kann.

Gruss

Zitat:

Original geschrieben von 2X2HDi


Ich bin zwar kein Motorenbauer, aber es entbehrt m.E. doch nicht einer gewissen Logik, dass einem Motor mit einem geringeren inneren Laufwiderstand weniger Kraftstoff zum Abrufen einer gewissen Leistung zugeführt werden muss. Somit wird weniger verbrannt und die thermische Belastung wird geringer.
Wenn ich daneben liegen sollte, schlagt´s mir ruhig um die Ohren. Ich lerne gerne dazu.
Gruss

Die Idee ist grundsätzlich korrekt, sie greift aber nur in einem sehr spezifischen Szenario, was sich nicht mit den angeblich reduzierten Öltemperaturen im Alltagsbetrieb deckt.

Was Plausibilitäten angeht sei auf die Spritspareffekte von Leichtlaufölen verwiesen. Die Verbesserung des thermischen Haushalts kann naturgemäß nicht größer als die entsprechende Einsparung im Verbrauch sein.
Aber da sich hier ja auch Erfahrungsberichte finden, die eben mal schnell mit einem anderen Öl 15% Sprit sparen, kann es natürlich doch wieder passen. 😁 😉

Ciao

Zitat:

Original geschrieben von Sir Donald

Zitat:

Original geschrieben von Sir Donald



Zitat:

Original geschrieben von Jan0815


Du denkst doch nicht ernsthaft, dass MB solche Daten rausrücken würde? 3 Tage später hätten sie eine Klage von BP/Castrol am Hals.
 😁 Mir ist das schon klar.Deswegen dürfte der Sterndocktor auch selten mehr Daten hier geschrieben haben als man eh aus den Datenblättern entnehmen konnter.Er hat dann nur noch Erklärungen dazu abgeliefert.Ich vermute aber das er wegen seiner Beiträge hier öfters was zu hören bekam.
Ein weiterer Grund solche Daten nicht zu veröffentlichen ist das man damit den Testablauf veröffentlicht und den Herstellern damit die Möglichkeit bieten würde die Öle entsprechend zu optimieren.

Klar, auf die Weise kann man sich alles passend reden, wird es unglaublich plausibel, dass alle die zitieren Testergebeniss immer sehr unscharf und bestenfalls auf qualitativer Ebene blieben.

Und SD braucht sich auch um seine Vita keine Sorgen zu machen, die wird ihm schon passend angedichtet. Man braucht ja nur die passenden Behauptungen nicht abstreiten. 😁 Und was der Mann so alles macht. Wichtiger Job bei MB, rast die meiste Zeit in der Weltgeschichte rum, macht so nebenher eine Experiment nach dem andere quer durch alle Aspekte des Motorbaus und hat noch genug Freizeit um eine Rudel an Pflegefahrzeugen zu betreuen und mal so nebenher schreibt auch auch noch ein Buch über Tribologie.

Eine der jüngsten Theorien war übrigens, dass er jetzt nicht mehr bei MB ist, weil er hier zuviel erzählt hat, dass er deswegen gekickt wurde. Yo,yo.

Legendenbildung live, echt scharf hier. Mal gespannt wie die Story sich in 10 Jahren lesen, wenn da noch so einiges dazugedichtet wurde.

Ciao

Zitat:

Original geschrieben von martins42



Zitat:

Original geschrieben von Sir Donald


Aus diesem Beitrag zitiert.

[...]

PS: Mir ist grad auch wieder eingefallen, warum ich den Beitrag gedanklich ganz schnell wieder ausgeblendet habe. Da (und auch schon irgendwo anders) refereriert SD länglich drüber, dass die Sulfatasche ja irrelevant wäre - u.a. weil kein nennenswerter Schwefel in Treibstoff und Öl -, dass ihn nur die Oxidasche interessieren würde.

Ist aber völliger Humbug, weil die Angabe als Sulfatasche hat so oder so nichts mit Schwefelanteilen in Öl oder Treibstoff zu tun. Die Sulfatierung der Verbrennungsrückstände des Öls - schwerpunktmäßig eben aus metallorganischen Verbindungen - ist ein Standardverfahren der Analytik. Die Rückstände werden da mit rauchender Schwefelsäure behandelt.

Grundsätzlich könnte man die Rückstände auch als Oxid-Asche quantifizieren, die Sulfatierung hat aber diverse analytische Vorteile. Unter anderem steigt die Genauigkeit (das Sulfation ist schwerer) und es ist einfacher Wasserrückstände zu eliminiere, die in Oxidaschen gerne als Hydratkomplexe zurückbleiben und die Messung verfälschen.

Ob man nun als Sulfatasche oder als Oxidasche misst und angibt ist am Ende völlig egal, man muss eben dieselbe Skala verwenden.

Einer der Beiträge wo SD fachlich leider entgleist ist, warum auch immer. Leider gibt es in seiner Beitragshistorie mehrere eigenartige Dinge, die ich aber schon länglich rekapituliert habe, wo dann ohnehin nur wieder irgendwelche sakral orientierten Erklärungen gesucht werden.

Ciao

Hallo!

Hat schon jemand Erfahrungen mit diesem Motoröl gemacht:
http://www.castrol.com/.../productdetailmin.do?...

Mich würde speziell der Vergleich zum LiquiMoly Synthoil HighTech 5W-40 interessieren.

Muss man bei einem 0W-40 mit einem anderem Ölverbrauch rechnen als beim 5W-40?

LG,
MasterA4

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