Welches Motoröl?
Hallo,
würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?
Gruß Gorge
Beste Antwort im Thema
Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.
Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.
Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!
Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.
Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.
Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(
Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.
Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.
Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.
Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.
Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:
"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:
http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf
Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:
"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:
http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html
Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)
Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.
Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.
Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.
Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!
Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.
Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.
Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!
Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.
Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.
Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)
Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)
Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)
107321 Antworten
Damit liegst Du aber wieder falsch, Tequila.
Die Masse der verblö..äh halbinformierten Kunden kauft ihr Öl anhand der vollmundigen Versprechen auf der Verpackung.
Wenige bewegen sich in Fachforen wie wir, noch weniger lassen eine Analyse machen, und ganz wenige haben es sich zur Lebensaufgabe erkoren.😉
Bitte unterlasse Beleidigungen .
Es gibt wichtigeres wie z.B. hat mein Olivenöl Verunreinigungen!
Sind wir doch Mal Ehrlich, Fleisch vom 99cent Haufen aber Öl für die Karre vom aller feinsten.
Denk mal drüber nach ,alles hat seine Grenzen.
Und keine Beleidigungen mehr !
Wenn Ravenol RUB, REP UND RSP nicht reißerich als „Racing-Öle“ bezeichnet hätte, würden wir diese Öle ganz anders bewerten. Wenn Ravenol sie bspw. als sagen wir mal, Premium- Vollsynthetik-Öle bezeichnet hätte, würden wir diese Aussage ganz anders wahrnehmen. Dann wären wir auch eher bereit, die Unterschiede zu den anderen Ölen derselben Marke zu evaluieren.
Somit lassen wir sie als nicht-alltagskonforme Racing-Öle links liegen.
Aber damit machen wir uns, wie Tequila das schon formuliert hatte, zu einfach.
Wir müssen die Sonderstellung dieser drei Öle einfach wahrnehmen und unvoreingenommen , aber kritisch zu einer sachlichen Bewertung gelangen.
Ich hatte drei Alternativ-Paarungen in einem Vertikalvergleich einer Marke gepostet . Bisher habe ich noch keine schlüssige Bewertung erhalten. Dabei könnte man einfach sagen, dieses Öl ist besser für eine definierte Spezifikation (z.B 229.5) als das andere derselben Marke. Mit dieser Aussage müßte auch kein Plattform-Eigner irgendwelche juristischen Sanktionen befürchten. Es wäre dasselbe, als wenn man sagen würde, eine S-Klasse ist besser als eine C-Klasse. Gegen ein solches Statement hätte MB sicherlich nichts einzuwenden und würde keine Abmahnung rausschicken.
Am Beispiel der Spez. 505 01 möchte ich noch einmal meine Frage wiederholen, worin bestehen die Unterschiede (z.B in der Frischöl-Analyse) zwischen RUB und VDP ? Welches Öl ist das Bessere für den PD , mal unabhängig vom Fahrprofil.
Lg Ole-Boy
Bisher hat noch keiner zu den
Zitat:
@Ole-Boy schrieb am 27. April 2018 um 23:27:29 Uhr:
Wenn Ravenol RUB, REP UND RSP nicht reißerich als „Racing-Öle“ bezeichnet hätte, würden wir diese Öle ganz anders bewerten. Wenn Ravenol sie bspw. als sagen wir mal, Premium- Vollsynthetik-Öle bezeichnet hätte, würden wir diese Aussage ganz anders wahrnehmen. Dann wären wir auch eher bereit, die Unterschiede zu den anderen Ölen derselben Marke zu evaluieren.Somit lassen wir sie als nicht-alltagskonforme Racing-Öle links liegen.
Aber damit machen wir uns, wie Tequila das schon formuliert hatte, zu einfach.
Wir müssen die Sonderstellung dieser drei Öle einfach wahrnehmen und unvoreingenommen , aber kritisch zu einer sachlichen Bewertung gelangen.Ich hatte drei Alternativ-Paarungen in einem Vertikalvergleich einer Marke gepostet . Bisher habe ich noch keine schlüssige Bewertung erhalten. Dabei könnte man einfach sagen, dieses Öl ist besser für eine definierte Spezifikation (z.B 229.5) als das andere derselben Marke. Mit dieser Aussage müßte auch kein Plattform-Eigner irgendwelche juristischen Sanktionen befürchten. Es wäre dasselbe, als wenn man sagen würde, eine S-Klasse ist besser als eine C-Klasse. Gegen ein solches Statement hätte MB sicherlich nichts einzuwenden und würde keine Abmahnung rausschicken.
Am Beispiel der Spez. 505 01 möchte ich noch einmal meine Frage wiederholen, worin bestehen die Unterschiede (z.B in der Frischöl-Analyse) zwischen RUB und VDP ? Welches Öl ist das Bessere für den PD , mal unabhängig vom Fahrprofil.
Lg Ole-Boy
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Zitat:
@Weizenkeim schrieb am 27. April 2018 um 22:19:06 Uhr:
Damit liegst Du aber wieder falsch, Tequila.
Die Masse der verblö..äh halbinformierten Kunden kauft ihr Öl anhand der vollmundigen Versprechen auf der Verpackung.
Das sehe ich anders bzw. differenzierter.
Die Masse der meist uninformierten Kundschaft interessiert sich gar nicht erst für die teureren Öle.
Die Masse möchte möglichst günstige Öle mit Hersteller-Zulassung haben und fertig. Und ohne Hersteller-Kram geht es dann auch locker durch...
Da brauchst Du mit Racing-XYZ für 40-60€ @ 5L gar nicht anfangen, ist irrelevant.
Jedoch diejenigen, die bereit sind auch mal 7-12€ pro Liter auszugeben (per Internet-Bestellung), werden sich dann schon etwas weitläufiger informieren und stoßen unweigerlich auf entsprechende Themen/Beiträge mit Gehalt.
Die Zielgruppe separiert sich quasi von selbst und ist bereit, tiefgreifender einzusteigen, sowie sich der Analytik anzunehmen.
Und dann entsteht so etwas wie ein neues Denken/Bewusstsein über Motorenöle samt größer werdender Publik. 😉
Ole-boy, ich verstehe nicht, weshalb Du Dich weiterhin so an diesen Ravenol "Racing-Ölen" so hochziehen kannst.
Hier ist doch schon alles zum Thema besprochen worden.
Sicherlich gehören sie qualitativ zu den besseren Ölen, doch nur, weil sie hochpreisig sind, müssen sie nicht zwingend besser sein, als alternative Öle mit denselben Freigaben zu einem günstigeren Preis.
Argumentiert wird seitens Ravenol mit der "speziellen", sprich hochpreisigen Wolfram-Additivierung (und mit Ralf Schumacher). Ich zitiere:
" Es nutzt die positiven Eigenschaften von Wolfram, dass die Oberflächenstruktur im Motor stark glättet und damit Reibung und Verschleiß vermindert und die mechanische Effizienz deutlich verbessert."
Das ist, gelinde gesagt, völliger Blödsinn und grenzt an Bauernfängerei. Warum?
Jeder Techniker (und evtl. sogar Ralf Schumacher) wird Dir bestätigen können, daß die Rautiefen der Oberflächen im Hubkolbenmotor bewusst definiert und vom Konstrukteur gewollt sind - Stichwort Honen. Eine Einglättung ist hier nicht erwünscht und sogar kontraproduktiv.
Und dort, wo die Oberflächen schon ursprünglich glatt sind, z.B. die Gleitlager der Kurbelwelle und der Pleuel, muss nicht noch weiter geglättet werden. Hier soll das Öl dafür sorgen, das die Oberflächen getrennt sind, im Idealfall berühren sich diese Oberflächen überhaupt nicht - Stichwort hydrodynamische Schmierung.
Das Marketing-Gewäsch bezüglich der Oberflächenstrukturglättung hat also keinen technischen Hintergrund, sondern soll eher den Preis rechtfertigen, den gleichen Zweck erfüllt Ralf Schumachers "Empfehlung". 😉
Seriöse Werbung sieht anders aus. Aber nicht nur bei Ravenaol, auch bei anderen Herstellern schaut es nicht viel besser aus. Speziell im Bereich Motoröl scheinen besonders viele zweitklassige Wortakrobaten ihre Wirkungsstätte gefunden zu haben.
Fazit: Ole-boy, falls Dich das Ravenol-Öl so anspricht, probier es einfach aus. Schaden wird es garantiert nicht.
Ob es besser ist, kann Dir keiner mit Bestimmtheit sagen. Aber auch das hatten wir hier schon alles.
PS.:Mein persönlicher Preis-Leistungs-Favorit ist aktuell das Shell Helix Ultra 0W-40. Wir fahren das jetzt seit 2 Jahren
in beiden Audis ohne irgendwelche Auffälligkeiten.
Zitat:
@Ole-Boy schrieb am 27. April 2018 um 23:31:34 Uhr:
Wenn Ravenol RUB, REP UND RSP nicht reißerich als „Racing-Öle“ bezeichnet hätte, würden wir diese Öle ganz anders bewerten.
Dem stimme ich soweit zu.
Ravenol hat diesbezüglich aber sehr clever gehandhabt, und ihren Top-Ölen inkl. Freigaben den Titel "Racing" verpasst.
Da gilt es aber auch weiter zu schauen und ins Detail zu gehen. Denn Ravenol weiß um die Analysen und deren Auswertung auf verschiedenen Plattformen.
Wenn man sich deren Öle annimmt, ist das Wort "Racing" in der Bezeichnung nicht verwerflich. Immerhin handelt es sich hierbei nur um Bezeichnungen/Namen, und keine Qualifikation. Die Öle wissen aber schon, in gewissen Punkten hervor zu stechen und als quasi i-Tüpfelchen zu stehen.
Und das sage ich als eher bremsender Ravenol-Neutraler...
Ist euch eigentlich bekannt, welche Öle das Wort "Racing" im Namen tragen? 😁
Addinol Super Racing 5W-50
Amsoil Dominator Synthetic Racing Oil xW-xx
ARDECA RACING PLUS xW-xx
Arvina RACING PRO xW-xx
Agip Racing 10W-60
Eurolub RACING GT2 10W-60
Gulf Racing xW-xx
Idemitsu Racing Rotary Engine Oil xW-xx
KENNOL RACING 10W40
...
Soll ich alle aufzählen? Die Liste wird seeehr lang... 😁
Es gilt zu unterscheiden zwischen echten Racing-Ölen und welchen, die nur eine Namensgebung haben.
Bei Gulf ist es z.B. so, dass die richtigen Rennsport-Öle den Titel "Gulf Competition" tragen, nix mit "Racing".
Von daher ist das mit Ravenol und dem Wort "Racing" halb so wild zu sehen, und man kann ganz entspannt sowie sachlich die Analysen betrachten.
Vom Rennsport sind wir hierbei jedoch noch ein Stück entfernt, was weder negativ noch positiv zu erfassen ist.
Einfach neutral sehen und die Sachlage erkennen.
Zitat:
@Ole-Boy schrieb am 27. April 2018 um 23:31:34 Uhr:
Wir müssen die Sonderstellung dieser drei Öle einfach wahrnehmen und unvoreingenommen , aber kritisch zu einer sachlichen Bewertung gelangen.
Da kommen wir unweigerlich zu Deiner vorigen Frage "...lohnt sich der Mehrpreis von ca. ca.. 5 Euro pro Liter für...", und darauf wirst Du keine bestimmende Antwort erhalten.
Betrachte die Racing-Öle von Ravenol einfach als High-End im Konsumer-Bereich, mit Feinheiten, die man normal nur schwer ausmachen kann.
Hierbei wäre Hifi ein gutes Beispiel zur Einordnung.
Dort gibt es zig Ausführungen im Bereich Endstufen und Boxen.
Anlagen die bis runter 40 Hz sauber wiedergeben können ohne zu verzerren oder Dauerbrummen, was jedoch normal nicht gefordert ist.
Oder eben bis hoch 18.000 Hz ohne kratzen und mieses fiepsen.
Dabei gilt es ebenfalls, vom Wunschtraum der Angaben von Standard-Anlagen 20Hz - 40kHz abzulassen.
Das ist nur Marketing-Blödsinn und entspricht nicht mal der Hälfte der tatsächlichen Wiedergabe-Frequenzen.
Beim Öl haben wir nun die Möglichkeit, den Angaben auf den Zahn zu fühlen..... 😉 😁
Zitat:
@Weizenkeim schrieb am 28. April 2018 um 01:15:21 Uhr:
Argumentiert wird seitens Ravenol mit der "speziellen", sprich hochpreisigen Wolfram-Additivierung (und mit Ralf Schumacher). Ich zitiere:" Es nutzt die positiven Eigenschaften von Wolfram, dass die Oberflächenstruktur im Motor stark glättet und damit Reibung und Verschleiß vermindert und die mechanische Effizienz deutlich verbessert."
Das ist, gelinde gesagt, völliger Blödsinn und grenzt an Bauernfängerei. Warum?
Jeder Techniker (und evtl. sogar Ralf Schumacher) wird Dir bestätigen können, daß die Rautiefen der Oberflächen im Hubkolbenmotor bewusst definiert und vom Konstrukteur gewollt sind - Stichwort Honen. Eine Einglättung ist hier nicht erwünscht und sogar kontraproduktiv.Und dort, wo die Oberflächen schon ursprünglich glatt sind, z.B. die Gleitlager der Kurbelwelle und der Pleuel, muss nicht noch weiter geglättet werden. Hier soll das Öl dafür sorgen, das die Oberflächen getrennt sind, im Idealfall berühren sich diese Oberflächen überhaupt nicht - Stichwort hydrodynamische Schmierung.
.
Die Betonung läge auf "bewußt definiert", was bei dieser unbedachten Beschreibung leider nicht beachtet wurde. Die zu "glättenden" Rautiefen beziehen sich nicht auf die erforderlichen Hontiefen, der physikalische Wirkbereich fällt in dieser Anwendung viel "atomisierter" aus. Ob das die "Bauernfängerei" erfüllt, liegt allerdings in anderen Vermutungen.
Zitat:
@Tequila009 schrieb am 28. April 2018 um 02:06:04 Uhr:
Zitat:
@Ole-Boy schrieb am 27. April 2018 um 23:31:34 Uhr:
Wenn Ravenol RUB, REP UND RSP nicht reißerich als „Racing-Öle“ bezeichnet hätte, würden wir diese Öle ganz anders bewerten.
Dem stimme ich soweit zu.
Ravenol hat diesbezüglich aber sehr clever gehandhabt, und ihren Top-Ölen inkl. Freigaben den Titel "Racing" verpasst.Da gilt es aber auch weiter zu schauen und ins Detail zu gehen. Denn Ravenol weiß um die Analysen und deren Auswertung auf verschiedenen Plattformen.
Wenn man sich deren Öle annimmt, ist das Wort "Racing" in der Bezeichnung nicht verwerflich. Immerhin handelt es sich hierbei nur um Bezeichnungen/Namen, und keine Qualifikation. Die Öle wissen aber schon, in gewissen Punkten hervor zu stechen und als quasi i-Tüpfelchen zu stehen.
Und das sage ich als eher bremsender Ravenol-Neutraler...Ist euch eigentlich bekannt, welche Öle das Wort "Racing" im Namen tragen? 😁
Addinol Super Racing 5W-50
Amsoil Dominator Synthetic Racing Oil xW-xx
ARDECA RACING PLUS xW-xx
Arvina RACING PRO xW-xx
Agip Racing 10W-60
Eurolub RACING GT2 10W-60
Gulf Racing xW-xx
Idemitsu Racing Rotary Engine Oil xW-xx
KENNOL RACING 10W40
...Soll ich alle aufzählen? Die Liste wird seeehr lang... 😁
Es gilt zu unterscheiden zwischen echten Racing-Ölen und welchen, die nur eine Namensgebung haben.
Bei Gulf ist es z.B. so, dass die richtigen Rennsport-Öle den Titel "Gulf Competition" tragen, nix mit "Racing".Von daher ist das mit Ravenol und dem Wort "Racing" halb so wild zu sehen, und man kann ganz entspannt sowie sachlich die Analysen betrachten.
Vom Rennsport sind wir hierbei jedoch noch ein Stück entfernt, was weder negativ noch positiv zu erfassen ist.
Einfach neutral sehen und die Sachlage erkennen.
Zitat:
@Tequila009 schrieb am 28. April 2018 um 02:06:04 Uhr:
Zitat:
@Ole-Boy schrieb am 27. April 2018 um 23:31:34 Uhr:
Wir müssen die Sonderstellung dieser drei Öle einfach wahrnehmen und unvoreingenommen , aber kritisch zu einer sachlichen Bewertung gelangen.Da kommen wir unweigerlich zu Deiner vorigen Frage "...lohnt sich der Mehrpreis von ca. ca.. 5 Euro pro Liter für...", und darauf wirst Du keine bestimmende Antwort erhalten.
Betrachte die Racing-Öle von Ravenol einfach als High-End im Konsumer-Bereich, mit Feinheiten, die man normal nur schwer ausmachen kann.
Hierbei wäre Hifi ein gutes Beispiel zur Einordnung.
Dort gibt es zig Ausführungen im Bereich Endstufen und Boxen.
Anlagen die bis runter 40 Hz sauber wiedergeben können ohne zu verzerren oder Dauerbrummen, was jedoch normal nicht gefordert ist.
Oder eben bis hoch 18.000 Hz ohne kratzen und mieses fiepsen.Dabei gilt es ebenfalls, vom Wunschtraum der Angaben von Standard-Anlagen 20Hz - 40kHz abzulassen.
Das ist nur Marketing-Blödsinn und entspricht nicht mal der Hälfte der tatsächlichen Wiedergabe-Frequenzen.Beim Öl haben wir nun die Möglichkeit, den Angaben auf den Zahn zu fühlen..... 😉 😁
es wird, wie bei so vielen sachen, viel marketing dabei sein . . . und da wird sich jeder ölhersteller etwas einfallen lassen, um seine produkte möglichst gut am markt "in szene" setzen zu können . . .
bei castrol war die rede, von sogenannten "intelligenten molekülen" wenn ich mich richtig erinnere, diese "intelligenten moleküle" waren dann wohl aber doch nicht so intelligent, dann sie meine ansaugbrücke, sowie agr und saugrohrklappe so ziemlich verschmoddert haben, von den ablagerungen im motor mal ganz zu schweigen . . .
auch addinol macht da keine ausnahme mit seiner namensgebung, hier ist dann eben nicht die rede von "racing", sondern es wird mit superlativen geworben, wie "mega" light oder "giga" light und dergleichen . . . wobei bei addinol die qulaität wirklich gut ist und das öl wirklich über eine sehr gute reinigungswirkung verfügt.
am ende ist nicht die werbung wichtig oder wie "schön" die verpackung aussieht, denn die fliegt eh in den müll . . . wichtig ist, wie gut das produkt selbst seinen beworbenen dienst tut.
viele grüße
Zitat:
@rikki007 schrieb am 28. April 2018 um 04:24:50 Uhr:
...von sogenannten "intelligenten molekülen" wenn ich mich richtig erinnere, diese "intelligenten moleküle" waren dann wohl aber doch nicht so intelligent, ...
Sprichst Du von Magnatec? Die Moleküle im Öl, die sich wie ein Magnet an den Oberflächen anhaften sollen?
Sowas ist natürlich Kunden-Verarschung ohne Ende.
Etwas ähnliches macht Petronas mit Cool Tech...zur aktiven Kühlung per spezieller Bestandteile im Öl und so. 😁
Auf sowas brauch man eigentlich gar nicht eingehen.
Lieber die Öle per Analyse und im realen Gebrauch beurteilen, da kommt 100x mehr bei raus. 🙂
Was die Namensgebung angeht, sollte man sich dieser völlig neutral annehmen.
Es spielt am Ende auch keine Rolle wie ein Öl heißt, wenn es gute Werte liefert. Dann kann es meinetwegen auch Mega-Hans-Ultra-Quarks heißen...würde ich mich zwar drüber wundern und die Namensgebung als verbesserungswürdig ansprechen, aber an sich auch egal wenn die Leistung positiv hervor sticht. 😁
Und da kommen wir zu dem Punkt, dass Öle vermehrt nicht mehr einfach nach toll klingenden Bezeichnungen beurteilt werden, sondern der Endverbraucher anfängt mehr und mehr hinter die Kulissen zu schauen.
Alles weitere erübrigt sich...
yesssssss . . .
habe gestern in unseren passat 3c 2,0 tdi mit pumpe düse, das addinol 5w40 premium eingefüllt ;-)
es hat zwar keine offizielle freigabe von vw, allerdings ist es auch ein low saps öl und für motoren mit dieselpartickelfilter etc geeignet.
ich habe mich ganz bewusst nach dem addionol giga light 5w30 für das 5w40 entschieden, der motor hat nun ca 250 000 gelaufen . . . er ist zwar kein ölfresser, allerdings finde ich, das gerade aufgrund der partickelfilter etc. dem motor ein etwas "dickeres" öl sicher gut tun könnte.
anfühlen tut es sich vom geräusch etc. genau wie vorher mit dem 5w30 hier sind absolut keine unterschiede feststellbar.
viele grüße
Der HIFI Vergleich gefällt mir.
Es macht einen Unterschied ob die Anlage der HIFI Norm genügt oder ob darüber hinaus Anstrengungen unternommen wurden.
Das kann die Leibhaftigkeit bei der Wiedergabe ganz erheblich erhöhen.
-
HC plus ein passendes Addpaket erfüllen (fast) jede Vorgabe und halten den Preis niedrig.
Nicht ohne Grund decken solche Öle den Massenmarkt ab.
-
Mit teureren Grundölen und Adds wie Vanlube w324 z.B. Versuchen manche Hersteller noch mehr rauszuholen
mit Erfolg wie ich aus eigener Anwendung bestätigen kann.
@ Foxstream
Ja ja der Vergleich mit der Hifi Anlage gefällt mir auch. Wären da nicht die Analyse Werte zwischen HC und PAO die sich nix geben wäre fast ein Schuh draus geworden aber nur fast .
Und das es die 50800 50900 auch mit HC gibt was seiner Meinung nach ja undenkbar ist, kam auch noch keine Erklärung seiner Seits.
Entschuldigt bitte, aber ich erlaube mir wiederholt die Frage nach dem 506.01 Öl zu stellen. Gibt es einen Bestandteil, der es einzigartig und daher unentbehrlich für die erste Generation der VW R5 und V10 PD's macht, oder ist es mit herkömmlichen A5/B5 bzw. A3/B4 Ölen zu vergleichen. LG