Welches Motoröl?

Hallo,

würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?

Gruß Gorge

Beste Antwort im Thema

Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.

Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.

Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!

Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.

Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.

Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(

Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.

Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.

Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.

Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.

Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:

"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:

http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf

Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:

"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:

http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html

Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)

Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.

Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.

Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.

Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!

Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.

Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.

Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!

Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.

Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.

Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)

Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)

Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)

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Der Rechner ist schon in Ordnung, das passt alles.
Die SAE-Klasse ist dabei unwichtig, da diese über max. CCS und kinematische Viskosität @ 100°C bestimmt wird.

Der VI wird aus den beiden 40°C- und 100°C-Werten ermittelt. Diesen braucht der Rechner also nicht separat abfragen.
Die Berechnung findet nach einer Formel statt, mit der man grobe Anhaltspunkte bekommt.

EDIT: Hier kannst Du mit einem 2. Rechner kontrollieren: Berechnungsformeln

Zitat:

@Tequila009 schrieb am 11. Dezember 2016 um 19:39:28 Uhr:


Der Rechner ist schon in Ordnung, das passt alles.
Die SAE-Klasse ist dabei unwichtig, da diese über max. CCS und max. kinematische Viskosität @ 100°C bestimmt wird.

Der VI wird aus den beiden 40°C- und 100°C-Werten ermittelt. Diesen braucht der Rechner also nicht separat abfragen.
Die Berechnung findet nach einer Formel statt, mit der man grobe Anhaltspunkte bekommt.

Die Grafik widerspricht meiner Ansicht nach aber dem was du sagst. Die 40 und 100 Grad Werte sagen wenig über die Null Grad Werte aus.

In diesem PDF zur Viskositätsbestimmung wird zu dem Thema geschrieben:

Zitat:

Es ist immer nur eine Interpolation, keine Extrapolation, anzuraten, d. h. die
Viskosität darf immer nur zwischen zwei gemessenen Temperaturwerten berechnet
werden. Rückschlüsse auf das Verhalten der Substanz bei sehr hoher
oder sehr niedriger Temperatur außerhalb des Versuchsbereichs ähneln
Wahrsagerei.

Zitat:

@Natriumdampflampe schrieb am 11. Dezember 2016 um 19:48:57 Uhr:


Die Grafik widerspricht meiner Ansicht nach aber dem was du sagst. Die 40 und 100 Grad Werte sagen wenig über die Null Grad Werte aus.

Warum sagen die Werte wenig aus?
In der Grafik sind alle Öle 50er, also in der 100°C-Viskosität sehr ähnlich.
Bei 40°C sind doch klare Differenzen zu erkennen. Beachte, dass die erste Kästchenreihe bereits bis 500 mm²/s geht, und daher Unterschiede von z.B. 20 mm²/s optisch nicht so stark ausfallen.
Diese 20 mm²/s haben für den VI jedoch schon eine enorme Relevanz.

Du müsstest Dich erstmal etwas in die Materie einlesen, was es mit diesen ganzen Parametern aufsich hat.

Ich stelle nur Fragen. Zwei Motoröle mit den selben SAE Werten ergeben aufgrund eines Rechners im Internet bei Null Grad absurd unterschiedliche Werte. Einer davon so absurd, dass er nicht stimmen kann (10W40 mineralisch bei 0 Grad dünner als 5W30 Vollsynthese Rennöl)
Ein Hersteller von "Rheologischen Messinstrumenten" gibt eine Anleitung heraus, in der er beschreibt, wie man Viskositäten korrekt bestimmt und berechnet. Darin sagt er implizit, dass die Internetrechner-Methode in dem Fall "Wahrsagerei ähnelt." Ich bin selbst kein Fachmann, kann mich also nur auf das verlassen, was Fachleute sagen. In dem Sinne warte ich dann auch mal die Antwort von Castrol ab. Deiner Ansicht nach (Der Rechner stimmt), müssen sie ja wahrscheinlich falsche Angaben in ihren Datenblättern haben. Wenn dem so wäre, auch gut. Hauptsache es wird geklärt.

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Zitat:

@Natriumdampflampe schrieb am 11. Dezember 2016 um 20:11:23 Uhr:


Zwei Motoröle mit den selben SAE Werten .....

SAE Werte haben Bandbreiten. SAE 40 geht von 12,5 bis 16,2:

https://de.wikipedia.org/wiki/Motor%C3%B6l

Wenn die zu vergleichenden Öle die Grenzen unterschiedlich ausnützen, kommen unterschiedliche Werte heraus. Ein Öl mit sehr hohem VI kann sich Grenzen nach unten und oben mehr nähern. Mineralische Plörre mit wenig VI-V (Viskositätsindexverbesserer) schafft gerade so die Grenzwerte. Dann kommen beim Rechner überraschende Werte heraus.

Bei dem von dir beschriebenen 10W-40 war möglicherweise gerade noch oben 12,5. Dann noch eine gehörige Portion VI-V in Verbindung mit hohem PAO (Vollsynthese) Anteil und schon ist die Überraschung da.

Zitat:

@Natriumdampflampe schrieb am 11. Dezember 2016 um 19:20:04 Uhr:


welche beiden Öle meinst du?

Jene, bei denen du die überraschenden Werte herausgefunden hast. Das eine könnte billiges Mineralöl, das andere ein hochwertiges vollsynthetisches sein.

Zitat:

@Natriumdampflampe schrieb am 11. Dezember 2016 um 12:18:28 Uhr:


So, ich hab jetzt nochmal verglichen.

power 1 racing vollsynth. 10w40
Viskosität bei 3°: 666.81 mm2/s

Motul 7100 10W30 vollsyn.
Viskosität bei 3°: 582.92 mm2/s

also ist es gehopft wie gesprungen.

Wie realistisch sind diese "Interpolationen" von Meguin eigentlich? Hat das jemand irgendwann mal überprüft anhand eines Vergleiches mit Daten, bei denen tatsächlich mal gemessen wurde?

Btw, interessant wie stark sich teilsynthetische Öle zu den vollsynthetischen unterscheiden.
Das Power 1 Teilsynthetisch 10W40 hat bei 3°: 340.19 mm2/s man vergleiche das zu den 666.81 mm2/s des vollsynthetischen.

Die Erklärung ist ganz einfach.
Datenblätter enthalten auch mal Fehler.
Hier scheint die Viskosität bei 40°C falsch zu sein.

Hier gibt es dazu einen guten Rechner
http://www.nimac.de/.../viscosity-index-kinematic-viscosity

Bei den angegebenen Viskostäten (66/13.5) würde der VI bei 212 liegen. Laut Datenblatt ist er aber nur 145.

Umgekehrt müsste die Viskosität bei 40°C bei 94 liegen (13.5 / 145), laut Datenblatt sind es aberungewöhnliche 66.
http://www.nimac.de/.../...ate-the-viscosity-using-the-viscosity-index

Der erste Wert xxW-40 hat nichts mit der Viskosität bei 40°C zu tun sondern etwas mit dem Stockpunkt/Pourpoint)
http://www.viscopedia.com/.../

Bei deinem Einsatz würde ich einfach 10W-30 verwenden.
Die Maschine läuft eh sehr kalt. Da bedarf es sicher keinem Öl das bei 100°C noch recht dick ist (xxW-40) und somit mehr Reserven bietet wenn es heiß her geht, sondern eher einem das heiß auch möglichst dünn ist da Du ja eh keine üblichen Temperaturen erreichst sondern nur 65°C (Öl?). Also xxW-30.

Da ein 10W-30 im Vergleich zu einem 10W-40 eigentlich immer dünner ist, auch im kalten, würde ich dieses eben vorziehen.

Ein 5W-40 wäre halt im kalten nochmal dünner, unter Belastung aber dicker (als ein xxW-30) was eben Reserven verspricht (deine Maschine ist aber auch mit dem 10W-30 aus dem Handbuch ebenso voll belastbar wie mit einem xxW-40. Bei viel Vollast/Rennstrecke würde ich eher zu einem xxW-40/50) raten).
Bei 65°C ist es aber wieder dicker als ein 10W-30. (5W-40 = 32 / 10W-30 = 25) Üblich wären aber bei echter Betriebstemperatur (90°C und mehr) eher 13 (10W-30), 16 (5W-40) oder 23 (20W-50 höchste zulässige Viskosität laut Handbuch)
Warum sollte man also bei nur 65°C (?) ein xxW-40 fahren?
Mit dem 10W-30 liegt man bei 65°C ungefähr bei der Viskostität die man im Sommer mit warmem Motor mit einem 20W-50 hätte.

Meiner Meinung nach stellt das 10W-30 hier einfach den besseren Kompromiss da.
Kalt ist es dünner als dein aktuelles 10W-40, und "heiß" (65°C) ebenso und sorgt so dafür das dein Motor wenn er "warm" ist nicht mit ungewöhnlich dickem Öl zurecht kommen muss.

Das von Dir gezeigte Diagramm finde ich auch etwsas verwirrend.

Zitat:

@AcJoker schrieb am 11. Dezember 2016 um 20:45:36 Uhr:


Die Erklärung ist ganz einfach.
Datenblätter enthalten auch mal Fehler.
Hier scheint die Viskosität bei 40°C falsch zu sein.

Hier gibt es dazu einen guten Rechner
http://www.nimac.de/.../viscosity-index-kinematic-viscosity

Bei den angegebenen Viskostäten (66/13.5) würde der VI bei 212 liegen. Laut Datenblatt ist er aber nur 145.

Da scheint der Hase im Pfeffer zu liegen. Ein 10W-40 mit 66/13,5 habe ich noch nicht gesehen.

Zitat:

@Tequila009 schrieb am 11. Dezember 2016 um 19:39:28 Uhr:


EDIT: Hier kannst Du mit einem 2. Rechner kontrollieren: Berechnungsformeln

Unter dem Link finde ich keinen 2. Rechner.
Sehe nur einen Link zu einem anderen Forum.

Danke, AcJoker. Für mich klingt das einleuchtend. Werde dann, da ich eh zwei mal im Jahr wechsle, im Sommer 10W40 fahren und im Winter 10W30.

Zitat:

Der erste Wert xxW-40 hat nichts mit der Viskosität bei 40°C zu tun sondern etwas mit dem Stockpunkt/Pourpoint)

Das ist falsch.

xW wird durch CCS und MRV bestimmt. Dabei ist es völlig egal, ob der Pourpoint bei z.B. -38°C oder -60°C liegt.

Zitat:

@Tequila009 schrieb am 11. Dezember 2016 um 21:01:51 Uhr:



Zitat:

Der erste Wert xxW-40 hat nichts mit der Viskosität bei 40°C zu tun sondern etwas mit dem Stockpunkt/Pourpoint)


Das ist falsch.

xW wird durch CCS und MRV bestimmt. Dabei ist es völlig egal, ob der Pourpoint bei z.B. -38°C oder -60°C liegt.

Mea culpa, hier habe ich mich im Begriff vertan.
Wird aber auf der von mir verlinkten Seite korrekt dargestellt.

1. und 2. Rechner, siehe Bild:

Zitat:

@Natriumdampflampe schrieb am 11. Dezember 2016 um 20:55:41 Uhr:


Danke, AcJoker. Für mich klingt das einleuchtend. Werde dann, da ich eh zwei mal im Jahr wechsle, im Sommer 10W40 fahren und im Winter 10W30.

Welches 10W-30 möchtest Du denn verwenden? Motul, Castrol oder etwas anderes?

Auch wenn ich vom Bauch her eher bei Motul bin, würde ich in deinem Fall zum Castrol raten da es deutlich dünner ist als das Motul.

https://www.motul.com/.../7100_4T_10W30_2013.pdf?1459405713

http://msdspds.castrol.com/.../BPXE-8KTL7J%5F0.pdf

@Tequila: Schon klar, fragt sich nur was der Umweg über das andere Forum soll?

Wenn Du ein Problem damit hast, dass man eine Liste mit mehreren Rechnern verlinkt um weiteres aufzuzeigen, dann wende Dich bitte an die Moderation. Dort kannst Du dann bestimmt plausibel darlegen, warum das zu bemängeln ist. 😁

Ansonsten mecker nicht rum und suche nicht wieder krampfhaft nach etwas, was Du hier fälschlicherweise schlecht machen kannst. 😉
Ich sollte Dein "ignore" mal wieder konsequenter handhaben.
Es macht mit Dir einfach keinen Sinn, da Du immer wieder versuchst, rein aus Prinzip Dinge die mit dem oil-club zu tun haben, infrage zu stellen.

Zitat:

@AcJoker schrieb am 11. Dezember 2016 um 21:21:37 Uhr:



Zitat:

@Natriumdampflampe schrieb am 11. Dezember 2016 um 20:55:41 Uhr:


Danke, AcJoker. Für mich klingt das einleuchtend. Werde dann, da ich eh zwei mal im Jahr wechsle, im Sommer 10W40 fahren und im Winter 10W30.

Welches 10W-30 möchtest Du denn verwenden? Motul, Castrol oder etwas anderes?

Auch wenn ich vom Bauch her eher bei Motul bin, würde ich in deinem Fall zum Castrol raten da es deutlich dünner ist als das Motul.

https://www.motul.com/.../7100_4T_10W30_2013.pdf?1459405713

http://msdspds.castrol.com/.../BPXE-8KTL7J%5F0.pdf

Tolle Wurst. Das Teilsynthetische ist besser geeignet als das vollsynthetische. Ich hab keine Ahnung, was jetzt insgesamt besser ist.

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