Welches Motoröl?

Hallo,

würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?

Gruß Gorge

Beste Antwort im Thema

Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.

Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.

Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!

Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.

Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.

Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(

Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.

Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.

Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.

Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.

Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:

"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:

http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf

Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:

"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:

http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html

Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)

Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.

Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.

Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.

Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!

Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.

Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.

Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!

Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.

Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.

Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)

Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)

Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)

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Zitat:

Man müsste schon starten und erstmal 5 Sekunden auf 6000 u/min durchorgeln umd da Schaden anzurichten

Glaub mir, alles schon gesehen.. Karre springt, warum auch immer, schlecht an, geht 2x aus.. und wenn er dann kommt gibt's erst mal 6 1/2 damit er nicht wieder ausgeht...wirklich nicht nur 1x gesehen

Jau aber da hilft auch kein 0W16 mehr.... 🙄

Das mit der schnellen Durchölung ist jedenfalls inzwischen nur noch ein Marketing-Argument, mehr nicht. (Es sei denn wir sprechen von einem antiken 15W-40 mit dem Pourpoint vom Deutscher Markenbutter als Referenz-Schmiermittel während eines ausgeprägten Russland-Hochs im Winter, wie wir es seit Jahren nicht mehr hatten.)

Man sollte bei den Vorstellungen mancher Leute meinen, der Motor würde beim Kaltstart mit 5W hässliche Quietschgeräusche der Sorte Metall-auf-Metall absondern... 😰

In weniger als einer halben Tankfüllung fallen die 600k. Dann steht natürlich auch die nächste Inspektion an. Und damit die Frage, was dann reinkommt.
Ich war mit dem Shell eigentlich recht zufrieden, allerdings fängt die Kiste seit es so kalt geworden ist wieder an, mit den Hydros zu klappern. Das hatten wir im Frühjahr ja schonmal, mit dem Shell ging es über den Sommer weg. Jetzt ist es wieder da.

Theoretisch müßte ja ein dünneres Öl helfen. Mich fasziniert ja schon seit Ewigkeiten das Shell ECT C2/C3 - hat einen VI von 204 (!), einen Haufen Freigabe, als C3 HTHS > 3,5 und sollte kalt erheblich dünnflüssiger sein als meine bisherigen 0w-40. 40° Visko ~58cSt, und bei den 0w-typischen -40° wird es dann richtig beindruckend.

Andererseits schiele ich ja auch auf das Castrol 0w-40. Das scheint das gleiche Grundöl zu haben wie dasAral, dann könnte man mal schauen ob full- zu mid-SAPS wirklich einen Unterschied macht. Vermutlich nicht, aber nett wäre es trotzdem.

Ach, Entscheidungen...

599k

Zitat:

Theoretisch müßte ja ein dünneres Öl helfen. Mich fasziniert ja schon seit Ewigkeiten das Shell ECT C2/C3 - hat einen VI von 204 (!), einen Haufen Freigabe, als C3 HTHS > 3,5 und sollte kalt erheblich dünnflüssiger sein als meine bisherigen 0w-40. 40° Visko ~58cSt, und bei den 0w-typischen -40° wird es dann richtig beindruckend.

Kann über das ECT bzw AV-L nur gutes berichten...läuft super klasse und sehr niedriger Öl / Verdampfungsverlust...hält diese Eigenschaften im Vergleich länger als andere Öle.
Auffallend auch daß der Anlasser beim Kaltstart wirklich leicht durchdreht..nach dem Kaltstart fühlt sich der Motor nicht anders an als im warmen Zustand

Zitat:

Das mit der schnellen Durchölung ist jedenfalls inzwischen nur noch ein Marketing-Argument, mehr nicht. (Es sei denn wir sprechen von einem antiken 15W-40 mit dem Pourpoint vom Deutscher Markenbutter als Referenz-Schmiermittel während eines ausgeprägten Russland-Hochs im Winter, wie wir es seit Jahren nicht mehr hatten.)

Ist für mich irgendwie schwer abzuschätzen. Die Winter sind zwar milder geworden aber vor ein paar Jahren hatten wir tagelang -20 und vor 3 oder 4 Jahren waren es immerhin -15°C... alles dazwischen ist möglich..... selbst wenn ich 5W oder 0W Öle ins Gefrierfach stelle, da sind es ziemlich genau -20°, dann gefällt mir das auch nicht was ich sehe... dick werden auch diese Öle.. natürlich ist Restöl im Motor, aber länger als 5s wollte für meinen GEschmack eine Durchölung nicht dauernd.

Zu dem Thema auch was aktuelles weil es die Tage angesprochen wurde:

Ich habe gestern Shell 10W60 in einem Glas eingefroren ..... also das geht mal gar nicht ... der Honig auf dem Frühstückstisch ist dünnflüssig dagegen... sowas will ich auch bei -10°C nicht im Motor haben... und das Argument wie es die BMW M Fahrer machen ? Is mir wurscht wie die es machen, die M Motoren haben ja auch wirklich einen ziemlich schlechten Ruf was die Haltbarkeit angeht, jeder Gebrauchtwagentest rät davon ab

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@HL66: Die Haltbarkeit der M-Motoren ist ganz besonders vom Benutzverhalten abhängig:

1. Kaltstart ist Mord - zumindest mit 10 W 60.

Stimmt. Sowohl wegen des Öls wie wegen der sehr engen Passungen insbesondere der Pleuellager. Bis da erstmals nach dem Start ein pastöses 10 W 60 frisch hingelangt, sind die Lager schon höchstbelastet.

2. Durchölen dauert

Die komplizierte VANOS-Steuerung funktioniert auch erst dann sicher, wenn stabiler Ölfluß sichergestellt ist. Gerade die Doppel-VANOS für Ein- und Auslaß sind da kritisch. Ich könnte jetzt den "Motor warmlaufen lassen"-Thread anführen. Bei Ms ist es wichtig, NICHT sofort loszufahren. Niemals. Nie. Immer warten, bis die Leerlaufdrehzahl auf Normalmaß zurückgegangen ist - dann haben sicher alle Schmierstellen ihr frisches Öl und der Ölfluß ist konstant.

Beim S54 (343 PS Sechszylinder aus M3) verlängert das auch die Lebensdauer der Zylinderkopfdichtung. Der Graugußblock und der Alukopf dehnen sich nach dem Kaltstart unterschiedlich aus. Die arme ZKD muß das ausgleichn bis zu ihrer Erschöpfung.

3. 10 W 60 braucht da (fast) keiner

Ich habe meinen "umgeölt". Erst 5 W 50 - ohne jeden Nachteil. Zuletzt 0 W 40 ohne jeden Nachteil. Die letzten 50.000 km war immer Mobil1 drin. Nach 92.000 km habe ich - der Horrorgeschichten wegen - die Pleuellager wechseln lassen.

Ich habe striktest die Regeln oben unter 1 und 2 eingehalten und ihn mit mittleren Drehzahlen ohne hohe Last gemütlich warm gefahren. Nie mehr als 3000/min vor Öltemperatur 60°, keine 4500/min vor 90°.

Und habe sinnlos die perfekt aussehenden Pleuellager ersetzt. Rundherum keine Freßstellen, Graphitschicht vollständig in allen zwölf Lagerschalenhälften erhalten.

Geschont wird er nicht, nur erspare ich ihm die "letzten 1000/min", drehe also maximal 7000. Bei einem 5-Gang-Handschalter reichen dann die Gänge schon schön weit, der Nutzen des Ausmelkens eines elastischen Motors hat sich mir noch nie erschlossen. Außerdem fahre ich nur AN eine Rennstrecke, aber nie AUF einer.

Eine Erkenntnis aus penibler Beobachtung im übrigen: KALT sinkt der Öldruck schon bei 40° Kühlmittel (Öltmeperaturanzeige bewegt sich noch nicht) unter 4 bar, also setzt schon guter "Flow" ein, das kalte 0 W 40 wird schon in reichlichem Maß umgepumpt. HEISS wird er nicht mehr so sehr: Bei Hitze auf der Autobahn schnell gefahren konnten schon mal 120° am Ölthermometer stehen mit 10 W 60. "Gut, daß ich so ein hitzefestes Öl drin habe!" denkt man da. Unsinn! Das 0 W 40 wird bei gleicher Fahrweise nur knapp 110° heiß - und schmiert genau so gut wie ein heißeres 10 W 60. Und abkühlen tut er mit dem 0 W 40 auch schneller, weil einfach der Ölfluß höher ist.

Nachbemerkung: Das VANOS mußte ich ersetzen. Freut Euch nicht zu früh: Zu Anfang, in der 10 W 60-Phase. Seit ich 0 W 40 verwende, ist das Kaltstartkappern weg und das Ventilspiel mußte die letzten 60.000 km nicht nachgestellt werden. Die Tassenstößel sind ohne jede Beanstandung an allen 24 Ventilen.

Bevor einer fragt: Der Motor ist nicht in einem BMW eingebaut, sondern in einem deutschen Kleinseriensportwagen, der bei mir artgerecht bewegt wird.

Markus

Triuemphel: Hmmm, dann werfen wir mal Deinen Beitrag und meinen weiter oben zusammen und lernen was? Ich lerne (naja, das weiß man ja eh), dass es immer drauf ankommt. All die dogmatischen Öl-Aussagen hier gelten immer nur unter gewissen Rahmenbedingungen. Ich würde jetzt auch im Winter kein 10W60 in ein hochmodernes Gezücht einfüllen, dass von den Ölkanälen, Toleranzen und allem her ganz und gar nicht dafür gebaut ist. Andererseits behaupte ich gerne weiterhin, dass das im Winter für die Mehrzahl der Motoren keinerlei Problem darstellt.

Zitat:

@Smartie67 schrieb am 5. Dezember 2016 um 00:06:50 Uhr:


Wenige Sekunden später ist jedenfalls die Ölversorgung, solange kein sibirischen Temperaturen herrschen, mit einem 5W-50 genau so gegeben wie mit einem 0W16. Das ist eine Tatsache.

Tatsache? Wenn das so ist, kann man das bestimmt besser als nur mit paar ASCII-Zeichen darlegen (?) 😉

Zitat:

Der Kaltstartverschleiß ist hauptsächlich dem Umstand geschuldet, dass ein Teil des Sprits im kalten Zylinder kondensiert und den Ölfilm auswäscht. Und jetzt wird es interessant! An der Zylinderwand klebt also jetzt eine Mischung aus relativ zähflüssigem Öl und Benzin oder eine Mischung aus recht dünnflüssigem Öl und Bezin.

Diese Überlegung hat was.

@all
Übrigens, Kaltstart... Wenn wir annehmen, daß es statt NewLife die lohnenswerteste, also billigste 10W-40 Plörre war: Der Motor springt jetzt bei Kaltstarts signifikant besser an (-2°C). Imho ist beim billigsten 10W-40, das "W" nicht weit von den Zahlen der 5W-50 weg.

@ triuemphel : Der Hype um das 10W60 bei früheren M-Modellen ist altbekannt. Viele Pleuellagerschäden konnten bei den Endverbrauchern mit der Umölung auf 0W40 vermieden werden. BMW sah da wohl etwas zu viel des Gutem, hinsichtlich Heißviskositätsreserven wodurch kein schneller hydrodynamischer Schmierfilm aufgebaut werden konnte was auf Dauer zu einem erhöhten Verschleiß führte.

Sachte:
Zur meiner ersten Behauptung: Scheint ja beim Vanos der BMW M-Motoren schon nicht mehr so ganz zu gelten... für meine Autos gilt das. Aber ja, man sollte nicht immer so allgemein und kategorisch argumentieren.

Zu meiner zweiten Behauptung: Eben, die Überlegung hat hier noch keiner angestellt... 😉

@triuemphel
"Zuletzt" 0W-40 ist wie lange? 5W-50 demgegenüber, wie lange? Ich dachte sprachliche Präzision gehört bei dir zur Berufsehre? 😉 😉

@Smartie67
Mal sehen. Ich selbst kann keine Infos darüber liefern, ob die Motoren bei Wiesmann 1:1 wie bei M sind (waren). Dann scheint das mit PeakLife wohl auch zu funktionieren. Wie lange der Kollege 0W-40 fährt, schrieb er (noch) nicht. Nach 2 Jahren kann man noch wenig sagen.
Ob das Auto auch im Winter bewegt wird? Wieviele Kilometer werden im Jahr damit überhaupt gefahren?
Ich vermute auch eine halbwegs warme Garage, also der Kaltstart nach der Nacht fällt schonmal weg.

Da ist allso wenig pauschales bei. Warum BMW weniger geeignete Öle für einen M vorgeschrieben haben sollte, ist mir auch ein Rätsel. Das einzige wäre, daß sie es damals nur mit Castrol dürften und Castrol macht keine 5W-50.

Einige Leute hier, u.a. auch ich, fanden, mit 5W-50 (pur) fühlte sich der Hobel gelegentlich kleinwenig weniger agil. Ob das nur eine Kopfsache ist, wenn man zu viel über Öle weiß 😉 (Eigenreibung), ich kanns nicht ausschliessen... Komischerweise fällt es trotzdem nicht mehr auf, wenn man auf 5W-40/0W-40 geht oder zu 0W-40 15% 5W-50 zumischt.

Seit 16 Jahren fahre ich meinen 316i coupe mit dem robusten M43 Motor meistens mit einem vollsynthetischen 10w-50.
Die letzten beiden Ölwechsel sind mit einem 10w-60 von Mannol befüllt worden.
Wenn ich aber in solchen Ölthreads lese, und diese Clips anschaue, in denen die Fließfähigkeit bei -22° demonstriert wird dann merkt man schnell, das das 10w oder gar 15w im harten Winter sehr dickflüssig ist, dann stelle ich mir die Frage ob es nicht doch besser gewesen wäre ein 0w oder höchstens ein 5w zu verwenden.
Selbst ein 0w ist ja bei -22° noch recht dickflüssig.
Mittlerweile hat er nach 20 Jahren 207tkm auf der Uhr, Ölverbrauch maximal 0,5L/ 10tkm und noch die erste Zylinderkopfdichtung, da schonend mit wenig Drehzahl und Verstand warm gefahren.

Aber das ist wieder mal zumindest was die alten Motoren angeht, der genaue Gegenspruch zudem was hier berichtet wird, wenn man den unten gezeigten Link mal durchliest.

http://www.e34.de/e34/kaufberatung-oel.htm

@aero84

Wie wäre das Rowe Hightec Synth RS 0W-40 als nächster Kandidat?
Ein sehr interessantes Öl, top Analyse.

Kleiner Hinweis:
Beim Erfahrungsbericht von HL66 zum Shell ECT 0W-30 sollte zwingend beachtet werden, dass das Öl meines Wissens nach nicht pur gefahren wird. Daher sind die angesprochenen Aspekte nicht allein auf das Shell zu beziehen.

Stimmt... aber ich dachte, das Ceratec wirkt sowieso nicht :-)... und auf den Ölverbrauch wird es auch nicht so nen EInfluss haben

Das hexagonale Bornitrid und die Additive werden schon ihren positiven Einfluss haben. 😉

Zur Sache mit dem 10L-Fässchen:
Benötigt hier jmd. 10 Liter AdBlue für 5€? klick

Bohrnitrid? Nicht, dass Du nachher lauter Bohrlöcher im Motor hast... 😁

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