Welches Motoröl?

Hallo,

würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?

Gruß Gorge

Beste Antwort im Thema

Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.

Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.

Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!

Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.

Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.

Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(

Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.

Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.

Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.

Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.

Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:

"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:

http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf

Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:

"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:

http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html

Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)

Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.

Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.

Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.

Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!

Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.

Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.

Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!

Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.

Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.

Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)

Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)

Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)

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Zitat:

@Helga1210 schrieb am 12. Februar 2016 um 15:43:10 Uhr:


Hier ein anderes: https://www.motul.com/.../8100%20X-max_0W40_08_2010.pdf?1319115392

https://www.motul.com/.../8100-x-max-0w40?...

Beim Vergleichen der technischen Datenblätter immer auf das Datum der Veröffentlichung achten.

Steht meistens auf dem zweiten Blatt unten.

8/2010

1/2015 ist die aktuelle Formulierung

Das alte Ford X-Max ist bei Motul nicht mehr im Programm. Wenn man nicht aufpasst fängt man sich aber online noch so eines ein, obwohl man VW 50200 haben will. Aber die Ford X-Max dürften schon eine Rarität darstellen.

Falls ihr euch noch erinnert, ich hab hier vor ein paar Tagen nach Öl für meinen M54 Motor gesucht.
Hab heute aus Neugierde mal den Ventildeckel runter genommen.
Von der Verschmutzung her find ichs jetzt nicht so schlimm. An der Vanos sind etwas Ablagerungen, aber da setzen was ich bisher so gesehen hab alle eine Schicht an. Kein Durchfluss, gibt auch nix zu schmieren da vorne. Neben der Einlassnockenwelle ist auch eine Schicht, da diese Welle abgedeckt ist kommt da auch nicht wirklich Öl dran.

An der Vanos sind Kratzspuren vorhanden, da dürfte schon mal der Vorbesitzer (mein Vater) Dreck abgekratzt haben, da die Spuren noch schön zu sehen sind dürfte sich mit dem Valvoline erstmal nichts mehr angesetzt haben. Mein Vater meinte übrigens, dass da nicht wirklich was abging und das nicht mehr war wie jetzt.
Laut den Ölzettelchen dürfte der Erstbesitzer mit Liqui Moly 5W40 gefahren sein. Das Valvoline hab ich nun erst seit 7t km drinnen, aber schon die 2te Füllung.
5W30 war notgedrungen auch für kurze Zeit drinnen. Mit dem Valvoline musste er ein paar Monate für Kurzstrecke herhalten.

Ich denke auf eine Ölspühlung kann ich verzichten?
Empfehlt ihr immer noch das ASL0540 ?

richi8i, ersteinmal ein großes Lob für die Aufnahmen!
Das ist eine Fotografie! Bei dieser ich mich auch etwas unterlegen fühle.... 😉 😁

Da gibt es natürlich so 2-3 Fehlschläge......hättest mal zuvor aussortieren sollen.
Insgesamt aber echt gute Aufnahmen.

Doch, man sieht Ablagerungen.........
Zum Teil könnte man meinen, Dein Motor sollte mit Kupfer beschichtet werden.
Und das war jetzt seit zig tausend Km das Valvoline? 😕
Welches genau?

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Diese bräunliche Färbung sieht man oft bei diesen Motoren. Kommt angeblich vom Castrol Öl, ist aber unbedenklich. Lässt sich nichtmal abwischen, als ob sich das Alu verfärbt hätte 😁

Valvoline SynPower 5W40 war nun die letzten 7t km drinnen.
Von den schwarzen Ablagerungen her denk ich mir nun nicht so viel, sind hauptsächlich Stellen wo kaum Öl vorbeikommt. Sieht auf den Bildern auch etwas schlimmer aus als es ist.

Wenn ich mir Bilder von diesem Motor im Internet anschaue, setzen die fast alle an diesen Stellen etwas an.
Denke dass ich das mit einer Spühlung auch nicht wirklich weg bekommen würde.

Das Addinol sollte da bei meinen kurzen Wechselintervallen schon gut damit zurecht kommen.

Ok.....mein Motor brauchte auch 2 Ölwechsel um sich von den Ablagerungen des Magnatec's 5W-40 zu befreien........so ein Müll-Öl!

Eine Motorspülung bzw. Reinigung brauchst und solltest Du nicht durchführen (lassen).

Aus welcher Gegend kommst Du (PLZ-Bereich)?

Edit: Worte finden......: klick
Back to the roots... 😁

Zitat:

@Tequila009 schrieb am 12. Februar 2016 um 07:55:36 Uhr:


den Ölverbrauch krampfhaft mit einer höheren Viskosität runter zu drücken.....denn dadurch ergeben sich einfach Nachteile beim Kaltstart.

Welche Nachteile hast du bisher festgestellt.😕

Seit 45 Jahren fahre ich 20W-50 / 10W-60 (es gab da auch andere Bezeichnungen, aber die Viskose, z.B. M95, war ähnlich und bis vor 20 Jahren gab es auch noch Wintertemperaturen ! An irgendwelche Schäden oder minderen Laufleistungen wärend millionen Kilometern, kann ich mich nicht erinnern. Ein physiologisches Problem schließe ich allerdings aus, falls da einer meinen wollte... 😁

Zitat:

@richi8i schrieb am 12. Februar 2016 um 23:54:45 Uhr:


Falls ihr euch noch erinnert, ich hab hier vor ein paar Tagen nach Öl für meinen M54 Motor gesucht.
Hab heute aus Neugierde mal den Ventildeckel runter genommen.
Von der Verschmutzung her find ichs jetzt nicht so schlimm. An der Vanos sind etwas Ablagerungen, aber da setzen was ich bisher so gesehen hab alle eine Schicht an. Kein Durchfluss, gibt auch nix zu schmieren da vorne. Neben der Einlassnockenwelle ist auch eine Schicht, da diese Welle abgedeckt ist kommt da auch nicht wirklich Öl dran.

An der Vanos sind Kratzspuren vorhanden, da dürfte schon mal der Vorbesitzer (mein Vater) Dreck abgekratzt haben, da die Spuren noch schön zu sehen sind dürfte sich mit dem Valvoline erstmal nichts mehr angesetzt haben. Mein Vater meinte übrigens, dass da nicht wirklich was abging und das nicht mehr war wie jetzt.
Laut den Ölzettelchen dürfte der Erstbesitzer mit Liqui Moly 5W40 gefahren sein. Das Valvoline hab ich nun erst seit 7t km drinnen, aber schon die 2te Füllung.
5W30 war notgedrungen auch für kurze Zeit drinnen. Mit dem Valvoline musste er ein paar Monate für Kurzstrecke herhalten.

Ich denke auf eine Ölspühlung kann ich verzichten?
Empfehlt ihr immer noch das ASL0540 ?

Da nützt die ganze Reinigungskraft des Öls nichts, wenn das Tragbild auf den Nocken nicht gerade von Verschleißarmut zeugt.

Zitat:

@richi8i schrieb am 12. Februar 2016 um 23:54:45 Uhr:


Falls ihr euch noch erinnert, ich hab hier vor ein paar Tagen nach Öl für meinen M54 Motor gesucht.
Hab heute aus Neugierde mal den Ventildeckel runter genommen.
Von der Verschmutzung her find ichs jetzt nicht so schlimm. An der Vanos sind etwas Ablagerungen, aber da setzen was ich bisher so gesehen hab alle eine Schicht an. Kein Durchfluss, gibt auch nix zu schmieren da vorne. Neben der Einlassnockenwelle ist auch eine Schicht, da diese Welle abgedeckt ist kommt da auch nicht wirklich Öl dran.

An der Vanos sind Kratzspuren vorhanden, da dürfte schon mal der Vorbesitzer (mein Vater) Dreck abgekratzt haben, da die Spuren noch schön zu sehen sind dürfte sich mit dem Valvoline erstmal nichts mehr angesetzt haben. Mein Vater meinte übrigens, dass da nicht wirklich was abging und das nicht mehr war wie jetzt.
Laut den Ölzettelchen dürfte der Erstbesitzer mit Liqui Moly 5W40 gefahren sein. Das Valvoline hab ich nun erst seit 7t km drinnen, aber schon die 2te Füllung.
5W30 war notgedrungen auch für kurze Zeit drinnen. Mit dem Valvoline musste er ein paar Monate für Kurzstrecke herhalten.

Ich denke auf eine Ölspühlung kann ich verzichten?
Empfehlt ihr immer noch das ASL0540 ?

Der ist doch blitzsauber, die Nockenwellen zeigen allerdings schon reichlich Gebrauchsspuren ( Bild 16 ), wie neu ist da schon lange nix mehr.

Das Castrol Edge wirbt doch immer damit das es die empfindlichen Nockenwellenantriebe besonders schützt, vielleicht sollte man das fahren .

Wieviel km hat der M54 runter ?!

Zitat:

@driver191 schrieb am 13. Februar 2016 um 07:42:53 Uhr:



Der ist doch blitzsauber,
die Nockenwellen zeigen allerdings schon reichlich Gebrauchsspuren ( Bild 16 ),
wie neu ist da schon lange nix mehr.
Das Castrol Edge wirbt doch immer damit
das es die empfindlichen Nockenwellenantriebe besonders schützt, vielleicht sollte man das fahren.

.

Danke @richi8i für Deine Bilder zum M54 Motor

Zu Bild 16
http://www.motor-talk.de/.../20160211-171005-i208333157.html
zeigt der Anschein das die Oberfläche der Nockenspitze ( auflaufende oder ablaufende Nockenbahn 🙄 ) zum Nockengrund ähnlich ausschaut. Nur am Nockengrund wird keine Last übertragen.
Denke das ist noch unbedenklich.

Zu Bild 2
http://www.motor-talk.de/.../20160211-164932-i208333130.html
An der Steuerkette sind an einigen Rollen Tragspuren zusehen.

175000 km

Echt jetzt? Ich dachte die Nocken würden noch vergleichsweise gut aussehen 😕🙄
Die seitlichen Fasen verlaufen ja schön parallel zur Spitze und auch die Spitzen sehen alle schön aus.
Könnt ihr mir erklären woran ihr das seht? Weil sie in der Mitte etwas mehr glänzen als seitlich? Ich dachte das wäre normal.....nach 175t km 🙁
Spüren kann man jedenfalls gar nichts.

Zitat:

@richi8i schrieb am 13. Februar 2016 um 08:58:52 Uhr:


175000 km

Echt jetzt? Ich dachte die Nocken würden noch vergleichsweise gut aussehen 😕🙄
Die seitlichen Fasen verlaufen ja schön parallel zur Spitze und auch die Spitzen sehen alle schön aus.
Könnt ihr mir erklären woran ihr das seht? Weil sie in der Mitte etwas mehr glänzen als seitlich? Ich dachte das wäre normal.....nach 175t km 🙁
Spüren kann man jedenfalls gar nichts.

Die sind auch noch nicht fertig, die gehärtete Schicht die bei einer neuen Nocke wie verchromt aussieht ist allerdings wohl schon so gut wie verschwunden, ist die erstmal runter können die Nocken schnell einlaufen .

Daher würde ich ein Öl nehmen was gut gegen Verschleiß am Nockenwellenantrieb funktioniert .

Bezüglich vorsorglich ein Dichtungspflegemittel einzufüllen traut sich keiner eine Aussage zu. Ist aber auch schwierig! Der Doc hat damals gesagt: kann man alle 100k mal vorsorglich reinkippen! Auf der anderen Seite hab ich auch schon gelesen das es erst dadurch undicht wurde. Die Dichtungen werden ja leicht angegriffen und quellen dadurch leicht auf! Wenn Sie hart sind ist das ja gut und dichtet auch wieder ganz gut. Aber was passiert wenn sie noch ok sind? Werden sie dann zu weich und dann dadurch undicht? Ich hab für mich entschieden, wenn der Motor anfängt leicht zu schwitzen fange ich damit an. Oder bei 200k mal ne halbe Dose, je nachdem was früher kommt 😉

Hmmm, ok, das verwundert mich nun doch etwas. Denn von Problemen mit Nockenwellen hört man bei den Motoren eigentlich ja fast garnichts. Pleuellager oder eine gelängte Kette machen da ja eher Probleme, wobei die Kette auch eher ein Problem der V8 ist.

Pleuellager möcht ich eh in den nächsten 1-2 Jahren machen, Kette wäre preislich nun auch nicht so dramatisch, aber die Nockenwellen mit Lagerleisten etc. schlagen schon in die Brieftasche ein.

Zitat:

@Laurin-2008 schrieb am 13. Februar 2016 um 08:58:02 Uhr:



Zu Bild 16
http://www.motor-talk.de/.../20160211-171005-i208333157.html
zeigt der Anschein das die Oberfläche der Nockenspitze ( auflaufende oder ablaufende Nockenbahn 🙄 ) zum Nockengrund ähnlich ausschaut. Nur am Nockengrund wird keine Last übertragen.
Denke das ist noch unbedenklich.

Also die Nockenspitze hatte eine andere Farbe. Die Spitzen glänzten und spiegelten ziemlich , wohingegen die restliche Nocke deutlich matter war.

Anbei noch ein paar Bilder. Auf Bild Nr. 5 sieht man was ich meine, links und rechts von Lagerschale A6. Bei manchen Nocken ist der Übergang von "glänzend" auf "matt" gerade, bei manchen etwas wellig.

Im Frühjar muss eh die Vanos überholt werden, da zeig ich die Nockenwelle mal meinem BMW Heini. Der hat tagtäglich mit diesen und älteren Motoren zu tun.

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