Welches Motoröl?
Hallo,
würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?
Gruß Gorge
Beste Antwort im Thema
Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.
Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.
Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!
Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.
Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.
Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(
Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.
Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.
Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.
Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.
Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:
"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:
http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf
Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:
"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:
http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html
Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)
Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.
Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.
Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.
Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!
Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.
Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.
Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!
Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.
Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.
Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)
Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)
Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)
107321 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von Reachstacker
Es gibt viele Fahrzeuge bei denen das so ist. Sie wollen das zum Wechseln die Wanne entfernt wird.
Dann scheint es sich um ein Missverständnis zu handeln.
Die haben in der Sendung den Eindruck erweckt, man müsste aufwendig das Getriebe auseinandernehmen.
Dennoch finde ich es besser, wenn man zuerst einen Großteil des Öls über eine entsprechende Öffung ablassen kann, damit einem nachher nicht zu viel entgegenkommt. Das ist ja ohnehin schon eine Sauerei sondergleichen.
Daß man bei einem Automatikgetriebe normalerweise nach dem Ablassen noch die Ölwanne abnimmt, ist naheliegend, nicht nur, um den Filter zu wechseln.
Was spricht eigentlich dagegen eine Ablassöffnung anzubringen und im Handbuch die unterschiedlichen Wechselmengen zu erwähnen?
Dann kann sich ja jeder selber überlegen, ob der noch die Ölwanne abnehmen will oder nicht.
Zitat:
Aber hast Du dir schonmal ueberlegt das Du auch mit Ablasschraube kaum mehr wie die Haelfte des Oels wechselst? Das langt ja auch, man verduennt den Schlamm und die Karre haelt 500'000.
Mehr braucht kein Mensch! 😁
😁
Zitat:
Original geschrieben von Sachte
Deswegen macht man das auch "doppelt". Öl rein, 1x eine kurze Runde mit alle Gänge durchschalten und dann nochmal wechseln 😉
Eric the Car Guy nimmt immer (wenn möglich) die Ölwanne ab. 😁
Und was ist mit dem GT3-Fake? Meinst Du, da hat jemand tricktechnisch eine Abgaswolke reinkopiert oder was? 😁
Zitat:
" einen Mercedes gezeigt (mit runden Scheinwerfern, vielleicht 7 oder 8 JAhre alt, weiß nicht mehr welches Modell), der hatte (jetzt kommt es!) keine Ablassschraube am Getriebe!
Ist dem krasse E Klasse weist du 😁 mit die Runde Licht . 😉
Das mit der Ölablasschraube ist ein Hammer . Bei meinem Getriebe kann ich auch von oben ( man kommt da allerdings auch sehr gut dran ) den Schaltzylinder ausbauen das ist in 5 min gemacht und man hat eine Faust große Öfnung oben im Getriebe wo sich dein Gesicht gleich im Getiebeöl spiegelt . Ich hätte somit auch die Chanse alles ab zu saugen und unkompliziert wieder auf zu füllen . Allerdings habe ich auch ne Ablassschraube
Ford hat bei den Schaltgetriebe (IB5) auch keine Ablassschraube mehr, ist ne "Lebensdauerfüllen". Aber hier geht es um Motorenöle 😉
Zitat:
Original geschrieben von paulsaudi
Das untersuchte Öl weist eine relativ hohe Ölalterung auf. Nitration und Oxidation sind relativ hoch. Die Verschleißschutzelemente liegen an der unteren Grenze eines Frischöles.Zink 0,08 Gew. % Soll Frischöl: 0,078 Gew.%
Phosphor 0,068 Gew.% Soll Frischöl: 0,07 -0,082 Gew. %
Schwefel 0,168 Gew.% Soll Frischöl: 0,18-0,20 Gew.%Der Eisenanteil liegt mit 200 mg/kg etwas über dem normalen Bereich (-180 mg/kg) . Die Viskosität bei 100°C ist etwas abgefallen (10,3 mm²/s , liegt aber im SAE Bereich (9,5 -12,5 mm²/s). Die TBN (alkalische Reserve) ist auf 2,8 mg KOH/g (Frischöl 7 mg KOH/g) abgesunken.
Das Öl war 22 Monate und 22 tkm im Einsatz.
Wenn du den Anteil an Eisen auf zwei Jahre aufteilst kommst du wieder in Bereiche die normal angesehen werden. Die TBN liegt mit 40% vom Neuwert, genau auf der Grenze zum Wechsel. Der Abfall der KV100 liegt an den zerstörten VI-Verbesserer und Dieseleintrag. Leider sind keine Nitrations- oder Oxidationwerte angeben, aber da sie als sehr hoch eingestuft werden und sie ein Ansteigen der Viskösität bewirken, muss entweder ein ausreichend großer Dieseleintrag stattgefundne haben oder die VI-Verbessere sind kaputt geschert, oder beides in Kombination. Leider auch kein Rußgehalt angeben, der bewirkt ebenfalls eine Verdickung vom Öl.
Ich würde den Intervall verkürzen, das Öl leidet vor allem an einer Chemischer Alterung, evtl. auch an mechanischer wenn wenig Diesel im Öl war. Da dir bei der Ölwahl nicht viel übrigbleibt würde ich M1 5W50 nehmen. Das ist im Winter besser als ein 10W60. Die TBN vom M1 liegt auch deutlich höher, damit ist dort eine größere Reserve vorhanden.
Die Analyse solcher Daten ist immer schwierig und hat was von Kaffeesatzlesen. Ohne Frischölwerte kannst die meisten Daten fast nicht verwerten. Bei den Verschleißmetallen ist nie erkennbar woher sie wirklich kommen. Gewisse Bauteile können mit einem höheren Verschleiß länger leben als andere, den wir sehen hier nur die Masse. Aber nicht die Fläche dazu woher sie kommt. D.h. ist eine Verschleiß rate für eine Baustellen im Motor abzuschätzen nicht möglich.
Zitat:
Original geschrieben von Provaider
Ford hat bei den Schaltgetriebe (IB5) auch keine Ablassschraube mehr, ist ne "Lebensdauerfüllen". Aber hier geht es um Motorenöle 😉
@ProvaiderZitat:
Original geschrieben von Provaider
Das Öl war 22 Monate und 22 tkm im Einsatz.Zitat:
Original geschrieben von paulsaudi
Das untersuchte Öl weist eine relativ hohe Ölalterung auf. Nitration und Oxidation sind relativ hoch. Die Verschleißschutzelemente liegen an der unteren Grenze eines Frischöles.Zink 0,08 Gew. % Soll Frischöl: 0,078 Gew.%
Phosphor 0,068 Gew.% Soll Frischöl: 0,07 -0,082 Gew. %
Schwefel 0,168 Gew.% Soll Frischöl: 0,18-0,20 Gew.%Der Eisenanteil liegt mit 200 mg/kg etwas über dem normalen Bereich (-180 mg/kg) . Die Viskosität bei 100°C ist etwas abgefallen (10,3 mm²/s , liegt aber im SAE Bereich (9,5 -12,5 mm²/s). Die TBN (alkalische Reserve) ist auf 2,8 mg KOH/g (Frischöl 7 mg KOH/g) abgesunken.
Wenn du den Anteil an Eisen auf zwei Jahre aufteilst kommst du wieder in Bereiche die normal angesehen werden. Die TBN liegt mit 40% vom Neuwert, genau auf der Grenze zum Wechsel. Der Abfall der KV100 liegt an den zerstörten VI-Verbesserer und Dieseleintrag. Leider sind keine Nitrations- oder Oxidationwerte angeben, aber da sie als sehr hoch eingestuft werden und sie ein Ansteigen der Viskösität bewirken, muss entweder ein ausreichend großer Dieseleintrag stattgefundne haben oder die VI-Verbessere sind kaputt geschert, oder beides in Kombination. Leider auch kein Rußgehalt angeben, der bewirkt ebenfalls eine Verdickung vom Öl.Ich würde den Intervall verkürzen, das Öl leidet vor allem an einer Chemischer Alterung, evtl. auch an mechanischer wenn wenig Diesel im Öl war. Da dir bei der Ölwahl nicht viel übrigbleibt würde ich M1 5W50 nehmen. Das ist im Winter besser als ein 10W60. Die TBN vom M1 liegt auch deutlich höher, damit ist dort eine größere Reserve vorhanden.
Die Analyse solcher Daten ist immer schwierig und hat was von Kaffeesatzlesen. Ohne Frischölwerte kannst die meisten Daten fast nicht verwerten. Bei den Verschleißmetallen ist nie erkennbar woher sie wirklich kommen. Gewisse Bauteile können mit einem höheren Verschleiß länger leben als andere, den wir sehen hier nur die Masse. Aber nicht die Fläche dazu woher sie kommt. D.h. ist eine Verschleiß rate für eine Baustellen im Motor abzuschätzen nicht möglich.
, danke das Du Dir die Zeit genommen hast.
Aber😕, normal hätte ich dieses Motoröl noch ohne bedenken 8Tkm ohne Einschränkung gefahren. Dann sieht es mit dem Eisen auch nicht gut aus ca. 35% über max. so bereits über 10%. Die TBN bei Castrol SLX Prof. Powerflow LL04 0W-30 soll lt. aussage 7 sein😉, also auch deutlich drunter=Motoröl sollte raus bei ca.4, immer mal hochgerechnet noch schlimmer wenn ich die 30Tkm abgespult hätte.
Die Oxidation wg. niedrige TBN ?, saure Teile können nicht mehr i.d. schwebe gehalten werden? Nur ne Vermutung Du kennst Dich besser aus. Dieseleintrag wegen absolute Kurzstrecke fahren, ca. 3Km z.B. wenns regnet oder starker Schneefall.
Das ansteigen der Viskosität hab ich bemerkt=erhöhter Verbrauch, bin da sehr kleinlich, das war ca. bei 61Tkm, konnte bis dahin locker Lstr. mit 4,7 Liter fahren, dann Anstieg bis ca.5,3 Liter, und nun garnicht mehr.
Werde Deinen Rat
ganz sicherannehmen, ohne wenn und aber. Danke sehr.
Es wird demnächst übrigens noch eine Ölanalyse gemacht wenn das TWS rauskommt, werde es posten.
Vorerst zieh ich mir den Stammtisch rein.😁
Gruß und fettes Danke, Paul.
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Das Öl war fertig als es rausgekommen ist, nochmal 8tkm hätten nicht sein müssen.
Das mit dem Eisen ist leider schwer zu bewerten, den viele Bauteile sind aus Eisen. Ohne den Motor zu öffnen kannst nicht erkennen wo der Verschleiß war. Sicher ist aber, das der Verschleiß am Ende der Öllaufzeit zunimmt.
Bei der TBN sagt man ~50% von Neuwert, dann sollte man Wechseln. D.h. 3,5 bei dem Öl. Manche Hersteller sagen auch ein Abfall auf 60% ist als Wechselgrenze anzusehen. Und genau da warst du, also raus damit. Saure Bestandteile sind flüssiger Natur, müssen also nicht in schwebe gehalten werden, sonder gepuffert. Genau das macht die TBN, je niedriger die TBN umso schwieriger wird das, irgendwann versagt es.
Oxidation erfolgt u.a. durch Sauerstoff und Temperatur. Ein Ölnebel im Blowbye kann sehr gut Oxidieren, d.h. hat man Antioxidantionen. Die Grenze liegt bei 20 A/cm, (Absorbation pro Wellenlänge in cm gemessen per FTIR), das gleiche bei Nitration. Nitration kommt aus der Verbrennung, wenn sie zu stark wird gibt es lackartige Ablagerungen und dann Ölkohle. Schwarzschlamm, kommt genau d.h. Gab mal den Skandal mit billigen Britischen Motorenöl in Baumärkten, die wurden in Magermix Motoren eingesetzt und konnten die Nitration nicht ab. Das ist aber schon lange vorbei, das war vor der Zeit den Katalysators.
Deine Viskosität ist gesunken nicht gestiegen(*), zumindest bei KV100, einen anderen Wert hast du ja nicht geliefert. Wenn der Verbrauch zugenommen hat, kann das vom Öl kommen, z.b. weil Reibwertsvermindere nicht mehr so gut arbeiten. Kann aber auch andere Ursachen haben. Das TWS würde ich jetzt fahren bis zum Herbst und dann wechseln. Dann wird sich zeigen ob mit dem 5W50 der Motor wieder williger hochdreht. Die Analyse ist zwar net, aber nach 5tkm sollte an dem Öl noch nicht viel kaputt sein was auffällt.
(*) Du kannst dir das vorstellen wie eine Wage, Diesel verdünnt immer das Motorenöl, Zerstörte VI-Verbessere bedeutet ein absinken vorallem bei hohen Temperaturen. Auf der anderen SEite sind die Einflüsse die ein Ansteigen bewirken, das ist Ruß, Verdampfen von leichtflüchtigen bestandteile(kurzkettetige Bestandteile vom Grundöl), Oxidattion und Nitration.
Jedes davon hat einen anderen Faktor, je nach Menge ergibt sich dann ein Anstieg, gleichbleibend oder Absenken der Viskoitäten. Die Viskoität sagt also nicht viel aus, wenn man nicht die Werte der anderen Einflüsse hat. In deinem Fall sinkt die Viskosität bei 100°C ab, warum kann man aber nicht zu 100% beantworten, weil kein Rußgehalt, kein Dieselgehalt und keine Werte für Oxidation und Nitration vorhanden sind, zumindest nicht auf den was gepostet wurde. Nur die Anmerkung das Oxidation und Nitration auffällig waren, da kann man aber nur spekulieren.
Zitat:
Original geschrieben von Provaider
Die kommen ja aus der Legierung, AluSil Steht ja für Aluminium Silizium.gZitat:
Original geschrieben von Robbi22
Bei Audi sind Siliziumpartikel eingebettet.
http://en.wikipedia.org/wiki/AlusilDas ist also keine Beschichtung, sondern eine Legierung.
Und was wäre von einer Nikasilbeschichtung der Zylinderwände im PKW-Motor zu halten?
Wir trieften etwas vom Thema ab mit den Beschichtungen. Aber allgemein gilt, wenn ich Beschichte um damit ein Tribologisches System lauffähig zu bekommen, habe ich ein schlechtes System. Das Problem an Beschichtungen ist immer, sie funktionieren nur so lange gut, wie sie da sind und innerhalb ihres Einsatzbereiches bleiben. Wenn aber eine unerwartete Änderung der Belastung kommt und die Beschichtung versagt, ist dein System ein direkter Totalausfall.
D.h. Beschichten nur dann, wenn ich damit ein System verbessere, das aber auch ohne die Beschichtung überleben kann.
Wenn ich also ein Alurumpf habe, der Probleme hat und ich es mit einer Beschichtung in den Griff bekomme, habe ich immer noch ein schlechtes System. Das Problem besteht weiter hin, nur die Anzahl der Ausfälle sinkt bzw. die Lebensdauer im Durchschnitt wird steigen. Dem Kaufmann kann das reichen, weil er über den ihm interessierenden Bereich hinweg kommt.
Wenn ich alternativ eine Laufbuchse verbaue in den Block, kann ich ein komplett Neues System zum leben erwecken, habe also mehr Freiheiten. Billiger Grauguss hat gute Tribologische Eigenschaften, nur ist er halt zu schwer für einen ganzen Block. Für eine Laufbuchse aber geeignet.
Eine Andere Möglichkeit wäre dem Alu bei der Bearbeitung eine Voreinlauf zu verpassen. Diese optimierte Bearbeitung kann mir eine Beschichtung sparen und Buchsen werden auch nicht benötigt. Dafür steigt evtl die Bearbeitungszeit und somit sinken die Stückzahlen.
Für welche Lösung sich die Entwickler entscheiden hängt immer von viele Faktoren ab, neben dem reinen Problem sind das Zeit, Geld, Erfahrungen und auch Wünsche und persönliche Preferenzen der Entscheider.
hallo welches öl kann ich für meinen punto 176 bj 96 mit 55ps
verwenden ?
Castrol Magnatec 10W40
Mobil Super 2000 X1 10W-40
Liqui Moly 1300 Super Leichtlauf Motoröl 10 W-40
Bei mir stellen sich grad wieder Heilungsprozesse ein 🙂
http://www.motor-talk.de/.../...ine-nette-geschichte-t4249762.html?...
Zitat:
Original geschrieben von marcel.89
hallo welches öl kann ich für meinen punto 176 bj 96 mit 55psverwenden ?
Castrol Magnatec 10W40
Mobil Super 2000 X1 10W-40
Liqui Moly 1300 Super Leichtlauf Motoröl 10 W-40
Hast du schonmal versucht, den Thread ab Seite 8 für nur ein kleines Bisschen zu lesen? Du kannst jedes Öl nehmen was in der Bedienungsanleitung akzeptiert wird. Für alles andere muss man nett sein und sich den Kopf selber etwas zerbrechen.
Zitat:
Original geschrieben von skynetworld
BTW: Letztens bei Automobil hatten sie in einem "Gebrauchtcheck" einen Mercedes gezeigt (mit runden Scheinwerfern, vielleicht 7 oder 8 JAhre alt, weiß nicht mehr welches Modell), der hatte (jetzt kommt es!) keine Ablassschraube am Getriebe! 😰 :lol: :wall:
D.h. man darf dann jedes mal mühsam das Getriebe ausbauen und auseinandernehmen!
Das ist doch ganz einfach, da ist nur etwas handwerkliches Geschick gefragt: Da nimmst Du eine Bohrmaschine, machst einen Metallbohrer rein, bohrst Dir vorsichtig das benötigte Loch und schneidest ein Gewinde rein. Nach dem Ablassen spülst Du einmal mit Getriebeöl durch, um die restlichen Metallspäne rauszukriegen, und dann kannst Du das frische Getriebeöl einfüllen. Verschlossen wird das Ganze mit einer üblichen Ölablassschraube. 😁 😁 😁
(Wer glaubt, dass ich das ernst meine, darf es gerne mal ausprobieren.)
Zitat:
Original geschrieben von Sachte
Wenn ich so einem Furz der am Zahnen ist einen Schnuller kaufe, den ein Erwachsener nicht zerbeißen kann, muß ich nicht überlegen, ob er das hinbekommt.
Wenn ich einen kaufe den ich zerkauen kann, dann muß ich dem Hersteller vertrauen, der meint, so ein Baby kriegt das garantiert 6 Monate lang nicht hin.Das Beispiel ist zwar frei erfunden, ich hoffe aber du kannst dem trotzdem folgen 😉
Kann ich schon. Die Frage ist nur, wie weit zu gehen dabei Sinn macht. Ist der Schnuller noch besser, den auch ein Löwe nicht durchgebissen bekommt?
Und nochmal: Alle Öle waren nach diesem Test nicht mehr zu gebrauchen! Auch das Castrol nicht. Beurteilt wurde das allerdings nur anhand der Optik. Wie lächerlich ist das denn?
Zitat:
Original geschrieben von Sachte
Deswegen macht man das auch "doppelt". Öl rein, 1x eine kurze Runde mit alle Gänge durchschalten und dann nochmal wechseln 😉
Aber es ist ja nicht so, dass Du auf diese Weise die andere Häfte Altöl rausbekommst. Wenn das stimmt, dass man auch beim Handschaltgetriebe nur die Hälfte ablassen kann, dann würde man bei Deiner "Runde" Frischöl mit Altöl 1:1 mischen und davon die Hälfte wieder ablassen. Nach Adam Riese hättest Du hinterher immer noch ein Viertel Altöl drin. Sicherlich wesentlich besser als nichts, aber andererseits auch nicht das, was man sich unter einem Ölwechsel eigentlich vorstellt
(auch wenn richtig ist, dass man bei keinem Ölwechsel alles bis auf den letzten Tropfen rausbekommt)
.
Vielleicht vertritt unser alter Ami Pete diese These auch nur, weil er USA-getreu an Automatikgetriebe denkt. Bei denen gelten andere Spielregeln. Wenn ich bei meinem Golf 4 Handschalter die Ablassschraube aufdrehe, dann liegt die am tiefsten Punkt des Getriebegehäuses. Die Nachfüllschraube mache ich auch auf, so dass gut Luft nachkommen kann, und dann läuft das raus. Klar, nicht alles, aber allemal bedeutend mehr als die Hälfte.
Zitat:
Original geschrieben von Roachstacker
Das langt ja auch, man verduennt den Schlamm und die Karre haelt 500'000.Mehr braucht kein Mensch! 😁
Hier wurde durchaus schon des öfteren von Dieselfahrzeugen berichtet, die eine Million erreicht haben.
"640 kB ought to be enough for anybody." (Bill Gates)
Zitat:
Original geschrieben von skynetworld
Eric the Car Guy nimmt immer (wenn möglich) die Ölwanne ab. 😁
Beim Getriebe?!?
hat schon mal einer bei http://www.motoroel-direkt.de/ bestellt und den altölabholservice benutzt?
http://www.motoroel-direkt.de/altoelentsorgung.html
ob die auch wegen 10 liter kommen . 😕
Zitat:
Meiner Meinung nach hat der Test sehr wohl eine Aussage, nicht wie hier als Nonsense dargestellt, geht man von 350° und mehr am Kolben beim Benziner aus. Hin sind sie nachher natürlich alle.
Was zeigt der Test:
1) Ölzusammensetzung (Grundöl zu Additiven, Hitzeverhalten)
2) Grad der Verkokung (bzgl Motorablagerungen bzw. Sauberkeit)
…man kann ganz gut sehen, wie ein Öl aufgebaut ist und wie leistungsfähig das Additivpaket ist, bzw. die Ausgewogenheit der Additiv – Ölmischung im Stresstest.
Bei Ölen die im Test "verschmoddern" (verkocken) sind zumeist ein relativ hoher Additivgehalt daran schuld, und lässt den Schluss zu, dass das Grundöl nicht besonders ist. Bei Ölen wo dies der Fall ist, verkocken die Additive nicht in dem Ausmass (lagern sich auch weniger ab) und daher gibt es auch weniger Ölschlamm, oder sie sind überhaupt weniger additiviert, da das Grundöl besser ist. Die Wahl des Additivpackets dürfte auch ausschlaggebend sein (Calcium vs. metalorganisch).
und es zeigt auch, dass nicht die Viskosität dafür ausschlaggebend sein muss (gibt sowohl 30er als auch 40er Öle die verkocken bzw. umgekehrt nicht verkocken).
Zitat:
Original geschrieben von DeathAndPain
Kann ich schon. Die Frage ist nur, wie weit zu gehen dabei Sinn macht. Ist der Schnuller noch besser, den auch ein Löwe nicht durchgebissen bekommt?
Ok, der gilt 😁
Zitat:
Und nochmal: Alle Öle waren nach diesem Test nicht mehr zu gebrauchen! Auch das Castrol nicht. Beurteilt wurde das allerdings nur anhand der Optik. Wie lächerlich ist das denn?
Wüsste nicht wonach man da sonst gehen sollte. Den Grad der Verkokung kann man wunderbar mit der Optik abchecken. Verschlammung genauso.
Zum Löwen... Wenn ich eine Maschine hab die mehr Probleme mit dem Verkoken hat als andere, ist da also der Löwenöl nicht besser als das Erwachsenenöl? (oder halt das Babyöl)
Wenn es bei 400°C weniger "Verkokablagerungen" gibt, gibt es nicht auch weniger bei 240°C?
Zitat:
Aber es ist ja nicht so, dass Du auf diese Weise die andere Häfte Altöl rausbekommst. Wenn das stimmt, dass man auch beim Handschaltgetriebe nur die Hälfte ablassen kann, dann würde man bei Deiner "Runde" Frischöl mit Altöl 1:1 mischen und davon die Hälfte wieder ablassen. Nach Adam Riese hättest Du hinterher immer noch ein Viertel Altöl drin. Sicherlich wesentlich besser als nichts, aber andererseits auch nicht das, was man sich unter einem Ölwechsel eigentlich vorstellt (auch wenn richtig ist, dass man bei keinem Ölwechsel alles bis auf den letzten Tropfen rausbekommt).
Von VAG kenn ich die Probleme nicht. Da kommt
aufgewärmtmind. 80% dessen raus was bei irgendwelchen Ölfiebeln der Ölhersteller für Neubefüllung angegeben ist. Da mal die Spülrunde und die Welt ist ok 🙂
Sonst muß ich sagen, daß ich bis jetzt an irgendwelchen
Ölvorratsbehälternmit Ablasschraube noch nie welche gesehen habe, wo das am tiefsten oder nahezu tiefsten Punkt des Behälters wäre. Deswegen wundere ich mich mit den 50% so oder schon.
Zitat:
Original geschrieben von meistermeier
hat schon mal einer bei http://www.motoroel-direkt.de/ bestellt und den altölabholservice benutzt?http://www.motoroel-direkt.de/altoelentsorgung.html
ob die auch wegen 10 liter kommen . 😕
Sicherlich werden sie das, wenn sie das so bewerben. Delti.com ist ja kein kleiner Krauter, sondern einer der ganz großen in der Versandbranche, vor allem bei Reifen (reifendirekt.de). Das wird einfach so laufen, dass die einen Versanddienst wie UPS beauftragen mit einem ganz gewöhnlichen Abholauftrag für eine Sendung. Deswegen steht auf der von Dir verlinkten Seite ja auch, dass Du das Zeug vernünftig verpacken sollst. UPS transportiert gefüllte Bleibatterien, warum sollen die dann nicht auch gefüllte Altölkanister transportieren?
Zitat:
Original geschrieben von B207L
Meiner Meinung nach hat der Test sehr wohl eine Aussage, nicht wie hier als Nonsense dargestellt, geht man von 350° und mehr am Kolben beim Benziner aus.
Dass das fließende Öl mit solchen Teilen in Berührung kommt, heißt noch lange nicht, dass es selbst solche Temperaturen auch annimmt.
Zitat:
Original geschrieben von B207L
Was zeigt der Test:1) Ölzusammensetzung (Grundöl zu Additiven, Hitzeverhalten)
Auf einer hochspekulativen Basis, auf der Du glaubst, aus Farbe und Beschaffenheit des krass überhitzten Öls Rückschlüsse auf dessen Zusammensetzung machen zu können. Diese können stimmen oder auch nicht.
Zitat:
Original geschrieben von B207L
2) Grad der Verkokung (bzgl Motorablagerungen bzw. Sauberkeit)
Unter Bedingungen, die so bei Motoröl im echten Betrieb nicht vorkommen. Wenn Motoröle im Echtbetrieb tatsächlich so erhitzt werden würden, dass sie abqualmen wie alle (!) Öle in diesem Test, dann würden sie nicht mal 1000 km halten.
Zitat:
Original geschrieben von B207L
Bei Ölen die im Test "verschmoddern" (verkocken) sind zumeist ein relativ hoher Additivgehalt daran schuld, und lässt den Schluss zu, dass das Grundöl nicht besonders ist.
Hier fangen Deine Spekulationen schon an. Dann müsste ja 0W-40 von daher schon schlechter sein als etwa ein 5W-30, da die zu überbrückende Viskositätsspanne bedeutend größer ist und daher bei gleichwertigem Grundöl bedeutend mehr VI-Verbesserer zum Einsatz kommen müssen.
Also vergesst das Mobil 5W-50, das ihr kürzlich dem BMW-Fahrer hier empfohlen habt, viel zu viele Additive drin, da verkokt ihm der ganze Motor, er soll lieber 5W-30 nehmen! [/sarcasm]
Zitat:
Original geschrieben von B207L
und daher gibt es auch weniger Ölschlamm, oder sie sind überhaupt weniger additiviert, da das Grundöl besser ist.
Wenn man heutzutage vernünftige Öle wählt und das Wechselintervall nicht schleifen lässt, dann gibt es überhaupt keinen Ölschlamm mehr. Auch nicht mit jenen Ölen, die in diesem "Test" übelst abgeschmort sind.
Zitat:
Original geschrieben von B207L
Die Wahl des Additivpackets dürfte auch ausschlaggebend sein (Calcium vs. metalorganisch).
...vermuten wir mal. Welche Farbe hat denn abgeschmortes Calcium, und welche ergibt sich, wenn metallorganische Verbindungen abschmoren? 😁
Zitat:
Original geschrieben von Sachte
Wüsste nicht wonach man da sonst gehen sollte.Zitat:
Original geschrieben von DeathAndPain
Und nochmal: Alle Öle waren nach diesem Test nicht mehr zu gebrauchen! Auch das Castrol nicht. Beurteilt wurde das allerdings nur anhand der Optik. Wie lächerlich ist das denn?
Nach einer vernünftigen Ölanalyse? Wer den Aufwand treibt und solch Test macht und den auch ernst meint, also nicht nur als Internetgag abschmorender Motoröle, der sollte auch noch das Geld zusammenkratzen können, die Restöle analysieren zu lassen.
Wobei es, wie gesagt, eigentlich schon keinen Sinn mehr macht, Öle analysieren zu lassen, die so weit außerhalb ihrer Spezifikationen und realen Fahrbedingungen "behandelt" worden sind.
Zitat:
Original geschrieben von Sachte
Zum Löwen... Wenn ich eine Maschine hab die mehr Probleme mit dem Verkoken hat als andere, ist da also der Löwenöl nicht besser als das Erwachsenenöl? (oder halt das Babyöl)
Wenn es bei 400°C weniger "Verkokablagerungen" gibt, gibt es nicht auch weniger bei 240°C?
Auf keinen Fall. Bestimmte chemische Veränderungen setzen erst ab einer bestimmten Temperatur ein. Motoröle sind sinnvollerweise darauf abgestimmt, dass ihre Bestandteile erst bei Temperaturen anfangen sich in chemischen Reaktionen zu verändern, die das fließende Öl im Realbetrieb nicht annimmt - auch wenn einzelne Motorteile, an denen es vorbeifließt, so heiß sein können. Das ist auch der Grund, weshalb es Ölkühler und dergleichen gibt. Ich denke, um eine Öltemperatur von 400°C nicht zu überschreiten bräuchte so ziemlich kein Fahrzeug einen Ölkühler.
Indem das Öl aber im Ölkühler und der Ölwanne wieder auf die Temperaturen um 100°C heruntergekühlt wird, die so üblicherweise als Öltemperaturen genannt werden und Grundlage der SAE-Heißviskosität sind, erhitzt es sich nicht vollständig auf die Temperatur der Bauteile, an denen es vorbeifließt, sondern erreicht nur einen Zwischenwert von 200°C (oder wieviel auch immer; das wird auch vom Fahrzeug abhängen) und kühlt dabei dennoch jenes Bauteil.
Ich kann mich noch an den ersten Versuch erinnern, den wir an der Schule im Chemieunterricht jemals gemacht haben (genauer gesagt, den der Lehrer vor uns gemacht hat). Es ging um den Unterschied zwischen einem "physikalischen Vorgang" (d.h. Materialveränderung durch geänderte Umgebungsbedingungen, die sich jedoch zurückändert, wenn sich auch die Umgebung zurückändert, beispielsweise Ausdehnung durch Erwärmung) und einer "chemischen Reaktion", die zwar gleichfalls von einer Änderung der Umgebungsbedingungen angestoßen wird, jedoch in aller Regel nicht rückgängig gemacht wird, wenn sich die Umgebung zurückändert.
Unser Lehrer gab Traubenzucker in ein Reagenzglas und hielt es über einen Bunsenbrenner. Irgendwann wurde das Zeug im Reagenzglas braun und schmolz. Dann hat er den Brenner abgestellt und das Zeug abkühlen lassen. Es bliebt aber eine braune, klebrige Masse. Wenn ich mich recht entsinne, handelte es sich um Karamellisierung.
Bei Zimmertemperatur wird das aber nicht passieren. Auch nicht, wenn Du den Traubenzucker in Deine Milch schüttest und diese warm machst. Erst bei einer bestimmten Grenztemperatur setzt eine chemische Reaktion ein. Und genau dies war bei den Motorölen unübersehbar der Fall, erkennbar schon an der Rauchentwicklung.
Es ist also von ganz ausschlaggebender Bedeutung, ob diese Temperatur erreicht wird oder nicht. Was unterhalb dieser Temperatur passiert, hat mit den "Ergebnissen" dieses sogenannten Tests nichts zu tun.
Zitat:
Original geschrieben von Sachte
Sonst muß ich sagen, daß ich bis jetzt an irgendwelchen Ölvorratsbehältern mit Ablasschraube noch nie welche gesehen habe, wo das am tiefsten oder nahezu tiefsten Punkt des Behälters wäre. Deswegen wundere ich mich mit den 50% so oder schon.
Die 50%-Aussage bezog sich ja auf Getriebeölwechsel. Und da kann ich ganz konkret von meinem Golf 4-Getriebe
(Getriebekennbuchstabe ERF)
sagen, dass die Ablassschraube ganz am unteren Boden des Getriebes sitzt und senkrecht nach unten weist. Tiefer geht nicht.
Bei Automatikgetrieben soll es aber wohl so sein, dass ein ganz wesentlicher Teil des Öls sich ständig im Kreislaufsystem befindet und von einem Ölwechsel, der nur im Ausgleichsbehälter stattfindet, nichts mitbekommen würde. Deshalb setzt ja z.B. Ford auf diese neuartigen Spülsysteme, bei denen Du das Getriebe an eine spezielle Ölwechselmaschine anschließen musst, die gleichzeitig frisches Öl in den Kreislauf pumpt, während am anderen Ende das Altöl abgezapft wird. In der Folge kostet solch Ölwechsel mehrere 100 Euro, wie eine Kollegin von mir zu ihrem Entsetzen bei ihrem neuen Ford feststellen musste.