Welches Motoröl?
Hallo,
würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?
Gruß Gorge
Beste Antwort im Thema
Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.
Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.
Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!
Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.
Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.
Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(
Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.
Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.
Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.
Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.
Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:
"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:
http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf
Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:
"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:
http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html
Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)
Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.
Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.
Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.
Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!
Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.
Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.
Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!
Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.
Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.
Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)
Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)
Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)
107321 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von dodo32
Wie meinst Du das? BMW hat so etwas schon 1954 im BMW 502 mit V8 realisiert...Zitat:
Original geschrieben von Schmudi
Alublöcke gabs dmals auch schon ... aber keine, woraus Motoren gefertigt wurden. Einen Motorblock "aus dem ganzen feilen" ging damals (aufgrund der Maschinen denke ich) eben noch nicht (Alu).
Weil ich Dir schlecht meine Bücher einscannen kann, *hier mal ein Link*. Oder hab an der Aussage was falsch verstanden?
OK, hatte da eine falsche Info.
Zitat:
"der erste serienmäßige Leichtmetall-V8-Motor der Welt."
Also dann eben keine 20 Jahre zurück, sondern 60 😁
Ich hab da was mit VW im Kopf. Die Motoren, die so einen ganz häßlichen Klang hatten. Dachte das waren die ersten Alumotoren.
Zitat:
Dass dieses Modell sich langfristig nicht halten konnte, lag nicht an seinem Entwurf, sondern an den hohen Kosten der aufwendigen Konstruktion.
Da sieht man aber, worauf ich hinaus wollte. Heute sind es eben keine hohen Kosten der aufwendigen Konstruktion (sprich Herstellung zu teuer). Heute ist es Standard.
Sowas : http://www.youtube.com/watch?v=jv629yYLzV0 oder sowas: http://www.youtube.com/watch?v=QsmiIeAkE-o&feature=related gab weder 1950 noch 1970 (letztes Video: 119 Stunden kontinuierliche Bearbeitungszeit).
Auf die Technik und damit verbundene Toleranzen wollte ich hinaus.
Danke und Gruß
Schmudi
An Schmudi
Meine Beschreibungen haben sich ausschließlich auf die Toleranzen im Bereich der Zylinder und Kolben bezogen. Das wurde hier ja wegen dem hohen Ölverbrauch (besonders bei VW-Motoren) diskutiert.
Motoren mit Alublock gab es schon früher, sogar bei großen Serien (Beispiel Peugeot 305). Die hatten dann eingesetzte Laufbuchsen (nass oder trocken).
Heute bestehen die Alublöcke aus einem Material, das selbst sehr hart ist oder es wird nachträglich eine Hartschicht aufgetragen. Diese Materialien kann man nicht mehr wirtschaftlich honen. Daher werden andere Verfahren verwenden. Bei der Instandsetzung wird dann aber auch gerne eine dünnwandige Laufbuchse eingesetzt.
Hallo an alle.
Habe hier sehr viel gelesen, auch das was Sterndocktor geschrieben hat.
Leider kann ich nicht über 1700 seiten durch lesen.
Vielleicht könnt ihr mir helfen.
1. Wo finde ich eine ausführliche Aussage vom Sterndocktor über das MOBIL1 NewLife 0W40?
2. Wo finde ich eine ausführliche Aussage vom Sterndocktor über das Castrol Edge Formula RS 0W40?
Danke
Zitat:
Original geschrieben von Aygo Club
Freigaben brauch ich nicht. Bei Toyota muss das Öl nur API SM oder höher erfüllen, sonst nichts. 😉 Ich bin mit dem Ravenol EcoSynth auch zufrieden. Was jetzt wirklich am Besten ist.. Ravenol, Mobil, Fuchs, Motul oder sonstiges. Gute Frage. Das ist eben auch eine Glaubenssache. 😁
Ja aber die API Anforderungen sind lächerlich laut Diagramm.
http://sas-origin.onstreammedia.com/.../index.html
Es gibt keine schlechtere Norm als die API.
Jede VW Norm von 1997 ist besser
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Zitat:
Original geschrieben von proHTHS
Warum gibts keine Kugellager anstatt der Gleitlager der Kurbelwelle?
Die müßten doch theoretisch leichter laufen und sich verbrauchssenkend auswirken? Oder einfach zu teuer?
Weil die der Belastung nicht standhalten würden wie willst du den die lager auf die KW drauf bekommen ? da müsste die KW ja aus 5 oder 6 Teilen bestehen .
Ich habe bei meinen 2 Takter Kart Motor 125 ccm 50 PS ein Kugellager da es da nicht anders geht da ich keinen Öldruck beim 2 Takter habe , rate mal wie oft ich das wechseln darf ! Im Schnitt alle 15 Stunden max 25 dann hörst du es aber schon lange wimmern beim fahren .
Gleitlager sind das was schönes .
Zitat:
Original geschrieben von waldfee-2000
Ja aber die API Anforderungen sind lächerlich laut Diagramm.Zitat:
Original geschrieben von Aygo Club
Freigaben brauch ich nicht. Bei Toyota muss das Öl nur API SM oder höher erfüllen, sonst nichts. 😉 Ich bin mit dem Ravenol EcoSynth auch zufrieden. Was jetzt wirklich am Besten ist.. Ravenol, Mobil, Fuchs, Motul oder sonstiges. Gute Frage. Das ist eben auch eine Glaubenssache. 😁http://sas-origin.onstreammedia.com/.../index.html
Es gibt kaum eine schlechtere Norm als die API.
Jede VW Norm von 1997 ist besser
Da ist ja echt gar nix da kann ich ja gleich ohne Öl fahren . 😁
Das die Fertigungstoleranzen heute Enger sind wie vor 40 Jahren ist ein Mär.
Schonmal die Frage gestellt warum speziell so einige VW-Benzinmotoren wie ein Diesel laufen und das Öl gleich Literweise saufen?
Alumotoren sind keiner Erfindung der Neuzeit, soetwas hatte Skoda schon in den 30 Jahren.
In den Alublock wurden GG-Laufbuchsen gesteckt welche dann vom Kühlwasser umspült worden. Im Falle einer Reparatur konnten vom Hersteller neue Buchsen samt Kolben und Ringen geliefert werden.
Damit der Motor mechanisch stabil wurde war der komplette Zylinderkopf aus GG.
Eine andere Bauweise sind schwere und massive Graugußblöcke in denene die Kühlwasserkanäle mit Eingegossen sind, der Zylinderkopf ist dann zumeist aus Alu. Leistungsstarken Motoren mit niedere Leistungsausbeute hatten dann sog. Umstromzylinderköpfe drauf, d.h. Gemisch rein und Abgas raus auf einer Seite angeordnet. Leistungfähige Motoren haben Querstromzylinderköpfe, Einass/Auslass gegenüberleigend
Eine noch andere Konstruktion sind Vollalumotore, in der Anfangszeit mit dicken umgossen GG-Laufbuchsen die mehrmals gebohrt und gehohnt werden konnten. Neuzeitliche Konstruktionen so ab den 80er hatten dann Beschichtet Alulaufflächen (damals vornehmlich Nikasil). Bei heutigen Motoren wird eine spezielle AluSI Legierung verwendet übereutektisch, beim Abkühlen bilden sich ein sehr harte Öberfläche aus, anschließend wird gebohrt/gehohnt darauf laufen dann die Kolben samt Ringen.
So nun kann sich jeder seine Favoriten herrausuchen, heutzutage ist zwecks Gewichtersparniss nur noch letztere Variante Üblich, allerdings ist es Wegwerfware, die früherern Konstruktionen sind Reparaturfreundlicher und können Regeneriert werden.
Gruß Markus
@Robbi22
Der Verbrauch liegt bei normaler Fahrweise zwischen 7-7,5 Liter. Wenn ich größtenteils Überland fahre und bewusst sparsam unterwegs bin, komme ich mit 6-6,5 Litern aus. Über 8 Liter kommt sehr selten vor. Da muss ich schon ziemlich auf's Gas treten. Es ist ein 1.8 Liter Motor mit 133 PS.
Die API-Spezifikation hat in der Tat sehr geringe Anforderungen. Aber zu schaden scheint es nicht. Bisher sind bei Toyota keine gehäuften Auffälligkeiten mit defekten Motoren zu erkennen. Die 5W-30 Öle mit abgesenkter HTHS werden dort schon seit über 10 Jahren standardmäßig verwendet und das 0W-20 für Benzinmotoren ab 2007.
Zitat:
Original geschrieben von Hunter123
Da ist ja echt gar nix da kann ich ja gleich ohne Öl fahren . 😁Zitat:
Original geschrieben von waldfee-2000
Ja aber die API Anforderungen sind lächerlich laut Diagramm.
http://sas-origin.onstreammedia.com/.../index.html
Es gibt kaum eine schlechtere Norm als die API.
Jede VW Norm von 1997 ist besser
Ja, das haben wir ja schon einmal festgestellt. Wenn da doch endlich mal wirkliche Km-Erfahrungen zu Stande kommen würden.
Müßte man wohl geziehlt im www recherchieren.
Könnte mir vorstellen das es bei der Range-Extender Technik dann ausreicht um eine ausreichend lange Lebensdauer des Motors zu gewährleisten verbunden mit allen anderen positiven Eigenschaften die ein Motorenöl haben sollte.
Oder, @Aygo Club, Du kaufst das Auto und testest weiter. Wäre doch praktikabel wenn Du eh zufrieden bist mit dem Auto.
Wälzgelagerte KW bei 4-Taktmotoren waren keine Seltenheit, die 4Zylinder Suzuki's GS-Motoren oder auch die Kawasaki 4 Zylinder aus den 70er z.B. hatten soetwas. Die KW sind aus Einzelteilen verpresst und haben 5 Hauptlager. Die Lebensdauer hängt dort ganz von der Rundlaufgenauigkeit der KW ab, über 100tkm waren aber damit auch locker drin.
Ich führte oben mehrmals den Vergleich von PKW bezüglich Motorradmotor an und das dort verwendete Öl.
Der Hochdrehzahl BMW M3 Motor mit 3,2l war ein Irrweg, Langhubige Auslegung und dann diese hohen Drehzahlen passen nicht zusammen, da nützt auf dauer auch der beste Schmierstoff nix.
Die alte 3,0l Maschine war westentlich besser und Standfester, nun man wollte mehr, konnte aber den Block nicht weiter aufbohren.
Was die spezifische Literleistung angeht liegt er gleichauf mit dem Honda CBX Reihensechszylinder ab Bj. 78, damals schon mit 24 Ventilen und moderner Brennraumform.
Gruß Markus
Es gibt auch 0W20 Motorenöle ohne abgesenkten HTHS mit Spezifikation ACEA A3/B3/B4 sowie API SM/CF.
zB Kroon Oil ENERSYNTH FE 0W20.
Zitat:
Original geschrieben von Wolv O.
Es gibt auch 0W20 Motorenöle ohne abgesenkten HTHS mit Spezifikation ACEA A3/B3/B4 sowie API SM/CF.zB Kroon Oil ENERSYNTH FE 0W20.
Die API Norm braucht man nicht zu erwähnen da sie absolut nix Wert ist.
@Oldie:
Du bist mir eine Kolbenlänge voraus 😁
So ganz stimmte das was ich getippt habe auch nicht. Hab da leider schon wieder einiges vergessen. Siehe Beitrag von RC42. Gewisse Toleranzen lassen sich ja auch garnicht umgehen, wie z.B. für die Wärmedehnung bei unterschiedlichen Materialien notwendig.
@RC42:
Ah, genau, Danke. Die VOLL Aluminium Motoren waren es, die ich im Kopf hatte. Alusil wird übrigens entweder laser-gehont oder chemisch bearbeitet, siehe nachfolgenden Text
@All:
Zitat:
Die gesamten Zylinderblöcke – zum Teil sogar die gesamten Motorgehäuse - werden aus der übereutektischen Aluminium-Silizium-Legierung „ALUSIL“ gefertigt. Die Fertigstellung der Kolbenlaufbahn geschieht durch chemisches Herauslösen des weichen Aluminiums um die Silizium-Kristalle herum, so dass der Kolben und die Ringe nur noch auf den mit Öl umgebenen Siliziumkarbidpartikeln gleiten.
Diese Legierung stellt zudem durch ihre uneingeschränkt hohe Wärmeleitfähigkeit eine thermische Entlastung des Motors sicher. In weitere Konsequenz können sämtliche Gleitlager (wie z.b. Kurbelwellenhauptlager) – bei entsprechender Auslegung – ohne weitere Lagerwerkstoffe auskommen. Dazu muß das Kurbelgeäuse allerding äußerst geringen Wärme- und Alterungsverzug aufweisen und Wellen, Bohrungen etc. genauestens bearbeitet werden.
Diess aber stellt in der Großserienfertigung noch diskrepanzen hinsichtlich beleibender Genauigkeit und Kostenentstehung dar. Daher wird noch oft darauf verzichtet.BMW verwendet diese Technik bei Motorrädern seit Einführung ihrer K-Modelle.
Durch das Laser-Honen werden im Vergleich mit dem konventionellen Honprozeß wesentlich bessere Ergebnisse hinsichtlich der Oberflächengüte erzielt.
Durch die Lasertechnologie können entsprechend Einsatzzweck und Beanspruchung genau definierte Oberflächenstrukturen erzielt werden. Es kann daher regelmäßig auftretenden Schäden vorgebeugt werden.Beim Laser-Honen handelt es sich um eine Kombination von Hon- und Laser-Bearbeitung, hierbei werden in einer bestimmten definierten Zone exakte Öltaschen eingebracht, um damit in diesem Bereich eine ideale Plateau-Oberfläche herzustellen.
Solch ein „hydrodynamisches System“ kann genau dort platziert werden, wo es die Funktion verlangt oder die Erfahrung lehrt.
Quelle:
http://www.saarbike.de/technik/fragen/fragen/zylinderbeschichtung.htmlUnd jetzt zurück zum Öl. Da kann ich mehr zu tippen, als zur Motorenherstellung 🙂
Gruß Schmudi
PS: Das aus dem ganzen fertigen wird ja auch nicht mehr gemacht. Das Video war eine Präsentation. Soweit ich weiß werden die Motorblöcke in speziellen Verfahren gegossen und dann nachbearbeitet. Spart Zeit und Material und somit Geld. Auf Youtube schrieb einer, dass die W16 Motorblöcke (VW) in Salzgitter gegossen werden.
Wenn Toyota "nur" ein API Öl vorschreibt, dann ist der Motor eben (sehr) gut konstriert. Fertig. Außerdem bekommt man solches Öl (fast) überall auf der Welt zum günstigen Preis. Keine besonderen Modelle für andere Märkte. Ist doch gut. Bei Honda ist es ja ähnlich.
Für meinen ist 0W-30 mit ACEA B1 "bevorzugt". Von uns hier eher ein verteufeltes Öl, aber ausreichend für ein (mehr oder minder) langes Motorleben. Für die Benziner kann man ebenfalls 0W-20 nutzen, dabei auch ACEA A1/B1 oder A3/B3 oder A5/B5.
Es hindert mich aber keiner was besseres zu benützen 😁 Die meisten deutschen Honda Werkstätten verwenden 0W/5W-40.
Ich bin der Meinung, dass die Japaner derzeit die besten Motoren in der mittleren Preisklasse bauen. Und dazu zu einem halbwegs guten Preis. Bei den oberen Klassen haben die deutschen weiterhin die Nase vorn. Die 3,0 Liter oder 3,5 Liter 6 Zylinder Diesel von BMW sind unschlagbar. Niedriegster Verbrauch bei hoher Leistung. Mein Taxifahrer hat einen 730er Diesel (Automatik). Der fährt den mit 6,5 bis 7,5 Liter auf 100 km.
Zitat:
Der Reihensechszylinder des BMW 730d leistet 245 PS bei 4.000 U/min und hat ein Drehmoment von 540 Nm zwischen 2.000 und 2.750 Umdrehungen pro Minute. Mit seinem 6-Gang- Automatikgetriebe beschleunigt der BMW 730d in 7,2 Sekunden von 0-100 km/h und erreicht 245 km/h Höchstgeschwindigkeit (Werksangaben). Im Durchschnitt konsumiert das 2009 überarbeitete Triebwerk 8,3 Liter Diesel.
(
www.mobile.de)
Gruß Schmudi
(der auf seiner Baustelle in der Türkei mit dem(n) türken fertig ist und bald Urlaub hat 😛)
Ich finde die Preise für im Net angebotenen 0W-20 aber echt happig. Vielleicht sind ja die, entgegen dem eigentlich Trend, beim jeweiligen 🙂 weniger teuer. 😉