Welches Motoröl?
Hallo,
würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?
Gruß Gorge
Beste Antwort im Thema
Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.
Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.
Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!
Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.
Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.
Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(
Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.
Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.
Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.
Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.
Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:
"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:
http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf
Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:
"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:
http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html
Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)
Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.
Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.
Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.
Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!
Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.
Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.
Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!
Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.
Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.
Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)
Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)
Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)
107321 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von JeanLuc69
Aber woran soll das liegen?
Gute Frage,vielleicht sollte man mal die Konstrukteure und Ölenwickler fragen?
Zitat:
Bei derartigem Ölverbrauch glaube ich persönlich nicht daran, daß die Schuld beim Schmierstoff zu suchen ist.
Zumindest nicht alleine.Konstruktive Fehler im Motor können einen "erwünschten" erhöhten Ölverbrauch etwas entgleiten lassen.Zumindest habe ich schon vor vielen Jahren Berichte gelesen wo der Ölverbrauch nach dem umstellen auf fixe Intervalle von 0,5-0,7L auf 0,2-0,3L gesunken ist was immer noch mehr als genug ist.
Zitat:
Den durch abgesenkte HTHS bzw. stärkere Verdampfungsneigung hervorgerufenen Phänomenen kann ich durch konstruktive Maßnahmen auf der Seite der Ölthermik recht sicher begegnen.
Wenn man das will sicher,was aber wenn ein erhöhter Ölverbrauch im Sinne des Erfinders ist?
Das man mit miserablen Ölen den Ölverbrauch nahe Null halten kann zeigt ja Ford überdeutlich.Mit einem 5W30 A1/B1 ohne Nachzufüllen einen 20000er Intervall zu überstehen zeigt das man Motoren bauen kann die mechanisch gesehen so gut wie kein Öl brauchen.Wobei bei dem Öl eine gewisse Nachfüllmenge kein Fehler wäre.
Zitat:
Des weiteren: wenn ich bei einem Ölverbrauch von 1,5l/1000 km
Da könnte man gleich Zweitakter fahren,bei einer Mischung von 1:50 würde das Öl für 75L Benzin reichen.
Zitat:
Ein Motor, der sich 1,5l Öl auf 1000km über die Brennräume wegzieht, müßte sich eigentlich durch immense Blaurauchentwicklung bemerkbar machen
Das müsste ja schon fast hinten raustropfen.
Aber bei einem Motor in der Garantie wäre mir die Ursache schnurz,den würde ich sicher keine 170000km fahren.
Hi
Fakt ist doch da wo im Motor Öl verbannt wird ensteht Ölkohle und das ist auf dauer nicht gut ! Und wenn sich ein Motor 1,5 Liter LL Öl gönnt wird der Motor nicht grade gut von innen aussehen und das kann eben nicht sinn der Sache sein ganz zu schweigen vom Umweltaspekt !! Tatsache ist aber auch das diese Erscheinungen immer mit LL Ölen in verb. stehen .
Soviel dazu , so bin heute mit meinem Motor fertig geworden erster Start 5 sec . gedreht einwandfei angesprungen . War viel arbeit das zusammenbauen hat aber Spaß gemacht !
Der Motor läuft wieder seidenweich wesentlich leiser und zieht auch um einiges besser !!
Ich habe mit meinen Schwiegervater alles selber gemacht bist auf die Schtdichtungen und Kopf Planen !
So habe ein paar Bilder drine Mache dann mal schuß gehen morgen den ganzen Tag Kart fahren und gleichzeitg Opel einfahen bis dahin sind es 200 Km !!
Gruß Hunter
Zitat:
Original geschrieben von Sir Donald
Zumindest nicht alleine.Konstruktive Fehler im Motor können einen "erwünschten" erhöhten Ölverbrauch etwas entgleiten lassen.
Welche?
Zitat:
Zumindest habe ich schon vor vielen Jahren Berichte gelesen wo der Ölverbrauch nach dem umstellen auf fixe Intervalle von 0,5-0,7L auf 0,2-0,3L gesunken ist was immer noch mehr als genug ist.
Das hängt mit der Intervalldauer zusammen?
Zitat:
Original geschrieben von Oldie65
2. Motoren mit verlängertem Ölwechselintervall sind anfälliger für erhöhten Ölverbrauch. Das kann man in verschiedenen Threads in MT lesen.
Die von mir kritisierte Aussage des Users Wotan bezog sich auf seine Pauschalaussage: "LL-Öle führen zu Motorschäden". Und das ist gelinde gesagt schwachsinn.
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Was ergibt die Suche über den verlängerten Wartungsintervall (WIV) im Golf 4 Forum?
Suchwort „longlife“ = 4835 Treffer
Suchwort „Ölverbrauch“ = 3946 Treffer
Bei so vielen Beiträgen muss es für die Besitzer eine sehr wichtiges Thema sein.
Zitat:
Original geschrieben von Oldie65
Was ergibt die Suche über den verlängerten Wartungsintervall (WIV) im Golf 4 Forum?Suchwort „longlife“ = 4835 Treffer
Suchwort „Ölverbrauch“ = 3946 Treffer
Bei so vielen Beiträgen muss es für die Besitzer eine sehr wichtiges Thema sein.
Nochmal: mein Aufhänger war dieser:
Zitat:
Original geschrieben von Wotan 1972
Das sehe ich auch so, denn schon mit dem Longlife-Mist wurde nach dem Motto verfahren: Was lange haelt, bringt kein Geld (Damit meine ich die Lebensdauer der Motoren).
Hier wird erzählt, die Lebensdauer der Motoren leide unter WIV. Nur darum geht es; darum nämlich, das diese Aussage schwachsinn ist...
Zitat:
Original geschrieben von lmclehmann
Welche?Zitat:
Original geschrieben von Sir Donald
Zumindest nicht alleine.Konstruktive Fehler im Motor können einen "erwünschten" erhöhten Ölverbrauch etwas entgleiten lassen.
Stell dich nicht dümmer als du bist.
ZB Schlechte Qualität von Kolben-/Ölabstreifringen und/oder Dichungen,schlecht passende Toleranzlagen,zb zwischen Zylinder und Kolben,Komponenten verbaut die ausserhalb der Toleranzen gefertigt wurden und das ist sicher nicht das Ende der Fahnenstange.
Nicht zuletzt aus Qualitätsgründen vergeben viele Firmen Aufträge nach Aussen.Werden sie im eigenen Haus gefertigt ist der Druck/Zwang auch fehlerhafte Teile zu verbauen größer als bei Teilen von Fremdlieferanten,denen wird einfach die komplette Lieferung wieder zurückgechickt wenn ein fehlerhaftes Teil gefunden wird.Dummerweise ist VW der Konzern der noch die meisten Teile selbst produziert,allerdings sehr oft im Ausland.
Zitat:
Original geschrieben von lmclehmann
Zitat:
Zumindest habe ich schon vor vielen Jahren Berichte gelesen wo der Ölverbrauch nach dem umstellen auf fixe Intervalle von 0,5-0,7L auf 0,2-0,3L gesunken ist was immer noch mehr als genug ist.
Das hängt mit der Intervalldauer zusammen.
Was Dümmeres fällt dir dazu nicht ein?Wenn ich ab dem ersten Kilometer einen spürbaren Ölverbrauch habe hängt das mit Vielem zusammen,nur nicht mit der Länge des Intervalls.Oder was sollen die 5l Öl auf den ersten 5000km Fahrstrecke nach dem Wechsel damit zu tun haben das man das Öl theroetisch 25000km drin lassen könnte?Wenn der Ölverbrauch ab zB 15000km massiv ansteigen würde könnte man die Intervallänge ins Spiel bringen,aber nicht wenn der Ölverbrauch ab dem ersten Kilometer hoch ist.
Zitat:
Hier wird erzählt, die Lebensdauer der Motoren leide unter WIV. Nur darum geht es; darum nämlich, das diese Aussage schwachsinn ist...
Schgwachsinn ist deine Aussage,hoher Ölverbrauch zieht Ablagerungen nach sich die den Verschleiß fördern können und der Kat oder Rußfilter leiden massiv und er Asche des verbrannten Öls.
Vielleicht solltest du mal deine rosarote VW-Brille abnehmen,selbst wenn die vom Arbeitgeber gestellt werden sollte.
Fakt 1 ist das VW-Motoren relativ viel Öl verbrauchen,der von Wotan ist aber selbst für VW aussergeöhnlich.
Fakt 2 ist das das Longlifeöl zumindest in Version I & II daran nicht unbeteiligt ist.
Dazu kommt das Motorprobleme in der VW-Geschichte auch nicht gerade selten sind.
Blau geraucht hat der Wagen nie (ja, ich benutze den Rueckspiegel), das Heck ist nicht mit Oel verschmiert und die ASU war auch immer in Ordnung.
Ich habe uebrigens beim letzten Werlstattbesuch einen 3B V6 Bj. 1998 mit 198.000km gesehen, der noch nicht mit ll betrieben wurde (welches Oel kann ich natuerlich nicht sagen, da nicht mein Fahrzeug). Beim Blick durch den Oeldeckel war er blitzeblank, bei mir nach 86.000km kann man schwarz-dunkelbraune Lackablagernungen sehen, die man nicht abwischen kann. Die sind richtig fest.
LG Kai
Zitat:
Original geschrieben von Sir Donald
Stell dich nicht dümmer als du bist.Zitat:
Original geschrieben von lmclehmann
Welche?
ZB Schlechte Qualität von Kolben-/Ölabstreifringen und/oder Dichungen,schlecht passende Toleranzlagen,zb zwischen Zylinder und Kolben,Komponenten verbaut die ausserhalb der Toleranzen gefertigt wurden und das ist sicher nicht das Ende der Fahnenstange.
Nicht zuletzt aus Qualitätsgründen vergeben viele Firmen Aufträge nach Aussen.Werden sie im eigenen Haus gefertigt ist der Druck/Zwang auch fehlerhafte Teile zu verbauen größer als bei Teilen von Fremdlieferanten,denen wird einfach die komplette Lieferung wieder zurückgechickt wenn ein fehlerhaftes Teil gefunden wird.Dummerweise ist VW der Konzern der noch die meisten Teile selbst produziert,allerdings sehr oft im Ausland.
Du sagst mir ich soll mich nicht dümmer stellen als ich bin? Du redest von KONSTRUKTIVEN FEHLERN, die den Ölverbrauch in die Höhe jagen und nennst auf meine Frage, welche das seien, lediglich QUALITATIVE PROBLEME, die der Konstrukteur nicht verursacht? Und du sagst mir, ich solle mich nicht dümmer stellen, als ich bin? Respekt...!
Also nocheinmal die Frage: welche KONSTRUKTIVEN Mängel verursachen einen erhöhten Ölverbrauch???
Zitat:
Original geschrieben von lmclehmann
Also nocheinmal die Frage: welche KONSTRUKTIVEN Mängel verursachen einen erhöhten Ölverbrauch???Zitat:
Original geschrieben von Sir Donald
Stell dich nicht dümmer als du bist.
ZB Schlechte Qualität von Kolben-/Ölabstreifringen und/oder Dichungen,schlecht passende Toleranzlagen,zb zwischen Zylinder und Kolben,Komponenten verbaut die ausserhalb der Toleranzen gefertigt wurden und das ist sicher nicht das Ende der Fahnenstange.
Nicht zuletzt aus Qualitätsgründen vergeben viele Firmen Aufträge nach Aussen.Werden sie im eigenen Haus gefertigt ist der Druck/Zwang auch fehlerhafte Teile zu verbauen größer als bei Teilen von Fremdlieferanten,denen wird einfach die komplette Lieferung wieder zurückgechickt wenn ein fehlerhaftes Teil gefunden wird.Dummerweise ist VW der Konzern der noch die meisten Teile selbst produziert,allerdings sehr oft im Ausland.
Wer lesen kann ist klar im Vorteil
Wer alles liest hat einen Vorsprung
Wer versteht was er liest ist der King 😁
Aber deine selektive Leseweise hast du in den letzten Beiträgen wieder eindrucksvoll gezeigt.
Dann sag du mal weshalb VW solche abnormalen Ölverbräuche zustandebringt.
Ich steuer mal ein Beispiel zur Qualitätssicherung bei. Für das Fernsehen hat ein Journalist als Mitarbeiter einer Zeitarbeitsfirma verdeckt bei Opel in Rüsselsheim gearbeitet. Er hatte die Aufgabe, Scheinwerfer aus China zu kontrollieren. Bei einer Lieferung hatten die Zeitmitarbeiter einen Ausschussanteil von 80 % festgestellt. Wegen des sehr hohen Anteils mussten sie Opel gleich informieren. Kurze Zeit später kam ein ranghoher Mitarbeiter von Opel und hat verlangt, dass alle aussortierten Scheinwerfer nochmals geprüft. Die Ausschussquote musste niedriger werden, weil sonst das Band still steht. Bei einer Just-in-Time-Fertigung geht das eben nicht anders.
Hier ein Beispiel für einen Fertigungsfehler. MB hatte für die Zylinderbearbeitung der Graugussblöcke ein neues elektrisches Verfahren ausgesucht. Dadurch wurden allerdings bevorzugt die Grafitlamellen aus der Zylinderoberfläche herausgelöst. Dieses Grafit ist gerade in den Umkehrpunkten ein wichtiges Hilfsschmiermittel. Die Motorschäden sind schon bei 50 tkm aufgetreten.
Hallo,
weiss jemand was die korrekte deutsche Bezeichnung für den Englischen Ausdruck "Flat Tappet" ist? Sind das Tassenstössel?
Weil in aktuellen Motorölen immer weniger ZDDP Additiv drin ist soll es angeblich grosse Probleme mit alten "Flat Tappet" Ventiltrieben geben, die dann erhöhtem Verschleiss bis hin zur Zerstörung unterliegen.
Da fallen mir gerade die Ford Zetecs/Duratecs ein, die bis dato ja immer noch mit Tassenstösseltechnik aus den 90er Jahren gebaut werden. Sind diese Motoren (1.4, 1.6 Benziner) auch davon betroffen?
Haben "Ford-Öle" nach WSS...913B als Teil der Spec deshalb einen höheren ZDDP Anteil als "moderne" Öle?
Hat da jemand Ahnung?
Gruss sonne
Zitat:
Original geschrieben von sonne42
... weiss jemand was die korrekte deutsche Bezeichnung für den Englischen Ausdruck "Flat Tappet" ist? Sind das Tassenstössel? ...
Richtig! Genau genommen heißt der "Tassenstößel" laut Wörterbuch auf englisch "flat-base tappet".
Schönen Gruß
„Flat Tappet“ ist mehrdeutig.
http://www.thirdgen.org/sbc-camshafts-primer
In meinem englischen Reparaturbuch für den Golf steht „tappet bucket“ für Tassenstößel
Zitat:
Original geschrieben von sonne42
Weil in aktuellen Motorölen immer weniger ZDDP Additiv drin ist soll es angeblich grosse Probleme mit alten "Flat Tappet" Ventiltrieben geben, die dann erhöhtem Verschleiss bis hin zur Zerstörung unterliegen.
ZDDP (oder Zink-Dialkyldithiophosphat) ist ein EP-Additiv, welches hauptsächlich dann seine schützende Wirkung entfaltet, wenn Metall bereits auf Metall reibt. Dort herrschen die notwendigen Bedingungen für die chemische Reaktion, die zur Bildung einer Schutzschicht (das ist eine chemische Bindung) notwendig ist.
Das der beschriebene Fall in einem ordnungsgemäß geschmierten Motor niemals eintreten dürfte, sollte jedem klar sein. Offensichtlich ist entweder a) die Ölversorgung der Tassenstößel nicht ausreichend oder b) die Geometrie (zu kleine Kontaktfläche = zu hoher Druck) für erhöhten Verschleiß der ZETEC's verantwortlich.
Des weiteren setzen Zinkbestandteile im Abgas die Funktion des Katalysators herab und können zusätzlich für Motorablagerungen auf Ventilen und Zündkerzen sorgen - dies ist letztlich der Grund, warum der ZDDP-Gehalt in den letzten Jahren zurückgefahren wurde.
Eine höhere Konzentration an ZDDP sorgt übrigens nur insofern für mehr Schutz, daß die mögliche Beanspruchungsdauer ausgedehnt wird.
Für alle, die gerne Englisch lesen ... http://www.baileycar.com/oil_additives_html.htm
Falls Du weiterhin erhöhte ZDDP-Gehalte fahren willst ... es existieren spezielle Öladditive mit erhöhtem Zinkgehalt - und in für 4-Takt-Motorräder produzierten Ölen ist nach wie vor mehr ZDDP enthalten ... möglicherweise könnte man ja versuchen, einen Liter vollsynthetisches Motorradöl beizumischen. Raten würde ich dazu aber nicht.