Welches Motoröl?

Hallo,

würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?

Gruß Gorge

Beste Antwort im Thema

Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.

Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.

Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!

Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.

Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.

Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(

Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.

Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.

Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.

Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.

Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:

"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:

http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf

Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:

"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:

http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html

Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)

Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.

Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.

Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.

Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!

Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.

Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.

Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!

Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.

Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.

Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)

Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)

Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)

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Von 30.000 km Wechselintervallen halte ich auch nichts. Außerdem spart der Kunde dadurch meistens keinen Cent, weil die "LongLife"-Öle mindestens doppelt oder oft auch dreimal soviel kosten wie "normale" Öle. Soweit ich weiß, darf man aber auch bei allen Herstellern die 30.000er Wechselintervalle haben, herkömmliche Öle verwenden, sofern die Intervalle auf 15.000 km verkürzt werden.

Hi!!!
So en Info hab gefunden im Netz:

die Bezeichnung/Abkürzung SHC steht bei Mobil für SynthesizedHydroCarbon (synthetisierte/synthetische Kohlenwasserstoffe)

"SHC" steht bei Mobil seit jeher für die echten (voll-) synthetischen. Das allererste wirklich synthetische von Mobil für die PKWs, welches 1973 auf den Markt kam, nannte sich schlicht "Mobil SHC".

Gibt aber auch heute noch eine Vielzahl von Mobil-Produkten, welche das "SHC" im Namen tragen.

Auch das 5W-50er ist nach wie vor ein echtes Synthetik-Öl, nur hatte man da mal eine Zeit lang statt "Fully Synthetik" eben "SHC-Technology", dazu geschrieben.

Das ist aber schon wieder eine Weile her und sehen die Dosen-Aufkleber mittlerweile wieder anders aus und haben jetzt auch eine andere Farbe - sind jetzt mehr goldfarben. Die Gebinde selber sind immer noch die gleichen und immer noch silberfarben.

HC-Öle sind wieder etwas anderes.

Darunter versteht man "unkonventionelle" Mineralöle. Also solche, welche durch "cracken" und anschließendes "hydrieren" aus Gasöl oder Rohparaffin gewonnen werden. Die HC, welche aus Rohparaffin gewonnen werden, sind die besseren HC.

Mit Synthetik hat das in Wirklichkeit aber nichts zu tun. Dass die Hersteller im Zusammenhang mit diesen meistens etwas von "Synthese-Technology" oder z. B. auch etwas wie "XHVI-Technologie" (wie z. B. Shell) schreiben, ändert daran auch nichts."

Stand 13.07.2007 Jetzt haben Managern wieder umgedreht! Tja...

Gruß,Alex

Bei wirklich vollsynthetischen Ölen steht auch "Vollsynthetisch"/ "Fully Synthetic" auf der Dose. Alles andere sind nur Hydrocrack-Öle.

Zitat:

Original geschrieben von Aygo Club


Bei wirklich vollsynthetischen Ölen steht auch "Vollsynthetisch"/ "Fully Synthetic" auf der Dose. Alles andere sind nur Hydrocrack-Öle.

😁 Soll das jetzt heissen das das M1 0W40 deiner Meinung nach nicht mehr Vollsyntetisch ist weil es nicht mehr auf der Dose steht?

Aber wenn es Mobil geschafft hätte ein 0W40 auf den Markt zu bringen das nicht mehr Vollsyntetisch ist wäre das mit Sicherheit immer noch ein hervorragendes Produkt,vielleicht dann sogar besser als viele andere 0W40?

Wie ein Hersteller sein Öl bezeichnet ist immer noch ihm überlassen,so lange er kein Teilsyntetisches als Vollsyntetisch anpreist.Ein Ölhersteller kann seine vollsyntetische Serie auch mit dem Begriff Hypersuperduper kennzeichnen wenn er will.Ob das dann vom Marketing her ein Erfolg wäre ist ein anderes Thema. 😁

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Zitat:

Original geschrieben von Sir Donald


Wie ein Hersteller sein Öl bezeichnet ist immer noch ihm überlassen,so lange er kein Teilsyntetisches als Vollsyntetisch anpreist.

Das ist doch mittlerweile auch an der Tagesordnung.

Und nochmal: Weder das Datenblatt noch die Freigaben haben sich vom "alten" M1 0w-40 auf das New Life verändert. Damit ist es ausgeschlossen, dass das Öl nennenswert verändert wurde. Aller Wahrscheinlichkeit nach wurde überhaupt nichts daran geändert.
Bei der letzten Änderung hatte sich auch das Datenblatt geändert.

Ein bißchen "Selberdenken" erspart sinnlose Anrufe bei der Hotline, Gespräche mit Technikern, die ohnehin nur das sagen dürfen, was Ihnen das Management aufgetragen hat, und wilde Spekulationen über Abkürzungen wie SHC und Additivpakete. Wie naiv muß man eigentlich sein, um zu glauben, dass ein weisungsgebundener Techniker zugeben würde, man hätte nur den Aufkleber geändert?

Zitat:

Soll das jetzt heissen das das M1 0W40 deiner Meinung nach nicht mehr Vollsyntetisch ist weil es nicht mehr auf der Dose steht?

http://yfrog.com/5cmobil1newlifebj

Also da steht's doch drauf?! 😛

Das steht auch noch Supersyn drauf.

@ Jan0815
😉 Vielleicht haben sie minimal was am Geruch geändert oder an der Farbe?
Im Prinzip auch egal,von den Freigaben aus gesehen hat es sich nicht verschlechtert und es ist noch ein Hochleistungsmotor dazugekommen.Das Öl ist auch für den Nissan GT-R freigegeben.

Zitat:

Original geschrieben von Lepych



HC-Öle sind wieder etwas anderes.

Mit Synthetik hat das in Wirklichkeit aber nichts zu tun.

Zitat:

Als Synthese (spätlateinisch synthesis, von griechisch ????????, sýnthesis - die Zusammensetzung, Zusammenfassung, Verknüpfung) bezeichnet man den Umsatz (die Vereinigung) von zwei oder mehr Elementen (Bestandteilen) zu einer neuen Einheit. Der Begriff wurde von Hermann Kolbe 1845[1] in die Naturwissenschaft eingeführt. Oftmals wird mit der "Synthese" auch das Produkt selbst, d. h. das Resultat der synthetischen Tätigkeit bezeichnet. Die Synthese ist untrennbar verbunden mit dem ihr entgegengesetzten Verfahren der Analyse. In der Naturwissenschaft ist Synthese auf Materie (z. B. Chemische Synthese von Stoffen) bezogen.

die Herstellung neuer Stoffe durch die Reaktion bestimmter Elemente oder Moleküle miteinander, spezielles Gebiet insb. der organischen Chemie: Synthese (Chemie), Katalysator Quelle

Zitat:

In der Chemie bezeichnet die Synthese (von griechisch; synthesis = Zusammenstellung) ein Verfahren, mit welchem aus Elementen eine Verbindung oder aus einfach gebauten Verbindungen ein komplizierter zusammengesetzter neuer Stoff hergestellt wird. Auch der Begriff Darstellung wird synonym verwendet.

Hinweis: Das einfache Vermischen von zwei Stoffen (z. B. von Alkohol und Wasser) ist noch keine Synthese, da kein neuer Stoff entsteht. Nur wenn beim Vermischen ein neuer/anderer Stoff durch eine chemische Reaktion entsteht, ist eine Synthese abgelaufen.

Quelle

Zitat:

Die Synthese, also die Herstellung neuer Substanzen aus den Elementen oder bereits bekannten Ausgangsverbindungen, ist eines der zentralen Themen der Chemie. Während Stoffumwandlungen schon seit Jahrtausenden von Menschen durchgeführt werden, ist der moderne Synthesebegriff durch formale Regeln, eine ganze Reihe an Namensreaktionen und zunehmend ausgefeilte Verfahren geprägt. Durch dieses theoretische Wissen ist die Herleitung und Planung einer Synthesestrategie möglich, die gezielt von einfachen Ausgangssubstanzen zum gesuchten Zielprodukt führt. Durch ein immer ausgefeilteres Repertoire an Reaktionen, Katalysatoren und Techniken haben sich in den letzten zwei Jahrhunderten schrittweise Synthesewege für zunehmend komplexere Verbindungen erschlossen, deren Herstellung sich einige Jahre oder Jahrzehnte zuvor noch den bekannten Synthesestrategien entzogen. Insbesondere die organische Chemie und die daraus hervorgegangene pharmazeutische Chemie können eine ganze Reihe an Syntheseerfolgen vorweisen. Im Folgenden werden einige Meilenstein der Synthese ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder eine repräsentative Auswahl vorgestellt.
Quelle

Blinde sollten nicht von Farbe reden...oder anders: die HC-Herstellung beinhaltet Syntheseverfahren und hat nichts mit der Herstellung eines Cupa-Libre zu tun...!!!

Habe heute Vapsoil 5w-40 nach der 502 00 Norm gewechselt bekommen. Weiß jemand, ob dieses Öl ein vollsynthetisches Öl ist, oder ein HC-Öl?

Habe einen Ölfressgolf IV 1.4. Da ich davon ausgehe, dass ich auch demnächst wieder Öl nachkippen muss, aber eben nicht das Vapsoil nehmen möchte, schwanke ich zwischen Liqui Moli 5w-40 vollsynthetisch oder Liqui Moli Top Tech 4100 5w-40.
Daher auch die Frage ob Vapsoil 502 00 5w-40 ein vollsynthetisches oder ein HC-Öl ist.

Zitat:

Original geschrieben von Laurin-2008



Niemals ändere ein erfolgreiches Produkt ist die Erfahrung im Marketing. Vielleicht kann man über das Sicherheitsdatenblatt etwas mehr erfahren ob es noch ein PAO ist.

Das witzige daran ist ja, daß die Komponenten eines PAO-Öls auch bei einer HC-Synthese entstehen können ... es fehlt dort lediglich die Selektivität ... d.h. der HC-Prozeß kann nicht annähernd so gut auf die Zusammensetzung von Endprodukten hin gesteuert werden wie dies bei einer Polymerisation von vorher eingestellten Olefingemischen der Fall ist. Das ist u.a. auch auf ständig wechselnde Rohölqualitäten zurückzuführen.

Zitat:

Original geschrieben von Lepych



Als Synthese (spätlateinisch synthesis, von griechisch ????????, sýnthesis - die Zusammensetzung, Zusammenfassung, Verknüpfung) bezeichnet man den Umsatz (die Vereinigung) von zwei oder mehr Elementen (Bestandteilen) zu einer neuen Einheit.

Dann ist auch ein PAO-Grundöl nach Deiner Definition kein Syntheseprodukt. Es wird nämlich nicht aus elementaren Bestandteilen gewonnen, sondern - genau wie ein HC-Grundöl - aus petrochemisch erzeugten KW - in diesem Fall Olefinen, also KW mit Pi-Elektronensytemen, die im Rahmen einer Polymerisation zur gewünschten Kettenlänge zusammengestellt werden.

Olefine werden derzeit großtechnisch nämlich ebenfalls aus Mineralöldestillaten hauptsächlich per Steamcracking gewonnen (als da wären: Pyrolysebenzin, Naphtha-Schnitte, Vakuumschwerdestillate).

HC-Grundöle bestehen ebenfalls aus chemisch behandelten Mineralöldestillaten (hauptsächlich mittlere Vakuumdestillate), die mit Wasserstoff an geeigneten Katalysatoren bei hohem Druck und hohen Temperaturen eine chemische Reaktion eingehen. Von dahjer ist der Begriff der "Synthese" hier durchaus angemessen (nur mal am Rande: in allen Nationen dieser Welt außer D und J werden HC-Grundöle ja auch als Syntheseöle bezeichnet).

Weitere Produkte aus dem HC-Verfahren sind u.a. Diesel, Heizöl EL und Kerosin ...

Zitat:

Original geschrieben von Lepych



Hinweis: Das einfache Vermischen von zwei Stoffen (z. B. von Alkohol und Wasser) ist noch keine Synthese, da kein neuer Stoff entsteht. Nur wenn beim Vermischen ein neuer/anderer Stoff durch eine chemische Reaktion entsteht, ist eine Synthese abgelaufen.

Sehr richtig ... und wenn im HC-Verfahren aus Mercaptanen, Thiolen, Aromaten und stickstoffhaltigen KW abgesättigte neue KW sowie H2S und NH3 entstehen, stellt das folglich eine Synthese dar.

Das "thermische Umschütten" findet man nur in Grundölen der API-Gruppen I und II.

Zitat:

Original geschrieben von JeanLuc69



Zitat:

Original geschrieben von Lepych



Als Synthese (spätlateinisch synthesis, von griechisch ????????, sýnthesis - die Zusammensetzung, Zusammenfassung, Verknüpfung) bezeichnet man den Umsatz (die Vereinigung) von zwei oder mehr Elementen (Bestandteilen) zu einer neuen Einheit.
Dann ist auch ein PAO-Grundöl nach Deiner Definition kein Syntheseprodukt. Es wird nämlich nicht aus elementaren Bestandteilen gewonnen, sondern - genau wie ein HC-Grundöl - aus petrochemisch erzeugten KW

Zunächst mal: es handelt sich hier nicht um meine Definitionen, die Quellen der Aussagen sind benannt.

Elementare Bestandeile, im Sinne der Definition, sind die Ausgangsprodukte.

Zitat:

Original geschrieben von JeanLuc69



Zitat:

Original geschrieben von Aygo Club


Mittlerweile werden alle neu entwickelten Motoren von Toyota mit 0W-20 befüllt. Das Öl kann laut Toyota bei Außentemperaturen bis 40 Grad verwendet werden.
Was die Verwendung in Südeuropa (evtl. eine Urlaubsfahrt) schon ziemlich einschränkt.

Ein XW20 kann man sicher fahren, wenn - und nur wenn - die Thermik des Motors bzw. Ölkreislaufs dafür ausgelegt ist. Dazu gehört zwingend ein ausreichend dimensionierter Ölkühler (am besten - wie der Klimakondensator - im Luftzug des Wasserkühlerventilators angeordnet) und eine ausreichend große Ölwanne (am besten mit Extra-Kühlrippen längs in Fahrtrichtung) mit entsprechender Befüllmenge.

Einen Motor ohne Ölkühler mit einem XW20 zu befüllen, wäre schon fast Mord an der Maschine.

Kein Hersteller wird in einem normalen PKW eines der genannten Dinge einbauen, da es viel zu umständlich ist und nix bringt, wenn das Auto langsam fährt. Viele PKW haben einen Öl-Wasser-Wärmetauscher, der die Öltemperatur nach oben begrenzt, egal ob jetzt außen 10°C oder 42°C sind. Auch ohne Wärmetauscher wird die Motortemperatur und damit auch die Öltemperatur in Grenzen gehalten oder hat man etwa im Urlaub immer eine Kühlwassertemperatur von 120°C anstatt 85-105°C, wenn man ein bissl wärmer ist?

Die Tropenausführungen von Autos (z.B. VW) haben auch keinen zusätzlichen Ölkühler, sondern einen größeren Wasserkühler. Hingegen gibt es Unterschiede zwischen den Autos, die in USA und Europa verkauft werden. Wegen der Tempolimits in USA werden manche Autos ohne Öl-Wasser-Wärmetauscher ausgeliefert, da sie in den USA nicht über längere Zeit hohe Drehzahlen abkönnen müssen, denn dabei steigt die Öltemperatur stark an.

Folglich wird der Toyota mit 0W20 Öl höchstens bei Dauervollgas gefährdet, aber nicht im Urlaub.

Einen Ölkühler hat der Yaris nicht. Zumindest seh ich keinen. Dafür sind der Motorkühler und der Lüfter aber ziemlich groß für einen Kleinwagen.

jetzt mal butter bei die fische- welches von beiden ist denn z.b. besser, beide vollsynth:

menguin 0w40

oder

ravenol 0w40

oder ist es gar die gleiche brühe nur in verschiedenen pullen?

in den dazugehörigen werbetexten erfährt man ja ausser viel blabla (TAED mit fluxkompensatoreffect 😁 ) ausser den werksfreigaben recht wenig.

das wären öle die für mich und wahrscheinliche viele andere hier auch in frage kämen.
(bisher das schweineteure mobil 5-50, was aber durch optimierte abstimmung und ölkühler nicht mehr nötig ist)
aso- bloß kein longlife....

edit: für meine saisonrenner würde wahrscheinlich sogar ein 5w40 reichen, da ich aber ungern 37 ölsorten im keller stehen habe, nehm ich mal die als beispiel.
oder hätte ein 5w40 im sommer wesentliche vorteile?

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