Welchen Diesel kaufen?

Opel Astra J

Hallo,
der Astra J ist mittlerweile seit ein paar Jahren auf dem Markt, es gibt bestimmt Erfahrungswerte welche Dieselmotoren gut und zuverlässig sind und welche vielleicht weniger.
1.Welchen Dieselmotor würdet Ihr empfehlen?
2. Was sind die Krankheiten bei dem Opel Astra J allgemein?
3. Gibt es Motorenvarianten die man auf keinen Fall kaufen sollte?

61 Antworten

Zitat:

@WolfgangN-63 schrieb am 15. Dezember 2020 um 09:07:29 Uhr:



...
Wenn hydraulische Kettenspanner über Federn verfügen, die stark genug sind, die Kette zu spannen bis der Öldruck aufgebaut ist, rasselt da nix.
Beispiel: Subaru 3.0R (zwei richtig lange Ketten für je zwei Nockenwellen links und rechts)

Zitat:

@WolfgangN-63 schrieb am 15. Dezember 2020 um 09:07:29 Uhr:


...
Ich würde Kurzstreckenbetrieb vermeiden und ebenfalls nicht empfehlen, die möglichen 30.000 km Ölwechselintervall auszureizen.

Grüß dich Wolfgang,

Gerade diese federbelasteten hyd. Kettenspanner sind eher nicht in einer Budgetentwicklung zu erwarten (und heutzutage nenne ich alles in der Kompaktklasse eine Budgetentwicklung); ehrlich gesagt, ich weiß gar nicht ob der 1.6 CDTI diese Federn hat.

Meiner ist seit fünf Jahren im Langstreckeneinsatz, etwa 35 bis 40.000 Km im Jahr; die 30.000 Marke knacke ich alle 10 Monate, somit ist das Intervall vollständig ausgereizt. Man möge lachen aber die GM Dexos 2 ist eine sehr gute Spezifikation und hält ihr Versprechen (im Gegensatz zu der VW LL-Plörre damals). Eher ist Ölverdünnung wegen Kurzstrecke der ultimative Killer für den Kettentrieb bei dem Motor. Meiner ist jetzt bei 155.000 Km und ich traue dem Kettentrieb nochmals eine ähnliche Kilometerleistung dazu. Langstreckenbetrieb vorausgesetzt.

Ich habe noch einen Vectra C mit dem 2.2 DTI Motor. 260000km mit der ersten Kette. In den 90ziger hat man noch gute Motoren gebaut.

@dugi117
Danke Dir für Deine Einschätzung!
Besonders der Begriff "Budgetentwicklung" hat mir gefallen.

Ich bin aber der Ansicht, dass es ein paar Sachen gibt, an denen nicht gespart werden darf:
Räder, Radführungselemente, Bremsen, grundlegende Motorentechnik.

Wer hier spart und nicht VW (Ketten, Ladedruckregelung, DSG) oder Mercedes (Rost, Elektronik, Injektoren) heißt, hat auf dem Markt verloren oder wird es Bälde tun.

Bzgl. Budgetentwicklung: nennt sich bei uns in der Firma offiziell Design-to-Cost, in der Bürosprache dann Budgetentwicklung. 😉

Bzgl. dem Rest: ja, ist leider so; nicht alle Firmen schwimmen im Geld-Ozean der Pazifik-Größe und haben bis auf den Tod treue Kunden hinter sich.

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Man muß auch immer bedenken das wohl etwa 50% der Umsätze in Automobilkonzernen aus Ersatzteigeschäft u.Ä bestehen. Dann soll ein Auto auch nicht ewig halten, auch nicht in Afrika.
Es geht also weniger um die paar Cent für eine Feder, als um Folgegeschäfte und Zukunftssicherung.

https://www.welt.de/.../...Autoersatzteilen-ist-der-grosse-Renner.html

@mozartschwarz
Glaube ich gerne.
Aber Reputation erwirbt sich ein Hersteller, bei dem Dinge instandgesetzt werden müssen, die von einer breiten Öffentlichkeit auch akzeptiert werden.
Beispiel:
Bremsenverschleiß oder Koppelstangen für Stabilisatoren halte ich für vertretbar.

Sobald man sich fragen muss, ob man eine bestimmte Motorenbaureihe besser nicht kauft, leidet das Ansehen.

Besser wäre, wenn in der Öffentlichkeit folgende Meinung vorherrscht:
"Nimm einen XYZ. So lange der trocken ist und rund läuft, wird der halten."

Irgeneinen Käse muß Opel halt immer machen. Entweder schlechte Karossen oder schlechte Motoren bzw. Getriebe. In den 70ern waren es die unterdurchschnittlichen Fahrwerke.
Im Gegensatz zu Audi, VW und Mercedes hat Opel es auch nicht in Endachzigern oder Neunzigern geschafft ein nahezu perfektes Auto zu bauen. Audi (letzter Audi 80, 100), VW (Golf2, Passat B3-5) und Mercedes (190er und W124) zehren immernoch von dem Ruf, denk ich. Bei Opel (Kadett E, Omega A+B, Vectra A+B, Astra F usw.) ist dann das Opelgold in den Köpfen geblieben. Im neuen Jahrtausend wurde es mit dem Rost etwas besser, dafür geht es technisch zurück. Gerade mit den Kettenmotoren und dem M32.
Die alten Opelmotoren, also die aus den 70ern, hatten auch Ketten, die Ketten taugten allerdings zum abschleppen von LKW und die Kettenräder hatten auch nicht die breite eines Fahrradritzel. Die Dinger klapperten zwar gern mal bei Gaswechsel aber übergesprungen sind die nicht.
Und mal ganz ehrlich.... Diesel konnte Opel eigentlich noch nie oder zumindest lange nicht. Die meisten waren zugekauft oder Treckermotoren oder beides.

Ihr schweift ein wenig ab 😉

Grüße
Steini

@steini111
Du hast leider recht. Sorry dafür! 😁😁😁

Final bleibe ich daher bei meiner Empfehlung für den 2.0 CDTI. Ich habe (in dieser Klasse) noch nichts Problemloseres gefahren.

Zitat:

Diesel konnte Opel eigentlich noch nie oder zumindest lange nicht. Die meisten waren zugekauft oder Treckermotoren oder beides.

Der 2.0 DTI oder 2.2 DTI sind gute Motoren. Es waren die letzten Diesel Eigenentwicklungen von Opel.

Das 1.6er Kettenwunder ist auch ein GM, ich meine sogar der Neueste... Ich schrieb aber auch "zumindest lange nicht"

Ich find den 1.7er CDTI garnicht so schlecht, ist halt ein zugekaufter Isuzu, wurde gleich alles gekauft 😁 Problem sind bei dem aber u.U die Ersatzteilpreise, japnische Steuerung, da möchte man keinen Injektor kaufen müssen. Dann die Euro5, auch nicht unbedingt zukunftssicher..

@LotusOmega377
Der 2.0 CDTI stammt ursprünglich von Fiat, aber Du hast schon recht. Der Kopf ist Opel.

Wer ist denn gedanklicher Vater der 1.6er Diesel im J (und auch im K)?

Hmm, ich wusste gar nicht dass der 2,0cdti vom 2,0dti (Astra G) abstammt?

Ja, der zumindest Block und Kurbeltrieb sind steinalt.
Bei Fiat wurden die als 1.9 JTD vermarktet.

Die Opel 2.0 CDTI stammen aus einem Joint Venture, damit die Verwandtschaft nicht zu offensichtlich wurde. Dort wurde der Motor aber auch weiterentwickelt.

Ich dachte bisher, dass nur der 1,9cdti aus dem Astra H aus dem Joint Venture mit Fiat stammte, der aktuelle 2,0cdti eine komplette Neuentwicklung sei....

Grüße
Steini

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