welche Leistung/Drehmont hat der 1,9 TDI PD mit 130 Ps bei 1500 u/min
Hallo Leute
welche Leistung/Drehmont hat der 1,9 TDI PD mit 130 Ps bei 1500 u/min
Hintergrund ist der das ich mir aus einen TDI Motor einen Generator bauen möchte
gibt es dazu ein Leistungsdiagram? oder das passende SSP
Danke im voraus
62 Antworten
Zitat:
@Rael_Imperial schrieb am 28. März 2022 um 20:46:30 Uhr:
Es sind bestimmt alles lösbare Probleme, aber spontan fallen mir einige Knackpunkte ein:
- Mechanisch stabile Verbindung von Motor und Generator
- Ausreichende Kühlung für Dauerbetrieb (kein Fahrtwind!)
- Stabile Drehzahlregelung
- Haltbarkeit eines PKW-Motors im stationären Dauerbetrieb
- …
Es gibt schon wilde Ghetto umbauten auch als Holzvergaser mit Golf Motor. 😁
Ich glaube das ich weiß was ich mache!
ich bin gelernter Elektriker und habe auch 30 Jahre Berufserfahrung im Anlagenbau
soll nicht heißen das ich die Weißheit mit den löffel gefressen habe! aber geht nicht gibs nicht
Sind schon toll gebrauchte und ausgereife Agregate zu verwenden aber was ich davon wenn mir die Einspritzpume oder ein anders wichtiges Teil kaputt geht! Bestellen und zwei Wochen drauf warten?
Bei einen TDI bekomme ich am Sonntag um 22:00 auch irgend wo ein Ersatzteil her weil jeder Schrauber/Verwerter sowas hat
hier kann man für kleines Geld ein Ersatzteilpaket auf vorrat legen
und so wie die Dinge stehen werden vermutlich drei sollche Agregate gebaut
aber dafür soll mal der Prototyp laufen
für den Käfermotor hat es sogar mal Bausätze gegeben
https://www.motor-talk.de/.../img-20130731-180910-i206135111.html
Okay, mit Deiner Ausbildung stehst Du natürlich schon mal gut da, keine Frage.
Ich bin in der PKW-Entwicklung zu Hause und erinnere mich an einen Motordauerlaufversuch. Dieser bestand aus einem wechselnden Lastprofil, also im Prinzip von Leerlauf bis Höchstdrehzahl und Volllast. Also wohlgemerkt: Keine Dauervolllast! Der Test war bestanden, wenn der Motor das 450 Stunden aushielt. Manche schafften den Test sogar zweimal hintereinander, aber dann waren sie fertig.
Wir reden hier also über ca. 19 bis 38 Tage!
Ein BHKW ist sicherlich für ganz andere Laufzeiten ausgelegt.
Ich habe aber verstanden, dass Du keinen Dauerbetrieb über Wochen oder gar Monate oder Jahre beabsichtigst, daher könnte es also funktionieren.
Ich will Dir Deine (sinnvolle!) Idee gar nicht ausreden oder madig machen, ich versuche nur Denkanstöße zu geben, um alle Aspekte zu bedenken. Ansonsten wünsche ich Dir viel Erfolg!
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Ich bin für jede Hilfe dankbar🙂
Die meisten bedenken habe ich bei der Software von MSTG.
Hier fehlt mir die Erfahrung und der Rest ist lösbar
Natürlich könnte ich mir eine soll/istwert Regelung bauen um die Drezahl stabil zu halten aber das möchte ich vermeiden!
Zitat:
@Go}][{esZorN schrieb am 28. März 2022 um 20:58:04 Uhr:
Vielleicht kommen die Zeiten ja wieder.
Vielleicht, wenn wir von den Rohstoffen weiter abgeschnitten werden und die preise weiter steigen werden.
Ich habe letzte Woche einen Bericht gelesen von einem Kohlehändler, der sich vor anfragen kaum mehr retten kann und die gute alte Küchenhexe von Oma, früher wertlos sind heute wieder sehr gefragt.
Ich finde die alte Holzvergaser Technik sehr interessant, man versuchte damals aus dem was zur Verfügung stand klar zukommen.
Ich glaube 98% der Leute heute wären mit der Situation von damals völlig Überfordert.
Armin Maiwalds Erzählung aus seiner Kindheit in der Nachkriegszeit ein Pullover herzustellen für uns heute unvorstellbar.
https://www.youtube.com/watch?v=2uJgf5vT6Ac
Zitat:
Die meisten bedenken habe ich bei der Software von MSTG.
Das ist kein großes Problem, Wegfahrsperre kann man ausprogrammieren.
Ein kleinerer Lader der früher anspricht wäre auch möglich und das Steuergerät lässt sich anpassen.
Man könnte auch komplett auf Elektrik verzichten und eine mechanische einspritzpumpe verbauen.
Zitat:
@Kasperl 145 schrieb am 28. März 2022 um 21:22:04 Uhr:
Die meisten bedenken habe ich bei der Software von MSTG.
Wie in einem früheren Beitrag schon erwähnt, habe ich so etwas schon häufiger gemacht. Ich bin aber kein Tuner, sondern Entwickler. Das heißt, dass ich vollen Zugriff auf die Steuergerätedaten mit einer Applikationssoftware hatte, sowie die komplette Software-Dokumentation.
Bei vielen Fahrzeugen ist es so, dass im Stand die Drehzahl auf einen bestimmten Wert begrenzt ist, oftmals im Bereich von 2000 - 3000 1/min. Den Wert könnte ein Tuner eventuell auf den von Dir benötigten Wert setzen (1500/3000 1/min). Ob in diesem Zustand aber Volllast möglich ist, weiß ich nicht. Dazu müsste ich in die Doku schauen.
Aber hier sind wir wieder bei dem Punkt, was alles schief gehen kann und welche Bedenken ich habe.
Zitat:
Bei vielen Fahrzeugen ist es so, dass im Stand die Drehzahl auf einen bestimmten Wert begrenzt ist, oftmals im Bereich von 2000 - 3000 1/min. Den Wert könnte ein Tuner eventuell auf den von Dir benötigten Wert setzen (1500/3000 1/min). Ob in diesem Zustand aber Volllast möglich ist, weiß ich nicht. Dazu müsste ich in die Doku schauen
Die lässt sich ausprogrammieren.
So ein moderner Diesel würde ich aber nicht empfehlen, wenn auch Pflanzenöl verfeuert wird.
Schau nach einem Golf 3 1,9tdi Motor das reicht völlig, mechanische einspritzpumpe rein und fertig.
Servus,
mal n paar Gedanken von mir zu dem Thema, eher unsortiert:
Zuerst: Hat das zufällig mit der momentanen Lage zu tun? Hab auf solche Themen in dem Forum hier nur gewartet.
Dann mal grundsätzlich zur Dimensionierung:
Was hast du mit >25kW pro Haushalt vor? Im Notfall? Jetzt mal ernsthaft: Wenn der Herd Vollgas gibt, alle Lichter brennen, die Waschmaschine heizt und der Staubsauger läuft und das noch immer alles gleichzeitig, bist immer noch unter 10kW. Alles andere ist dagegen eh Peanuts.
Und wenn du im Notfall davon ausgehst, dass du halt nacheinander kochen und waschen musst, bist du eher so bei 3-5kW/Haushalt. Die Bude heizen willst du ja sowieso mit dem Kühlwasser.
Ich würde mich da rein von den Dimensionen eher mal so in der Reisemobilecke umsehen, was die so für elektrische Leistungen kalkulieren, da sind wir solarbetrieben eher so bei 1-3kW, und das auch nur tags (wo auch der Speicher für die Nacht gefüllt werden muss) und die kommen auch über die Runden.
Nicht falsch verstehen, es geht nicht um Diesel oder Solar, sondern darum, dass du unabhängig von der Quelle meiner Meinung nach 10fach übers Ziel hinausschießt.
Dann zur elektrischen Dimensionierung: Gibt's schon nen Plan, wie die 50kW auf Niederspannungsebene (nehm ich mal an) dann vom Generator wegkommen? Das ist ja schon bald Trafostationsniveau. Bist du dir sicher, dass du das willst?
Also: Entweder uns mal reinen Wein einschenken, was du damit vor hast, oder ganz grundlegend die Dimensionierung überdenken.
Zurück zum Grundlegenden: Tatsächlich ist Blockheizkraftwerk der falsche Begriff. Was du hier neu erfinden willst, gibt's aber trotzdem schon, heißt NEA und steht z.B. beim THW zu hunderten rum. Da ist dann zwar auch kein TDI drin, sondern eher ein luftgekühlter Deutz oder so, aber das entspricht ja ebenfalls deiner Argumentation.
Wäre es nicht einfacher, bei der Vebeg oder so ein altes zu schießen und wieder herzurichten?
Einen TDI mit VEP zu verwenden ist ein bischen aufwendiger von der Anpassung des MSTG.
Hier muß das Steuergerät "gesockelt" weden um eine andere Software verwenden zu können.
Aber an den soll es nicht scheitern
Pro und Contra zwischen VEP oder PD muß ich noch abwägen in welche Richtung es gehen soll
was würdet ihr hier empfehlen?
@raphrav
Natürlich hat die jetzige politische Situation damit zu tun das ich dieses Projekt vorran treibe
Die dimension des Generators fällt des halb auf den 58KW weil die Differenz zu den nächst kleineren mit 34KW nur €300.- beträgt.
58KW. bei 1500 u/min wird zwar nicht funktionieren aber ich könnte jederzeit auf 3000 u/min umsteigen wenn es spitz auf knopf kommt.
Momentan hat mein Nachbar und ich nur Gas als Heizquelle und ein Heizstrahler hat nun mal 2KW
Wenn man eine Wärmepumpe betreibt hat man auch mit einen Anlaufstrom der um ein vielfaches der Nennleistung liegt und für das möchte ich diese Reserve haben
Für die Nutzung der Abwärme des Motors bin ich noch am überlegen wie das am besten genutzt wird
Entweder für das Warmwasser oder für die Heizung
deshalb bleibt mein angepeiltes Ziel 40KW. Dauerleistung bei 1500 u/min
welche Drehzahl am effizientesten ist werden wohl erst Tests zeigen
Zitat:
was würdet ihr hier empfehlen?
1,9l mit mechanischer verteilereinspritzpumpe. Das ganze läuft rein mechanisch ohne steuergerät.
Pumpe kann fett und mager nachgestellt werden.
Vorförderbeginn kann mechanisch nachgestellt werden (wichtig für multifuel)
Ladedruck anreicherung über druck Dose.
Pumpe düse/commonrail Motoren sind deutlich komplizierter, haben wfs im Tacho (Golf 4 und co), Canbus und elektrisches Gaspedal.
OBD stecker sitzt im innenraumkabelbaum.
Bedeutet man brauch sicherungskasten, Motorkabelbaum, teil des innenkabelbaums und das Elektrische Gaspedal, zündschloss, tacho.
War das Fahrzeug ein Automatik dann ist der Getriebekabelbaum mit dem Motorkabelbaum verknüpft.
Wieviel kabelbaum dich erwartet kannst du gerne mal hier sehen, ab Minute 13 min wird der Kabelbaum von einem mercedes w210 gezeigt wie er für den Stationärbetrieb vorbereitet wird.
Ein Golf 4 Pumpedüse kabelbaum sieht ähnlich wild aus.
Zitat:
@Anarchie-99 schrieb am 28. März 2022 um 23:12:14 Uhr:
Zitat:
was würdet ihr hier empfehlen?
1,9l mit mechanischer verteilereinspritzpumpe. Das ganze läuft rein mechanisch ohne steuergerät.
Pumpe kann fett und mager nachgestellt werden.
Vorförderbeginn kann mechanisch nachgestellt werden (wichtig für multifuel)
Ladedruck anreicherung über druck Dose.Pumpe düse/commonrail Motoren sind deutlich komplizierter, haben wfs im Tacho (Golf 4 und co), Canbus und elektrisches Gaspedal.
OBD stecker sitzt im innenraumkabelbaum.
Bedeutet man brauch sicherungskasten, Motorkabelbaum, teil des innenkabelbaums und das Elektrische Gaspedal, zündschloss, tacho.
War das Fahrzeug ein Automatik dann ist der Getriebekabelbaum mit dem Motorkabelbaum verknüpft.Wieviel kabelbaum dich erwartet kannst du gerne mal hier sehen, ab Minute 13 min wird der Kabelbaum von einem mercedes w210 gezeigt wie er für den Stationärbetrieb vorbereitet wird.
Ein Golf 4 Pumpedüse kabelbaum sieht ähnlich wild aus.https://www.youtube.com/watch?v=rOB1b0iVzdQ
vor den Kabelbaum habe ich absolut keine Angst
IMMO off ist auch kein Thema
Wenn möglich möchte ich auch das KI von Spernderfahrzeug verwenden um Störungen leichter zu erkennen
ein Raspberry soll mir ein Monitoring aller wichtigen daten (Überwachung aller 3 Phasen,Frequenz,Spannung und auch fehler von OBD) ermöglichen
Zitat:
@motor_talking schrieb am 26. März 2022 um 12:25:51 Uhr:
https://media.springernature.com/.../289151_8_De_3_Fig11_HTML.gif
Such doch das Kennfeld des TDI raus. Dann siehst du, dass weder 1500 noch 3000 U/min für dein Vorhaben taugen. Bei ca. 2200 - 2300 U/min und 80 - 90% Last hast du 200g/kWh Verbrauch. Dann bringt der auch seine 70kW. Bei 1500 U/min mit +50% Leistung "tunen" ist Unsinn, den Mitteldruck überlebt der Motor nicht.
Du verballerst aber immer noch 70x200g = 14kg Diesel in der Stunde. Das sind 17l und 170kWh Heizenergie.
Kostenpunkt 20 Euro (steuerfrei) für ca. 60kWh elektrische Energie ohne Wartung etc. und 100kW Heizleistung mit denen man nichts anfangen kann. Ein modernes Haus braucht 10 - 50 W/m2 Heizung. Mini-BHKW waren bei der letzten Ölkrise 1980/81 auf Basis des VW Diesel auch mal "der Geheimtipp" und sind nie was geworden.
Man sollte sich auch durch den Kopf gehen lassen, dass ein PKW-Motor auf etwa 4000 Betriebsstunden ausgelegt ist. Das ist im Dauerlauf nichtmal ein halbes Jahr. Man darf nicht vergessen, dass 4000 Betriebsstunden etwa 240.000km Laufleistung entsprechen. Ölwechsel wäre dann analog dazu alle 300h zu machen.
Mit der heutigen Leistungselektronik würde ich auch keinen einfachen Generator verbauen, sondern eine Permanentmagnet-Synchronmaschine mit einem Inverter. Hätte den Vorteil, dass der Motor in seinem effizientesten Bereich arbeiten kann (2200-2500U/min) und dennoch eine stabile 50Hz-Wechselspannung erzeugt würde.
Wie funktioniert's? Die PMSM erzeugt Energie (Spannung und Frequenz abhängig von der Motordrehzahl). Der nachgeschaltete Inverter wandelt diese Energie nun in konstante 230V/50Hz. Ist heute Stand der Technik. Findet man bei den Stromerzeugern mit Invertertechnik.
Man spart sich ein Reduktionsgetriebe, die Funktion übernimmt der Inverter. Mehr noch, man kann nun je nach Last nicht nur das Motordrehmoment anpassen, sondern auch die Motordrehzahl. Das erlaubt bei niedriger elektrischer Last, den Diesel mit niedriger Drehzahl laufen zu lassen (das spart Geräusch, Verschleiss und steigert die Effizienz), kann aber bei hoher elektrischer Last den Diesel auch mal voll auf 4400U/min hochfahren und so die volle Leistung von über 90kW abrufen.
Grüße,
Zeph