Welche Erfahrungen habt ihr mit Linienbusfahrern gemacht?
Hallo zusammen,
in unserer Region Düsseldorf / Mettmann glauben die meisten Busfahrer, sie hätten eine eingebaute
Vorfahrt, habe diese Woche wieder erlebt, dass ein Busfahrer voll auf mich draufgehalten hat, als auf
Seite des Busfahrers PKW parkten, ich mußte bestimmt 100 Meter zurücksetzen,
Der Busfahrer hätte ohne weiteres rechts vor den parkenden Fahrzeugen fahren können und mich
durchlassen können, aber Rücksicht und StVo scheinen viele Busfahrer nicht zu kennen.
Solche und ähnliche Situationen erlebe ich hier immer wieder
103 Antworten
Wie geschrieben, - niemand muss mir erklären, wie ich das Lenkrad einzuschlagen habe. Das gilt beispielsweise auch für das Längseinparken zwischen zwei Reisebusse an Autobahnrastanlagen.
Das nicht, weil ich mich für einen talentierten KOM-Fahrer halte, sondern da das "zielgenaue" Rückwärtsfahren - wenn möglich mit Unterstützung eines Sicherungspostens - zum "Handwerkszeug" eines jeden LKW-/Busfahrers zählen sollte.
Unter den Linienbusfahrern gibt es nicht mehr, eher weniger Chaoten, wie bei den übrigen Verkehrsteilnehmern.
Anzahl der Vorfahrtsverletzungen des örtlichen Linienbusses, wenn ich aus meiner Wohnstraße (30iger Zone, rechts vor links) komme? In 11 Jahren genau 1x.
Anzahl der Vorfahrtsverletzungen der übrigen Verkehrsteilnehmer (PKW, LKW, Radfahrer), wenn ich aus meiner Wohnstraße komme? In 11 Jahren ungezählte Male.
Wie oft hat ein Linienbus vor mir ausgeschert, obwohl ich bereits am Überholen war? Bisher nicht einmal.
Wie oft hat dies ein anderer Verkehrsteilnehmer gemacht? Der Letzte erst am Freitag und hat mich dann an der nächsten Kreuzung noch dämlich angeschaut.
Wie oft hat ein (Linien-)-Bus oder LKW-Fahrer auf der BAB überholt, sich in den Sicherheitsabstand gequetscht, stark gebremst, damit er die Ausfahrt noch schaffte? Bisher nicht einmal. Bei PKW/Transporter-Fahrern erlebe ich das oft.
Die Beispiele könnte man seitenlang fortführen...
Wie gesagt - bei meinem Beispieleine Seite zuvor kommt es sehr häufig vor. Ich glaube aber nicht dass es mit Absicht sondern eher Unwissenheit ist. Man trifft da auch auf den ein oder anderen PKW der da einfach denkt es wäre rechts vor links obwohl durch die freien Schilder eindeutig geregelt.
Dennoch nicht ok davon beiden Seiten.
Hier dürfte es eher die Macht der Gewohnheit sein. Die durchgehende Straße hat ab Beginn keine Beschilderung, ist dann innerorts eine 30iger Zone und erst nach der 30iger Zone gibt es ein Vorfahrtsschild an einer Querstraße. Ein paar Meter weiter bereits wieder Vorfahrt achten.
Zwei Querstraßen rechts, zwei links, mit wenig Verkehr. Dann wird die durchgehende Straße meist mit 50 befahren und auf Querverkehr nicht geachtet. Selbst die, die dort täglich fahren, achten auf nichts.
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Verstehe deine Argumentation nicht. Warum ist innerorts auf einer nicht beschilderten Straße 30? Bitte die Regel aus der STVO o.ä. (Oder habe ich dich falsch verstanden?)
Und wo ist da eine 30er Zone wo danach erst ein Vorfahrtschild kommt?
Ich finde in dem Fall die Situation eindeutig und auch gut beschildert. Die Kreuzung ist sogar großzügig und einsehbar. Daher verstehe ich nicht warum da so oft die Vorfahrt genommen wird.
Wie es auf dem Land ist weiß ich nicht, aber ich habe auch Verständnis dafür was ein Busfahrer in Berlin für Schwierigkeiten hat. Der wahnsinns Verkehr, der Berliner Autofahrer der nicht für seine Freundlichkeit bekannt ist, im Doppeldecker 130 Fahrgäste und bei enggetackteten Linien wo alle 3 - 5 Minuten ein Bus kommt, klebt schnell mal der nachfolgende Wagen hinter einem. Dann kommen die an der Endhaltestelle mit einer Verspätung an das die Zielanzeige umgestellt wird und die wilde Fahrt geht zurück.
Ein Job den nicht jeder auf Dauer schafft.
Als Pkw-Fahrer verhalte ich mich gegenüber Linienbussen eher passiv und versuche Konfrontationen zu vermeiden. Im Zweifel ist der Bus ja immer größer und stärker.
Als Radfahrer allerdings hatte ich mehrere Negativerfahrungen mit Linienbussen. Seitenabstand ist für viele Busfahrer ein Fremdwort und das Schneiden nach dem Überholen ist oft Standard. Auch beim Anfahren von der Bushaltestelle bin ich schon häufig als vorbeifahrender Radfahrer einfach ignoriert worden.
Wenn ein Radweg links(!) an einer Bushaltebucht vorbeiführt, bin ich auch sehr vorsichtig geworden. Ist halt auch ein Problem mit dem toten Blickwinkel für den Busfahrer. Dann bleib ich lieber als Radfahrer stehen und lass den Bus vor, sobald ich erkenne dass die Türen zugehen und der Bus wohl kurz darauf Gas gibt.
Ich habe vor Linienbusfahrern in Städten einen extremen Respekt. Es ist eng, unglaublich viel Verkeher, unübersichtlich und die Fahrgäste lenken bestimmt auch nicht wenig ab.
Und zwingend angewiesen sind die Busfahrer auf Umsichtige Verkehrsteilnehmer die auch mal einen Meter mehr denken können als die STVO von ihnen verlangt. Bei mir im Wohngebiet gibt es diverse Kreuzungen wo keinerlei Vorfahrt in Kombination mit einem Bus funktioniert weil der einfach nicht um die Ecke kommt so lange ein Fahrzeug auf der einzufahrenden Straße steht. Da muss der Bus laufend auf seine Vorfahrt verzichten. im gegenzug verzichte ich oft an Engstellen für die Busfahrer auf meine Vorfahrt.
Auch kann ein Busfahrer an einer Einmüdung einfach nicht so lange warten bis dann mal "die perfekt freie Lücke" zwischen Radfahrern, Fußgängern und Durchgangsverkehr ist. Der muss rausziehen sobald es für alle Beteiligten möglich ist gefahrlos zu bremsen, sonst schafft der einen Fahrplan einfach nicht weil er an jeder Ecke 15 Minuten warten müsste. Daher ist oftmals eben auch ein höheres Maß an Dreistigkeit bei den Busfahrern vorhanden was Vohrfahrten und Vorränge betrifft. Hier zählt einfach mal das Wohl der Vielen gegen das der Wenigen.
Und eins sei gesagt - wenn es hart auf hart kommt und irgendwer meint gegen den ÖPNV und dessen Fahrer hetzen zu müssen, dann wisst ihr alle wie das für den "ach so wichtigen" Individualverkehr heutzutage ausgehen wird.
Also seid froh dass irgendwelche schlecht bezahlten Kettenraucher sich diesen Job mit mieser Bezahlung und noch mieseren Schichtplänen antun, und rechnet weiterhin mit waghalsigen Aktionen im Straßenverkehr.
...nein, alles muß man sich sicher auch nicht von einem Busfahrer gefallen lassen.
Wenn man sich bereits neben einem Bus, der in einer Haltestelle steht befindet, dann kann man sich auch nicht einfach in Luft auflösen... wenn der Fahrer meint rücksichtslos einfach rausziehen zu müssen.
Lustig, komisch finde ich den Beitrag von @Glg11 ... während die meisten Radfahrer LKWs gegenüber, die Gefahrsituation beim rechts abbiegenden LKW kennend lebensmüde und rücksichtslos in die toten Winkel fahren und es regelrecht provozieren, den LKW Fahrer in Bedrängnis zu bringen rudert man hier plötzlich zurück... weil das ist ja der arme gute Busfahrer vom politsch, ideologisch gewünschten ÖPNV... und das andere der böse LKW, den wir nicht wollen.
@Haasinger
Ein dickes Dankeschön für Deinen jüngsten Beitrag. Selbst dann, wenn ich keinen Tabakrauch konsumiere und die miesen Schichtpläne (im Einvernehmen mit meinem Arbeitgeber) hinter mir gelassen habe 🙂
Zitat:
@PeterBH schrieb am 22. Januar 2023 um 16:18:07 Uhr:
Unter den Linienbusfahrern gibt es nicht mehr, eher weniger Chaoten, wie bei den übrigen Verkehrsteilnehmern.Anzahl der Vorfahrtsverletzungen des örtlichen Linienbusses, wenn ich aus meiner Wohnstraße (30iger Zone, rechts vor links) komme? In 11 Jahren genau 1x.
Anzahl der Vorfahrtsverletzungen der übrigen Verkehrsteilnehmer (PKW, LKW, Radfahrer), wenn ich aus meiner Wohnstraße komme? In 11 Jahren ungezählte Male.
Wie oft hat ein Linienbus vor mir ausgeschert, obwohl ich bereits am Überholen war? Bisher nicht einmal.
Wie oft hat dies ein anderer Verkehrsteilnehmer gemacht? Der Letzte erst am Freitag und hat mich dann an der nächsten Kreuzung noch dämlich angeschaut.
Wie oft hat ein (Linien-)-Bus oder LKW-Fahrer auf der BAB überholt, sich in den Sicherheitsabstand gequetscht, stark gebremst, damit er die Ausfahrt noch schaffte? Bisher nicht einmal. Bei PKW/Transporter-Fahrern erlebe ich das oft.Die Beispiele könnte man seitenlang fortführen...
Amen!
Meine Erfahrungen decken sich bei uns auf dem Land, wie auch in Hamburg mit deinen. Bin sehr zufrieden mit den Jungs und Mädels.
Meine "schlimmste" Erfahrung hatte ich als Fahrgast in Hamburg, als an einer Haltestelle sich eine Gruppe Halbstarker mit einem großen Frauanteil tümmelte. 4 Leute sind eingestiegen und die hatten sich lautstark mit den restlichen draussen gestritten. Beim Einsteigen flogen dann 2 volle Bierflaschen auf den Bus. Die eine traf eine Seitenscheibe, die andere ist vorne beim Einstieg irgendwo zerschellt und hat dort sämtliches Chaos angerichtet. Einer von den vieren die einstiegen wurde scheinbar von einem der Glassplitter an der Hand erwischt und hat dann erstmal den Bus wie ein Schwein vollgeblutet. Bus wurde verriegelt und Polizei gerufen usw.
Da musst du als Busfahrer auch erstmal Ruhe bewahren.
Ich kann mich PeterBH da nur anschließen.
Und grundsätzlich habe ich mit Linienbusfahrern keine negativen Erfahrungen, das sind in aller Regel geübte, umsichtige Fahrer, die einfach nur ihren Fahrplan einhalten wollen und keine Lust haben, durch einen Unfall aufgehalten zu werden oder endlose Fragebogen des Arbeitgebers und "Verlust- / Schadensmeldungen" auszufüllen.
Nur leider erweckt das in mir natürlich auch eine gewisse Erwartungshaltung, dass jeder Busfahrer sehr umsichtig und sorgfältig ist. Wenn das dann mal nicht der Fall ist, rege ich mich um so mehr auf. Was aber nicht daran liegt, dass Busfahrer grundsätzlich Verkehrsrüpel sind, sondern daran, dass meiner Erwartungshaltung nicht entsprochen wurde und ich deshalb womöglich selber in einem Moment der Unaufmerksamkeit kalt erwischt wurde.
Zitat:
@DoubleDrago schrieb am 22. Januar 2023 um 08:48:01 Uhr:
Aufgrund des öffentlichen Charakters haben Busse tatsächlich Vorfahrt.
Das ist falsch. Lediglich das abfahren aus Haltebuchten sollte man ihnen vorrangig ermöglichen, aber auch hier haben sie vom Grundsatz her keine Vorfahrt.
Zitat:
@trollfahrer schrieb am 22. Januar 2023 um 08:42:30 Uhr:
in unserer Region Düsseldorf / Mettmann glauben die meisten Busfahrer, sie hätten eine eingebaute
Vorfahrt, habe diese Woche wieder erlebt, dass ein Busfahrer voll ...
Als Essener der täglich durch D'dorf fährt bestätige ich zumindest den Eindruck das Bus- und Tramfahrer in D'dorf anders ticken ... und ich kann nicht behaupten das sie besser ticken als in Essen bzw. den direkten Nachbarstätten.