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Was ist die genaue Definition des Wortes"Motor"im Kfz-Bereich

Themenstarteram 14. September 2011 um 18:00

Hallo erstmal,

es handelt sich hierbei um einen Streitfall mit dem sich im Moment ein Gericht beschäftigen muss.Folgendes zur Vorgeschichte.Es wurde von einem Bekannten vor einigen Monaten ein Oldtimer ersteigert.Laut Artikelbeschreibung ein Kfz zum restaurieren oder herrichten,Bilder waren keine eingestellt,also nur der Text.Mein Bekannter stellte daraufhin die Frage ob der "Motor"dreht.Die Frage wurde mit "Ja"beantwortet.Das Fahrzeug wurde daraufhin ersteigert.Bei der Abholung musste er feststellen das im Motorraum lediglich der Rumpfmotor eingebaut war,also der Motorblock mit Kurbelwelle,Pleuel und Kolben.Alles andere,Zylinderkopf + Anbauteile,Zündung,Vergaser usw.lag komplett zerlegt im Kofferraum.Die Frage wäre nun was man genau als einen Motor bezeichnet.Ist ein "Motor" eine komplettes Aggregat incl. Zylinderblock und Anbauteilen oder kann man einen Rumpfmotor,also nur den Block incl. Kurbelwelle und Kolben schon als Motor bezeichnen.Was genau ist also gemeint wenn man von einem "Motor"spricht.Besten Dank für eure Hilfe und Grüsse von Conrad.

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14 Antworten

Habt ihr den Text der Artikelbeschreibung (eventuell ein Link) auch noch?

Habt ihr auch die Fragestellung von deinen Freund, das der Motor "dreht" und die Antwort vom Verkäufer schriftlich vorliegen?

 

Viktor

Wenn ausgesagt wird: "der Motor dreht" ist das im Oldtimerjargon eine Zusicherung, dass der Motor nicht fest ist. Nicht "fest" im Sinne von "gefressen", nicht festgerostet, Kurbelwelle, Pleuel usw. freigängig. Anspringen oder gar das Fahrzeug bewegen muss der nicht. Das ist damit nicht gemeint. Daher müssen nach meiner Erfahrung nicht einmal alle Anbauteile beiliegen. Zündungsteile, Vergaser könnten fehlen. Die Schwungscheibe darf einen Sprung aufweisen, kann kaputt sein. Wenn der Motor dreht, kann er sogar beim ersten Zünden auseinander fallen, Pleuel oder Kurbelwelle brechen.

Der Sinn dieser Zustandsbeschreibung liegt darin, dem Käufer klar zu machen, dass der Verkäufer nicht weiß oder nicht zusichert, dass der Motor jemals das Fahrzeug wird antreiben können.

Das ist nicht arglistig oder betrügerisch zu verstehen. Oftmals weiß der Verkäufer wirklich nicht mehr. Wenn der Motor 36 oder 54 Jahre in einer Ecke lag? Ich habe auch einen seltenen Motor in der Werkstatt liegen. Es ist nur der Rumpf, der geschlossenen Block. Anbauteile wie Vergaser liegen daneben. Wenn ich den verkaufen würde, würde ich nur überprüfen ob er "dreht". So würde ich ihn anbieten. Ich weiß nicht, ob der jemals wieder ein Auto antreiben kann. Ein üblicher Vorgang!

Themenstarteram 14. September 2011 um 18:24

Hallo Viktor,

alles vorhanden,liegt bereits beim Anwalt.Der Text von der Artikelbeschreibung und die gestellte Frage sowie die daraufhin folgende Antwort.Gibt es alles schriftlich.Die Artikelbeschreibung war lediglich ein Einzeiler mit dem Wortlaut."Mercedes Pagode 230 SL zum ausschlachten oder herrichten".Wenn man jedoch eine Frage stellt muss diese wahrheitsgemäß beantwortet werden.Erfolgt eine Antwort muss diese natürlich der Wahrheit entsprechen und das war seiner Ansicht hier nicht der Fall.Er hat einen Motor erwartet bei dem sich zumindest die Nockenwelle mitdreht wenn man durchdreht,egal ob mit dem Anlasser oder an der Riemenscheibe vorn mit einem Schraubenschlüssel,die Nockenwelle lag jedoch im Kofferraum.Grüsse

Themenstarteram 14. September 2011 um 18:30

Vielen Dank für deine Ausführungen.Es geht hierbei jedoch nicht um einen Oldtimerjargon sondern um die genaue Bezeichnung was unter einem Motor zu verstehen ist.Ein "Rumpfmotor"ist eindeutig und unmissverständlich.Was ist aber ein "Motor".Grüsse

Die Nockenwelle soll sich auch drehen? Jetzt wird es schwierig. Die gehört eigentlich dazu. Wenn der Motor dreht müsste sich die mitdrehen. Und genau das konnte oder wollte der Verkäufer offensichtlich nicht feststellen. Die Beschreibung "Motor dreht" ist daher nicht sicher. Konnte der Verkäufer wissen, dass seine Beschreibung nicht sicher ist?

Zitat:

Was ist aber ein "Motor".Grüsse

Ok, einem Motor, bei dem der Zylinderkopf nicht angebaut ist, fehlt ein wesentliches Teil. Das ist dann kein Motor mehr.

Edit: insofern ist die Aussage: "Motor dreht" falsch.

Themenstarteram 14. September 2011 um 18:38

Der Verkäufer war sehr wortkarg.Sein einziger Kommentar auf die Frage"dreht der Motor" war "Ja".Er hätte zumindest erwähnen müssen das er damit nur den "Rumpfmotor" meint,der Rest im Kofferraum lag.Grüsse

Hallo Conrad

Schau mal, vielleicht findest du hier eine Antwort auf deine Frage.

Auch hier bei Motor.talk gibt es einen eigenen Bereich der sich mit Oldtimern beschäftigt, frag auch dort mal nach.

Habt ihr schon bei "google" auch mal gesucht.

Es gibt sicher noch mehrere Foren, die sich auch mit Oldtimern beschäftigen.

Viktor

Themenstarteram 14. September 2011 um 20:19

Hallo Viktor,werd`s mal versuchen,vielen Dank für deine Bemühungen.Auf jeden Fall muss mal ein Sachverständiger befragt werden.Grüsse von Conrad

Nach herrchender Meinung (h.m.; ist der Durchschnitt von normal denkender Bürger, bezüglich deiner Frage) ist ein Motor...der gesamte Block...also Zylinderkopf und Kurbelwellenblock...ohne Anbauteile wie Getriebe, Vergaser, Lichtmaschine...etc. ;)

Ersteigert? Schon gezahlt? Das macht man doch bei Übergabe! Wagen mit genommen? Wer erst zahlt und dann schaut, hat selber schuld! Geld weg, Pech gehabt...! Ab zum Anwalt und tschö...!

Wenn noch nicht gezahlt, Wagen steht noch beim Verkäufer und der Verkäufer pocht auf Zahlung, erst mal auf Schreiben vom Amt/Gericht warten! (Alles vom Anwalt, hat keine tiefere Bedeutung! Alles nur Drohung!) Meist gehen Verkäufer den Gerichtsweg nur, selten. Die Chancen sind meist gering. Solange, benötigt man keinen Anwalt. Kostet nur unnötig Geld!

MfG

Themenstarteram 15. September 2011 um 1:31

Die Klage ist bereits da.Wurde vorhin von einem Sachverständigen für Kfz-Wesen aufgeklärt,amtlich vereidigt und des öfteren tätig vor Gericht.In diesem Fall war nur das Kurbelgehäuse verbaut.Man kann also ein Kurbelgehäuse mit einer darin befindlichen Kurbelwelle,Pleuel und Kolben nicht mit dem Begriff "Motor" bezeichnen.Wurde mir eben telefonisch geschildert,morgen kommt die Schriftform ausführlich per E-mail.Gab wohl bereits einen Vergleichfall,muss er aber erst raussuchen.

Mit einem "Motor" wird sogar das komplette Aggregat gemeint,incl.aller Anbauteile.Ein Teil davon muss somit auch dementsprechend bezeichnet werden und fällt nicht unter einen Oberbegriff.Ein einfaches "ja,der Motor dreht"war demzufolge nicht ausreichend und irreführend.Mann könnte sogar eine gewisse Arglist unterstellen.

Dann hat sich das Thema ja erledigt. Alles andere obliegt dem Richter!

MfG

Johnes

MT-Moderation

*** CLOSED ***

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