Warum sind (gerade deutsche) E-Autos früh abgeregelt?
Hallo,
gibt es eigentlich irgend eine Erklärung warum die E-Autos ausgerechnet der deutscher Hersteller alle so geringe Höchstgeschwindigkeiten haben? Bei den Verbrennern ist es den Deutschen scheinbar immer wichtig, dass man möglichst nah an die 250 kommt und wenn man die sogar schafft, wird gerne noch Geld bezahlt um die Sperre aufzuheben.
Aber E-Autos? Warum werden selbt offensichtliche Sportwagen wie der i4 M50 bei 225 eingebremst? Die meisten EQ-Modelle von Mercedes trödeln irgendwo bei 160 herum und selbst Porsche lässt den Taycan nicht mal annähernd Richtung 300 laufen. Warum kann nur Tesla schnell? An der reinen Leistung wird es ja wohl nicht liegen oder? Vor allem sind die Teslas ja auch nicht erst seit kurzem schnell unterwegs, schon der P85D konnte 250 fahren.
[Titel von Motor-Talk angepasst]
173 Antworten
Zitat:
@Martyn136 schrieb am 11. Januar 2022 um 16:17:14 Uhr:
Das ist auf jeden Fall ein intressantes Thema, das ich bislang noch ganz übersehen hab.Nach 250 km/h oder mehr dürstet es mich wirklich nicht, denn das schaffen ja garnicht mal soviele Verbrenner. Bislang waren alle Autos die persönlic besessen hab mit 210-217 km/h eingetragen. Und wenn ich mal die Möglichkeit hatte ein Auto mit höherer Höchstgeschwindigkeit zu fahren, bin ich es auch nie ausgefahren.
Aber genau as wären eben meine Anforderungen an ein Elektroauto, so 180 km/h Dauerreisegeschwindigkeit und 210 km/h kurzzeitige Overboost-Geschwindigkeit für ein paar Minuten. Damit man eben schön mit 140-170 km/h dahincruisen kann ohne schon ganz am Anschlag zu sein.
Aber Elektroautos die schon bei 140-160 km/h abregeln (z.B. Mazda MX-30 (140), Mini Cooper SE und DS3 Crossback E-Tense (150), Audi Q4 e-tron 35 (160) sind schon arg langsam,
Beitrag editiert, bitte das Topic beachten, Zimpalazumpala, MT-Moderator
Dem kann ich mich anschließen!
Ich hatte bislang nie das Bedürfnis deutlich über 200 km/h mit meinen Fahrzeugen zu fahren.
Aber die üblichen 150-160 km/h Höchstgeschwindigkeit der aktuellen "Brot-und-Butter" E-Autos sind mir dann doch zu wenig.
Das macht auch die vielfach gelobte bessere Beschleunigung von E-Fahrzeugen nicht wett. Ich kaufe mir kein Auto für den "Ampelstart" - aus diesem Alter bin ich heraus.
Auf einer leeren, freigegeben Autobahn aber dauerhaft nicht über 160 km/h zu kommen stört mich doch ziemlich.
Zitat:
@cafedelmar80 schrieb am 16. Januar 2022 um 21:35:56 Uhr:
Aber die üblichen 150-160 km/h Höchstgeschwindigkeit der aktuellen "Brot-und-Butter" E-Autos sind mir dann doch zu wenig.
Ich bin früher ziemlich oft mit 250 und mehr, je nach Auto, über die AB gedüst. Das war wie Computerspiel. Man ist total fokussiert und ins Tempo versunken. Wie der Jäger auf der Pirsch.
Heute mit dem eAuto ist auf Langstrecke Tempo 110 angesagt. Da ist der Verbrauch einfach unheimlich niedrig. Und ich hätte nie gedacht, daß diese Art von Autofahren ebenfalls eine Menge Spaß macht. Auf eine andere Art und Weise. Ich unterhalte mich um Auto, schaue mir die Landschaft an, höre konzentriert ein Hörspiel … total Easy und super entspannend.
Zitat:
Das macht auch die vielfach gelobte bessere Beschleunigung von E-Fahrzeugen nicht wett. Ich kaufe mir kein Auto für den "Ampelstart" - aus diesem Alter bin ich heraus.
Das hat nichts mit Alter zu tun. Der „Ampelstart“ geht mit dem eAuto völlig unaufgeregt von statten. Flott beim Anfahren wegkommen ist ganz normales Autofahren und hat nix mit Pupertiergehabe zu tun. Da röhrt kein Motor, da drehen keine Reifen durch, da schaltet kein Getriebe runter (geht ja auch auf der Autobahn, wenn man einen LKW überholt), da wird die Hardware nicht übermäßig beansprucht.
Der Vorteil dieser Beschleunigung ist, dass man eine Menge Zeit spart und sehr effektiv unterwegs ist. Man muß in der Stadt nicht 60 fahren um die nächste grüne Ampel zu erwischen. Das ist ja schon wieder gefährlich, kann teuer werden und das streßt. Im eAuto ist‘s wie wenn man nur auf einen Knopf drückt. Zack, ich bin wieder auf dem Tempo wie bevor die Ampel rot wurde. Das Anhalten müssen nervt überhaupt nicht mehr.
Tempo 160 auf der Autobahn finde ich übrigens ein furchtbares Tempo. Zu schnell um das Rechtsfahrgebot vernünftig anwenden zu können, man mutiert zum Mittelspurschleicher, links bekriegt man sich mit denen welche 180 fahren wollen. Furchtbar.
Irgendwann kommt das Tempolimit doch und dann hat sich diese Diskussion erledigt.
Über 160 km/h fahren ist ein Phänomen der letzten 40 / 50 Jahre. Davor war die Mehrheit froh wenigsten 130 zu erreichen. 21 Millionen Käferfahrer zum Beispiel.
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Die Frage des "Warum" hat jetzt wenig bis nix mit überforderten Käfer und unterforderten GTIs zu tun.
Zitat:
Ich bin früher ziemlich oft mit 250 und mehr, je nach Auto, über die AB gedüst. Das war wie Computerspiel. Man ist total fokussiert und ins Tempo versunken. Wie der Jäger auf der Pirsch.
Heute mit dem eAuto ist auf Langstrecke Tempo 110 angesagt. Da ist der Verbrauch einfach unheimlich niedrig. Und ich hätte nie gedacht, daß diese Art von Autofahren ebenfalls eine Menge Spaß macht. Auf eine andere Art und Weise. Ich unterhalte mich um Auto, schaue mir die Landschaft an, höre konzentriert ein Hörspiel … total Easy und super entspannend.
Das hat nichts mit Alter zu tun. Der „Ampelstart“ geht mit dem eAuto völlig unaufgeregt von statten. Flott beim Anfahren wegkommen ist ganz normales Autofahren und hat nix mit Pupertiergehabe zu tun. Da röhrt kein Motor, da drehen keine Reifen durch, da schaltet kein Getriebe runter (geht ja auch auf der Autobahn, wenn man einen LKW überholt), da wird die Hardware nicht übermäßig beansprucht.
Der Vorteil dieser Beschleunigung ist, dass man eine Menge Zeit spart und sehr effektiv unterwegs ist. Man muß in der Stadt nicht 60 fahren um die nächste grüne Ampel zu erwischen. Das ist ja schon wieder gefährlich, kann teuer werden und das streßt. Im eAuto ist‘s wie wenn man nur auf einen Knopf drückt. Zack, ich bin wieder auf dem Tempo wie bevor die Ampel rot wurde. Das Anhalten müssen nervt überhaupt nicht mehr.
Tempo 160 auf der Autobahn finde ich übrigens ein furchtbares Tempo. Zu schnell um das Rechtsfahrgebot vernünftig anwenden zu können, man mutiert zum Mittelspurschleicher, links bekriegt man sich mit denen welche 180 fahren wollen. Furchtbar.
Irgendwann kommt das Tempolimit doch und dann hat sich diese Diskussion erledigt.
Ich denke wir kommen aus unterschiedlichen Welten mit unterschiedlichen Sichtweisen.
Wenn man so wie ich eher ländlich oder auf Autobahnen zu verkehrsberuhigten Zeiten unterwegs ist, löst eine "noch tollere" Beschleunigung (E-Auto) keine Begeisterungsstürme bei mir aus. So viele Ampelanlagen im Berufsverkehr habe ich gar nicht hier in der Gegend und auch nicht auf meinen (Cabrio-)Touren in der Freizeit. Ca. 8 Sekunden von 0-100 reichen mir persönlich völlig aus, so wie beim jetzigen Fahrzeug.
110 ist definitiv für mich auf der AB keine entspannte Geschwindigkeit, sondern eher ein Ärgernis auf freigegebener Strecke bei wenig Verkehr. Da ist ja gerade mal "etwas" über dem Landstraßen- bzw. Bundesstraßentempo.
160 -190 km/h finde ich persönlich eine "angenehme" Reisegeschwindigkeit.
Zitat:
@kartoffel911 schrieb am 17. Januar 2022 um 07:52:55 Uhr:
Tempo 160 auf der Autobahn finde ich übrigens ein furchtbares Tempo. Zu schnell um das Rechtsfahrgebot vernünftig anwenden zu können, man mutiert zum Mittelspurschleicher, links bekriegt man sich mit denen welche 180 fahren wollen. Furchtbar.
Pauschal ein Tempo zu nennen, wann man auf der Mittelspur mitschwimmt oder wann man zum Schleicher wird, das geht nicht. Das hängt einfach von den Verkehrsverhältnissen ab. So kann es z.B. einen Zustand geben, da schwimmt es sich mit 150km/h ganz gut mit und man ist an sich zufrieden mit dem Tempo. Nun kommt einer vor einem mit 120km/h ... den will man dann schon überholen. Jetzt kann man sich mit denen links "bekriegen" oder man geht halt kurzfristig auf 180 hoch, überholt und pendelt sich dann wieder bei 150 ein. Das kostet unter dem Strich nicht viel Energie und vermeidet "Krieg". Aber das geht leider so nicht, weil bei 160 abgeregelt. Dumm gelaufen. Ansonsten bräuchte ich auch nicht mehr als 160km/h, aber dieses mal kurz, u.a. um andere möglichst wenig zu stören, wäre schon gut.
Zitat:
@Tom9973 schrieb am 17. Januar 2022 um 17:10:44 Uhr:
Zitat:
@kartoffel911 schrieb am 17. Januar 2022 um 07:52:55 Uhr:
Tempo 160 auf der Autobahn finde ich übrigens ein furchtbares Tempo. Zu schnell um das Rechtsfahrgebot vernünftig anwenden zu können, man mutiert zum Mittelspurschleicher, links bekriegt man sich mit denen welche 180 fahren wollen. Furchtbar.
Pauschal ein Tempo zu nennen, wann man auf der Mittelspur mitschwimmt oder wann man zum Schleicher wird, das geht nicht. Das hängt einfach von den Verkehrsverhältnissen ab. So kann es z.B. einen Zustand geben, da schwimmt es sich mit 150km/h ganz gut mit und man ist an sich zufrieden mit dem Tempo. Nun kommt einer vor einem mit 120km/h ... den will man dann schon überholen. Jetzt kann man sich mit denen links "bekriegen" oder man geht halt kurzfristig auf 180 hoch, überholt und pendelt sich dann wieder bei 150 ein. Das kostet unter dem Strich nicht viel Energie und vermeidet "Krieg". Aber das geht leider so nicht, weil bei 160 abgeregelt. Dumm gelaufen. Ansonsten bräuchte ich auch nicht mehr als 160km/h, aber dieses mal kurz, u.a. um andere möglichst wenig zu stören, wäre schon gut.
Morgen...!
Man könnte aber genauso gut vorausschauend fahren und einfach vom Gas gehen, wenn man auf jemanden auffährt und gleichzeitig im Rückspiegel ein zügiges Fahrzeug kommen sieht. Denn Geschwindigkeiten lassen sich sehr schlecht einschätzen. So waren es anstatt der geglaubten 180 km/h dann doch eher um die 220 km/h.
Somit vergibt man unnötig Energie, stresst sich, weil man sich verschätzt hat und bremst einen anderen aus, der sich wieder denkt, hättest ja auch kurz warten können, da hinter und vor mir alles frei ist. 😉
MfG André
Zitat:
@cafedelmar80 schrieb am 17. Januar 2022 um 14:23:49 Uhr:
So viele Ampelanlagen im Berufsverkehr habe ich gar nicht hier in der Gegend und auch nicht auf meinen (Cabrio-)Touren in der Freizeit. Ca. 8 Sekunden von 0-100 reichen mir persönlich völlig aus, so wie beim jetzigen Fahrzeug.
Sehe ich auch so!
In den Kleindstädten gibt es hier oft garkeine Ampeln mehr. Die ein oder zwei Ampelkreuzungen die wir in den 90er Jahren noch hatten wurden zuletzt in Kreisverkehre umgebaut, und seitdem sind wir "ampelfrei".
Dann gehts über Bundesstrassen oder kurze Autobahnabschnitte in die Kreissstädte oder sonstige Mittelzentren. Da gäbe es zwar noch mehr Ampelkreuzungen, aber die typischen Pendlerarbeitsplätze sind eher in den Industriegebieten am Rand, ähnliches gilt auch für Einkaufszentren, Fastfood-Restaurants und Discos.
Mit allzuvielen Ampeln hat man es hier im Alltag nicht zu tun.
Da auch der letzte Beitrag erneut keinen Bezug zum Topic hatte und lenkende Hinweise geflissentlich ignoriert werden:
weiter Diskussionen zur Beschleunigung, Ampeln, Fastfood ... werden kommentarlos entfernt und sorgen für ungewünschten Modkontakt.
Ist ja nicht so, als ob es für solche Gespräche nicht den OT Thread gäbe.
Gruß
Zimpalazumpala, MT-Moderator
Was heißt denn das gerade deutsche Autos so früh abgeregelt sind? Mein Mazda MX-30 ist bei 140 km/h abgeregelt. Im Grunde ist das auch nicht schlimm. Wenn man weiter als 75 km kommen will, dann fährt man freiwillig max. 100 km/h. Der Verbrauch bei 140 km/h ist irgendwas bei 35 kWh/100 km. Der Akku hat aber nur 35,5 kWh Kapazität und kann davon auch nur 32 kWh nutzen.
Mir ist erst mit dem Enyaq aufgefallen, dass man mit 140 -150 schon zum "schnellsten Viertel" zählt und 130 eine gute Mitschwimmgeschwindigkeit ist, mit der man noch immer zur schnelleren Hälfte gehört.
Mit 130 Reisegeschwindigkeit und den abgeregelten 160 zum "mal schnell links raus und vorbei" kann ich gut leben.
Zitat:
@cafedelmar80 schrieb am 16. Januar 2022 um 21:35:56 Uhr:
Zitat:
@Martyn136 schrieb am 11. Januar 2022 um 16:17:14 Uhr:
Das ist auf jeden Fall ein intressantes Thema, das ich bislang noch ganz übersehen hab.Nach 250 km/h oder mehr dürstet es mich wirklich nicht, denn das schaffen ja garnicht mal soviele Verbrenner. Bislang waren alle Autos die persönlic besessen hab mit 210-217 km/h eingetragen. Und wenn ich mal die Möglichkeit hatte ein Auto mit höherer Höchstgeschwindigkeit zu fahren, bin ich es auch nie ausgefahren.
Aber genau as wären eben meine Anforderungen an ein Elektroauto, so 180 km/h Dauerreisegeschwindigkeit und 210 km/h kurzzeitige Overboost-Geschwindigkeit für ein paar Minuten. Damit man eben schön mit 140-170 km/h dahincruisen kann ohne schon ganz am Anschlag zu sein.
Aber Elektroautos die schon bei 140-160 km/h abregeln (z.B. Mazda MX-30 (140), Mini Cooper SE und DS3 Crossback E-Tense (150), Audi Q4 e-tron 35 (160) sind schon arg langsam,
Beitrag editiert, bitte das Topic beachten, Zimpalazumpala, MT-Moderator
Dem kann ich mich anschließen!
Ich hatte bislang nie das Bedürfnis deutlich über 200 km/h mit meinen Fahrzeugen zu fahren.
Aber die üblichen 150-160 km/h Höchstgeschwindigkeit der aktuellen "Brot-und-Butter" E-Autos sind mir dann doch zu wenig.
Das macht auch die vielfach gelobte bessere Beschleunigung von E-Fahrzeugen nicht wett. Ich kaufe mir kein Auto für den "Ampelstart" - aus diesem Alter bin ich heraus.
Auf einer leeren, freigegeben Autobahn aber dauerhaft nicht über 160 km/h zu kommen stört mich doch ziemlich.
Warum eigentlich? Selbst 150/160 sind keine praktikable Reisegeschwindigkeit für Batterie-Autos, wozu sollte ein E-Auto dann schneller fahren können, für die Landstraße ist es schnell genug.
Zitat:
Warum eigentlich? Selbst 150/160 sind keine praktikable Reisegeschwindigkeit für Batterie-Autos, wozu sollte ein E-Auto dann schneller fahren können, für die Landstraße ist es schnell genug.
Ich würde generell keinen PKW freiwillig kaufen wollen, der nur eine solch niedrige Höchstgeschwindigkeit im Datenblatt aufweist, ganz unabhängig vom Antriebskonzept. Natürlich sehe ich die Zeichen der Zeit, dass die E-Mobilitat im Kommen ist, innerhalb der nächsten zehn Jahre. Dieser Bereich der sehr begrenzten Autobahngeschwindigkeiten bei Elektromobilität, stößt mir allerdings seit Jahren "sauer" auf, seit ich die Entwicklung verfolge.
Nichts desto trotz hoffe ich, dass sowohl deutsche als auch ausländische Hersteller in den nächsten Jahren E-Autos weiterentwickeln (Effizienz, Akkukapazität, etc.) und gute Reichweiten, bzw. Fahrleistungen nicht nur dem E-Auto- Luxussegment vorbehalten bleiben, sondern auch im preisbewussten "Brot-und-Butterbereich", in allen Fahrzeugkategorien ankommen.
Wie ja weiter vorne schon mal erwähnt:
Es gibt durchaus Fahrzeuge, die auch höhere Höchstgeschwindigkeiten bieten.
Der BMW i4 geht in der kleinen Version bis 190, das Tesla Model 3 über 200.
Das sind beides aus meiner Sicht "Brot und Butter"-Fahrzeuge.
Gerade das Tesla Model 3 sieht man hier bei uns immer wieder Mal bei den "ganz normalen Leuten", mein Schwager hat auch eins (Angestellter in klassischem Ausbildungsberuf).
Alle Fahrzeugklassen können die BEV aber einfach noch nicht mit solche wünschen abdecken.