Warum Elektrofahrzeuge?

Anlässlich einer Veranstaltung  in Kempten zur Eröffnung der eE-Tour Allgäu wurde die Frage aufgeworfen warum Elektromobilität attraktiv ist. Von den vielen richtigen Antworten von Energieknappheit über Unabhängigkeit von den OPEC-Staaten bis hin zu Klima- und Umweltschutzgründen kann  sich jeder die für ihn/sie passende heraussuchen. Für meine Empfindung wurde aber ein sehr wichtiges Argument nicht genannt:

Elektrisch fahren macht einfach einen Wahnsinns-Spass!!!!

Beste Antwort im Thema

Anlässlich einer Veranstaltung  in Kempten zur Eröffnung der eE-Tour Allgäu wurde die Frage aufgeworfen warum Elektromobilität attraktiv ist. Von den vielen richtigen Antworten von Energieknappheit über Unabhängigkeit von den OPEC-Staaten bis hin zu Klima- und Umweltschutzgründen kann  sich jeder die für ihn/sie passende heraussuchen. Für meine Empfindung wurde aber ein sehr wichtiges Argument nicht genannt:

Elektrisch fahren macht einfach einen Wahnsinns-Spass!!!!

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... und einige der genannten Stromerzeugungsmöglichkeiten sind völlig ungeeignet weil der Erzeugungspreis unbezahlbar hoch ist. Z.B Photovoltaik.

Hi,

wenn man alle kosten wie wirklich entstehen umlegen würde wäre Atomstrom viel zu teuer 🙄

Für jede Tonne Atommüll und für jedes Jahr der er gelagert werden muß ,müßten die Firmen 10€ in einem Fond einzaheln. Die Atomkraftwerke wären aber sowas von schnell abgeschaltet.😁

Aber die kosten werden lieber auf unsere Nachkommen abgeschoben.

Ich finde das allgemein Kritikwürdig. bei Elektrofahrzeugen wird jede Kleinigkeit einberechnet das sie ja schlecht aussehen. Bei konventionellen Fahrzeugen werden diese gern ausgeblendet.

Gruß Tobias

Oh ja, gerne, das ist ja supergünstig:

Verbrauch pro Jahr (1300 MW Reaktor): 30 t angereichertes Uran
Hüllmaterialanteil: ca. 50% --> 60 t/a

d.h. pro Jahr also 600 Euro Kummulativ.

nach zehn Jahren also 6000 Euro pro Jahr
nach 100 Jahren also 60000 Euro pro Jahr

( Zeit bis die Brennstäbe die Radiotoxizität des ursprünglichen Uranerzlagers erreicht haben: ca. 200 Jahre....)

--> steady state wären also 120.000 Euro pro Jahr --> Lächerlich wenig.

Gruß SRAM

Zitat:

Original geschrieben von Turbotobi28


Aber die kosten werden lieber auf unsere Nachkommen abgeschoben.

Das dachte ich auch immer, aber wie es aussieht, werden wir noch selbst für diverse Rückbau-Massnahmen aufkommen dürfen (Kraftwerke, provisorische Lagerstätten, etc.). Ich frage mich, wer die Experimente eigentlich finanziert!?

"Seit 2009 setzt sich ein Untersuchungsausschuss des niedersächsischen Landtags mit den Geschehnissen um das Atommülllager Asse auseinander. Durch Ermittlungen des Ausschusses wurde bekannt, dass die Behälter zur Einlagerung des radioaktiven Materials nur auf eine Haltbarkeit von drei Jahren ausgelegt waren. Es wurde somit in Kauf genommen, dass sie innerhalb kurzer Zeit verrotten würden. Dies wird als Hinweis darauf gesehen, dass die Industrie von Anfang an ein billiges Endlager in der als Forschungsbergwerk deklarierten Einlagerungsgrube gesehen habe."

Quelle: Wikipedia

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Zitat:

Original geschrieben von SRAM


Oh ja, gerne, das ist ja supergünstig:

Verbrauch pro Jahr (1300 MW Reaktor): 30 t angereichertes Uran
Hüllmaterialanteil: ca. 50% --> 60 t/a

d.h. pro Jahr also 600 Euro Kummulativ.

nach zehn Jahren also 6000 Euro pro Jahr
nach 100 Jahren also 60000 Euro pro Jahr

( Zeit bis die Brennstäbe die Radiotoxizität des ursprünglichen Uranerzlagers erreicht haben: ca. 200 Jahre....)

--> steady state wären also 120.000 Euro pro Jahr --> Lächerlich wenig.

Gruß SRAM

Hi,

ich nehme mal das Plutonium 239 als Maßstab. Halbwertszeit 2400 Jahre. Bis die Strahlungsmenge es auf ein ungfährliches Maß gesunken ist dauert es ca. 10 Halbwertszeiten also 240000 Jahre.
Die Firmen müßten also für jede Tonne Plutoniummüll 2,4Millionen € in einen Fond einzahlen. Bei schwächer Radioaktiven Stoffen ist es zwar entsprechend weniger aber immer noch alles andere als günstig.
Sicher könnte man damit immer noch Geld verdienen,aber eben net mehr genug als das es sich lohnen würde.

Ist halt immer die Frage welche Stoffe man annimmt und ab wann der Abfall dann als ungefährlich gillt. Wie so vieles Ansichtssache.

Ich persönlich halte von den konventionellen Atomkraftwerken nix,die sind mit zu primitv. Da wird eine hochgefährliche Atomreaktion ausgelöst um damit wasser zu erhitzen mit dem dann wieder Strom erzeugt werden muß.

Eine direkte Stromerzeugung durch Wind oder Wasser ist dagegen sehr elegant.

Gruß Tobias

Zitat:

und ab wann der Abfall dann als ungefährlich gillt.

Das ist eben das Missverständnis: er muß nur so weit Abklingen, daß seine Toxizität der ursprünglichen Menge an Natur-Uran entspricht. Denn würde ich Ihn dann in die ursprüngliche Uranlagerstätte zurückbringen, dann hätte sich NICHTS geändert.

Das halte ich für eine recht tragfähigen Ansatz.

Ferner das Mißverständnis, eine besonders lange Halbwertszeit sei besonders gefährlich: das Gegenteil ist der Fall --> das jeder Zerfall nur einmal (auch bei Zerfallsreihen) stattfinden kann, sind kurzlebige Isotope sehr viel gefährlicher, aber auch schneller weg.

Gruß SRAM

Zitat:

Original geschrieben von SRAM



Zitat:

und ab wann der Abfall dann als ungefährlich gillt.

Das ist eben das Missverständnis: er muß nur so weit Abklingen, daß seine Toxizität der ursprünglichen Menge an Natur-Uran entspricht. Denn würde ich Ihn dann in die ursprüngliche Uranlagerstätte zurückbringen, dann hätte sich NICHTS geändert.

Das halte ich für eine recht tragfähigen Ansatz.

Sehr unpraktikabel. Die Widerherstellung des ursprünglichen Zustandes ist nicht möglich. Dafür müsste schon der ganze (teilweise giftige) Abraum aus der Erzproduktion wieder in die Lagerstätte zurück verfrachtet werden. Dann der Reaktormüll zerkleinert mit in die Lagerstätte gebracht werden. Die Bedeckung des Abraums und der anderen Abfälle wäre auch nicht mit dem ursprünglichen Material möglich, weil es anderweitig eingesetzt wurde.

Stattdessen sollte man den Müll möglichst gut im Brüter verwerten, sodass wenig hochradioaktiver Abfall anfällt und dieser in Glas eingeschlossen werden. Dieser Abfall lässt sich dann sicher handhaben und in geeignete Endlager einschließen, die keinen Kontakt mit Grundwasser haben. Da die Mengen dann winzig klein sind (man kann im Brüter das 100fache an Strom aus einer Einheit Natururan herausholen als im Leichtwasserreaktor), spielen auch die Kosten für ein aufwändiges Endlagersystem eine vollkommen untergeordnete Rolle.

Den heutigen Leichtwasserreaktorabfall, solange es sich um Brennelemente handelt, sollte man nicht endlagern, weil die Elemente im Brutreaktoren noch lange Zeit ein mehrfaches an Stromproduktion ermöglichen als ihnen ursprünglich zugedacht wurde. Da Uran so billig ist und moderne Kernkraftwerke gegen die Dogmen der Ökoreligion verstoßen, wird es eben derzeitig im so geringem Umfang genutzt.

Zitat:

Original geschrieben von SRAM


Ferner das Mißverständnis, eine besonders lange Halbwertszeit sei besonders gefährlich: das Gegenteil ist der Fall --> das jeder Zerfall nur einmal (auch bei Zerfallsreihen) stattfinden kann, sind kurzlebige Isotope sehr viel gefährlicher, aber auch schneller weg.

Zwingend logisch aber trotzdem kein Grund dies in die Lehre der Ökoreligion einfließen zu lassen. Es gibt dort genauso wie in anderen Religionen auch Glaubens-"Wahrheiten" an denen nicht zu rütteln ist.

Richtig !

Ist auch nur ein Gedankenexperiment um die gebetsmühlenartig vorgebrachte Forderung nach null Belastung ad absurdum zu führen 😉

Natürlich ist es viel sinnvoller das Ganze möglichst konzentriert zu lagern, was ja gegenwärtig auch mit den Zwischenlagern geschieht. Damit nimmt man sogar Radiotoxizität aus der Natur !

Damit hält man sich alle Optionen offen: von der direkten Endlagerung über Wiederaufarbeitung mit Rückführung in Form Von MOX Brennelementen, bis hin zum Brüter (wobei "schnell" nicht unbedingt sein muß, inzwischen gibt es mit dem Ansatz "Neutronenvervielfacher/Neutronenquelle" eine durchaus ebenbürtige Möglichkeit).

Gruß SRAM

Ob das unter Nerds an der Schultafel einen schlanken Fuss macht, interessiert in der realen Welt niemanden. Die Atomspritties haben nur noch nicht gemerkt, dass diese Technologie, in die sie so krankhaft verpeilt sind, einfach ZU TEUER wird. Den Dreck einfach wie bisher unbemerkt Verklappen, wird wegen der aufmerksamen Öffentlichkeit zunehmend schwieriger.

Ich kann mir das so richtig vorstellen, wie dieser Menschenschlag der Nerds entsteht. Wie war das noch in der "Feuerzangenbowle" mit Heinz Rühmann: "Wie funktioniert denn nu die Dampfmaschien?" Anscheinend leidet dieser sentimental und staatstragend sinierende Menschentyp an einer Allmachtsneurose, dass ihm keiner was anhaben könnte.

Der Satz eines der ersten Atombastler "Hoppala, da ist mir doch glatt eine halbe Atombombe aus den Fingern gerutscht" hat ihm auch sofort das Leben gekostet. Da ist halt jeder Streifschuss ein Volltreffer, denn nach dem Rausch folgt nicht der Kater, wie nach einem Besäufnis in der Studentenkneipe, sondern der Sensenmann. Muss ein elender Tod gewesen sein, einige Tage ganz langsam zu verrecken.

Leider können auch die genialsten Geister nicht ohne einen verletzbaren Körper leben, aber anscheinend verdrängt man beim Gang durch die Instutionen, die den Charakter von angehenden Weltherrschern formt und stählt, diese Tatsache zu schnell aus dem Bewusstsein.

Das diese Freaks sich das fahrlässigerweise selber ausgesucht haben, da ihnen ihr eigenes Leben anscheinend nicht viel Wert ist, oder sie halt immer auf einen Platz im Atombunker spekulieren, ist letztlich ihre eigene Entscheidung. Das Andere nicht diese Entscheidung treffen können, aber sie ihnen aufgezwungen wird, ist wider den Menschenrechten. Man setzt diese Egomanie leider auch mit Polizeigewalt durch und das Normalbürger, die das nicht wollen, von der Polizei als Handlanger der Atommafia zusammengeschlagen werden, ist absolut nicht hinnehmbar.

Nein, bleibt nein und wird auch mit aller Medienmacht aus Beschönigung und Vertuschung kein Ja.

Die Atomenergie wird - wie auch die fossile Energiegewinnung - an endlichen Rohstoffen ihre Grenze finden.

Ja, ........ einschließlich der Uranvorräte im Meerwasser so in ca. 10.000 Jahren 😉.

Eine Ressource mit dieser Reichweite wird genutzt werden.
Wenn nicht von Deutschland, dann vom klügeren Teil der Menschheit.

Gruß SRAM

Zitat:

Original geschrieben von SRAM


Ja, ........ einschließlich der Uranvorräte im Meerwasser so in ca. 10.000 Jahren 😉.

Eine Ressource mit dieser Reichweite wird genutzt werden.
Wenn nicht von Deutschland, dann vom klügeren Teil der Menschheit.

Gruß SRAM

Im schnellen Brüter kann der Müll noch genutzt werden um 100 Mal mehr Energie zu erzeugen als vorher erzeugt wurden. Zudem gibt es noch Thorium, das ausgebrütet werden kann und die Spaltstoffe reichen dann für mehrere Millionen Jahre. Bis dahin dürfte man aber wohl die Wasserstofffusion erfolgreich im Großmaßstab umsetzen können.

Dann würde ich doch schnell meine Sachen packen und dahin umziehen, wo man am Atomlolli lutscht.

Jedem das Seine.

Zitat:

Original geschrieben von SRAM


Eine Ressource mit dieser Reichweite wird genutzt werden.
Wenn nicht von Deutschland, dann vom klügeren Teil der Menschheit.

Der andere Teil der Menschheit hält uns nicht unbedingt für dumm, schon gar nicht in technischen Belangen. Was Klüger ist/war werden die nachfolgenden Generationen feststellen.

Mein Physiklehrer war in den 80ern ein glühender Verfechter der Nuklear-Technik und erklärte jeden für blöd und dumm, der zur Vorsicht mahnte - bis zum April 1986 ...

Zitat:

Original geschrieben von uwbiker


Die Atomenergie wird - wie auch die fossile Energiegewinnung - an endlichen Rohstoffen ihre Grenze finden.

Beton, Stahl und Kupfer sind auch endliche Hauptbestandteile von Windkraftanlagen. Da ist der Rohstoffeinsatz deutlich größer als bei Kernkraftwerken. Die Stromkosten sind ein guter Schätzer für den Rohstoffinput. Die wirtschaftlichere Methode ist meist auch die Rescourcenschonenste.

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