Warum der naechste Wagen wieder ein Saab wird

Saab

Wir wissen alle, dass Saabs sichere Autos sind. Und ich bin auch kein Freund von dramatischen Unfallbildern oder -videos. Dennoch moechte ich Euch nicht vorenthalten, was zwei Kumpeln von mir ueber die Maifeiertage widerfahren ist.

Einige Mitglieder des Saab-Forums hier in Singapore sind ueber das lange Wochenende nach Cameron Highlands in Malaysia aufgebrochen. Ich war zwar diesmal nicht dabei, aber aus Erfahrung weiss ich, dass solche Ausfluege gen Norden gerne dazu genutzt werden, schneller zu fahren als man es gemeinhin in Singapore kann.

Und so war es auch diesmal wieder. Es fuhren etwa 6 Saabs in Kolonne, als der erste bei Tempo 140 mit einem Rad auf sandigen Untergrund geraet und die Kontrolle verliert. Die Strasse hat an dieser Stelle nur eine Spur je Richtung, und links und rechts geht's die Boeschung runter. Der Wagen kracht in die (gluecklicherweise vorhandene) Leitplanke, dreht sich, wird auf die andere Strassenseite geschleudert, macht mit der Leitplanke dort ebenfalls Kontakt und landet schliesslich - immer noch auf allen vieren - wieder an der ersten Planke. Beide vorderen Airbags gehen auf, die in der Seite nicht. Eine scharfe Kante (evtl. von einer der Leitplanken) trifft die A-Saeule auf der Beifahrerseite genau an deren Basis, so dass die A-Saeulen-Verankerung am Dach abreisst und die Saeule nun in den Innenraum ragt. Dem Beifahrer, der sich wohl instinktiv am Griff ueber der Tuer festgehalten hat, wird der Unterararm aufgeschlitzt und eine Arterie durchtrennt. Die Beifahrertuer klemmt im Schloss und laesst sich nicht oeffnen, so dass der Beifahrer ueber den Fahrersitz rausgeholt werden muss. Dem Fahrer ist ausser einer kaputten Brille (Airbag) nichts passiert.

Die nachfolgenden Fahrzeuge konnten gluecklicherweise rechtzeitig bremsen. Waehrend einige die Unfallstelle sicherten und auf die Polizei warteten, machten sich andere mit zwei Fahrzeugen und dem stark blutenden Beifahrer auf den Weg ins naechste aber dennoch 45 Minuten entfernte Krankenhaus. Dort hat man ihn dann erstversorgt (etwas mehr als 1 Liter Blutverlust, alles schoen auf dem Ruecksitz vom "Rettungs-Saab" verteilt) und anschliessend zur Gefaesschirurgie nach Singapore ausgeflogen.

Ich weiss nicht, ob die Jungs aus dieser Episode was lernen werden. Bedrabbelt sind jetzt natuerlich alle, aber sowas haelt ja meistens nicht an. Auf jeden Fall ist ein neuer Wagen schon bestellt. Es wird wieder ein Saab.

18 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von deltanuovo


Deshalb im Straßenverkehr entspannt bleiben und nicht immer auf seinem Recht bestehen

Genau. Die wirkungsvollste Sicherheitsausstattung ist soweiso gratis: Abstand halten und notfalls auch mal hinter einem Truck auf 80 runterbremsen, um ein paar eilige Zeitgenossen vorbeizulassen. Erhöht die Überlebenschance mehr als jeder Airbag.

Gruß @all!

Dass sich die Sicherheit eines SAAB rechnet merkt man nicht nur bei solchen Unfällen wie es die Bilder von Sling zeigen: 2 x Auffahrunfall erlebt. Einmal fuhr ein Ford Sierra auf einen 900/I. Ergebnis: Front des Ford ordentlich lädiert. Dem SAAB hat's - optisch - nix ausgemacht. Reparaturkosten waren bei Ford jedenfalls größer. Zweiter Fall: ein SEAT Ibiza fuhr mir hinten auf den 9000er. Ergebnis: SEAT vorne total im Eimer und an meinem SAAB nur ein paar Kratzer. Wenn ich's im Rückspiegel nicht gesehen hätte, dass mir jemand auf die Pelle rückt, hätten mein Beifahrer und ich es garnicht bemerkt. 😁 - Ach ja, habe dennoch eine neue Stoßstange bekommen und der SEAT wurde verschrottet (Fahrerin war auch noch schwanger, da würde ich mir doch Gedanken machen ....)

hatte auch schon paar mal erlebnisse mit unbefestigtem straßenbett beim überholen auf engeren landsträßelchen, aber wagen war gottseidank immer glei wieder brav auf der straße.

die beste sicherheitszelle rundum hilft auch nichts, wenn der unfall einfach ungünstig abläuft.
so geschehen letzten freitag abends vor den toren meiner stadt: 25jähriger sohn hat papas boxster, kommt auf einer kreuzbraven landstraße auf der es eigentlich noch nie gekracht hat bei nässe ins schleudern und prallt mit dem heck voran gegen einen baum - genick gegen kopfstütze - game over 🙁
und wenn er ned wirklich vollkommen irre gefahren ist, kann er an der stelle nicht mehr als 110-130 km/h drauf gehabt haben, da gleich nach einer 60er-zone. hat leider schon gereicht..

Zitat:

Original geschrieben von saabienche


Gruß @all!

Dass sich die Sicherheit eines SAAB rechnet merkt man nicht nur bei solchen Unfällen wie es die Bilder von Sling zeigen: 2 x Auffahrunfall erlebt. Einmal fuhr ein Ford Sierra auf einen 900/I. Ergebnis: Front des Ford ordentlich lädiert. Dem SAAB hat's - optisch - nix ausgemacht. Reparaturkosten waren bei Ford jedenfalls größer. Zweiter Fall: ein SEAT Ibiza fuhr mir hinten auf den 9000er. Ergebnis: SEAT vorne total im Eimer und an meinem SAAB nur ein paar Kratzer. Wenn ich's im Rückspiegel nicht gesehen hätte, dass mir jemand auf die Pelle rückt, hätten mein Beifahrer und ich es garnicht bemerkt. 😁 - Ach ja, habe dennoch eine neue Stoßstange bekommen und der SEAT wurde verschrottet (Fahrerin war auch noch schwanger, da würde ich mir doch Gedanken machen ....)

Genau da fängt die Gefahr langsam an, man fühlt sich sicher. Nebenbei gesagt ist das Heck doch immer stabiler als die Crashzone. Mir ist in meinen Delta auch schon ein Sierra reingerauscht und obwohl der Sierra schwerer und massiver zu sein scheint ist, sah er deutlich lädierter aus als mein Heck. Die Front soll sich doch nebenbei gesagt gerade verformen, um die "überschüssige" Energie aufzunehmen. Wichtig ist, daß man da noch heil aussteigen kann und nicht wie das Blech aussieht!

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