Warnung: E-Klasse Parksensoren und Rückfahrradar fehlerhaft, gefährliche Eingriffe der Elektronik

Mercedes E-Klasse W213

E400 4matic, Bj. 11/2017. Seitliche Abstandssensoren erzeugen Warntöne bein Langsamfahrt ohne, dass irgendein Hindernis in der Nähe ist. Dies passiert 2-3 mal täglich mitten auf der Kreuzung. Viel gefährlicher noch der Rückfahrsensor: Mehrmals wöchentlich führt das Fahrzeug eine Vollbremsung bei langsamer Rückwärtsfahrt aus, da die Sensoren viel zu empfindlich sind. Bereits die Annäherung eines Radfahrers in 15-20 m Entfernung kann eine Vollbremsung auslösen. Alle Insassen erschrecken sich regelmäßig furchtbar, wenn das Fahrzeug mit lautem Schnarren der Bremsen voll verzögert.

Wir haben all das beim Winterräder-Tausch in der MB Niederlassung Berlin reklamiert. Erfolglos. Wir bekamen ein Prüfprotokoll und die pauschale Aussage: »Das soll so sein«. Zweite Reklamation und Aufforderung zur Nachbesserung wird nun im Oktober 2018 erfolgen. Parallel lasse ich die Fehler durch einen Gutachter des TÜV Rheinland dokumentieren. So etwas darf bei einem 100.000€-Fahrzeug nicht sein.

Beste Antwort im Thema

Das ist leider ganz normal und vermutlich im Rahmen der Technik nicht besser realisierbar und da geht dann Sicherheit vor Komfort.

Meiner piepst auch ständig wenn nichts im Weg ist, der Klassiker ist immer an der Haltestelle, wo die Straßenbahn in der Mitte ist und die Fahrbahn für die PKW durch eine Glaswand abgetrennt ist. Immer wenn ich links abbiegen möchte und mich dann einordne auf der linken Spur, piepsen die Sensoren auf ROT, wegen der Glaswand Zwischen Haltestelle und Fahrspur, obwohl die Wand mindestens 80cm weg ist.

Gestern beim einparken mit Automatik habe ich mich auch erschreckt, er parkt ein, vorne viel Platz, hinten viel Platz. Ich war eigentlich schon in der Lücke drin, d.h. ich Stand mit dem Heck schon korrekt und nur noch mit eingeschlagenen Rädern vielleicht 20cm auf der Fahrbahn, dann wäre das Manöver beendet gewesen. Es kommt von hinten ein PKW an, der Wagen geht voll in die Eisen und bleibt stehen.

Ich schau mich verdutzt um, weil ich ja nur das beobachtet habe auf was es ankommt und wundere mich warum mein Wagen so scharf bremst, fast 2m hinten und 1m vorne in der Lücke Platz. In dem Moment wo der PKW auf der Straße an mir vorbei fährt sehe ich es, mein Wagen hat den scheinbar erfasst und der war wohl zu nah an meinem Wagen und schon gibts die Vollbremsung....

Also an viel befahrenen Straßen würde ich das nicht machen, sowieso aus Zeitgründen schon nicht. Manchmal reagiert die Sensorik wirklich überempfindlich, aber a) es ist KEIN Fehler, da wird keine Werkstatt der Welt etwas machen und b) ich habe es lieber so und im Ernstfall, wenn ich unaufmerksam bin und zu spät die Bremse betätige, steht der Wagen durch die Bremsautomatik, also wenn ich dann einen Unfall habe...

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@benz1964
It's not a bug, it's a feature!

Hallo,

hier genauso, zwar bremst er zu abrupt ab, aber einmal war wirklich ein übersehenes Hinderniss im Weg.

Was mich stört, ist, dass die Sensoren sich erst sehr spät melden, so ca. 30-40cm. Un dann bremst er sofort, so dass ich keine Zeit zur Reaktion habe um dies zu vermeiden.

Gruss
Alex

Habe jetzt im Menü Einstellungen > Kamera & Parken > Manövrierunterstützung abgeschaltet. Mal sehen, wie sich die Sensoren jetzt verhalten.

@V8-Freak: It´s a bug feature!

Windows OS im Benz? 😁

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Habe leider Ähnliches zu berichten:

(Fast) reproduzierbare Vollbremsungen und Gurtstraffung, wenn ein zuvor auf der vollen Autobahn oder in der Stadt schräg rechts neben/hinter mir fahrendes Fahrzeug wieder im Begriff ist, schneller zu werden, als ich es bin.

Dann bimmelt es mit rot schraffierter Fläche hinten rechts im Display und die Fuhre geht in die Eisen & macht merkwürdige Lenkeingriffe.
Das ist nicht lustig, die wütenden Verkehrsteilnehmer hinter mir reagieren mit entsprechenden Gesten und alle Insassen erschrecken sich fürchterlich + der Fahrer flucht.

Die Parksensoren sind auch zumindest, sagen wir, "faszinierend":

Beim Rückwärtseinparken wird ein 8m entfernter Bauzaun VORNE als Hindernis mit Vollalarm "angebimmel", aber das 30cm hinter dem Fahrzeug stehende Fahrrad auf dem Bürgersteig geflissentlich ignoriert. Ich verstehe diese FEatures leider nicht.

Und wonach richtet sich eigentlich, ob nach dem Stillstand + Betätigung des Wählhebels auf Anschlag nach oben "R" drin ist, oder nur "N"? Beim S212 war beim Durchziehen auf Anschlag immer "R" drin - beim S213 stehe ich jedes 3. Mal als Depp mit aufheulendem Motor da, weil doch nur "N" aktiviert war.

Hängt das Problem mit einer Sonderaustattung zusammen oder könnte es jede e-klasse betreffen?

@manatee
An das Einlegen des Rückwärtsganges gewöhnt man sich. Man muss halt zwei mal nach oben schalten oder einmal etwas länger nach oben festhalten. Irgendeine Abstufung muss ja da sein damit nicht jeder, der nur von D nach N will nicht gleich unbeabsichtigt in R landet. Das ist also nicht die Schuld des Autos. Das muss so sein.

Habe das Problem inzwischen auf den aktiven Totwinkelwarner runtergebrochen, es passiert genau dies hier: https://youtu.be/ntuo3-asd5I?t=60

Nur ohne
- Blinken
- Lenkradbewegung
- irgendwelche Annäherung der Fahrzeuge

auf normal breiten Autobahn- oder innerstädtischen Fahrspuren.
Es ließ sich heute (natürlich!) nicht reproduzieren, nachdem es gestern innerhalb von 1h ca. 10x für "viel Freude allerseits" sorgte.

Zitat:

@Thunder EN schrieb am 17. September 2018 um 12:57:09 Uhr:


@manatee
An das Einlegen des Rückwärtsganges gewöhnt man sich. Man muss halt zwei mal nach oben schalten oder einmal etwas länger nach oben festhalten. Irgendeine Abstufung muss ja da sein damit nicht jeder, der nur von D nach N will nicht gleich unbeabsichtigt in R landet. Das ist also nicht die Schuld des Autos. Das muss so sein.

Im S212 gab es einen kleinen Wiederstand in der Bewegung, den man überwinden mußte, um nicht "N" sondern "R" zu erreichen.
Hier ist es irgendwie undefiniert.

Passiert das was du schreibst in der Stadt mit Drive Pilot aktiv, oder ohen Drive Pilot? Also das was du berichtest ist aus meiner Sicht nicht normal. Ich hatte bisher nur bei Parkvorgängen, insbesondere beim Rückwärtseinparken "Probleme".

Während der Fahrt piept er zwar manchmal, bspw. wenn links eben beim linksabbiegen ein Höheres Hindernis ist, welches aber relativ weit weg ist. In Baustellen oder in der Stadt bei enger Linienführung piept meiner ab und an mal, aber noch nie hatte ich einen Bremseingriff. Entweder fährst du tatsächlich unglaublich nah an die Wagen neben dir, oder du solltest damit doch mal in die Werkstatt, das klingt schon sehr gefährlich.

Ich hatte letztens einen BMW X1 vor mir mit Anhängerkupplung im Stop and Go war ich mit ca. 6km/h unterwegs und hatte ca. 5m Abstand, plötzlich Dauerpiepen und der Parksensor zeigt an der Front ein Hindernis in rot an, das Ganze zwei mal in Folge. Dann nicht mehr, obwohl ich dann mit 10 km/h auf 2m ran gefahren bin. Also schlau wird man nicht draus, aber man lernt damit zu leben.

Dafür, positives Beispiel. Ich habe gestern automatisch einparken lassen, relativ enge Lücke, am Ende des Parkvorganges waren vorne noch 30cm und hinten noch 30cm Platz. Zusätzliche Herausforderung, hinten Stand ein Anhänger. Er hat das Hindernis ohne Probleme vorne an der Deichsel erkannt, also den Punkt der am weitesten vorne ist und hat sauber eingeparkt.

Das Verhalten ist unabhängig von DrivePilot, Distronic und Spurhalteassi - die waren zu diesen Zeitpunkten alle aus.

Ich habe die Hoffnung, dass es sich "nur" um einen defekten Sensor hinten rechts im Stoßfänger handelt, der den Aktiven Totwinkelassistenten zu derart abstrusen Reaktionen führt.

Morgen ist Termin beim 🙂 - allerdings habe ich ob dreier Aussagen im Vorgespräch mit dem Techniker ein unangenehmes Grummelgefühl:

1.) "Das System reagiert bestimmt normal, das muss sicherlich so sein. (Nein, muß es ganz und gar nicht!!!)
2.) "Wir werden mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Eintragungen dazu im Speicher finden." Ähm, wie möchten die Problemen auf die Spur kommen, wenn es für die Techniker zum debuggen keinerlei Hinweis gibt, WELCHER Sensor WELCHE Werte gemeldet hat, die zu einem Lenk- und Bremseingriff des Fahrzeugs führen? Hier wird mir etwas "vom Pferd erzählt", oder?
3.) "Ja, wir schauen uns das an, aber einen Ersatzwagen können wir Ihnen nicht zur Verfügung stellen, da es sich aller Wahrscheinlichkeit nach nicht um einen technischen Defekt handelt." Bitte? Ich fuhr gerade 200.000km einen S212 mit diesem Assi, davor einen entsprechenden Q5 100tkm - und keiner von denen hat den Anker geworfen, nur, weil Autos auf der rechten Spur schneller fahren, als ich es gerade auf der linken kann. Das ist doch eine alltägliche Verkehrssituation.

Nun ja, ich warte das Gespräch natürlich morgen ab, aber bessere Laune bekomme ich bei derlei Ansagen ganz sicher nicht, genau dieser arrogante Duktus bei Problemen, die es sicherlich immer und überall mal geben kann, trieb mich nach 25 Jahren VW aus deren "Machtbereich" hin zu Mercedes.

Das klingt tatsächlich nicht so schön. Meinst du man kann es nachstellen, es scheint ja schon häufiger bei dir aufgetreten zu sein? Vielleicht führt man das mal live vor während einer Fahrt. Stelle ich mir zwar schwierig vor, aber besser als nichts in der Hand zu haben.

Also bei mir gab es bisher ein einziges Mal wegen zu später Reaktion einen kurzen Bremseingriff, bei dem ich dann direkt übernommen habe, weil mein Fuß auch schon auf dem Weg zur Bremse war. Ansonsten nur beim rangieren und einparken aktive Bremseingriffe, insbesondere beim parken mit Querverkehr, da gibts extrem früh Eingriffe.

Das System verhält sich aus meiner Sicht im Hintergrund und ist extrem passiv und greift wirklich nur im Notfall ein. Ein häufiges Eingreifen wegen eventuell gefährlicher Situationen, insbesondere auf der Nachbarspur halte ich für einen Systemfehler / Sensorfehler. Piepen ja, ist normal, passiert bei mir bei jeder Fahrt mehrfach und ich fahre nicht besonders aggressiv, sondern eher vorausschauend, aktives Eingreifen nein.

So, jetzt brauche ich einen guten Rat:

Wie erwartet hat der 🙂 NICHTS zu den Dutzend Fehlauslösungen des Lenk- und Bremseingriffes des aktiven Totwinkelwarners gefunden.
D.h. Ich habe das Auto unverrichteter Dinge wieder abzuholen.
Auf meine Frage, was ich denn nun machen soll, bekam ich leider auch nur ein hilfloses Achselzucken und es entspann sich folgender Dialog:

"Wir müssten das auf einer Probefahrt reproduzieren können."
"Aber dann würde ja dennoch nichts im Fehlerspeicher stehen."
"Das stimmt, aber dann hätten wir es mal gesehen."
"Ja und dann?"
"Dann müßten wir weiter sehen..."
"A-ha. Da sich dieses Verhalten ja nicht auf Knopfdruck reproduzieren läßt, ist es extrem unwahrscheinlich, dass sie es "mal eben so" sehen können. Wie soll denn das Spiel nun weiter gehen?"
"Das können wir auch nicht sagen. Wir müssten das auf einer Probefahrt reproduzieren können."

....

Und nun? Ich bin doch einigermaßen irritiert...

Tja was willst du machen, entweder mit Beifahrer und Handyvideo eine Situation provozieren in der dein Wagen vermeintlich meint zu bremsen, oder mit Dashcam filmen. Aver vermutlich ist Handy und Beifahrer besser. Alternative wäre es eine andere Werkstatt anzufahren und dort mal anzufragen ob vielleicht mit den Sensoren etwas nicht stimmt. Es ist ja auch immer eine individuelle Einschätzung des Werkstattmeisters, deiner klang jetzt nicht allzusehr motiviert. Sind halt alles nur Menschen.

Das mit dem Fehlerspeicher kannst du vergessen, ich habe einige Sachen repariert bekommen, die auch nicht im Fehlerspeicher standen. Habe alles mit Fotos dokumentiert und die musste ich nicht mal zeigen. Also darauf würde ich mich nicht versteifen. Aber einen gewissen Nachweis musst du schon irgendwie bringen, gerade weil das ja wirklich auch am Fahrverhalten liegen könnte (Stichwort zu nah am anderen Wagen dran) und dann kein Fehler wäre.

Die beiden Alternativen bleiben dir aus meiner Sicht.

@Maexchen2012 Naja, die Werkstatt zu wechseln macht hier keinen Sinn. Zum einen habe ich den Stern hier bestellt & abgeholt und könnte ihn, wenn es am Ende ganz, ganz sau-blöd kommt auch wieder auf den Hof stellen, was ich aber hoffentlich ausschliessen kann, denn das Auto an sich ist fantastisch! Zum anderen war der Meister durchaus motiviert.

Am Fahrer liegt es definitiv NICHT, es spielt keinerlei Mandoline, wenn beide Fahrzeuge in der Mitte ihrer jeweiligen Fahrbahnmarkierungen geradeaus fahren. Wenn das schon nicht zulässig ist, müßte 99,999% aller Fahrer der Lappen entzogen werden! (Und warum passiert dies nicht in engen AB-Baustellenbereichen, wo der Abstand um ein Vielfaches geringer ist?)

Filmen, ja, klar, fange ich jetzt wirklich an, mir irgendwelche Konstruktionen (iPhonehalterung kaufen (wo und wie befestigt?? Gaffatape um die Kopfstützen?) um Cockpit UND Strasse gleichermaßen zu filmen? Langes Lightningkabel durchs Auto ziehen?) zu basteln, um an einem 90k-Auto bildlich Fehler nachzuweisen, die eine mit einem vernünftigen Loglevel=Debug! ausgestattete Elektronik 1000x jederzeit besser und zielgerichteter aufzeichnen könnte?

Warum zum Teufel kann man das Fahrzeug nicht wenigstens zeitweise mit einem diagnostisch sinnvollen Loglevel fahren lassen?
Es würde ALLES so einfach machen:

Für den Zeitpunkt des idiotischen/gefährlichen Brems- und Lenkeingriffes würde aufgezeichnet:

- WELCHER Sensor meldet kritischen Wert and aktiviert den Assi?
- Ist dieser Wert plausibel?

Lt. 🙂 läßt der Hersteller dies nicht zu, weil er, Zitat: "Sich nicht in die Karten schauen lassen will."

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