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wann ist es legitim ESP abzuschalten?

Themenstarteram 24. Dezember 2018 um 16:05

Bei meinem Auto habe ich codiert, dass mit kurzem Drücken des ASR Tasters das ASR abschaltet, bei langem Drücken aber zusätzlich noch ESP. Warum? Weils geht und ich es als Option zur Verfügung habe.

In welchen Situationen ist es legitim ASR abzuschalten, in welchen Situationen ist es legitim ESP komplett abzuschalten?

Ich beziehe mich vorrangig auf normalen Straßenverkehr, aber jede erdenkliche Witterung.

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@Spargel1 schrieb am 24. Dezember 2018 um 17:20:57 Uhr:

Schade, dass bei diesem Wagen nicht auch das ABS, wie ich es vor Jahren schon im AUDI hatte, legal abschaltbar ist. Braucht über Tempo 180 kein Schw....

Schon einmal mit blockierten Reifen bei 180 ohne ABS gebremst? Ich verstehe den Sinn Deiner Aussage mal überhaupt nicht.

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Wenn ich mir die Diskussion so anschau, bin ich ganz froh, dass mein A6 gar kein ESP hat :-)

ASR/ESP kann vor allem bei Glätte in engeren Kurven weg.

 

Zumindest im LKW, leer, bei Regen, Serpentinen bergauf schalt ich es aus, weil man sonst in jeder engeren Kurve fast stehen bleibt beim Rausbeschleunigen... :rolleyes:

Zitat:

@Raver2014 schrieb am 24. Dez. 2018 um 23:54:36 Uhr:

Da machen sich die Hersteller Gedanken, wie auch durchschnittliche Fahrer

nicht gleich aus den Kurven fliegen und schon versuchen diese durchschnittlichen

Fahrer das ESP abzuschalten. Dabei ist es offensichtlich, das Diese nicht wissen,

was das ESP eigentlich macht und das es zu Ihrem Schutz bei Fahrfehlern ist.

Jetzt müssen überdurchschnittliche Fahrer gleich erklären,wann es besser ist,

auf ESP zu verzichten. Der TE kann Elektronik beeinflussen, hoffentlich fährt Er

auch so gut............

Sind dann die Autofahrer, die aus einer Zeit kommen wo es noch kein ABS oder Servolenkung gab, die besseren Autofahrer?

 

(Scherzfrage)

Hoffentlich Frohe Weihnachten für Dich @ brunokoop, Deine "Frage" ist

nur theoretisch zu Beantworten, " die Autos waren lange nicht so gut,wie

heute, und das in jeder Beziehung. Zwangsläufig wurde wohl auch ent-

sprechend gefahren........Ob das nun "besser" oder eher "vorsichtiger"

als heute war, sollte Jeder für sich entscheiden.

Eine "ernste" Antwort auf Deine"Scherzfrage"...........

Zitat:

@Florian333 schrieb am 24. Dezember 2018 um 18:34:14 Uhr:

Zitat:

@Spargel1 schrieb am 24. Dezember 2018 um 17:20:57 Uhr:

Braucht über Tempo 180 kein Schw....

Tempo 180 und Vollbremsung ohne ABS bedeutet Bremsplatten nach ca. 1 Sekunde.

...wenn man Grobmotoriker ist und nie gelernt hat, Bedieneinrichtungen konsequent, aber gefühlvoll einzusetzen! Frag mal Motorradfahrer!

Du hast meine vollste Bewunderung. Du schaffst es also jederzeit, mit einem schlagartigen Tritt auf das Bremspedal alle vier Reifen knapp vor der Blockiergrenze zu halten und mit einem Schlupf von ca. 20 % eine Verzögerung von knapp 10 m/s² zu erzielen. Das schaffst du auch bei unterschiedlichen Untergründen und für jedes Rad getrennt, obwohl du nur ein einziges Bremspedal hast. Dafür verleihe ich dir die seltene Urkunde "Fahrer, der physikalisch Unmögliches möglich macht".

Und als aktiver Motorradfahrer kann ich da nur sagen: Ein Glück, dass ABS auch im Zweiradbereich mittlerweile Standard ist.

Das die heutige Elektronik zum teils segensreiche Erfindungen zum Wohle des Autofahrers sind, kann man kaum absprechen. Verloren geht jedoch das Gefühl für physikalische Grenzen und das Gespür für das eigentlich mit dem Auto machbare.

Mich selbst ärgert die ständig eingreifende Technik sehr, denn manchmal wird es auch peinlich. So bin ich z. B. wie ein Känguru die Auffahrt zum Marburger Schloß hochgehoppelt, weil bei der holprigen Straße ständig der Antrieb runtergeregelt wurde...

@Florian333

Komisch, dass ich beim Fahrsicherheitsraining mit meiner 12er Bandit eher gestanden habe als andere mit ABS. Der Trainer meinte dazu, dass dies gar nicht so ungewöhnlich ist.

Abgesehen davon fahre ich bereits seit einigen Jahren BMW und habe das ABS noch nicht ein einziges Mal gebraucht...

Ich verstehe die Aussage nicht. Wenn du das vorhandene ABS noch nie "gebraucht" hast, dann meinst du damit vermutlich, dass es noch nie angesprochen/geregelt hat. Dann hast du eben noch nie eine Vollbremsung machen müssen, was ja auch OK ist.

eine defensive fahrweise wird mit sicherheit den abs-einsatz reduzieren.

auch wird der bremsweg mit blockierenden reifen (ohne abs) etwas kürzer sein als mit abs.

trotzdem hat das abs seine vorteile, vor allem wenn es um lenkbarkeit geht.

lenken mit blockierten rädern funktioniert nämlich nicht und die sog. stotterbremse wird ein normalfahrer kaum ausreichend beherrschen. also abs hab ich ganz gern im auto, obwohl ich abs-lose zeiten noch erlebt und beim adac training ausprobiert habe.

bisher habe ich auch noch keine situation erlebt, die mich ein abschalten von esp haben wünschen lassen.

schlupfregelung abschalten wenn man grade fest steckt oder auf einer eisplatte parkt ist dagegen schon fast notwendig.

Zitat:

...wenn man Grobmotoriker ist und nie gelernt hat, Bedieneinrichtungen konsequent, aber gefühlvoll einzusetzen! Frag mal Motorradfahrer!

Deshalb können auch Fahrzeugführer, die keine Grobmotoriker sind und das Fahren noch ohne ABS, ESP und ASR gelernt haben, eigentlich auch die besseren Autofahrer, weil sie Grenzbereiche erfühlen können, noch bevor sie zustandekommen.

Allerdings muss man auch dazu erwähnen, das dies mit älteren Fahrzeugen problemlos möglich war, wärend moderne Fahrzeuge garnicht mehr das dazugehörige Fahrgefühl vermitteln, teilweise so sehr auf Komfort getrimmt sind, das sie garkein Fahrgefühl mehr vermitteln. Der bessere Autohfahrer ist dann natürlich auch nur der gewesen, welcher bei diesen Fahrzeugen jene feinsinnigen Rückmeldeeffekte verstanden und sie nicht ignoriert hat.

 

Bei heutigen Fahrzeugen, insbesondere jenen mit elektromechanischer Lenkung, merkt man den Grenzbereich meistens erst, wenn man schon mitten drin ist, sprich, zB. in der Kurve optisch einen Versatz von gut 10 bis 20cm wahrnimmt, wärend man bei älteren Fahrzeugen schon problemlos beim Gerdeausfahren signalisiert bekommen hat, ob man nicht doch etwas zu schnell fährt und das, obwohl das Auto noch anstandslos geradeaus läuft und bei entsprechender Achtung dieser Signalisierung erst garnicht Gefahr lief, zu schnell in eine Kurve hineinzufahren, zu heftig am Lenkrad zu drehen, zu heftig auf's Bremsppedal zu treten.

 

Mir geht es hier nicht gegen ABS, ESP und ASR sondern nur darum, das ich es schade finde, das man Autos im Zuge dieser Technik für den Fahrer immer gefühlsloser konzipiert.

Denn fakt ist, das man mit Fahrzeugen, die ein sehr gutes Fahr- und Lenkgefühl vermitteln, so feinfühlig umgehen kann, das ESP, ABS und ASR eigentlich überflüssig sind. Ein exellentes Fahrgegühl bietet halt auch eine genauso exellente instinktive Orientierung für ein sehr feinfühliges Dosieren der Fahreingaben auch unter schwierigen Bedingungen. Es benötigt dafür kaum zusätzliche Konzentration, wärend man bei heutigen Fahrzeugen viel stärker auf optische Signalisierung angewiesen ist und das bedeutet Aufmerksamkeitsverlust auf das Verkehrsgeschehen um sich herum.

Volle Zustimmung, besser kann man es gar nicht darstellen!

Ich würde mal aus dem Bauch heraus sagen: Wenn das ESP ab Werk nicht abschaltbar ist, dann ist diese Nichtabschaltbarkeit Bestandteil der Betriebserlaubnis für das Fahrzeug und somit bereits die Nachrüstung einer Abschalteinrichtung nicht legal. Es ist auch unerheblich welcher Teil das Gesamtpaktes "ESP" über die wersseitige Möglichkeit der ASR-Abschaltung hinaus abgeschalten wird.

99,99 % der Fahrer fahren zu 99,99 % der Zeit so, dass ABS und ESP gar nicht aktiviert werden müssen. Der erwähnte "Aufmerksamkeitsverlust auf das Verkehrsgeschehen um sich herum" tritt doch heutzutage eher durch die Smartphonebedienung ein und nicht durch ABS oder ESP.

Zitat:

@rgruener schrieb am 25. Dezember 2018 um 11:02:35 Uhr:

auch wird der bremsweg mit blockierenden reifen (ohne abs) etwas kürzer sein als mit abs.

Aus 180 km/h eher nicht. Das sind 50 m/s, deswegen kann man solche Reifen auch nach einer einsekündigen Blockierbremsung wegschmeißen. Und wer jetzt behauptet, dass er ohne Blockieren bremst, der wird sich in der Regel an diese Blockiergrenze herantasten müssen, was Zeit und damit wertvollen Bremsweg kostet.

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