W211 - Massive elektrik Probleme! N47-5 Abs Steuergerät
Hallo Leute,
bräucht mal euren Rat bei meinem W211 von 2006 200Kompressor.
Der Wagen zickt rum und hat ohne ende elektrische Probleme. Im Cockpit wird mir Esp, Abs, Anzeige defekt, Komfortfunktion abgeschaltet usw. angezeigt. Motorlüfter läuft sofort bei Zündung an und das Getriebe bleibt im 1. Gang.
Beim auslesen mit der SD wird das Esp Steuergerät nicht erkannt. Habe 2 verschiedene ausprobiert und keins wird erkannt. Teilenummern und die ganzen Versionsnummern haben gepasst! Habe selbst das Modul mit den Sicherungen neben dem Esp Steuergerät gewechselt gehabt, was auch keinen Erfolg oder unterschied gebracht hat.
In der SD wird am Getriebe und am Wahlhebel auch das Ausrufezeichen Symbol gezeigt, gehe ich in die Steuergeräte rein wird mir bei jedem Can Fehler angezeigt mit verweis auf das Esp Steuergerät (N47-5).
Habe den Can-Bus Verteiler unten im Fahrerfußraum gefunden und mir angeschaut, keine korrision oder sonstiges gefunden.
Könnte der Verteiler einen weg haben?
Bin Ratlos… Lichtmaschine wurde getauscht mit Regler und liefert im Stand 14,1v. Massepunkte im Motorraum und unten am Getriebe wurden auch kontrolliert.
Jemand eine Idee, was ich noch versuchen könnte?
74 Antworten
Danke für die Info.
Ich werde keine Messwerte liefern, habe einen S202 und will da auch nichts unnötig auseinander bauen.
Im WIS findet man aber z. B. Hinweise darauf, dass bei MSG für ME das MSG als Endpunkt gilt und einen 120 Ohm-Abschlusswiderstand enthält (GF54.00-P-0005F).
Auch ein bei mir rumliegendes MSG für W202.194 (C200 CDI), Teile-Nr. A025 545 38 32 hat am Stecker 2 zwischen Pin 11 (CAN-H) und Pin 12 (CAN-L) 120 Ohm.
Ich werde die Beschreibung in der .pdf präzisieren, explizit auf Motor-CAN einschränken und einen Hinweis auf andere Umstände beim langsameren CAN B hinweisen (ohne Details)
Gruß
Pendlerrad
Es sind immer 120 Ohm Abschlusswiderstände mit +/– 1% Toleranz verbaut und sind parallel miteinander verbunden und somit müssen es 60 Ohm sein beim Messen (wenn keine der beiden Leitungen aufgescheuert oder einer der Abschlusswiderstände defekt sind.
Nicht alle SG haben den Abschlusswiderstand. Das kommt noch dazu. Im WIS steht aber welche SG in den verschiedenen CAN Bussen die Terminating Resistors beinhalten. Das MSG zum Beispiel hat immer einen verbaut und hat somit einen von mindestens zwei Widerständen im CAN Bus C. Und ohne jetzt nachzusehen vermute ich hat das ESP/ABR auch einen Widerstand verbaut.
Edit: Pendlerrad sehe ich gerade hat entsprechende WIS Dok. Nummern dazu gepostet. Dann sollte es ja klar sein.
Mir fällt ein das ich gestern noch die Ohm-Messungen durchgeführt hatte. Auf allen Leitungen sind 61ohm zu messen sowie auf der ESP Leitung.
Das nennt sich Widerstandsmessung. Die Einheit ist Ohm. Was kommt als nächste? Wattzahl? Voltzahl oder Voltmessung? 😁
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Vielen Dank für das sehr informative pdf.
In 5.3 hast du geschrieben: "Zum tatsächlichen Einbauort der Abschlusswiderstände habe ich keine Angaben gefunden (möglicherweise zwei Stück je 120 Ohm)."
In meinem S211 Vormopf befinden sich im CAN-C zwei Abschlusswiderstände mit je 120 Ohm. Der eine befindet sich im Motorsteuergerät, der zweite im CAN-Verteiler X30/5 im Fussraum linker Schweller. Es entzieht sich jedoch meiner Kenntnis ob das bei anderen Modellen auch so ist.
Ein Bus hat immer 2 Abschlusswiderstände. Ein Ring beispielsweise hat keine.
Also ja, jedes Modell hat 2.
Moin,
@Anonymisierter
die Aussage zu den zwei Abschlusswiderständen würde ich auf den schnellen CAN-Bus C einschränken, gilt möglicherweise nicht für "jeden Bus"
Ich hab die Erläuterungen zu den unterschiedlichen CAN-Bussen noch um Vorbemerkungen ergänzt, hier eine aktualisierte Fassung.
Gruß
Pendlerrad
Doch das gilt für jeden Bus. Wenn der keine Abschlusswiderstände hat, darf er sich aus elektrotechnischer Sicht nicht (Daten-)Bus nennen ;)
Es gibt viele CAN Bus Systeme mit mehr als 2 Abschlusswiderständen. Ich meine auch im 211er gibt es bei manchen SA Konfigurationen 3 oder sogar 4 Stück. Es gibt dazu eine Illustration im WIS.
Es müssen immer genau 2 Abschlusswiderstände sein. Rein vom physikalischen Prinzip her. Wenn mehr als 2 Abschlusswiderstände im Bus wären, dann würden diese irgendwo parallel geschaltet sein und somit die Effektivität verloren gehen. Man müsste dann Widerstände mit höheren Ohm-Werten nehmen und dann müssten beide auch noch exakt gleich sein. Was allerdings geht ist, dass der Bus über eine Bridge läuft, so dass die beiden Busse zwar in einem Verbund arbeiten können, aber rein elektrisch gesehen getrennt sind.
Zitat:
@Anonymisierter schrieb am 23. August 2025 um 23:00:26 Uhr:
Doch das gilt für jeden Bus. Wenn der keine Abschlusswiderstände hat, darf er sich aus elektrotechnischer Sicht nicht (Daten-)Bus nennen ;)
jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung.
Das bedeutet aber nicht, dass jede Meinung als Fakt dargestellt werden sollte.
Für mich ist die Bezeichnung Datenbus weder auf CAN noch auf das Medium Kupferleitung beschränkt. Ein Datenbus kann z. B. auch auf Glasfasern laufen.
"Bussystem" ist für mich zunächst als Unterscheidung zu "Verbindung" zu verstehen. Bei einem Bus sind häufig mehrere Teilnehmer gleichzeitig verbunden und handeln dann den jeweiligen Informationsaustausch auf dem Bus untereinander aus. Dabei kann es auch Hierarchien geben.
Der Diagnose-CAN im Fahrzeug hat zwar mit dem Steuergerät, das die Funktion Zentraler Gateway im Fahrzeug wahrnimmt und dem externen Diagnosegerät nur zwei Teilnehmer, das genutzte Übertragungssystem identifiziert die Verbindung aber als CAN-Bus. (Auch alte Wegfahrsperren, die als erste über CAN kommunizierten hatten nur zwei Steuergeräte, auch hier würde ich trotzdem von einem CAN-Bus ausgehen).
Auch "Ring" ist als Gegenstück zu Bus für mein Verständnis ungeeignet, es bezeichnet nur die Aufbaustruktur. Das Gegenstück zu einer Ringstruktur ist z. B. eine Sternstruktur, diese ist in CAN-Bussen häufiger anzutreffen. Ein LIN-Bus, der als Ring ausgeführt ist verliert für mich nicht die Funktion eines Busses.
Ich würde Dich z. B. bitten, die von Dir vertretene Einschränkung auf exact zwei Abschlusswiderstände mal in der Theorie auf einen SCSI-Bus (Computertechnik) anzuwenden. Hier können Geräte nachgerüstet werden und ich gehe nicht davon aus, dass dabei passive Widerstände eine Rolle spielen....
Gruß
Pendlerrad
hier mal ein Bild zum Aufbau des CAN-B, Innenraum-CAN, im 203 Mopf.
Das Bild zeigt, dass der Bus mit zwei Verteilern arbeitet, eine klare Sternstruktur mit eindeutigem Mittelpunkt ist das nicht.
Der CAN B ist eine langsamere Variante, hier sind nicht zweimal 120 Ohm parallel = 60 OHM Wirkwiderstand als Abschlusswiderstände eingebaut.
Trotzdem ist dies anerkannter Maßen auch ein CAN-Bus.
Gruß
Pendlerrad
Wenn wir uns auf SCSI als den physikalischen Bus beziehen (losgelöst vom Protokoll) dann hat das Ding genau zwei Abschlusswiederstände. Entweder als Terminatoren (passives SCSI) oder in Form der aktiven Variante mit Strombegrenzungswiderständen und eingebauter Spannungsquelle.
Ich verstehe einen (Daten-)Bus genau wie du. Auch das Übertragungsmedium macht keinen Unterschied. Auch bei optischen Datenbussen hat man Abschlusswiderstände, man nennt sie eben dort Terminatoren, weil elektrische Widerstände etwas schwierig wären bei nicht leitenden Materialien. Meist finden sich diese dann in Form von optoelektrischen Kopplern, um die Lichtwellen wieder in Strom bzw. umgekehrt zu wandeln.
ich nehme also für mich mit:
- nicht jeder Datenbus muss genau zwei Abschlusswiderstände haben, siehe CAN B
- eine Ringstruktur ist auch bei Datenbussystemen möglich, vergleiche LIN-Bus z. B. in Klimaanlage W221 (Schaltplan Dok PE83.40-P-2101-97SAB. Mehr als 10 in Ringstruktur hintereinander geschaltete Stellelemente bilden dort einen LIN-Bus).
bedauerlich, dass dann zunächst so irreführende Aussagen getroffen wurden
Moin,
es geht in diesem Thema um Probleme mit den CAN-Bussen eines Mercedes.
Die mit Protokoll bekannt gemachten Fehlermeldungen betrafen sowohl Motor-CAN C (schneller CAN) als auch Innenraum-CAN B (langsamerer CAN).
Auffällig:
Wenn ich in den mehr als 1000 Beiträgen von @Anonymisierter nach "CAN-Bus" suche bekomme ich bis heute keine Ergebnisse. Auch in den Beiträgen zu diesem Thema hat er den Begriff "CAN-Bus" tatsächlich nicht verwendet.
In der Anlage noch zur Abrundung des angeschnittenen Themas Datenbus, Beispiel SCSI das Blockschaltbild eine SCSI-Terminators DS2114.
Die Datenleitungen werden von diesem Baustein über je einen internen 110-Ohm-Widerstand an eine interne Spannungsquelle gelegt. Die interne Spannungsquelle wird extern mit einem Kondensator gepuffert.
Bei Betrieb des Bausteins liegt die Datenleitung dann über 110 Ohm an 2,85 Volt. Für einen 8-bit Bus werden zwei Bausteine benötigt.
Ich gehe davon aus, dass die jeweils zwei Widerstände bei außer Betrieb genommenen Bausteinen an den Busleitungen nicht als 55 Ohm zwischen der Datenleitung und Masse messbar sind, da ein Ende des Widerstands ja an der Spannungsquelle liegt.
Das ist in gewisser Weise beim CAN-B mit seinen geschalteten RTH und RTL ähnlich und hätte einen sinnvollen Beitrag zur Diskussion bringen können. Auch diese Chance wurde vertan.
Für mich entsteht der Eindruck, dass Rückschlüsse aus anderen Technikbereichen stumpf als angebliche Fakten zum Thema CAN wiedergegeben wurden. Es ist darin für mich kein Wissen über CAN-Bus-Technik erkennbar, die Informationen sind im Bezug auf CAN in Teilen tatsächlich falsch.
Ich habe meinen eigenen Text noch einmal bearbeitet, Rechtschreibfehler korrigiert und die Gliederung erweitert und einige Daten zum Treiber CAN B aus dem Datenblatt übernommen
Stand 24.08.25.
Gruß
Pendlerrad