W210 gammelt an allen Stellen - NIE WIEDER!!!

Mercedes E-Klasse W210

Ich berichte hier mal für meinen Nachbarn von seinem Mercedes.
(Testbericht hat er selber geschrieben )

Hallo,

NIE WIEDER MERCEDES!!!

Ich habe Jahrelang verschiedene Mercedes Modelle gehabt. Auch eine 64er Heckflosse, die immer noch in meinem Besitz ist.
2003 habe ich einen 3 Jahre alten W210 T Modell beim Händler gekauft, nach nichtmal ganz 6 Jahren gammelt die Karre an allen Ecken. Selbst im Kofferraum gammelt es überall, wo aber keine Feuchtigkeit hinkommt. Auch eine A Klasse habe ich 2006 für meine Frau gekauft, da war nach 2 Jahren der Endtopf und die Aufnahmen komplett vergammelt!!! Für mich hat sich das Thema Mercedes komplett erledigt. Nie wieder werde ich einen Finger an diese Marke rühren, es gibt nur Probleme mit den beiden Autos.

mfg

(Erzählt doch mal ob ihr die Meinung teilen könnt )

Beste Antwort im Thema

Wer hier Zufrieden oder Unzufrieden ist kannst du hier in xxxx Threads zum selben Thema nachlesen. Noch so ein Thread ist so Unnötig wie ein Pickel am Ar...

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Zitat:

Original geschrieben von lausitzerMB320


...
ich will und möchte nicht alles zum Thema lackieren und Co preisgeben ...
Meist ist alles "nur" auf´s schnelle Geldverdienen ausgelegt!!!
...

Grüsse

Hallo zusammen,

hallo lausitzer,

ich finde, deine Beiträge aus dem Fachbereich Autolackierung waren längst überfällig ...,
schade nur, dein Domizil ist von hier aus gesehen so weit weg. Wenn ich etwas
zu lackieren hätte, ich wäre bei dir.
Zwei Dinge würden mich aber grundsätzlich noch interessieren: Wasserlack und
Blechschnittkanten.
Meines Wissens wurde von Anfang an die Baureihe W210 werksseitig mit Wasserlack
ausgeliefert, oder? Ich habe die 1. Auflage 1995 von "Technik Transparent"
antiquarisch gekauft, Herausgeber Mercedes Benz AG. Darin wird von deutlicher
Emissionsverringerung durch Wasserlacktechnik gesprochen und darauf hingewiesen,
pro Fahrzeug entfallen 3,5 kg Lösemittelemissionen. Durch ein elektrostatisches
Lackierverfahren, bei dem die Lacktröpfchen vom Spritzaggregat (Pluspol) elektrisch
positiv aufgeladen und vom Minuspol der Karosserie angezogen werden, können
... durch einen sehr homogenen (gleichförmigen) Farbauftrag bis zu 1,4 kg Lack pro Fahrzeug
eingespart werden. Das heisst doch auf gut Deutsch: Der Wasserlack wurde und wird
werksseitig schlicht und einfach dünner aufgetragen, oder?
Aus einer anderen Quelle entnehme ich, der verwendete Wasserlack scheint, verbunden
mit einer geänderten Konstruktion des Blechbeschnitts der Werkzeuge, verantwortlich
für das Rostproblem der Baureihe W210 zu sein, weil dadurch der werkseitig
aufgetragene Lack an diesen Blechschnittkanten nicht rund, sondern spitz und dünn
aufträgt und Unterrostungen so leichter möglich sind. Wo lässt sich dieser Mangel
an scharfkantigen und ausgefransten Blechschnittkanten z. B. an meinem Auto am
einfachsten erfühlen? Ist dir dies bei deinem Auto aufgefallen?
Lässt sich dieser Mangel bei einer Generalüberholung, wie du sie
durchgeführt hast, erkennen und beheben? Mein Auto hat (noch) keine Roststellen.

Viele Grüsse aus dem Bergischen Land. 10 Grad. Walter

Hallo walter

als ich meine Lehre im goldenen Westen absolviert habe, sind wir mit der Berufsschule öfters bei Autoherstellern eingeladen gewesen u.a. BMW (Landshut-Gießerei,Dingolfing-Produktion, München-Produktion) Audi (Ingolstadt-Produktion)Neoplan (Pilsting-Produktion)MAN -Produktion, Mercedes (PKW und LKW Produktion).Leider ist es in keinem Werk möglich gewesen, direkt in die Lackierung zu schauen...nur ansatzweise!! Ich kann mich nur noch z.B. an BMW München erinnern, wie der Werksführer sagte, man kaufe die Farbe fässerweise von unterschiedlichen Herstellern , aber ob das Wasserlack oder Lösemittellack war, kann ich nicht sagen.
So nu zu deinen Fragen....
Lösemittelbasislack gegen Wasserbasislack....
Lösemittelbasislack mit entsprechender Basisverdünnung 2:1 mischbar
-lüftet sehr schnell und gleichmässig ab (5min zwischen den Gängen)
-man kann ev. "putzel" oder Dreckeinschlüsse nach dem ablüften sofort vorsichtig nass (P2000)rausschleifen und die Stelle erneut ausnebeln
-Deckt im allgemeinen mit 2 satten Gängen sehr gut ...ev. noch ein Nebelgang hinterher zwecks Wolkenbildung zu vermeiden
-neigt kaum zur "Kantenflucht"...also das sich der Lack von spitzen Kanten ein Stück zurückzieht...weiß nicht, wie ich es besser erklären soll...der Lack bleibt da, wo man ihn hingespritzt hat....
-nach ~20 min Ablüftzeit kann man schon den klarlack auftragen

Wasserbasislack mit VE-Wasser mischbar 100:10
also auf beispielsweise 1kg Farbe kommen nur ca. 100g Wasser
-meist muss man vornebeln
-2-3 gleichmässige Gänge (keine satten Gänge) auftragen , sonst säuft alles schnell mal ab und man kann noch mal von vorne beginnen
-deckt nicht so gut wie Lösemittellack
-man kann nichts rausschleifen...ev. Dreck muss bleiben
-neigt sehr gerne und viel zur Wolkenbildung (z.B.silber)man muss nach dem ablüften meist noch einen Nebelgang auftragen
-bestimmte Farben neigen gerne zur "Kantenflucht" und man muss mehrmals nachnebeln,um a bissel Farbe auf die Kanten zu bekommen
-längere Ablüftzeiten(zwischen den Gängen ~20min)...also deutlich länger als bei LML
-Klarlackauftrag erst ab ~30 min Ablüftzeit möglich

Also liegt klar der LML vorne
Ich persönlich bekomme zum Beispiel einen Kotflügel mit deutlich weniger LML hin als mit WBL
Zum Thema Klarlack: Wenn lösemittelhaltiger Basislack verwendet wird, komme ich mit 2 satten Gängen Klarlack zum Ziel>alles ist schön verlaufen und glatt.
Wenn Wasserbasislack verwendet wurde, brauche ich meist 3 satte Gänge (mehr Klarlack!!)um auf das selbe Ergebnis zu kommen.Also brauche ich mehr Material, wenn ich mit WBL arbeite.
Diese Lösemittelemissionsgrenze von so und soviel % ist mit Füller und Klarlack (lösemittelhaltig) gerechnet....wobei ich in der Industrie schon seit Jahren Wasserfüller und Wasserklarlack verarbeitet habe...WasserKL kannste aber in der Pfeife rauchen (von 70Mann habe ich und ein kollege das halbewege hinbekommen!!!)der ganze Rest hat kläglich versagt...und um es dennoch vernünftig hinzubekommen, wurde der Arbeitsgang so lange wiederholt, bis es gelungen ist....(mitunter 5-6x Klarlack)...soweit zum Thema weniger Umweltbelastungen!!!

Stärke der Lackschicht:
Vergleich Ford Mondeo BJ96 gegen VW Passat BJ 2007...um nicht immer BMW oder Benz zum nennen....Beispiel Lackschaden Stoßstangenecke /kotflügel)
Beim Mondeo musste schon a bissel schleifen um eine vernünftige Fläche für´s spachteln zu bekommen / beim VW haste noch nicht mal richtig die Schleifmaschine angesetzt und schon biste durch dem Klarlack durch bis auf den Basislack....will heißen, der Lack ist schon extrem dünner geworden
Das merkt man auch , wenn man z.b. genau diese beiden Fahrzeuge aufpoliert.
Beim Mondeo kannste mit 2000er schön die Kratzer aus dem KL schleifen (ohne auf den Basislack durchzukommen)und anschliessend wunderschön polieren...das Endergebnis ist genial...der"alte" Lack glänzt viel schöner (nicht besser!) als der von aktuellen Fahrzeugen...ich weiß nicht, wie ich es sagen soll ...muss man sehen!
...beim VW muss man schon höllisch aufpassen beim Kratzer rausschleifen, das man nicht zu viel Klarlack wegnimmt und man dann beim polieren auf den Basislack durchkommt(besondere Vorsicht bei Kanten und Sicken).Ist mir auch schon ein paar mal passiert , das de ruck zuck durchgeschliffen hast....
Der Lack glänzt auch schön , aber meiner Meinung nach muss man deutlich mehr polieren um auf das gleiche Ergebnis zu kommen.Der "neue" Klarlack ist dünner aber härter und nicht ganz so witterungsabhängig...man muss nicht ganz soviel Pflege aufbringen.

Thema Blechschnittkanten (speziell Radkasten)
Ich habe alles fein säuberlich mit rotem Pad (das grobe)entkeimt , d.h. die Radhausschalen ausgebaut (mit Dampfstrahler gereinigt und anschliessend mit Gummipflege behandelt=schön weich und geschmeidig gemacht)und Kotflügel vorne /Seitenwände hinten komplett innen allen Dreck weggeschliffen , anschliessend mit Siliconentferner sauber geputzt und komplett innen gefüllert /lackiert / hohlraumversiegelt.
Desweitern habe ich nach der Lacktrocknung die Radhauskanten abgeklebt , so das ca. 0,5cm Lack Richtung Fahrzeuginnenseite noch zu sehen waren (sprich von der Blechschnittkante Richtung sichtbarer Teil Kotflügel/Seitenwand)...diese 0,5cm habe ich erneut leicht angepadet und mit Unterbodenschutz bis um die Blechschnittkante versiegelt
Beispielbild ist der Radlauf hinten ....der U-Bodenschutz ist nur im unteren Bereich zu sehen...dann verschwindet der im Radhaus ....
http://img707.imageshack.us/img707/5703/dsc03535r.jpg
http://img685.imageshack.us/img685/282/dsc03530p.jpg
Da ja die meisten Steinchen durch das Reifenprofil gegen die Kante geschleudert werden und dort auf die Lackkante schlagen , ist der U-Bodenschutz ein guter Aufpralldämpfer....und bis jetzt haben die Steine den U-Bodenschutz nicht beschädigt

So jetzt erst mal lesen und setzen lassen......🙂

Da kennt sich einer wirklich aus .... schöner Bericht!

Das mit dem "Zurücklaufen" des wasserbasierten Lackes passt auch schön zum häufigen Kantenrost der Benzen aus der Fahrzeuggeneratung um 2000. Wird wohl ein Problem der Oberflächenspannung des Lackes sein, welche ihn "zusammenzieht" wie Wassertropfen eben.

Würde mich interessieren, wie die das dann später hinbekommen haben. Soweit ich weiß ist das Thema ja ziemlich gegessen.

Was haben Wasserlacke mit der hohen Korrosionsanfälligkeit ebener Bleche zu tun? Ich meine die rasche Unterwanderung von Lackschäden durch Steinschläge oder so? Ich habe nach 6 Monaten rund um ausgetupfte Steinschläge immer wieder "sternartig" aussehende Unterwanderungen, wenn ich den Lack mit dem Schraubendreher wegkratze finde ich fingernagelgroße Rostflecken. Nachbarautos daneben haben noch nie einen Tupfpinsel gesehen und dort rostet das Blech nur im bereich des Lackschadens vergleichsweise im Zeitlupentempo!

@austro

sicher "wollen" das viele Lackierer (Angestellte) so machen, haben aber laut Rep-Vorgaben gar nicht die Zeit es gründlich zu machen...und der Chef bekommt es auch nicht bezahlt...
Wenn z.B. eine Seitenwand (wie bei unseren Benzen) lackiert wird, bleibt die Radhausschale fast immer eingebaut und wenn extremer Strassendreck im Radhaus ist, hält da kein Klebeband > die meisten nehmen zum "eigigermaßen" Reinigen der Innenkante ein Silicongetränktes altes Pad (meist das grobe rote) und reinigen/paden somit die feine Kante .Meist kommst du mit dem groben Pad nach nur wenigen Malen hin und her Wischen/paden durch den Lack durch > wenn fertig mit sauberen trockenen Tuch nachwischen und dann wird das Klebeband meist über die aufgeschliffene Kante geklebt, so das da nie ein Krümmel Lack hinkommt.Nach der Lackierung wird ausgepackt und fertig...nach einiger zeit Nässe und Steine muss es da wohl oder übel anfangen zu rosten....

Leider hilft ein gutes fachliches wissen den meisten 210ern nicht mehr, weil da schon viel zu viel rumgepfuscht wurde ...sicher auch von MB her , die mal eben fast keinen U-bodenschutz ab Werk aufgetragen haben usw.

Grüsse und schönes We aus der Lausitz

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Hallo zusammen,
hallo lausitzer,

vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht, den ich soeben erstmalig mit Freude
gelesen habe.
Deine Ausführungen sind für mich als Technik-Amateur interessanter als so manche
Zeitschriften zum Thema Mobilität ect. Den Text werde ich gleich ausdrucken, um ihn
noch einmal in aller Ruhe zu lesen.
Spontan gefällt mir deine Lösung zur Blechschnittkantenproblematik. Ich überlege
bereits, wie ich auf diesem Wege die Schnittkanten an meinem Auto schützen
könnte, ohne diese vorher anschleifen zu müssen. Der fachkundige Lackierer
erkennt jezt wahrscheinlich sofort den Amateur ..., ich wollte damit zum
Ausdruck bringen, z. B. die Blechschnittkanten innen an den Radläufen nicht
beschädigen zu wollen, weil ja hier der Wasserlackauftrag besonders gering
zu sein scheint und noch kein Rost zu sehen ist.
Mitte Januar 2010 ist auch der Unterboden meines Autos mit Wachs behandelt
worden, dafür wurden die Innenkotflügelschalen demontiert. Diese Behandlung
soll im Sommer noch einmal wiederholt werden. Was meinst du dazu: Würde es
ausreichen, den Unterboden und die Blechschnittkanten im Bereich der Radlaufläufe
noch einmal mit besonders viel Unterbodenschutzwachs zu versehen,
(weil ein anderes Material auf dem bereits vorhandenen Wachs nicht mehr hält ?)
um hier Beschädigungen durch Steinschläge zu verhindern?

Viele Grüsse aus dem Bergischen Land. 7 Grad. Es regnet sich ein. Walter

P.S. Ich bin gewiss kein grüner Umweltschützer 🙂, vielmehr hat MB doch mit Sicherheit
seinen Kunden mit dem Übergang zum Wasserlack keinen Gefallen getan, sondern
Lackqualität dem Umweltschutz geopfert. Wer kann daran interessiert sein?

Hallo walter

viel muss es nicht sein, aber schön gleichmässig über die gesamte Kante .Du musst das nicht "anschleifen" sondern nur mit einem Pad ein wenig "anrauen" .
hier mal ein Pad, was ich meine:
http://www.autolackierbedarf.com/.../...ifvlies-Rolle-Lackprofi24.html
bei E-bay bekommt man mitunter auch Meterstücken zu kaufen, das reicht für den "Amateur" ewig!!!
Zur Not kann ich dir auch ein Stück in einem Luftpolsterumschlag schicken (Das Stück Pad wäre geschenkt, nur das Briefporto müssten wir klären) ((wenn dann per PN))
oder du fragst mal in einer Lacke nach einem Stückchen , sicher wird da niemand nein sagen....
zum abkleben der Radhäuser erst mit einem 20er Klebeband (dünnes) vorkleben und dann entweder mit Zeitungen die Seitenwände/Kotflügel zukleben oder mit Folie (Auf einer Seite ist schon Klebeband dran).Du brauchst dabei nicht das ganze Auto zukleben, der U-bodenschutz ist schwer und nebelt kaum....

So denn wenn Fragen sind ...ihr wisst ja....
Grüsse

Hallo zusammen,
hallo lausitzer,

nochmals vielen Dank für deine erklärenden Ausführungen. Ich freue mich darüber,
von dir zum verbreiteten Rost-Problem an den Blechschnittkanten eine umsetzbare
Lösung an die Hand zu bekommen, die nicht nur weiterhilft, wenn der Rost bereits
zu sehen ist, sondern auch vorsorglich empfehlenswert ist. Oberherrlich!

Viele Grüsse aus dem Bergischen Land. Walter

P.S. Danke auch für das Angebot bezüglich des Pads. Ich werde es mir hier vor
Ort besorgen, das dürfte kein Problem sein.

habe mir gestern auch einen w210 zugelegt, nachdem mein w124(motor) mich im stich gelassen hat... der war vom mai 95 und hatte keinen rost, nirgends! wir hatten das auto von 98 an, also 12 jahre lang.

- habe weiter vorne gelesen das jmd nen rostfreien w210 von 95 hat... mein neuer 210er ist auch von 95-dezember... und zu meinem erstaunen hat der auch kein rost! (eine einzige kleine stelle am koti hinten rechts, ca so groß wie nen 20cent stück. ich denke nicht das es die bekannte "krankheit" ist sondern mal nen steinschlag o.ä. dazu geführt hat. desweiteren sollte das auto eigentlich auch garnicht verkauft werden... bloß dem guten mann (78 jahre alt und erster und einziger besitzer des fahrzeugs) ist aber nen motorad hinten links reingebrettert. er ist seid dem unfall (18.2.2010)in nem psychischen zustand wo er kein auto mehr fahren will. deswegen hat er sich von dem auto getrennt. ich kenne die rostprobleme des 210ers, deswegen war ich immer sehr skeptisch einen zu kaufen... habe dieses auto aber so an die 4std. lang genau inspiziert und keinen rost gefunden. und deswegen auch gekauft! mit sage und schreibe gut 80.000 km auf dem tacho! bin nach 2 tagen begeistert von dem wagen, trotz des ganzen schlechtredens dieser baureihe.

in diesem sinne; gute, unfall und rostfreie fahrt mit euren (210er) benzen.

Hallo zusammen,
hallo zs77706,

Glückwunsch zu deiner Neuerwerbung! Mach doch mal ein Foto von deinem neuen
Fahrzeug fürs Profil/Fahrzeuge.
Wenn man die Ursachen für das gravierende Rostproblem der Baureihe W210
zusammenträgt, also Wasserlack auf scharfkantigen und ausgefransten
Blechschnittkanten und sich die von lausitzerMB320 in diesem Tread so plausibel
und fachkundig dargestellten Eigenschaften von Wasserlack vor Augen hält,
bedarf es eigentlich nur noch widriger Umstände, z. B. eine unbelüftete Garage
oder eine salzhaltige Umgebung, bis ein rostfreies Auto plötzlich anfängt an den
bekannten Problemzonen zu rosten.
Auf Empfehlung von Mitgliedern hier im Forum habe ich an meinem (noch) rostfreien
Auto eine Hohlraum- und Unterbodenschutzkonservierung machen lassen.

Viele Grüsse aus dem Bergischen Land. 4 Grad. Walter

Also ich fahre einen 320 T CDI Avantgarde Bj. 2001 bevor das Auto vor 8 Monaten gekauft habe .habe ich den Wagen auf Herz und Nieren prüfen lassen. Dann nochmal bei Mercedes die fanden ganz minimalen Rost am 3 ten Bremslicht und das wurde auf Kulanz ohne Probleme gemacht . Das Auto war 1 Woche beim Lackierer die ganze Heckklappe wurde neu lackiert und auf diese arbeit habe ich ja auch Garantie. Sonst hat das Fahrzeug keinen Rost.

Hallo,

kann ich bestätigen. Baujahr 2001 E240T. Bisher Rost um den Tankeinfüllstutzen, um den Öffner der Heckklappe, alle 4 Radläufe.
Gestern habe ich nach dem langen Winter eine Handwäsche durchgeführt: die komplette untere Kante der Fahrertür, da wo die Dichtungslippe entlangeführt ist, komplett verrostet, und zwar so schlimm, daß wahrscheinlich die Tür erneuert werden muß.
Dann habe ich noch einen Rostfleck im Batterieraum unterhalb der Rücksitzbank entdeckt.

Ich bin mal gespnnt, wo noch Rost auftaucht, von dem ich noch nichts weiß.......

Das Auto ist eim Garagenwagen, wird gut gepflegt und hat gerade mal 82000km auf der Uhr. Ich habe ihn mit 2.500 km als Jahreswagen übernommen und wollte ihn eigentlich richtig lang fahren.

Dieses Auto macht mich fertig. Ist mein 5. Mercedes und ich habe noch nie so eine Katastrophe erlebt.

Gruß
Christof

Sodala, komme gerade aus Wien, habe die Kinder in die Volksoper gebracht und hatte 2 Stunden Zeit zum Spazierengehen, das Wetter war einigermaßen frühlingshaft schön.

So wie Kinder spielen, indem sie die Häufigkeit von irgendwelchen farbigen Autos zählen ("Wer hat mehr rote?"😉, so spielte ich nebenbei "rostfreie 210er suchen" ... ich hab wirklich einen Schaden! 😎 (Gibt's nach BR-210-Besitz eine Psychotherapie auf Krankenkasse?)

Also hab ich in einer Stunde an die 10 Stück parkende 210er gefunden (war eher keine Parkplatz-Gegend), erstaunlicherweise waren 6 davon Kombis wie meiner, die hab ich mir genau angesehen. 2 Vor-MOPF, 4 MOPF, bei den Limousinen war es ähnlich.

Ich hab recht genau geschaut, ohne dass ich jetzt die Polizei auf mich aufmerksam machen wollte ... es waren schon mehr 210er da, aber in den Taxis und vor der Volksoper saß wer drin, und Taxis sind sowieso nicht repräsentativ für mich. Als Taxi wird der 210er auch hier "im Osten" langsam selten.

Dazusagen muss man, dass in Wien eher zurückhaltend mit Salz gearbeitet wird. Stadtautobahn und bei Glatteis, sonst auch nur Räumung und Split.

Ein einziger Wagen war von außen betrachtet aus "Nirosta", alle anderen faulten sogar ziemlich stark, da ist meiner ja dagegen ein "Lercherlschaaß" (für Deutsche: ein Fürzchen)!!!

Die üblichen frei zugänglichen Stellen: Kofferraumschloss, Kotflügel vorne am Übergang zur Stoßstange, Radläufe hinten, Übergang der Radläufe in den Schweller, Türen an den Unterkanten teilweise von außen schon sichtbar (!), einmal auch oben am Dach beim Heckklappenscharnier. Erstaunlicherweise zeigte keiner Korrosion an den Scheuerleisten der Türen, das hatte meiner dagegen schon ... (und kommt gerade wieder).

Der sonstige Zustand der Fahrzeuge war duchschnittlich, einige wirkten sehr gepflegt (poliert, innen sauber und aufgeräumt), bei manchen konnte man durchaus von "in den letzten Zügen liegend" sprechen. Der Rest so-la-la. Steinschlagschäden waren eher gering.

Ich konnte keinen wesentlichen Unterschied zwischen Vor-MOPF und MOPF sehen, der nicht auf den wahrscheinlichen Altersunterschied von rund 3-4 Jahren zurückgeführt werden kann. Die Vor-MOPF waren auf keinen Fall besser beieinander (den Eindruck hatte ich schon nach einigen Beiträgen über sehr schöne, älterer Fahrzeuge hier).

Auffällig war der schwere Rostbefall der hinteren Seitenwände bei fast allen Fahrzeugen, besondes am Übergang zum Schweller! Meine Theorie dazu: Der Rost dürfte von hinten durchs Blech durchkommen, das geht dann wahrscheinlich recht plötzlich.

Was sagt uns das?

Die Baureihe ist jetzt im Mittel gut 10 Jahre alt. Zumindest in diesem kleinen Sample schaut's nicht gut aus: Wir werden wenige Youngtimer der Baureihe 210 sehen.

Eigentlich eine Motivation meinen doch noch mal aufzupolieren und in Lack und Blech zu investieren, könnte mal (oder bald) ein seltenes Auto sein ...

Also kann ich von einem "erfolgreichen Nachmittag" sprechen. 🙄

Hallo zusammen,
hallo Austro-Diesel,

vielen Dank für deinen in Worte gekleideten Frühlingsspaziergang in Wien,
es muss ja nicht immer der Wiener Prater sein ... (ich bin noch nie in Wien gewesen)
aber ich kann deine Stimmung bei herrlichem Sonnenschein, so einigen W/S210
und deine Kinder in der Oper wissend, nachvollziehen. Dein Entschluss, jetzt
bei schönerem Wetter deinen Diesel herauszuputzen, ist doch eigentlich ein
echter Herzenswunsch, an dem du dich, wenn dein Auto strahlend im Sonnenlicht
stehen wird, mit Freude immer wieder erinnern wirst ...

Viele Grüsse aus dem Bergischen Land. Hier geht zwar gerade nicht die Welt unter,
aber mit viel Regen und Windgeschwindigkeiten über 100 km/h, u. a. eingestellten
Zugverkehr und 2 Toten in NRW sieht die Welt hierzulande ein wenig anders aus. Walter

Oje, da geht ja richtig was ab bei euch ...

Meinem hehren Wunsch stehen leider Investitionen von rund 7.000 Euro entgegen, was so ziemlich dem Restwert des Wagens entspricht.

Das wäre billiger zu machen bei irgendeiner Werkstat, nur dummerweise habe ich ein Verfahren gegen Daimler laufen, worin es um die diffusen Garantiebestimmungen geht und inwieweit die für mich als österreichischen Konsumenten gültig sind.

Sollte ich gewinnen, kann ich mir bereits in Vorleistung erbrachte Not-Reparaturen (um die Substanz während der Verfahrensdauer nicht weiter unnötig zu schwächen) vergüten lassen, aber nur, wenn sie so ausgeführt sind, wie eine Mercedes-Vertragswerkstatt das im Rahmen der Garantieleistung machen würde. Also kann ich schlecht in eine Hinterhof-Lackiererwerkstätte gehen (die das vielleicht gründlicher machen würde!), ohne meine Chancen auf Erstattung zu vermindern. Die Gesamtchancen stehen bei ca. 50%, meint mein Rechtsanwalt, da Daimler nicht in Österreich sitzt, das österreichische Konsumentenschutzgesetz für mich gilt und den österreichischen Richtern ein deutscher Konzern nicht so sehr am Herzen liegt. (In Deutschland wurden solchen Prozesse schon "erfolgreich" verloren.)

Schau ma amal.

Die Radläufe hab ich mal vorfinanziert, alles andere sind Anbauteile (Türen, Kotflügel, Motorhaube) oder nicht sichtbare, nicht tragende Teile (Blech um die Entlüftungsgitter im Kofferraum).

Vier Jahre muss er noch fahren. Würde auch ohne was zu tun noch gehen.

Nur: Will ich so herumfahren?

Zitat:

Original geschrieben von sluggygmx



Zitat:

Original geschrieben von the great gonzo


Und nur weil manche keinen Rost an einem w210 entdecken oder das Loch in der Ozonschicht nicht sehen, heißt dies noch lange nicht, dass es nicht passiert.
Geht mir recht ähnlich. Ich will niemanden Lügen unterstellen. Aber es ist einfach auffällig, dass es hier nur zwei Möglichkeiten gibt. Rost oder kein Rost. Und wenn man sich dann mal aktiv nach einem W/S210 umsieht sind irgendwie alle verrostet. Da klafft eine große Lücke zwischen dem hier gelesenen und dem tatsächlich gesehenen.

Wobei es auch auffällig ist, wieviele AMG, M3, M5, RS4, RS6,..... auf den Straßen geben müsste---alleine schon von der Anzahl hier gemeldeter User 😰

Der war GUT

. Vergiss nicht, daß hier sehr viele Träumer sind und einfach nur mitschwätzen wollen, auch wenn es meist keinen Wert hat. Ich selber habe das leidige Thema schon bei einigen DB -NEUWAGEN- hinter mir. Fazit nie mehr DB. So wie ich es jetzt habe bin ich sehr zufrieden. Und was noch der Fall ist, einiges günstiger. Auch die ANDEREN haben gute Fahrzeuge. Ob mich ein KD-Meister mit Schlipps begrüßt oder nicht ist mir egal.

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