W124 Kaufberatung, lohnt sich eine Restauration?
Hallo,
Ich bin neu hier und hätte eine Frage. Ich denke die wurde bestimmt schon beantwortet. Jedoch habe ich nichts gefunden.
Mein Opa ist verstorben und hat einen E220 bj 93 mit 105000tkm hinterlassen. Es ist ein Automatik mit Klima.
Er hat jedoch an allen Radläufen Rost und auch an der Fahrertüre. Mein Opa hat dann selber viel rumgemalt.
Ich könnte ihn für 3000 Euro haben. Unterboden und Technik sind laut meiner Werkstatt top.
Haltet ihr es für sinnvoll und auch vernünftig Geld in eine Lackierung des gesamten Autos inklusive Rostbeseitigung zu stecken?
Danke schon mal für eure Meinungen.
Gruß Andi
82 Antworten
Sorry, ich habe den Fehler in meinem Beitrag korrigiert, BJ ist zwischen 10/92 und 06/93.
In den Papieren steht kein Baujahr, nur der Tag der ersten Zulassung.
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Ich spekuliere mal das dieses Auto einen bröckeligen Motorkabelbaum hat wenn der noch nicht erneuert wurde....
Meiner sah auch auf den ersten Blick von unten „top“ aus.
Die ganzen, teils zugeschmierten Durchrostungen habe ich in 3 Jahren erst nach und nach entdeckt.
Und es kommt immer wieder was dazu.
Stellen, die augenscheinlich komplett rostfrei (und ausnahmsweise mal unberührt) sind, offenbaren nach genauer Begutachtung Durchrostungen.
Also grundsätzlich ist das mit dem werksseitigen Unterbodenschutz schon mehr als gruselig.
Hallo,
ich möchte mal wieder zurückkehren zur Eingangsfrage.
Die lautete:
"Unterboden und Technik sind laut meiner Werkstatt top. Haltet ihr es für sinnvoll und auch vernünftig Geld in eine Lackierung des gesamten Autos inklusive Rostbeseitigung zu stecken?"
Gehen wir mal davon aus, dass die Technik ok ist und an Rost nur das da ist, was man auf den Bildern sehen kann. Dann kann man in das Auto durchaus 2-3 TEUR stecken an neuen Kotflügeln, paar Blechen und Lack und hat dann einen schönen Daily Driver, der einen noch dazu an den Opa erinnert.
Hier wurde nun viel geschrieben darüber, dass die Technik (Kabelbaum etc.) und der Rostzustand unter dem UBS wahrscheinlich nicht top sind. Das gute ist: Man kann das nachgucken. Das würde ich an Deiner Stelle, Andi, auf jeden Fall machen. Kommen da ein paar Sachen zusammen, ist es schnell jenseits aller Wirtschaftlichkeit und es macht auch keinen Spaß.
Jetzt das aber: Es kommt natürlich drauf an, wie viel Du selber machen kannst, willst und wieviel Geld Du dafür übrig hast. Kannst Du zB schweißen oder hast jemanden, der Dir für ein paar Kästen Bier alles schweißt, hast Du eine Scheune oder Halle, wo der Wagen auch mal 1/2 Jahr trocken stehen kann bis es weiter geht, dann sieht es schon anders aus. Das kannst aber nur Du selber wissen.
Meine Meinung: Bei so viel sichtbarem Rost wirst keine Freude haben, der kommt immer wieder. Mehr wird der Wagen auch nicht mehr Wert in Zukunft. Verlass Dich bitte nicht auf so Anrufe: Hole sofort für 3000 EUR ... wenn die Leute dann bei Dir am Hof stehen wird gemäkelt und gefeilscht ...
Was er DIR Wert ist (weil auch vom Opa), kann ich nicht beurteilen. Ich wünsche Dir, dass Du die richtige Entscheidung treffen kannst.
Viele Grüße
Zitat:
@Mallnoch schrieb am 18. März 2022 um 12:35:28 Uhr:
Evtl könnte jemand den Titel umbenennen.
Das ist ja keine Restauration sondern kaufberatung.
Tadaaaaa….
Es steht oder fällt mit den Schrauberfähigkeiten des Themenstarters.
Aus der Ferne betrachtet kann alles gut oder schlecht sein.
Ich glaube der Wagen wird verkauft……
Ich kann schon ein paar Sachen selber machen und haben einen sehr guten Freund mit größerer Werkstatt an der Hand. Der hilft mir bei allem. Und hat Kontakte zu Lackierer und Spengler die sicher auch "mithelfen" werden. Von der Seite würde das bestimmt gehen
Karosserie arbeiten gehen immer ins Geld weil da Stunden drauf gehen.
Vor allem außen im sichtbaren Bereich.
Danach noch Lack
Gut wenn man es richtig macht
Da hast du viele gefallen
Mach den schlecht, schau genau nach, drück den rost Lack rein.
Drück den Preis
Warum soll er den Wagen von seinem Opa schlecht machen?
Irgendwie verstehen hier viele nicht worum es geht. Opa ist gestorben und das Erbe wird auf die beiden Töchter aufgeteilt. Die Schwester seiner Mutter, also seine Tante, kann mit dem Benz nichts anfangen. Also sollte der Neffe den Wagen mal für 3999€ inserieren. Daraufhin kamen einige Anfrragen und Kaufangebote. Daraufhin einigten sich die Schwestern auf 3000€. Das seine Mutter wahrscheinlich auf ihren Anteil, zugunsten ihres Sohnes verzichtet, kostet ihm der Wagen wahrscheinlich nur 1500€. Soviel zum Preis.
Jetzt geht es um den Zustand
Natürlich wird der Wagen den ein oder anderen Rostschaden haben. Auch gehe ich davon aus, dass in absehbarer Zeit der Motorkabelbaum fällig wird. Ich hatte auch schonmal einen solchen Wagen in wahrscheinlich gleichen (Rost)Zustand. Meiner hatte auch alle Radläufe, eine Tür, Radkästen vorne (Waschwasser/ABS) und auch die hinteren Radkästen (um die Gummistopfen) mit Rost zu tun. Alle Wagenheberaufnahmen, Hinterachsaufnahmen und Unterboden allgemein waren im guten Zustand.
Das hat mich nicht abgeschreckt den Wagen zu kaufen. Weil, sonst war der Wagen Top und auch mit Klima usw. im techn. guten Zustand.
Ende vom Lied; Ich würde den Wagen an deiner Stelle nehmen, deiner Tante die 1500€ mit einem (schwarzen) humorvollen Spruch geben und gut. Du hast entsprechende Kumpels, die dir beim (überschaubaren) Aufbau unter die Arme greifen. Und Weiß ist eine dankbare Farbe. Da reichen teilweise nur Beilackierungen aus. Motor und Automatikgetriebe dürften bei diesem Kilometerstand nocht fit für weitere hunderttausende Kilometer sein. So ein M111 mit 150PS fährt sich sehr gut. Er ist nicht aufdringlich, hat gute Fahrleistungen und ist auch noch relativ verbrauchsarm (gegenüber den älteren Benzinern (M102/103). Den Wagen könntest du als Youngtimer versichern (unter 100€/Jahr inclu Teilkasko) und mit Euro2 auch relativ überschaubar an KFZ-Steuer.
Zitat:
@AndiDo schrieb am 18. März 2022 um 22:19:05 Uhr:
Ich kann schon ein paar Sachen selber machen und haben einen sehr guten Freund mit größerer Werkstatt an der Hand. Der hilft mir bei allem. Und hat Kontakte zu Lackierer und Spengler die sicher auch "mithelfen" werden. Von der Seite würde das bestimmt gehen
Klingt, als hätte der Wagen einen ideellen Wert für Dich, denn er kommt ja vom Opa.
Das kann ich gut verstehen, da hängen halt Erinnerungen dran.
Ich finde es auch gut, dass Du Deine Verbindungen zu Fachleuten ausnutzen willst, würde ich auch tun.
Du hast Leute, die kennen sich mit der Instansetzung aus. Das ist schon mal sehr gut.
Also würde ich z.B. bei Youtube, hier im Forum und im Web gucken, wo die Schwachstellen sind, mir einen Schraubendreher schnappen, den Wagen auf die Bühne stellen und ordentlich unten herumstochern.
Achtung:
Der Hinterachs-Träger rostet von oben und innen, da kommt man von unten schwer oder garnicht ran. Das muss man einfach wissen.
Den Rest werden dann Deine Fachleute beurteilen.
Ich wüsche Dir, dass das klappt und sich eine Instandsetzung lohnt.
Das wird dann trotzdem vermutlich einige bis viele Tausend Euro kosten, also musst Du das mit Deiner Familie klären.
Ich finde, dass 3000 Euro im Familienkreis einfach viel zuviel sind. Vor allem, wenn der Wagen wieder instand gesetzt werden soll.
Fair ist das nicht. Einfach, weil Dein Aufwand so gigantisch ist.
Du macht die ganze Arbeit und investierst viel Geld, und sollst auch noch zahlen?
Habt Ihr es so knapp in der Familie, dass ihr Euch um die paar Kröten kloppt?
Ist nicht das Andenken an Opa wichtiger?
Ich würde es so machen:
Entweder:
Du kriegst die Karre kostenfrei. Dafür machst Du sie zurecht, und zwar mit Deinem eigenen Geld. Und dann bleibt das instand gesetzte Fahrzeug zur Erinnerung mindestens zwei Jahre in der Familie. Danach kannst Du damit machen, was Du willst.
Oder:
Es wird NICHTS gemacht, sondern jemand verkauft das Auto und man teilt den Gewinn in der Familie auf.
Oder:
ALLE teilen sich die Instandsetzungs-Kosten. Wegen der Erinnerung.
Dann zahlt jeder seinen Teil (sicherlich einige T€), aber man hat dann natürlich ganz andere Möglichkeiten.
a) Und dann steht das Fahrzeug als Familenkutsche zur Verfügung und wird gepflegt.
b) dann wird das Fahrzeug verkauft und das Geld geteilt.
... es gibt sicherlich noch mehr Möglichkeiten, das zu regeln 😁
Garnicht so einfach, es allen Familienmitgliedern recht zu machen, oder?
Gruß
k-hm