W124 Kaufberatung, lohnt sich eine Restauration?
Hallo,
Ich bin neu hier und hätte eine Frage. Ich denke die wurde bestimmt schon beantwortet. Jedoch habe ich nichts gefunden.
Mein Opa ist verstorben und hat einen E220 bj 93 mit 105000tkm hinterlassen. Es ist ein Automatik mit Klima.
Er hat jedoch an allen Radläufen Rost und auch an der Fahrertüre. Mein Opa hat dann selber viel rumgemalt.
Ich könnte ihn für 3000 Euro haben. Unterboden und Technik sind laut meiner Werkstatt top.
Haltet ihr es für sinnvoll und auch vernünftig Geld in eine Lackierung des gesamten Autos inklusive Rostbeseitigung zu stecken?
Danke schon mal für eure Meinungen.
Gruß Andi
82 Antworten
Ich find´s "lustig".
Kennt jemand den folgenden Dialog?:
"Ich verstehe mich gut mit meinen Geschwistern."
Frage des Gegenübers:
"Habt ihr schon geteilt?"
q.e.d. (Eigenerfahrung!)
Gruß, push
Ja das ist nicht so einfach. Meine Tante kann wie schon hier gesagt nichts damit anfangen. Die will natürlich das Ding so gut wie möglich verkaufen. Der Benz hat natürlich auch einen ideellen Wert für mich. Zudem find ich den ganz lässig vom optischen her. Ich kann mich nur nochmal für die ganzen Insider Tipps bedanken und werde morgen mal das Teil auf die Hebebühne stellen und mit dem Schraubendreher stochern. 🙂 Ich hoffe auf ganz viel Widerstand. 🙂
Wäre cool, wenn Du mal berichtest, was dabei so rauskam.
Ich schätze, ich bin nicht der einzige, der neugierig ist :-)
Gruß
k-hm
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Also, Schraubendreher brauchst du nicht, wo der durch ist kannste mit den Fingern draufdrücken und Löcher rein machen.
Wenn deine Tante der Meinung ist, dass die Karre 3k€ wert ist, dann lass sie doch...
Soll sie ihn ins Netz stellen, alle 2 Wochen 500€ billiger machen und wenn sie bei 1500€ angekommen ist, gibst ihr die und fertig.
Oder soll ihn einfach in Ebay einstellen, dann kannst du ihn selber ersteigern...
Das Erbenthema kenne ich oft, da bleibt dann ein Oldtimer zurück und die Leute denken sie haben den Goldschatz. Oft ist das aber kein Goldschatz, sondern viele Eigentümer sparen auf den letzten Lebensjahren an allen Ecken und Kanten, hier wörtlich genommen weil sie ja wissen dass sie nicht mehr viel fahren und dann braucht die Preisfindung der Erben eben seine Zeit....
Die meisten 124er meiner "betagten" Kunden sind in einem Zustand, in dem sie die Autos eigentlich direkt mit ins Grab nehmen könnten. Die sind zwar technisch "in Ordnung", was das Fahren angeht, aber größere Investitionen sind da eher die Ausnahme als die Regel, vor allem im Bereich Fahrwerk / Achsen & Lack / Karosserie wird da dann irgendwann nur noch das nötigste für den TÜV gemacht. Es gibt zwar Ausnahmen, aber die Autos gehen dann in der Regel an die Kinder weiter... Bei so nem Auto 4 Radläufe und 2 Kotflügel und 2 Seiten lackieren, dass geben die Senioren wenn es sich dem Ende der Führerscheinnutzung nähert nur für ihre Kinder aus.
Das sehe ich genauso wie Mark,in meiner über 30 jährigen Laufbahn im Autohandel habe ich solche Fälle auch öfters gehabt.......
"Unser Auto ist mehr wert ist ja von Opa."......wenn Du den Wagen sanieren willst gehen min.5.mille drauf,wenn Du viel selber machen kannst dann ists natürlich eine tolle sache"
Wünsche Dir die richtige entscheidung......
So hatte ihn heute auf der Grube. Die Achsaufnahmen hinten sahen nicht so gut aus. Die Schweller habe ich nicht abgebaut weil ich mich dazu entschieden habe den Wagen zu verkaufen. Ist einfach doch zu viel Aufwand und wird vermutlich zu viel Kosten. Ich habe noch ein paar Bilder angehängt. Ich danke euch allen für die Tipps.
Richtige Entscheidung, die Aufnahmen sind locker durch.
Leitungen auch tot.
Wird unter den Verkleidungen nicht besser aussehen.
Ja der ist fertig……verkaufen wenn man nicht selber schweißen kann und lust dazu hat.
Aber sagte nicht jemand vorher Unterboden ist gut?
So viel zeigen die Bilder nicht.
Aber das was man sieht, schreit schon nach genug Arbeit.
Tatsächlich kann man den wohl leider nur verhökern.
Da sieht man mal, dass nur ein niedriger Kilometerstand absolut kein Garant für ein gutes Auto ist.
Warum ist der so fertig?
Immer bei Ebbe im Watt geparkt, die Flut abgewartet und später wieder rausgeholt?
Schade eigentlich.
Klassiker: Hinterachsaufnahmen durch. Aber das ist nicht das Problem 😁
Naja, man sieht nicht viel, aber das, was man sieht, ist nicht so richtig gut.
Sorgen machen mir auch die Bremsleitungen. Nicht wegen des Geldes, die sind nicht teuer.
Mit den passenden Ersatz-Rohren (Meterware) und einem guten Bördel-Werkzeug ist das schnell behoben.
Aber wenn die so aussehen, dann sitzt da Salz. Und Wasser.
Sieht man auch auf den Antriebswellen.
Salz macht der beste Unterboden nicht auf Dauer mit.
Der wird schon überall reingekrochen sein. Das ist bitter....
Man kann das alles machen, klar... wird aber reichlich (!) Aufwand. Wochen... Monate... man muss ja auch Zeit, Platz und Werkzeug haben.
Und beim Profi wären da mal mal locker viele k€ fällig.
Ich denke, die Hinterachse wird auch durchgegammelt sein. Genau sehen tut mans nicht.
Die Radträger hinten sehen meist schlimmer aus, als sie sind, aber die ganze Achse (vielleicht auch das Diff) muss komplett runter, zerlegt und gemacht werden.
Puhhh...
Gruß
k-hm
Zitat:
@AndiDo schrieb am 22. März 2022 um 21:29:22 Uhr:
So hatte ihn heute auf der Grube. Die Achsaufnahmen hinten sahen nicht so gut aus. Die Schweller habe ich nicht abgebaut weil ich mich dazu entschieden habe den Wagen zu verkaufen. Ist einfach doch zu viel Aufwand und wird vermutlich zu viel Kosten. Ich habe noch ein paar Bilder angehängt. Ich danke euch allen für die Tipps.
Hi Andi,
gute und pragmatische Entscheidung.
Ich hoffe, Dir selbst gehts auch gut dabei.
Ich wünsche Dir einen guten Erlös.
Gruß
k-hm
Ja ich kann damit auch gut leben. Für so ein großes Projekt habe ich leider gerade keine Zeit. Schauen wir mal was jetzt so rum kommt. Heute kommt ein potentieller Käufer. Ich geb bescheid was ich noch bekommen habe. Interessiert vielleicht doch den ein oder anderen.
Aber in die Anzeige zu schreiben, dass der Unterboden top ist, könnte ich persönlich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren.
Hoffentlich kauft kein ahnungsloses Schwein den Wagen zu dem aufgerufenen Preis.