Von Arbeitgeber zum Schleichen verdammt.
Hallo zusammen,
ich hab da mal ein paar Fragen: Wie verhält es sich, wenn mir mein Arbeitgeber vorschreibt auf Autobahnen nicht schneller als 80km/h zu fahren? Mit einem normalen PKW?
Werde ich genötigt z.B. Lastwagen mehr als nötig zu behindern? (durch meinen Tacho fahre ich ja < 80).
Und wenn ich schneller Fahre, darf man mich entlassen?
Beste Antwort im Thema
Zitat:
Original geschrieben von tmueko
Und wenn ich schneller Fahre, darf man mich entlassen?
Ja, wenn du durch das schneller Fahren deine Fahrerlaubnis abgeben musst, und du dadurch deinen Job nicht mehr erledigen kannst, kann dir gekündigt werden.
Ebenso kann von dir "spritfahrendes" Fahren verlangt werden, wenn das Fahrzeug von der Firma ist, und diese für die Spritkosten aufkommt.
Aber mit einem PKW auf der AB 130 und Landstrasse 100 zu fahren ist weder in irgendeiner Weise gefährdend, noch Spritverschleudernd. Kein Gericht in Deutschland würde einer Kündigung stattgeben wenn du dich auf der Landstrasse an die Höchstgeschwindigkeit hälst, und auf der AB an die Richtgeschwindigkeit.
Wenn du im Verkehrsflusses fährst, und kein rüpelhaftes Verhalten an den Tag legst, welches das Ansehen des Firmenimages schädigst, dann kann dein Cheffe dich aufgrund dessen nicht entlassen.
Zitat:
PS: Natürlich hat der amerikanische Auftraggeber "angeregt" dass mein Bekannter entlassen wird :-(
In Amerika kann dies möglich sein, hier in Deutschland ist auch ein amerikanisches Unternehmen an deutsche Gesetze gebunden, und da wird er vor dem Arbeitsgericht wenig Erfolg mit dem Durchsetzen der Kündigung haben.
63 Antworten
Nach reiflicher Überlegung haben wir vor 2 1/4 Jahren unsere neuen Sprinter auf 90 km/h drosseln lassen.
Die Bilanz kann sich sehen lassen.
Alle Monteure haben noch ihre Fahrerlaubnis!
Keiner hat mehr Punkte in Flensburg!
Der Verschleiss an Bremsen und Reifen ist endlich in einen normalen, kalkulierbaren Rahmen gekommen!
Der Dieselverbrauch hat aufs Jahr gesehen knapp 18% abgenommen.
Witzigerweise sind die Anfahrzeiten, nicht wie erst angenommen ins Uferlose gewachsen, sondern wir erscheinen relativ genau zur angekündigten Zeit auf unseren Baustellen. ( Ausnahmen wie verkehrsbedingte Verschiebungen hatten wir voher, und haben sie natürlich auch jetzt. Aber deutlich geringer gegenüber vor 2 1/4 Jahren )
mfg
Omega-OPA
Zitat:
Original geschrieben von TimHendrik
Auf ner vollen Autobahn hast du sicherlich recht, allein der zusätzliche Tank-Stop des 220 Fahrers lässt den 100 Fahrer wieder aufholen.Aber wenn du den Vergleich nachts anstellst, auf ner 3spurigen leeren Autobahn kann der Vorsprung problemlos 1 - 2 Stunden betragen.
auch @Bucklew2:
Sicherlich, wenn man theoretisch rechnet "200 km à 220 kmh = ne knappe Stunde" und "200 km à 100 kmh = 2 Stunden" und somit ne Stunde Rückstand mag das theoretisch stimmen. Nur: wie oft kommt es wirklich vor, dass das im Berufsverkehr, tagsüber zwischen 7 und 18 Uhr wochentags noch funktioniert? Selbst wenn die Autobahn grundsätzlich unbeschränkt ist kommen doch zwischendurch immer wieder Begrenzungen für einige km...
Klar, Sonntag vormittag oder in der Nacht mögen die Theorien noch aufgehen. Ich weiß durchaus, wovon ich spreche, da ich im Süddeutschen Raum regelmäßig einige Autobahnkilometer zurücklege und mein Auto läuft seine knapp 250 kmh. Ich hatte auch schon das Glück, Nürnberg-Hamburg fast komplett ohne Verkehr zu erwischen und nen vollen Tank in 2 Stunden zu verblasen... Klar kommt man damit wahrscheinlich in der halben Zeit des 100-kmh-Fahrers an, aber in der Regel sind doch nur Geschwindigkeiten zwischen 80 und 140 kmh gefahrlos möglich und da schmilzt der praktische Vorsprung schnell dahin.
Gruß
Jan
Zitat:
Original geschrieben von jan.th
Sicherlich, wenn man theoretisch rechnet "200 km à 220 kmh = ne knappe Stunde" und "200 km à 100 kmh = 2 Stunden" und somit ne Stunde Rückstand mag das theoretisch stimmen. Nur: wie oft kommt es wirklich vor, dass das im Berufsverkehr, tagsüber zwischen 7 und 18 Uhr wochentags noch funktioniert? Selbst wenn die Autobahn grundsätzlich unbeschränkt ist kommen doch zwischendurch immer wieder Begrenzungen für einige km...
mein beispiel gilt freitag nachmittag zwischen 15-18uhr - kann ich dir gern zeigen 😉
das es natürlich nicht funktioniert, wenn zwischendurch 5km stau sind durch einen unfall ist auch klar, aber dann würde ich auch mit TL die strecke nicht in 2 stunden schaffen. wie gesagt, mein beispiel ist ein REALES beispiel, KEINE theorie. oft genug gefahren.
Moin,
Auch bei mir steht im Arbeitsvertrag, dass die Arbeitsanweisungen bzgl. der Firmenfahrzeuge einzuhalten sind. Auch unsere Fahr- und Dienstanweisungen sehen ein Tempolimit von 100 km/h vor.
Wie in zig Experimenten bewiesen wurde ... ist der Zeitgewinn bei der Fahrweise "was geht" nicht ausreichend, um im Grunde die erhöhten Kosten zu rechtfertigen. Und eine solche Dienstanweisung ist im Grunde BINDEND, auch wenn sie nicht zwingend einen Kündigungsgrund darstellt. Aber dann gibt es eben kein Dienstfahrzeug mehr ...
Und auch wenn einige Menschen es sich als unseriöses Argument basteln ... Sekundenschlaf ist KEIN Problem von Langeweile oder eines Tempolimits ... sondern von ZU LANGER Tätigkeit oder falschen Verhaltens (übermüdet ins Auto gestiegen, falsche Ernährung etc.pp.). Genauso wie die Aussage "70" oder "100" ist zu langsam eher für einen verqueren Charakter spricht, denn für einen verantwortungsvollen Fahrer... Man sollte solche Zahlen wie "Doppel so viele Sekundenschlafunfälle" auch mal analysieren und verstehen und sie nicht nur "so wie sie da steht" schlucken...
Alles genau wissenschaftlich untersucht ... bei den Mythbusters würde da "busted" stehen ...
Ganz klasse ist auch das Argument ... das 80 (inkl. Toleranz dann 90 Tacho) eine Behinderung darstellen täte ... naja 😉 Rechts wird normalerweise exakt so schnell gefahren. Nur auf der Überholspur hat man dann eben NICHTS zu suchen. Aber da man ja auch arbeitet, überholt man halt nicht. Dafür kommt man eben ungestresst am Ziel an und hat nicht einen Blutdruck kurz vorm Herzinfarkt *g*
Gruß Kester
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Zitat:
Original geschrieben von tmueko
Hallo zusammen,ich hab da mal ein paar Fragen: Wie verhält es sich, wenn mir mein Arbeitgeber vorschreibt auf Autobahnen nicht schneller als 80km/h zu fahren? Mit einem normalen PKW?
Werde ich genötigt z.B. Lastwagen mehr als nötig zu behindern? (durch meinen Tacho fahre ich ja < 80).Und wenn ich schneller Fahre, darf man mich entlassen?
Hää ? Mit Pkw 80 km/h auf der freien Autobahn ? Oder meinte er daß Du die 80 km/h in Baustellen nicht überschreiten darfst ?
1. wäre Schwachsinn in Potenz und 2. vollkommen nachvollziehbar. Ich würde mal den Chef ansprechen, was er denn nun genau damit meint und ob Du ernstlich bei freier Autobahn mit 80 km/h in einem Pkw langzuckeln sollst.
Wenn Dein Chef weiter auf Nr. 1 besteht sollte er sich einmal das Thema "unnötige Belästigung/Behinderung anderer VT" durchlesen.
Es verlangt ja keiner daß man mit 200 fahren muß, aber ich würde schon bei einem Firmen-Pkw voraussetzen, daß man das Fahrzeug bei freier Autobahn bis 130 km/h (dem weichen Tempolimit) bewegen darf, um unnötige Behinderungen auf ein Minimum zu reduzieren.
Mit 80 km/h kommt nämlich auch das Gefährdungspotential durch die Lkws hinzu, die durch so eine Fahrweise zu gefährlichen Überholmanövern greifen und es dazu zu weiteren Verkehrsstockungen kommt.
@ Michael Gehrt:
Lass mal stecken, der TE war seit Oktober 2008 nicht mehr auf MT 😉 !
Und hat nie etwas anderes als diese - sagen wir mal merkwürdige - Frage beigetragen 🙄.
Zitat:
Original geschrieben von tmueko
* 100 auf Autobahnen und Bundesstrassen
* 80 auf Land- und Kreisstraßen
* 50 in der Ortschaft
Na das klingt doch schon anders als die eingangs genannten 80 km/h auf Autobahnen....
Diese Geschwindigkeitslimits sind durchaus vertretbar und bringen überwiegend Vorteile. Unbenommen bleibt ja die Möglichkeit zum Pause machen, wenn man sich erschöpft fühlt.
Was Ihr nur immer habt - Schnellfahren ist nicht ein Teil der Lebensqualität. Ähnliche Anweisungen gibt es übrigens bei deutschen Logistikunternehmen auch und die großen Industriefirmen/Auftraggeber kontrollieren sogar sehr genau, ob ihre Zulieferteile vorschriftsmäßig und zuverlässig angeliefert werden oder im Rahmen von Harakiri-Akionen.
Zitat:
Original geschrieben von rg4544
Na das klingt doch schon anders als die eingangs genannten 80 km/h auf Autobahnen....Zitat:
Original geschrieben von tmueko
* 100 auf Autobahnen und Bundesstrassen
* 80 auf Land- und Kreisstraßen
* 50 in der OrtschaftDiese Geschwindigkeitslimits sind durchaus vertretbar und bringen überwiegend Vorteile. Unbenommen bleibt ja die Möglichkeit zum Pause machen, wenn man sich erschöpft fühlt.
Was Ihr nur immer habt - Schnellfahren ist nicht ein Teil der Lebensqualität. Ähnliche Anweisungen gibt es übrigens bei deutschen Logistikunternehmen auch und die großen Industriefirmen/Auftraggeber kontrollieren sogar sehr genau, ob ihre Zulieferteile vorschriftsmäßig und zuverlässig angeliefert werden oder im Rahmen von Harakiri-Akionen.
Bei trockenem Wetter und gutem Verkehrsfluß sind bei freigegebener Autobahn auch 100 eine Zumutung. Wie gesagt 130 km/h ist keine Harakiri-Aktion, würde aber den Verkehrsfluß entspannen. Es verlangt ja keiner, daß man mit 200 über die Autobahn fahren soll.
Zitat:
Original geschrieben von Michael Gehrt
Sorry hab ich total übersehen. 😁
Bedeutet aber nicht, dass ich nicht noch mitlesen.
Derjenige, den das betroffen hat (der in-der-tat entlassen wurde) ist zu allem Überfluss inzwischen auch noch tot:-(((
Optimiert sind die Fahrzeuge im EU-Raum auf die Meßpunkte 80 und 120 (Zulassungsvorschriften hinsichtl. Abgaswerte).
Wer im Bereich dieser Punkte unterwegs ist, spart.
Daneben gilt es, rechtzeitig vom Gas zu gehen und das Fz. rollen zu lassen (Schubabschaltung, EInspritzung geht auf Nullförderung).
Klar ist das teils für den Hintermann gefühlt ein Schleichen, aber wenn man das Fz. nicht erst zum Stehen bremsen muß, spart man so auch wieder Sprit da man schneller wieder auf Tempo ist (innerorts wenn man die Ampeln kennt, kann man so deutlichen Zeitgewinn rausholen).
Zu empfehlen ist dann so ein Wirtschaftlichkeitstraining auch bei chefs mit ähnlichen wahnvorstellungen.
Zitat:
Original geschrieben von tmueko
Bedeutet aber nicht, dass ich nicht noch mitlesen.Zitat:
Original geschrieben von Michael Gehrt
Sorry hab ich total übersehen. 😁Derjenige, den das betroffen hat (der in-der-tat entlassen wurde) ist zu allem Überfluss inzwischen auch noch tot:-(((
Wo steht das denn daß er tot ist ?
Zitat:
Original geschrieben von tmueko
Bedeutet aber nicht, dass ich nicht noch mitlesen.Zitat:
Original geschrieben von Michael Gehrt
Sorry hab ich total übersehen. 😁Derjenige, den das betroffen hat (der in-der-tat entlassen wurde) ist zu allem Überfluss inzwischen auch noch tot:-(((
Chapeau - das nennt man feedback. Dann schreibe doch auch wieder mal was 😉.
Zitat:
Original geschrieben von Michael Gehrt
Wo steht das denn daß er tot ist ?Zitat:
Original geschrieben von tmueko
Bedeutet aber nicht, dass ich nicht noch mitlesen.
Derjenige, den das betroffen hat (der in-der-tat entlassen wurde) ist zu allem Überfluss inzwischen auch noch tot:-(((
Hm. Weil es ein Bekannter des TE ist und der TE das eben weiß?
Zitat:
Original geschrieben von Erwachsener
Hm. Weil es ein Bekannter des TE ist und der TE das eben weiß?Zitat:
Original geschrieben von Michael Gehrt
Wo steht das denn daß er tot ist ?
Soweit klar. Das ging nur aus dem Thread nicht hervor. Und für mich klang das so bezüglich seiner Antwort mit dem Thema ....lesen etc., daß das hier im Thread steht. Halt ein klassisches Mißverständnis.