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Vibration bei 130km/h - mögliche Lösung
Hallo zusammen.
Dieser Beitrag ist als Lösungsvorschlag für eine bestimmte Gruppe problemgeplagter Fahrer gedacht - zu der ich seit Jahren bis gestern gehört habe:
- Euer BMW vibriert ab 100km/h, mit dem Maximum bei 120-130km/h, ab 150km/h hört es auf.
- Die Vibrationen schwanken in der Stärke und auf absolut 100%ig glattem Asphalt läuft das Auto auch mal rund.
- Beschleunigen und Ausrollen aus höheren Geschwindigkeiten können die Vibrationen hervorrufen.
- Nach einem Besuch beim Reifenhändler zum Radwechsel oder Wuchten läuft das Auto manchmal kurzzeitig besser, aber das Problem kommt zurück.
- Für die Experimentierfreudigen: Tesa auf der Radnabe verringert das Problem, aber es behebt es nicht komplett.
Wenn die Vibrationen bei eurem Fahrzeug immer in exakt der selben Stärke vorhanden sind, wird euch mein Vorschlag nicht helfen.
Die Foren in aller Welt sind voll von diesem Problem, aber was es für mich gelöst hat, finde ich nirgendwo. Falls ihr das alle gewusst habt und nur ich nicht - sorry.
Meine Lösung:
Ich habe seit gestern vier sogenannte "reibwerterhöhende Scheiben" zwischen jeder Bremsscheibe und Felge verbaut. Das ist ein BMW-Teil mit der Teilenummer "34106884839".
Das Auto vibriert nicht mehr. Und ich meine: Gar nicht mehr!
Ich habe die Vibrationen mit der NVH App gemessen und die Amplituden haben sich auf ein Zehntel der zuvor gemessenen Werte reduziert. Nicht, dass mein Hintern mir das nicht auch gesagt hätte...
Das kann für mich nur bedeuten, dass die Felgen auf der Radnabe bzw. Bremsscheibe wandern; vermutlich durch die normalen Vibrationen des Reifens auf der rauen Straßenoberfläche angeregt.
Weil ich das nicht glauben wollte, habe ich die Scheiben wieder entfernt und bin gefahren. Ergebnis: Es vibrierte wieder. Also Räder wieder runter, Scheiben wieder drauf und Testfahrt: Das Auto ist erneut absolut vibrationsfrei.
Wer es versuchen will: Sucht nach "BMW Reibwerterhöhende Scheibe 34106884839" und findet den Onlineshop eures geringsten Misstrauens. Ich will keine Werbung machen.
Das Teil mit dieser Nummer passt auf den G3x. Es gibt auch Varianten der Scheibe für andere Lochkreise. Lasst einfach die Teilenummer weg bei der Google-Suche und klickt euch durch.
Nochwas: Wenn ihr perfekte Ergebnisse wollt, dann nehmt euch Zeit bei der Montage der Räder. Selbst wenn man die Radschrauben zunächst von Hand festzieht und dann mit dem Drehmomentschlüssel BEVOR man das Auto absetzt, hängt das Rad an der Nabe und ist nicht exakt mittig. Ich hatte noch keine originale BMW-Felge, die keine 1.5 bis 2 Zehntel Spiel auf der Nabe hatte. Unsere BMWs sind so empfindlich, dass man das spüren kann - kommt natürlich auf den Fahrer an. Ich habe einen ebenfalls reproduzierbaren Unterschied mit folgender Methode feststellen können:
- Zieht die Radschrauben von Hand an.
- Löst sie wieder ein ganz winzig kleines bisschen, bis sich das Rad ganz leicht bewegen lässt.
- Rüttelt am Rad - es wird dadurch auf den Konussen der Schrauben ungefähr in die Mitte wandern. Dort will es sowieso hin, aber es wird durch die Schrauben nicht von allein dort hin gehoben - drum muss man minimal nachhelfen.
- Jetzt von Hand festziehen und dann sukzessive über Kreuz mit dem Drehmomentschlüssel fester ziehen.
Vor 4 Jahren habe ich meinen geliebten F10 verkauft, weil ich das Vibrieren nicht mehr ausgehalten habe. Vielleicht hilft der Beitrag ja jemandem, dem es genauso geht :(
Grüße,
Dirk.
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537 Antworten
Zitat:
@blau=gluecklich schrieb am 1. November 2023 um 17:38:45 Uhr:
So einen Radnabenschleifer gibt es für 20-30 Euro im Netz als 1/2 Zoll Aufsatz für den Schlagschrauber.
Na, wenn man sich schon penibel an die Anleitung hält, dann auch an alles.
Siehe Anhang.
Zitat:
@basti313 schrieb am 1. November 2023 um 16:09:15 Uhr:
Akkuschrauber? Die Nabenschleifer halte ich für teuer, ne Drahtbürste für nen Akkuschrauber ist beim 2-3Euro.
Geht auch.
Wichtig ist nicht so sehr das Werkzeug als das Ergebnis. Nämlich alle Auflageflächen sauber und plan.
Zitat:
@blau=gluecklich schrieb am 1. November 2023 um 17:38:45 Uhr:
Ein Vibrieren in diesen Bereichen ist eigentlich immer eine Unwucht, entweder am Rad oder eben an der Nabe.
Deswegen hat dieser Thread schon 35 Seiten...
;)
Also ich bin auch wieder im Rennen mit meinem werksneuen 540d. Nach dem Reifenwechsel war der Erfolg nur einen Tag da. Ich war dann bei BMW und der Meister ist mit mir 30min gefahren und hat das Problem auch bestätigt. Eine Lösung hat er aber nicht und muss recherchieren. Das war letzte Woche Dienstag. Ich bin gespannt...
Mittlerweile hat der Wagen 10tk runter und das Problem besteht seit der Abholung vor 2 Monaten.
Zitat:
@basti313 schrieb am 1. November 2023 um 16:09:15 Uhr:
Zitat:
@KaiMüller schrieb am 31. Oktober 2023 um 23:06:29 Uhr:
S.u.
Ist nix Geheimnisvolles. Auflageflächen sollen sauber sein, Radschrauben über Kreuz festziehen. Radwechsel halt.
Das Ergebnis ist vollständig proportional mit dem Grad der Sorgfalt.
Danke!
Ich glaube der Kernsatz wird leicht übersehen: Von Hand über Kreuz anziehen, in der Tabelle mit den Drehmomenten.
Das ist des Pudels Kern.
Wenn man die Radschrauben zu sehr rein knallt hat man leicht den Verzug der dann zum Vibrieren führt. Auch verschlissene Radschrauben führen dazu, dann zieht es womöglich auch die Felge zur Seite. Daher bekommt man das Vibrieren ja mit dem Lösen und sauber wieder anziehen weg.
Zitat:
@basti313 schrieb am 1. November 2023 um 16:09:15 Uhr:
Zitat:
@thowa schrieb am 1. November 2023 um 06:41:31 Uhr:
Zwei Sachen sind wichtig: 1. KEINE Drahtbürste verwenden sondern CSD-Scheiben in der Farbe Schwarz (z.B. Firma Rostio) 2. Einfetten Radmittenzentrierung der Felge ( was bisher keine Werkstatt bei mir gemacht hat).
Warum? Ich glaube das Drahtbürste nur länger dauert, Material nimmt man damit ja nicht weg. Und das Fett macht beim Vibrieren erstmal nichts, das ist dafür da, dass die Felge wieder runter geht. Ist nämlich auch blöd...je größer die Passung, desto mehr Dreck ist drin...daher noch schlimmer als mit den Naben die gepasst haben.
Zitat:
@basti313 schrieb am 1. November 2023 um 16:09:15 Uhr:
Zitat:
@KaiMüller schrieb am 31. Oktober 2023 um 23:42:23 Uhr:
Mit etwas Ellbogenschmalz und Sorgfalt geht übrigens auch eine popelige Drahtbürste.
Akkuschrauber? Die Nabenschleifer halte ich für teuer, ne Drahtbürste für nen Akkuschrauber ist beim 2-3Euro.
Ich dreh mit dem Akku dann auch vorsichtig die Schrauben ein, das geht super schnell.
Ich habe gelesen, dass die CSD-Scheiben nicht die Schutzschicht angreift wie eine Messingbürste. Diese Schicht soll dafür das sein das Rosten/Vergammeln zu verhindern. Siehe https://www.kfz-betrieb.vogel.de/.../
Abrasiv lautet das Stichwort.
Eine Messingbürste ist ja eben nicht abrasiv, im Gegensatz zu den im Text genannten Beispielen
Fächerscheibe (Sandpapier) oder Feile. Damit muss man da dringend wegbleiben.
Es wird ja kein Material weg genommen sondern nur Schmutz und ggf. Korrosionsrückstände entfernt.
"Schutzschicht" gibt es da nicht, auch das steht in deinem Link. Das Ziel ist "metallisch blank" aka sauber und plan.
Klar, mit so einen Spezialwerkzeug ist das am einfachsten und im Prinzip idiotensicher.
Zitat:
@KaiMüller schrieb am 2. November 2023 um 11:17:10 Uhr:
Eine Messingbürste ist ja eben nicht abrasiv, im Gegensatz zu den im Text genannten Beispielen
Fächerscheibe (Sandpapier) oder Feile. Damit muss man da dringend wegbleiben.
Es wird ja kein Material weg genommen sondern nur Schmutz und ggf. Korrosionsrückstände entfernt.
"Schutzschicht" gibt es da nicht, auch das steht in deinem Link. Das Ziel ist "metallisch blank" aka sauber und plan.
Klar, mit so einen Spezialwerkzeug ist das am einfachsten und im Prinzip idiotensicher.
Genau das wollte ich damit ausdrücken. Eine Messingbürste ist Gift für die Radnaben.
Zitat:
@thowa schrieb am 3. November 2023 um 05:38:12 Uhr:
Genau das wollte ich damit ausdrücken. Eine Messingbürste ist Gift für die Radnaben.
Ah ja, bitte um genauere Erklärung, warum ein weicheres Metall als das der Radnabe für eben jene Gift sein soll.
Hallo,
ich lese das schon länger mit Bürste/Schleifen etc. Vielleicht schreibt ich es rein, wie ich das mache, aber der Weg ist nichts für Leute die handwerklich ungeschickt sind. Ich nehme die Klinge vom Teppichmesser, und gehe damit über die Fläche der Radnabe, und kratze dann alles ab. Ich halte die Klinge mit einem flachen Wenkel zur reinigenden Fläche so, dass man schnell merkt wenn es irgendwo Unebenheiten gibt, die schwarfe Klinge entfernt es dann gleich.
Von Bürsten oder sonstigen Schleif/Kratz-Gedöns halte ich nicht viel, da man damit nicht merkt, wenn die Fläche nicht plan ist. Aber wie gesagt, nicht für jeden geeignet, es gibt sicher Leute die sich damit in den Finger schneiden können. Nur für Menschen mit Feingefühl geeignet.
Ich reinige die Radnabe danach noch mit Weihwasser, gegen böse Rüttelgeister... Ironie aus.....
Zitat:
@Gewe66 schrieb am 3. November 2023 um 09:50:13 Uhr:
Ich reinige die Radnabe danach noch mit Weihwasser, gegen böse Rüttelgeister... Ironie aus.....
Das probiere ich auch noch aus.....
Wichtig ist im Grunde nur, dass die Radnabe plan ist, und genau das sieht man gut wenn man eine Klinge benutzt. Das ist wirklich eine Minute Arbeit, mehr nicht. In der Werkstatt haben sie damals mit ihrer Druckluft-Drehbürste, oder wie das Ding heisst, rumgewuselt, trotzdem hatte ich Vibrationen danach. Der Grund war tatsächlich Rost auf der Nabe, der steinhart war und von dieser Bürste nur poliert wurde. Der geht mit der Klinge aber gut ab.
Zitat:
@Maxi245 schrieb am 3. November 2023 um 08:02:08 Uhr:
Zitat:
@thowa schrieb am 3. November 2023 um 05:38:12 Uhr:
Genau das wollte ich damit ausdrücken. Eine Messingbürste ist Gift für die Radnaben.
Ah ja, bitte um genauere Erklärung, warum ein weicheres Metall als das der Radnabe für eben jene Gift sein soll.
Da Du meinen Link übersehen hast nochmals der Link: https://www.kfz-betrieb.vogel.de/.../
Zitat:
@thowa schrieb am 4. November 2023 um 15:44:46 Uhr:
Da Du meinen Link übersehen hast
Und du hast offensichtlich übersehen, was ich dazu geschrieben habe.
Nämlich, dass in dem Link nichts über (nicht abrasive) Drahtbürsten steht, sondern (natürlich ungeeignete, abrasive) Feilen und Fächerscheiben (Sandpapier).
Man muss sich schon bemerkenswert dämlich anstellen um mit einer Messingbürste materialabtragend zu wirken.
Zitat:
@KaiMüller schrieb am 4. November 2023 um 16:22:06 Uhr:
Zitat:
@thowa schrieb am 4. November 2023 um 15:44:46 Uhr:
Da Du meinen Link übersehen hast
Und du hast offensichtlich übersehen, was ich dazu geschrieben habe.
Nämlich, dass in dem Link nichts über (nicht abrasive) Drahtbürsten steht, sondern (natürlich ungeeignete, abrasive) Feilen und Fächerscheiben (Sandpapier).
Man muss sich schon bemerkenswert dämlich anstellen um mit einer Messingbürste materialabtragend zu wirken.
Hier sehe ich auch keine Drahtbürste im Sortiment sondern nur CSD Schreiben: https://www.kstools.com/.../?p=1&o=3
Nachtrag: https://www.rostio.de/.../...nigungsscheibe-oder-grobreinigungsscheibe
Zitat: "Warum sollte Rost nicht mit rotierenden Drahtbürsten entfernt werden?
Rost sollte NICHT mit rotierenden Drahtbürsten in Bohrmaschine oder Flex/Winkelschleifer entfernt werden! Bei dieser Methode vermischt/verschmiert sich der Rost mit dem Abtrag vom Material der Drahtbürste und wird in das gesunde Metall eingearbeitet. Es entsteht dann eine silbrig/schwarze Schicht die rostfrei wirkt, es aber nicht ist. Neuer Rost ist vorprogrammiert. Diese Schicht lässt sich dann nicht mehr entfernen!"
Zitat:
@thowa schrieb am 4. November 2023 um 18:05:54 Uhr:
Zitat: "Warum sollte Rost nicht mit rotierenden Drahtbürsten entfernt werden?
Von "rotierenden Bürsten" als Werkzeugvorsatz war zumindest von mir nie die Rede.
Ich sagte Ellbogenschmalz und Drahtbürste, ganz klassisch oldschool, mit Griff dran und der Hand am Arm.
