Versicherungsschaden

BMW 3er F34 GT

Morgen zusammen,

ich hatte letzte Woche einen unglücklichen Vorfall. War auf der A7 Richtung Süden unterwegs, bei Kirchheim wo sich die Autobahn trennt, mähte ein Fahrzeug der Autobahnmeisterei an der Seite das Unkraut weg. Als wir genau auf der Höhe des Mähfahrzeuges waren (es war sonst kein anderes Fahrzeug links/rechts neben uns) hörten wir einen ziemlich lauten Knall. Da an der Stelle keine Standspur vorhanden war, sind wir bis zum nächsten Parkplatz gefahren um zu schauen was da passiert ist. Das Ergebnis könnt ihr auf den Fotos sehen, eine Beule an der hinteren rechten Tür und 2 tiefe Einkerbungen. Wir haben die Angelegenheit polizeilich aufgenommen.
Da wir nicht mit absoluter Sicherheit nachweisen können, dass der Stein vom Mähfahrzeug kam, muss meine Kaskoversicherung den Schaden beheben.
Und jetzt komme ich zur Sache 😉 Gestern war ich in der Werkstatt, der Dekra Sachverständige nahm die Sache auf. Ich ging eigentlich davon aus, dass die Tür ausgetauscht wird. Der Sachverständige behauptet, dass dies bei der Versicherung nicht durchzusetzen sei. Die Tür wird instandgesetzt, sprich ausgebeult gespachtelt… und neu lackiert. Evtl. Farbunterschiede sind nicht auszuschließen… Ich dachte ich höre nicht richtig, das Fahrzeug ist nicht mal 2 Monate alt.

Frage, ist diese Vorgehensweise normal? Bin kein Experte, aber bekommt man so einen Schaden völlig weg?
Und gilt mein Auto als Unfallauto?

Gruß aus dem Norden

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Ja, der Lackierer bekommt das raus, da sieht man hinterher nichts mehr.
Warum sollte man wegen so einer Kleinigkeit gleich die ganze Türe tauschen? Das verursacht ja brachiale und unverhältnismäßig hohe Kosten, da hat die Versicherung kein Interesse daran (und die Allgemeinheit auch nicht, sonst steigen nächstes Jahr die Versicherungseinstufungen noch weiter).

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Ja, der Lackierer bekommt das raus, da sieht man hinterher nichts mehr.
Warum sollte man wegen so einer Kleinigkeit gleich die ganze Türe tauschen? Das verursacht ja brachiale und unverhältnismäßig hohe Kosten, da hat die Versicherung kein Interesse daran (und die Allgemeinheit auch nicht, sonst steigen nächstes Jahr die Versicherungseinstufungen noch weiter).

Also blöd gesagt, wäre es besser es nicht über die Versicherung laufen zu lassen. Die VK wird den Schaden zur Hochsetzung heranziehen. Das sollte kein 1000 EUR Schaden sein und nach eigener Erfahrung macht es langfristig Sinn Schäden unter 1000 EUR selber zu bezahlen (insbesondere wenn du noch 300 EUR oder 500 EUR Selbstbeteiligung hast).

Das kannste per Spot repair machen lassen.

Wird um die 300€ kosten und man sieht davon nichts mehr.

Zitat:

@stevy72 schrieb am 22. September 2017 um 10:32:59 Uhr:


Frage, ist diese Vorgehensweise Normal? Bin kein Experte, aber bekommt man so einen Schaden völlig weg?
und gilt mein Auto als Unfallauto?

Gruß aus dem Norden

bin zwar kein Fan der Dekra Sachverständigen, aber er hat recht.
Bei dem Schadenbild wird die Tür mit ca. 12 AWs instandgesetzt.
Da sich der Schaden im Aussenbereich befindet, sollte die hintere Seitenwand mit einlackiert werden, da der Lacker sonst keinen Platz zum Einblenden hat.
Da du Kenntnis von dem Schaden hast, ist er bei einem etwaigen späteren Verkauf offenbarungspflichtig, musst ihn also angeben!

Ich kann das Schon nachvollziehen, es ist nur ziemlich komisch, man hat ein neues Auto und es wird an der Karosserie "rumgespachtelt" 🙂

Zitat:

@stevy72 schrieb am 22. September 2017 um 12:14:29 Uhr:


Ich kann das Schon nachvollziehen, es ist nur ziemlich komisch, man hat ein neues Auto und es wird an der Karosserie "rumgespachtelt" 🙂

Es wird nicht (!) gespachtelt! Es wird ausgebeult! Das ist ein erheblicher Unterschied.

Es wird erst ausgebeult und dann dünn gespachtelt um es genau zu sagen. Nur durch Blecharbeiten ohne Spachtel und Füller wird es nicht gehen.
Aber wie gesagt das ist keine große Sache und dürfte bei der Farbe sogar ohne Beilackieren der Seitenwand gehen.
Der Lack ist noch recht neu und ich würde mich an einen Spezialisten auf dem Gebiet des Smart-/Spotrepair wenden.
Die bekommen das hin.

Ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen.
Wenn es ordentlich gemacht ist siehst du nach 1-2x waschen nix mehr. Vorher wird es sicherlich etwas mehr glänzen. Über die Versicherung würde ich das ebenfalls nicht abrechnen. Deine Versicherungsprämie wird dadurch nur unnötig steigen.

Ich kenne in 45xxx Essen einen Lackierer, der zu den Besten aus Deutschland zählt.
Er hat viele prominente Kunden wie Fußballer etc und lackiert fast ausschliesslich sehr teure Autos.

Für IHN ist so ein Schaden pille palle.
Mit rund 300-500€ ist es professionell erledigt und da wird niemand mehr was erkennen.

Würde das ebenso selber aus der Tasche zahlen. Wenn die Versicherung das zahlt, kostet dich das durch die Hochstufung am Ende mehr.

Die Versicherung ist aus dem Spiel, lasse das privat instand setzen.

Kann mir jemand evtl.eine Empfehlung für Hamburg oder Quickborn abgeben?

Das müssen ja gleich mehrere Steine gewesen sein, die da in die Tür geflogen sind. Ungewöhnlich.
Ich würde mir einen hervorragenden Lackierer suchen und ihn ins Gewissen reden, dass es in keinem Fall einen Farbunterschied geben darf. Das wäre mir am wichtigsten. Eine neue Tür müsste komplett lackiert werden. Das kann dazu führen, dass man das bei unterschiedlichen Sonneneinstrahlungen deutlich sieht. Das wäre auch deutlich teurer.

Glück im Unglück: der Schaden ist weit unten, weit aus der gewöhnlichen Sichtzone entfernt.

@munition76 : Bzgl. Lackierer, könntest du mir mal den Lackierer nennen? Schonmal quasi provisorisch...Essen ist ja aus Düsseldorf betrachtet nicht weit 😉

...alte Landstr. 1b...

Zitat:

@munition76 schrieb am 23. September 2017 um 01:03:45 Uhr:


...alte Landstr. 1b...

Danke

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