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Versicherung will Schadensmeldung nicht bearbeiten

Themenstarteram 27. Dezember 2018 um 23:34

Halo,

danke für die Aufnahme. Ich habe folgendes Thema:

Ich habe mit meinem PKW einen kleinen Schaden an einem anderen Fahrzeug erzeugt. Da die Unfallgegnerin einen Vorschaden verschwiegen hatte, hat meine Versicherung zu Recht die Regulierung abgelehnt. Auf meinen Einwand, dass alles darauf hindeutet, dass es sich um versuchten Versicherungsbetrug handelt, wurde nicht eingegangen, obwohl es stichhaltige Beweise und Aussagen der Werkstatt der Unfallgegnerin gibt. (Ihre Werkstatt hatte sie auch auf diesen Vorschaden hingewiesen als ihr ein KVA ausgestellt wurde. Dennoch hat sie weiterhin geschwiegen). Eine Strafanzeige der Versicherung unterblieb.

Mehrere Monate später ließ die Unfallgegnerin nach einem weiteren Unfall (nicht mit mir) ein Gutachten erstellen. Es waren zwei neue Schäden entstanden. Wer auch immer diese verursacht hat. Dem Gutachter hat sie aber mich als Unfallgegnerin benannt und meine Versicherung als zahlungspflichtige Versicherung inkl. "unserer alten" Schadensnummer. Die Versicherung behauptet, der Gutachter habe entgegen dessen Aussage das Gutachten nie eingereicht, daher liege keine Schadensmeldung vor und man müsse nichts bearbeiten. Die neuen Schäden können definitiv nicht von mir sein, da diese dann auf dem KVA (der älter ist als das Gutachten) auch drauf seiin müssten. Dem ist aber nicht so. Ich soll lt. Gutachten bei einem Anstoß hinten rechts nicht den Stoßfänger beschädigt haben, sondern auch noch die Seite und die Tür.

Da die Unfallgegnerin aber von mir Geld verlangt, habe ich das Gutachten bei meiner Versicherung vorgelegt mit der Aufforderung, dies zu prüfen. Das lehnt die Versicherung ab. Man habe doch bereits bei Schaden 1 eine Ablehnung verschickt. Die neu genannten Schäden bearbeite man nicht. Heutiger Anruf der Versicherung bei mir: "Wir prüfen nix; Ihre Mail ist keine Schadensmeldung; wir erwarten, dass Sie uns keine Nachricht mehr schicken."

Fakt ist, dass meine Versicherung diese "Dame" decken will, da diese gute Beziehungen zum TÜV hat und der TÜV diese Versicherung zertifizierte. Ich denke, dass meine Schadensmeldung geprüft werden muss und es nicht reicht, dass die Versicherung behauptet, dass sei keine Schadensmeldung. Es ist auch nicht glaubwürdig, dass ein namhafter Gutachter das Gutachten nicht verschickt haben soll.

Die BaFin fühlt sich nicht zuständig. Der Ombudsmann war und ist noch mit der Klärung des ersten Schadens beschäftigt als das Gutachten vorgelegt wurde. Hat jemand Tipps?

LG

Whoopie

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Baldriantee ... lass Dich und deine Versicherung verklagen und dann wird man sehen wo die Reise hingeht.

Vielleicht ist es schon zu spät? Uhrzeitmässig meine ich.

Aber ich verstehe nicht, wieso Du Deine Versicherung behelligst.

Du hast doch keinen Schaden den Du einfordern willst, oder?

Deine Gegnerin will was und muss sich an Deine Versicherung wenden.

Bei Dir privat hat sie gar nix zu verlangen.

Auf sowas brauchst gar nicht zu reagieren und kannst sie höchstens an Deine V.verweisen.

Und so wie ich es rauslese , lehnt diese die Haftung ab und handelt somit in Deinem Interesse!

Wie kommst Du also dazu zu sagen, "meine Vers.will diese Dame decken???"

Scheint mir als ob Du gegen Deine Versicherung arbeitest...

Eigentlich ist doch alles ok.

Was machst Du dir nen Kopf drum?

Themenstarteram 27. Dezember 2018 um 23:55

Danke für die Antwort. Ich habe die "Dame" verklagt, denn wir hatten uns bzgl. des ersten tatsächlich von mir verursachten Schaden auf Zahlung einer kleinen Summe (260,0 €) geeinigt. Leider hat mir ihre Werkstatt erst einen Tag später von dem Vorschaden berichtet. Ich hatte sie dann aufgefordert den gezahlten Betrag zu erstatten und die Sache dann auf dich beruhen zu lassen. Das lehnte sie ab. Daher klagte ich.

Während des laufenden Verfahrens kam sie dann mit dem Gutachten um die Ecke. Wie ich jetzt weiß, hat die Dame schon andere Vorfälle hinter sich gebracht. Z. B. in Verbindung mit Fahrerflucht u. s. w. Das Auto ist ringsherum ein einziger Trümmerhaufen. Sie hat es nun verkauft (ihr Sohn, der beim TÜV arbeitet hat das Geschäft bei einem Händler angeleiert, bei dem er öfters tätig ist) und auch dem Händler wurden Vorschäden verschwiegen. Weder die "Dame" noch ihr Sohn haben diese dort gemeldet. Ich war vorort und habe mit dem Händler gesprochen.

Scheinbar traut sich an den TÜV niemand. Das Geld zurück zu bekommen ist eine Sache. Aber ich meine, die Frau muss gestoppt werden. Ich habe selbst Anzeige erstattet, aber die Polizei sagte bei der Vernehmung, man gehe davon aus, dass die Sache eingestellt würde, da es "hier" (gemeint war in Deutschland) nicht mehr nach der Sachlage gehe, sondern nur noch nach den Rechtsmitteln, da könne man noch so Recht haben.

Niemanden interessiert, was die Frau treibt. Hilfreich wäre, wenn die Versicherung nun nach diesem zweiten versuchten Betrug endlich Anzeige erstatten würde. Das passiert aber nicht.

Ach so ist das!

Erstmal Danke für diese wichtigen Nebensächlichkeiten....:)

Erst jetzt verstehe ich die Zusammenhànge.

Was ich an Deiner Stelle gemacht hätte, verkneife ich mir mal lieber.

Obendrein würde dir das jetzt nichts mehr helfen.

Alles weitere wird sich mit Hilfe Deines Anwalts (hast Du einen beauftragt? )

und der Exekutive, bzw.Judikative ergeben.

Abwarten und Baldriantee trinken.

 

Edit: kanns mir doch nicht verkneifen: Ob Vorschaden oder nicht, die 260.- € waren ein sehr guter Ansatz um eine Bagatelle unbürokratisch zu erledigen.

Bei solchen Parkremplern kommen schnell auch mal 1000.- und mehr zusammen.

Und wenn Du ehrlich bist musst doch zugeben: Du hast einen Schaden

verursacht, gibst Ihn zu, und dennoch soll Dein Kontrahent 0 € erhalten? Völlig drauf sitzenbleiben, quasi "zur

Strafe" !

Das ist mir etwas suspekt, man hätte sich ja zumindest in der Mitte treffen können...

Trotzdem viel Erfolg. Gute Nacht

Themenstarteram 28. Dezember 2018 um 1:13

Du hast Recht. Meinem ersten Beitrag fehlten Details. ;-). Daher etwas detaillierter:

1) Ich verursache zwei winzige Abplatzungen am Stoßfänger ihres PKW. Sie verschweigt einen Vorschaden am selben Stoßfänger, den sie selbst verursacht hatte und der wesentlich größer war als der von mir verursachte. Und da deckt sich Deine Meinung nicht mit der aktuellen Rechtsprechung. Wenn der neue Schaden zu keiner Schadenserweiterung führt, dann muss man nix zahlen, denn den ersten Schaden hatte sie selbst verursacht und mir verschwiegen. Mein Verhalten war also alles andere als "suspekt". Fehlende Schadenserweiterung ist hier das Thema.

2) Selbst die 260,00 € waren zu viel wie ich jetzt weiß: zwei winzige Abplatzungen bei einem Auto, das über 3 Jahre alt war. Da sagt die Rechtsprechung: Lackstift.

3) Ich zahle also für zwei kleine Abplatzungen 260,00 € und erfahre einen Tag später von ihrer eigenen Werkstatt von dem Vorschaden. Man habe die Kundin am Vortag auch nochmal auf die Rechtslage hingewiesen.

4) Ich fordere mein Geld außergerichtlich zurück. Sie weigert sich und meldet den gesamten Schaden (740,00 €) meiner Versicherung. Die lehnt die Schadensregulierung nach Rücksprache mit mir in Gänze ab, weil keine Schadenserweiterung (Stoßfänger) stattgefunden habe.

Schon die Schadensmeldung an meine Versicherung, obwohl sie sich bereits mit 260,00 € abgefunden hatte, ist ein versuchter Betrug. Ob ich da was zurückfordere oder nicht, ist eine zivilrechtliche Sache zwischen ihr und mir, die meiner Versicherung nicht zu melden war.

5) Es kommt zur Klage (ich als Klägerin). Ihre Anwältin fordert von mir, ich solle die von mir angefertigten Fotos vorlegen. Ich fordere im Gegenzug die Fotos, die für den KVA erstellt worden waren. Die werden mir bis heute verweigert.

6) Da ich monatelang darauf poche, legt sie ein Gutachten vor, das vor Klageerhebung angefertigt wurde und zwar in einer anderen Unfallsache. Sie gibt mich, meine Versicherung und unsere Schadensnummer an. Da sollte man sich auch die Frage stellen, weshalb sie meine Fotos anfordert, wenn sie doch einen KVA und ein Gutachten hatte und zwar VOR meiner Klage. Sie will mir die neuen Schäden unterjubeln. Selbst der Gutachter sagte mir, er habe sich schon gewundert, wie ein Anstoß hinten rechts auch die Seite und die Tür beschädigen könne.

Jetzt komme ich zurück zu meiner eigentlichen Frage: Wie bewege ich meine Versicherung dazu die Sache zu prüfen? Immerhin stehen die als zahlungspflichtige Versicherung auf dem Gutachten. Nicht ich wäre also zahlungspflichtig, sondern meine Versicherung. Daher muss sie auch prüfen. Aber wie bewegt man die dazu?

Hallo,

hattest es lieber auf die 260€ beruhen lassen sollen.

Das war mal wirklich ein Sonderangebot für einmal Stoßstange anfahren.

Was mich nur noch interessant wäre wo es steht das ein Auto das älter ist wie 3Jahre bei 2 kleinen Abplatzungen ein Lackstift reicht.

Zitat

2) Selbst die 260,00 € waren zu viel wie ich jetzt weiß: zwei winzige Abplatzungen bei einem Auto, das über 3 Jahre alt war. Da sagt die Rechtsprechung: Lackstift.

Ich hoffe, ich habe etwas falsch gelesen oder absolut nicht verstanden.

Da fährt jemand einem Anderen das Auto kaputt.

Aber alle Anderen sind böse, schlecht, gar kriminell, weil sie nicht alles Erdenkliche unternehmen, einen selbst bei der Verweigerung der eigenen Verantwortung zu unterstützen?

Ich frage mich immer öfter, wie tief kann die moralische Verkommenheit mancher noch sinken?

Zitat:

@Whoopie1963 schrieb am 27. Dezember 2018 um 23:55:25 Uhr:

die Frau muss gestoppt werden.

Wenn du damit dich selbst meinst kann ich dir nur vollumfänglich zustimmen.

DU hast das Eigentum von jemand anderem beschädigt, nicht umgekehrt.

Und was ist das für ein völlig unmögliches Verhalten, erst eine Vereinbarung zur Schadensregulierung zu treffen, um diese dann zu widerrufen weil deiner Meinung nach keine Schadendswerweiterung eingetreten ist? Diese Einschätzung aufgrund irgendeiner Zeugenaussage steht dir nicht zu, das kann ein Sachverständiger beurteilen aber nicht Lieschen Müller.

Zitat:

@Whoopie1963 schrieb am 28. Dezember 2018 um 01:13:50 Uhr:

Da sagt die Rechtsprechung: Lackstift.

Da sagt die Rechtsprechung: Unfug hoch 10.

Das ist der übliche Text von Leuten, die zu ihren angerichteten Schäden nicht stehen.

Unter aller S*u: Dem Geschädigten mit Strafanzeige, Klagen und dem Aufhetzen der eigenen Versicherung und absurden Verschwörungstheorien weiteren Ärger bereiten. Ich hoffe, das wird für dich ganz gründlich zum Bummerang ...

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Nach unten gibt es da keine Grenze, allgemein gesehen, ohne Bezug auf irgendwelche Personen.

Ob Vorschaden oder nicht, ist bei einer Einigung auf Zahlung von 260,- € ziemlich egal. Und Vorschaden verschwiegen? Wenn der so groß ist, wie hier angegeben, hätte der TE den doch selbst sehen können. Als Anwältin der Geschädigten würde ich trocken damit argumentieren, dass dieser Vorschaden per Smartrepair zu beseitigen wäre. Und die Beseitigung dieser zwei "winzigen" Lackabplatzer zusätzliche Kosten verursachen würden.

Als Verursacher eine gütliche Einigung von 260€ nachträglich torpedieren und dann alles besser wissen wollen als alle beteiligten Spezielisten. Gratulation.

@whoopie1963:

 

Wie du siehst hast Du Dir mit der Veröffentlichung im Forum einen Bärendienst erwiesen. Nun stehst Du als Querulantin und Prozesshansl da.

Daß sogar Deine eigene Versicherung sich weitere Belästigungen durch Emails von Dir verbietet, hätte Dir schwer zu denken geben sollen.

 

Ich muss Dich aber hier auch etwas in Schutz nehmen.

Natürlich kann ich nachvollziehen daß man sich àrgert wenn man als Laie einen Schaden als winzig beurteilt und 260.- € als viel Geld dafür ansieht und später erfährt: da war schonmal was.

Klar kommt man sich dann verarscht vor.

Trotzdem wäre es vernünftiger gewesen, das als Lehrgeld für eigenes Unvermögen und Fehlverhalten abzutun.

Wenn man sich gütlich auf einen Preis geeinigt hat und der andere unterschreibt daß alle Ansprüche aus dem "Unfall" damit abgegolten sind, dann müssen BEIDE Vertragspartner auch dabei bleiben!

Genauso hätte Deine Gegnerin sonst nachträglich mit einem Gutachten wedeln können: "Hoppla, leider mehr kaputt, versteckte Schäden usw. Bitte 1500.- € überweisen."

Jetzt nochmals einige Hunderter für Anwalt und Gericht und der ganze Stress. ...

Nee, Du wirfst deinem schlechten Geld nun auch noch gutes hinterher.

Schade daß die Sache fur Dich persönlich wohl nun schon zu weit verfahren und verfilzt ist, um es einfach gut sein zu lassen.

Dennoch wàre genau das mein Rat an Dich:

Ziehe Deine Anzeige zurück und bitte Deine Gegnerin das gleiche zu tun, bzw.auf weitere juristische Schritte ihrerseits zu verzichten!

 

(Und wenn Du Fotos vom Parkrempler hast, warum schickst Du die der gegn.Anwältin nicht? Hast doch nichts zu verbergen , oder? Vielleicht redet diese ihrer Mandantin gut zu, wenn alles so ist wie Du sagst und die Bilder für Dich sprechen.)

Warum dieses "Nein , nicht ich, zuerst Du !"

Spielchen?

Themenstarteram 28. Dezember 2018 um 13:51

Vielleicht machen sich die Vorverurteiler in diesem Forum mal die Mühe alles zu lesen, bevor sie ihre Urteile fällen? So viel wollte ich nicht schreiben, aber nun scheint es notwendig.

Ich bin verwundert, was aus einer einfachen Frage werden kann. Die hat bis jetzt keiner beantwortet. Stattdessen meinen hier einige ganz ohne den vollen Umfang zu kennen beurteilen zu können, was noch gerichtlich zu klären ist.

Ich bin entsetzt wie wenig hier gelesen oder verstanden wird und wie man hier vorverurteilt wird. Wenn meine Ausführungen zu unklar war, kann man gerne nachfragen. Ich lege alles offen. Fotos, Gutachten u. s. w. Kein Problem. Jeder Laie würde auf den Fotos den Unterschied der Schäden erkennen, so er denn will.

Die Hoffnung stirbt zu Letzt, daher versuche ich es nochmal in einfacheren Sätzen und mache mir die Mühe aufzuklären:

1) Ich touchiere mit meinem Fahrzeug das parkende Fahrzeug der Nachbarin. Ich stehe sehr wohl zu meiner Verantwortung. Andernfalls hätte ich gar nicht erst Bescheid gesagt. Sie hatte von dem Unfall gar nichts mitbekommen können. Es war auch sonst niemand zugegen.

2) Sie kommt raus, schaut 2 Sekunden auf die mini Abplatzungen (Stoßfänger hinten rechts, da ihr Auto immer entgegen der Fahrtrichtung parkt, ist der Schaden beim Wenden in der Sackgasse dort entstanden) und sagt, die Stoßstange müsse komplett lackiert werden. Wer von Euch hatte noch einmal geschrieben, Lieschen Müller könne das nicht beurteilen? Sie scheinbar schon.

3) Sie lotst mich zum vorderen Teil des Fahrzeugs. Vom großen Vorschaden hinten links, den sie selbst verursacht hat, erzählt sie nichts. Warum wohl nicht?

Den Vorschaden konnte ich nicht sehen, da sie IMMER entgegen der Fahrtrichtigung parkt. Der Vorschaden war hinten links, die linke Seite schließt mit den Büschen im Vorgarten bündig ab. Abgesehen davon, kann es wohl kaum das Argument sein, wer den Vorschaden nicht selbst sehe habe Pech. Was ist das für eine Rechtsauffassung?

4) 2,5 Monate später kommt sie an meine Tür, sagt, sie fahre in den nächsten Wochen in die Werkstatt. Da ich nicht weiß, was in der Zwischenzeit noch alles passieren kann, erstelle ich einen Auftrag, dem ich Fotos der beiden kleinen Abplatzungen beifüge. Ich schreibe dazu, man solle die Rechnung an mich schicken.

5) Sie lehnt es ab, diesen Auftrag in der Werkstatt vorzulegen. Ich solle schriftlich bestätigen, dass ich "die Rechnung" auf jeden Fall begleiche, egal wie hoch. Das lehne ich ab und kündige an, die Werkstatt am nächsten Tag selbst aufzusuchen, um zu verhandeln und um mir erklären zu lassen, ob und warum die Stoßstange komplett lackiert werden muss wegen zwei kleiner Abplatzungen. Denn der Unfallgegnerin kann es egal sein, ob ich verhandele. Hauptsache, ich komme für den von mir verursachten Schaden auf. Was sich im Hintergrund abspielt, muss sie nur interessieren, wenn sie betrügen will.

6) Sie wehrt sich mit Händen und Füßen gegen meinen Besuch in der Werkstatt. Dies sei ihr unangenehm. Meine Frage: "Warum? Das sind doch ganz normale alltägliche Verhandlungen." Ihre Antwort: "Das kann ich nicht beantworten. Man muss ja auch nicht alles erklären können." Wie bitte? Ich soll zahlen, darf aber nichts fragen? Was bitteschön geht es sie denn an, ob ich mit der Werkstatt verhandele? Für sie hatte zu reichen, dass ihr Auto repariert wird und sie dafür nicht zahlen muss. Sie wollte schlicht und ergreifend den Besuch unterbinden, um zu verhindern, dass ich vom Vorschaden erfahre. Jede andere Annahme ist doch naiv.

7) Sie kommt mir zuvor und lässt plötzlich einen KVA erstellen. Warum? Sie wollte doch zur Reparatur in die Werkstatt fahren und nicht für einen KVA. Und die Übernahme der von mir verursachten Kosten hatte ich bereits schriftlich zugesichert. Erklärung siehe unter 6).

8) Sie legt mir den KVA (740,00 €) vor, verschweigt aber, dass es dazu auch Fotos gibt. Die Werkstatt habe ihr zu einer Drittelung geraten wegen der "guten Nachbarschaft". An der Stelle habe ich den Fehler gemacht, mich ins Boxhorn jagen zu lassen und 260,00 € zu zahlen. Überlegt doch mal selbst. Warum sollte ich zahlen, wenn ich vom Vorschaden gewusst hätte?

9) Ich schlafe eine Nacht darüber. Die Sache kommt mir immer noch merkwürdig vor. Ich fahre zur Werkstatt. Von einer Drittelung weiß man dort nix. Man habe der Nachbarin doch bereits am Vortage gesagt, dass keine Schadenserweiterung stattgefunden habe. Es gebe einen Vorschaden. Dieser sei auch fotografiert worden, man dürfe mir die Fotos aber nicht zeigen. Fehlende Schadenserweiterung ist also nicht meine Meinung, sondern die Aussage der von ihr selbst ausgesuchten Werkstatt. FACHWERKSTATT. Und die haben als ihre Dienstleister wohl kaum einen Grund das mit der fehlenden Schadenserweiterung zu erfinden.

10) Ich erkundige mich bei einer telefonischen Anwaltshotline über die Frage, wer bei fehlender Schadenserweiterung zu zahlen hat. Antwort: Vorschaden verschwiegen = arglistige Täuschung. Damit ist die Vereinbarung unwirksam. Keine Schadenserweiterung = keine Zahlung erforderlich. Es werden Urteile genannt. Frage des Anwalts: "Oder wollen Sie der Dame ihren selbst verursachten Schaden erstatten?"

11) Ich konfrontiere sie schriftlich mit der Aussage der Werkstatt, es habe einen Vorschaden gegeben.

12) Sie meldet den gesamten Schaden (740,00 €) - und nicht nur die 260,00 € - an meine Versicherung.

13) Die Versicherung fragt bei mir nach, ich erkläre den Vorgang so wie hier auch. Nur mit dem Unterschied, dass es die Versicherung verstanden hat. Ich reiche auch die von mir erstellten Fotos ein. Mittlerweile habe ich auch den Vorschaden fotografiert.

14) Die Versicherung lehnt die Regulierung aufgrund fehlender Schadenserweiterung zu Recht ab. Fehlende Schadenserweiterung = nicht meine Meinung, sondern die der Versicherung. Ich kann das Schreiben vorlegen, wenn mir nicht geglaubt wird.

14) Nach dieser Meldung biete ich ihr schriftlich an das Geld zu erstatten. Ohne Gericht und ohne Anzeige. Noch kulanter geht´s wohl kaum! Sie lehnt ab.

15) Ich erhebe am 25.05.2018 Klage und fordere die Fotos, dem KVA beigefügt waren. Diese wurden bis heute nicht vorgelegt. Stattdessen fordert die Anwältin im Juni MEINE Fotos an, die sie zur "Klärung des Schadensbildes" brauche. Komisch nur, dass es seit dem 23.05.2018 ein Gutachten gibt und die Anwältin dies mit keinem Wort erwähnt. Sie zieht also meine Fotos - zumindest in den ersten Monaten - dem Gutachten vor?

16) Ich poche weiter auf Vorlage der Fotos des KVA, da ich vom Gutachten noch nichts weiß. Erst als man dem Druck nicht mehr standhalten kann, wird im AUGUST das Gutachten aus MAI vorgelegt, das vorher mit keinem Wort erwähnt worden war.

17) Dem Gutachter hat sie meine Versicherung, die alte Schadensnummer (bereits im April von der Versicherung abgelehnt) und mich als Unfallverursacherin angegeben. Ich soll plötzlich nicht nur den Schaden hinten rechts, sondern auch die rechte Seite und die rechte Tür beschädigt haben. Schaden ca. 1700,00 €, Kosten für das Gutachten ca. 500,00 €.

18) In Sachen Gutachten ist Fakt,

- die neuen Schäden (Mai) müssen nach dem KVA entstanden sein, da sich diese NICHT auf dem KVA (März) finden.

- der Gutachter hat natürlich von allen Schäden Fotos erstellt. Auch vom selbst verursachten Vorschaden hinten links. Sie reicht das Gutachten bei Gericht ein, hat aber von 14 Fotos vier entnommen. Und zwar welche? Richtig. Vorschaden hinten links.

- dass ich bei einem Anstoß hinten rechts (wie im Gutachten geschrieben) die Tür und die Seite gar nicht beschädigt haben kann. Selbst der Gutachter sagte mir, dass ihn diese Angabe der "Dame" gewundert habe. Aber er könne zum Schadenshergang nur schreiben, was man ihm sagt.

- dass sie selbst dem Gutachter einen reparierten Vorschaden (vorne links) verschwiegen hatte. Kann auch bewiesen werden.

19) Fakt ist, dass sie ihr Auto nun verkauft hat. Ich habe mit dem Händler gesprochen. Auch dort hat sie Vorschäden verschwiegen. Das Geschäft hat ihr Sohn angeleiert, der TÜV-Prüfer ist. Daher hatte sich der Händler auch auf die Angabe "keine reparierten Vorschäden" verlassen. Welchen Grund sollte der Händler haben das zu erfinden? Er selbst hat mir von dem TÜV-Prüfer erzählt, der bei ihm Prüfungen vornehme. Den wird er wohl kaum reinreißen, wenn es nicht stimmen würde. Ich selbst hätte davon nie erfahren. Er bat mich dann, ihm den Nachweis über die reparierten Vorschaden zu schicken. Dies tat ich.

20) Fakt ist, dass ihr Auto vier unreparierte Vorschäden aufweist und mindestens zwei reparierte Vorschäden. Stand 10/2018.

21) Fakt ist, dass sie alleine in der Sackgasse, in der wir wohnen, in zwei weitere Unfälle verwickelt war.

Fall 1: Ein Nachbar hat gesehen wie sie sein Auto touchiert hatte. Dessen Auto steht immer vor dem Haus. Sie behauptet dann gegenüber der Polizei (ich war dabei), der Mann habe in der Seitenstrasse geparkt (tut er nie), dort sei sein Auto von irgendwem beschädigt worden, aber nicht von ihr. Dann habe er sein Auto in unsere Strasse gefahren, die Polizei gerufen und ihr das in die Schuhe geschoben. Klar, der Unfallgeschädigte entfernt sich vom Unfallort. Natürlich. Entspricht auch der täglichen Praxis.

Fall 2: Sie touchierte beim Einparken das Fahrzeug einer Nachbarin und entfernte sich ohne Meldung zu machen. Sie war aber von anderen Nachbarn gesehen worden. Die Zeugen und die Unfallgegnerin stellten sie zur Rede. Sie stritt dennoch ab. Die Zeugen sollten sich raushalten, die Polizei müsse man nicht rufen. Dies geschah dann doch. Selbst als Leugnen nicht mehr half, blieb sie dabei. Von dem Vorgang habe ich leider erst vor Kurzem erfahren.

Rechtsprechung

Aus dem Schreiben eines Anwalts zu "Lackstift":

" Das Fahrzeug der Beklagten war zum Zeitpunkt des Unfalls älter als 3 Jahre. Bei einem Fahrzeug, welches älter als 3 Jahre ist, kann der Geschädigte auf eine Smart-Repair-Methode mit Lackstift wegen der Schadensminderungspflicht gem. § 254 Abs. 2 BGB verwiesen werden; vgl. LG Wuppertal, Urteil vom 18.12.2014 - 9 S 134/14; Bundesgerichtshof: Urteil vom 20.10.2009 – VI ZR 53/09."

Und selbst das gilt nur, wenn es keinen Vorschaden gab. Den gab es aber.

Und zu fehlender Schadenserweiterung:

OLG München, Urteil vom 27.01.2006, Az.: 10 U 4904/05:

"Ein Ersatzanspruch besteht nur insoweit, als der geltend gemachte Zweitschaden technnisch und rechnerisch eindeutig von dem Vorschaden abgrenzbar ist."

D. h., es muss eine Schadenserweiterung stattgefunden haben. Und das ist hier nicht der Fall. Das ist nicht meine Meinung, sondern die der Werkstatt der Unfallgegnerin und meiner Versicherung. Ich muss also nicht "dankbar" sein, dass ich "nur" 260,00 € zahlen musste.

Und zur Vereinbarung, die hier als so wichtig ins Feld geführt wurde empfehle ich einen Blick in § 123 Abs. 1 BGB.

Ich lege gerne alles vor, was angefordert wird. Schön wäre es aber, wenn sich jetzt keine Schnellrichter mehr betätigten (es sei denn, sie wollen die gegen mich getätigten Äußerungen wie "verkommen" zurücknehmen), sondern ich eine Antwort auf meine Frage erhielte, wie ich eine Versicherung zur Prüfung der Schadensmeldung bewegen kann. Immerhin soll nicht nur ich, sondern auch die Versicherung zur Zahlung verpflichtet sein.

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