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Verhalten Expansionsventil Klimaanlage

Themenstarteram 26. April 2016 um 14:39

Hallo,

die Klimaanlage meines BMW's scheint undicht zu sein. Der Drucksensor auf der Niederdruckseite zeigt 0 bar an. Um zu prüfen, ob das System ein Leck hat, oder der Sensor defekt ist, möchte ich mit Stickstoff abdrücken.

Nun ist mir das Verhalten des Expansionsventils nicht klar. Sind die Ventile geschlossen, oder ist ein Druckausgleich zur Niederdruckseite möglich? Ggf, müsste ich auf beiden Seiten Druck anlegen?

Vielen Dank

Michael

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48 Antworten

Zitat:

@vanguardboy schrieb am 26. April 2016 um 19:26:08 Uhr:

Bist du überhaupt zertifiziert um an Kälteanlagen zu arbeiten ;)?

Mit Stickstoff darf er blasen soviel er will :D Nur zum Füllen muss er in die Werke, dazu braucht man eh ein Servicegerät, glaube kaum dass er das hat ;)

Außerdem ist das eine Verordnung über die ich eh das große Kotzen kriege. So ne Klima hat um die 400g R134A-Füllung. Da macht man um jedes Gramm das entweichen könnte ein riesen Fass auf. Und dann kann man in den nächsten Elektroladen gehen und sich eine Kilodose Kälte75 unbrennbar kaufen. Die fast vollständig aus demselben R134A besteht. Das darf ich dann lustig singend, pfeifend und tanzend über meine Platinen sprühen. Solange das so grotesk bleibt wer soll einem da bitte das Basteln verübeln ?!

Themenstarteram 26. April 2016 um 20:02

Ich gehe davon aus, dass das System eh schon leer ist. Der Drucksensor zeigt in der Diagnose 0 bar an. Entweder ist er defekt oder das System leer. Das möchte ich erst wissen, bevor ich das System wieder befüllen lasse. Außerdem habe ich noch die Hoffnung es irgendwo zischen zu hören.

Und Spezialwidde ich gebe dir bezüglich der Verordnung uneingeschränkt recht. Man nimmt ja schließlich auch eine gewisse Ubdichtigkeit in Kauf. So das jede Klimaanlage im Laufe eines Fahrzeuglebens kältemittel an die Umwelt abgibt. Außerdem ist der Hersteller schuld, dass meine Klimaanlage jetzt das giftige Kältemittel an die Umwelt abgegeben hat. Er hätte konstruktiv dagegenwirken können, dass die Umwelt belastet wird ??

Im gegensatz zu stationären Kälteanlagen ist bei Fahrzeuganlagen ein gewisser Schwund nicht zu vermeiden. Dagegen kann man nichts machen. Hauptsächich geht es durch die Kompressorwellendichtung flöten die man nie ganz dicht krigt sowie die ebenfalls unvermeisbaren Gummischläuche. Du kannst ja keine festen Leitungen legen, die würden durch die Bewegungen binnen kürzester Zeit brechen. Die Abhilfe soll ja das ach so hochgelobte R1234YF sein das von den Monopolisten teuerst verkauft wird und im Falle eines Unfalls Menschen tötet. Bevor mir sowas ins Auto kommt lasse ich mir arktische Eisberge einfliegen die ich mir ins Schiebedach klemme.

Themenstarteram 28. April 2016 um 20:25

Hallo,

darf ich den Thread nochmal eben aufleben lassen?

Wie evakuiert man eigentlich das Köimasystem, ohne das restliche Kältemittel und das Öl durch die Vakuumpumpe zu jagen? Gibt es da Abscheider für? Und wie funktioniert das, bei den Monteurhhilfen für stationäre Klimaanlagen?

Dafür brauchst du ein Klimaservicegerät, mit Monteurhilfen kommst du nicht weiter! Diese Geräte enthalten alle notwendigen Abscheider. Zb muss die Menge Kältemaschinenesteröl die beim Absaugen verloren geht gewogen und ersetzt werden. Aufgrund der Bauweise der Anlage lässt es sich nicht vermeiden dass Öl mitgesaugt wird. Das ist weder gut für die Monteurhlfe, auch kann die das die Vakuumpumpe schießen. Falls noch Kältemittel im Systhem war gewinnt das Gerät das zurück und ergänzt fehlende Mengen beim anschließenden Füllvorgang. Die Gerät ekönnen auch Kontrastmittel beifügen. Unbedingt zu empfehlen! Mit der UV-Lampe zeigt sich so auch das kleinste Leck.

Themenstarteram 28. April 2016 um 21:01

Jetzt warst du schon einen Schritt weiter??

Klar, bei den servicegeräten wird gewogen und gefiltert...das kann man mit vertretbarem Aufwand nicht realisieren.

Ich wollte wirklich erstmal nur wissen, wenn mein System leer ist und ich kein Umweltverschmutzung betreibe, wie ich dann das System dann evakuieren kann. Stationäre Systeme haben ja auch sicher Öl im Kreislauf und das will man ja folglich auch nicht in der Vakuumpumpe haben. Und das verhindert die Monteurhilfe ja auch nicht

Bei stationären Anlagen befinden sich die Serviceventile immer an Stellen wo das Öl bei Stillstand des Verdichters nicht hinkommen kann. Deswegen besteht da keine Gefahr (etwa an einer hochgelegenen Leitungsstelle, am Zylinderkopf des Kompressors oder auf dem Kältemittelsammler, der dann aufgrund seiner Funktion, im Betrieb flüssiges Kältemittel abzuscheiden naturgemäß auch flüssiges Öl zurückhält). Die Kompaktbauform und die geringen Höhenunterschiede im KFZ machen dies unmöglich. Wenn du deine Montuerhilfe mit zugedrehten Hähnen anschließen tust hast du ja die Druckanzeige im Manometer. Wenn du da noch Überdruck hast ist es wahrscheinlich dass noch KM drin ist. Hast du dagegen Athmosphärendruck ist das Ding leergelutscht.

Und noch was: Wer meint seine Monteurhilfe passt ja vom Gewinde her weil sie mit manchen Schraderventiltypen von R410A-Klimaanlagen kompatibel ist darf sich nicht wundern dass gar nichts passiert. Man braucht die richtigen Ventildrückeradapter. KFZ-Serviceventile sind nämlich Kugelventile die nur mit den richtigen Anschlüssen öffnen.

Themenstarteram 28. April 2016 um 21:57

Also ich muss dir echt Respekt zollen. Du weißt offenbar wirklich wovon du sprichst...und wirst nichtmal müde, meine Fragen zu beantworten?? Dank dir verstehe ich jedenfalls immer besser wie das ganze System funktioniert ??

No problem ;)

Kompressor Öl kann der monteurhilfe nichts anhaben. Wie meinst du wohl wurde das Öl früher oder heute noch in Klimaanlage gebracht. Richtig. Schlauch ab in die oeldose und reinziehen lassen

Gibt natürlich auch andere varianten.

Zitat:

Wie meinst du wohl wurde das Öl früher oder heute noch in Klimaanlage gebracht. Richtig. Schlauch ab in die oeldose und reinziehen lassen

Entweder hat man das Öl mit dem Trichter in den Kompressor geschüttet (wenn nicht sowieso schon ab Werk befüllt) oder in den Sammler.

Natürlich kann mans über die Monteurhilfe machen, man kann so vieles im Leben, aber das ist absolut unprofessionell.

Zitat:

Dann schließt das Expansionsventil und hält den Druckunterschied zwischen HD und ND aufrecht.

es stellt sich automatisch ein gleicher druck ein der temperaturabhängig ist wenn die anlage abgestellt ist.

Zitat:

 

es stellt sich automatisch ein gleicher druck ein der temperaturabhängig ist wenn die anlage abgestellt ist.

Nein. Nicht ganz. Wenn das Ventil zu gemacht hat steigt der Niederdruck zwar etwas an bis das verbliebene Kältemittel verdampft ist. Trotzdem bleibt ein Druckunterschied zwischen ND und HD, im Verdampfer ist dann eben nur noch gasförmiges KM. Weil sowohl Kompressor als auch Ex-Ventil im Ruhezustand sperren. Klar, irgendwann (hab ich bereits beschrieben) findet ein Angleich statt. Das dauert aber. Fällt dir auch sofort auf wenn du eine einfache Drosselanlage startest (gabs zb bei Ford noch recht lange). Dann dauerts 5-10 Minuten bis überhaupt eine Kühlwirkung spürbar wird. Die Expansionsventilgesteuerte Anlage kühlt fast sofort. Das geht nur deshalb!

ist das txv nicht immer auf und wir nur bei erreichen einer mindesttemperatur geschlossen um vereisung des verdampfers zu verhindern? stellt sich der druck nicht automatisch physikalisch bedingt entsprechend der p-h kennline ein?

Zitat:

@slv rider schrieb am 29. April 2016 um 09:25:39 Uhr:

ist das txv nicht immer auf und wir nur bei erreichen einer mindesttemperatur geschlossen um vereisung des verdampfers zu verhindern? stellt sich der druck nicht automatisch physikalisch bedingt entsprechend der p-h kennline ein?

Wir müssen 2 Betriebsarten unterscheiden. Erstens der Betriebsfall der Anlage. dann wird der Kältemittelfluss thermostatisch geregelt um eben genau diese Vereisung zu verhindern. Aber dann haben wir den Stillstand. Dann macht die Differenzdruckregelung das Ventil zu. Die Ph-kennlinie gilt nur solange Flüssigkeit neben Gas vorhanden ist. Das ist im verdampfer aber nicht so weil das KM verdampft. Wird es wärmer haben wir nur Drucksteigerung durch Gasausdehnung. Das kann man vernachlässigen. Im Verflüssiger stimmts. Da da sich fast das ganze KM aufhält ist da auch immer noch Flüssigkeit vorhanden. Wirds wärmer steigt auch der Dampfdruck.

Warum nun dieser ganze Aufwand mit der Differenzdruckregelung, die kältetechnisch nicht notwendig ist und dessen Sinn sich deshalb nicht gleich erschließt?!

Es kam (und kommt bei alten Anlagen) zuweilen vor dass wenn man die Anlage im Stau abstellt (oder die Überhitzungseinrichtung dies macht) sich der Verflüssiger samt Sammer durch Motorwärme stark aufheizen. Dann steigt auch der Dampfdruck. Die Lüftung im fahrzeuginnenraum sorgt aber dafür dass der Verdampfer auf nahezu Umgebungstemperatur gehalten wird. Dort verflüssigt sich ein Teil des Kältemittels wieder. Wenn man nun den Kompressor einschaltet saugt er diese Flüssigkeit an. Und dann fliegt er dir um die Ohren weil Flüssigkeit nicht komprimierbar ist (Flüssigkeitsschlag!). Um dies zu vermeiden ist das Ex-ventil bei stehender Anlage immer geschlossen.

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